f-l DiTigioa of Zi?i vyWWMvu &L * o Die Vögel Afrikas VON Ant. Reichenow Erster band Neudamm Verlag von J. Neumann 1900 — 1901 Q o'\v-^s [Nachdem ein Jahrhundert hindurch an der Erforschung der Vogelwelt Afrikas gearbeitet worden, ist es an der Zeit, die Ergebnisse dieser Forschungen, die in tausend verschiedenen Arbeiten in dem Schrifttume fast aller europäischen Sprachen zerstreut sind, zusammenzufassen. Das vor- liegende Buch soll ein solches Sammelwerk sein und eine einheitliche, er- schöpfende Darstellung unserer gegenwärtigen Kenntnis der Vögel Afrikas geben. Auf Grund mehr als zwanzigjähriger Vorarbeiten und unter Be- nutzung der vorhandenen Aufzeichnungen sind mit Hinweisen auf die be- nutzten Quellen Beschreibungen von sämtlichen aus Afrika bekannten Vogel- arten, deren Verbreitung und Lebensweise entworfen worden. Damit ist eine feste Grundlage geschaffen, die geeignet sein wird, die fernere ornitho- logische Erschliessung Afrikas zu stützen und zu erleichtern. Durch Klar- legung der vorhandenen Lücken sind die Wege kenntlich gemacht, deren Verfolgung am sichersten und schnellsten zum Endziele führt, zu einer voll- ständigen Naturgeschichte der Vögel Afrikas. Möge dieses Ziel im neuen Jahrhundert erreicht werden! Berlin, am i. Januar 1900. Anton Reichenow. Geschichte der ornithologischen Erforschung Afrikas. Bis auf die neueste Zeit ist Afrika „der dunkle Erdteil" genannt worden &■ und noch vor drei Jahrzehnten bildete sein Inneres auf unseren Karten eine weisse Fläche, durch die eine rote Linie, den Verlauf des Reiseweges zu ziehen, so viele unserer Zeitgenossen mit Forschungssehnsucht erfüllt und in das Herz Äthiopiens geführt hat — Manchen zum Nimmerwiederkehren. Gegenwärtig hat jene Bezeichnung keine allgemeine Giltigkeit mehr. Dank der zahlreichen Afrikareisen der Neuzeit, insonderheit seit die europäischen Grossmächte in eifersüchtiger Hast sich beeilt haben, den Erdteil bis auf das letzte Stück untereinander zu teilen, ist das Innere Afrikas nach verschiedenen Richtungen durchquert worden, und die Lage der höheren Gebirgszüge wie der Lauf der grösseren Ströme ist mehr oder weniger genau festgelegt. Zwar giebt es auch jetzt noch ausgedehnte Landstriche, die der Fuss des Europäers noch nicht betreten hat, die auch in allgemein geographischer Hinsicht noch unbekannt sind; immerhin besitzen wir doch, in grossen Zügen wenigstens, ein klares Bild von der Bodengestaltung Afrikas. Anders ist es freilich mit den naturwissenschaftlichen Verhältnissen. Unsere Kenntnis des Pflanzen- und Tierlebcns Afrikas ist noch lange nicht zu einem einiger- massen befriedigenden Abschlüsse gebracht. Das mehr als ein Jahrtausend alte Beiwort des Erdteils: „Das Land der Wunder" hat in naturwissen- schaftlicher Beziehung noch heute seine Berechtigung. Afrika als Tiergebiet, wie es im vorliegenden Werke behandelt wird, umfasst diesen Erdteil vom Kap der guten Hoffnung nordwärts bis zum Südrande der Sahara, im Nordwesten das Gebiet des Senegal einschliessend, im Nordosten bis etwa zum 20. ° n. Br., bis wie weit die Äthiopien eigen- tümlichen Vogelformen im allgemeinen ihre Verbreitung ausdehnen. Ferner gehören zu Afrika im zoologischen Sinne ausser den kleineren Küsteninseln: im Westen die in der Guineabucht gelegenen Inseln Fernando Po, St. Thomas, Prinzeninsel, Annobon, sowie die oceanischen Inseln Ascension und St. Helena, im Osten die Inseln Sokotra und Sansibar nebst den zugehörenden Eilanden, ferner der südliche Teil Arabiens. Dagegen sind Madasgaskar, die Ami- ranten, Seychellen und Maskarenen auszuschliessen, die ein eigenes Tier- gebiet darstellen,*) ebenso die Kapverden, die zoologisch den Kanaren und Azoren sich angliedern und zum Europäisch- Sibirischen Faunengebiete gehören. Die Anfänge der ornithologischen Erforschung Afrikas liegen etwa ein Jahrhundert zurück. Einzelne afrikanische Vogelarten, die von geographischen und zu Handelszwecken unternommenen Reisen mitgebracht wurden, sind *) Vergl : Reichenow, Die Begrenzung zoogeographischer Regionen vom orni- thologischen Standpunkte (Zoolog. Jahrbücher III. 18B8 S. 671— 7041. Geschichte — VIII — Südafrika freilich schon zu den Zeiten der Phönizier, später besonders durch die Reisen der Portugiesen im 15. Jahrhundert bekannt geworden und bereits von Linne in dessen „Systema Naturae" beschrieben. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehrten sich diese vereinzelten Nachrichten über die Vögel Afrikas. So brachte M. Adanson von seiner Reise nach Sene- gambien 1748 — 1753 33 Arten heim, die Brisson in seiner „Ornithologia" 1760 beschrieben hat. P. Forskäl berührte auf seiner afrikanischen Reise in den Jahren 1761 — 1768 die Nordgrenze des äthiopischen Gebietes und entdeckte mehrere Arten. Peter Kolbe, Thunberg und Sparrmann, der Begleiter Cook's, brachten vom Kap Vertreter der afrikanischen Fauna. James Bruce's Reise nach Abessinien in den Jahren 1768 — 1772 (142"), die besonders naturwissenschaftliche Verhältnisse berücksichtigte, hat orni- thologisch nur wenige Ergebnisse geliefert. Die planmässige Erforschung der Vogelwelt Afrikas begann aber erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit Francis le Vaillant. Er stammte von französischen Eltern, war aber 1753 in Paramaribo im holländischen Guiana geboren.**) 1780 — 1785 bereiste er das Kapland und widmete sich vorzugs- weise ornithologischen Forschungen. Bei den politischen Wirren der da- maligen Zeit blieben die Bemühungen des heimgekehrten Reisenden, die französische Regierung zur Erwerbung seiner reichen Sammlungen für die öffentlichen Museen zu bewegen, fruchtlos, und dies brachte ihn auf den Gedanken, in einem mit Abbildungen ausgestatteten Werke seine Ent- deckungen der gelehrten Welt bekannt zu machen. Sein grosses, in 6 Foliobänden 300 farbige Tafeln enthaltendes Werk erschien in den Jahren 1799 — i8o3 (497 — 499). Es bildet die Grundlage der äthiopischen Ornithologie. Nebst den Beschreibungen und Abbildungen der damals grösstenteils neuen Arten enthält es auch die ersten Nachrichten über die Lebensweise vieler südafrikanischen Vögel. Wissenschaftliche Namen hat Levaillant noch nicht angewendet. Erst später sind den von ihm beschriebenen Arten von Vieillot lateinische Namen gegeben worden. Leider weist das Werk manche Irrtümer auf, da Levaillant vielfach nach dem Gedächtnis niedergeschrieben und Arten aufgenommen hat, die er im Pariser Museum vorfand, und denen er in Afrika glaubte begegnet zu sein, die aber thatsächlich nicht der afrikanischen Fauna angehören. C. J. Sundevall (960, 559) hat 1857 eine Kritik zu Levaillants Werk geschrieben, in derselben die Vieillot'schen lateinischen Namen für die einzelnen Tafeln angegeben und die zweifel- haften Arten zu deuten versucht. Während des Erscheinens des Levaillant'schen Werkes bereiste Hinrich Lichtenstein, der spätere Leiter des zoologischen Museums und Begründer des zoologischen Gartens in Berlin, 1803 — 1806, Südafrika. In seinem 181 1 erschienenen Reisewerke finden sich indessen nur wenige Nachrichten über die Vogelwelt. Die Fortsetzung der Forschungen Levaillant's in Südafrika übernahmen hauptsächlich Engländer und Schweden. W. J. Burchell bereiste anfangs der zwanziger Jahre das Kapland nordwärts bis in das südliche Betschuanen- land. Sein Reisewerk (162) enthält zahlreiche Aufzeichnungen über die *) Mit den in Klammern beigefügten Nummern wird auf das nachfolgende Schriften- verzeichnis verwiesen. **) Vergl. Swainson Nat. Hist. of the Birds of Western Africa II. S. 17—31. Geschichte — IX — Südafrika Verbreitung südafrikanischer Vögel und die Beschreibung einer Anzahl neu entdeckter Arten. Ihm folgte in den zwanziger und dreissiger Jahren Sir Andrew Smith, der das Kapland, das Gebiet des oberen Oranjeflusses und des Vaalflusses, das östliche Bctschuanenland und westliche Transvaal er- kundete und unter allen Forschern in Südafrika die hervorragendsten Er- folge gehabt hat. Einige 90 Arten sind von ihm entdeckt und beschrieben worden, teils in dem South African Quarterly Journal in den Jahren 1829 bis 1834 (917 — 922), teils in seinem grossen, mit Abbildungen ausgestatteten Werke: „Illustrations of the Zoology of South Africa", das 1838 — 1848 erschien (924). Auch über die Lebensweise der Vögel Südafrikas enthält dieses Werk zahlreiche Mitteilungen. Im Jahre 1830 sammelte H. Ellis in der Umgebung der Algoabucht und entdeckte eine Anzahl neuer Arten, die von N. A. Vigors beschrieben worden sind (993). Mitte der dreissiger Jahre unternahm Sir J. E. Alexander eine Reise nach Damaraland, wobei auch Vögel gesammelt und darunter mehrere neue Arten entdeckt wurden, insbesondere der bis auf die neueste Zeit in europäischen Museen noch seltene und höchst eigenartige Lanioturdus torquatus. Im zweiten Bande des Alexander'schen Reisewerkes (6) sind die gesammelten Vögel in einem Anhange von M. Waterhouse bearbeitet worden. Diese Übersicht liefert die erste Kunde über die Vogelwelt des jetzigen Deutschen Schutzgebietes Südwestafrika. Der schwedische Naturforscher J. A. Wahlberg, 1810 in einem kleinen Orte bei Gothenburg geboren, unternahm 1838 ein Reise nach Natal, ganz besonders zum Zwecke zoologischen Sammeins. 1841 zog er über die Drakensberge und den Vaalfluss in das Gebiet des Krokodilflusses; 1842 erforschte er Amasululand und 1843 das Thal des Limpopo. 1845 kehrte er mit reichen Sammlungen zurück. Die neuen Entdeckungen dieser Ausbeute sind von Sundevall (957) beschrieben worden. 1854 unternahm Wahlberg eine neue Reise und diesmal nach dem inzwischen durch Alexander bekannt gewordenen Damaralande. Er ging von der Walfischbucht aus und erreichte den Ngami- see, wobei er wiederum eine Anzahl neuer Arten entdeckte, wie Prionops retzi, Otis rüppelli, die von ihm selbst beschrieben worden sind (995 — 997). Auf seinen ferneren Streifzügen im Damaralande fand Wahlberg 1856 durch einen angeschossenen Elefanten ein jähes Ende. Gleichzeitig mit den letzten Reisen Wahlbergs besuchte ein anderer junger schwedischer Zoolog, J. F. Victorin, zum Zwecke zoologischer Studien das südliche Kapland, Knysna und Karru. Ein früher Tod beendete nach zweijähriger Thätigkeit seine aussichtsreichen Forschungen. Seine nach- gelassenen Aufzeichnungen sind von J. W. Grill bearbeitet und heraus- gegeben worden (292, 293, 988). Bradypterus victorini verewigt den Namen des Entdeckers. In den dreissiger Jahren sammelte ein Deutscher, Ludwig Krebs, im Kaffcrnlande. Über seine Sammlungen, die in der Hauptsache in das Berliner Museum gelangten, geben Lichtensteins Verzeichnisse (500, 501) Nachricht, die auch die Beschreibungen einer Anzahl von Krebs entdeckter Arten enthalten. Ausschliesslich dem Jagdsporte galt die Reise, die der englische Hauptmann W. C. Harris 1836 und 1837 in Südafrika ausführte. Sein Geschichte — X — Südafrika Werk „Portraits of the Game and Wild Animals in Southern Africa" (326) enthält jedoch eingehendere Nachrichten über das Leben des Strausses. Ende der vierziger Jahre bereiste der Italiener Fornasini das südliche Mossambik. Seine Sammlungen sind von J. Bianconi (30) bearbeitet worden. Fornasini's Forschungen wurden später fortgesetzt durch W. Peters, der in den fünfziger Jahren Inhambane, Lourenzo Marques und Tettc am Sambesi besuchte (582 — 585). Es ist nun eines dritten schwedischen Reisenden zu gedenken, dessen Forschungen deshalb von besonderer Wichtigkeit sind, weil sie den Grund gelegt haben für die Kenntnis der Vogelwelt des deutschen Schutzgebietes Südwestafrika: Charles John Andersson's. — Andersson war 1827 in Wenn- land geboren. 1850 kam er als Begleiter des Engländers F. Galton nach Südwestafrika, bereiste mit diesem Damara-, Nama- und Ovampoland und drang 1853 in das Innere bis zum Ngamisee vor. Über einen Teil seiner Sammlungen ist 1852 von Strickland und Sclater (955) berichtet worden. In den Jahren 1856 und 1857 war Andersson Aufseher der Kupferminen in Grossnamaqua. 1859 begann er ein neues grösseres Unternehmen mit der Absicht, den Kunene zu erreichen, eine Reise, die zwar ihren eigentlichen Zweck verfehlte, aber zur Entdeckung des Okawango führte. Über die ornithologische Ausbeute dieser Reise hat J. H. Gurney 1864 einen kurzen Bericht geliefert (308). Nach Kapstadt zurückgekehrt, begann Andersson die Vorbereitung eines grösseren ornithologischen Werkes, einer Vogelfauna von Südwestafrika. Zum Zwecke von Handelsunternehmungen kam er 1866 wieder nach Damaraland und trat im Mai 1867 von Otjimbingue aus einen zweiten Forschungszug nach dem Kunene an, wobei er von einem jungen Landsmanne, Axel Eriksson, begleitet wurde. Er gelangte diesmal wirklich zum Kunene, wurde aber auf der Reise von Dysenterie befallen und erlag bei der Rückkehr im Ovampolande am 5. Juli 1867 der Krankheit. Nach Andersson's Aufzeichnungen und nach seinen reichen Sammlungen, die nach London kamen, ist 1872 von J. H. Gurney ein Buch herausgegeben, betitelt: „Notes 011 the Birds of Damara Land and the adjacent Countries of South West Africa" (8), das 428 Arten aufzählt und bis auf den heutigen Tag nicht allein ein sehr brauchbares, sondern das vollständigste Werk geblieben ist, das wir über die Vogelwelt Südwestafrikas haben. Einige der Andersson'schen Aufzeichnungen waren bereits dem t868 erschienenen Reisewerke J. Chapman's als Anhang beigefügt (199). Chapman hatte von 1849 — 1864 Südafrika vom Osten bis zum Westen zu Jagd- und Handelszwecken durchstreift, aber selbst nicht ornithologisch gesammelt. An Andersson's Forschungen schliessen diejenigen J. Monteiro's in Benguella in den Jahren 1861 — 1863 sich an. Hierdurch wurde ein neues Gebiet ornithologisch erschlossen, das in zoogeographischer Hinsicht eine besondere Wichtigkeit hat, wie wir später sehen werden.*) Über die Er- gebnisse dieser Sammlungen ist von dem Reisenden selbst (522, 524) sowie von G. Hartlaub (368) und Sharpe (800) Bericht erstattet worden. In Natal begann 1858 Thomas Ayres seine mit vielem Erfolge 20 Jahre hindurch fortgesetzten ornithologischen Forschungen. Seine Vogelsammlungen ) Vergl. auch weiter unten S. XVIII Geschichte — XI , — Westafrika aus Natal sind von J. H. Gurney bearbeitet worden (298, 300 — 303, 306, 307, 310, 311, 313, 317). Im Jahre 1862 konnte G. Hartlaub über eine Anzahl neuer und seltener Arten berichten, die E. L. Layard im Kaplande zusammengebracht hatte (365). G. E. Bulger sammelte 1865 bei Windvogelberg im Kaffernlande. Über diese Sammlung hat P. L. Sclater (777) berichtet. O. Finsch beschrieb 1867 eine kleine Sammlung E. Mohr's von Natal (237). Über das Thal des Sambesi und Schire brachten Dickinson, Livingstone und Kirk die erste Kunde. Dickinson sammelte in den Jahren 1861 und 1862 in Ouilimane und am unteren Sambesi, worüber P. L. Sclater (776) berichtet hat. Livingstone, dessen Reise in das Jahr 1863 fällt (502, 503), entdeckte am Sambesi unter anderem den schönen Turako, der jetzt den Namen des grossen Forschers trägt (Gray 289). Sein Begleiter, der spätere englische Generalkonsul auf Sansibar, John Kirk, brachte auf dieser Reise 150 Vogelarten zusammen und hat eine Abhandlung über diese Ausbeute im „Ibis" 1864 veröffentlicht (484). Schon während Andersson's Thätigkeit im Damaralande war der Eng- länder Edgar Leopold Layard Ende des Jahres 1854 nach Kapstadt gekommen. Mit ornithologischem Sammeln sich beschäftigend, erkannte er bald die vielen Lücken in den vorhandenen Werken von Levaillant und A. Smith. Er begann deshalb, ein Verzeichnis der in Südafrika vorkommenden Arten anzulegen, wozu er in den Bibliotheken die ornithologischen Werke nach Mitteilungen über südafrikanische Vögel durchstöberte, zum Teil durch seine Sammlungen sowie durch Mitteilungen Anderer, insbesondere auch durch Andersson unterstützt, den Stoff zusammenbrachte. Das Ergebnis dieser Studien war sein 1867 herausgegebenes Buch: „The Birds of South Africa" (488), das bereits 702 Arten für Südafrika, das Kapland nordwärts bis zum Kunene, Ngamisee und Limpopo namhaft macht. Diese beiden Werke von Layard und Andersson-Gurney bilden den Abschluss des ersten Zeitabschnittes der ornithologischen Erforschung Süd- afrikas, indem sie die Ergebnisse der seit Ende des 18. Jahrhunderts ver- anstalteten Forschungen zusammenfassen und eine einigermassen vollständige Übersicht über die Vogelformen des Gebietes liefern. Wenden wir uns jetzt zunächst zu Westafrika. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhundert verweilte P. E. Isert drei Jahre an der Goldküste. Von seiner ornithologischen Thätigkeit ist aber nur die Entdeckung der prächtigen Musophaga violacea und eines Feuer- webers (Pyromelana franciscana) bekannt geworden (478, 479). Im Jahre 1792 sammelte der schwedische Naturforscher Ad. Afzelius in Sierra Leone. Leider ging der grösste Teil seiner Sammlung verloren, und über den später in Upsala aufbewahrten Rest derselben war ausser einer vom Entdecker 1804 beschriebenen Reiherart (1) nichts bekannt ge- worden bis zum Jahre 1849, wo Sundevall eine Aufzählung der inzwischen grösstenteils von Anderen wieder entdeckten und beschriebenen 23 Arten der Afzelius'schen Sammlung mit kritischen Bemerkungen veröffentlichte (95 6 - 959)- Anfangs des 19. Jahrhunderts kamen verschiedene kleinere Samm- lungen vom Senegal nach Paris und in das Museum des Graten Riocour (z. B. Nauclerus riocouri), die ebenso wie die von dem Reisenden Geschichte — XII — Westafrika Perrein am Kongo und in Loango entdeckten Arten von Vieillot beschrieben worden sind. Bei dem Unternehmen des englischen Forschers J. K. Tuckey nach dem Kongo im Jahre 1816 wurde eine Anzahl Vögel gesammelt, die in dem Werke des Reisenden von Leach bearbeitet worden sind (977), wobei auch mehrere neue Arten (Hirundo smithi, Pternistes cranchi) beschrieben wurden. 1835 konnte W. Ogilby eine Anzahl neuer Arten kennzeichnen, die L. G. Rendali am Gambia entdeckt hatte (558). Die erste umfassendere Arbeit über die Vögel Westafrikas war Swainson's 1837 in 2 Bänden erschienenes Werk: „The Natural History of the Birds of Western Africa" (961), das 186 Arten beschreibt und zum Teil auch abbildet. Die Arbeit stützte sich in der Hauptsache auf Sammlungen, die der schon erwähnte englische Landeshauptmann L. G. Rendali am Gambia zusammen- gebracht hatte. Es war dieser erste Versuch einer Übersicht der Vögel Westafrikas freilich noch recht unvollkommen, bildete aber immerhin eine sichere Grundlage, worauf nun weiter gebaut werden konnte. Das Gepräge der Vogelfauna des Gebietes war aus den beschriebenen Formen bereits in allgemeinen Zügen erkennbar und ist auch vom Verfasser in der Einleitung des Buches des eingehenderen beleuchtet worden. Eine wesentliche Förderung erfuhr die westafrikanische Ornithologie durch L. Fräser, der die grosse englische Nigerexpedition unter W. Allen und T. R. Thomson in den Jahren 1841 und 1842 begleitete und später einige Zeit als Konsul in Weida lebte. Er sammelte am Niger, auf Fernando Po, bei Cap Palmas, Cape Coast an der Goldküste und in Sierra Leone und entdeckte eine grosse Anzahl auffallender Formen, die teils von ihm selbst (258 — 267), teils von Jardine und Strickland (471, 948) be- schrieben und zum Teil in seiner „Zoologia Typica" (268) abgebildet worden sind. In dem zweiten Teile des 1848 über die Nigerreise er- schienenen Werkes hat T. R. Thomson eine Gesamtübersicht der während der Fahrt gesammelten Vögel gegeben (7), nachdem er bereits vorher 2 neue Arten beschrieben hatte (963) und von Jardine (469) einige Arten bekannt gemacht waren, die ein Teilnehmer der Forschungsfahrt, Stanger, während derselben gesammelt hatte. Auch C. A. Gordon sammelte gegen Ende der vierziger Jahre an der westafrikanischen Küste und stellte Beobachtungen über Lebensweise der dortigen Vögel an (273, 470). Die nun folgenden fünfziger Jahre sind besonders bezeichnet durch die Thätigkeit eines Forschers, der sich um die Vogelkunde Westafrikas die grössten Verdienste erworben hat, des gegenwärtigen Altmeisters afrikanischer Ornithologie: Gustav Hartlaub, geb. in Bremen 1815. Die Sammlungen, die der Hamburger Carl Weiss auf der Prinzeninsel, auf St. Thomas und bei Elmina an der Goldküste zusammengebracht hatte, und unter denen sich viele hervorragende Neuheiten befanden, boten Hart- laub 1850 die erste Gelegenheit zu einer zusammenfassenden Übersicht der Vögel Westafrikas. Unter sorgfältiger Benutzung der älteren Schriften konnte der Verfasser in dieser Arbeit (340, 954) eine Liste von 501 bis dahin bekannten westafrikanischen Vogelarten aufstellen. In erweiterter Form mit kurzen Diagnosen erschien diese Übersicht im „Journal für Geschichte — XIII — Nordostafrika Ornithologie" 1853 — 1854 (346), in welcher Neubearbeitung bereits 584 Arten aufgeführt werden konnten. Im Jahre 1855 wurde Dr. Hartlaub von Temminck mit der Bearbeitung einer grösseren Sammlung betraut, die der holländische Resident an der Gold- küste, H. S. Pel, daselbst zusammengebracht hatte. Unter den 151 Arten dieser Sammlung befanden sich einige 20 neue, von denen namentlich das auffallende Perlhuhn Agelastus meleagrides, die grosse, an die australischen Wekas erinnernde Ralle Himantornis haematopus und die nacktfüssige Eule Scotopelia peli hervorzuheben sind (348, 349). Inzwischen hatten Pierre Beloni Du Chaillu und die Gebrüder Verreaux das Gabungebiet ornithologisch erschlossen und zahlreiche neue Entdeckungen daselbst gemacht. Des Ersteren Sammlungen waren an das Museum in Philadelphia gekommen und von John Cassin bearbeitet worden (187 — 197, s. auch Du Chaillu 198). Die Entdeckungen der Gebrüder Verreaux, die auch Beobachtungen über die Lebensweise der Vögel gesammelt hatten, wurden grösstenteils von diesen selbst beschrieben (979 — 985, s. auch 95 1, 95 2 ) • Hartlaub erhielt eine wertvolle, an 100 Arten umfassende Sammlung zur Bearbeitung, die der Baseler Missionar Riis von Aguapim an der Gold- küste heimgesandt hatte, und konnte im Pariser Museum die Vögel unter- suchen, welche von dem Franzosen Laurein zwischen Kap Palmas und Kalabar, von Beaudouin bei Bissao, von Fosse, Aubry-Lecomte, Gujon und Franquet am Gabun gesammelt worden waren. Durch alle diese Beiträge wesentlich vermehrt, erschien 1857 eine dritte Bearbeitung von Hartlaub's Übersicht westafrikanischer Vögel unter dem Titel: „System der Ornithologie Westafrikas" (352). Dieses Werk, worin 758 Arten durch lateinische Diagnosen gekennzeichnet, die wichtigsten Synonyme und bis dahin bekannten Fund- orte angegeben sind, schliesst den ersten Zeitraum der ornithologischen Erforschung Westafrikas ab und ist bis auf den heutigen Tag die voll- ständigste Arbeit geblieben, die wir über die Vögel Westafrikas besitzen. Einige Nachträge zu dieser Arbeit erschienen im Jahre 1861 im „Journal für Ornithologie" (363). Für Nordostafrika ist als erste Unternehmung im 19. Jahrhundert, die für die Ornithologie Ergebnisse geliefert hat — der Reisen Forsk&l's und Bruce's im 18. Jahrhundert ist bereits eingangs dieses Rückblicks gedacht worden — , Salt's Reise nach Abessinien in den Jahren 1809 — 1810 zu nennen. In Salt's Reisewerk (742) hat Stanley eine Übersicht der gesammelten Vögel gegeben, die 17 Arten, darunter 7 neu entdeckte aufführt. In die Jahre 1822 — 1824 fällt dann das Unternehmen der Engländer Denham, Clapperton und Oudney nach dem Tschadsee. Wenngleich nur wenige Vögel auf dieser Reise gesammelt wurden — Children führt in einem Anhange zu dem betreffenden Reisewerke (206) 24 Arten, darunter 3 neue auf — , so hat diese kleine Sammlung doch um so grössere Wichtigkeit, als sie bis gegenwärtig die einzige Kunde über diesen mittleren Teil Afrikas liefert und trotz ihrer Geringfügigkeit doch einen ungefähren Schluss auf das Gepräge des Vogellebens des Tschadgebietes gestattet, das danach demjenigen des Nordostens sich anschliesst. Eine erhebliche Förderung erfuhr die Ornithologie Nordostafrikas erst, als Eduard Rüppell seine Reisen begann. Rüppell war am 20. November 1794 Geschichte — XIV — Nordostafrika in Frankfurt a. M. geboren. Zunächst für den kaufmännischen Beruf be- stimmt, bewog ihn seine Neigung für die Naturwissenschaften, 1817 eine Reise nach Ägypten zu unternehmen. Zurückgekehrt, nahm er seinen Wohnsitz in Italien und bereitete sich durch Studien an den Universitäten Pavia und Genua für grössere wissenschaftliche •Unternehmungen vor, die 1822 nach Ägypten, Nubien und Kordofan, 1832 nach Abessinien führten. Rüppell hat auf seinen Reisen über 100 neue Arten' entdeckt und in dieser Beziehung den grössten Erfolg unter allen Afrikareisenden erzielt. Unter seinen Schriften (736 — 741, 203) ist die wichtigste die 1845 herausgegebene „Systematische Übersicht der Vögel Nordostafrikas", die erste zusammen- fassende Darstellung der Vögel des Gebiets, die bereits 532 Arten behandelt. Zu gleicher Zeit mit Rüppell unternahmen Ehrenberg und Hemprich eine Reise nach Nordostafrika während der Jahre 1820 — 1826, die bis Dongola und an die abessinische Küste führte und nicht unwichtige orni- thologische Ergebnisse geliefert hat (218, 213). Der schwedische Reisende Hedenborg sammelte in den dreissiger Jahren in Abessinien, Sennar und Kordofan, worüber Sundevall (958) berichtet hat. Die vierziger und fünfziger Jahre brachten eine stattliche Reihe von Unternehmungen, die zunächst allgemeine geographische Zwecke verfolgten, die aber auch wichtige ornithologische Erfolge gehabt und Abessinien, Bogos, Sennar und Kordofan ornithologisch erschlossen haben. Es sind zu nennen: die Reise Lefebvre's 1839 — 1843 (496), die Erforschung Abessiniens durch Ferret und Galinier 1840 — 1842 (234, s. auch 295, 296), die Reise des Herzogs Paul Wilhelm von Württemberg 1842 — 1844 (22, 446), die auf Veranlassung des Baron J. W. von Müller von R. Vierthaler (989 — 992, 20, 21) und Brehm (131 — 141) unternommenen Reisen, ferner diejenige Antinori's 1859 — 1861 (9, 411, 444) und der Zug des Freiherrn A. von Barnim in Begleitung Robert Hartmann's in den Jahren 1859— 1861 (408 — 410). Auch die Forschungen J. Petherick's in Kordofan sind hier zu erwähnen (953, 586, 587). Alle diese Unternehmungen haben mit zahlreichen neuen Entdeckungen die Ornithologie Nordostafrikas bereichert und auch — wie besonders die- jenigen Hartmanns und vor allem Alfr. Brehms — wichtige Nachrichten über die Lebensweise der äthiopischen Vögel gebracht. Alle werden aber über- troffen durch Th. v. Heuglins mehr als zwölfjährige Forschungen in jenen Ländern. Heuglin war am 20. März 1824 in Hirschlanden bei Leonberg in Württemberg geboren. Zuerst für das Baufach bestimmt, widmete er sich später dem Bergfache. Bei seinen Vorbereitungen für diesen Beruf lernte er den erwähnten Baron von Müller kennen, dessen Einfluss bestimmend für seine spätere Laufbahn wurde. 1850 trat er seine erste Afrikareise an, die ihn im Auftrage der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien nach Oberägypten und Nubien führte. 1852 begleitete er den österreichischen Konsul Reitz nach Darfur und Abessinien und übernahm nach dessen Tode das Konsulat. Nach zweijährigem Aufenthalte in Europa, 1855 und 1856, be- teiligte sich Heuglin 1857 im Auftrage der österreichischen Regierung an einer grösseren Reise, die ihn längs der Küstenstriche des Roten Meeres zur Somaliküste bis zum Kap Gardafui und nach Aden brachte. 1861 wurde er mit der Führung eines Unternehmens betraut, dessen Zweck die Auf- suchung des in Wadai verschollenen Dr. Ed. Vogel war. Hierbei wurde Geschichte — XV — Ostafrika das westliche Abessinien von ihm erforscht und der Tanasee erreicht. An- schliessend daran begleitete er die unternehmende Holländerin Alexine Tinne zum Weissen Nil und Gazellenflusse und kehrte 1865 nach Europa zurück. Die ungemein reichen ornithologischen Ergebnisse seiner langjährigen Reisen hat Heuglin in zahlreichen Reiseberichten und Arbeiten in ver- schiedenen Zeitschriften niedergelegt (416 — 445, 447 — 453) und in seinem grossen 1869 — 71 erschienenen Werke: „Ornithologie Nordostafrikas" (454) zusammengefasst. Dieses Werk, womit für Nordostafrika die erste Periode der Entdeckungen abschliesst, beschreibt 948 Arten, die höchste Anzahl von Arten, die bisher in einer Übersicht afrikanischer Vögel be- handelt worden ist. Ganz besonders müssen auch die Lebensbeobachtungen hervorgehoben werden, die Heuglin auf seinen Fahrten gesammelt und in seinem Werke fesselnd geschildert hat. Die ornithologische Erforschung Ostafrikas begann erst bedeutend später, als die Forschungen im Süden, Westen und Nordosten bereits zu zusammenfassenden Darstellungen geführt hatten. Zwar waren von W. Bojer bereits im Jahre 1824 auf Sansibar und der Insel Pemba einige Vögel ge- sammelt worden, unter denen als besonders auffällige Form der für das westafrikanische Gebiet bezeichnende Geierseeadler, Gypohierax angolensis, sich befand, der auf Pemba erlegt wurde (s. Hartlaub 359). Einzelne Arten waren ferner Ende der vierziger Jahre durch Cassin und Verreaux bekannt gemacht. Ausführlichere Nachrichten über die Vogelwelt Ostafrikas aber brachte erst das Jahr 1854, wo es dem englischen Reisenden Speke gelang, in das Innere des Somalilandes einzudringen und dort auch ornithologische Entdeckungen zu machen (40, 41, 944). 1857 wurde dann die Somaliküste, insbesondere die Umgegend von Berbera, von Heuglin eingehender erforscht. Einen noch grösseren Erfolg erzielte die Unternehmung von Speke und Grant in den Jahren 1860 und 1861, die das heutige Deutschostafrika zum Ziele nahm. Von Bagamojo ausgehend, führte sie durch Usaramo, Ussagara, Ugogo, Unjamwesi und Usindja zum Victoria Niansa. Die während dieser Reise gemachten Sammlungen, die von P. L. Sclater, G. Hartlaub und D. G. Elliot bearbeitet worden sind (219, 277, 278, 366, 370, 774), bereicherten die Wissenschaft mit einer Reihe sehr autfallender neuer Formen und lieferten ein ungefähres Bild des ornithologischen Gepräges Ostafrikas. John Kirk, durch seine Forschungen am Sambesi bereits bekannt, sandte im Jahre 1867 eine Vogelsammlung von der Insel Sansibar nach London; in derselben befanden sich mehrere bis dahin unbekannte Formen (G. Hartlaub 376). An die Reise von Speke und Grant schlössen die Forschungen des Barons Karl Klaus von der Decken in den Jahren 1862 — 1865 unmittelbar sich an, wodurch die Kenntnis der Ornithologie Ostafrikas sehr wesentlich gefördert worden ist. Baron v. d. Decken brachte auf Sansibar, an der Küste bei Bagamojo und Mombas sowie auf einer Reise zum Kilimandscharo eine Sammlung, von etwa 120 Arten zusammen. Darunter befand sich über ein Dutzend neuer und höchst bezeichnender Formen, die von Cabanis beschrieben worden sind (167, 204). Die v. d. Deckcn'schen Forschungen gaben aber ausserdem Veranlassung zu dem umfassenden Werke, worin von O. Finsch und G. Hartlaub eine Übersicht der bis dahin aus Ostafrika bekannten Geschichte — XVI — Westafrika Vogelarten geliefert, und womit nunmehr auch für die Vogelkunde Ostafrikas ein fester Grund gelegt wurde. Das Werk führt 457 Arten auf (242). So waren also in den Jahren 1867 — 187 1 die ornithologischen Forschungen im Süden, Nordosten und Osten zu einem vorläufigen Ab- schlüsse gebracht, es waren mit den Sammelwerken Layard's, Gurney's, Heuglin's und Finsch's und Hartlaub's sichere Grundlagen geschaffen, wo- rauf man weiterbauen konnte, um die Lücken der Kenntnis auszufüllen. Für Westafrika war dieser vorläufige Abschluss — wie bereits erwähnt — schon 1857 mit Hartlaub's System der Ornithologie Westafrikas erreicht. Während der 13 Jahre von 1857 — 1870 waren aber für dieses Gebiet des Erdteils noch bedeutende Fortschritte erzielt worden. D. Hinderer hatte 1859 von Ibadan am Niger eine kleine Sammlung eingesandt, worüber von J. H. Gurney berichtet wurde (297). In Loanda, im nördlichen Teile Angolas, hatten gegen Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre Toulson und Bayäo ornithologisch gesammelt (Bocage 43). Eingehender bekannt aber wurde die Vogelfauna Angolas erst durch J. Monteiro's, des Holländers Sala und Ch. Hamilton's Forschungen in den sechziger Jahren. Über diese Ergebnisse ist von dem Reisenden Monteiro selbst (523, 525), von Hartlaub (407) und besonders von Sharpe (794, 800, 807) ausführlich berichtet worden.") Burton hatte 1861 den Kamerunpick erstiegen und einige höchst eigen- artige Formen dort entdeckt (Gray 288). Seine Forschungen wurden vervoll- ständigt durch Crossley, der 187 1 teils im Kamerungebirge, teils am Fusse desselben sammelte (s. Sharpe 809). Dohrn hatte 1865 die Prinzeninsel eingehender erforscht (210), worüber auch Dohrns Begleiter J. G. Keule- mans eine Abhandlung (482) veröffentlicht hat. Einzelne neue Entdeckungen vom Gambia, von der Goldküste und von Gabun waren durch Hartlaub bekannt geworden (353, 355, 362, 367). Endlich war 1869 durch Petherick die hochwichtige Entdeckung gemacht worden, dass der Graupapagei, eine typisch westliche Form, im Niamniamlande vorkomme, woraus geschlossen werden musste, dass dieses Gebiet faunistisch zu Westafrika zu rechnen sei (587). Anfangs der siebziger Jahre gestaltete sich somit die Kenntnis der faunistischen Verhältnisse Afrikas folgendermassen: , Von Südafrika kannte man genauer das Kapland, die Westküste bis zum Kunene, im Osten Natal und Kaffernland, einigermassen auch Süd- mossambik und das untere Sambesithal. Nordostafrika war ziemlich gut bekannt bis zur Südgrenze von Abessinien, Sennar und Kordofan, ferner ganz oberflächlich das Gebiet des Tschadsees. Von Westafrika kannte man hingegen allein den Küstenstrich im allgemeinen und auch diesen teilweise recht unvollkommen. Nur am Niger war die englische Expedition unter Allen und Thomson tiefer eingedrungen. Ferner wusste man aus der ver- einzelten Nachricht Petherick's, dass im Niamniamlande westliche Formen vor- kämen. Von Ostafrika hatte man Kunde über den nördlichen Teil des Somalilandes, die Insel Sansibar und einen kleinen Strich der gegenüber- liegenden Küste, sowie einzelne Nachrichten vom Kilimandscharo und von I Kin Teil der Sammlungen war in Henguella zusammengebracht (s. 800) und fäl in das Faunengebiet Südafrikas — vergl. S. X u. XVIII. Geschichte _ XVII — Südafrika den Ländern südlich des Victoria Niansa. Gänzlich unbekannt war noch der grössere Teil des Ostens und das ganze Innere Afrikas: das mittel- afrikanische Seengebiet, das Kongogebiet, das Hinterland von Gabun und Kamerun und der obere Niger. Über die Tierverbreitung in Afrika bildete man sich danach anfangs der siebziger Jahre folgende Anschauung, die im wesentlichen in dem von Wallace 1876 herausgegebenen Werke „The Geographica! Distribution of Animals" zum Ausdruck gekommen ist : :; ) Den Westen des Erdteils vom Gambia bis zum Kongo, nach dem Innern zu das Flussgebiet des Niger und den unteren Kongo — soweit dieser überhaupt bekannt war — einschliessend, hielt man für ein einheitliches Tiergebiet und bezeichnete es als West- afrikanische Subregion (rot auf der Karte). Als ein zweites Gebiet, die Südafrikanische Subregion (gelb auf der Karte), wurde der Süden bis etwa zum 22. ° s. Bi\, im Osten noch den Küstenstrich vor der Mündung des Sambesi einschliessend, betrachtet. Alles übrige wurde als Ostafrikanische Subregion (blau auf der Karte) zusammengcfasst, also der ganze Osten westwärts bis etwa zum 25. ° ü. L. Gr., das mittlere Seengebiet einschliessend, der Norden zwischen dem Wendekreise und dem 16. Breitengrade, das Senegalgebiet im Westen einschliessend, das Niassa- und Sambesigebiet und im Südwesten Loango, Loanda, Benguella und Mossamedes. Diese Anschauungen über die Tierverbreitung in Afrika sind durch die Ergebnisse der ornithologischen Entdeckungen während der letzten drei Jahrzehnte wesentlich verändert worden. Wir werden diese neueren Forschungen nunmehr zu verfolgen haben. In Südafrika betrafen die Fortschritte vom Anfange der siebziger Jahre bis zur Gegenwart in der Hauptsache die vollständigere Erforschung bis dahin nur wenig bekannter Gebiete, dann aber auch die Erschliessung" ornithologisch noch unbekannter Gegenden. Zunächst setzte Th. Ayres seine bereits 1858 in Natal begonnenen Sammlungen in Transvaal fort. Seine Ergebnisse (11 — 16), die von W. Ayres vervollständigt worden sind (Gurney 321), haben ein klares Bild der Vogel- fauna des südöstlichen Afrikas geliefert. Weitere Ergänzungen zur Vogelfauna Südafrikas verdanken wir G. E. Shelley, der 1874 die Küste des Kaplandes und Natals bereiste (862), Barratt, der 1874 bei Lydenburg sammelte (25), Butler, Feilden und Reid, die 1881 Natal besuchten (164, 165), ferner der Reise Jameson's 1881 in Maschonaland, Matebele, Bamangwato und Transvaal (870). Weiter sind Seebohm's Forschungen 1886 in Natal beachtenswert (788). Symonds sammelte 1885 und 1886 im Oranjefreistaate (962), und Distant bereiste 1890 Transvaal (207). Im Jahre 187 1 schickte Vanzeller eine Sammlung aus Transvaal nach Lissabon, worüber Bocage (72) berichtet hat. Über das Matebeieland brachte T. E. Buckley 1873 weitere Kunde (145). Ebenda sammelte auch mit grossem Erfolge F. Oates, der 1873 und 1874 durch Transvaal, Bamangwato und Matebele die VictoriTtfälle am Sam- besi erreichte und auf der Rückkehr am 5. Februar 1875 den Anstrengungen der Reise erlag. Seine Sammlungen sind von R. B. Sharpe bearbeitet worden *) Vergl. die obere Karte auf der im dritten Abschnitte, der die Vogelwelt Afrikas im allgemeinen behandelt, folgenden Tafel. Reichcnow, Die Vogel Afrikas. Geschichte — XVIII — Südafrika (555). Dem portugiesischen Reisenden Serpa Pinto sind fernere Nachrichten über die Vogelfauna des Sambesi zu verdanken (Bocage 85). Auch E. Holub's ist hier zu gedenken, der auf einem grossen Ent- deckungszuge Ende der siebziger Jahre Südafrika von Port Elisabeth bis zum Sambesi durchquerte und über seine Forschungen im Verein mit A. v. Pelzeln berichtet hat (462). Zahlreiche neue Arten sind auf allen diesen Reisen entdeckt worden, und als Sharpe eine Neubearbeitung von Layard's „Birds of South Africa" herausgab (495), die im Jahre 1884 abgeschlossen wurde, konnte er gegen 800 Arten für Südafrika aufführen gegenüber 700 in der älteren Ausgabe. Seitdem sind aber weitere Fortschritte in der Ornithologie Südafrikas erzielt worden. In besonderem Masse hat sich J. de Anchieta, dessen er- folgreiche Thätigkeit von Ende der sechziger Jahre bis auf die Gegenwart sich erstreckte, durch eingehende Erforschung von Mossamedes und Benguella, Verdienste erworben. Etwa 560 Arten wurden von ihm für das Gebiet nachgewiesen, darunter 46 von ihm entdeckte Species. Er starb inmitten seiner ornithologischen Thätigkeit in Kakonda am 14. September 1897. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind von Barboza du Bocage (46 — 66, 105, 110, in, 114) und J. A. de Sousa (930, 933, 934, 937, 938, 940, 941) in zahlreichen kleineren Abhandlungen bekannt gemacht worden. Sie liefern im Verein mit Monteiro's Forschungen, der die ersten Nachrichten über die Fauna Benguellas gebracht hatte (s. S. X), namentlich ein wertvolles Material für die Beurteilung der Tierverbreitung in Südwestafrika, denn es ergiebt sich aus denselben, dass Mossamedes und das südliche Benguella faunistisch zu Südafrika zu rechnen sind und nicht zum Westen, wie vielfach vermutet wurde, und dass die Grenze zwischen dem Waldgebiete des Westens und der Steppenlandschaft Südafrikas auf der Wasserscheide zwischen dem Kuanza und Katumbella unter etwa 12. ° 50' s. Br. liegt. Auch die Sammlungen des holländischen Reisenden van der Kellen in Mossamedes Ende der achtziger Jahre, die von J. Büttikofer bearbeitet worden sind (150, 152, 153, 156), haben zur Lösung der erwähnten zoogeo- graphischen Frage wesentlich beigetragen und ebenso die Reise der Herren Capello und Ivens 1884 und 1885, die von Mossamedes zum Sambesi führte und dabei die Wasserscheide des Kongo und Sambesi überschritt. Nach den Sammlungen dieser Reisenden (186, 927, 929) ist der Schnittpunkt des 12. ° südl. Br. und des 45.° östl. L. Gr. ebenfalls auf der Grenze zwischen dem westlichen und südlichen Faunengebiete Afrikas. 1889 hat dann noch J. A. de Sousa über eine kleine Sammlung des Padre Antunes von Huilla in Mossamedes berichtet (939). 1885 hat Serpa Pinto im nördlichen Mossambik eine Anzahl Vögel ge- sammelt, wovon einige für die Verbreitung Wichtigkeit haben (Sousa 928), und Ende der achtziger Jahre ist von F. Stuhlmann in Ouilimane eine um- fangreiche Sammlung zusammengebracht worden (Rchw. 637, 662). In Deutsch-Südwestafrika ist in neuester Zeit E. Fleck erfolgreich thätig gewesen. Er hat 1891 und 1892 in verschiedenen Gegenden des Gebietes gesammelt und beobachtet und mehrere neue Arten entdeckt, die von Reichenow (666, 679) beschrieben worden sind. In einer längeren Ab- handlung hat der Reisende selbst im „Journal für Ornithologie" (254) das Vogelleben Südwestafrikas in Beziehung zur Bodenbeschaffenheit des Landes Geschichte — XIX — Westafrika geschildert und wertvolle Beobachtungen über die Lebensweise einzelner Arten mitgeteilt. Von Reisen und Forschungen in Südafrika während der letzten Jahre seien ferner erwähnt: F. V. Kirby's Mitteilungen über die Vögel des Swasi- landes (483), die Sammlungen der Gebrüder R. B. und J. D. Woodward im Sululande, die von Sharpe bestimmt worden sind (849, 1001), Marshall's und Sowerby's Forschungen in Maschonaland (510, 511, 942), Distant's wie Rendall's Reiseergebnisse aus Transvaal (207, 209, 730), H. F. Francis' Sammlungen aus Inhambane in Mossambik, die von W. L. Sclater be- schrieben sind (784, 785), H. S. H. Cavendish's Forschungen in Mossambik, bearbeitet von Sharpe (854), E. Foa's Sammlungen aus dem Gebiete nördlich des oberen Sambesi, worüber Oustalet (572) berichtet hat, endlich B. Alexander's Forschungen am oberen Sambesi (2 — 5). Ein neues zu- sammenfassendes Werk über die Vögel Südafrikas ist gegenwärtig im Er- scheinen (s. Stark 946). Für Westafrika begann anfangs der siebziger Jahre die eingehendere Erforschung derjenigen Küstenstriche, von deren Vogelleben man sich bereits ein einigermassen klares Bild verschafft hatte, und ferner die Erschliessung einiger noch unbeachtet gebliebener Strecken. Auch gelang es nunmehr, die Küstenstriche zu durchbrechen und in das noch vollständig unbekannte Hinterland einzudringen. Bei der grossen Zahl der Reisen ist es am zweck- mässigsten, diese Forschungen nach den einzelnen Ländern zu verfolgen. In der Vogelkunde Senegambiens, des ornithologisch am längsten be- kannten Gebietes Westafrikas, auf dessen Fauna das älteste zusammen- fassende Werk über die Vogelwelt Westafrikas, dasjenige Swainson's, vorzugsweise sich stützte, sind während der letzten 30 Jahre keine wesent- lichen Fortschritte erzielt worden. Insbesondere fehlen noch immer kritische Untersuchungen über den Gegensatz zwischen dem Senegal- und Gambia- gebiete. In älterer Zeit sind die Vorkommnisse in den beiden faunistisch durchaus verschiedenen Flussgebieten des Senegal und Gambia unter der allgemeinen Bezeichnung „Senegambien" zusammengeworfen worden, so dass eine Klärung der Verhältnisse auf Grund des vorliegenden alten Materials nicht möglich ist, diese vielmehr gründlicher neuer Forschungen bedarf. Das in neuerer Zeit von A. T. de Rochebrune verfasste Werk (735) bietet in dieser Hinsicht keinerlei Anhalt, da die in demselben vorhandenen offen- baren Irrtümer jegliche Gewähr für die Fundortsangaben ausschliessen. Einige Ergänzungen zur Vogelfauna Senegambiens hat die Reise der Herren Marche und de Compiegne in den Jahren 1872 — 1874 geliefert, worüber die Arbeiten Bouvier's (128) und Oustalet's (561) Auskunft geben. Ferner hat 1892 P. Rendall (729) über eine Sammlung vom Gambia berichtet. — Über die Bissagosinseln, die unter dem n.° n. Br. an der senegambischen Küste gelegen sind, brachte Bulger 1873 die erste Nachricht (817, 74), indem er 19 Arten auf der Insel Bolama nachwies. 4 weitere Arten wurden 1880 von J. da Costa daselbst gefunden (90), und 1882 veröffentlichte Bocage (106) eine Liste von 25 Arten, die H. Barahona dort gesammelt hatte. — Von den Lossinseln kam in den siebziger Jahren eine Sammlung in das Pariser Museum, worüber E. Oustalet berichtet hat (562). Unter den daselbst ge- sammelten 15 Arten befand sich der bis dahin noch nicht bekannte prächtige Coccycolius iris (560). [I* Geschichte — XX — Westafrika Zur Vogelkunde Liberias lieferte in den siebziger Jahren der Reisende Schweizer einen neuen Beitrag. Demselben gelang es, den reizenden Agap- ornis swindernianus wiederzufinden und 2 neue Arten zu entdecken (Rchw. 610). Sehr wesentlich erweitert aber wurde unsere Kenntnis der Vogel- welt Liberias in den achtziger Jahren durch J. Büttikofer und seine Mit- arbeiter C. F. Sala, F. X. Stampfli und A. T. Demery. Die Ergebnisse dieser mehrjährigen Forschungen, worüber F. Schlegel kurz berichtet hatte (766) (s. auch Sharpe 833), sind von Büttikofer bearbeitet worden (146 — 149, 151, 154, 155, 157), der in einer Gesamtübersicht (158) 237 Arten für das Gebiet nachweisen konnte. Ende der achtziger Jahre hat dann Demery nochmals am Sulymaflusse nahe der Westgrenze Liberias gesammelt und 10 weitere Arten aufgefunden (Butt. 160, Rchw. 685, 686), und jüngst hat Oberholser (557) eine Sammlung von R. P. Currie aus Liberia beschrieben, die 4 neu entdeckte Formen enthielt. An der Goldküste ist Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre von dem englischen Landeshauptmann H. T. Ussher und von den Herren S. Tri. D. Aubinn, E. T. Higgins, B. Hinde und Cpt. Haynes erfolg- reich gesammelt worden. Die Ergebnisse sind von R. B. Sharpe und G. E. Shelley veröffentlicht (790, 792, 795, 798, 810, 858 — 861), wobei auch eine ältere Sammlung des holländischen Statthalters Nagtglas, die im Leydener Museum sich befand, berücksichtigt ist. Auch Ussher selbst hat (978) eine Übersicht über einen Teil seiner ornithologischen Thätigkeit gegeben, der manche Beobachtung über die Lebensweise der Vögel enthält. Über eine kleine Sammlung des Reisenden M. Sintenis von Accra hat O. Finsch (238) berichtet. Im Jahre 1871 bereisten die Herren G. E. Shelley und T. E. Buckley verschiedene Gegenden der Goldküste, wobei es ihnen gelang, 37 Arten für das Gebiet neu nachzuweisen, dessen Artenzahl sich damit auf 308 stellte (904). Im Jahre 1872 sammelte Reichenow und dessen Gefährte W. Lühder bei Accra, in Aguapim und bei Aburi. Mehrere neue Arten wurden dabei entdeckt und Nachrichten über die Lebensweise, insbesondere über Nestbau und Eier verschiedener Arten gewonnen (596, 603, 723). Nach diesen, zum Teil längeren Berichten sind nur noch Einzelheiten (s. Hartlaub 406, Sharpe 830, 838), aber keine ausführlicheren Mitteilungen über die Vogelwelt der Goldküste*) veröffentlicht worden. Das der Goldküste benachbarte Togoland ist erst 1890 ornithologisch bekannt geworden. Der Grund wurde von Dr. Büttner gelegt, der 1890 und 1891 bei Bismarckburg sammelte und 133 Arten nachwies. Von 1893 bis 1895 brachte Ernst Baumann, der leider 1895 kurz nach seiner Heim- kehr den Folgen des feindlichen Klimas erlag, zuerst im Küstengebiete, so- dann hauptsächlich auf der Station Misahöhe, etwa unter 7 n. Br. gelegen, und zuletzt in Kratschi, etwa unter dem 8. Breitengrade am Volta gelegen, reiche Sammlungen zusammen. Ausser mehreren neuen Arten, darunter Trachylaemus togoensis, fand er die nacktköpfige Krähe, Picathartes gymno- cephalus, unweit Misahöhe brütend. 1895 haben dann Leutnant Klose, in den Jahren von 1896 bis zur Gegenwart besonders erfolgreich Graf Zech bei Kratschi am Volta und 1898 Dr. Kersting in Kirikri gesammelt. Die *) Worunter hier das Küstengebiet verstanden ist, vcrgl. den folgenden Absatz über das Hinterland der Gold- und Togoküste S. XXI. Geschichte — XXI — Westafrika Ergebnisse aller dieser Forschungen sind von Reichenow bearbeitet worden (648, 650, 659, 663, 674, 678, 698). Derselbe konnte in einer 1897 zusammen- gestellten Liste 279 Arten für das Togogebiet aufführen. An die Erschliessung des Togolandes reihen sich die neuesten wichtigen Entdeckungen des Oberleutnants Thierry und des englischen Reisenden W. Giffard im Hinterlande der Gold- und Togoküste an. Thierry 's Aus- beute aus Mangu, worüber die „Ornithologischen Monatsberichte" eine kurze Nachricht gebracht haben (712), wie die gleichzeitige Giffard's von Gambaga und Mossi, worüber E. Hartert ausführlicher berichtet hat (333. 334) (s. auch Sharpe 853), haben den Beweis geliefert, dass diese Länder zoologisch nicht mehr zum westlichen Waldgebiete, sondern zum östlich-südlichen Steppen- gebiete zu rechnen und zwar an das Senegalgebiet anzuschliessen sind. Nach Thierry's Angaben bildet etwa der io.° n. Br. die faunistische Grenze. Über Dahomey waren bis zum Jahre 1870 nur Einzelheiten bekannt geworden. 1887 veröffentlichte Sousa (935) eine Liste von 16 Arten, die F. Newton an der Küste Dahomeys gesammelt hatte, und 1892 berichtete Bocage (107) über eine kleine Sammlung desselben Reisenden. Neuerdings hat Oustalet (574) ein Verzeichnis einer kleinen Sammlung des Herrn Miegemarque von Porto Novo veröffentlicht und dabei sämtliche bisher aus Dahomey nachgewiesenen Vogelarten aufgezählt, zusammen 48 Arten. Das ist alles, was wir bisher über das Gebiet wissen. Das Nigergebiet war zuerst durch die englische Expedition unter Allen und Thomson ornithologisch erschlossen worden. 1878 beschrieb F. Nicholson eine kleine Sammlung H. Robin's von Abeokuta (550). Im Jahre 1882 unter- nahm W. A. Forbes eine Forschungsreise den Niger aufwärts bis Rabba. Leider endete nach kurzer Thätigkeit sein hoffnungsvolles Leben unter den Einwirkungen des mörderischen Klimas. Er starb in Schonga am 14. Januar 1883. Seine Sammlungen, die 105 Arten umfassten, sind von Shelley (873) bearbeitet worden. Seine letzten Aufzeichnungen finden sich in dem nach- gelassenen Tagebuche, das 1883 im „Ibis" veröffentlicht ist (257). Sehr erfolgreich war die Reise E. Hartert's im Jahre 1885 zum Benue und in die Haussaländer. Fr konnte auf dieser Reise 187 Arten sammeln und zahl- reiche wichtige Beobachtungen über die Lebensweise der Nigervögel machen (328). Auch deuten Hartert's Beobachtungen an, dass ebenso wie im Hinter- lande von Togo nördlich des Benue ungefähr beim io.° n. Br. die Grenze zwischen dem westlichen Waldgebiete und dem östlich-südlichen Steppen- gebiete zu suchen ist. Im Jahre 1892 hat dann noch A. F. Mochler-Ferryman am Niger und Benue ornithologisch gesammelt. In seinem Reisewerke (235) ist eine Liste der gesammelten Arten enthalten. Aus dem Kamerungebiete waren bis 1870 erst 69 Arten durch die erwähnten Forschungen Burton's und Crossley's bekannt geworden. Das Thal des Kamerunflusses wurde 1870— 1871 von Reichenow und Lühder ein- gehend erforscht, 143 Arten wurden nachgewiesen (603, 605, 607, 609, 379). Unter den von den Genannten entdeckten neuen Arten sind der schöne Buschwürger Dryoscopus lühderi, die eigenartige Ammer Emberiza cabanisi und der Webefink Cryptospiza reichenowi hervorzuheben. Auch Lühder musste, wie so Viele vor ihm, sein Leben auf dem Altar der Wissenschaft opfern. Er starb in Kamerun am 12. März 1873. Erst 13 Jahre nach diesem Unternehmen wurde wieder in Kamerun gesammelt. Der englische Konsul Geschichte XXII Westafrika H. H. Johnston brachte hauptsächlich im Gebirge eine kleine Sammlung zu- sammen, die von Shelley bestimmt wurde (88o, 881) und mehrere auffallende neue Arten, wie Laniarius atroflavus und Ploceus melanogaster, enthielt. Einige Jahre später sammelte Hauptmann Zeuner im Hinterlande von Kamerun in Barombi. Auf Grund dieser Zugänge veröffentlichte Reichenow im Jahre 1890 (639) eine neue Liste der Kamerunvögel, die nunmehr 187 Arten aufwies. Eine überraschende Bereicherung unserer Kenntnis des Kamerun- gebietes brachten im Jahre 1891 die Forschungen des Dr. Preuss in Buea, dem höchst gelegenen Dorfe im Kamerungebirge. Von 65 Arten, die Dr. Preuss in den höheren Regionen des Kamerun sammelte, waren 29 für das Gebiet zum erstenmal nachgewiesen und nicht weniger als 17, also mehr als der vierte Teil der ganzen Sammlung, neu für die Wissenschaft. Onycognathus preussi, Graucalus preussi, Barbatula con'phaea, Symplectes tephronotus, Andropadus montanus, Cinnyris oritis sind die hervorragendsten neuen Ent- deckungen der Preuss'schen Sammlung, die von Reichenow (654, 660, 661) beschrieben worden ist. Noch nicht besucht war bisher der westliche Teil von Kamerun, das Gebiet des Rio del Rey im Westen des Kamerungebirges. Ein junger schwedischer Naturforscher, Yngwe Sjöstedt, unternahm in den Jahren 1890 — 1892 die Erforschung dieses Landstriches. Von seinen neuen Entdeckungen sind Campothera tullbergi, Dendropicus reichenowi, Trocho- cercus albiventris und Glaucidium sjöstedti (Sjöst. 906 — 916, Rchw. 665) hervorzuheben. In der Veröffentlichung über seine gesamten Forschungen (915), die eine anziehende Darstellung der Fauna des Kamerungebietes und viele Mitteilungen über die Lebensweise der einzelnen Vogelarten enthält, konnte Sjöstedt nunmehr 316 Arten für das Gebiet aufzählen. In den letzten Jahren hat dann Dr. Preuss in Victoria und namentlich G. Zenker im Hinter- lande in Jaunde unter dem 30. ° östl. L. zwischen Njong und Sannaga, sowie bei Bipindi am Lokundje erfolgreich gesammelt. Zenker hat zahlreiche und eigentümliche neue Formen entdeckt, die von Reichenow (656 — 658, 669, 675, 683, 693 — 695) beschrieben worden sind. Erwähnt seien nur: Agapornis zenkeri, Laniarius bocagei, Bathmocercus rufus, Malimbus erythrogaster, Sym- plectes dorsomaculatus, Apalis binotatus. Nach diesen Entdeckungen stellte sich im Jahre 1896 die Gesamtzahl der für das Kamerungebiet nachgewiesenen Arten auf 354 (Rchw. 693). Diese Zahl ist in den letzten Jahren abermals wesentlich erhöht worden durch Forschungen des Dr. Preuss bei Victoria am Fusse des Kamerun- gebirges und am Sannaga, unter dessen Entdeckungen die zweite Art der nacktköpfigen Krähe, Picathartes oreas, und die eigentümliche Schwalbe Lecythoplastes preussi besonders hervorzuheben sind (Rchw. 703, 709), ferner durch Sammlungen des Oberleutnant v. Carnap im östlichen Teile des deutschen Schutzgebietes (Rchw. 710) und des Herrn Conrau am oberen Mungo (Rchw. 716). Die wertvollen Ergebnisse dieser Forschungen sind dem vorliegenden Werke eingefügt. Endlich hat neuerdings H. C. Ober- holser über eine von G. L. Bates gemachte Sammlung aus dem südlichen Teile des Kamerungebietes berichtet (556). Über die Insel Fernando Po ist seit Fräser keine neue Kunde gebracht worden. Eine gründliche Erforchung des Picks, die manche neue Entdeckung in Aussicht stellt, bleibt noch weiter der Zukunft vorbehalten. Im Jahre 1894 hat F. Newton eine kleine Sammlung auf der Insel zusammengebracht, Geschichte _ XXIII — Westafrika die jedoch nur bekannte Arten enthielt (Boc. 113). Auch über die Prinzen- insel ist nichts Neues zu verzeichnen. Zwei kleine Sammlungen von dort kamen 1880 und 1887 durch die Herren Da Costa und F. Newton nach Lissabon, worüber Bocage (90) und Sousa (931) Mitteilung gemacht haben. Dagegen gelang es dem erwähnten Reisenden F. Newton, auf der kleinen Insel Annobon 2 neue Arten zu entdecken: Terpsiphone newtoni und Zosterops griseovirescens (Bocage 109). Ferner verdanken wir der neueren Zeit eine gründliche Erforschung der Insel St. Thomas, von wo der Reisende Weiss 1847 die erste Nachricht gebracht hatte. De Borja, Quintas und vor allen F. Newton sind hier in den Jahren 1886 — 1890 erfolgreich thätig gewesen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen sind von Bocage (83, 94, 95, 97 — 104) und Sousa (936) bearbeitet. Die von ersterem 1891 zusammen- gestellte Liste führt 58 Arten auf. Von neuen Entdeckungen sind hervor- zuheben: Cinnyris newtoni, Lanius newtoni, Prinia molleri, Amblyospiza concolor, Scops scapulatus, Nectarinia thomensis. Neuerdings hat A. Mocquerys auf S. Thomas gesammelt (s. Hartert 335). Auch im Gabungebiete ist nach den Forschungen von Du Chaillu und Verreaux nur unbedeutend gearbeitet worden. Die Reisenden F. Marche und de Compiegne, die 1872 — 1874 die ganze Westküste Afrikas besuchten, haben auch am Gabun längere Zeit gesammelt (Bouvier 128, Oustalet 561, Bocage 87). H. Ansell entdeckte daselbst im Jahre 1874 den von Sharpe (816) nach ihm benannten Centropus, und über einige von v. Koppenfels 1875 gesammelte Arten hat Giebel (271) berichtet. Das Kongogebiet und die Loangoküste, die seit den Reisen Perrein's und Tuckey's im Anfange des Jahrhunderts von keinem ornithologischen Forscher wieder besucht waren, sind nach 1870 von deutschen, englischen, französischen und portugiesischen Reisenden durchforscht worden, und die Kenntnis ihrer Vogelfauna ist derartig gefördert, dass diese Länder jetzt zu den am besten bekannten des Erdteils gehören. Von 1873 — 1876 sammelte J. Falkenstein bei Tschintschoscho an der Loangoküste. Seine Ergebnisse sind von Cabanis und Reichenow (169, 601, 604, 608) bearbeitet. Insbesondere hat der Letztere (608) eine vollständige Übersicht der Sammlungen gegeben, die 240 Arten aufzählt. Es folgten 1876 — 1877 die Franzosen A. Lucan und L. Petit, die bei Banana, Landana, am Tschiloango und bei Tschintschoscho sammelten, und über deren Erfolge Bocage (89), Bouvier (129), Sharpe und Bouvier (856, 857) (s. auch Müller 531) und Oustalet (565) berichtet haben. G. Sperling sammelte 1873 bei Kabinda (Sharpe 814). Die geographischen Forschungen H. Johnston's am Kongo Anfang der achtziger Jahre haben ebenfalls für die Vogelkunde Ergebnisse geliefert. In seinem Reisewerke (475) giebt Johnston eine Liste der beobachteten Vogelarten. F. Bohndorff bereiste 1885— 1886 den Kongo in seiner ganzen Ausdehnung von der Mündung bis in das Ouellgebiet. Über seine reiche Ausbeute, die viel Neues brachte, hat Reichenow (634, 636) berichtet. Aus dem Jahre 1886 sind neue Ent- deckungen zu verzeichnen, die wir den Reisenden Brazza am Kongo (Oustalet 566) und A. Sesinando Marques im Muatajamwolande (Bocage 96) zu verdanken haben. J. S. Jameson, der bereits Ende der siebziger Jahre mit Th. Ayres zusammen das Maschonaland ornithologisch durch- forscht hatte, begleitete 1887 und 1888 die Unternehmung Stanley's zur Auf- suchung Emin Paschas. Eine sehr wertvolle Sammlung sandte der Reisende Geschichte — XXIV — ■ Nordostafrika vom Aruwimi, einem Nebenflusse des oberen Kongo, die von G. E. Shelley (886) (s. auch Rchw. 686) beschrieben ist. Er erlag aber den Anstrengungen der Reise am 17. August 1888 in Bangala am oberen Kongo. In Jameson's Reisewerk befindet sich ein von Sharpe ergänzter Auszug aus dem ornitho- logischen Tagebuche des Reisenden (468). Auch W. Bonny hat am Aru- wimi mehrere neue Arten entdeckt, die von Hartert (330) beschrieben sind. 1891 — 1892 hat J. Dybowski durch seine Forschungen am Ubangi, einem nörd- lichen Nebenflusse des Kongo, unsere Kenntnis des Kongogebietes wesentlich ergänzt (Oustalet 569 — 570). Endlich sind F. Bohndorff's Forschungen im Niamniamlande, dem Quellgebiete der nördlichen Nebenflüsse des Kongo, im Jahre 1883 zu erwähnen, wodurch das früher auf Grund von Pethericks Entdeckung (vergl. S. XVI) vermutete rein westliche Gepräge dieses Ge- biets klar nachgewiesen und eine Anzahl neuer Arten aufgefunden ist. R. B. Sharpe hat (832) diese Ergebnisse bekannt gemacht. Auch die letzten Reisen Emin Paschas fallen in das Kongogebiet; doch wollen wir auf diese weiter unten im Zusammenhange mit Emin's Forschungen in Ostafrika näher eingehen. Es erübrigt noch, der neueren Forschungen im südlichsten Teile West- afrikas, in Angola, zu gedenken. Eine kleine Vogelsammlung schickte der portugiesische Statthalter von Angola Wellwitsch nach Lissabon. Dieselbe ist von Barboza du Bocage bestimmt worden (76). Eine sehr bedeutsame Bereicherung unserer Kenntnis der angolensischen Fauna aber brachten die Forschungen der beiden deutschen Reisenden O. Schutt und v. Mechow, die, ersterer 1878, letzterer Anfang der achtziger Jahre, besonders bei Malandje und am Kuanza sammelten. Über ihre Thätigkeit haben Cabanis (175 — 179, 182) und Reichenow (612) (s. auch Bocage 86) berichtet. Auf Grund der bis zu den siebziger Jahren erzielten Forschungsergebnisse hat J. V. Barboza du Bocage ein ausgezeichnetes Werk über die Vogelfauna der portugiesischen Besitzungen im südwestlichen Afrika veröffentlicht, dessen erster Teil 1877, der zweite 1881 erschienen ist (79, 91). Da auch die Vogel- kunde von Mossamedes neben der von Benguella und Angola in diesem Werke behandelt ist, so erstreckt sich dasselbe über zwei verschiedene Faunengebiete, West- und Südafrika. Nachträge zu diesem Werke hat der Verfasser in den Jahren 1892 und 1893 veröffentlicht (108). In Nordostafrika hat in neuerer Zeit namentlich die Gründung der italienischen Kolonien zur Förderung der Vogelkunde beigetragen, wodurch insbesondere Schoa gründlicher erschlossen worden ist, und im oberen Nil- gebiete hat Emin Paschas langjährige Thätigkeit die grossartigsten Erfolge' gezeitigt. Aber auch der nunmehr verstorbene Altmeister auf diesem Sonder- gebiete v. Heuglin sowie die englischen Reisenden Jesse und Blanford sind an den Fortschritten beteiligt. Zunächst sind die Reisen Marno's nach dem Blauen und Weissen Nil, nach Kordofan und der Äquatorialprovinz in den Jahren 1873 — 1876 zu erwähnen. Wenngleich dieselben allgemein geographischen Zwecken gewidmet waren, so finden sich doch in den Reisewerken (507 — 509) auch manche wertvollen ornithologischen Nachrichten eingestreut. W. Jesse sammelte 1868 erfolgreich bei Sulla und Massaua, worüber O. Finsch ein- gehend berichtet hat (239, s. auch 473). W. T. Blanford durchforschte Abessinien Ende der sechziger Jahre (34 — 37). Sein Reisewerk (38) b Geschichte — XXV — Nordostafrika behandelt 293 Vogelarten, darunter mehrere neue; auch über die Lebens- weise der abessinischen Vögel werden Beobachtungen mitgeteilt, v. Heuglin bereiste 1875 Beni Amer und Habab und hat die Ausbeute dieses Unternehmens in seinem Reisewerke (458) besprochen. Wertvolle Ergebnisse erzielten die italienischen Reisenden O. Antinori, O. Beccari und A. Issel in Bogos in den Jahren 1870 und 187 1. Antinori und Salvadori haben in mehreren Arbeiten (10, 743, 753, s. auch Heuglin 456) diese Forschungen behandelt. Von grösserer Wichtigkeit aber war die Erforschung Schoas durch die Italiener Antinori, Ragazzi und Traversi in den Jahren 1876 — 1882, 1884— 1886 und 1884 — 1887. T. Salvadori hat in zwei umfangreichen Veröffentlichungen die Sammlungen der beiden erstgenannten Forscher bearbeitet (744, 745, 746, s. auch 994), die zahlreiche neue Entdeckungen und ebenso für die Tierverbreitung wert- volle Ergebnisse enthalten. Über Traversi's Sammlungen hat E. H. Giglioli (272) berichtet. Auch A. Del Prato hat einen Beitrag zur Vogelkunde der italienischen Kolonie Erythraea auf Grund der Sammlungen des Kapitäns V. Bottego geliefert (594, s. auch Salvad. 751). Iji neuester Zeit hat dann Muzioli in der abessinischen Provinz Tigre eine grössere Vogelsammlung zusammen- gebracht, die ebenfalls von Salvadori bekannt gemacht worden ist (749), und endlich haben die englischen Reisenden Weld-Blundell und Lord Lovat auf ihrer grossen Reise durch Somaliland und das südliche Abessinien über 300 Vogel- arten gesammelt, unter denen 16 neue sich befanden (O. Grant 285). Eine sehr wichtige Bereicherung erfuhr unsere Kenntnis der Vogel- fauna Nordostafrikas im Jahre 1880, wo Balfour die Insel Sokotra ornithologisch erforschte. Nach der von Sclater und Hartlaub (781) darüber veröffentlichten Arbeit ist das Gepräge der Fauna im allgemeinen dem des nordöstlichen Afrikas ähnlich ; doch besitzt die Insel viele eigentümliche und höchst eigenartige Formen. Auch E. Riebeck hat im Jahre 1881 auf Sokotra gesammelt (Hartl. 386), ferner E. N. Bennett 1897 (Tristram 976), und endlich ist die Insel in jüngster Zeit von Grant und Forbes (287) besucht worden, denen eine Anzahl wertvoller Entdeckungen zu verdanken ist. Die hervorragendsten Verdienste um die Förderung der Vogel- kunde Nordostafrikas seit 1870 aber hat Emin Pascha sich erworben. Eduard Schnitzer oder Emin — wie er sich in Afrika nannte — , in Neisse am 28. März 1840 geboren, war Arzt in Diensten der ägyptischen Regierung. 1878 wurde er zum Statthalter der ägyptischen Äquatorialprovinz, mit dem Sitze in Lado, ernannt. Nachdem er hier einigermassen geordnete Zu- stände geschaffen, begann er seine ornithologische Thätigkeit, die er mit zäher Ausdauer bis zum Jahre 1889 fortsetzte. Bis zu seiner Zeit war aus seinem Arbeitsgebiete noch kein nennenswertes Material in die Hände wissen- schaftlicher Bearbeiter gekommen. Nur in S. W. Baker's Reisewerke (17) finden sich einige Aufzeichnungen über die Vogelwelt des Albert Niansa. Es ist Emin's Verdienst, diesen Teil des mittleren Afrikas ornithologisch erschlossen zu haben. Reiche Sammlungen gelangten in dem genannten Jahrzehnt aus Lado und südlicheren Orten Wadelais wie aus dem Mombuttu- lande nach Europa. Die meisten kamen an den Nestor der äthiopischen Ornithologie, G. Hartlaub, und sind von diesem in zahlreichen Abhandlungen bearbeitet worden (383—385, 387—390, 392—396, 398—400, 402—405), kleinere Sammlungen kamen nach Wien und London und haben in v. Pelzeln (578—580) und G. E. Shelley (882) Bearbeiter gefunden. Über 50 neue Geschichte — XXVI — Ostafrika Arten sind von Emin entdeckt worden, eine Reihe derselben ist nach ihm benannt, auch eine Gattung, Eminia, trägt den Namen ihres Entdeckers. Eine wertvolle Schilderung der zoogeographischen Verhältnisse des von ihm erforschten Gebietes hat Emin selbst veröffentlicht (226). Auch über den südlichen Teil Arabiens, über welches Gebiet bis dahin nur vereinzelte Nachrichten vorlagen, hat der jüngste Zeitabschnitt eingehendere Kunde gebracht. J. W. Yerbury und H. E. Barnes haben in Aden gesammelt und auch selbst über ihre Sammlungen berichtet (23, 24, 1002, 1003), ferner R. McD. Hawker bei Lahadsch (413). Wir kommen nun zum Somalilande und damit zum letzten noch übrigen Abschnitte des Erdteils: Ostafrika. Bis zum Jahre 1870 war nur die Nord- küste des Somalilandes durch von Heuglin und J. H. Speke bekannt geworden. Im Jahre 1880 sammelte der Ägypter Abdou Gindi bei Berbera und ent- deckte mehrere neue Arten, die von Reichenow (617) und E. Oustalet (563) beschrieben worden sind. 1880 brachte der französische Reisende G. Revoil von seiner Expedition nach dem Somalilande eine kleine Sammlung nach Paris, die von Oustalet beschrieben wurde (564, 567); unter den 21 Arten dieser Ausbeute war eine neue : Merops revoili. Einzelheiten von der Ost- küste des Gebietes wurden dann von J. Kirk (Shelley 869) und G. A. Fischer heimgesandt. 1883 brachte ein Tierhändler lebende Strausse aus dem Somalilande nach Europa, wovon einer in den zoologischen Garten in Berlin gelangte, dort von Reichenow als neue Art erkannt und Struthio molybdophanes benannt wurde (622). Sehr erfolgreich war eine Reise des Engländers Lort Phillips, der 1884 — 1885 mit seinen Begleitern James, Aylmer und Thrupp von Berbera aus in das Somalihochland eindrang und längs des 45. Breitengrades bis zum 5. ° n. Br. gelangte. Shelley, der diese, 66 Arten umfassende Sammlung bearbeitet hat, konnte 7 neue Arten beschreiben (878). Neuerdings hat Phillips in den Golisbergen in Nordsomali wichtige Entdeckungen gemacht (590 — 592). Auf der Reise der italienischen Korvette „Vettor Pisani" 1879 — 1881 wurde bei Durderi eine Anzahl Vögel gesammelt, über die T. Salvadori und E. H. Giglioli berichtet haben (754). Eine wertvolle Sammlung brachte der Fürst E. Ruspoli auf seiner Reise im Jahre 1891 zusammen. T. Salvadori, der diese Sammlung bearbeitet hat (747), konnte 77 Arten aufführen, darunter 4 neu entdeckte Formen. Hatten diese Reisen den nördlichen Teil des Somalilandes aufgeklärt, so wurde nunmehr auch der Süden und Westen des Gebietes erschlossen durch das Unternehmen des englischen Reisenden Donaldson Smith nach dem Rudolfsee im Jahre 1894. Seine reiche Sammlung, die von R. B. Sharpe (845, 846) in einer grösseren Arbeit behandelt worden ist, enthielt 181 Arten und zahlreiche neue Entdeckungen, darunter den prachtvollen Turacus donaldsoni. Auch Fürst Ruspoli unternahm 1892 eine neue Reise, die dies- mal den Rudolfsee zum Ziele hatte. Leider büsste der kühne Reisende bei einem Zusammentreffen mit einem Elefanten am See Bissan Abbaia im Nordosten des Stefaniesees am 4. Dezember 1893 sein Leben ein. Über eine kleine Vogelsammlung, die auf dieser Reise zusammengebracht wurde, hat T. Salvadori (748) berichtet, der dabei drei neue Entdeckungen beschreiben konnte, darunter ebenfalls einen durch seine Färbung höchst ausgezeichneten Turako: Turacus ruspolii. Weitere Nachrichten über das Somaliland und zwar wieder über den nördlichen Teil desselben verdanken wir D. G. Elliot, Geschichte _ XXVII — Ostafrika der 1896 hauptsächlich zu Sammelzwecken eine Reise nach Ogaden unter- nahm. Sein Bericht über die Vogelsammlung (224) behandelt 125 Arten, enthält auch manche Beobachtung über Lebensweise und beschreibt 8 neu entdeckte Formen. In neuester Zeit hat dann noch R. McD. Hawker im nördlichen Somalilande gesammelt und abermals zwei neue Arten entdeckt (412, 414), ebenso Lord Lovat, dessen Reise bereits erwähnt worden ist (285). Zahlreich sind die Reisen und Entdeckungen, die in dem nun noch übrigen Teile Ostafrikas, der das deutsche Schutzgebiet, das englische Witu- land und das Niassagebiet umfasst, seit dem Jahre 1870 gemacht worden sind, wodurch diese Länder, über deren Vogelfauna bis zum genannten Zeitpunkte nur ganz dürftige Nachrichten vorlagen, zu den bestgekannten des Erdteils geworden sind. Da diese Reisen vielfach bis in das Seengebiet, in die Landstriche im Norden und Westen des Niansa, in die Umgebung des Albert-Edward- und Albertsees und auf die Westseite des Tanganjika führten, so werden auch diese Länder in die folgende Besprechung einbe- griffen werden, obwohl dieselben zoologisch schon dem westafrikanischen Waldgebiete angehören. Im Jahre 1873 sammelte Rev. Th. Wakefleld bei Mombas 46 Arten, die von R. B. Sharpe (813) bestimmt wurden und unsere Kenntnis um eine neue Fruchttaube, Vinago wakefieldi, bereicherten. Johann Maria Hildebrandt, geboren in Düsseldorf am 19. März 1847, gestorben in Tananarivo auf Madagaskar am 30. Mai 1881, bereiste in den Jahren 1876 und 1877 Sansibar und das gegenüberliegende Küstengebiet. Von Mombas aus unternahm der Reisende in Begleitung des Herrn v. Kalckreuth eine Expedition über Duruma und das Bergland Taita nach Ukamba bis in die Nähe des Kenia, wobei die Thäler des Woi- und Adi- flusses erforscht wurden. Hildebrandt's Sammlungen, die von Cabanis (173, 1 74) bearbeitet worden sind, umfassten 195 Arten, wovon nicht weniger als 60 zum erstenmale für das Gebiet nachgewiesen wurden, darunter 13 neu ent- deckte Arten. Gustav Adolf Fischer, geboren in Barmen am 4. März 1848, gestorben in Berlin am n. November 1886, begann ebenfalls auf Sansibar seine afrika- nische Laufbahn. Während der zweiten Hälfte des Jahres 1877 bereiste er den Küstenstrich Ostafrikas von Mombas bis Witu, vorzugsweise mit orni- thologischem Sammeln und Beobachten beschäftigt (Fischer 243, Fischer und Reichenow 248, Reichenow 611). 158 Arten wurden während dieser Reise für das Gebiet festgestellt und wertvolle biologische Beobachtungen gesammelt. Nach Sansibar zurückgekehrt, rüstete sich Fischer sofort zu einem grösseren Unternehmen in bisher noch unerforschte Gebiete. Bereits im Mai 1878 brach er von neuem auf. Er durchzog zunächst die schon im Vorjahre bereisten Küstenstriche bis zur Mündung des Tana, verfolgte so- dann diesen Fluss aufwärts behufs Feststellung seines bis dahin unbekannten Laufes und erforschte das im oberen Tanagebiete gelegene Wapokomoland. Mit reichen wissenschaftlichen Schätzen kehrte er nach Sansibar zurück. Die ornithologischen Ergebnisse des Unternehmens waren überraschend. Der Reisende hatte Gebiete erschlossen, die ein von den Küstengegenden durchaus abweichendes faunistisches Gepräge aufwiesen. Unter den 141 gesammelten Arten befanden sich 20 bis dahin unbekannte Formen (Fischer 243 No. IV, Fischer und Reichenow 249, Reichenow 614). Um die Mittel für Geschichte — XXVIII — Ostafrika neue Reisen zu erwerben, fasste Dr. Fischer den Entsehluss, in Sansibar als Arzt sich niederzulassen, und wirkte als solcher während der Jahre 187g bis 1882. Während dieser Thätigkeit verlor er seine zoologischen Aufgaben nicht aus den Augen, sammelte und beobachtete teils selbst auf Sansibar und auf kleineren Reisen, die er in die Küstenstriche des Festlandes unter- nahm, teils sandte er eingeborene Jäger, mit besonderen Aufträgen ver- sehen, in entferntere Gegenden. In diesen Zeitabschnitt fällt die Entdeckung von Linura fischeri und Turacus reichenowi (Fischer 243 No. V, 244, 245, Fischer und Reichenow 250, Reichenow 616, 620, 621). Ende des Jahres 1882 trat der unermüdliche Forscher eine Reise in das bis dahin noch un- bekannte Massailand an. Er verfolgte das Thal des Panganiflusses aufwärts, dessen reiches Tierleben ihm Gelegenheit zu wichtigen Beobachtungen lieferte, und wandte sich hierauf nordöstlich längs der Westseite des Pare- gebirges und des Kilimandscharo in das Massailand. Er erreichte den Naiwaschasee und kehrte sodann auf einem stellenweise abweichenden Wege nach sechs Monaten mit reichen Sammlungen zur Küste zurück. Ende des Jahres 1883 traf er nach siebenjähriger Abwesenheit in der Heimat ein. Die Massaireise lieferte eine ungeahnte Fülle neuer Formen. 345 Arten wurden gesammelt und beobachtet, 36 derselben waren neu (Fischer 246, Fischer und Reichenow 251, 252). Während seines 1 Vajährigen Aufent- haltes in der Heimat veröffentlichte Dr. Fischer eine zusammenfassende Übersicht der ornithologischen Ergebnisse seiner siebenjährigen Forschungen in Afrika (247). Diese Übersicht weist 479 Arten auf, darunter 70 von dem Reisenden selbst neu entdeckte Species. Kaum von den Anstrengungen der Massaireise erholt, trat Dr. Fischer im Mai 1885 eine neue Forschungs- reise an, die leider seine letzte werden sollte. Es handelte sich um Auf- suchen des seit mehreren Jahren verschollenen Afrikareisenden Dr. Junker. Am 1. August 1885 brach Fischer von Pangani auf, zog auf grossenteils von Europäern noch nicht betretenen Wegen durch die Landschaften Nguru, Kibaja Massai, Irangi und Usandaui und erreichte Kageji an der Südseite des Victoria Niansa, umging sodann das Ostufer des Sees bis zu dem im Nord- osten gelegenen Orte Kawanga und kehrte über den Baringo- und Naiwascha- see durch Kikuju und Ukamba zur Küste zurück, die bei Wanga erreicht wurde. Wenige Wochen nach seiner Rückkehr in die Heimat erlag der kühne und hochverdiente Forscher den Folgen der Anstrengungen und Entbehrungen, die diese letzte Unternehmung ihm auferlegt hatte. Ungemein wertvoll waren die Ergebnisse der Reise. Unter den festgestellten 263 Arten waren 82, die der Reisende auf seinen früheren Forschungszügen noch nicht angetroffen hatte, darunter 22 neu entdeckte Species. Viel wichtiger als diese Entdeckungen aber waren die Ergebnisse in zoogeographischer Hinsicht. Zunächst stellte Fischer fest, dass das Gebiet des Panganiflusses, im all- gemeinen die Linie Pangani-Irangi-Spekebucht, eine zoologische Scheide zwischen dem Somali-Witugebiete und Deutsch-Ostafrika bildet. Ferner ergaben Fischers Forschungen, dass die Länder im Westen und Norden des Victoria Niansa und ebenso die östliche Umsäumung des Sees dem westafrikanischen Faunengebiete zugehören, indem für erstere Länder durch Erkundigung das Vorkommen des Graupapageis festgestellt, im Osten aber die typisch westliche Form Musophaga rossae gesammelt wurde (Reichenow 633). Fischer's ornithologische Erfolge gehören zu den bedeutendsten, die Geschichte — XXIX — Ostafrika je von einem Afrikareisenden erreicht worden sind (vergl. auch: Reichenow „Zur Erinnerung an Gustav Adolf Fischer": Journ. f. Ornith. 1886, 613 — 622). Von J. Kirk, dessen verdienstvoller Forschungen bereits mehrfach ge- dacht worden ist, waren in den Jahren 1879 — 1881 an verschiedenen Küsten- punkten, besonders aber am Pangani, in Ugogo und Usambara wertvolle Sammlungen zusammengebracht worden, die über 200 Arten umfassten und von G. E. Shelley (865, 866, 867, 869) bearbeitet worden sind. Gypohierax angolensis wurde von Kirk in den Usambarabergen nachgewiesen. Die von diesem Forscher neu entdeckten Arten gehören zu den auffallendsten des ostafrikanischen Gebietes. Richard Böhm, geboren in Berlin am 1. Oktober 1854, hatte im April 1880 Europa verlassen, um sich zunächst nach Sansibar zu begeben. Mehrere Monate war er hier wie an dem Küstenorte Bagamojo eifrig mit Sammeln und Beobachten beschäftigt (117). Ende Juli brach der Reisende mit seinen Begleitern in das Innere auf, erreichte nach zweimonatiger Wanderung Tabora und nach kurzer Rast daselbst Kakoma, wo in ornithologisch noch vollständig jungfräulichem Gebiete ein längerer Aufenthalt genommen und namentlich das Thal des Ugallaflusses erforscht wurde. Über die Ergebnisse hat Böhm selbst in mehreren Aufsätzen berichtet (118, 120), die besonders sehr wertvolle Lebensschilderungen enthalten. Eine Reihe wichtiger neuer Formen wurden von ihm entdeckt (Reichenow 618, 619, 623, 624). Von Kakoma aus unternahm Böhm eine Reise zum Tanganjika und erreichte diesen See auf einem neuen, bisher noch nicht von Europäern betretenen Wege bei Karema. Zahlreiche biologische Beobachtungen konnte der Reisende auf diesem Zuge sammeln (119) und mehrere neue Arten entdecken, wie Pyro- melana nigrifrons (121) und Chaetura böhmi (Schalow 757). Ende 1881 kehrte Böhm vom Tanganjika zurück und nahm nunmehr in Igonda einen mehrmonatigen Aufenthalt, von wo aus unter anderem das Thal des Wala- flusses erforscht wurde. Pternistes böhmi, Dinemellia böhmi, Lusciola böhmi (Reichenow 627, 628, 642) sind in dieser Zeit entdeckt worden. Im Sommer 1882 brach ein furchtbares Unglück über den Reisenden herein. Seine Jagdhütte „Waidmannsheil", die er am Ugallaflusse errichtet hatte, wurde von einem Steppenbrande ergriffen, und in wenigen Minuten war das Haus mit grossen Sammlungen, allen Tagebüchern, zahlreichen Zeichnungen und Schriftstücken, sämtlichen zum Sammeln und Zubereiten notwendigen Gegenständen, Gewehren und Schiessbedarf ein Raub der Flammen geworden. Wenngleich der Reisende damit den grössten Teil der Erfolge seiner mehrjährigen Thätigkeit verloren hatte, sein Mut, seine Unternehmungslust waren nicht gebrochen. Ende Dezember verliess er mit seinem Begleiter Reichard Igonda und zog nach Karema am Tanganjika, wo die Reisenden vier Monate verweilten, um ein grösseres Unternehmen, die Durchquerung des Erdteils bis zur Westküste, vorzubereiten. Im Juli 1883 fuhren sie über den Tanganjika, durchzogen die Landschaft Marungu, über- schritten den Luapula und Lufira und entdeckten den vom Lualaba durch- flossenen Upembasee. Hier wurde Dr. Böhm am 27. März 1884 nach längerem Krankenlager vom Fieber hingerafft. — Diese letzte, leider so unglücklich abgeschlossene Reise hat in ornithologischer Hinsicht ein sehr bedeutsames Ergebnis geliefert. Es ist dabei festgestellt worden, dass der Tanganjika die Grenze zwischen dem ost- und westafrikanischen Geschichte — XXX — Ostafrika Faunengebiete bildet. Während die östlichen Steppenformen bis zum Ostufer des Tanganjika sich ausbreiten, treten auf dem Westufer des Sees die eigen- tümlichen Formen des westlichen Waldgebietes auf. Einzelne der letzteren überfliegen den See und werden schon am Ostufer bei Karema gefunden. Über die Sammlungen Böhms haben H. Schalow (758, 759) und P. Matschie (513) eingehender berichtet; die nachgelassenen Tagebücher des Reisenden sind von Schalow (761, 762, s. auch Böhm 122) herausgegeben worden. Letztere sind besonders reich an biologischen Beobachtungen. Was wir über die Lebensweise der Vögel Ostafrikas wissen, verdanken wir in der Hauptsache den Aufzeichnungen Böhms, der mit einer ungemein scharfen Beobachtungsgabe eine hervorragende Fähigkeit anschaulicher Darstellung verband. J. Thomson erforschte im Jahre 1881 das Thal der Rowuma. Seine Sammlung ist von Shelley (868) bearbeitet worden. Auch eine neue Form, Erythrocercus thomsoni, wurde auf dieser Reise entdeckt. Einen weiteren wichtigen Beitrag lieferte H. Johnston durch seine Ent- deckungen in den höheren Regionen des Kilimandscharo. Im Jahre 1884 sammelte derselbe in jenem Gebirge 50 Arten, darunter mehrere neue Formen. (Shelley 875, 876). Auch F. J. Jackson, der in den Jahren 1884 — 1886 das Küstengebiet auf einem Jagdzuge durchstreifte, unternahm von Wanga aus eine Reise bis in das Gebiet des Kilimandscharo und sammelte dabei 26 Arten, die wie die vorgenannten von G. E. Shelley (884) bearbeitet worden sind. Ploceus jacksoni führt den Namen des Entdeckers. Der belgische Reisende E. Storms sammelte während seines Auf- enthalts am Tanganjika in den Jahren 1882 — 1884 mehrere hundert Vogel- bälge, worüber von A. Dubois (214, 215) und G. Hartlaub (397) berichtet worden ist. Leider sind aus diesen Übersichten nicht die einzelnen Fund- orte ersichtlich. Es scheint, dass ein Teil der Sammlung von der Westseite des Tanganjika stammt. In den in Rede stehenden Zeitabschnitt fallen endlich noch eine von E. C. Buxton im Juli 1877 bei Dar-es-Salaam zusammengebrachte Sammlung, worüber F. Nicholson eine Übersicht gegeben (551), sowie zwei kleinere von J. W. Handford aus Mombas 1880 und 1881, worüber J. H. Gurney (319, 320) berichtet hat. Th. Wakefield entdeckte ebenfalls im Mombasgebiete Barbatula olivacea (Shelley 865). Im Süden des deutschen Schutzgebietes, am Kap Delgado, sammelte 1886 der portugiesische Reisende A. Cardoso (Sousa 932) und bei Newala nahe dem Rowuma der Engländer Sp. Weigall 1887. Über des Letzteren Sammlung sowie über eine des Dr. S. T. Pruen von Kikombo in Ugogo aus dem Jahre 1888 hat H. B. Tristram (973, 974) berichtet. Bedeutsamer waren die Forschungen H. C. V. Hunter's, der auf einem Jagdunternehmen von Juni bis August 1888 an den Abhängen des Kilima- ndscharo 95 Arten sammelte (Shelley 885) und dabei 6 neue Species entdeckte. Auch J. C. Willoughby (1000) sammelte auf einer Jagdreise eine Anzahl Vögel im Kilimandscharogebiete. Am Ende seines Reisewerkes hat Willoughby eine Liste der gesammelten Vögel zusammengestellt. F. Stuhlmann, geboren in Hamburg am 29. Oktober 1863, bereiste in den Jahren 1888 und 1889 Sansibar, das gegenüberliegende Küstengebiet von Geschichte — XXXI — Ostafrika Deutsch-Ostafrika und Quilimane. Wenngleich in dem vorher schon so vielfach ornithologisch durchforschten Landstriche auch keine auffallenden Neuheiten mehr zu erwarten waren, so haben die auf dieser Reise zusammen- gebrachten Sammlungen, die gegen 800 Bälge in etwa 170 Arten umfassten, doch wertvolle Nachweise für die Verbreitung vieler Formen und Beleg- stücke zur Klärung bis dahin zweifelhafter oder unrichtig gedeuteter Arten geliefert (Reichenow 637, 662). Die vorgenannten Streifzüge wurden ferner für Dr. Stuhlmann die Vorbereitung für seine grosse Forschungsreise, die er im Oktober 1890 mit Emin Pascha antrat und die mit der Gründung der Station Bukoba ihren Abschluss fand. Emin hatte bereits auf seinem Zuge mit Stanley von Wadelai zur Küste 1889 das deutsche Schutzgebiet durchquert und eine Sammlung mitgebracht, die von Hartlaub (404) bearbeitet worden ist. Im Oktober 1890 brach er zu- sammen mit Dr. Stuhlmann von Bagamojo auf, um über Mpapua und Tabora den Victoria Niansa zu erreichen. Am 27. Oktober langten die Reisenden bei Bussissi am Südufer des Sees an. Während Stuhlmann den Victoria im Westen auf dem Landwege umzog, überfuhr Emin den See, mehrere Inseln im westlichen Teile des grossen Wasserbeckens berührend. Im November vereinigten sich beide Züge wieder bei Bukoba am Westufer des Victoria, wo eine Station errichtet wurde. Diese Reise, worüber von Emin selbst mehrere Berichte geliefert (227, 228) wurden, während die Sammlungen ausführlicher von Reichenow bearbeitet worden sind (645, 646, 655), hat nicht nur eine grössere Anzahl Arten zum erstenmale für das Schutzgebiet nachgewiesen, darunter eine grössere Anzahl neu entdeckter Formen, sondern ganz besonders in zoogeographischer Hinsicht wichtige Ergebnisse geliefert, indem die von Fischer im allgemeinen gewonnenen Ergebnisse im einzelnen ergänzt worden sind und die Grenze zwischen dem östlichen Steppen- und westlichen Waldgebiete (vergl. oben S. XXVIII) im Südwesten des Victoria Niansa genau festgestellt werden konnte. Stuhlmann stiess bei seinem Zuge um den See zuerst in Bukome unter 2 53' s. Br. auf Vertreter des west- lichen Faunengebietes, Emin fand solche bei seiner Überfahrt zuerst auf der Insel Ikuru. Von Bukoba aus unternahm Stuhlmann eine Reise nach den Ssesseinseln und der Landschaft Uganda im Norden des Niansa, die auch ornithologisch ergebnisreich war. Gemeinsam durchzogen die beiden Reisenden Emin und Stuhlmann sodann Karagwe, überschritten den Kagera und zogen weiter nordwärts durch Mpororo, am Westufer des Albert- Edwardsees. Nachdem Stuhlmann den Ronssoro bis zu bedeutender Höhe bestiegen und daselbst mehrere neue Arten entdeckt hatte, gelangten die Reisenden nach Ndussuma. Von hier aus wurde ein Vorstoss nach Lendu im Nordwesten des Albertsees unternommen. Nach Ndussuma zurück- gekehrt, trennte sich Emin im Dezember 1891 von Stuhlmann. Der letztere kehrte auf ungefähr demselben Wege wie auf der Hinreise zur Küste zurück. Die ornithologischen Ergebnisse dieser gemeinsamen Reise Emin's und Stuhlmann's, auf der besonders in den letzterwähnten Gebieten von Bukoba bis Lendu viele wichtige neue Formen entdeckt wurden (s. Rchw. 664), sind von Reichenow in einer besonderen Abhandlung (651) bearbeitet worden und haben ausserdem die Veranlassung gegeben zu dessen grösserem Werke „Die Vögel Deutsch-Ostafrikas", das 728 Arten für das Schutzgebiet aufführt und beschreibt (681). Geschichte _ XXXII — Ostafrika Emin brach im März 1892 von Ndussuma nach Westen auf, zog den Ituri entlang, überschritt den Fluss bei Itumbu und gelangte in süd- westlicher Richtung reisend bis in die Nähe von Kibonge am Kongo, wo der um die Vogelkunde Afrikas so hochverdiente Forscher im Oktober 1892 durch Araber ermordet wurde. Eine kurze Übersicht der ornithologischen Beobachtungen des Pascha's auf dieser Reise finden sich in dessen nach- gelassenen Tagebüchern, die im „Journal für Ornithologie" (230) und in den „Proceedings of the Zoological Society of London" (255) veröffentlicht sind. Inzwischen hatte der durch seine Forschungen im Kilimandscharogebiete bereits bekannte englische Reisende F. J. Jackson einen grösseren Zug nach dem Seengebiete unternommen. Im Sommer 1889 brach Jackson von Mombas auf, zog durch Taita und Kikuju zum Naiwaschasee und erreichte im Oktober über Sotik und Mau den Niansa an der Ugowebucht in Kawirondo. Dann wandte er sich nordwärts durch Sük und Kitosch zum Elgon. Dieser über 4000 m hohe Vulkan wurde am 17. Februar 1890 bestiegen. Von hier aus durchzog der Reisende Ussoga und erreichte im April Mengo in Uganda. Im September 1890 gelangte er wieder nach Mombas zurück. Ausser- ordentlich reich waren seine ornithologischen Ergebnisse, insbesondere auch an prächtigen neu entdeckten Formen. R. B. Sharpe hat in einer längeren Abhandlung die Jackson'sche Ausbeute eingehend behandelt (835 — 837). Ende des Jahres 1892 trat O. Neumann eine grössere, hauptsächlich zoologischen Zwecken gewidmete Reise durch Ostafrika an. Er sammelte zunächst auf Sansibar und bei Tanga und brach von dort im April 1893 ins Innere auf. Die Reise führte zunächst längs des Pangani und durch Kibaja Massai nach Irangi, von wo aus ein Abstecher südwärts nach Mpapua gemacht wurde. Sodann zog der Reisende nordwärts am Manjara- und Ngurumansalzsee vorbei bis Mossiro und von hier aus westwärts durch das Loitagebirge zum Niansa, der an der Moribucht erreicht wurde. Den Niansa im Osten und Norden umgehend, gelangte Neumann im Mai 1894 nach Mengo und Ntebbi in Uganda. Von hier aus wurden einige Orte an der West- und Südseite des Sees besucht und im Oktober von Uganda aus der Rück- marsch angetreten, der zunächst über den Naiwaschasee durch Kikuju und Ukamba zum Kilimandscharo führte, wo in höheren Regionen noch mehrere Wochen gesammelt wurde. Von dort aus gelangte der Reisende über Taweta und Ndara am Woiflusse nach Mombas. Die Ergebnisse seiner Reise, auf der auch eine bedeutende Anzahl neuer Arten entdeckt wurde (Reichenow und Neumann 724, 725 und Reichenow 680, 692) hat Neumann in einer längeren Abhandlung ausführlich dargelegt (543). Über das englische Witu'and sind dann in neuester Zeit noch mehrere wichtige Arbeiten erschienen und zwar von Graf Berlepsch, der 1896 eine kleine Sammlung Dr. Voltzkow's aus Witu beschrieb (27), S. L. Hinde, der bei Matschako gesammelt und darüber 1898 berichtet hat (459), E. Hartert, der die Sammlungen Ansorge's, die teils aus dem Küstengebiete, teils aus dem Innern stammten, im Reisewerke des Sammlers (332) und in einer besonderen Arbeit (336) beschrieben hat, und F. Jackson, der 1899 in mehreren Abhandlungen über seine Sammlungen im englischen Ostafrika berichtete (463—467). Auch die Vogelkunde des deutschen Schutzgebiets Ostafrika ist in neuester Zeit noch weiter wesentlich gefördert worden. 1894 sammelte Geschichte — XXXIII — Ostafrika E. Kretschmer, der leider durch einen jähen Tod seiner erfolgreichen Thätig- keit entrissen wurde, auf dem Kilimandscharo und machte mehrere neue Ent- deckungen (Rchw. 684). Ebensolche sind dem Vorsteher der Station Marangu auf dem Kilimandscharo, Oberleutnant von der Marwitz, zu danken, der in den Jahren 1894 und 1895 dort thätig war (Rchw. 684, 691), und dem ameri- kanischen Reisenden W. L. Abbott, über dessen Entdeckungen Ch. W. Rich- mond berichtet hat (731, 732). Leutnant Schnorrenpfeil sammelte im Hinterlande von Lindi im Süden des Schutzgebiets 1896 und fand dort unter anderen den bis dahin nur aus dem Westen und Südwesten Afrikas bekannten eigentümlichen Raubvogel Machaerhamphus anderssoni. Oberst von Trotha brachte auf seiner Rundreise durch das Schutzgebiet 1896 — 1897 eine reichhaltige Sammlung zusammen, durch die eine grössere Anzahl bisher nur aus dem Süden des Erdteils bekannter Formen für Ostafrika nachgewiesen wurde. Ebenso lieferte die Reise des Oberleutnants Werther 1896 — 1897 wichtige Ergebnisse, darunter einen neuen Feuerfink (Rchw. 697, 707), und zu gleicher Zeit wurde von C. G. Schillings das Vorkommen von Otogyps auricularis und Gyps rüppelli am oberen Pangani festgestellt. Von Dr. Stierling wurde endlich im Jahre 1897 mit der Erforschung des Uhehelandes ein neues Gebiet erschlossen, dessen Vogelfauna bereits zu der des östlich-südlichen Grenzlandes, des Niassagebiets hinüberführt, und Oberleutnant v. d. Marwitz wie Dr. Fülleborn vervollständigten in den folgenden Jahren diese Forschungen (s. Rchw. 701, 702, 715, 720). Die Sammlungen aller m im letzten Abschnitte genannten deutschen Reisenden, über deren Ergebnisse bisher noch nichts oder doch nur Einzel- heiten veröffentlicht worden sind, konnten bei der Bearbeitung des vor- liegenden Werkes benutzt werden. An den betreffenden Stellen sind die Beobachtungen und Entdeckungen mit Angabe des Sammlers eingetragen. Eine hervorragende Bedeutung gewann in neuester Zeit die Erforschung des Niassagebietes und des oberen Rowumathales. Von 1892 — 1897 sammelte Alexander Whyte im Süden und Westen des Niassasees. Die Sammlungen sind von G. E. Shelley in einer Reihe von Abhandlungen beschrieben worden (888, 889, 891, 895, 897, 898). Whyte's Forschungen wurden fortgesetzt von den englischen Reisenden A. Sharpe, W. H. Manning und P. Rendali in demselben Gebiete (Shelley 896, 899 — 902) (Hartert 331) und durch Dr. Fülleborn, Arzt in der deutschen Schutztruppe, der in den Jahren 1898 und 1899 im Norden und Nordwesten des Niassasees sowie im Gebiete des Rowuma ausserordentlich erfolgreich gesammelt hat, wovon die zahlreichen Hinweise im vorliegenden Werke Zeugnis geben (s. auch Rchw. 708, 715). Ausser der Entdeckung vieler neuen, zum Teil recht auffallenden Vogelformen konnte aus diesen Forschungen das wichtige Ergebnis gezogen werden, dass die Länder um den Niassasee ein Ubergangsgebiet zwischen der Fauna des Ostens und Südens darstellen, und dass die West- abhänge des Nyikahochlandes die Grenze zwischen dem westlichen und östlichen Faunengebiete bilden. Wir haben noch der beiden oceanischen Inseln St. Helena und Ascension, die wir hier als zum äthiopischen Gebiet gehörend betrachten, Erwähnung zu thun. Das Vogelleben beider Inseln beschränkt sich naturgemäss auf Seevögel, soweit nicht Landvögel künstlich eingebürgert sind. Über St. Helena haben Th. Baker (19), E. L. Layard (489) und besonders J. Ch. Reinhenow, Die Vo^el Afrikas. "1 Geschichte — XXXIV — Rückblick Mellis (517 — 519) Kunde gebracht, und Nachrichten über Ascension verdanken wir F. G. Penrose (581) und P. L. Sclater (773). Bereits im Jahre 1854 machte Baron J. W. v. Müller den Versuch, ein systematisches Verzeichnis aller bis dahin bekannten afrikanischen Vögel zu veröffentlichen, die Arbeit (530) ist jedoch nicht beendet worden. Eben- falls unvollständig blieb ein von R. B. Sharpe 187 1 begonnener Katalog der afrikanischen Vögel (802). Erst in neuester Zeit, 1896, hat G. E. Shelley eine systematische Übersicht der bis dahin bekannten Vogelarten Afrikas veröffentlicht (894), *) die als Erstlingsarbeit naturgemäss nicht frei von Mängeln und Lücken sein konnte, immerhin aber einer der wertvollsten Bei- träge zum Schrifttume der Vogelkunde Afrikas ist. Vielfach sind auch einzelne systematische Gruppen der afrikanischen Vögel monographisch bearbeitet worden. Auf diese Abhandlungen gehe ich hier nicht näher ein, da sie in dem systematischen Teile des Werkes Erwähnung finden. Ich möchte nur noch der verdienstlichen Arbeit ge- denken, worin M. Kuschel auf Grund eigener Untersuchungen und nach den Angaben Anderer eingehende Beschreibungen der Eier afrikanischer Vögel geliefert hat (486). Wenn wir nunmehr auf die Fortschritte zurückblicken, die während der letzten drei Jahrzehnte in der Vogelkunde Afrikas gemacht worden sind, so lassen sich diese kurz in folgender Darlegung zusammenfassen. Ausser den Entdeckungen zahlreicher neuer Vogelarten in allen Gebieten des Erdteils, wodurch deren Zahl von gegen 1600 im Anfange der siebziger Jahre auf etwa 2500 der Gegenwart erhöht wurde, und der Vervollständigung unserer Kenntnis jener Länder, die 1870 bereits mehr oder minder in ihrer faunistischen Beschaffenheit erkundet waren, sind durch die ein- gehenderen Forschungen in Liberia, durch die Erschliessung von Togo, Kamerun und Angola diejenigen Lücken ausgefüllt worden, die in dem westafrikanischen Küstenstriche noch bestanden. Zugleich aber gelang es, den Küstengürtel zu durchbrechen und die Vogelfauna des inneren Afrikas der Kenntnis zu erschliessen. Die Forschungen im Hinterlande von Togo und Kamerun, die Erforschung des Benue und des gewaltigen Kongo- beckens, des Kongo selbst und seiner wichtigsten nördlichen und südlichen Nebenflüsse sind hervorragende Errungenschaften der letzten drei Jahr- zehnte. Hieran schliessen sich gleich bedeutungsvoll die Aufklärung des mittelafrikanischen Seengebietes, die verhältnismässig gründliche Er- forschung von Deutsch- und Englisch-Ostafrika und des bis 1870 noch ganz unbekannten Somalilandes, endlich im Süden die Klarlegung von Mossa- medes und Benguella sowie die ungemein wichtigen Entdeckungen im Niassalande. Durch die Reisen und Entdeckungen während der letzten drei Jahrzehnte haben wir nunmehr, in grossen Zügen wenigstens, einen Über- blick über die Vogelfauna des ganzen grossen Erdteils erlangt, und unsere ) Shellcy's Übersicht umfasst nicht allein die äthiopischen Vogelarten, sondern führt auch die madagassischen sowie diejenigen der Kapverdischen und im Süden Afrikas gelegenen Südpolarinseln auf. Geschichte _ XXXV — Rückblick Anschauungen über die Tierverbreitung in Afrika sind dadurch wesentlich umgestaltet worden, wie in dem Abschnitte „Allgemeine Betrachtungen über die Vogelwelt Afrikas" gezeigt werden wird. Freilich ist die Einteilung des Erdteils in Tiergebiete und deren Begrenzung, wie wir sie nach unserer gegenwärtigen Kenntnis vorzunehmen im stände sind, auch noch durchaus lückenhaft und zum Teil rein hypothetisch und liefert einen Beweis von der Mangelhaftigkeit unseres Wissens. Sind wir doch sogar noch weit von einer nur einigermassen vollständigen Kenntnis der überhaupt in Afrika lebenden Vogelarten entfernt. Man unterscheidet gegenwärtig in runder Summe 2500*) afrikanische Vogelarten. Nach dem zu urteilen, was in neuester Zeit an neuen Formen entdeckt worden ist, darf man wohl annehmen, dass ein Sechstel bis ein Fünftel aller thatsächlich in dem gewaltigen Erdteile lebenden Vögel uns zur Zeit noch unbekannt ist, dass wenigstens 500 bis 600 Arten und Unterarten noch entdeckt werden dürften, und dass die Gesamtzahl der Vogelarten des Erd- teiles über 3000 betragen wird. Abgesehen von den bereits der Ge- sittung vollständig erschlossenen und bewirtschafteten Teilen Südafrikas, die nicht mehr viel Neues in ornithologischer Hinsicht erwarten lassen, ist noch kein, auch nicht der kleinste Bezirk erschöpfend ausgebeutet. Landstriche, die Tausende von Quadratmeilen umfassen, hat noch keines Sammlers Fuss betreten. Wo auch immer der Ornitholog in das Innere Afrikas eindringt, werden neue Entdeckungen ihm winken. Vielversprechend sind insbesondere die höheren Gebirgsländer. Die u. a. auf dem Kamerun, Kilimandscharo und Somba gemachten Entdeckungen liefern Belege für den Reichtum der Hoch- gebirge an eigenartigen Formen. Leicht erreichbar und bisher ornithologisch doch noch unerforscht ist der Pick von Fernando Po. Das Kamerungebirge, der Kilimandscharo, Kenia und Elgon, obgleich in neuester Zeit mehrfach von zoologischen Reisenden besucht, sind noch lange nicht vollständig ausgebeutet. Vom Ronssoro kennen wir erst wenige Arten. Die höheren Gebirgszüge und die umfangreicheren Bergländer in allen Teilen Afrikas dürfen noch immer als ergiebige Fundstätten für die Forschung gelten. Eins der zoo- geographisch besonders wichtigen Länder ist das Senegalgebiet. Obgleich in demselben schon seit langer Zeit und vielfach ornithologisch gesammelt worden ist, haben wir noch immer kein klares Bild der Senegalfauna und zwar aus dem Grunde, weil früher allen aus der französischen Kolonie Senegambien stammenden Sammlungen diese allgemeine Bezeichnung beigefügt wurde, auch denjenigen, die vom Gambia stammten, wie bereits oben S. XIX erwähnt worden ist. Es wäre endlich an der Zeit, die bestehenden faunistischen Gegensätze zwischen dem Senegal- und Gambiagebiete, von denen ersteres dem Nordosten Afrikas sich anschliesst, letzteres dem westlichen Waldgebiete angehört, klar zu stellen. Überhaupt bleibt die genaue Feststellung der Grenzen der einzelnen Tiergebiete Afrikas, deren ungefährer Verlauf in den nachfolgenden allgemeinen Betrachtungen über *) Die 2500 Arten sind von etwa 100 verschiedenen Autoren beschrieben worden. Von diesen sind mit grösseren Zahlen beteiligt: Reichenow mit über 300 Arten, Linne 215, Sharpe etwa 200, Hartlaub gegen 150, Shelley etwa 120, Vieillot 110, Rüppell 105, Smith 95, Gmelin 75, Cabanis und Temminck je 65, Lichten- stein 60, Cassin55, Bocagc und Sundevall je 50, v. Heuglin und Swainson je 45, Verreaux 40 u. s. w. III- Geschichte — XXXVI — Rückblick die Vogelwelt Afrikas besprochen und auf der beigegebenen Karte dar- gestellt ist, eine wichtige Aufgabe der Zukunft. Es würde zu weit führen, auf alle diejenigen Landstriche besonders hinzuweisen, die der ornithologischen Forschung in besonderem Grade Er- folg verheissen. Dem aufmerksamen Leser unseres geschichtlichen Abrisses werden die vorhandenen Lücken in der ornithologischen Afrikaforschung leicht auffallen. Aber selbst in den bekannteren Küstenstrichen ist noch unendlich viel ornithologisch zu arbeiten. Unsere Kenntnis der verschiedenen Alters- und Jahreskleider der afrikanischen Vögel ist noch eine ganz dürftige; wir wissen erst sehr wenig über ihre Lebensweise: Nester, Eier, Nistweise, Ernährung, Brut- und Mauserzeiten und Zugverhältnisse der meisten Arten sind noch unbekannt. Worauf auch immer der sammelnde und beobachtende Vogelkundige seine Aufmerksamkeit richten mag, er darf mit Sicherheit erwarten, mit neuen Ergebnissen die Wissenschaft zu bereichern. Afrika wird uns noch viel des Neuen und Überraschenden liefern, und noch lange wird in der Vogelkunde das alte römische Sprichwort seine Berechtigung behalten: „Immer Neues aus Afrika". Schriftenübersicht. * W. L. Abbott s. Richmond 732. 1. Ad. Afzelius, Ardea atricapilla En ny Fogel ifrän Sierra Leone, dar funnen och beskrifven: Kgl. Vetensk. Akad. nya Handl. 1804, 264 — 268. * — s. auch Sundevall 956. 2. B. Alexander, [Account of an expedition to the Zambesi River): Bull. Br. O. C. LXIII. May 1899 u. Ibis (7.) V. 1899, 445~ 44 6 - 3. — [On a new species of Sun-bird from South Africa): Bull. Br. O. C. LXIV. July 1899 u. Ibis (7 ) V. 1899, 642. 4. — An Ornithological Expedition to the Zambesi River: Ibis (7.) V. 1899, 549 — 583 T. XI; VI. 1900, 70 — 109 T. I. 5. — [On a new Species of Chlorodyta from the Zambesi River]: Bull. Br. O. C. LXVI. Nov. 1899 u. Ibis (7.) VI. 1900, 192. 6. J. E. Alexander, An Expedition of Discovery in the Inferior of Africa. Bd. II. London 1838. — [Zool. Appendix von M. Waterhouse. Vögel S. 261— 268|. 7. W. Allen and T. R. Thomson, A Narrative of the Expedition sent by II. M. Government to the river Niger in 1841. 2 Vol. London 1848. — |Band II enthält einen Appendix, in dem auf S. 488—508 die während der Reise gesammelten Vogelarten aufgeführt und beschrieben sind|. i: J. d'Anchieta s. Bocage 46—66, 105, 110, 111, 114 — Sousa 930, 933, 934, 937, 938, 940, 94 T. 8. C. J. Andersson, Notes 011 the Birds of Damara Land and the adjacent countries of South-West-Africa. Arranged and edited by J. H. Gurney. London 1872. * — s. auch Gurney 308, 314 — Strickland u. Sclater 955. * W. J. Ansorge s. Hartert 332, 336. 9. O. Antinori, Catalogo descrittivo di una collezione di uccelli fatta nell' interno dell' Affrica centrale nord dal maggio 1859 al luglio 1861. Milano 1864. * — s. auch Hartmann 411 — v. Heuglin 444 — Issel 481 — Salvadori 743, 744, 753 — Vinciguerra 994. to. O. Antinori e T. Salvadori, Viaggio dei Signori O. Antinori, O. Beccari ed A. Issel nel Mar Rosso, nel territorio dei Btfgos e regioni circostanti durante gli anni 1870 a 1871. Catalogo degli Uccelli: Ann. Mus. Genova IV. 1873, 366-520 T. I— III. * — s. auch v. Heuglin 456. * Antunes s. Sousa 939. * Aubry Lecomte s. Hartlaub 352 — Oustalet 561. 11. Th. Ayres, Notes on Birds of the Territory of the Trans- Vaal Republic: Ibis (n. S.) V. 1869, 286—303. T2. — Additional Notes on the Birds of the Territory of the Trans-Vaal Republic. (Communicated by J. IL Gurney): Ibis (3.) I. 1871, 147- 157, 253-270 T. IX. Schriften XXXVIII Bianconi 13. Th. Ayres, Additional List and Notes on Birds obtained in the Republic of Trans- Vaal. (Communicated by J. H. Gurney): Ibis (3 ) III. 1873, 280—286; (3.) IV. 1874, 101 bis 107 T. III. 14. — Notes on Birds collected and observed in the Lydenburg district of the Republic of Transvaal. (Communicated by J. H. Gurney): Ibis (3.) VI. 1876, 422-433. 15. — Additional Notes on the Ornithology of the Republic of Transvaal. (Communi- cated by J. II. Gurney): Ibis (4.) I 1877, 339—354 T. VII. 16. -- Additional Notes on the Ornithology of Transvaal. Communicated by J. H. Gurney: Ibis (4 ) II, 1878, 281 — 301, 406—411; (4.) III. 1879, 285 — 300, 389 — 405; (4.) IV. 1880, 99—112, 257—273; (5.) II. 1884, 217—233; (5 ) III. 1885, 341—351; (5.) IV. 1886, 282-298. * — s. auch Gurney 298, 300—303, 306, 307, 310, 311, 313, 317 — Shelley 870. * W. Ayres s. Gurney 321. 17. S. W. Baker, The Albert N'Yanza, Great Basin of the Nile, and Explorations of the Nile Sources. 2 Vol. London 1866. — |Eingestreut einige Beobachtungen über Vögel, s. besonders Band 1 S. 85, 113, 237, 238, 240, 360, 365]. 18. — Ismailia. A Narrative of the Expedition to Central Africa for the Suppression of the Slave Trade organized by Ismail, Khedive of Egypt. 2 Vol. London 1874. — [Wenige Notizen über Vorkommen von Balaeniceps und Struthio Vol. 1 S. 45, 59, 112, 189]. 19. Th. Baker, The Birds of St. Helena: Zoologist 1868, 1472 — 1476. 20. E. Baldamus, Ornithologische Beobachtungen, aus Dr. R. Vierthaler's Tagebuche einer Reise durch Egypten, Nubien, Dongola und Sennaar: Naumannia V. 1855, 371—380, 469—479; VI. 1856, 68—76; VII. 1857, 105-02. 21. — Zur Abbildung von Lanius kiek Vierth.: Naumannia VII. 1857, 103 — 104 mit Tafel. 22. — Verzeichniss Central-Afrikanischer und Nord-Afrikanischer Vögel, abgebildet in des Herzog Paul Wilhelm von Württemberg Icones inedit. In den Jahren 1842 — 1844 aufgestellt. Nach Mittheilungen Sr. Königl. Hoheit: Naumannia VII. 1857, 432 — 435. * J. B. Balfour s. Sclater u. Hartlaub 781. * H. Barahona s. Bocage 106. 23. H. E. Barnes, On the Birds of Aden: Ibis (6.) V. 1893, 57—84, 165— 181. 24. — List of Birds noted at Aden and its Vicinity: Journ. Bombay Soc. VIII. 1893, 231—233- * A. v. Barnim s. Hartmann 408. 25. F. A. Barratt, Ornithological Notes made between Bloemfontain and the Lydenburg Gold-fields: Ibis (3.) VI." 1876, 191-214 T. IV. * G. L. Bates s. Oberholser 556 — Sharpe 854a, 855. 26. E. Baumann, |Über Picathartes]: Orn. Mntsb. 1894, 194. * — s. auch Reichenow 674, 678, 698. * O. Beccari s. Antinori 10 — v. Heuglin 456. * J. M. Bechstein s. Levaillant 498. * E. N. Bennett s. Tristram 976. 27. H. v. Berlepsch, Systematisches Verzeichnis der von Dr. Alfred Voeltzkow in Ost- Afrika und auf Aldabra gesammelten Vogelbälge: Abhandl. Senckenb. naturf. Ges. XXI. Heft III. 1898, 479—488. 28. W. Beste, Ornithologisches aus der Kapkolonie: Ornis IV. 1888, 667 — 670. 29. J. Bianconi, Note upon Dr. Hartlaub's Cinnyris bianconii: Jardine, Contr. Orn. 185 2 . !34- 30. — Specimina Zoologica Mosambicana: Mem. Accad. Bologna Pasc. IV. 1849, 49 — 52; Fase. XVI. 1865, 298—301, mit 2 Taf. ; Fase. XVIII. 1867, 317 — 328, mit 2 Taf. — [Sammlungen Fornasini's]. Schriften — XXXIX — Bocage 31. W. T. Black, Natural History of the Graywing and Redwing Partridges of South Africa: Proc. Liter, and Philos. Soc. Liverpool XXX. 1876, 297 — 302. 32. H. de Blainville, Sur la place du Touraco, Corythaix, dans la Classe des Oiseaux: Nouv. Bull. Soc. Philom. 1826, 45 — 47. 33. E. Blanchard, Remarques sur l'osteologie des Musophagides: Compt. Rend. Ac Paris 45. 1857, 599—600 34. W. T. Blanford, Letter from Zulla, Abyssinia: Proc. As. Soc. Beng. 1868, 83—86. 35. — Letter from Senafe, Abyssinia: ebenda, 167 — 172. 36. — Notes on a Journey in Northern Abyssinia: ebenda, 276 — 287. 37. — Descriptions of five Birds from Abyssinia: Ann. Mag. N. H. (4.) IV. 1869, 329 — 330. 38. — Observations on the Geology and Zoology of Abyssinia, made during the Progress of the British Expedition to that countrv in 1867 — 1868. London 1870. — [Aves S. 285-443 T. II— VI]. 39. — The African Element in the Fauna of Indir. ; A Criticism of Mr. Wallace's views as expressed in the „Geographical Distribution of Animals": Ann. Mag. N. H. (4 ) XVIII. 1876, 277-294. * — s. auch Dresser 213. * Blundell s. Weld-Blundell. 40. E. Blyth, Report on a Zoological Collection from the Somali countrv made by Lieutn. Speke: Journ. Asiat. Soc. Bengal 24. 1856, 291 — 306. 41. — Report on a Zoological Collection from the Somali Countrv, with additions and corrections by the collector, J. H. Speke. London 1860. 42. — The Birds of South Africa: Journ. Trav. Nat. Hist. 1868, 238—255. — [Bericht über Layard's Birds of S. Africa]. 43. J. V. Barboza du Bocage, Aves das possessoes portugüezas d'Africa occidental, que existem no Museu de Lisboa. I. Lista: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. II 1867, 129—153. 44. — [Desgl.] II. Lista: ebenda No. IV 1867, 324—338 T. VI. 45. — [Desgl.] III. Lista: ebenda No. V 1868, 38—50. 46. — [Desgl.] IV. Lista: ebenda No. VIII 1870, 333—352. 47. — [Desgl.] V. Lista: ebenda No. XII 1871, 266—277. 48. — [Desgl.] VI. Lista: ebenda No. XIII 1872, 66—71. 49. — [Desgl.] VII. Lista: ebenda No. XIV 1873, 194—200. 50. — [Desgl.] VIII. Lista: ebenda No. XVI 1873, 281—294. 51. — |Desgl ] IX. Lista: ebenda No. XVII 1874, 32—46. 52. — |Desgl ] X. Lista: ebenda No. XVII 1874, 47—60. 53. — [Desgl.] XI. Lista: ebenda No. XIX 1876, 146—154. 54. — |Desgl.| XII. Lista: ebenda No. XX 1876, 248—257. 55. — [Desgl. | XIII. Lista: ebenda No. XXI 1877, 60—70. 56. — [Desgl.] XIV. Lista: ebenda No. XXII 1877, 142-150. 57. — [Desgl.] XV. Lista: ebenda No. XXII 1877, 151 — 157- 58 59 60 61 62 63 64 — |Desgl.] XVI. Lista: ebenda No. XXIII 1878, 193—207. — [Desgl.] XVII. Lista: ebenda No. XXIV 1878, 260—280. — [Desgl.| XVIII. Lista: ebenda No. XXVI 1879, 100-102. — |Desgl.[ XIX. Lista: ebenda No. XXVIII i83o, 229—246. — [Desgl.] XX. Lista: ebenda No. XXIX 1880, 62—70. — [Desgl.] XXI. Lista: ebenda No. XXX 1881, 120—125. — [Desgl.] XXII. Lista: ebenda No. XXXII 1882, 291—298. schnften XL 65. J. V. Barboza du Bocage, Aves das possessoes portuguezas d'Africa occidental, que existem no Museu de Lisboa. XXIII. Lista: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. XXXIII 1882, 20—23. 66. - [Desgl.] XXIV. Lista: ebenda No. XXXIV 1883, 80—84. 67. — Oiseaux nouveaux de l'Afrique occidentale: Proc. Zool. Soc. London 1869, 436-437 T. XXIX. 68. — Note sur une nouvelle espece de Pelican: ebenda 1870, 173. 69. — Note sur le jeune de l'annee du Pelecanus sharpei: ebenda 1870, 409. 70. — Melanges ornithologiques. r. Description d'un Pelican apparemment nouveau d' Afrique occidentale et observations sur quelques especes du meme genre: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. XI. 1871, 166—174. 71. — Sur l'existence et l'habitat du Francolinus rubricollis (Lath. nee Rüpp.): ebenda No. XI. 187 1, 175—179- 72. — Mammiferos e Aves do Transvaal offereeidos ao Museu de Lisboa pelo sr. E. Vanzeller: ebenda No. XII. 1871, 278 — 279. 73. — Melanges ornithologiques. I. Observations sur le Dryoscopus major Ilartl. et Especes voisines d' Angola: ebenda No. XVIII. 1875, 101 — 107. 74. — Um fragmento da ornithologia da ilha de Bolama: ebenda No. XIX. 1876, 155 — 158. -- [Sammlung Bulger). 75. — Melanges ornithologiques. II. Observations sur les especes du genre Sycobius: ebenda No. XX. 1876, 242 — 247. 76. — Aves d'Angola encontradas nas colleccoes do Dr. Welwitsch: ebenda No. XX. 1876, 258—263. 77. — Note sur les Races Geographiques ou Especes des Bucorax: Bull. Soc. Zool. France II. 1877, 373—376- 78. — Melanges ornithologiques. III. Especes nouvelles d'Angola: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa. No. XXII. 1877, 158—160. 79. — Ornithologie d'Angola Ouvrage publie sous les auspices du Ministere de la Marine et des Colonies. Part I. Lisbonne 1877. — |Der Teil umfasst S. 1 — 256. T. I — IV; vergl. No. 91]. 80. — • Melanges ornithologiques. IV. Especes nouvelles d'Angola: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. XXIII. 1878, 208—214. 81. — Melanges ornithologiques. V. Especes nouvelles d'Angola: ebenda No. XXIV. j8 7 8 , 2 54— 2 59- 82. — Diagnoses de duas especies novas de „Francolins": ebenda No. XXV. 1879, 68. 83. — Subsidios para a Fauna das possessoes portuguezas d'Africa occidental I. Ilha de S. Thome. I. Aves: ebenda No. XXVI. 1879, 86-87. — [Sammlung de Borja|. 84. — [Desgl.) III. Sertäo de Angola, do Bihe ao Cassange. 2. Aves: ebenda, 92—95. 85. — Aves da Zambesia e do Transvaal, colligidas pelo major Serpa Pinto: ebenda No. XXVII. 1880, 133— 141. 86. — Über eine Vogelsammlung aus Malange in Angola, eingesandt von dem Reisenden Otto Schutt, bearbeitet von Dr. Ant. Reichenow: ebenda No. XXVII. 1880, 184 — 191. 87. — E. Oustalet Catalogue methodique des oiseaux recueillis par M. Marche dans • son voyage sur l'Ogöoue: ebenda No. XXVII. 1880, 192 — 196. 88. — Notice sur une nouvelle espece africaine du genre „Coracias": ebenda No. XXY11I 1880, 226—228. 89. — Melanges ornithologiques. V. Especes nouvelles, rares ou peu connucs d'Angola et de la cöte de Loango: ebenda No. XXIX. 1880, 49-61. 90. — Aves de Bolama e da Ilha do Principe: ebenda No. XXIX. 1880, 71 — 72. - [Sammlung J. da Costa] Schriften — XLI — Böhm 91. J. V. Barboza du Bocage, Ornithologie d'Angola. Ouvrage public sous les äuspices du Ministere de la Marine et des Colonies. Part. II. Lisbonne 1881 - |Dieser Teil umfasst S. 257 — 576 u. T. V— XII; vergl. No. 79]. 92. — Observacoes acerca de algumas aves d'Angola: Jörn. Sc. Math. Phys. Lisboa No. XXXIV. 1883, 65—79. 93. — Sur L'identite de Cinnyris Friksoni et Nectarinia ludovicensis: ebenda No. XXXIV. 1883, 105. 94. — Oiseaux nouveaux de l'Ile St. Thome: ebenda No. XLIV. 1887, 250 — 253. — (Sammlung F. Newton]. 95. — Additamento ä fauna ornithologica de St. Thome: ebenda No. XLVI. 1887,81 — 83. — [Sammlung F. Newton]. 96. — Sur quelques oiseaux recueillis dans l'Afrique equatoriale (pays du Muata-Yamvo) par M. A. Sesinando Marques: ebenda No. XLVI. 1887, 84—86. 97. — Sur un oiseau nouveau de St. Thome de la Farn. „Fringillidae" : ebenda No. XL VII. 1888, 148—150. — [Sammlung F. Newton]. 98. — Note sur la „Phaeospiza thomensis": ebenda No. XLVII. 1888, 192. — [Desgl.]. 99. — Sur quelques oiseaux de l'ile S. Thome: ebenda No. XLVIII. 1888, 211 — 215. — [Desgl.]. 100. — Oiseaux nouveaux de l'ile St. Thome: ebenda No. XLVIII. 1888, 231 — 232. — [Desgl.]. toi. ■ — Breves consideracoes sobre a fauna de S. Thome: ebenda (2.) No. I. 1889, 33—36- — [Desgl.]. 102. — Sur deux especes ä ajouter ä la faune ornithologique de St. Thome: ebenda (2.) II. 1889, 142—144. — (Desgl. |. 103. — Aves da ilha de S. Thome: ebenda (2.) No. III. 1889, 209 — 210. — |Desgl.]. 104. — Oiseaux de l'ile St. Thome: ebenda (2.) No. VI. 1891, 77 — 87. — |Desgl.|. 105. — Aves do Sertäo de Benguella: ebenda (2.) No. VII. 1892, 157-172. — (Sammlung Anchieta]. 106. — Subsidios para a Fauna da Guine Portugueza. Aves: ebenda (2.) No. VII. 1892, 180 — 183. — (Sammlung H. Barahona von Bolama]. 107. — Aves de Dahome: ebenda (2.) No. VII. 1892, 185 — 187. — [Sammlung F. Newton). 108. — Additions et corrections ä l'„Ornithologie d'Angola": ebenda (2.) No. VIII. 1892, 248—264, No. IX. 1893, 6—16. 109. — Note sur deux oiseaux nouveaux de l'ile Anno-Bom: ebenda (2.) No. IX. 1893, 17 — 18. — [Sammlung F. Newton]. 110. — Oiseaux nouveaux d'Angola ebenda (2.) XI. 1893, 153 — 154. — [Sammlung Anchieta]. 111. — Aves da Galanga: ebenda, 155 — 166. — |Sammlung Anchieta]. T12. — |Bradvornis sharpii n. sp. from Angola]: Bull. Br. Orn. Club No. XVIII May 1894 u. Ibis (6.) VI. 1894, 435. 113. — Subsidios para a Fauna da Ilha do Fernao do Po. Aves: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. (2.) XIII. 1895, 7 — 12. — [Sammlung F. Newton]. 114. — Aves de Benguella da exploracao Anchieta: ebenda, 21 — 23. — (Sammlung Anchieta]. 115. — Mamiferos, Aves e Reptis da Hanha no Sertäo de Benguella: ebenda (2.) IV. XIV. 1896, 105 — 109. 116. — Aves d'Africa de que existem no Museu de Lisboa os exemplares typicos: ebenda (2.) XV. 1896, 179—186. * — s. auch Gadovv 270. 117. R. Böhm, Skizzen aus Ostafrika. 1. Zanzibar: Ornith. Centralbl. VII. 1882, 49—52. — II. Bagamojo : ebenda, 65—67. Schriften _ XLII — Brehm 118. R. Böhm, Am Mto ja Ugalla. Briefliches aus Centralafrika: Ornith. Centralbl. VII. 1882, 9 — 11. 119. — Ornithologische Notizen aus Ostafrika: ebenda VII. 1882, 113 — 120, 129 — 136, 145 bis 147. 120. — Ornithologische Notizen aus Central- Afrika: Journ. Ornith. XXX. 1882, 178 — 209; XXXI. 1883, 162—208; XXXIII. 1885, 35—73. 121. — Neue Vogelarten aus Central-Afrika: ebenda XXXII. 1884, 176—177. — (Mit An- merkung von H. Schalow: 177 — 178.I 122. — Aus Marungu (Briefliches): Zeitschr. ges. Ornith. I. 1884, 106 — 112. * — s. auch Matschie 513 — Reichenow, 618, 623, 626 — 628, 642 — Schalow 757 — 759, 761, 762. * F. Bohndorff s. Reichenow 634, 636 — Sharpe 832. * W. Bojer s. Hartlaub 359. 123. Ch. L. Bonaparte, Fragment d'une lettre de M. Defilippi ä son Altesse le Prince: Rev. Zool. (2.) V. 1853, 289—292. — [Samml. B. Rollet]. 124. — [Rectifications ornithologiques] : Rev. Mag. Zool. 1855, 73—79. — [Kritik von Müllers „Beiträge z. Ornithologie Afrikas 529.J 125. — Observations sur la Zoologie geographique de l'Afrique, et description d'un nouveau genre et de nouvelles especes d'Oiseaux: Compt. rend. Ac. Sc. Paris 42. 1856, 819—822. * W. Bonny s. Hartert 330. * de Borja s. Bocage 83. 126. L. Bosc, Ardea gularis: Actes Soc. d'Hist. Nat. Paris I. 1792, 4. 127. — Beschreibung des Senegallischen Reihers mit weissem Vorderhalse (Ardea gularis): Magazin des Thierreichs I. 1792, 79 — 80 T. IX. — [Übersetzung der vor- hergehenden Arbeit). * V. Bottego s. Del Prato 594 — Salvadori 751. * A. Boutourline s. Giglioli 272. 128. A. Bouvier, Catalogue Geographique des Oiseaux recueillis par MM. F. Marche et De Compiegne dans leur Voyage pendant les annees 1872 — 74. Paris 1875. 129. — Description de trois oiseaux de la cöte occidentale d'Afrique: Bull. Soc. Zool. France I. 1876, 228 — 229. — [Sammlung LucanJ. 130. — Sur une Collection Ornithologique de l'Ugunda, Royaume de M'Tesa, Afrique Centrale: ebenda II. 1877, 437 — 459. * — s. auch Sharpe 856-857. • : Brazza s. Oustalet 566. 131. A. Brehm, Beiträge zur Ornithologie Nordost-Afrikas, mit besonderer Rücksicht auf die in Europa vorkommenden Arten der Vögel: Naumannia 2. Bd. 3. Heft 1852, 38—51; V. 1855, 1—28; VI. 1856, 194—237. Mit Tafel. 132. — Etwas über den Zug der Vögel in Nordost-Afrika: Journ. Ornith. I. 1853, 74 bis 78, 451-457; II. 1854, 73-85. 133. — Einige Beobachtungen über Ibis religiosa Cuv. , Tantalus aethiopicus Lath. : ebenda I. 1853, 141 — 144. 134. — Zur Fortpflanzungsgeschichte des Cuculus glandarius: ebenda I. 1853, 144 — 145. 135. — Zur Fortpflanzungsgeschichte einiger Vögel Nordost-Afrikas: ebenda I. 1853 Extrah., 93—105. 136. — Der grosse Pelikan des inneren Nordost-Afrikas: ebenda III. 1855, 92 — 94. 137. — Die Fundorte des Ornithologen in Nordost-Afrika: ebenda III. 1855, 362 — 384, 481 bis 496. 138. — Reiseskizzen aus Nordost-Afrika. 3 Teile Jena 1855. — [Enthält eine Anzahl speziell dem Tierleben in Nordostafrika gewidmeter Kapitel. | Schriften _ XLI1I — Büttikofer 139. A. Brehm, Blätter aus meinem ornithologischen Tagebuche: Journ. Ornith. IV. 1856, 395 bis 4'3, 463—497; v - i857. 76—93, 214—222, 377—384; VI. 1858, 325—330, 400 — 410, 467 bis 476. 140. — Noch einmal das Brutgeschäft von Oxylophus glandarius: ebenda IX. 1861, 392—394. 141. — Ergebnisse einer Reise nach Habesch in Gefolge Seiner Hoheit des regierenden Herzogs von Sachsen-Koburg-Gotha Ernst IL Hamburg 1863. — |Im Anhange S. 205 bis 427 ein Verzeichnis der gesehenen Vögel nebst vielen biologischen Beob- achtungen. 142. J. Bruce, Travels to discover the Source of the Nile in Egypt, Arabia, Abyssinia, and Nubia. Vol. V. Appendix. Select Specimens of Natural History, collected in the Travels etc. Edinburgh 1790. 143. H. A. Bryden, Kloof and Karroo: Sport, Legend and Natural History in Cape Colony, with a notice of the Game Birds, and of the present distribution of the Antelopes and Larger Game. London 1889. 8° 435 S. 17 T. — [S. 146 — 155 und 305 — 323 über Raubvögel und Jagdgeflügel]. 144. — Gun and Camera in Southern Africa. A year of wandering in Bechuanaland, the Kalahari desert, and the Lake river country, Ngamiland. With notes on colonisation, natives, natural history and sport. London 1893. — [Zahlreiche Notizen über die Vogelfauna]. 145. T. E. Buckley, List of Birds collected or observed during a journey into the Mata- bili Country in 1873: Ibis (3) IV. 1874, 355— 391. * — s. auch Shelley 904. 146. J. Büttikofer, Zoological Researches in Liberia. A List of Birds, collected by J. Büttikofer and C. F. Sala, with biological Observations: Notes Leyden Mus. VII. 1885, 129 — 255 T. 6 u. 6. a. 147. — A supplementary note on Glareola megapoda: ebenda VII. 1885, 256. , 148. — Zoological Researches in Liberia. A List of Birds collected by Mr. F. X. Stampfli near Monrovia, on the Messurado River, and on the Junk River with its tributaries: ebenda VIII. 1886, 243—268. 149. — Zoological Researches in Liberia. A List of Birds, collected by the Author and Mr. F. X. Stampfli during their last sojourn in Liberia: ebenda X. 1888, 59— 106 T. 5. 150. — On Birds from the Congo and South Western Africa: ebenda X. 1888, 209—244 T. 9. — [Sammlungen von v. d. Kellen|. 151. — On a new Owl from Liberia: ebenda XI. 1889, 34 T. 6. — |Sammlung Stampfli], 152. — On a new collection of Birds from South Western Africa: ebenda XI. 1889, 65 — 79 T. 4. — |Sammlung v. d. Kellen]. 153. — Additional remark on Francolinus subtorquatus: ebenda XI. 1889, 80. - 154. — On two probably new Birds from Liberia: ebenda XI. 1889, 97 — 98. . 155. — Zoological researches in Liberia. Fourth list of birds: ebenda XI. 1889, 1 13— 138 T. 6. — [Sammlung Stampfli]. 156. — Third List of Birds from South Western Africa: ebenda XI. 1889, 193—200. — [Sammlung v. d. Kellen]. 157. — Zoological researches in Liberia. On a series of birds collected by Mr. A. I\ Demery in the district of Grand Cape Mount: ebenda XII. 1890, 197—206. 158. — Reisebilder aus Liberia. Resultate geographischer, naturwissenschaftlicher und ethnographischer Untersuchungen während der Jahre 1879 — 1882 und 1886 — 1887. 2 Bände. (Leiden) 1890. 8". — [In einem Anhang zum II. Bande S. 471—477 ein Verzeichnis der bis dahin aus Liberia bekannten Arten mit 2 Tafeln]. 159. — On the specific value of Levaillant's Traquet Commandeur: Notes Leyden Mus. XIV. 1892, 17—18. 160. — On the Collections of Birds, sent by the late A. T. Demery from the Sulymah River (W. Africa): ebenda XIV. 1892, 19 — 30 Schriften _ XLIV — Cabanis 161. J. Büttikofer, Europäische Zugvögel als Gäste in Liberia: C. Rend. II. Orn. Congr. Budapest II. 1892, 172 — 176. * — s. auch Schlegel 766 — Sharpe 833. * Büttner s. Reichenow 648, 659, 663. * R. P. Buleon s. Oustalet 573. * G. E. Bulger s. Sclater 777. * Major Bulger s. Bocage 74 — Sharpe 817. 162. W. J. Burchell, Travels in the Interior of Southern Africa. 2 Vol. London 1822 u. 1824. — [Eingestreut und als Noten zahlreiche Notizen über Verbreitung sowie Be- schreibungen südafrikanischer Arten. Am Schlüsse des II. Bandes ein zoologisch- botanischer Index|. T63. R. F. Burton, The Lake Regions of Central Africa. 2 Vol. London 1860. — [In Band I S. 301 — 302 eine Bemerkung über Verbreitung des Strausses, sonst keine beachtenswerte ornithologische Notiz]. * — s. auch Gray 288. 164. E. A. Butler, H. W. Feilden and S. G. Reid, Ornithological Notes from Natal: Zoologist 1882, 165— 171, 204—212, 243—258, 297—303, 335—345, 423—429, 460. 165. — On the Variations in Plumage of Saxicola monticola as observed in Natal: Ibis (5.) I. 1883, 331—337- * — s. auch Sharpe 829. 166. L. Buvry, Die Wirksamkeit der neueren Reisenden in Nord-Ost-Afrika: Journ. Ornith. III. 1855, 61 — 66. — [Nur zum kleinen Teil das Gebiet betreffend]. * E. C. Buxton s. Nicholson 551. 167. J. Cabanis, [Neue ostafrikanische Vögel des Baron v. d. Decken]: Journ. Ornith. XVI. 1868, 411 -414 T. III. 168. — |Über Turdus pelios und Verwandte]: ebenda XVIII. 1870, 238. 169. — |Neue westafrikanische Arten gesammelt von Falkenstein]: ebenda XXIV. 1876, 9 1 — 93- 170. — [Über Numida-Arten]: ebenda XXIV. 1876, 209 — 211. 171. — [Über Microparra capensis als Typus einer eigenen Unterabteilung der Parrinae]: ebenda XXV. 1877, 349 — 350. 172. — [Über Pitylia cinereigula n. sp.[: ebenda XXVI. 1878, 101 — 102. 173. — [Über 14 neue ostafrikanische Vogelarten]: ebenda XXVI. 1878, 205—206. — |Sammlung Hildebrandt]. 174. — Übersicht der Vögel Ostafrikas, welche von den Herren J, M. Hildebrandt und v. Kaikreuth gesammelt sind: ebenda XXVI. 1878, 213 — 246 T. II— IV. — [Mit einer Einleitung und mit biologischen Notizen von J. M. Hildebrandt. T 75- — |Über Corythaix schütti n. sp.[: Ornith. Centralbl. IV. r879, 180. 176. — [Über neue Arten aus Angola, gesammelt von O. Schutt]: Journ. Ornith. XXVIII. 1880, 349—352 u. 419—420. 177. — Neue Vögel von Angola: Ornith. Centralbl. V. 1880, 174. — [Sammlung O. Schütt|. 178. — |Über neue Arten aus Angola, gesammelt von O. Schutt]: Journ. Ornith. XXIX. [881, 104 — 105. 179. — [Über Cercococcyx mechowi]: ebenda XXX. 1882, 230. 180. — Über die im Berliner Museum befindlichen Arten der afrikanischen Drossel- gruppe Peliocichla: ebenda XXX. 1882, 318 — 321. 181. — [Über Hyphantornis castaneigula n. sp., H. melanops n. sp , Melanopepla tropicalis n. sp.]: ebenda XXXII. 1884, 240 — 241. 182. — |Über Aegialitis mechowi]: ebenda XXXII. 1884, 437. 183. — |Über Merops mentalis n. sp.]: ebenda XXXVII. 1889, 78. Schriften _ XLV — Children 184. J. Cabanis, [Über Francolinus (Seleroptera) modestus n. sp.[: Journ. Ornith. XXXVII. 1889, 87—88. * — s. auch C. C. v. d. Decken 204. 185. J. Cabanis und Ant. Reichenow, |Neue westafrikanische Vogelarten|: Journ. Ornith. XXV. 1877, 103 — 104. — [Aus Sammlungen Falkensteins von Loango|. 186. H. Capello und R. Ivens, De Angola a Contra-Costa. Descripcäo de uma viagem atravez do Continente Africano. 2 Vol. Lisboa 1886 — [In Vol. 2 S. 441 — 447 eine Übersicht der beobachteten Vögel|. * — s. auch Sousa 927, 929. * A. Cardoso s. Sousa 932. * v. Carnap s. Reichenow 710, 717. 187. J. Cassin, Description of a new Buceros, and a notice of the Buceros elatus, both of which are in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: Proc. Acad. Nat. Sc. Philad. 1847, 330 — 331. 188. — Descriptions of new species of Birds of the genera Vidua, Euplectes, Pvrenestes and Pitylus; specimens of which are in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: ebenda 1848, 65-68. 189 — Description of a new Buceros and a notice of the Buceros elatus, both of which are in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: Journ. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1848, 135—136. 190. — Descriptions of new species of Birds of the genera Vidua, Euplectes and Pvrenestes, specimens of which are in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: ebenda 1849, 241 — 243 T. 30 u. 31. 191. — Descriptions of new Species of the Genera Micrastur, Tanagra and Sycobius: ebenda 1850, 295 — 297. 192. — Description of new species of birds of the family Laniadae, specimens of which are in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: Proc. Ac. Philad. V. 1850, 1851 (1852), 244—246. 193. — Descriptions of New Species of Birds from Western Africa in the collection of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia: ebenda VII. 1854, 1855 (1856), 324—328. 194. — Descriptions of new species of African Birds, in the Museum of the Academy of Natural Sciences, of Philadelphia, collected by P. B. Du Chaillu, in Equatorial Africa: ebenda VIII. 1856 (1857), 156—159. 195. — Catalogue of Birds collected at Cape Lopez, Western Africa, by Mr. P. B. Du Chaillu, in 1856, with notes and descriptions of new species: ebenda VIII. (1857), 316—322. 196. — Catalogue of Birds collected on the River Muni, Western Africa, by Mr. P. B. Du Chaillu, in 1856 with notes and descriptions of new Species: ebenda 1857 (1858), 33—4°- 197. — Catalogue of Birds collected on the Rivers Camma and Ogobai, Western Africa, by Mr. P. B. Du Chaillu in 1858, with notes and descriptions of new species: ebenda 1859 (1860), 30—55, 133 — 144, 172 — 176 T. I. u. II. — [Übersetzung im Auszuge ins- besondere der neu beschriebenen Arten von F. Heine: Journ. Ornith. VII. 1859, 424 — 434; VIII. 1860, 126 — 145, 186— 203I. * H. S. H. Cavendish s. R. B. Sharpe 854. 198. P. B. Du Chaillu, Explorations and Adventures in Equatorial Africa. London 1861. — [Enthält manche ornithologische Notiz]. * — s. auch Cassin 194 — 197. 199. J. Chapman, Travels in the Inferior of South Africa; comprising fifteen year's hunting and trading. 2 Vol. London 1868. —[Appendix: Descriptive Notes of some of the Birds of Intertropical South Africa S. 345—425]. * Children s. Denham 206. Schriften _ XLVI — Dubois 200. A. J. Cholmley, Notes on the birds of the Western Coast of the Red Sea: Ibis (7.) III. 1897, 196 — 209. * H. Clapperton s. Denham 206. 201. E. W. Clifton, The birds of Keiskama Hoek, Division of King Williams Town, Cape Colony: Ornis 1888, 147 — 154. * De Compiegne s. Bouvier 128. :i G. Conrau s. Reichenow 716. 202. J. M. Cook [Merkwürdiges Benehmen des Lappenkiebitzes dem Krokodile gegen- über); Ibis (6.) V. 1893 S. 275 — 276, 470 — 471. * G. Corona s. Del Prato 595. * J. da Costa s. Bocage 90. * T. Cranch s. Tuckey 977. * R. Crawshay s. Grant 281. 203. Ph. J. Cretzschmar, Atlas zu der Reise im nördlichen Afrika von Ed. Rüppell. Vögel. Frankfurt a. M. 1826. * Crossley s. Sharpe 809. * R. P. Currie s. Oberholser 557. * J. Daubeny s. Sclater 771. 204. C. C. v. d. Decken, Reisen in Ostafrika. III. Bd. 1. Abth. 1869. Vögel, bearbeitet von J. Cabanis. — [S. 19 — 52. Mit 18 Tafeln]. :f: — s. auch Cabanis 167 — Finsch u Hartlaub 242. * Ph. Defiüppi s. Bonaparte 123. * Delafosse s. E. Oustalet 571. 205. A. Delegorgue, Voyage dans l'Afrique Australe, notamment dans le territoire de Natal etc. execute durant les annees 1838 — 1844. 2 Teile Paris 1847. — [Am Ende des zweiten Teils S. 615 u 616 Beschreibung zweier neuen Arten|. * A. T. Demery s. Büttikofer 157, 160. 206. D. Denham and H. Clapperton, Narrative of Travels and Discoveries in Northern und Central Africa, in the years 1822, 1823 and 1824, by Major Denham, Capitain Clapperton and the late Doctor Oudney etc. London 1826. — |In einem Appendix S. 195 — 206 sind 24 gesammelte Vogelarten aufgeführt, bearbeitet von Children. Auszug in: Bull. Sc. Mat. V. 8. 1826, 246— 250I. * O. Des Murs s. Lefebvre 496. * Dickinson s. Sclater 776. 207. W. L. Distant, A Naturalist in the Transvaal. London 1892. — [Auf S. 163—169 eine Liste der beobachteten Vögel|. 208. — |On a variety of Numida coionata]: Ibis (6.) VI. 1894, 569. 209. — Zoological rambles in and around the Transvaal: Zoologist 1897, 157 — 163. * W. Dodson s. Ogilvie Grant 284. 210. H. Dohrn, Synopsis of the Birds of Ilha do Principe with some Remarks on their Habits and Descriptions of New Species: Proc. Zool. Soc. London 1866, 324 — 332 T. XXXIV. 211. H. E. Dresser, Notes on the Racquet-tailed Rollers: Ann. Mag. N. H. (6) VI. 1890, 35°— 35 1 - 212. — |On Coracias naevius and mosambicus n. sp |: Ibis (6.) II 1890, 384 — 386. 213. H. E. Dresser and W. T. Blanford, Notes on the Specimens in the Berlin Museum collected by Hemprich and Ehrenberg: Ibis (3) IV. 1874, 335 — 343. 214. A. Dubois, Liste des oiseaux recueillis par le capitaine Em. Storms dans la region du lac Tanganyka (1882—1884): Bull. Mus. Roy. d'Hist. nat. Belgique IV. 1886, 147—150 Schriften — XLVII — Mochler-Ferryman 215. A. Dubois, Description de deux nouvelles especes d'oiseaux: Bull Mus. Rov. d'Hist. nat. Belgique V. 1887, 1—4 T. II. 216. — Description d'un nouveau Couroucou africain: Proc. Zool. Soc. London 1896, 999. 217. — Zwei neue Vögel vom Kongo (Freistaat): Ornith. Mntsb. VIII. 1900, 69. * Duchaillu s. Chailki. * J. Dybowski s. Oustalet 569, 570. 218. Ch. G. Ehrenberg, Symbolae Physicae seu Icones et Descriptiones Avium, quae ex itinere per Africam borealem et Asiam occidentalem F. G. Hemprich et Ch. G. Ehrenberg studio novae aut illustratae redierunt. Decas prima Bcrolini 1828, D. secunda 1829. * — s. auch Dresser u. Blanford 213. 219. D. G. Elliot, Description of a supposed new Species of Guinea-fowl from Ugogo, Central-Afrika: Proc. Zool. Soc. London 1871, 584. — [Sammlung Speke], 220. — A Review of the Genus Malinibus Vieill.: Ibis (3) VI. 1876, 456 — 466. 221 — Description of an apparently new Species of Lamprocolius: Ann. Mag. N. H. 20. 1877, 169 — 170. 222. — Description of an apparently new Species of Ground Hornbill: ebenda 1877, 171—172. 223. — Quelques observations sur les especes du genre Bucorvus: Bull. Soc. Zool. France (3.) III. 1878, 34-35 T. 1. 224. — Catalogue of a Collection of Birds obtained by the Expedition into Somali-Land: Field Columb. Mus. Public. 17. Orn. Series Vol. 1 No. 2 Chicago 1897. 225. G. F. Sc. Elliot, Remarks on some of the principal Animals collected and noticed during a recent Expedition to Mount Rowenzori, in British Central Afrika: Proc. Zool. Soc. London 1895, 339 — 343. * H. Ellis s. Vigors 993. 226. Emin, Zoo-geographische Notizen: Mitth. Ver. Erdkunde zu Leipzig 1886, 19 — 32. Mit Karte. — [Auf der Karte ist die Grenze von Wald- und Steppengebiet in Wadelai angegeben|. 227. — Brieflicher Bericht über das Vogelleben von Ugogo: Journ. Ornith. XXXIX. 1891, 56—61. 228. — Briefliche Reiseberichte: ebenda XXXIX. 1891, 337 — 346. 229. — Europäische Vögel in Afrika: Zool. Jahrb. VI. 1892, 145 — 151. 230. — Bruchstücke aus Emin Pascha's letztem Tagebuch: Journ. Ornith. XLII. 1894, 162 — 171. - s. auch Flovver 255 — Hartlaub 383, 384, 387—390, 392—394, 398—400, 402, 404, 405 — v. Pelzein 578 — 580 — Reichenow 645, 646, 651, 664, 667 — Schweinfurth u. Ratzel 770 — Shelley 882. 231. S. Evans, Change of Habit in Wild Birds: Nat. Science VII. 1895, 80 u. O. M. 1895, 160. 232. W. G. Fairbridge [Spatula clypeata shot near Capetown] : Ibis (6) V. 1893, 153. 233. — [On Phalacrocorax neglectus Wahlb.: ebenda, 277 — 279. * J. Falkenstein s. Cabanis 169 — Cabanis und Reichenow 185 — Reichenow 601, 604, 608. '■■ H. W. Feilden s. Butler 164. 234. A. Ferret et Galinier, Voyage en Abyssinie, dans les provinces du Tigre, du Samen et de l'Amhara. 3 Bde. 8° u. Atlas folio. Paris 1847— 1848. * — s. auch Guerin 296. 235 A. F. Mochler-Ferryman, Up the Niger. Narrative of Major Claude Macdonald's Mission to the Niger and Benue Rivers, West-Africa, London 1892. — [Auf S. 310 Liste der gesammelten Arten]. Schriften _ XLVIII Forster 236. F. Finn, Notes 011 Birds observed during a Collecting Expedition to Eastern Africa: Ibis (6) V. 1893, 223—234. 237. O. Finsch, Über eine Vogelsammlung aus Natal: Journ. Ornith. XV. 1867, 237 — 249. ■ — [Sammlung E. Mohr). 238. — Über eine Vögelsammlung aus Westafrika: ebenda XVII. 1869, 334 — 337. — [Sammlung von M. Sintenis von Accra]. 239. — On a collection of Birds from NE. Abyssinia and the Bogos Country, with notes by the Collector William Jesse: Trans. Zool. Soc. VII. 1872 (gedruckt 1870), 197 bis 331 T. 23—27. 240. — Note on Chalcopelia brehmeri: Ibis (3) V. 1875, 467 — 468. 241. — Über eine anscheinend neue Prachtfinkenart: Die Gefied. Welt 1877, 3 : 7- 242. O. Finsch u G. Hartlaub, Die Vögel Ost-Afrikas IV. Bd. von Baron Carl Claus von der Decken's Reisen in Ost-Afrika. Leipzig u. Heidelberg 1870. 243. G. A. Fischer, Briefliche Reiseberichte aus Ost-Afrika I.: Journ. Ornith. XXV. 1877, 171 — 181; II. ebenda 205 — 208, 423 — 426; III. ebenda XXVI. 1878, 268—297; IV. ebenda XXVII. 1879, 275—304; V. ebenda XXVIII. 1880, 187—193. 244. — Ein neuer Helmkukuk aus Ost-Afrika: Ornith. Centralbl. V. 1880, 174. 245. — Briefliche Notizen aus Afrika: Ornith. Centralbl. VII. 1882, 104 — 105. 246. — Übersicht der von Dr. G. A. Fischer auf seiner im Auftrage der Hamburger Geographischen Gesellschaft unternommenen Reise in das Massailand gesammelten und beobachteten Vogelarten: Zeitschr. ges. Ornith. I. 1884, 297— 396 T. XIX. u. XX. 247. — Übersicht der in Ostafrika gesammelten Vogelarten, mit Angabe der ver- schiedenen Fundorte. Mit einer Karte: Journ. Ornith. XXXIII. 1885, 113 — 142 T. I. * — s. auch Reichenow 614, 616, 617, 620, 621, 633. 248. G. A. Fischer und Ant. Reichenow, Übersicht der von Dr. G. A. Fischer auf Sansibar und während einer Reise durch das Küstenland von Mombassa bis Wito gesammelten und sicher beobachteten Vögel: Journ. Ornith. XXVI. 1878, 247 — 268. 249. — Übersicht der von Dr. G. A. Fischer auf einer zweiten Reise durch das ost- afrikanische Küstenland von Mombassa bis Wito und am Tanafluss gesammelten Vögel: ebenda XXVII. 1879, 337 — 356. 250. — Über eine dritte Collection von Vogelbälgen aus Ost-Afrika, gesammelt von Dr. G. A. Fischer: ebenda XXVIII. 1880, 139—144. 251. — Neue Vogelarten aus dem Massailand (Inneres Ost-Afrika): ebenda XXXII. 1884, 52—58, 178-182. 252. — Neue Vogelarten aus Ost- Afrika: ebenda XXXII. 1884, 260 — 263. * E. Fitch s. Gurney 322. 253. E. Fleck, |Über Verbreitung des Strausses in Südwest-Afrika]: Orn. Mntsb. I. 1893, 120. 254. — Das Vogelleben Deutsch -Südwestafrikas und dessen Schauplatz: Journ. Orn. XLII. 1894, 291—347, 353—4 I 5 T. IV. * — s. auch Reichenow 665, 679. 255. W. H. Flower, Letter and Journal of the late Dr. Emin Pascha and remarks thereon: Proc. Zool. Soc. London 1894, 50 — 606. :|: E. Foa s. Oustalet 572. * H. O. Forbes s. Graut 287. 256. W. A. Forbes, On two rare Ploceine Birds now or latelv living in the Society's Menagerie: Proc. Zool. Soc. London 1880, 475 — 477 T. 47. 257. — The last Journal of W. A. Forbes: Ibis (5.) I. 1883, 494 — 537. * — s. auch Shelley 873. : Fornasini s. Bianconi 30. * J. R. Forster s. Levaillant 499. Schriften - XLIX — Grant '■- H. F. Francis s. W. L. Sclater 784, 785. '■'■ Franquet s. Hartlaub 352. 258. L. Fräser |On a new Species of Corythaix.]: Proc. Zool. Soc. London VII. 1839, 34—35. 259. — On some new species of Birds from Fernando Po: ebenda X. 1842, 141 — [42 u. Ann. Mag. N. H. XII. 1843, 131 — 132. 260. — On new species of Birds collected in the Niger Expedition: ebenda 144—145 u. Ann. Mag. N. IL XII. 1843, 133—134 261. — On two new species of Birds from Western Africa belonging to the genera Strix and Pitta: ebenda, 189—190 u. Ann. 1843, 366 — 367. 262. — On some new species of Birds from Fernando Po: ebenda XI. 1843, 3—5 u. Ann. 1843, 440—442. 263. — On eight new species of Birds from Western Africa: ebenda, 16 — 17 u. Ann. 1843, 478—479. 264. — On four new Species of Birds from Western Africa: ebenda, 26 — 27 u. Ann. XIII 1844, 74-75. 265. — On Birds from Western Africa: ebenda, 34—35 U. Ann. 1844, 135 — 136. 266. — On various species of Birds from Western Africa: ebenda XI. 1843, 51—53. 267. — Descriptions of two new Birds from Fernando Po: ebenda XXI. 1853, 13—14. 268. — Zoologia Typica, or figures of new and rare Mammals and Birds described in the Proceedings or exhibited in the Collections of the Zoological Society of London. Folio. London 1849. * — s. auch Jardine 471 — Strickland 948. * Fresnaye s. La Fresnaye. 269. R. Froriep, Neue Säugethiere und Vogel aus dem südlichen Africa: Tagesberichte über d. Fortschr. d. Natur- u. Heilkunde. Abth. f. Zool. u. Palaeont. Bd. 2. Febr. 1851 No. 270, 37 — 39. — [Bericht über Sundevall 902I. * F. Fülleborn s. Reichenow 708, 718, 722 a. 270. H. Gadow, Die im Museum zu Lissabon befindlichen Vouel der westafrikanischen Besitzungen Portugal- von Prof. Barboza du Bocage, übersetzt und zusammen- gestellt: Journ. Ornith. XXIV. 1876, 285—317, 401—441. ■■ Galinier s. Ferret 234 — Guerin 296. 271. C. G. Giebel, Über einige westafrikanische Vögel: Zeitschr. Ges. Naturw. 1876, 72 bis 76. — [Sammlung v. Koppenfels|. * W. Giffard s. Martert 333, 334. 272. E. H. Giglioli, Note intorno agli animali vertebrati raecolti dal Conte A. Boutourline e dal Dr. L. Traversi ad Assab e nello Scioa negli anni 1884— 1887. Uccelli: Ann. Mus. Civ. Genova (2.) VI. (26.) 1888, 26—65. * — s. auch Salvadori 754. * D. Gill s. Penrose 581. 273. C. A. Gordon, Notes 011 the Habits of some Birds collected on the Coast of Western Africa: Jardine's Contrib. Ornith. 1849, 1— 13. 274. J. Gould, On a new species of Musophaga: Proc. Zool. Soc. London XIX. 1851,93. 275. — On a new species of Musophaga: Jard. Contr. Orn. 1851, 137—138 T. 81. 276. — On a new species of Musophaga: Proc. Zool. Soc. London XXII. 1854, 23—24. 277. J. A. Grant, A Walk across Africa or Domestic Scenes from my Nile Journal. London 1864. — [Eingestreut einzelne Bemerkungen über Lebensweise und Ver- breitung erlegter Vogelarten, siehe S. 36, 37, 46, 47, 64, 65, 93, 126, 127, 171, 172, 240, 241. 255, 306, 341 1. Reich enow, Die Vögel Afrikas. Schriften — L — Gurney 278. J. A. Grant, Summary of Observation* nn the Geography, Climate and Natural Hisrory of the Lake Region of Equatorial Africa made by the Speke and Grant Expedition 1860 — 1863: Journ. Geogr. Soc. London 1872, 243 — 342. — [Auf S. 315 bis 327 Übersicht der Vögel], * — s. auch Hartlaub 370. 279. W. R. Ogilvie Grant, On some new and rare Fraucolins: Ibis (6) II. 1890, 345 bis 350 T. X. u. XI. 280. — |On Francolinus hubbardi 11. sp.]: Bull. Brit. Orn. Club No. XXV March J895 u. Ibis 17.) I. 1895, 378. 281. — Notes on some Birds from the higher mountains of Nyika, vvest of Lake Nyasa, British Central Africa, with a description of a new Species of Francolin (Francolinus crawshayi). With Field Notes by R. Crawshay: Ibis (7.) II. 1896, 482—489. T. XII. 282. — [On Francolinus kikuvensis n. sp.]: Bull. Brit. Orn Club No. XLI. Jan. 1897 u. Ibis (7.) III. 1897, 258. 283. — [On a new Species of Rough-winged Swallow from Central Africa]: Bull. Br. O. C LXIV. July 1899 u. Ibis (7.) V. 1899, 643. 284. — [On a new Species of Thick-knee from Southern Arabia]: Bull. Brit. O. C. LXVI, Nov. 1899 u. Ibis (7.) VI. 1900, 193. — |ges- von A. B. Percival u. W. Dodson|. 285. — On the Birds collected during an Expedition through Somaliland and Southern Abyssinia to the Bitte Nile. With Field-notes by Lord Lovat: Ibis (7.) VI. 1900, 115- '7 8 > 3°4— 337- T. IL— VI. — [s. Salvadori 752]. 286. — [On a new Shrike from Arabia]: Bull. Brit. Orn. Club LXIX. Februarv 1900 u. Ibis (7.) VI. 1900, '379. 287. W. R. Ogilvie Grant and H. O. Forbes, The Expedition to Sokotra. Descriptions of the New Species of Birds: Bull. Liverpool Mus. II. 1899, 2 — 3. 288. G. R. Gray, Descriptions of a few West-African Birds: Ann. Nat. Hist. X. 1862, 443 — 445. — [Ober Burton's Sammlung vom Kamerungebirge]. 289. — Notice of a New Species of Turacus from Eastern Africa: Proc. Zool. Soc. London XXXII. 1864, 44 — 45. 290. — On a New Species of Prionops: ebenda XXXII. 1864, 45. 29t. — On a New Species of Smithornis: ebenda XXXII. 1864, 143 T. XVI. 292. J. W. Grill, Zpologisca anteckningar under en resa i södra delarne of Caplandet aren 1853— 1855 of J. F. Victorin: Kgl. Svenska Vetensk. Akad. Handl. B. 2 No. 10 1858. 293 — J. F. Victorins Resa i Kaplandet Aren 1853 — 1855. Jagt- och Naturbilder ur den aflidne unge Naturforskarens Bref och Uagböcker. Stockholm 1863. — [Eingestreute ornithologische Beobachtungen]. * — s. auch Victorin 988. 294. W. Gueinzius, Aus dem Vogelleben Süd-Afrika's: Journ. Ornith. XXI. 1873, 434—446. 295. Guerin Meneville, Oiseaux nonveaux d'Abyssinie: Kev. Zool. 1843, '6i — s ^ 2 - 296. — Oiseaux nonveaux decouvertes par MM Ferret et Galinier penclant leur voyage en Abyssinie: ebenda, 321 — 322. 297. J. H. Gurney, List of Birds reeeived from Ibadan, in Western Africa: Ibis I. 1859, 152 — 153. — |Betrifft eine Sammlung von D. Hinderer]. 298. — List of a Collection of Birds from the Colony of Natal in South-eastern Africa: Ibis I. 1859, 234 — 252 T. VII. — [Sammlung Ayres|. 299. — Note on Pel's Owl (Scotopelia peli): Ibis I. 1859, 445 — 447 T. XV. 300. — On Birds collected in the Colony of Natal in South-eastern Africa: Ibis II. 1860 203 — 221. — [Sammlung Ayres]. 301. — On some additional Species of Birds reeeived in Collections from Natal: Ibis III 1861, 128 — 136. — [Sammlung Ayres], 302. — An additional List of Birds reeeived from Natal: Ibis IV. 1862, 25 — 39 T. III. — [Sammlung Ayres|. Schriften — LI Harris 303. J. H. Gurney, A Fourth additional List of Birds received from Natal: Ibis IV. 1862, 14g — 158 T. IV. u. V. - [Sammlung Ayres|. 304. — Remarks 011 the Lesser Buzzard of South Africa and its Congeners: Ibis IV 1862, 361—363. 305. — |Note on Hirundo monteiri]: Ibis V. 1863, 116 — 117. 306. — A Fifth additional List of Birds from Natal: Ibis V. 1863, 320 — 332 T. VIII. u. IX. — [Sammlung Ayres|. 307. — A Sixth additional List of Birds from Natal: Ibis VI. 1864, 346—361 T. IX. - [Sammlung Ayres|. 308. — A List of Birds collected in Damara Land by Mr. C. J. Andersson: Proc. Zool. Soc. London 1864, 1 — 8. 309. — An additional List of British Birds found in South Africa: Zoologist 1864, 9247 — 8. 310. — A Seventh additional List of Birds from Natal: Ibis (new Series) I. 1865, 263—276. — |Sammlung Ayres|. 311. — An Eighth additional List of Birds from Natal: Ibis In. S.) IV. 1868, 40— 52 T. II. — [Sammlung Ayres|. 312. — Notes on Mr. Layard's „Birds of South Africa": Ibis (n. S.) IV. 1868, 135 — 164, 253 — 265 T IV. u. T. VIII. Correction S. 471. 313. — A Ninth additional List of Birds from Natal: Ibis (n. S.) IV. 1868, 460 — 471 T. X. — [Sammlung Ayres|. 314. — On a Raptorial Bird transmitted by Mr. Andersson from Damara Land: Trans. Z. S. London VI. 1869, 117—118 T. XXIX. 315. — Remarks on certain Species of Abyssinian Birds: Proc. Zool. Soc. London 1871, '47 — l 49 316. — Letter from: Ibis (3). I. 1871, 103. 317. — A Tenth additional List of Birds from Natal: Ibis (3). III. 1873, 254 — 259. - [Sammlung Ayres|. 318. -- Note on the Immature Plumage of Dryotriorchis spectabilis: Proc. Zool. Soc. London 1880, 621 — 622. LVIII. 319. — A List of Birds collected at or near Mombassa, East-Africa: Ibis (4.) V. 1881. 124 — 128. — [Über eine Sammlung von der Mombassa-Insel und Küste von J. W. Handford|. 320. — A Second List of Birds from Mombassa, East-Africa: Ibis (4.) VI. 1882, 71—75 IVv'ie vorher|. 321. — A List of Birds collected by Mr. W. Ayres in Transvaal and in Umzeilla's Country lying to the North-east of Transvaal, between the 23 rd and 24 th. degree of South. Latitude and the 32 nd and 33 rd of East Longitude, with Notes by the Collector: Ibis (5.) V. 1887, 47-64. 322. — [On some Birds from Kilima-njaro Districtj: Ibis (6.) II. 1890, J26— 129. — |Sammlung E. Fitch|. 323. — [On the supposed identity of Bubo milesi and Otus abyssinicus] : Ibis (6.) II. 1890 262 — 263. * — s. auch Andersson 8 — Ayres J2— 16 — Symonds 962. * O. Haase s. Schreiner 768. * J. W. Handford s. Gurney 319, 320. 324. E. Hargitt, Notes on Vv'oodpeckers. No. IV. On the YVoodpeckers of the Ethiopian Region: Ibis (5.) I. 1883, 401—487 T. XII. 325. — Notes on W'oodpeckers. No. VII. Additional Notes on the YVoodpeckers of the Ethiopian Region: Ibis (5.) II. 1884, 199 — 202. 326. W. C. Harris, Portraits of the Game and Wild Animals of Southern Africa. Delineated from Life in their Nativc Haunts. London 1840. folio. — [Auf T. X. S. 43 Abbildung und Beschreibung des südafrikanischen Strausses]. IV* Schriften — LH — Hartlaub 327. W. C. Harris, The Highlands of Aethiopia Part. II. London 1844. 328. E. Hartert, Ornithologische Ergebnisse einer Reise in den Niger-Benue-Gebieten: Journ. Ornith. XXXIV. 1886, 570—613. 329. — On a little-known Species of Lark of the ge'nus Otocorys: Ibis (6.) IV. 1892, 522—523 T. XIII. 330. — On some Birds from the Congo Region: Nov. Zool. II. 1895, 55 — 56. — [Sammlung W. Bonny|. 331. — List of an ornithological colleetion made bv Dr. Percy Rendall on the Upper Shire River, near Fort Johnston, and on the shores of the southern parts of Lake Nyassa: Novit. Zool. V. 1898, 70-83. 332. — On the Birds colleeted by Dr. Ansorge during his recent stav in Africa: Ansorge, Under the African Sun. Appendix 325 — 355 T. II London 1899. 333. — [On three new Birds collected by W. Giffard near Gambaga]: Bull. Br. O. C. LXV. Oct. 1899 u. Ibis (7.) VI. 1900, "181. 334. — List of a Colleetion of Birds made at Gambaga in the Gold Coast Hinterland, by Capt. W. Giffard: Novit. Zool. VI. 1899, 403 — 422. 335- — [On a new Spine-tailed Swift|: Bull. Brit. O. Cl, I.XX. March 1900 u. Ibis 17 1 VI. 1900, 531. — |Ges. von A. Mocquerys|. 336. — Another small Contribution to African Ornithology: No\'it. Zool. VII. 1900, 25 bis 53. — [Sammlung W. J. Ansorge|. 337. G. Hartlaub, Berichtigungen zu Rüppell's systematischer Übersicht der Vögel Nord Ost-Afrikas: Isis 1846, 483—489. 338. — Description de cinq nouvelles especes d'Oiseaux de l'Afrique occidentale: Rev Zool. 1848, 108 — 110. 339. — Description de quelques especes d'oiseaux de l'Afrique occidentale: Mag. Zool. 1849, 494. 340. — Beitrag zur Ornithologie Westafrica's: Yerz. d. öffentl. u. Privatvorlesungen, welche am Hamb. akad. Gymnasium u. s. w. gehalten werden, herausgegeb. v. Prof. Wiebel. Hamburg 1850, 1 — 56 T. 1— XI. — Zweiter Beitrag: ebenda, 57 — 68. 341. — Ornithology of the Coasts and Islands of Western- Africa: Jardine's Contrib. Ornith. 1850, 129—140. — [S. Strickland]. 342. — [On Cypselus affinis]: ebenda 1851, 157 — 158. 343. — Zur geographischen Verbreitung der Gattung Turacus: Archiv 1. Naturgeschichte 1852, 18 — 21. 344. — On the geographica! distribution of the genus Turacus: Jard. Contrib. Ornith. l8 52, 77—8o. 345. — Description of Sigmodus canieeps Bp.: ebenda 1852, 139-140. 346. — Versuch einer synoptischen Ornithologie Westafrica's: Journ. Ornith. I. 1853, 385—400, II. 1854, 1—32, 97—128, 193—218, 289—308. 347. — Note sur les Lamprotornithinae: Rev. Mag. Zool. 1853, 346. 348. — Beschreibung einiger neuen, von Herrn H. S. Pel, holländischem Residenten an der Goldküste, daselbst gesammelten Vögelarten: Journ. Ornith. III. 1855, 353 — 360. 349- — Systematisches Verzeichnis der von Herrn H. S. Pel auf der Goldküste zwischen Cap Tres Puntas und Accrah gesammelten Vögel: ebenda III. T855, 360—361. 350. — Über Chettusia crassirostris Fil: ebenda III. 1855, 427. 351. — [Rectifications ornithologiques]: Rev. Mag. Zool. 1855, 155. 352. — System der Ornithologie Westafrica's. Bremen 1857. 353- - Über drei neue Vögel Westafrica's: Journ. Ornith. VI. 1858, 41—43. 354- — Eine Wochenstube in der Ornithologie. Nach Livingstone mitgetheilt: ebenda VI. 1858, 166—168. Schriften — LUI — Hartlaub 355. G. Hartlaub, Über eine neue Art der Gattung Irrisor: ebenda VI. 1858, 445. 3^6. — On new Species of Birds from Western-Africa in the collection of the British Museum: Proc. Zool. Soc. London XXVI. 1858, 291 — 293 u. Ann. Mag. N. H. (3.) II. l8 5 8 . 47°— 472- 357. — Monographische Übersicht der Glanzstaare (Lamprotornithinae) Africa's: Journ. Ornith. VII. 1859, 1 — 36, no — tu. 358. — Über Bradyornis Smith und Sigelus Gab.: ebenda VII. 1859, 321 — 325. 359. — Systematische Übersicht der Vögel Madagaskars. Anhang: ebenda VIII. 1860, 180. — |Über 9 von W. Bojer auf Sansibar und Pemba gesammelte Arten]. 360. — Drei neue afrikanische Vögel der Pariser Sammlung: ebenda VIII. 1860, 340 bis 341. 361. — Sur 1111 nouveau genre et unc nouvelle espece d'oiseaux de l'Afrique occidentale: Revue Zool. 1860, 82. 362. — Über einige neue Vögel Westafrieas: Journ. Ornith. IX. 1861, 11 — 13. 363. — Berichtigungen und Zusätze zu meinem „System der Ornithologie Westafrica's" : ebenda IX. 1861, 97 — 112, 161—176, 257 — 276. 364. — On a New Bird from Western Africa: Ibis III. 1861, 321 — 323 T. XI. 365. — On some new or little-known Birds from the Cape Colony: Ibis IV. 1862, 143 bis 149. — [Sammlung Layard|. 366. — On some Birds collected by J. II. Speke at Kazeh in eastern Africa: Proc. Zool. Soc. London 1863, 105 — 106. 367. — Über eine neue Tauben- und neue IIvphantornis-Art vom Gabon: Journ. Ornith. XIII. 1865, 97. 368. — Descriptions of Seven New Species of Birds discovered by Mr. J. J. Monteiro in the Province of Benguela, Angola, West-Africa: Proc. Zool. Soc. London 1865, 86-88 T. IV— VI. 369. — On Two New Species of African Birds: ebenda 1865, 428—429 T. XXIII. 37 0. — On a New Species of Francolin discovered by Messrs. Speke and Grant in Central-Africa: ebenda 1865, 665 — 667 T. XXXIX. 371. — On two New Species of South African Saxicola: ebenda 1865, 746—747. - |Sammlung Layard). 372. — Zwei neue afrikanische Vögel: Journ. Ornith. XIV 1866, 36—37. 373. — On a New Genus of African Birds: Ibis (n. S.) II. 1866, 139—140 T. VI. 374. — On a New Species of the Genus Crateropus: Proc. Zool. Soc. London 1866, 435-436 T. XXXVII. 375. — Über eine neue Numida. Nach brieflichen Mitteilungen von Jules Verreaux übersetzt: Journ. Ornith. XV. 1867, 36—37. 37 6. — Report on a collection of birds formed in the island of Zanzibar by Dr. J. Kirk: Proc. Zool. Soc. London 1867, 823 — 828. 377. — [On Nectarinia phaeothorax and Numida verreauxi]: Ibis (n. S.) VI. J870, 443—444. 378. — Die Glanzstaare Afrika's, monographisch bearbeitet: Abhandl. naturw. Ver. Bremen IV. 1874, 35—98. 379. — Description of a new Species of Pytelia: Ibis (3.) IV. 1874, 166—167. — [Ge- sammelt von Reichenow|. 380. — On a new Species of Notauges (N. hildebrandti Gab.): Proc. Zool. Soc. London 1878, 721. 381. — On Agapornis swinderniana: Ibis (4.) III. 1879, 84 — 86. 382. — Über einige seltene Vögel der Bremer Sammlung: Journ. Ornith. XXVII. 1879, 187—194. Schriften — [,]\ T — Hartlaub 383. G. Hartlaub, On some new Birds discovered and collected by Dr. Emin Bey in Central Africa, betvveen 5 and 2" N. lat., and 31" and 32" E. long.: Proc. Zool. Soc. Eondon 1880, 624—627 T. EX 384. — Über einige neue von Dr. Emin Hey, Gouverneur der Aequatorial-Provinzen Aegyptens, um Eado, Central-Africa entdeckte Vögel: Journ. Ornith. XXYIII. 1880, 210—214. 385. — Vorläufiges über einen neuen Webervögel: ebenda XXVIII. 1880. 325. 386. — On the Birds collected in Soeotra and Southern Arabia by Dr. Emil Riebeck: Proc. Zool. Soc. Eondon 1881, 953 — 959. 387. — Beitrag zur Ornithologie der östlich-äquatorialen Gebiete Africa's. Nach Sendungen und Noten von Dr. Emin Bev in Ladö: Abh. naturw. Ver. Bremen VII. 1881, 83—128 T. V. 388. — Diagnosen neuer Arten aus Centralafrika, gesammelt von Dr. Emu Bey: Ornith. Centralbl. 1882, 91-92. 389. — Zweiter Beitrag zur Ornithologie der östlich-äquatorialen Gebiete Africa's. Nach Sendungen und Noten von Dr. Emin Bey in Ladö: Abh. naturw. Ver. Bremen VIII. 1882, 183—232 T. V. 390. — Über einige neue Vogel aus dem oberen Nilgebiete: Journ. Ornith. XXX. 1882, 321 — 329 T. t. — [Sammlung von Emin], 391. — Die Gattung Hyliota Sw. Monographische Studie: ebenda XXXI. 1883, 321 — 333. 392. — Diagnosen einiger neuer Vögel aus dem östlich-äquatorialen Africa: ebenda XXXI. j883, 425-426. — [Sammlung von Emin Pascha]. 393. — On a new Species of Wryneck, discovered in Eastern Equatorial Africa by Dr. Emin Bey: Ibis (5.) II. 1884, 28-30 T. III. 394. — On a new Species of Salpornis from Eastern Equatorial Africa: Proc. Zool. Soc. London 1884, 415—417 T. XXXVII. 395. — On a new African Pigeon of the Genus Tympanistria: Ibis (5.) IV. 1886, 2 — 4. 396. — On a new Species of Barbet of the Genus Trachyphonus: Ulis (5.) IV. 1886, 105— 1 12 T. V. 397. — Deseription de trois nouvelles especes d'Oiseaux rapportees des environs du Lac Tanganyka (Afrique Centrale) par le Capitaine E. Storms: Bull. Mus. Roy. Hist. Nat. Belgique IV. 1886, 143—146 T. III. u. IV. 398. — Aus den ornithologischen Tagebüchern Dr. Emin I'aseha's: Journ. Ornith. XXXV. 1887, 310-311. 399. — Dritter Beitrag zur Ornithologie der östlich-äquatorialen Gebiete Afrikas: Zool. Jahrb. II. 1887, 303-348 T. XI— XIV. 400. — Aus den ornithologischen Tagebüchern Dr. Emin Pascha's: Journ. Ornith. XXXYII. 1889, 46—50. 401. — Ornithologische Beiträge. II. Zu Salpornis. III. Kritisches zu Dryoscopus : ebenda XXXVII. 1889, 114—120. 4.02. — Über einige neue von Dr. Emin Pascha im Inneren Ostafrikas entdeckte Arten: ebenda XXXVIII. 1890, 150-154. 403. — [On the distinetness of Habropyga tenerrima and nonnula]: Ibis (6.) II. 1890, 263. 404. — Vierter Beitrag zur Ornithologie der östlich-äquatorialen Länder und der öst- lichen Küstengebiete Afrikas: Abh. naturw. Ver. Bremen XII. 1891, 1 — 46. 405. — [Symplectes mentalis n. sp.|: Journ. Ornith. XXXIX. 1891, 314. — [Gesammelt von Emin]. 406. — On a new Species of Flvcatcher of the Genus Hyliota: Ibis (6 ) IV. 1892, 373 bis 374 T. VIII. * — s. auch Finsch 242 — v. Heuglin 420 — Sclater 781 — Schweinfurth 770 — Strik- land 954. Schriften — LV — v. Heuglin 407. G. Hartlaub and J. J. Monteiro, On some Birds collected in Angola: Proc. Zoo] Soc. London 1860, 109 — 112 T. CLXI. 408 R. Hartmann, Reise des Freiherrn Adalbert von Barnim durch Nord-Ost-Afrika in den Jahren 1859 und 1860. Ouarto Berlin 1863. — [Eingestreut zahlreiche ornitho- logische Beobachtungen]. 409. — Skizze der Landschaft Scnnar: Zeitschr. f. Allg. Erdkunde 1863, 1 — 40. — [Auf S. 21 — 25 die Vögel|. 410. — Ornithologische Reiseskizzen aus Nord-Ost-Afrika: Journ. Ornith. XI. 1863, 229 bis 240, 299—320, 461—474; XII. 1864, 143—160, 225—239. 411. — Orazio Antinori: Beschreibung und Verzeichniss einer von Mai 1859 bis Juli 1861 in Nord-Central-Afrika angelegten Vögel-Sammlung. Aus dem Italienischen auszugs- weise übersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen: ebenda XIII. 1865, 67 bis 77, XIV. 1866, 112 — 129, igt — 208, 235 — 244; XV. 1867, 94 — 106; XVII. 1869, 327—333- 412. R. Med. Hawker [On two new Birds from Somaliland]: Bull. Brit. Orn. Club LIV. May 1898 u. Ibis (7.) IV. 1898, 439. 413. — List of a small Collection of Birds made in the Vicinity of Lahej, in Southern Arabia: Ibis (7.) IV. 1898, 374 — 376. 414. — On the Results of a Collecting-Tour of Three Months in Somaliland: Ibis (7 ) V. 1899, 52—81 T. II. u. Karte. * Haynes s Sharpe 810. 415 Hedenborg, Über Tiere aus dem Sennaar: Isis 1839, 5 — 9. * — s. auch Sundevall 958. * F. Heine s. Cassin 197. * F. G. Hemprich s. Dresser u. Blanford 213 - Ehrenberg 218. 416. Th. v. Heuglin, Reisebericht aus Chartuni vom 25. Oktober 1852: Stzb. Math Xal. Cl. Ak. Wiss. Wien 1852, 915—920 T. 1. 417. — Systematische Übersicht der Vögel Nord-Ost-Afrikas mit Einschluss der Arabischen Küste, des Rothen Meeres und der Nil-Quellen-Länder südwärts bis zum IV. Grade Nördl. Breite: Stzb. Math. Naturw. Classe Ak. Wiss. Wien. Bd. XIX. 1856, 255—324. 418. — Reisen in Nordostafrika Tagebuch einer Rei>e von Chartum nach Abyssinien mit besonderer Rücksicht auf Zoologie und Geographie. Gotha 1857. — [Enthält eine Aufzählung der gesammelten Vögel]. 419. — Die Bajuda-Steppe: Mitth. aus J. Perthes' Geogr. Anst. 1859, 468. 420. — List of Birds observed and collected during a voyage in the Red Sea. Ed. and translated by G. Hartlaub: Ibis I. 1859, 337 — 352. 421. — On new or little-known Birds of North-Eastern Africa: Ibis II. 1860, 407—414 T. XV.; III. 1861, 69—76, 121 — 128 T. IV. u. V. 422. — [Letter from|: Ibis IL 1860, 430. 423. — On a new African Spccies of the Genus Zosterops: Ibis III. 1861, 357—361 T. XIII. 424. — Forschungen über die Fauna des Rothen Meeres und der Somäli-Küste. Ein systemat. Verzeichniss der Säugethiere und Vögel, welche in diesen Regionen bis- her beobachtet worden sind, mit Rücksicht auf ihre geogr. Verbreitung: Mitth. aus J. Perthes' Geogr. Anst. 1861, 11—32. — [Auf S. 19—30 Übersicht der Vögel]. 425. — Über einige ornithologische Sammlungen vom Ruthen Meer und der abyssinischen Küste bis Tigreh: Journ. Ornith. IX. 1861, 193 — 197. 426. — Beiträge zur Ornithologie Nord-Ost-Afrikas: ebenda IX. 1861, 417—431; X. 1862, 24—42, 285—307; XL 1863, 3—29. 427. — Th. v. Heuglin's Expedition nach Inner Afrika. Siebenter Bericht: aus Keren in den Bogos-Ländern: Mitth. aus Perthes' Geogr. Anst. 1862, 15—29.— |Auf S. 26 bis 28 Ornithologisches]. Schriften — I.YI — v. Heuglin 428. Th. v. Heuglin, Ausflug der Herren Th. v. Heuglin, Dr. Steudner und II. Schubert von Adoa nach Axum, Nov. 1861: Mitth. aus Perthes' Geogr. Anst. J862, 142 — 145. — [Am Schlüsse Ornithologisehes|. 429 - - Reise der Herren Th. v. Heuglin, Dr. Steudner und H. Schubert von Adoa nach Gondar in Abessinien: ebenda, 24t — 246. — |Über vertikale Verbreitung der Vögel in Abessinien S. 244 — 246I. 430. — Reise der Herren Th. v. Heuglin, Dr. Steudner und H. Schubert von Djenda in Abessinien nach Chartum: ebenda, 381 — 387. — [Am Schlüsse Ornithologisch.es). 431. — |Letter from|: Ibis IV. 1862, 383 — 384. 432. — Neue Vogel-Arten und Hühner: Mitth. aus Perthes' Geogr. Anst. Extrah. [863, 111. 433. — Ornithologische Beobachtungen vom Bahr el abiad und Bahr el ghasal : Journ. Ornith. XI. 1863, 161 — 170. 434. — Ornithologische Beobachtungen aus Central- Afrika: ebenda XI. 1863, 270 — 276. 435. — Die Tinne'sche Expedition im Westlichen Nil-Quellgebiet 1863 u. 1864: Mitth. aus J. Perthes' Geogr. Anstalt. Ergänzungsband III. 1863 u. 1864. — [Auf. S. 33 bis 40 Ornithologische Miscellen und Notizen über den Vogelzug in Nordost- Africa]. 436. — Description of a new African Plover: Ibis V. 1863, 3r — 32 T. II. 437- — [News of]: Ibis V. 1863, 117; VI. 1864, 232. 438. — |On Ciconia pruyssenaeri| : Ibis VI. 1864, 430. 439. — Ornithologische Miscellen aus Central-Afrika: Journ. Ornith. XII. 1864, 241 — 276. 440. — Über Alcedinen und Meropiden Nordost- Afrika's: ebenda XII. 1864, 329 — 336. 441. — Notizen über den Vogelzug im Herbst 1864, sowie die ornithologischen Vor- kommnisse in den Ländern der Bischärin, Omäräb und Iladendoa zwischen Berber und Sauakim: ebenda XIII. 1865, 42 — 45. 442. — Nachträge zu den ornithologischen Berichten vom Bahr-el-abiad: ebenda XIII. 1865, 98 — 100. 443. — Ornithologische Miscellen aus Central Afrika: Mitth. aus J. Perthes' Geogr. Anstalt. Ergänzungsband III. No. 15 1865, 33—38. - - |Über Sammlungen des Frl. Tinne|. 444. — Berichtigungen und Noten zu Antinori's Katalog der nord-ost-afrikanischen Vögel: Journ. Ornith. XV. 1867, 198 — 207. 445- — Die Brutcolonien des Archipels von Dahlak: ebenda XV. 1867, 281—286. 446. — Über die ornithologischen Arbeiten des Herzogs Paul Wilhelm von Württem- berg, während seiner Reise in die oberen Nil-Länder: ebenda XV. 1867, 289—304. 117- — Synopsis der Vögel Nord-Ost-Afrikas, des Nilquellengebietes und der Küsten- länder des Rothen Meeres: ebenda XV. 1867, 361-398; XVI. 1868, 1 — 21 T. r, 73 bis 100, 217—235, 305 — 328; XVII. 1869, 1 — 18, 145—168. 448. — Reise nach Abessinien, den Gala-Ländern, Ost-Sudan und Chartum in den Jahren 1861 und 1862. Jena 1868. — [Eingestreut zahlreiche ornithologische Beobachtungen!. 449. — Note on Hypocolius ampelinus Bp.: Ibis (n. S.) IV. 1868, 181- 183 T. V. 450. — Note on Cichladusa arquata and C. guttata: Ibis (n. S.) IV. 1868, 280— 282 T. IX. 451. — The Malurinae of North-eastern Africa: Ibis (n. S.) V. 1869, 79- 107, 129—143 T. I-III. 452. -- Zoogeographische Skizze des Nil-Gebiets und der Küstenländer des Rothen Meeres und Golfes von Aden: Mitth aus J. Perthes' Geogr. Anstalt 1869, 406 bis 418 T. 21. 453- — Reise in das Gebiet des Weissen Nil und seiner westlichen Zuflüsse in den Jahren 1862—1864. Leipzig und Heidelberg 1869. — [S. 331 — 349 Vögel. | 454- — Ornithologie Nordost-Afrika's, der Nilquellen- und Küsten-Gebiete des Rothen Meeres und des nördlichen Somal-Landes. 1. Band. Cassel. 1869; 2. Band 1871. Schriften — LVII — Jesse 455. Th. v. Heuglin, Über die rothäugige Drossel, Turdus olivacinus Bp.: Journ. Ornith. XIX. 1871, 206 — 208. 456. — Viaggio dei Signori O. Antinori, O. Beccari ed A. Issel nel Mar Rosso, nel territorio dei Bogos, e regioni circonstanti, durante gli anni 1870 — 71. Catalogo degli Uccelli, compilato per cura di O. Antinori et T. Salvadori. Genova 1873: ebenda XXIII. 1875, 52-58. 457. — [Briefliches aus Nordost-Afrika]: ebenda XXIV. 1876, 212 — 214. 458. — Reise in Nordost-Afrika. Schilderungen aus dem Gebiete der Berti Amer und Habab nebst zoologischen Skizzen und einem Führer für Jagdreisende. 2 Bände. Braunschweig 1877. — [Vögel Bd. 2 S. 143 — 270 u. 2 Taf.]. * — s. auch Sharpe 797. * E. T. Higgins s. Sharpe 790, 792, 795, 798. * J. M. Hildebrandt s. Cabanis 173, 174. ;: B. Hinde s. Sharpe 798. 459. S. L. Hinde, On Birds observed near Machako's Station, in British East Africa. With Notes by R. B. Sharpe: Ibis (7.) IV. 1898, 576—587. * D. Hinderer s. Gurney 297. 460. E. Holub, Über die Vogelwelt Südafrikas (Vortrag): Mitth. Orn. Ver. Wien VI. 1882, 1—7. 461. — Von der Capstadt ins Land der Maschukulumbe. Reisen im südlichen Afrika in den Jahren 1883 — 87. Wien 1889. — [Eingestreut Beobachtungen über die Lebens- weise südafrikanischer Vögel|. 462. E. Holub u. A. v. Pelzeln, Beiträge zur Ornithologie Südafrikas. Mit besonderer Berücksichtigung der von Dr. Holub auf seinen südafrikanischen Reisen gesammelten und im Pavillon des Amateurs zu Wien ausgestellten Arten. Mit 2 Tafeln, Holz- schnitten und 32 Zinkographien. Wien 1882. * H. C. V. Hunter s. Shelley 885 — Willoughby 1000. 463. F. J. Jackson |Dryoscopus pringlii n. sp.[: Bull. Br. Orn. Club XI. Oct. 1893 u. Ibis (6.) VI. 1894, 117.' 464. — On a Collection of Birds from Witu, British East Africa. With Notes by R. B. Sharpe: Ibis (7.) IV. 1898, 133-142. 465. — [On a new species from Nandi]: Bull. Brit. Orn. Club LVI1I. Dez. 1898 u. Ibis (7.) V. 1899, 303. 466. — |On a new species from Nandi|: ebenda LXIII. May 1899 u. Ibis (7.1 V. 1899. 447. 467. — List of Birds obtained in British East Africa; With Notes by R. B. Sharpe: Ibis (7) V. 1899, 587-640 T. XII— XIII. * — s. auch Sharpe 835—837 — Shelley 884. 468. J. S. Jameson, Story of the Rear Column of the Emin Pascha Relief Expedition. 8" 1890. — [Ein Naturwiss. Appendix, in welchem S. 392—422 die Vögel von R. B. Sharpe bearbeitet sind]. * — s. auch Shelley 870, 886. 469. W. Jardine, Description of some Birds collected during the last expedition to the Niger: Ann. Mag. N. H. X. 1842, 186—190. — [Betrifft eine Sammlung des Dr. Stanger] 470. — Birds of Western Africa, Hirundo gordoni: Jard. Contrib. Orn. 1851, 141 471. — Birds of Western Africa. Collections of L. Fräser: Contrib. Ornith. 185t, 151 bis 156; 1852, 57—60. 472. — Ornithology of South-Eastern Africa. Natal Collections procured by Mr. M. M'ken: Edinb. New philos. Journ. n. s. IL, 238. 473- w - Jesse, Report on the Zoology of the Abyssinian Expedition: Proc. Zool. Soc. London 1869, 11 1 — 117. * — s. auch Finsch 239. ßeichenow, Die Vögel Afrikas. Iva Schriften _ LVIII — Layard 474. H. Johnston, Report 011 the Natural History of Mossamedes and of South-Western Africa generally; with reference to the proposed Expedition of the Earl of Mavo. London 1882. 475. — The River Congo, from its Mouth to Bölöbö. With a general Description of the Natural History and Anthropology of its Western Basin. Second Ed. London 1884. — [Auf S. 364 — 372 eine Liste der beobachteten Vögel). 476 — The Kilima-njaro Expedition. A record of Scientific exploration in Eastern Equatorial Africa; and a general description of the Natural History, Languages and Commerce of the Kilimanjaro district. London 1886. 477. — British Central Africa: an attempt to give some aecount of a portion of the territories under British influenee north of the Zambesi. London 1897. — |Auf S. 329 — 354 über Vögel]. - s. auch Shelley 875, 876, 88 1. 478. P. E. Isert, Kurze Beschreibung und Abbildung einiger Vögel aus Guinea: Schrift. Ges. Naturf. Freunde Berlin III. 1789, 16 — 20 T. 1. 479. — Fortsetzung der Beschreibung und Abbildung einiger Vögel aus Guinea: Schrift. Ges. Naturf. Freunde Berlin III. 1789, 332 — 335 Taf. 9. • 480 — Description du Musophage violet, Musophaga violacea: Journ. Phys. 34. 1789, 458— 460 (mit Tafel). 481. A. Issel, Viaggio nel Mar Rosso e tra i Bogos (1870). Milano 1872. — [S. 123 Ver- zeichnis der an der Bai von Assab beobachteten Vögel von O. Antinori|. * — s. auch Antinori ro — v. I [euglin 456. * R. Ivens s. Capello 186. * v. Kalckreuth s. Cabanis 174. * P. J. van der Kellen s. Büttikofer 150, 152, 156. 481a. C. Keller, Zur Ornithologie der Somaliländer: Mitt. Thurg. Naturf. Ges. Heft XIII. 1898. 482. J. G. Keulemans, Opmerkingen over de Vogels van de Kaapverdische Eilanden en van Prins-Eiland in de Bocht van Guinea gelegen: Nederl. Tijdschr. v. d. Dierkunde III. 1866, 363—401. 483. F. V. Kirby, In Haunts of Wild Game: A Hunter-Naturalists Wanderings from Kahlamba to Libombo. Edinburgh and London 1896. 8° 567 S. — [Ein Anhang auf S. 557 — 562 enthält Notizen über einige Vögel des Swasi Landes]. 484. J. Kirk, O11 the Birds of the Zambesi Region of Eastern Tropica] Africa: Ibis VI. 1864, 3°7—339- * — s. auch Ilartlaub 376 — Shelley 867. 869. 485. R. König-Warthausen, On the Nidification of certain Birds in North-Eastern Africa: lins II. 1860, 122 — 130, 432 T. V. * Kiese s. Reichenow 698. '•'■• v. Koppenfels s. Giebel 271. :; Krebs s. Lichtenstein 500, 501. ' * E. Kretschmer s. Reichenow 684. 486. M. Kuschet, Abriss einer Beschreibung von Vogeleiern der äthiopischen Ornis: Journ. Ornith. XLIII. 1895, 80 — 89 u. 321— 354 487. F. de La Fresnaye, Ploceus fringilloides : Mag. Zool. Paris 1835, T. 48. * G. Lagden s. Sharp e 830. 488. E. L. Layard, The Birds of South Africa. A descriptive Catalogue of all the known species oecurring south of the 28 the parallel of south latitude. Cape Tovvn and London 1867. 489. — [Letter on the ornithology of St. Helena]: Ibis in. s.) III. 1867, 248—252. 490. — [Letters on South-African Ornithology]: Ibis (n. s.) IV. 1868, 119 — 121, 242 — 248; (11. S.) V. 1869, 458—460. Sehr ften 49' E. 492 — 493 — 494 — 495 — — LIX — Marno L. Layard, Further Notes on South-African Ornithologv: Ibis (n. s.) V. 1869, 68 — 79. — Further Notes on South-African Ornithologv: Ibis (n. s ) V. 1869, 361 — 378. Note on the „Tschagra" of Le Vaillant: Ibis (n. s.) VI. 1870, 460—462. Notes on South-African Ornithology : Ibis (3.) I. 1871, 225 — 230. The Birds of South Africa. New Edition, thoroughly revised and augmented by R. B. Sharpe. London 1875 — 84- — [S. 337 — 528 ist 1882, S. 529—890 ist 1884 erschienen]. * — s. auch Blyth 42 — Gurney 312 — Hartlaub 365, 371 — A. Newton 549. * W. E. Leach s. Tuckey 977. 496. Th. Lefebvre [A. Petit, Ouartin-Dillon et Vignaud]. Voyage en Abyssinie, execute pendant les annees 1839 — 43- 'V. Histoire Naturelle 1850. — Zoologie Tome VI. Oiseaux [par F. Prevost et Ü. Des Murs] S. 41 — 182. — [Behandelt die unter Führung des Leutnants Lefebvre von den mitgenannten Begleitern desselben, Dr. A. Petit und Ouartin-Dillon, gesammelten Vögel]. 497. F. Levaillant, Histoire naturelle des Oiseaux d'Afrique. Paris 1799 — 1808 6 Teile, fol. — T. 1 u. 2, Taf. 1 — 97 enthaltend, sind 1799 erschienen; T. 3, Taf. 98 — 150, 1802; T. 4, T. 151 — 199, 1805; T. 5, T. 200 — 247, 1806; T. 6, T. 248 — 300, 1808. 498. — Naturgeschichte der afrikanischen Vögel. Erster Band. Aus dem Französischen mit Anmerkungen von J. M. Bechstein. Nürnberg 1802. 4". 499 — Naturgeschichte der afrikanischen Vögel. Aus dem Französischen mit An- merkungen von J, R. Forster Halle 1798. * — s. auch Sundevall 960. 500. H. Lichtenstein, Verzeichniss einer Sammlung südafrikanischer Naturalien, welche am 18. August 1834 in öffentlicher Auction versteigert werden sollen. Berlin 1834. — [Sammlung" von Krebs]. 501. — Verzeichniss einer Sammlung von Säugethieren und Vögeln aus dem Kaffernlande, nebst einer Käfer-Sammlung, welche am 14. März 1842 öffentlich meistbietend ver- kauft werden sollen. Berlin 1842. |\Vie vorher]. 502. Ch. Livingstone, Missionary Travels and Researches in South Africa; including a sketch of sixteen years' residence in the interior of Africa and a Journey from the Cape of Good Hope to Loanda on the West Coast; thence across the Continent, down the River Zambesi to the Eastern Oeean. 8° London 1857. 503. D. and Ch. Livingstone, Narrative of an Expedition to the Zambesi and its Tributaries; and of the discovery of the Lakes Shir'wa and Nyassa. London 1865. — [Einge- streute ornithologische Beobachtungen]. * — s. auch Hartlaub 354. 504. L. v. Lorenz, Crateropus wickenburgi n. sp. : Orn. Mntsb. VI. 1898, 198 u. VII. 1899, 27. * E. Lort Phillips s. Phillips. * Lovat s. Weld-Blundell 998. * W. Lühder s. Reichenow 603, 723. * A. Lucan s. Bouvier 129 — Sharpe 856a, 857. 505. J. v. Madaräsz, Description of a new Cinnvris: Ornis V. 1889, 149 T. 3. 506. A. J. Malmgren, [Letter on some South-African Birds]: Ibis (n. S.) V. 1869, 229 — 230. * W. H. Manning s. G. E. Shelley 900. * Marche s. Bocage 87 — Bouvier 128 — Oustalet 561. 507. E. Marno, Ergebnisse einer Reise in Nord-Ost- Afrika: Zool. Garten IX. r868, 81 bis 94, 212—216, 239 — 242. 508. — Reisen im Gebiete des blauen und weissen Nil, im egyptischen Sudan und den angrenzenden Negerländern in den Jahren 1869 bis 1873. Wien 1874. — [Einge- streute Notizen besonders ornithologischen Inhalts auf S. 78, 108, 169, 170 — 189, 270, 279, 280, 291—304, 349, 369, 370, 377, 378, 388— 390I. IVa* Schriften _ LX — Müller 509. E. Marno, Reise in der Egyptischen Aequatorial-Provinz und in Kordofan in den Jahren 1874 — 1876. Wien 1878. — |Einige beobachtete Vogelarten werden auf S. 32, 161 bis 163 aufgezählt]. 510. A. K. Marshall, Notes on a small Collection of Birds from Mashonaland: Ibis (7.) II. 1896, 241 — 246. 511. — Notes on Mashonaland Birds: ebenda VI. 1900, 221 — 270. 512. W. Martin, Notes on the anatomy of Corythaix buffonii: Proc. Zool. Soc. London IV. 1836, 32—34. * v. d. Marwitz s. Reichenow 684, 691, 720. 513. P. Matschie, Der ornithologische Nachlass Dr. Richard Böhms. II. Übersicht über die letzten ornithologischen Sammlungen Dr. Richard Böhm's östlich und westlich des Tanganjika-Sees, unter Berücksichtigung der Tagebücher des Reisenden: Journ. Ornith. XXXV. 1887, 135—159. 514. — [Über einige afrikanische Frankoline]: ebenda XXXVII. 1889, 34a. 515. — |Über die Expedition Oskar Neumann's]: Ornith. Mntsb. II. 1894, 147 — 151. 516. — |Über die zoogeographischen Gebiete der aethiopischen Region| : Stzb. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1898, 86 — 93. * v. Mechow s. Cabanis 179, 182. 517. J. Ch. Melliss, Notes 011 the Birds of the Island of St. Helena: Ibis (n. S.) VI. 1870, 97—107. 518. — [Letter from]: Ibis (3.) I. 1871, 367 — 370. — |Über die auf St. Helena eingeführten Vögel], 519. — St. Helena: a Physical, Ilistorical and Topographical Description of the Island, including its Geology, Fauna, Flora and Meteorology. London 1875. — [Aves S. 87 — 99I. * Miegemarque s. Oustalet 574. 520. J. G. Millais, A Breath from the Veldt. With Illustrations by the Author and a Frontispiece by Sir J. E. Millais. London 1895. 521 A. D. Miliar, Zoological Notes from Natal: Zoologist (4.) III. 1899, 145 — 148. * M. M'ken s. Jardine 472. * Mochler-Ferryman s. Ferryman. * A. Mocquerys s. Hartert 335. * E. Mohr s. Finsch 237. 522. J. J. Monteiro [News of]: Ibis IV. 1862, 93 — 94. 523. — Notes on Birds collected in Angola in 1861: Ibis IV. 1862, 333 — 342 T. XI. 524. — Notes on Birds collected in Benguela: Proc. Zool. Soc. London 1865, 89-96. 525. — Angola and the river Congo. 2 Vol. London 1875. — |Vol. 2 Kapitel VII. einige wenige Notizen über beobachtete Vögel]. * — s. auch Hartlaub 368, 407 — Sharpe 794, 800, 807. 526 J. W. v. Müller, Gruppe der Zwergadler: Naumannia I. 4. Hft. 1851, 24 — 26. 527. — Diagnosen der in dem ersten Bande der Beiträge zur Ornithologie Africa's von J. W. v. Müller enthaltenen neuen Species: ebenda 27 — 29. 528. — Balaeniceps rex. Tagebuchnotiz: ebenda 2. Bd. 1. Hft. 1852, 84 — 87. — [Über- setzung: Jard. Contrib. Ornith. 1852, 91 — 92]. 529. — Beiträge zur Ornithologie Afrika's. [Description de nouveaux oiseaux d'Afrique]. 4". Stuttgart 1853 — 54. — Lief. 1 erschien 1853, Lief. 2 — 5 1854. Bericht s. Journ. Ornith. II. 1854, 349—353, 445-446; Kritik s. Bonaparte 124]. 530. — Systematisches Verzeichniss der Vögel Afrika's: ebenda II. 1854, 385 — 403; III. l8 55. 1— 16, 193—208, 385—400, 449-464; IV. 1856, 113—118. 531. A. Müller. Zur Ornithologie des unteren Congo-Gebietes: Zeitschr. ges. Orn. IV. 1887, 425—434- Schriften — LX1 — Oberholser 532. J. Murie, On the genus Colius; its Structure and svstematic Place: Ibis (3.1 II. 1872, 262—280 T. X. 533. A. Murray, On the recent additions to our knowledge of the Zoology of Western Africa: Rep. Brit. Assoc. Adv. Sc. 25. Meet. 1855, 114 — 117. 534. — Rapport sur quelques additions recentes ä nos connaissances relativement ä la Zoologie de l'Afrique occidentale: l'Institut 25. Nr. 1155 1856, 74 — 76. * O. Des Murs s. Lefebvre 496. 535. O. Des Murs et F. Prevost, Oiseaux de Madagascar et d'Abyssinie: Rev. Zool. 1846, 242—243. 536. O. Des Murs et Pucheran, Description d'une autre espece nouvelle de Guepier: Rev. Zool. 1846, 243 — 244. i: Muzioli s. Salvadori 749. :: Nagtglas s. Sharpe 798. 537. W. v. Nathusius, Über die charakteristischen Unterscheidungszeichen verschiedener Straussen-Eier: Journ. Ornith. XXXIII. 1885, 165—178 T. II. u. III. 538. — Über die Artbezeichnungen der in Deutsch-Ostafrika lebenden Strausse: ebenda XLVI. 1898, 5°5-524- 539. O. Neumann, [Das Vogelleben am Manjara See]: Orn. Mntsb. IL 1894, 49 — 50. 540. — (Briefliches vom Victoria Niansa]: ebenda, 185 — 186. 541. — [Turacus chalcolophus n. sp.|: Orn. Mntsb. III. 1895, ^7- 542. — Neue Arten aus Ost-Afrika: Orn. Mntsb. V. 1897, 191 — 192. 543. — Beiträge zur Vogelfauna von Ost- und Central-Afrika. Die von mir auf meiner Expedition durch die Massailänder und in den Ländern am Victoria Nyansa 1892 bis 1895 gesammelten und beobachteten Vögel: Journ. Orn. XLVI. 1898, 227—305 T. II u. III; XL VII. 1899, 33—74 T. I; XLVIII. 19Ö0, 185—228, 253—313. 544. — Die Helmperlhühner: Ornith. Mntsb. VI. 1898, 17 — 22. 545. — Neue und wenig bekannte afrikanische Vögel: Orn. Mntsb. VII. 1899, 23 — 26. 546. — Die schwarzstirnigen Nigrita-Arten: ebenda, 62 — 63. 547. — Neue und seltene Arten des Genus „Sigmodus" Tem. : ebenda, 89—91. 548. — Beiträge zu einer Revision der Laniarinen: Journ. Orn. XL VII. 1899, 387 — 417. * — s. auch Matschie 515 — Reichenow 680, 692, 724, 725. 549. A. Newton, Additional Notes on Mr. Layard's „Birds of South Africa": Ibis (n. S.) IV. 1868, 265—271. * F. Newton s. Bocage 94, 95, 97 — 104, 107, 109 — Sousa 931, 935. 550. F. Nicholson, On a Collection of Birds from Abeokuta: Proc. Zool. Soc. London 1878, 128 — 131 T. X. — [Sammlung von H. Robin]. 551. — A List of the Birds collected by Mr. E. C. Buxton at Darra-Salam on the coast of Africa opposite Zanzibar: ebenda 1878, 353 — 359. 552. — |On Anthus pallescens]: Ibis (5.) II. 1884, 469. 553- — [On tne Foster parents of Chrysococcyx cupreus]: Zoologist 1897, 142—143. 554. C. Nolte, Zoologische Notizen aus Südafrica: Ber. über d. 22. u. 23. Jahresv. Offenb. Ver. f. Naturk. 1883, 135—145. * H. P. Northcott s. Sharpe 853. 555. F. Oates, Matabele Land and the Victoria Falls. A Naturalist's Wanderings in the Inferior of South Africa. London 1881. — [Appendix von R. B. Sharpe IL Ornitho- logy S. 294—328 T. A. u. B. Zweite Ausgabe 1889 erschienen]. 556. H. C. Oberholser, Notes on Birds from the Cameroons District, West Africa: Proc. Un. St. Nat. Mus. XXII. 1899, 11 — 19. — [Sammlung G. L. Bates]. 557. — A List of Birds collected by Mr. R. P. Currie in Liberia: ebenda 25—37 T. VII. Schriften — LXII — v. Pelzein 558. W. Ogilby, [Descriptions of Mammalia and Birds from the Gambia]: Proc. Zool. Soc. London 1835, 97 — 105. — [Sammlung Rendall|. 559. L. Olphe-Galliard, Les Oiseaux d'Afrique de Levaillant. Critique de cet ouvrage par C. Sundevall. Traduit du suedois: Rev. Mag. Zool. 1865, 153 — 159, 219 — 221, 249—254, 279—285, 323-329, 408—414. :! Oudney s. Denham 206. 560. E. Oustalet, Description d'une nouvelle espece de Merle Bronce (Coccycolius iris): Bull. Soc. Philom. Paris (7.) III. 1878—79, 84^86. 561. — Catalogue Methodique des Oiseaux recueillis par M. Marche dans son voyage sur l'Ogöoue avec description d'especes nouvelles: Nouv. Arch. Mus. (2.) T. II. 1870, 53—148. T. 5—6. 562. — Note sur une petite collection d'oiseaux provenant des lies Loss (Afrique occidentale): ebenda 149-156 T. 7. 563. — Oiseaux nouveaux de l'Afrique Orientale: Bull. Soc. Philom. (7.) V. 1880 — 1881, 161 — 164. 564. — Note sur les oiseaux recueillis dans le pays des Comalis par M. G. Revoil: Mission G. Revoil aux pays comalis. Faune et Flore. Paris 1882. 565. — Description d'especes nouvelles d'oiseaux provenant du Congo: Ann. Sc. Nat. Zool. 17. 1884 Art. 8. — [Sammlung L. Petit]. 566. — Notice sur quelques oiseaux nouveaux du Congo: Naturaliste 1886, 299 — 300. — [Sammlung Brazza]. 567. — Catalogue des Oiseaux rapportes par M. G. Revoil de son deuxieme Voyage aux pays des Comalis (Afrique Orientale). Bibl. de l'Ecole des Hautes Etudes XXXI. art. No. 10 1886, 1—14. 568. — Description de deux nouvelles especes d'oiseaux de l'Afrique Orientale: Natura- liste XII. 1890, 274. 569. — Notice sur quelques especes nouvelles d'oiseaux recueillis par J. Dybowski, dans le cours de son expedition ä travers la region de l'Oubangui : Naturaliste XIV. 1892, 218, 231 — 232. 570. — Notice preliminaire sur les Collections Zoologiques, recueillis par M. Jean Dybowski dans son expedition ä travers le Congo et la region de l'Oubangui. Oiseaux: Naturaliste XV. 1893, 59 — 61, 125 — 129. 571. — Liste des Oiseaux rapportes par M. Delafosse du Baloue: Bull. Mus. d'IIist. Nat. Paris III. 1897, 198 — 199. 572. — Catalogue des Oiseaux recueillis par M. Foa dans la region des Grands Lucs, immediatement au nord du Zambeze moyen: ebenda IV. 1898, 58 — 62. 573. — Liste des Oiseaux recueillis par le R. P. Buleon dans le pays des Eschiras, en 1896, 1897 et 1898: ebenda IV. 1898, 356 — 357. 574. — Catalogue des Oiseaux du Dahomey remis par M. Miegemarque au Museum d'Histoire naturelle, en 1895: ebenda IV. 1898, 361 — 364. * — s. auch Bocage 87. 575. R. Owen, On the anatomy of the Corythaix porphyreolopha: Proc. Zool. Soc. London II. 1834, 3—5. 576. W. K. Parker, On the Osteology of Balaeniceps rex: Trans. Z. S. London IV. 1862, 269— 35 1 T - 64—67. * H. S. Pel s. Hartlaub 348, 349. 577. A. v. Pelzein, Africa-Indien. Darstellung der Beziehungen zwischen der africanisehen und indo-malayischen Vogel-Fauna, nebst allgemeineren Betrachtungen über die geographische Verbreitung der Säugethiere: Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1875, 33-62. 578. — Über eine Sendung von Vögeln aus Central-Africa: ebenda 1881, 111—156. — [Sammlung Emin Bey's|. Schriften — LXIII — Reichenow 579. A. v. Pelzeln, Über Dr. Emin Bev's zweite Sendung von Vögeln aus Central-Africa: Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1881, 605—618. 580. — Über Dr. Emin Bey's dritte Sendung von Vögeln aus Central- Afrika: ebenda 1882, 499 — 512. * — s. auch Holub 462. 58*. F. G. Penrose, Notes on a Collection of Birds' Skins and Eggs made by Mr. D. Gill 011 Ascension Islands: Ibis (4.) III. 1879, 272—282. 1 A. B. Percival s. Ogilvie Graut 284, 286. 582. W. Peters, Über eine neue Art der Gattung Sigmodus: Journ. Ornith. II. 1854, 422. 583. — Über eine neue Art von Spermestes aus Inhambane: ebenda XI. 1863, 401. 584. — Vorläufige Mittheilung über einige neue Vögelarten aus Mossambique: ebenda XVI. 1868, 131— 134. 585. Über zwei neue mit Turdus libonyanus und Cinnyris olivaceus verwandte Arten aus Inhambane: ebenda XXIX. 1881, 49 — 50. 586. J. Petherick, [The Nesting of and Egg of Balaeniceps]: Ibis I. 1859, 470 — 471. 587. Mr. and Mrs. Petherick, Travels in Central Africa, and Explorations of the Western Nile Tributaries 2 Vol. London 1869. — |Notiz über ein Vorkommen von Psittacus erithacus im Niamniamlande S. 280]. * — . s. auch Strickland 953. * A. Petit s. Lefebvre 496. 588 L. Petit, Le Cypselus sharpei: Ornis I. 1885, 585—586. 589. — Note sur l'origine des nids de l'Hirundo Pouchete: ebenda 587 — 588. * — s. auch Oustalet 565 — Sharpe 856 — 857. 590. E. Lort Phillips, [On Merula ludoviciae and Corvus edithae]: Bull. Brit. Ürn. Club No. XXVTI. May 1895; Ibis (7.) I 1895, 383. 591. — On Birds observed in the Goolis Mountains in Northern Somaliland: Ibis (7.) II. 1896, 62—87 T - n. 592. — Narrative of a Visit to Somaliland in 1897, w ' tn Field-notes on the Birds obtained during the Expedition: Ibis (7.) IV. 1898, 382—425 T. VIII— X. 593. — [On new species from Somaliland|: Bull. Brit. Orn. Club LVIII. Dec. 1898 u. Ibis (7.) V. 1899, 303—304. * — s. auch Shelley 878. 594. A. Del Prato, I Vertebrati raccolti nella Colonia Eritrea dal Capitano Vittorio Bottego. Firenze 1891. — [Auf S. 13 — 44 smc ' 2I 5 Vogelarten aufgeführt]. 595. — Le Raccolte Zoologiche fatte nel Congo dal Cap. Guiseppe Corona. Parma 1893. — [Auf S. 8 sind drei Vögel erwähntj. * Preuss s. Reichenow 654, 657, 658, 660, 66 r, 703, 709. * F. Prevost s. Lefebvre 496 — Des Murs 535. * S. T. Pruen s. Tristram 974. * Pucheran s. Des Murs 536. * Quartin-Dillon s Lefebvre 496. * V. Ragazzi s. Salvador] 745, 746. * F. Ratzel s. Schweinfurth 770. * P. Reichard s. Reichenow 619 596. Ant. Reichenow, Briefliche Reiseberichte aus West-Afrika: Journ. Ornith. XX. 1872, 390-392. 597. — Briefliche Reiseberichte aus West-Afrika. III.: ebenda XXI. 1873, 297—303. 598. — Briefliche Reiseberichte aus West- Afrika. IV. Westafrikanische Webervögel: ebenda XXI. 1873, 446 — 454. Schriften — LXIV — Reichenow 599- 600. 601. 602. 603. 604. 605. 606. 607. 608. 609. 610. 611. 612. 613. 6.4. 615. 616. 617. 619. 620. 621. 622. 623 624 625 626 627 628 629 630 631 632 633 634 Ant. Reichenow, [Neue Arten aus West-Afrika]: Journ. Ornith. XXII. 1874, 101 — 104. — |Terpsiphone nigromitrata n. sp.|: ebenda XXII. 1874, 110. — Bericht über die ornithologischen Sammlungen der Expedition nach Westafrika: Correspondenzbl. d. Afrik. Ges. No. 10 1874, 176—187. — [Sammlung Falkenstein|. - [Über zwei neue Vögel aus West-Afrika]: Journ. Ornith. XXII. 1874, 345 — 346. — Zur Vogelfauna Westafrikas. Ergebnisse einer Reise nach Guinea: ebenda XXII. 1874. 353- und XXIII. 1875, J — 5°- — [Criniger falkensteini n. sp.[: ebenda XXII. 1874, 458 — 459. — |Über einen neuen Ammer aus Kamerun|: ebenda XXIII. 1875, 233 T. 2. — [Picus (Campothera) permistus n. sp. aus West-Afrika]: ebenda XXIV. 1876, 95 — 98. — [Sycobius rubriceps n. sp. von West-Afrika]: ebenda XXIV. 1876, 209. — Die ornithologischen Sammlungen der Deutschen Expedition nach der Loango- Küste. Mit einer Einleitung von J. Falkenstein: ebenda XXV. 1877, 1—30. - |Ein neuer Honigkukuk von Westafrika]: ebenda XXV. 1877, 110 — 111. — [Zwei neue Arten von Liberia): ebenda XXVI. 1878, 209. — [Neue afrikanische Vogel|: Ornith. Centralbl. III. 1878, 88 u. journ. Ornith. XXVI. 1878, 354. — Über eine Vogelsammlung aus Malange in Angola, eingesandt von dem Reisenden Otto Schutt: Mitth. Afrik. Ges. Deutschi. Bd. 1 1879, 207—212. — [Vergl. Bocage 86]. — [Upupa africana major n. subsp.]: Ornith. Centralbl. IV. 1879, 72. — Neue Vögel aus Ost-Afrika: ebenda IV. 1879, 107 — 108, I14, 139, 155. — Treron schalowi, eine neue Taubenart: ebenda V. 1880, 108. — Neue Vögel aus Ost-Afrika: ebenda V. 1880, 181. — |Neue Vögel aus Ost-Afrika]: ebenda VI. 1881, 78—79 u. Journ. Ornith. XXIX. '881, 333—334- — |Merops (Melittophagus) böhmi n. sp.]: ebenda VII. 1882, 62 u. Journ. Ornith. XXX. 1882, 233. — Neue Arten aus Ost-Afrika nebst einigen Bemerkungen über Myrmecocichla nigra (Vieill.): Journ. Ornith. XXX. J882, 209 — 212. — [Aus der Sammlung von Böhm und Reichard]. — [Vidua (Linura) fischeri n. sp.]: Ornith. Centralbl. VII. 1882, g\. — |Zwei neue Arten aus Ostafrika]: Journ. Ornith. XXXI. 1883, 221. — Immer Neues aus Afrika: Sonntagsb. d. Norddeutsch. Allgem. Zeitung No. 37. 16. Sept 1883. Siehe auch: journ. Ornith. XXXI. 1883, 399, XXXII. 1884, 238; Mitth. Orn. Ver. Wien VII. 1883, 202; VIII. 1884, 111; Zool. Gart. XXV. 1884, 19—20. — [Bradyornis böhmi n. sp.]: Journ. Ornith. XXXII. 1884, 253. — |Über zwei neue Arten aus Ost- und Central-Afrika]: ebenda XXXIII. 1885,217 — 218. — |Meropiscus gularis australis n. subsp.]: ebenda XXXIII. 1885, 222 u. 468. — |Textor böhmi n. sp. und andere Webervögel]: ebenda XXXIII. 1885, 372 bis 374. — [Pternistes böhmi n. sp.]: ebenda XXXIII. 1885, 465 — 466. — Neue Vogel-Arten aus Inner-Afrika: ebenda XXXIV. 1886, 115 — 116. — |Habropyga poliogastra n. sp.]: ebenda XXXIV. 1886, 121. - |Über Blutschnabelweber (Ilyphantica)]: ebenda XXXIV. 1886, 391 — 394. — [Die zoogeographische Einteilung Afrikas]: ebenda XXXIV. 1886, 396-397. — Monographie der Gattung Ploceus Cuv.: Zool. Jahrb. 1. 1886, 113 — J64 T. 5 — Dr. Fischer's Omithologische Sammlungen während der letzten Reise zum Victoria Njansa: Journ. Ornith. XXXV. 1887, 38—78. - Neue Vogelarten aus dem oberen Kongo-Gebiet: ebenda XXXV. 1887, 213 — 215. — [Sammlung F. Bohndorff], Schriften — LXV — Reichenow 635. Ant. Reichenow, Monographie der Gattung Svmplectes Sws.: Zool. Jahrb. II. 1887, 625-638. 636. — Über eine Vogelsammlung aus dem Kongo-Gebiet: Journ. Ornith. XXXV. 1887, 29g — 309. — [Sammlung von F. Bohndorff]. 637. — Über eine Vogelsammlung aus Ost- Afrika: ebenda XXXVII. 1889, 264 — 286. — (Sammlung Dr. F. Stuhlmann's]. 638. — Bemerkungen über einige afrikanische Arten: ebenda XXXVIII. 1890, 74 — 78. 639. — Die Vögel von Kamerun: ebenda XXXVIII. 1890, 103 — 128. 640. — Die Vogelwelt von Kamerun: Mitth. aus d. D. Schutzgebieten III. 1890, 175 — 197. 641. — Die Vogelwelt von Kamerun: Nach einem Vortrage geh. auf d. Jahresv. d. Allg. D. Ornith. Ges. Berlin 9. Mai 1890: Geflügel-Börse 1890 No. 24, 25, 26. 642. — [Indicator böhmi n. sp.|: Journ. Ornith. XXXIX. 1891, 39. 643. — [Erythropygia hartlaubi n. sp.J: ebenda XXXIX. 1891, 41. 644. — Bemerkungen über afrikanische Arten. IL: ebenda XXXIX. 1891, 61 — 69. 645. — Übersicht der von Dr. Emin Pascha auf seiner Reise von Bagamojo bis Tabora gesammelten Vögel: ebenda XXXIX. 1891, 139 — 164. 646. — [Trachyphonus emini n. sp. u. Nigrita emini n. sp. von Ost-Afrika]: ebenda XXXIX. 1891, 209—210. 647 — (Macronyx aurantiigula n. sp. u. Mirafra albicauda n. sp. von Ost-Afrika] : ebenda XXXIX. 1891, 222 — 223. 648. — Über eine Vogelsammlung aus Togoland: ebenda XXXIX. 1891, 369 — 394. — [Sammlung Büttner|. 649. — |Crateropus sharpei n. sp.]: ebenda XXXIX. 189t, 432. 650. — |Turturoena büttikoferi]: ebenda XXXIX. 1891, 437. 651. — Zur Vogelfauna des Victoria Njansa. Sammlungen Dr. Emin's und Stuhlmann's 1890/91: ebenda XL. 1892, 1 — 60 T. I. 652. — [Balearica gibbericeps, Penthetria asymmetrura u. Andropadus cameroneiiMs 1111. spp.]: ebenda XL. 1892, 126. 653. — |Über die Gattung Trachyphonus und neue Arten aus Central-Afrika]: ebenda XL. 1892, 131— 133. 654. — Zur Vogelfauna von Kamerun. Erster Nachtrag: ebenda XL. 1892, 177 — 195. — [Sammlung Preuss]. 655. — |Neue Arten aus Ost-Afrika]: ebenda XL. 7892, 215. 656. — [Neue Arten von Ostafrika und Kamerun! : ebenda XL. 1892, 218—222. 657. — |Neue Arten von Kameruni: ebenda XL. T892, 225. — [Sammlung Preuss|. 658. — [Pratincola pallidigula n. sp.]: ebenda XL. 1892, 232. — [Sammlung Preuss]. 659. — Zur Vogelfauna von Togoland. Nachtrag: ebenda XL. 1892, 233—236. — ISammlung Büttner|. 660. — [Neue Arten von Kamerun): ebenda XL. 1892, 441—442. — [Sammlung Preuss]. 661. — Zur Vogelfauna von Kamerun: Mittheil, aus den D. Schutzgeb. V. 1892, 86—96. — ISammlung Preuss], 662 — Die von Herrn Dr. Fr. Stuhlmann in Ostafrika gesammelten Vögel: Jahrb. Hamb. Wi^sensch. Anstalten X. 1893, 1—27. 663. — Die Vogelfauna der Umgegend von Bismarckburg: Mitth. aus d. D. Schutzgeb. VI. 1893, Heft 3., 181—206. 664. — Diagnosen neuer Vogelarten aus Central-Afrika: Orn. Mntsb. I. 1893, 29—32, 60 —62. 665. — Glaucidium sjöstedti n. sp. von Kamerun: ebenda I. 1893, 65. 666. — Centropus flecki n. sp. von Damaraland: ebenda I. 1893, 84. Reiclienow, Die Vogel Afrikas. v Schriften — LXVI — Reichenow 667. Ant. Reichenow, Neue afrikanische Arten: Orn. Mntsb. I. 1893, 177 — 178. 668. — Le Martin-Pecheur, du Senegal, appelle Crabier: ebenda I. 1893, 201 — 202. 669. — Malimbus erythrogaster n. sp. von Kamerun: ebenda I. J893, 205. 670. — Zur Vogelfauna von Kamerun. Zweiter Nachtrag: Journ. Ornith. XLII. 1894, 29 bis 43. — [Sammlung Zenker). 671. — Über afrikanische Nashornvögel: ebenda XLII. 1894, 94-96. 672. — Bruchstücke aus Emin Pascha's letztem Tagebuche: ebenda XLII. 1894, 162 — 171. 673. — Bibliographia Ornithologiae Aethiopicae: ebenda XLII. 1894, 172 — 226. 674. — (Berichte über E. Baumanns Sammlungen in Togo]: Orn Mntsb. II. 1894, 65. 112. 146 — 147. 675. — Neue Arten aus Kamerun: ebenda II. 1894, 125 — 126. 676. — |Über den südafrikanischen Strauss]: ebenda II. 1894, 127 — 128. 677. — [Über Dryotriorchis spectabilis|: ebenda II. 1894, 128. 678. — Eremomela baumanni n. sp.: ebenda II. 1894, 757. 679. — Das Helmperlhuhn von Damara Land: ebenda II. 1894, 145 680. — [Lophoceros neumanni n. sp.]: Journ. Ornith. XLII. 1894, 230. 681. — Die Vögel Deutsch-Ost-Afrikas. Mit über 100 in den Text gedruckten, schwarzen und farbigen Abbildungen, nach der Natur gezeichnet von Anna Held. Berlin [894. 682. — [Callene albogularis n. sp.]: Orn. Mntsb. III. 1895, 87. 683. — Neue Arten von Kamerun: ebenda III. 1895, 112 — 113. — |Sammlung Zenker]. 684. — Zwei neue Vögel vom Kilimandjaro: ebenda III. 1895, 187 — 188. 685. — Eine neue Xenocichla: Novit. Zool. II. 1895, 159. 686. — Neue afrikanische Vogelformen im Tring Museum: ebenda II. 1895, 159 — 160. 687. — Eine östliche Abart des Colins indicus: Orn. Mntsb IV. 1896, 4. 688. — Über den Gattungsnamen Sarothrura: ebenda IV. 1896, 4—5. 689 — Bemerkungen über afrikanische Kukuke: ebenda IV. 1896, 53 — 54. 690. — Neues aus Afrika: ebenda IV. 1896, 76—78. 691. — Laniarius nigrifrons n. sp.: ebenda IV. 1896, 95 — 96. 692. — Über einige afrikanische Spechte: ebenda IV. 1896, 130 — 132. 693. — Zur Vogelfauna von Kamerun Dritter Nachtrag: Journ. Ornith. XLIV. 1896, 1 bis 66 T. I — V. — |Sammlung Zenker]. 694. — Diaphorophyia chalybea n. sp.: Orn. Mntsb. V. 1897, 46 — [Sammlung Zenker]. 695. — |Über die Pflegeeltern von Coccystcs serratu's]: Orn Mntsb. V. 1897, 112. 696. — Über eine neue Gattung und Art von Kamerun: ebenda V. 1897, 122 — 123. — [Sammlung Zenker]. 697. — Pyromelana vvertheri n sp.: Orn. Mntsb. V. 1897, ,DO - 698. — Zur Vogelfauna von Togo: Journ. Ornith. XLV. 1897, 1 — 57 Tat. I u. II — [Sammlungen von Baumann, Zech u. Klose|. 699. — [Cinnyris senegalensis lamperti] : ebenda XLV. 1897, 196. 700. — Über Haubenperlhühner (Guttera): Orn. Mntsb. VI. 1898, 1 — 3. 701. — Neue Arten aus Afrika: ebenda VI. 1898, 22 — 23, 82. 702. — [Über eine Sammlung des Dr. Stierling aus Uhehej: ebenda VI. 1898, 88. 703. Guttera sclateri Rchw. 11. sp.; Lecythoplastes n. g. : ebenda VI. 1898, 115 — 116. - [Sammlung Preuss]. 704. — Neue afrikanische Arten: ebenda VI. 1898, 182. 705. — [Neue afrikanische Arten]: Journ. Ornith. XL VI. 1898, 138 — 139. 706. — [Neue afrikanische Arten]: ebenda XL VI. 1898, 313—314. Schriften — LXVII — Rochebrune 707. Ant. Reichenow, Über die auf der Irangi Expedition gesammelten Vögel: Werther, Die mittleren Hochländer des nördl. Deutsch Ost-Afrika. Berlin 1898, 268-280. 708. — Neue Vogelarten: Orn. Mntsb. VII. 1899, 7 9- 709. — Neu entdeckte Arten von Kamerun: ebenda VII. 1899, 40 — 41. 710. — Über einen merkwürdigen Buschwürger von Kamerun: ebenda VII. 1899, 130. 711. — Nachprüfung einiger afrikanischer Arten der Gattung Cinnyris: ebenda VII. J899, 169 — 172. 7T2. — Zur Tierverbreitung in Afrika: ebenda VII 1899, 189 — 190. — [Samml. Thierry|. 713. — Turacus finschi Rchw.: ebenda VII. 1899, 190. 714. — Über afrikanische Raken: ebenda VII. 1899, 191 — 192. 715. — Zur Tierverbreitung in Afrika: ebenda VIII. 1900, 4 — 6. — [Sammlungen von Dr. Fülleborn und Dr. Stierling|. 716. — Zwei neue Arten von Kamerun: ebenda VIII. 1900, 6. — Iges. von G. Conrau|. 717. — Über Sylviella- Arten : ebenda VIII. 1900, 21 — 23. 718. — Neue Forschungen in Deutsch-Ostafrika: ebenda VIII. 1900, 38 — 40. 719 — Barbatula centralis Rchw. n. sp.: ebenda VIII. 1900, 40. 720. — Estrilda marwitzi Rchw. n. sp.: ebenda VIII. 1900, 40. 721. — Über Mesopicos goertae und Verwandte: ebenda VIII. 1900, 58 — 59. 722. — Über Melittophagus cyanostictus und Verwandte: ebenda VIII. 1900, 86—87. 722a. — Neues aus Deutsch-Ostafrika: ebenda VIII. 1900, 98 — 100. ■■'■■■ — g. auch Bocage 86 — Cabanis 185 — Fischer 248 — 252 — Hartlaub 379. 723. Ant. Reichenow und W. Lühder, Briefliche Reiseberichte aus West-Afrika II. : Journ. Ornith. XXI. 1873, 209 — 218. — [Vogelleben der Goldküste]. 724. Ant. Reichenow und O. Neumann, Diagnosen neuer von Oskar Neumann in Ost- und Central-Afrika entdeckter Vogelarten: Orn. Mntsb. III. 1895, 73—76. 725. — Ein neuer Falk von Ost-Afrika: ebenda III. 1895, 114. * S. G. Reid s. Butler 164. 726. J. Reinhardt, On the Affinities of Balaeniceps: Proc. Zool. Soc. London 1860, 377—380. 727. — Some Remarks on the Genus Balaeniceps: Ibis IV. 1862, 158 — 175. 728. — Memoire sur un osselet jusqu'ici inconnu du eräne des Touracos 011 Musopha- gides, aecompagne de quelques remarques sur des os semblables chez d'autres familles d'oiseaux: Vidensk. Meddel. natur. Foreng. Kopenhagen 1871, 72. 729. P. Rendall, Notes on the Ornithology of the Gambia: Ibis (6) IV. 1892, 215—230. 730. — Notes on the Ornithology of the Barberton District of the Transvaal: Ibis (7.) 11. 1896, 165 — 176. * — s. auch Ogilby 558 — Hartert 331. * Retzius s. Wahlberg 997. * G. Revoil s. Oustalet 564, 567. 731. Ch. W. Richmond, Diagnosis of a new Genus of Trogons (Heterotrogon), based on Hapaloderma vittatum of Shelley; with a Description of the female ofthat species: Proc. Un. St. Nat. Mus. XVII. 1894. 6or— 603. 732. — Descriptions of ten new Species of Birds discovered by Dr. W. L. Abbott in the Kilimanjaro Region of East Africa: Auk XIV. 1897, 154—164. * E. Riebeck s. Hartlaub 386. * Riis s. Ilartlaub 352. * H. Robin s. Nicholson 550. 733. A. T. de Rochebrune, Diagnoses d'oiseaux nouveaux propres ä la Senegambie : Bull. Soc. Philom. (7.) T. VII. 188283, 165—167. V* Schriften — LXVIII — Salvadori 734. A. T. de Rochebrune, Vertebratorum novorum vel minus cognitorum orae Africae occidentalis incolarum Diagnoses. Aves: Bull. Soc. Philom. (7.) T. IX. 1884/85, 88—89. 735. — Faune de la Senegambie. Oiseaux. Paris 1884. — (Mit grosser Vorsicht zu benutzen!] * B. Rollet s. Bonaparte 123. 736. Ed. Rüppell, Neue Wirbelthiere zu der Fauna von Abyssinien gehörig, entdeckt und beschrieben. Vögel. Frankfurt a. M. 1835. 737. — Ornithologische Miscellen. Monographie der Gattung Colins: Museum Sencken- bergianum III. 1839. 738. — Systematische Übersicht der Vögel Nord-Ost-Afrika's nebst Abbildung und Be- schreibung von fünfzig theils unbekannten theils noch nicht bildlich dargestellten Arten. Frankfurt a. M. J845. 739. — Memoire sur la famille des Touracos et Description de deux Especes nouvelles: Trans. Zool. Soc. London 3. 1849, 231 — 233 T. 16 u. 17. 740. — Genauere Bezeichnung einiger Arten von Pisangfressern (Musophagidae): Arch. für Naturg. 1851, 316 — 322. 741. — Detailed characters of some species of Plantain Eaters, Musophagidae: Jard. Contr. Orn. 1852, 69 — 75. — [Übersetzung des Vorhergehenden]. * — s. auch Cretzschmar 203 — Hartlaub 337. * Ruspoli s. Salvadori 747, 748. * Sala s. Sharpe 800. * C. F. Sala s. Büttikofer 146 — Schlegel 766. 742. H. Salt, A voyage to Abyssinia, and travels into the interior of that country etc. London 1814. — [Appendix IV. p. XLV — LXI. Vögel, bearbeitet von Stanley]. 743. T. Salvadori, Rivista critica de Catalogo descrittivo di una collezione di Uccelli fatta da O. Antinori nell interno dell' Africa centrale nord: Atti Accad. Sc. Torino 1870, 719 — 746 T. I. u. II. 744. — Spedizione italiana nell' Africa equatoriale. Risultati zoologici. Uccelli dello Scioa e della regione fra Zeila e lo Scioa: Ann. Mus. Civ. St Nat. Genova (2.) I. 1884, 21 — 268. — [Sammlungen von Antinori], 745. — Catalogo di una collezione di uccelli dello Scioa fatta dal dott. Vincenzo Ragazzi negli anni 1884, 1885, 1886: ebenda (2 ) VI. 1888, 185—326. • 746. — Uccelli dello Scioa e dell' Ilarar raccolti dal Dott. V. Ragazzi: ebenda (2.) VI. 1888, 525—544. 747. — Uccelli del Somali raccolti da D. Eugenio dei Principi Ruspoli: Mein. Acc. Torino (IL) XLIV, 1894, 547 — 564. 748. — Uccelli raccolti da Don Eugenio dei Principi Ruspoli durante l'ultimo suo viaggio nelle regioni dei Somali e dei Galla: Ann. Mus. Civ. Genova (2 ) XVI. 1896, 43 — 46. 749. — Lista di Uccelli raccolti dal Dr. Muzioli nel Tigre e donati al Museo Zoologico di Perugia: Boll. Mus. Zool. Anat. Torino XII. 1897 No. 287. 750. — The North-east African Hoopoe: Ibis (7.) III. 1897, 494. 751. — Reliquie ornithologiche della spedizione Bottego: Ann. Mus. Civ. Genova (2 ) XVIII. 1898, 652—653. 752. — |On Oriolus meneliki and Sporaeginthus margaritae]: Ibis (7.) VI. 1900,397—399. * — s. auch Antinori 10 — v. Heuglin 456. 753. T. Salvadori ed O. Antinori, Nuova specie del genere Ilyphantornis: Atti Acad. Sc. Torino VIII. 1873, 360 — 361. 754. T. Salvadori ed E. H. Giglioli, Uccelli raccolti durante il Viaggio della Corvetta „Vettor Pisani" negli anni 1879—81: Memorie Acc. Torino (II.) XXXIX. 1889, 101 bis 104. — [Vögel von Somaliland]. Schriften _ LXIX — Sclater 755- E - F - Sandeman, On the Ilabits of the Honey-bird (Indicator): Ibis (4) IV. 1880, 286—290. 756. H. Schalow, Notiz zu Cpt. Shellev's Arbeit über die Tauben der Äthiopischen Region" Mitth. Orn. Ver. Wien VII. 1883, 196. 757. — [Chaetura böhmi]: Journ. Ornith. XXXI. 1883, 104. 758. — Die ornithologischen Sammlungen Dr. R. Böhm's aus Ost-Afrika. Nach schrift- lichen Notizen des Reisenden bearbeitet: ebenda XXXI. 1883, 337 — 368. 759- — Eine neue Musophaga aus Central-Afrika: Zeitschr. ges. Ornith. II. 1884, 103 bis 105 T. 6. 760. — Die Musophagidae. Monographische Studien: Journ. Ornith. XXXIV. j886, 1—77. 76L — Der ornithologische Nachlass Dr. Richard Böhm's. Gesichtet und herausgegeben. I. Die Tagebücher Dr. R. Böhm's: ebenda XXXIV. 1886, 409—436. 762. — Dasselbe III. Biologische Beobachtungen vom Westufer des Tanganjika: ebenda XXXV. 1887, 225—248. 763. — Beiträge zur Oologie der recenten Ratiten: ebenda XLII. 1894, 1 — 28. * — s. auch Böhm 121. 764. H. Schlegel, Vorläufige Notiz über die wahre Musophaga persa (L.): Journ. Ornith. II. 1854, 462—463. 765. — De Toerako's. Afgebeeld en beschreven onder medewerking van G. F. Wester- man. Amsterdam 1860. 766. — On the zoological researehes in West-Africa: Notes Leyden Mus. III. 1881, 53 bis 58. — [Über Büttikofer's und Sala's Sammlungen]. 767. Schönland, Über das Nest des braunen Toko: Orn. Mntsb. II. 1894, 1 11 — 112; Trans. S. Afr. Soc. IX. S. 1—7. 768. S. C. Cronwright Schreiner, The Ostrich: The Zoologist 1897, 97 — 120. — Deutsche Übersetzung von O. Haase: Orn. Mntsb. VI. 1898, 153 — 159, 169 — 179. * H. Schubert s. v. Ileuglin 428 — 430. 769. G. Schweinfurth, Im Herzen von Afrika. Reisen und Entdeckungen im Centralen Aequatorial-Afrika etc. 2. Th. Leipzig 1874. — [Eingestreut einige biologische Be- obachtungen, vgl. 1. Th. S. 126, 339, 376, 386, 498; 2. Th. 94, 221, 332). 770. G. Schweinfurth und F. Ratzel, Emin-Pascha. Eine Sammlung von Reisebriefen und Berichten Dr. Emin Pascha's aus den ehemals ägyptischen Aequatorialprovinzen und deren Grenzländern. Mit Unterstützung von R. W. Felkin und G. Hartlaub. Leipzig 1888. — |Ein Schreiben aus Lado, Dec. 84, enthält die vorher in den „Mitth. des Ver. f. Erdkunde in Leipzig" veröffentlichten „zoogeographischen Notizen"]. Schweizer s. Reichenow 610. 771. P. L. Sclater, List of a collection of Birds made by J. Daubeny on the coasts of the Red Sca. in 1851: Jard. Contrib. Ornith. 1852, 123 — 126. 772. — Note on the Ilvpotriorchis castanonotus of Dr. Heuglin: Ibis III. 1861, 346 — 347 T. XII. 77.3. — Note on some Birds from the Island of Ascension: Proc! Zool. Soc. London l8 5 6 . '44— M5- 774. — On the Birds collected by Capt. J. II. Speke, during the East-African Expedition. With Notes by Gapt. J. II. Speke: ebenda 1864, 106— 115 T. XIV. 775. — Note on the Caprimulgine Genus Costnetornis: Ibis VI. 1864, 114 — 115 T. II. 776. — On the Rapacious Birds collected by the late Dr. Dickinson in the Zambesi Region: Ibis VI. 1864, 301 — 307 T. VIII. 777. — Report on Birds collected at Windvogelberg, South Africa by Captain G. E. Bulger: Proc. Zool. Soc. London 1866, 21 — 23. 778. — Note on the Systematic Position of Indicator: Ibis (n. S.) VI. 1870, 176 — 180. 779. — |Psittacus erithacus in Manyuema, west of Tanganika] : Ibis (3.) IV. 1874, 185 — 186. Schriften — LXX — Sharpe 780. P. L. Sclater, On a Guinea-fowl from the Zambesi allied to Numida cristata: Proc. Zool. Soc. London 1890, 86 — 87 T. XII. 780a. — [On a collection of Birds formed by Mr. Alfred Sharpe during a recent journey from Zomba to Fort Jameson]: ebenda 1900, 1 — 3. * — s. auch Shelley 888, 895, 897 — 899 — Strickland 955. 781. P. L. Sclater and G. Hartlaub, On the Birds collected in Socotra bv Prof. J. B. Balfour: Proc. Zool. Soc. London 1881, 165—175 T. XV— XVII. 782. W. L. Sclater, List of South African birds. Capetown 1896. 783. — A Visit to Dassen Island, the home of the Jackass Penguin: Ibis (7.) II. 1896, 5I9-525- 784. — On a Collection of Birds from Inhambane, Portuguese East Africa. With Field- notes by H. F. Francis: Ibis (7.) V. 1899, n 1 — 115. 785. — On a second Collection of Birds from Inhambane, Portuguese East Africa. With Field-notes by II. F. Francis: ebenda (7.) V. 1899, 283-286. 786. — [Ervthrocercus francisi n. sp.]: Bull. Brit. Orn. Club. LV. June 1898 u. Ibis (7.) IV. 1898, 613. 787. H. Seebohm, Remarks on the Thrushes of the Aethiopian Region: Ibis (5.) I. 1883, 164 — 166. 788. — Notes on the Birds of Natal and adjoining parts of South Africa: Ibis (5.) V. 1887, 336—35I- 789. F. C. Selous, Travel and Adventure in South-east Africa. London 1893. — (Einge- streute ornithologische Beobachtungen). * Serpa Pinto s. Bocage 85 — Sousa 928. :i: Sesinando Marques s. Bocage 96. * A. Sharpe s. Shelley 896, 899. 790. R. B. Sharpe, On a Collection of Birds from the Fantee Country in Western Africa: Ibis (n. S.) V. 1869, 186 — 195 T. IV. . — [Ober eine Sammlung von E. T. Higgins]. 791. — On the Kingfishers of South Africa: Ibis (n. S.) V. 1869, 275 — 283. 792. — On two more Collections of Birds from the Fantee Country: Ibis (n. S.) V. 1869, 381—388 T. XI. — [Sammlungen von E. T. Higgins]. 793. — [On a new genus of African Swallows, Waldenia]: Ibis (n. S.) V. 1869, 461. 794. — On the Birds of Angola Part I. With Notes by the Collector, J. J. Monteiro: Proc, Zool. Soc. London 1869, 563-571 T. XL1I1. 795. — On a Fourth Collection of Birds from the Fantee Country: Ibis (11. S.) VI. 1870, 52 — 59 T. II. u. III. — |Über eine Sammlung von E. T. Higgins|. 796. — On the Oriolidae of the Ethiopian Region: Ibis (n. S.) VI. 1870, 213 — 229, T. VII u. VIII. 797. — Critical Remarks on Dr. von Ileuglin's „Ornithologie Nordost-Afrika's": Ibis (n. S.) VI. 1870, 421-435 u. 538. 798. — On Additional Collections of Birds from- the Fantee Country: Ibis (n. S.) VI. 1870, 470—488 T. XIV. — [Sammlungen von Higgins, Nagtglas, Ussher u. B. Hinde|. 799. — On Campcphaga anderssoni an apparently undescribed Species of this Genus from South Western Africa: Proc. Zool. Soc. London 1870, 69 — 70 T. IV. 800. — On the Birds of Angola Part 2: ebenda 1870, 142 — 150 T. XIII. — [Sammlung Monteiro's und Sala's|. 801. — On the Ilirundinidae of the Ethiopian Region: ebenda 1870, 286—321. 802. — A Catalogue of African Birds in the Collection of |the author|: London 1871. 76 S. 803. — Descriptions of two new Species of African Birds: Ibis (3.) I. 1871, ico — 102. 804. — On the Coraciidae of the Ethiopian Region: Ibis (3) I. 1871, 184 — 203, 270 bis 289 T. VIII. Schriften — LXXI — Sharpe 805. R. B. Sharpe, On Seven new or lately described Species of African Birds: Ibis (3.) I. 1871, 414—417 T. XII. 806. — Notes on some African Birds: Ann. Mag. N. H. (4.) VIII. 1871, 234 — 238. 807. — On the Birds of Angola Part 3: Proc. Zool. Soc. London 1871, 130 — 135 T. VII. — [Sammlung Monteiro's]. 808. — On Machaerhamphus anderssoni: ebenda 1871, 500 — 502. 809. — On the Birds of Cameroons, Western-Africa: ebenda 1871, 602—615. T. XLVII. — [Sammlung von Crossley|. 810. — On recent Collections of Birds from the Fantee Country in Western Africa: Ibis (3.) II. 1872, 66 — 74. — [Sammlungen von Ussher und Haynes]. 811. — On the Cuculidae of the Ethiopian Region: Proc. ZooL Soc. London T873, 578 bis 624. 812. — On three new Species of Birds: ebenda 1873, 625 — 626. 813. — On a Collection of Birds from Mombas in Eastern Africa: ebenda 1873, 710 bis 716 T. LVIII. — [Sammlung von Wakefield]. 814. — On a Collection of Birds from the River Congo: ebenda 1873, 716 -717. - [Sammlung G. Sperling). 815. — On the Genus Platystira and its Allics: Ibis (3.) III. 1873, 156—177 T. IV. 816. — Description of two new Species of Birds from Gaboon: Proc. Zool. Soc. London 1874, 204 — 205 T. XXXIII. 817. -- On a small Collection of Birds from Bulama, one of the Bissagos Islands, W. Africa: ebenda 1874, 305 -306. — [Sammlung Bulger]. 818. — On the Females of the Common and South-African Kestrels: ebenda 1874, 580 bis 584 T. LXV1II. 819 — A study of the Larks of Southern Africa: ebenda 1874, 614—651 T. I.XXV— I.XXVI. 820. — On a new Genus and Species ofBird belonging to the Family of Nectariniidae: Ann. Mag. N. H. (4.) XIV. 1874, 63—64. 821. — Descriptions of Two New Species of South African Birds: Ibis (3.) VI. 1876, 5 2 —54- 822. — A Revision of the Family Indicatoridae : Ornith. Miscell. I 1876, 192—209 T. XXVI. 823. — On new Species of Warbiers in the Collection of the British Museum: Proc. Zool. Soc London 1877, 22 — 23 T. IL 824. — On a new Species of Indicator, with Remarks on other Species of the Genus: ebenda 1878, 793 — 795. 825. — A Note on Poeoptera lugubris: ebenda 1878, 802 — 804 T. XLIX. 826. — Bemerkungen über einige afrikanische Timaliiden des Berliner Museums: Journ. Ornith. X. 1882. 344 — 347. 827. — On two apparently new species of Erythropygia: Proc. Zool. Soc. London 1882, 588-589 T. XLV. 828. — On a new Species of Flvcatcher from Western-Africa: ebenda 1882, 590—591. 829. — Note on Saxicola monticola with special reference to the Observations of Majors Butler and Fehden and Capt. Reid: Ibis (5.) I. 1883, 337—345 830. — Description of a new Species of Laniarius from Ashantee: Proc. Zool. Soc. London 1884, 54—55 T. V. — [ges. von G. Lagden|. 831. — Descriptions of three rare Species of Fly Catchers: ebenda 1884, 230—232. 832. — Notes on a Collection of Birds made by Herr F. Bohndorff in the Bahr el Ghazal Province and the Nyam-nyam Country in Equatorial Africa: Journ. Linn. Soc. Zoology XVII. 1884, 419-441. 8 33- — On a new species of Accipiter from Liberia: Notes Leyden Mus. X. 1888, 199—200. Schriften _ LXXII — Sharpe 834. R. B. Sharpe, Note on Irrisor jacksoni n. sp. [Kikuyu]: Ann. Mag. N. H. (6.) VI. 1890, 503. 835. — Descriptions of fourteen new Species of Birds discovered by Mr. F. J. Jackson in Eastern Africa: Ibis (6.) III. 1891, 117 — 122. 836. — On the Birds collected by Mr. F. J. Jackson during his recent Expedition to Uganda through the Territory of the Imperial British East-African Company; With Notes by the Collector. Pt. L: Ibis (6.) III. 1891, 233—260 T. IV— VI.; Pt. II. 'ebenda, 587—602 T. XII. u. XIII.; Pt. III. ebenda (6.) IV. 1892, 152—164 T. IV.; Pt. IV. ebenda, 299—322 T. VII ; Pt. V. ebenda, 534 — 535 T. XIV. 837. — Diagnoses of new Species of Birds from Central East-Africa: Ibis (6.) III. 1891, 443—445- 838. — Descriptions of sorae new Species of Timeliine Birds from West-Africa: Proc. Zool. Soc. London 1892, 227 — 228 T. XX. 839. — [List of Birds- from Suakin]: Bull. Brit. Orn. Club No. XI. Oct. 1893 u. Ibis (6.) VI. 1894, II8 - 840. — [On new african Species of the Genus Rhinoptilus] : ebenda No. XIII. Dec. 1893 u. Ibis (6.) VI. 1894, 292 — 293. 841. — [On Defilippia burrowsü]: ebenda No. XX. u. XXI. Oct. Nov. 1894 "■ Ibis (7.) I. 1895. '38 u. 146. 842. — [On new species from Gallaland]: ebenda No. XXV. March 1895 u. Ibis (7.) I. '895, 379—38o. 843 — [On new Species from Somali): ebenda No. XXVI. April 1895 u. XXVIII. June 1895 u. Ibis (7.) I. 1895, 381—382 u 486. 844. — [On Bradyornis woodwardi]: ebenda No. XXIX. Oct. 1895 u. Ibis (7 ) II. 1896, 133. 845. — On a Collection of Birds made by Dr. A. Donaldson Smith during his recent Expedition in Western Somaliland: Proc. Zool. Soc. London 1895, 457 — 520 T. XXV11. u. XXVIII. 846. — [On Ploceipasser donaldsoni n. sp.]: Bull. Brit. Orn Club No. XXXI Dec. 1895 u. Ibis (7.) II. 1896, 257. 847. — [On Mirafra collaris n. sp.]: ebenda No. XXXIII. Febr. 1896 u. Ibis (7.) II. 1896, 263. 848. — |On new Species from Uganda]: ebenda XXXVIII. Oct. 1896 u. Ibis (7.) III. 1897, 114. 849. — On the Birds of Zululand, founded on the Collections made by Messrs. R. B. and J. D. S. Woodward. With 'a Narrative of their Travels, by R. B. and J. D. S. Woodward: Ibis (7.) III. 1897, 400 — 422 T. X., 495 — 517. - s. auch I linde 459 — Jackson 464 — Jameson 468 — Layard 495 — Oates 555 — Sowerby 942 — Yerbury 1002. 850 — [On a new Species of Oriole from Gaboon|: Bull. Brit. Orn. Club XL VIII. Nov. 1897 u. Ibis (7.) IV 1898, 155. 85t. — [On Otus abyssinicus] : ebenda L. Jan. 1898 u Ibis (7.) IV. 1898, 289. 852. — [Stactolaema sowerbyi n. sp.]: ebenda LI. Febr. 1898 u. Ibis (7.) IV. 1898, 297. 8 53- — [On Birds obtained by Colonel II. P. Northcott at Gambaga]: Bull. Brit. O. C. LXV. Oct. 1899 u. Ibis (7.) VI. 1900, 183. 854. — |On a Collection of Birds obtained by Mr. II. S. II. Cavendish in Mozambique: Ibis (7.) VI. 1900, 109 — 115. 854a. — [On a new Species of Beeeater, obtained by Mr. G. L. Batcs on the Rio Benito]: ebenda LXIX. February 1900 u. Ibis (7.) VI. 1900, 378 u. 379. 855. — [On Birds from the Rio Benito]: ebenda LXX. March 1900 u. Ibis (7.) VI. 1900. 534. 856 R. B. Sharpe et A. Bouvier, Etudes d'Ornithologie Africaine. Catalogue d'une collection recueillie ä Landana et Chinchonxo (Congo) par M. Louis Petit, pendant les mois de janvier, fevrier, mars et avril 1876: Bull. Soc. Zool. France I. 1876, 36—53 T - 2 - Schriften _ LXXIII — Shelley 856a. R. B. Sharpe et A. Bouvier, Etudes d'Ornithologie Africaine. Sur les Collections recueillies dans la region du Congo par Mm. le Dr. A. Lucan et L. Petit depuis de mois de mai jusqu'en septembre: Bull. Soc. Zool. France I. 1876, 300—314. 857. — Etüde d'Ornithologie Africaine. Nouvelle Liste d'Oiseaux recueillis dans la region du Congo, par MM. le Dr. A. Lucan et L. Petit, de Spt. 1876 ä Sept. 1877: ebenda II. 1877, 470—481; III. 1878, 73—80. 858. R. B. Sharpe and H. T. Ussher, On Three new Species of Birds from the Fantee Country: Ibis (3.) II. 1872, 181 — 183. 85g. G. E. Shelley, Descriptions of six new Species of West-African Birds: Ibis (3.) III. 1873. 138—143- 860. — Description of a new Timaliine Bird from West-Africa: Ibis (3 ) IV. 1874, 8g — go. 861. — Note on Dryotriorchis, a new Genus of Harrier Eagles from West-Africa: Ibis (3.) IV. 1874, 90—91. 862. — Three Months on the Coast of South Afriea: Ibis (3.) V. 1875, 59—87. 863. — A few stray Notes on African Birds: Ibis (3.) V. 1875, 379 — 383. 864. — Descriptions of two new Species of Afriean Birds: Proc. Zool. Soc. London 1879, 679 — 680 T. L. 865. — Descriptions of four new Species of East-African Birds: Ibis (4.) IV. 1880, 333 bis 336. T. VII. u. VIII. 866. — On new Species of East-African Birds: Ibis (4.) V. 1881, 115— 118. T. II. 867. — List of Birds recently collected by Dr. Kirk in Eastern Afriea: Proc. Zool. Soc. London 1881, 561 — 602 T. LH. 868. — List of the Birds sent home by Mr. J. Thomson from the River Rovuma, East Afriea: ebenda 1882, 302 — 304 T. XVI. 869. — A Second List of Birds recently collected by Sir John Kirk in Eastern Afriea: ebenda 1882, 304 — 310 T. XVII. 870. — On a Collection of Birds made by Mr. J. S. Jameson in South-eastern Afriea, with Notes by Mr. T. Ayres: Ibis (4 |" VI. 1882, 236—265, 34g— 368 T. VII. 871. — On some new Species of Birds from South Afriea: Proc. Zool. Soc. London 1882, 336-338 T. XVIII. 872. — On the Columbidae of the Ethiopian Region: Ibis (5.) I. 1883, 258 — 331. — |s. auch Schalow 70g]. 873. — A List of Birds collected by the late Mr. W. A. Forbes in the Niger Region: Ibis (5.) I. 1883, 538-562 T. XIV. 874. — On two new Species of Birds from Afriea: Ibis (5.) II. 1884, 45 — 49. 875. — On five new or little-known Species of East-African Birds represented in Mr. II. H. Johnston's first Collection from the Kilimanjaro District: Proc. Zool. Soc. London 1884, 554^558, T LI. 876. — On the Collection of Birds made by H. H. Johnston in the Kiliman-Njaro District. With field-notes by H. H. Johnston: ebenda 1885, 222—230 T. XIII. u. XIV. 877. — Review of the Species of the Family Coliidae: Ibis (5.) III. 1885, 307 — 314. 878. — On Mr. E. Lort Phillips's Collection of Birds from Somali-land: Ibis (5.) III. 1885, 389—418 T. X— XII. 879. — A Review of the Species of the Familv Ploceidae of the Ethiopian Region. Pt. I. Viduinae: Ibis (5.) IV. 1886, 301—359 T. IX. — Pt. II. Ploceinae: Ibis (5.) V. 1887, 1—47. I u. II. 880. — Description of a rare Species of Plover from the Cameroon Coast: Ibis (5.) V. 1887, 417—419. 881. — On a collection of Birds made by II. II. Johnston on the Cameroons Mountain: Proc. Zool. Soc. London 1887, 122 — 126 T. XIII. u. XIV. Uf Lehen w, Die Vögel Afrikas*. * a Schriften _ LXXIV — Sjöstedt 882. G. E. Shelley, On a Collection of Birds made by Emin Pasha in Equatorial Africa: Proc. Zool. Soc. London 1888, 17 — 50 T. III. 883. — On the Hornbills of the Ethiopian Region: Ibis (5.) VI. 1888, 47—70. 884. — List of Birds collected in Eastern Africa by Mr. F. J. Jackson. With Notes and an Introduction by the Collector: Ibis (5.) VI. 1888, 287—307 T. VI. u. VII. 885. — On the Birds collected by Mr. H. C. V. Hunter in Eastern Africa: Proc. Zool. Soc. London 1889, 356—372 T. XL. u. XLI. 886. — On a Collection of Birds made by the late Mr. J. S. Jameson on the Aruwhimi River, Upper Congo: Ibis (6.) II. 1890, 156 — 170 T. V. 887. — |On some new Species of African Birds] : Bull. Br. Orn. Club. II. Nov. 1892 u. Ibis (6.) V. 1893, 118. 888. — List of Birds collected bv Mr. Alexander Whyte in Nyassaland. With a Preface by P. L. Sclater: Ibis (6) V. 1893, 1—29 T. I— III. 889. — Second List of Birds collected bv Mr. Alexander Whvte in Nvasaland: Ibis (6.) VI. 1894, 1—28 T. I u. II. 890. — |Poeoptera kenricki n. sp., Enneoctonus reichenowi nom. nov. and Bocagia n. g.|: Bull. Brit. Orn. Club No. XVIII May 1894 u. Ibis (6.) VI. 1894, 434. 891. — Third List of the Birds collected bv Mr. Alexander Whvte in Nvasaland: Ibis (6.) VI. [894, 461—478 T. XII. 892. — |On Crithagra rendalli Tristr. and crassirostris Ptrs.]: Bull. Brit. Orn. Club No. XXV. March 1895 u. Ibis (7.) I. 1895, 379- 893. — [On three new Barbets from Africa: ebenda No. XXIX. Oct. 1895 u. Ibis (7.) II. 1896, 132—133. 894. — The Birds of Africa. Comprising all the Species which occur in the Ethiopian Region. Vol. I. List. London 1896. 895. — On a Collection of Birds from Mount Chiradzulu in the Shire Highlands, Nyasa- land. With prefatory Remarks by P. L. Sclater: Ibis (7.) II. 1896, 177 — 184, T. IV. 896. — On a collection of Birds made by Mr. Alfred Sharpe in the Zomba District of Nvasaland: Ibis (7.) IL 1896, 229 — 241. 897. — On the Birds collected by Mr. Alexander Whyte during his Expedition to the Nyika Plateau in North Nvasaland: With an Introduction bv P. L. Sclater: Ibis (7.) III. 1897, 518—554 T. XI u. XII. 898. — On the final Collections of Birds made by Mr. Alexander Whyte in Nyasaland. With Prefatory Remarks by P. L. Sclater: Ibis (7.) IV. 1898, 376—381. 899. — A List of the Birds collected by Mr. Alfred Sharpe in Nyasaland. With Prefa- tory Remarks by P. L. Sclater: Ibis (7.) IV. 1898, 551—557. 900. — On a Collection of Birds from the vicinity of Zomba, British Central Africa, forwarded by Lieut.-Col. W. IL Manning: Ibis (7.) V. 1899, 281 — 283. 901. — On a Collection of Birds from the Tanganvika Plateau, in British Central Africa: Ibis (7.) V. 1899, 364—380 T. V. u. VI. 902. — [On new Species from Nyasaland|: Bull. Brit. Orn. Club LX. Febr. 1899 u. Ibis (7.) v. 1899, 313-314- 903. — The Birds of Africa. Vol. II. Part. I. London 1900. 904. G. E. Shelley and T. E. Buckley, Two Month's Birdcollecting on the Gold Coast: Ibis (3.) II. 1872, 281 — 293. 905. Simroth, Verwilderte Hausthiere auf S. Thome: Zool. Gart. XXX. 1889, 15 — 16. * M. Sintenis s. Finsch 238. 906. Y. Sjöstedt, Neue Vogelformen aus Kamerun: Orn. Mntsb. I. 1893, 28. 907. — Neue Arten von Kamerun: ebenda I. 1893,42 — 44. 908. — Cisticola discolor 11. sp. von Kamerun: ebenda I. 1893, 84. Schriften — LXXY — Sousa 909. Y. Sjöstedt, Für die Kamerungegend neue Vogelarten: Orn. Mntsb. I. 1893, 101 — 102. 910. — Dendropicus reichenowi n sp. von Kamerun: ebenda I. 1893, T38. gu. — Bemerkungen über afrikanische Pratincola-Arten: ebenda I. 1893, 139 — 141. 912. — Bemerkungen über Campothera permista (Rchvv.) und maculosa (Val.) im liiit. Mus. Catalogue: ebenda II. 1894, 33—35, 169—170. 913. — Neue Vogelarten von Kamerun: Journ. Ornith. 1892, 313 — 314 914. — Die Vögel des nordwestlichen Kamerungebietes: Mitt. deutsch. Schutzgeb. VIII. Heft 1 1895, 1— 36. 915. — Zur Ornithologie Kameruns nebst einigen Angaben über die Säugethiere des Landes. Mit 10 colorirten Tafeln: Kgl. Sv. Vetensk. Ak. Handl. Bd. 27 No. 1 1895. 916. — Die Kamerun-Form der Columba arquatrix Tem.: Orn. Mntsb. III. 1895, '5 6 bis 158. * — s. auch Reichenow 705. 917. A. Smith, A Description of the Birds inhabiting the South of Africa: S. Afr. Ou. Journ. No I. 1829—30, 9 — 17, No. II. 1830, 105-120, No. III. 1830, 225—241, No. IV. 1830, 380—392. 918. — Contributions to the Natural History of South Africa: ebenda No. V. 1831, 9—15. 919. — [On some new Species of South African Birds]: ebenda 2. Ser. Oct. bis Dec. J833, 48. 920 — [On four new Species of South African Birds]: ebenda 2. Ser. Jan.-March 1834, '43— 144- 921. — African Zoology. Pt. II. Birds: ebenda 2. Ser. April-June 1834, 249—256, 273—288; July-Sept. 1834, 305—320. 922. — Report of the Expedition for exploring Central Africa, from the Cape of Good Hope, Juni 23 1834. Cape Town 1836 — |Vögel S. 44 — 57]. 923. — A Catalogue of the South African Museum, now exhibited in the Kgvptian Hall, Piccadilly, the property of a Society entitled „The Cape of Good Hope Association for Exploring Central Africa" London 1837. 924. — Illustrations of the Zoology of South Africa consisting chiefly of figures and descriptions of the objects of natural history collected during an expedition into the interior of South Africa in the years 1834—36. London 1849. — |Für das Er- scheinen der einzelnen Lieferungen giebt F. H. Waterhouse (P. Z. S. London 1880, 489) folgende Daten: Part. I— IV. Taf. 1—17, 1838; Pt. V— VIII. T. 18—39, ^39; Pt. IX— XII. T. 40-63, 1840; Pt. XIII-XIV. T. 64-69, 1841; Pt. XV -XVI. T. 70-74. 1842; Pt XVII-XIX. T. 75-91, 1843; Pt. XX— XXI T. 92-98, 1844; Pt. XXII bis XXIII. T. 99—105, 1845; Pt. XXIV. T. 106-107, l8 4 6 i Pt - XXV— XXVI, T. 108 bis 113, 1847; Pt. XXVII. T. 114, 1848]. 925. A. Donaldson Smith, Trough unknown African countries, the first expedition from Somaliland to Lake Rudolf. London and New York 1897. — [Abbildung von Tu- racus donaldsoni u. Spizocorys personata]. * — s. auch Sharpe 845, 846. 926. J. A. de Sousa, Sobre duas especies de Pleetropterus da Africa occidental portu- gueza: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. VI. 1869, 157-158. 927. — Lista das aves colligidas em Africa de 1884 a 1885 pelos srs. Capello e Ivens: ebenda No. XLII. 1886, 76—81. 928. — Lista das aves colligidas pelo sr. Serpa Pinto no Ibo: ebenda, No. XLII. 1886, 82-85. 929. — Additamento ä lista das aves colligidas em Africa de 1884 a 1885 pelos srs. Capello e Ivens: ebenda No. XLIII. 1886, 151—153. 930. — Aves de Angola: ebenda No. XLIII. 1886, 154 — 170. 931. — Aves da Ilha do Principe colligidas pelo Sr. Francisco Newton: ebenda No. XLV. 1887, 42—44. Va* Schriften _ LXXVI — Strickland 932. J. A. de Sousa, Lista das Aves de Mocambique (Districto de Cabo Delgado) colli- gidas pelo Sr. Augusto Cardoso: Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa No. XLV. 1887, 45—47- 933. — Aves de Angola: ebenda No. XLV1. 1887, 89—104. 934. — Descripcäo de duas Especies de Aves de Angola da Exploracäo do sr. Jose d'Anchieta: ebenda No. XLVI. 1887, 105—106. 935. — Aves de Dahomey: ebenda No. XLVI 1887, 217 — 219. — [Sammlung F. Newton|. 936. — Enumeracäo das aves conhecidas da Ilha de S. Thome seguida da lista das que existem d'esta ilha no Museu de Lisboa: ebenda No. XLVII. 1888, 151 — 159. 937. — Aves de Angola da exploracäo do Sr. Jose d'Anchieta ebenda No. XLVIII 1888, 216 - 228. 938. — Contribution pour la faune ornithologique d'Angola: ebenda No. XLVIII. 1888, 233—235- 939. — Aves da Huilla (Angola) remettidas ao Museu de Lisboa pelo Reverendo Padre Antunes: ebenda (2.) No. I. 1889, 37-40. 940. — Aves de Angola da exploracäo do Sr. Jose d'Anchieta: ebenda (2.) No. I. 1889, 41—50. 941. — Aves de Angola da exploracäo do Sr. Jose de Anchieta: ebenda (2) No. II. 1889, 113— 124. 942. J. L. Sowerby, On a Collection of Birds from Fort Chiquaqua, Mashonaland. With Notes by R. B. Sharpe: Ibis (7.) IV. 1898, 567—575 T. XII. 943. A. Sparrman, Voyage au Cap de Bonne-Esperance et autour du monde avec le capitain Cook. Traduit du Suedois 2 Vol. Paris 1787. 944. J. H. Speie, On Birds collected in the Somali country, East Africa: Ibis II. 1860, 243—248 T. VII. * — s. auch Blyth 40—41 — EUiot 219 — Grant 277, 278 — Hartlaub 366, 370 — Sclater 774. ■ i; G. Sperling s. Sharpe 814. 945. R. M. Sperling, Ornithological Notes from the Ethiopian Region: Ibis (n. S.) IV. 1868, 282 — 295. * F. X. Stampfli s. Büttikofer 148, 149, 151, 155. * Stanger s. Jardine 469. * Stanley s. Salt 742. 946. A. C. Stark, The Birds of South Africa. Vol. I. With a Map and Illustrations. (The Fauna of South Africa by W. L. Sclater). London 1900. * Steudner s. v. Heuglin 428 — 430. * Stierling s. Reichenow 701, 702. 947. W. Stone, On Pratincola salax Verr. and allied species: Proc. Acad. Philad. 1889, 78—80. i: E. Storms s. Dubois 214, 215 — Ilartlaub 397. 948. H. E. Strickland, Descriptions of some new Species of Birds brought by Mr. L. Fräser from Western Africa: Proc. Zool. Soc. London 1844, 99 — 102 u. Ann. N. H. XV. 1845, 125—129. 949. — Hirundo albigularis: Jard. Contrib. Orn. 1849, 26. 950. — On a peculiar strueture in the rectrices of Vidua paradisea: ebenda 1850, 88 — 91. 951. — Notes on some birds from the river Gaboon in West-Africa: ebenda 1851, 131 bis 135- — [Sammlung von Verreaux|. 952. — Further notes on Birds from the river Gaboon in West-Africa: ebenda 185T, 161 — 163. 953. — List of Birds procured in Kordofan by Mr. J. Petherick. With Notes: Proc. Zool. Soc. London 1850, 214-221 u. Ann. Mag. N. II IX. 1852, 342—349. Schriften _ LXXVII -*■ Tristram 954. H. E. Strickland, Ornithology of the Coasts and Islands of Western Africa: Jard. Contrib. Ornith. 1850, 129 — 140. [Übersetzung des allgemeinen Teils von Hartlaub 341]. 955. H. E. Strickland and P. L. Sclater, List of a collection of Birds proeured bv Mr. S. T. Andersson in the Damara country in South- Western-Africa: ebenda 1852, 141 — 160. • ;: F. Stuhlmann s. Reichenow 637, 651, 662. 956. C. J. Sundevall, Foglar frän Sierra Leone: Oefvers. Kgl. Vetensk. Akad. Förhandl. 1849, T56 — 163. — [Sammlung von A. Afzelius|. 957. — Um Wahlbergs foglar frän Södra Afrika: ebenda 1850, 96 — in. 958. — Foglar frän Nordöstra Afrika: ebenda 1850, 125 — 133. — |Sammlung Hedenborg's|. 959. — On Buceros eultratus, a new species from Sierra Leone: Jard. Contr. Orn. 1852, 161— 162. 960. — Kritisk Framställning af Fogelarterna uti äldre Ornithologiska Arbeten. 2. Le Vaillant, Oiseaux d'Afrique: Vet. Akad. Handl. 2. 1857, 16 — 60. — [vergl. auch Olphe Galliard 559I. * — s. auch Froriep 269. 961. W. Swainson, The Natural History of the Birds of Western Africa. 2. Vol. Edin- burgh 1837. 962. E. Symonds, Notes 011 a Collection of Birds from Kroonstad, in the Orange Free State. Communicated by J. H. Gurney: Ibis (5.) V. 1887, 324 — 336. * G. Thierry s. Reichenow 712. * J. Thomson s. Shelley 868. 963 T. R. H. Thomson, Description of a new Genetta and of two species of Birds from Western Africa: Ann. Mag. N. II. X. 1842, 203—205. * — s. auch Allen 7. 964. C. P. Thunberg, Tetrapteryx capensis, ett nytt Fogelslagte: Vet. Ak. Ilandlingar Stockholm 1818, 242 — 245. * A. Tinne s. v. Heuglin 435, 443. * L. Traversi s. Giglioli 272. 965 R. Trimen, On a new Species of Roller (Coracias) from the Zambesi: Proc. Zool. Soc. London 1880, 30—32. 966. — On an undescribed Laniarius from the Interior of Southern Africa: ebenda r88o, 623-624 T. LIX. 967. — On an apparently undescribed Sun-Bird from Tropical South-Western Africa: ebenda 1882, 451—452. T. XXXII. 968. — |On Lanius atroeroceusj: ebenda 1887, 396 — 397. 969. H. B. Tristram, On new Species of Birds from South-Africa: Proc. Zool. Soc. London 1867, 886—888. 970. — Notes on some new South-African Sylviidae: Ibis (n. S.) V. 1869, 204—208 T. VI. 971. — Notes on some African Birds: Ibis (n. S.) V. 1869, 434 — 438. 972. — [On Megalophonus anderssoni]: Ibis (n. S.) VI. 1870, 444. 973. — Notes on a small Collection of Birds from Newala, East-Africa: Ibis (5.) VI. 1888, 265 — 266. — [Sammlung von Sp. Weigall]. 974. — Note on a small Collection of Birds from Kikombo, Central Africa: Ibis (6 | I. 1889, 224-227. — [Über eine Sammlung des Dr. S. T. Pruen|. 975. — Description of a new Species of Finch of the genus Crithagra from South-east Africa: Ibis (7.) I. 1895, 129 — 130. 976. — On a small Collection of Birds made in Socotra by E. N. Bennett: Ibis (7 ) [V. 1898, 248—249. Schriften — LXXVI1I — Wahlberg 977. J. K. Tuckey, Narrative of an Expedition to explore the River Zaire, usuallv ealled the Congo, in South Africa, in i8j6, under the Direction of Captain f. K. Tuckev; to which is added, the Journal of Professor Smith; some general Observation* on the countrv and its inhabitants; and an appendix, containing the Natural Historv of that part of the Kingdom of Congo through which the Zaire flows. London 1818. — |Zoological appendix. S. 407. Die Vögel sind von T. Cranch gesammelt und von Leach bearbeitet. Referat mit Aufzählung der Arten siehe Isis 1819, 253I. 978. H. T. Ussher, Notes on the Ornithology of the Gold Coast: Ibis (3.) IV. 1874, 43 bis 75 T. II. * — s. auch Sharpe 798, 810, 858. * E. Vanzeller s. Bocage 72. 979 J. et E. Verreaux, Descriptions d'especes nouvelles, rares ou peu connues, d'oiseaux du Gabon (Afrique occidentale): Rev. Mag. Zool. (2.) III. 185 1, 257 — 272, 306 — 317, 417-424. 980. — Description d'especes nouvelles d'oiseaux du Gabon (cöte occidentale d'Afrique): ebenda 1851, 513 — 516. 981. — Übservations sur les moeurs des Oiseaux exotiques: ebenda (2.) VII. 1855, 174 bis 177, 353—355. W— 422, 51 c— 513. 982. — Description d'oiseaux nouveaux de l'Afrique meridionale et occidentale: ebenda (2 | VII. 1855, 217-222, 270—274, 348—352 T. 13. 983. — Description et figure d'un Oiseau nouveau du Gabon: ebenda (2 ) VII. 1855, 555 bis 556 T. 14. 984. J. Verreaux, Oiseaux nouveaux du Gabon: Journ. Ornith. 1855, 101 — 106. 985. — Note sur le Messager ou Serpentaire du Cap de Bonne-Esperance (Serpentarius reptilivorus Daud.): Proc. Zool. Soc. London 1856, 348—352. 986. — |On the colouring matter of the wing feathers of certain Touracoes|: ebenda 1871, 40—41. 987. — Description d'une Espece nouvelle de Promerops: ebenda 1871, 135 — 136 T. VIII. * — s. auch Ilartlaub 375 — Strickland 951, 952. 988. J. F. Victorin, Zoologiska Anteckningar under en resa i södra delarne af Caplandet aren 1853 — 1855. Ur den aflidnes papper samlade och ordnade af J. W. Grill: Kgl. Vetensk. Akad. Handl. B. 2 No. 10 1858. — [S. 22—60 Vögel]. * — s. auch Grill 292, 293. 989. R. Vierthaler, Ornithologischer Tagebuchsbericht von einer Reise auf dem blauen Nil von Chartum durch Sennaar nach Rosseires: Naumannia II. Bd. 1. Heft 1852, 28—58. 990. — Über Leptoptilus rüppellii und Lanius kiek: ebenda II. Bd. 2. Heft 1852, 56 — 58. 991. — Über Ibis religiosa: ebenda 2. Heft 1852, 58—63. 992. — Einige Beobachtungen über die Zugvögel im inneren Africa: ebenda III. 1853, 18-30. * — s. auch Baldamus 20. ■■■ Vignaud s. Lefebvre 496. 993. N. A. Vigors, On a Collection of Birds from Africa, presented by II. Ellis, with Characters of New Species: Proc. Zool. Soc. London 1830 — 31, 92 — 93 u. Isis 1834, 828—829. 994. D. Vinciguerra, Contribuzione alla Fauna Ornitologica di Assab: Spallanz. Giorn. Rom. Sc. Biol. XXVIII. Fase. VI e VII 1890. — [Sammlung Antinori's]. * A. Völtzkow s. H. v. Berlepsch 27. 995. J. A. Wahlberg, Nya Fogelarter frän Damara-landet i södra Afrika: Öfvers. Kongl. Vetensk. Acad. Förhandl. 1855, 213 — 214. 996. — [Nya Fogelarterna frAn Södra Afrika|: ebenda 1856, 173 — 174. Schriften — LXXIX — Zenker 997. J. A. Wahlberg, Neue südafrikanische Vögel (aus einer brieflichen Mittheilung an Prof. Retzius in Stockholm): Journ. Ornith V. 1857, 1—4. * — s. auch Sundevall 957. ; Th. Wakefield s. Sharpe 813. * M. Waterhouse s. Alexander 6. * Sp. Weigall s. Tristram 973. 998. H. Weld-Blundell and Lord Loyat |On new Species from Somaliland and Southern Abyssinia]: Bull. Br. O. C. LXVI. Nov. 1899 u. Ibis (7.) VI. 1900, 194—197. — [Vergl. Ogilvie Grant 285I. * Welwitsch s. Bocage 76. ;: Werther s. Reichenow 707. * G. F. Westerman s. Schlegel 765. * A. Whyte s. Shelley 888, 889, 891, 895, 898 999. Wilde, Über die Nistweise des braunen Tokos (Rhvnchaceros melanoleucus) : Journ. Ornith. XXXIX. 1891, n— 13. 1000. J. C. Willoughby, Last Africa and its Big Game. The Narrative of a Sporting Trip from Zanzibar to the Borders of the Masai. London 1889. — [S. 291 — 293 eine Liste der von Hunter am Kilimandjaro gesammelten Vögel]. 1001. R. B. and J. D. S. Woodward, Further Notes on the Birds of Zululand: Ibis (7.) IV. 1898, 216 — 228. 1001a. — Natal Birds, including the Species belonging to Natal and the Lastern Districts of Cape Colony. 8 n Pietermaritzburg 1899. * — s. auch Sharpe 849. * P. Wilh. v. Württemberg s. Baldamus 22 — v. Heuglin 446. 1002. J. W. Yerbury, On the Birds of Aden and the Neighbourhood. With Notes by R. B. Sharpe Ibis (5.) IV. 1886, 11—24 T. II. 1003. — Further Notes on the Birds of Aden: Ibis (7.) II. 1896, 13—41 T. 1. * Graf Zech s. Reichenow 690, 698. * G. Zenker s. Reichenow 669, 670, 675, 683, 693, 694, 696, 701. Allgemeine Betrachtungen über die Vogelwelt Afrikas. Die Vogelwelt Afrikas ist ungemein formenreich. Wie bereits oben erwähnt, kennen wir gegenwärtig rund 2500 Arten, die etwa 66 verschiedenen Familien angehören und in über 500 Gattungen zu sondern sind. An Mannig- faltigkeit der Formen nimmt unter den Vogelfaunen der verschiedenen Tier- gebiete der Erde die afrikanische eine der ersten Stellen ein. In der bereits angezogenen Abhandlung über die „Begrenzung zoologischer Regionen vom ornithologischen Standpunkte"*) habe ich eine vergleichende Übersicht der Verbreitung der einzelnen Vogelgruppen über die verschiedenen Tiergebiete gegeben. Nach dieser Zusammenstellung sind von 146 Vogelgruppen im Indischen (Orientalischen oder Malayischen) Gebiete 85 vertreten, im Afrika- nischen (Äthiopischen) 82, im Australischen 76, im Südamerikanischen (Neotropischen) 75, im Europäisch-Sibirischen (Paläarktischen oder Östlich- gemässigten) 70, im Madagassischen 62, im Nordamerikanischen (Nearktischen oder Westlich-gemässigten) 58, im Neuseeländischen 36, im Nordpolargebiete (Arktischen) 23, im Südpolargebiete (Antarktischen) 8. Wenngleich die hier angeführten Zahlen insofern bemängelt werden können, als sie sich ver- ändern, je nachdem man die Zahl der Vogelgruppen durch Spaltung in kleinere Verbände vermehrt oder durch Zusammenziehen vermindert, so würde doch bei anderer Begrenzung der Gruppen das gegenseitige Ver- hältnis der für die einzelnen Tiergebiete angegebenen Zahlen nur wenig verändert werden. Bei einer Verminderung der Gruppen, wie in diesem Werke geschehen, wo die vorerwähnten 82 Gruppen in einige 60 Familien zusammengezogen sind, würde das Verhältnis für Afrika sich noch etwas günstiger gestalten und dieses Gebiet an die erste Stelle rücken. In welchem Verhältnisse die einzelnen Tiergebiete hinsichtlich der Zahl ihrer Vogelarten zu einander stehen, darüber lassen sich nur unge- fähre Schlüsse ziehen, da einerseits genaue Zusammenstellungen der in den verschiedenen Ländern der Erde nachgewiesenen Arten bisher noch nicht gemacht worden sind, solche andererseits auch bei dem sehr ver- schiedenen, bald mehr, bald minder fortgeschrittenen Stande der Er- forschung der einzelnen Erdteile unsicher bleiben würden. Immerhin steht fest, dass Südamerika den grössten Artenreichtum an Vögeln aufzuweisen hat, und man wird in der Annahme nicht fehlgehen, dass Afrika auch in der Zahl seiner Vogelarten an zweiter Stelle steht und das Indische Gebiet darin nicht unwesentlich übertrifft, dem es an Mannigfaltigkeit der Formen ziemlich gleichwertig ist. Ungünstiger fällt vielleicht für Afrika der Vergleich aus, wenn man die Verschiedenheit der Färbung, den Farbenreichtum des Gefieders in den *) Zool. Jahrbücher III. 1888 S. 671 u. ff. VT : ' : Reicheuow, Die Vogel Afrikas. V1 Allgemeines — LXXXIV — Gepräge der Vogelwelt verschiedenen Vogelfaunen in Betracht zieht. Zwar hat Afrika in den Familien der Pisangfresser, Nectarinien, Stare, Weber, Bienenfresser, Eis- vögel, Raken, Pirole, in den Glanzkukuken und Papageitauben zahlreiche farbenprächtige Vertreter; im allgemeinen werden aber doch die bunten Farbenmischungen, die grellen Töne und der prachtvolle Metallschimmer im Gefieder der Vögel Südamerikas, der Kolibris, der zahlreichen Papageien, Nageschnäbler, Glanzvögel, Pfefferfresser, Stärlinge und Ampeliden von den afrikanischen Vögeln nicht erreicht. Auch Australien darf wohl mit seinen Paradiesvögeln, den lebhaft gefärbten Plattschweifsittichen und Loris, den bunten Fruchttauben und Pittas einen Vorrang beanspruchen. Selbst die indische Vogelwelt erscheint in ihrer Gesamtheit in viel bunterem Ge- wände, so dass die afrikanischen Vögel nach der Farbenpracht des Gefieders erst an vierter Stelle zu nennen sind. Verglichen mit anderen über die Tropen sich erstreckenden Tier- gebieten, hat Afrika in der Zusammensetzung seiner Vogelfauna die meiste Übereinstimmung mit dem Indischen Gebiet. Nur 9 Vogelgruppen, *) die in Afrika Vertreter haben, fehlen im Indischen Gebiete gänzlich, während hier hinwiederum 11 Gruppen vorkommen, die in Afrika nicht vertreten sind. Dabei ist beachtenswert, dass Westafrika engere Beziehungen zum In- dischen Gebiete zeigt als der Osten des Erdteils: Der westafrikanische Zwergspecht, Verreauxia, erinnert an die indische Form Sasia, der Fliegen- fänger Artomyias an die indische Gattung Hemichelidon; die indisch- australische Gruppe der Schwalbenstare (Artamidae) ist in Westafrika durch die Gattung Pseudochelidon vertreten; das Vorkommen einer Pitta, einer Excalfactoria und der Reichtum an Haarvögeln in Westafrika sind fernere Beispiele. Dem australischen Gebiete gegenüber hat Afrika schon eine grössere Anzahl, nämlich 22 ihm eigentümlich angehörende Gruppen aufzuweisen, während 16 in Australien vertretene ihm fehlen. Mit dem südamerikanischen Gebiete verglichen, finden wir hingegen in Afrika 42 Vogelgruppen, die keine Vertreter in Südamerika haben, und wiederum 35 südamerikanische, die nicht in Afrika vorkommen. Trotz dieser grösseren, aus der geographischen Lage beider Erdteile leicht er- klärlichen Verschiedenheit fehlen aber Beziehungen zwischen der amerika- nischen und afrikanischen Vogelwelt nicht vollständig: Die Gattung Tigri- soma, die in Westafrika durch eine Art vertreten wird, ist südamerikanisch, ebenso die in Ostafrika vertretene Rallengattung Coturnicops; die Eulen- gattung Lophostrix hat Vertreter in Mittel- und Südamerika und in West- afrika; die Witwenente, Dendrocygna viduata, kommt gleichzeitig in Süd- amerika und in Afrika vor; Nyroca capensis ist kaum von der peruanischen- N. nationi zu sondern; die Gattung Chenalopex ist durch je eine Art in Afrika und Südamerika, sonst aber nirgends vertreten; der südafrikanische Erdspecht, Geocolaptes, erinnert an die amerikanischen Goldspechte; eben- so schliesst die afrikanische Papageiengattung Poicephalus eng an die südamerikanische Gattung Pionus sich an, der afrikanische Nauclerus riocouri an den amerikanischen Elanoides furcatus; die afrikanischen *) Hierbei ist die in den Zoolog. Jahrbüchern III. 1888 S. 701 aufgestellte Gruppen- liste zu Grunde gelegt. Allgemeines — LXXXV — Gepräge der Vogelwelt Trogoniden stehen den südamerikanischen Formen der Familie näher als den indischen. Madagaskar ist häufig faunistisch mit Afrika vereinigt worden. Dass die Insel hingegen ein selbständiges Faunengebiet darstellt, habe ich in der bereits mehrfach angezogenen Abhandlung aus der verschiedenen Zusammensetzung der beiderseitigen Vogelfaunen nachgewiesen. Trotz der nahen Lage Mada- gaskars, aus der sich das Vorkommen einzelner afrikanischen Arten daselbst, wie Scopus, Numida u. a. erklärt, fehlen 26 in Afrika heimische Gruppen auf der Insel, während Madagaskar 6 Gruppen aufweist, die in Afrika keine Vertreter haben. In engen Beziehungen steht die Vogelwelt Afrikas zu der des Europäisch- Sibirischen Gebietes. Etwa die Hälfte aller in Europa und dem gemässigten Asien vertretenen Vogelgruppen ist tropischen Ursprungs, und in der Mehr- zahl sind die Vertreter dieser Gruppen wohl nach der Eiszeit aus Afrika in die jetzt gemässigten Breiten eingewandert, z. B. die Vertreter der Ptero- clidae, Otididae, Gruidae, Vulturidae, Cuculidae, Alcedinidae, Meropidae, Upu- pidae, Coraciidae, Caprimulgidae, Macropterygidae, Hirundinidae, Muscicapi- dae, Oriolidae, Alaudidae. Damit dürfte im Zusammenhange stehen, dass die Sommervögel des Europäisch-Sibirischen Gebietes, mit Ausnahme der ost- asiatischen, in der Mehrzahl Afrika als Winterherberge benutzen, und zwar ziehen die westeuropäischen Vögel anscheinend längs der Westküste Afrikas südwärts, die osteuropäischen und westasiatischen hingegen längs der Ost- küste. Viele Wanderer, wie Storch, Rauchschwalbe, rotrückiger Würger, grauer Fliegenfänger, dehnen ihre Züge bis nach Südafrika aus, andere freilich berühren nur die Nordgrenze des äthiopischen Faunengebietes. Gegen 150 europäisch-sibirische Wanderer sind als Wintergäste in Afrika nach- gewiesen. Selbst mit der Vogelwelt des Nordpolargebietes ist die afrikanische durch gemeinsame Formen verbunden, indem auch aus den hohen nordischen Breiten die Wanderer Afrika auf dem Zuge besuchen. Es ist das ein so recht in die Augen springender Beweis für die Beweglichkeit des Vogels, für den dank seiner Flugfähigkeit keine räumlichen Schranken bestehen. Erhaben über Raum und Zeit, überfliegt der Vogel spielend fast eine Erdhälfte von einem Pole zum andern. Der bogenschnäbligc Strand- läufer, der am nördlichsten Gestade Asiens seine Jungen aufgezogen, macht sich im August auf die Wanderung, und vier Wochen später tummelt er sich am Gestade des Kaplandes, nachdem er 12 — 15000 km durchflogen hat. Auch das Südpolargebiet sendet einige Vertreter seiner Vogelwelt nach Afrika. Im Brillenpinguin und in einigen Sturmvögeln sehen wir solche Ausläufer südpolarer Vogelgruppen, die zum Teil bis zum Wendekreise des Steinbocks nordwärts sich verbreiten. Eigentümlich der Fauna Afrikas, das heisst nicht anderswo vertreten, sind 5 Gruppen, nämlich: Scopidae, Balaenicipidae, Musophagidae, Coliidac und bedingungsweise die Struthionidae. Wenngleich die letzteren in den südlichen Teil des Europäisch-Sibirischen Gebiets hinübergreifen, haben wir sie doch als Geprägeformen Afrikas zu betrachten. Bezeichnend für die afrikanische Vogelfauna sind aber ferner Reihen höchst eigenartiger Gattungen aus verschiedenen weit verbreiteten Familien. Als Beispiele seien genannt: Allgemeines LXXXVI Gepräge der Vogelwelt In der Gruppe Anatidae: Charadriidae: Gruidae: Jacanidae: Rallidae: Ciconiidae: Ardeidae: Columbidae : Phasianidae: Vulturidae: Falconidae: Strigidae: Psittacidae: Cuoulidae: Indicatoridae: Capitonidae: Picidae: Trogonidae: Bucerotidae : Alcedinidae: Meropidae: Upupidae : Caprimulgidac: Hirundinidae: Muscicapidae: Campephagidae : Laniidae: Corvidae : Sturnidae: Tylibyx, Stephan ibyx. Artamidae: Ploceidae: Fringillidae: Motacillidae: Alaudidae: Pycnonotidae : Nectariniidae: Paridae: Timeliidae: Sylviidae: die Gattungen Pteronetta, Plectropterus, Cyanochen. i Irtyxelos, Hemiparra, Xiphidiopterus Bugeranus, Balearica. Actophilus, Microparra. Himantornis, Canirallus, Rougetius, Limnocorax, Podica. Ephippiorhynchus, Abdimia, Dissoura. Erythrocnus, Melanophoyx. Turturoena, Aplopelia, Calopelia, Tympanistria, Chalcopelia, Oona (bedingungsweise). Phasidus, Agelastes, Numida (bed.), Acryllium, Guttera, Pternistes, Ptilopachus. Lophogyps. Serpentarius, Polyboroides (bed.), Melierax, Kaupifalco, Micro- nisus, Urotriorehis, Dryotriorchis, Lophoaetus, Helotarsus, Gypo- hierax, Nauclerus. Scotopelia. Psittacus, Poicephalus, Agapornis (bed.). Ceuthmochares, Pachycoccyx, Cercococcyx, Chrysococcyx, Metallo- coccyx. Melignomon, Prodotiscus. Pogonorhynchus, Melanobucco, Tricholaema, Gymnobucco, Bucca- nodon, Barbatula, Trachyphonus, Traehylaemus. Verreauxia, Geocolaptes, Dendroraus, Mesopicos, Dendropicos. Apaloderma, Ileterotrogon. Bucorvus, Ceratogymna, Bycanistes, Lophoceros, Ortholophus. Ispidina (bed.), Myioceyx. Dicrocercus, Aerops. Irrisor, Scoptelus, Rhinopomastus. Macrodipteryx, Cosmetornis, Scotornis. Psalidoprocne, Lecythoplastes. Lioptilus, Melaenornis, Bradyornis, Alseonax, Artomyias, rhina, Chloropeta, Hyliota, Smithornis, Bias, Megabias, lorhynchus, Diaphorophyia, Platystira, Batis, Erythrocercus, Klminia, Troehocercus, Pholia, Lanioturdus. Lobotus. Eurocephalus, Prionops, Sigmodus, Fraseria, Urolestes, Corvinella, Nilaus, Laniarius, Dryoscopus, Telephonus, Malaconotus, Nicator. Corvultur, Picathartes, Cryptorhina. Buphaga, Pholidauges, Cosmopsarus, Lamprotornis, Chalcopsar, Lamprocolius, Coccycolius, Spreo, Amydrus, Onychognathus, Stilbopsar, Dilophus, Poeoptera. Pseudochelidon. 1 lypochera, Vidua, Linura, Coliuspasser, Urobrachya, Pyromelana, Diatropura, Quelea, Pyrenestes, Amadina, Nigrita, Cryptospiza, Pytelia, Spornpipes, Amblysopiza, Dinemellia, Textor, Ilistur- gops, Brachycope, Ploceipasser, Malimbus, Symplectes. Rhynchostruthus, Poliospiza, Alario, Linurgus, Philetairus. Macronyx. Certhilauda, Spilocorydon, Heliocorvs. Andropadus, Phyllostrephus, Ixonotus. Nectarinia, Drepanorhynchus, Anthobaphes, Promerops. Parisoma. Aethocichla, Neocichla, Amaurocichla, Bathmocercus, Stiphrornis, Ilylia, Camaroptera, Parmoptila, Lobornis, Pholidornis, Eremo- mela, Sylviella, Eminia, Apalis, Maerosphenus, Melocichla, Chaetops, Bradypterus, Cryptillas, Cercotrichas, Erythropygia, Cichladusa, Cossypha, Tarsiger. Thamnolaea, Neocossyphus. Stizo- Pedi- Die Tiergebiete Afrikas nach Wallace 1876. Die Tiergebiete Afrikas nach Reichenow 1900. Verlag: J. Neumann, Neudamm. Reichenow, Die Vögel Afrikas. Allgemeines — LXXXVII Tiergebiete Ausserdem darf noch eine Reihe von Familien insofern als bezeichnend für Afrika gelten, weil diese Gruppen hier augenscheinlich ihr Verbreitungs- centrum haben: Von etwa 300 Arten der Webervögel (Ploceidae) sind etwa 200 ausschliesslich afrikanisch. „ „ 120 „ „ Bartvögel (Capitonidae) „ „ 80 „ „ „ „ 100 „ „ Lerchen (Alaudidae) „ „ 60 „ „ „ „ 68 „ „ Nashornvögel (Bucerotidae) „ „ 32 „ „ „ „ 36 „ „ Bienenfresser (Meropidae) „ „ 29 „ „ „ „ 32 „ „ Trappen (Otididae) „ „ 21 „ „ „ 120 „ „ Blumensauger (Nectariniidae) „ „ 90 „ „ „ 16 „ „ Geier (Vulturidae) „ „ 10 „ „ „ „ 16 „ „ Flughühner (Pteroclidae) „ „ 12 „ „ 19 „ „ Hopfe(Upupidae) „ „ 17 „ „ „ „ 12 „ „ Honiganzeiger (Indicatoridae) „ „ 10 „ Wie schon auf Seite XXXV des geschichtlichen Abschnittes angedeutet wurde, haben die Anschauungen über die Tierverbreitung in Afrika, die in den siebziger Jahren die herrschenden waren und auf Seite XVII wie auf der nebenstehenden Karte dargestellt sind, durch die Forschungen während der letzten drei Jahrzehnte eine wesentliche Umgestaltung erfahren. Bereits im Jahre 1886 (631) habe ich darauf hingewiesen, dass die von Wallace vor- genommene Einteilung Afrikas in zoologische Regionen nicht beibehalten werden könne und dass die Sonderung der Faunengebiete im allgemeinen wie der Verlauf der Grenzen im einzelnen sich thatsächlich wesentlich anders gestalte (s. Schriften No. 681 S. 10). Durch die neuesten Forschungen sind meine damaligen Ansichten bestätigt, aber noch wesentlich ergänzt worden. Nach unserer gegenwärtigen Kenntnis der Verbreitung der Vögel in Afrika sind meiner Ansicht nach zwei Faunengebiete zu unterscheiden: Das westliche Waldgebiet und das östlich-südliche Steppengebiet.*) Das westliche Waldgebiet (rot auf der Karte) umfasst Westafrika vom Gambia südwärts bis zur Wasserscheide zwischen Kuanza und Katumbella und das Innere des Erdteils ostwärts bis zum Niamniamlande, dieses ein- schliessend, ferner bis zu den mittelafrikanischen Seen, dem Victoria Niansa, dessen Nord- und Ostufer umfassend, bis zum Tanganjika und bis an die Westabhänge des Nyikahochlandes, im Süden bis zur Wasserscheide zwischen Kongo und Sambesi. Es umschliesst somit die Flussgebiete des Gambia, Volta, Niger, Sannaga, Gabun, Kongo und Kuanza. Das östlich-westliche Steppengebiet (blau auf der Karte) umfasst den Süden des Erdteils nordwärts bis zur Wasserscheide zwischen Katumbella und Kuanza und zwischen Sambesi und Kongo, den Osten westwärts bis zum Tanganjika und Victoria Niansa, den Nordosten südwestlich bis zur Wasser- scheide zwischen Nil und Kongo, das Tschadgebiet und endlich das Senegal- gebiet im Nordwesten. Bezeichnende Formen des westlichen Waldgebietes sind folgende Gattungen: Himantornis, Tigrisoma, Agelastes, Phasidus, Gypohierax (be- dingungsweise), Dryotriorchis, Urotriorchis, Lophostrix, Psittacus, Corythae- ola, Musophaga, Cercococcyx, Coccycolius, Gymnobucco, Trachylaemus, Verreauxia, Meropogon, Meropiscus, Ortholophus, Myioceyx, Pitta, Megabias, Diaphorophyia, Stizorhina, Fraseria, Pseudochelidon, Picathartes, Onycho- *) Vergl. die untere Karte der nebenstehenden Tafel. Allgemeines I.XXXVIII Tiergebiete gnathus, Malimbus, Spermospizä, Ixonotus, Lobotus, Lobornis, Pholidornis, Parmoptila, Hypergerus, Macrosphenus, Alethe, Äraaurocichla und andere. Für das östlich-südliche Steppengebiet sind hingegen zu nennen: Struthio, Microparra, Grus, Pterocles, Pteroclurus, Acryllium, Vultur, Otogyps, Serpen- tarius, Gallirex, Gymnoschizorhis, Trachyphonus, Rhinopomastus, Chloro- peta, Eurocephalus, Urolestes, Corvultur, Amydrus, Cosmopsarus, Chalcopsar, Textor, Dinemellia, Ploceipasser, Rhynchostruthus, Promerops, Salpornis, Argya, Tarsiger, Bradypterus und andere Heide Faunengebiete, Westen und Osten-Süden, zerlallen wieder in Untergebiete, für deren genaue Begrenzung indessen unsere gegenwärtige Kenntnis grösstenteils noch keine sicheren Anhaltspunkte bietet. Die auf der Karte durch Punktlinien gezogenen Grenzen sind somit mehr oder weniger hypothetische. Zunächst zerfällt das westliehe Waldgebiet in zwei Teile, Ober- und Unterguinea (I und II der Karte). Die Grenze zwischen beiden ist — in diesem Falle mit ziemlicher Sicherheit festgestellt — das Kamerungebirge. Die nördlichen Teile Westafrikas vom Gambia bis zum Rio del Key bilden Oberguinea, Unterguinea erstreckt sieh vom Kamerungebirge südwärts bis zum Kuanza und ostwärts bis zum Niamniamlande und bis zu den mittel- afrikanischen Seen. Ferner gehören dazu die Inseln in der Guineabucht. In diesen beiden Untergebieten treffen wir vielfach einander vertretende Formen, deren scharfe Scheidegrenze das Kamerungebirge bildet. Als Bei- spiele solcher vertretenden Können sind zu nennen: In Oberguinea Muso- phaga violaeea, Agapornis swindernianus, Trachylaemus goffini, Meropiscus gularis, Ortholophüs leücolophus, Lophoceros semifasciatus, Picathartes gym- nocephalus, Tricholaema hirsutum, Andropadus congener, Xenocichla harterti, Malimbus eristatus, M. baitletti, Anthreptes idins; in Unterguinea dagegen Musophaga rossae, Agapornis zenkeri, Trachylaemus purpuratus, Meropiscus australis, Ortholophüs alboeristatus, Lophoceros fasciatus, Picathartes oreas, Tricholaema flavopunctatum , Andropadus latirostris, Xenocichla simplexj Malimbus scutopartitus, M. rubricollis, Anthreptes fraseri. In Oberguinea zeigen wieder das Gambiagebiet, Sierra Leone und Liberia ein einheitliches faunistisches Gepräge (I a) gegenüber dem (istlichen Teile, der aus Goldküste, Togoland und dem Niger-Benuegebiete sich zu- sammensetzt (Ib). In Unterguinea lassen sieh drei Teile sondern: Kamerun und Gabun (IIa), dann das Kongogebiet mit Loango, Angola und dem nörd- lichen Benguella (IIb), und das mittlere Seengebiet um den Niansa, Albert- Edward und Albertsee (II c), letzteres dadurch eigentümlich, dass hier westliche Formen mit nordöstlichen und östlichen sich mischen. Das ("istlich-südliche Steppengebiet kann man zunächst in drei Unter- gebiete sondern: Den Süden nordwärts bis zum südlichen Benguella und zum Sambesi, den Osten vom Niassa bis zum Somalilande und den Nord- osten nebst Wadai, Bomu und dem Senegalgebiete. Die Grenzen dieser drei Teile sind aber nicht so scharf wie im Westen die Grenze zwischen Ober- und Unterguinea; vielmehr gehen diese Faunengebiete allmählich in- einander über. Vielfach verbreiten sich nordöstliche Formen südwärts bis Ostafrika und werden erst im eigentlichen Süden durch vertretende Formen ersetzt, während andererseits südliche Formen nordwärts über Ostafrika ihre Verbreitung ausdehnen und erst im Nordosten Vertreter haben. So finden wir Allgemeines _ LXXXIX — Tiergebiete beispielsweise Eurocephalus rüppelli vom Nordosten bis Uhehe, im Süden aber die vertretende Form E. anguitimens, den nordöstlichen Ploceipasser melano- rhynchus südwärts bis zum Massailande, im Süden dagegen P. mahali, Den- dromus nubicus vom Nordosten südwärts bis Ussagara, im Süden aber I). notatus; hingegen verbreitet sich der südliche Corvultur albicollis nord- wärts bis an den Victoria Niarisa und wird im Nordosten durch C. crassi- rostris ersetzt, Bucorvus cafer geht ebenfalls vom Kaplande bis an den Victoria Niansa und ist im Nordosten durch B. abyssinieus ersetzt, ebenso finden wir Bubo maculosus und Iynx pectoralis im Süden und Osten, im Nordosten dagegen die ersetzenden Formen B. cinerascens und I. aequato- rialis. .Als Übergangsgebiet zwischen dem Süden und Osten ist insbesondere das Niassaland mit dem oberen Rowumathale aufzufassen, das auch eine Reihe eigentümlicher Formen aufzuweisen hat, ebenso als Übergangsgebiet zwischen dem Osten und Nordosten das Witu-Somaligcbiet, gleichfalls durch eigentümliche Arten gekennzeichnet. Da auch der Südwesten und das Senegalgebict Eigentümlichkeiten aufweisen, so lässt sich das östlich-südliche Steppengebiet in 8 engere Tiergebiete zerlegen: Das Senegalgebiet (111 auf der Karte); der Nordosten (IV) südlich bis, Schoa und westwärts bis zum Tschadgebiete; das Somali -Witugebiet (V), südwärts bis zum Tana oder bis an den Kilimandscharo nebst Sokotra; Deutschostafrika (VI), vom Pan- gani bis zum Rufidschi, mit den Inseln Sansibar, IVmba und Mafia; das Niassaland (VII) mit dem oberen Rowuma; das Sambesigebiet (VIII); dt-v Süden (IX), Kapland mit Limpopo- und Oranjegebiet; der Südwesten (X), das Damaragebict mit Mossamedes und dem südlichen Benguella. Die Auf- stellung dieser Untergebiete beruht aber, wie wir wiederholen müssen, mehr auf Vermutung als auf Erfahrung und wird mit fortschreitender Kenntnis wesentliche Veränderungen erleiden. Es sei hier noch auf eine auffallende Thatsache in der Tierverbreitung Afrikas hingewiesen, dass nämlich die Hochgebirge in den verschiedenen Faunengebieten merkwürdige Übereinstimmungen zeigen und die gleichen oder doch sehr ähnliche Vogelformen beherbergen, die nur aul diesen Gebirgen, nicht aber in den zwischenliegenden fiefländern vorkommen. So ist die von mir auf dem Kamerun entdeckte Cryptospiza reichenowi in einer sehr nahe verwandten Form, C. salvadorii, auf den Hochgebirgen Schoas und auf dem Kilimandscharo und in einer dritten Art, C. australis, auf dem Somba im Niassalande wiedergefunden worden. Der auf dem Kamerun lebende eigen- tümliche Hochgebirgsfink, Linurgus olivaceus, ist in einer abweichenden Form, L. kilimensis, auf dem Kilimandscharo wieder angetroffen worden. Auch Turdinus raonachus vom Kamerun und T. kilimensis vom Kilimandscharo sind einander ersetzende Formen. Aus diesen vereinzelten Vorkommnissen einander so ähnlicher Arten sollte man schliessen, dass in früherer Zeit ein Zusammenhang zwischen den Hochgebirgen Afrikas bestanden hat. Vielleicht ragten dieselben als Inseln aus dem Ocean hervor, zu einer Zeit, wo das dazwischen liegende Tiefland noch vom Meere bedeckt war; die Bewohner der Inseln aber blieben in ihrer Verbreitung auf ihre ursprünglichen engeren Wohn- plätze beschränkt, auch nachdem das zwischenliegende Land aus dem Meere sich emporgehoben hatte und nunmehr eine Landverbindung zwischen den einstigen Inseln hergestellt war. Jedoch erscheinen solche I [ypothesen bei dem gegenwärtigen Stande unserer faunistischen Kenntnis Afrikas noch verfrüht. Allgemeines — XC — Lebensweise Sehr wenig ist es, was wir zur Zeit erst über die Lebensweise, Brut, Mauser, Wanderung, Nahrung und Gebaren der afrikanischen Vögel wissen. Die Brutzeit der afrikanischen Vögel fällt im allgemeinen mit der Regen- zeit zusammen. Dem Stande der Sonne gemäss nimmt in den Ländern nördlich des Äquators die Regenzeit unsere Sommermonate ein, während sie südlich des Äquators in unseren Wintermonaten herrscht. Es kommen indessen viele örtliche Abweichungen und Beschränkungen vor. So nimmt man zum Beispiele an der Goldküste häufig zwei Regenzeiten wahr, die erste von Mai bis Juli, die zweite, kürzere, im September, beide bald mehr, bald weniger auffallend durch eine trockene Zeit von wenigen Wochen unterbrochen. In dem dicht bewaldeten, an Feuchtigkeit reichen Kamerun- thale währte die Trockenzeit während meines Aufenthaltes kaum zwei Monate, von Ende Dezember bis Anfang Februar. In Nordostafrika dauert nach von Heuglin die grosse Regenzeit etwa von Mai bis September, weiter südlich nach dem Äquator zu von Juni bis Oktober. Im Damaralande währt die Regenzeit nach Fleck vom November bis März, welche die heissesten Monate sind, Mai bis August sind die trockenen und kalten Monate. Auch für den Sambesi wird die Regenzeit für November bis April angegeben. Über die Anzahl der Brüten, welche die afrikanischen Vögel im Jahre machen, fehlen genaue Angaben; doch ist nach der beobachteten Dauer der Brutzeit anzunehmen, dass kleinere Vögel wenigstens zwei bis drei Brüten machen. In der Nistweise, in der Anlage und Form des Nestes zeigt sich bei den afrikanischen Vögeln manche Besonderheit. Wie bei uns stellen die Raubvögel ihre oft umfangreichen Horste auf die Wipfel und in die Ast- gabeln hoher Bäume; wie bei uns findet man die losen Bauten der Reiher kolonienweise, bald höher, bald niedriger an Gewässern und in Sümpfen; Eisvögel und Bienenfresser nisten in selbst gegrabenen Löchern an steilen Uferabhängen; Spechte und viele Bartkukuke meisseln ihre Bruthöhlen in kernfaule Bäume, die später anderen Höhlenbrütern, wie Staren, Liesten und den kleineren Papageien willkommene Wohnungen werden. Gleich den unsrigen legen die westafrikanischen Tauben ihre zwei weissen Eier auf kleine, durchscheinende, durch wenige übereinander gelegte Zweige ge- bildete Nester. Die Frankoline scharren wie unser Rephuhn in den Steppen flache Vertiefungen in den Boden, die mit wenigen Grashalmen ausgekleidet werden. Die Schwalben kleben ihre aus Lehm gebauten, bald viertel- oder halbkugeligen, bald flaschenförmigen Nester an Felsen und Bäume. Die unruhigen, schmarotzenden Kukuke schieben wie unser Gauch ihre Eier den kleinen Vögeln unter, deren eigene Brut vernichtend. Wie bei uns die Storchnester auf den Dächern der Scheunen stehen, so krönen die Horste des Abdimstorches im Sudan die Firsten der Negerhütten, und der afrikanische Haussperling versteht es mit der gleichen Schlauheit und derselben Unver- schämtheit wie unser Spatz in den Strohdächern der Negerhütten sich heimisch zu machen und Mauernischen zu wohnlichen Behausungen einzurichten. Auffallend aber sind in Afrika die vollständig geschlossenen Nester bei zahlreichen Singvögeln und höchst eigenartig die Kunstbauten der Weber. Die geschlossenen Nester haben kugelförmige oder länglichrunde Form; das Schlupfloch befindet sich seitlich dicht unter der oberen Wölbung und wird häufig durch einen dachartigen Überbau geschützt. Sie sind entweder Allgemeines — XCI — Lebensweise an Stengeln von Stauden oder Schilfgras angewebt oder an Buschzweigen befestigt oder hängen an Zweigenden frei in der Luft. So bauen die Cisticola-Arten und andere Timalien, Witwen und Feuerweber, auch die Blumensauger, die ihre Nestbcutel noch weich mit Pflanzenwolle auspolstern. Bezeichnend für afrikanisches Vogelleben, einzig in ihrer Art, nicht mit den Bauweisen irgend einer anderen Vogelfamilie vergleichbar sind die künstlichen Nester der eigentlichen Webervögel. Höchst verschieden in Anlage und Form; der Verschiedenheit der Arten entsprechend, liegt doch allen derselbe Plan zu Grunde. Immer sind es vollständig geschlossene Bauten, meistens an dünnen Zweigen oder Palmblattspitzen frei in der Luft hängend, deren Zugangsöffnung sich an der unteren Seite befindet und oft durch eine lange Röhre gebildet wird, wodurch das Nest Retortenform er- hält. Die Nester sind aus geschmeidigen Grashalmen gewebt, die in der Regel frisch, noch grün, verarbeitet werden. Auch kunstfertige Schneider giebt es in den Gattungen Prinia und Camaroptera, die ihre beutelfürmigen Nester aus Blättern zusammennähen. Offene Nester bauen die Raben, Würger, Haarvögel, viele Timalien, Drosseln und grasmückenartigen Vögel. Als höchst eigenartig ist noch der Nestbau des Schattenvogels (Scopus umbretta) und der Gesellschaftsbau des Siedelsperlings (Philetairus socius) zu erwähnen, die bei den betreffenden Arten beschrieben sind, und die sonderbare Brutweise der Nashornvögel, deren Weibchen sich in der Brut- höhle einmauern und während der ganzen Brutdauer vom Männchen ge- füttert werden. Höhlenbrütern bieten die häufig über Mannshöhe sich erhebenden Termitenhügel willkommene Wohnungen. Eulen siedeln in den verlassenen Termitenbauten sich an, und der Somalipapagei, Poicephalus rufiventris, be- nutzt sie mit Vorliebe als Niststätte. Wie bei allen Tropenbewohnern ist die Eierzahl der Gelege bei den afrikanischen Vögeln kleiner als bei den Vögeln gemässigter Breiten. Sie beträgt bei kleinen Singvögeln, die bei uns 4 — 6 Eier zu legen pflegen, nur 2 — 3. Nach beendeter Brut, also gegen Ende der Regenzeit, tritt bei den afrikanischen Vögeln die Mauser ein. Viele haben aber noch eine zweite (Frühjahrs-)Mauser, die dann in den Anfang oder kurz vor Beginn der Regenzeit fällt. Wir beobachten solche doppelte Mauser besonders bei denjenigen Vögeln, die verschiedenes Brut- und Winterkleid haben, wie beispielsweise die Weber, die vor Beginn der Brut ein auffallendes gold- gelbes, rotes oder samtschwarzes Gefieder erhalten und dieses Pracht- kleid nach der Brutzeit mit einem sperlingsgrauen Gefieder vertauschen. Wie es scheint, sind nur wenige afrikanische Vögel Standvögel im vollkommenen Sinne des Wortes. Die meisten wandern während der trockenen Jahreszeit oder streichen wenigstens innerhalb beschränkter Grenzen. In den Urwaldgebieten behält die Luft auch während der wenigen regenlosen Monate durch die Verdunstung der zahlreichen Flüsse und Wasser- becken einen bedeutenden Wassergehalt. Der starke Nachttau reicht hin, den Boden genügend zu benetzen und den Pflanzen die nötige Feuchtigkeit zu geben. Der Pflanzenwuchs verändert daher hier auch in der Trocken- zeit nur wenig sein Gepräge. Die Vögel finden jahraus jahrein zusagende 5 Allgemeines — XCII — Lebensweise Wohnstätten und hinreichende Nahrung; nichts treibt sie hier zur Ver- änderung ihres Aufenthaltes; sie streichen daher nur familienweise in den weiteren Grenzen ihres Wohngebietes umher. In den Steppen aber ver- sengt die glühende Sonne den üppigen Graswuchs, den sie mit Hilfe des Wassers geschaffen, vernichtet das Laubwerk vieler Bäume und Sträucher. Die Vögel, welche die Steppe bewohnen, finden dann nicht mehr aus- reichende Nahrung und suchen, zu grossen Scharen vereinigt, andere Jagd- gründe auf. Vermutlich finden in bestimmten Gegenden regelmässige der- artige Wanderungen statt; jedoch liegen bis jetzt noch gar keine Be- obachtungen darüber vor. Im Gegensatze zum Veröden der Steppen zur Trockenzeit werden die verdorrten Grasflächen oft zum Sammelort wandernder Vogelscharen, wenn die trockenen Grasreste, durch die Sonne oder durch die Neger an- gezündet, in Brand geraten und dadurch ein umfangreicher Steppenbrand entsteht. In grossen Scharen sieht man dann Schmarotzermilane, Falken, Bienenfresser und andere Insektenfresser über der Feuersäule schweben. Unaufhörlich stossen die Vögel durch die Rauchwolken auf die kleinen Säugetiere, Reptilien und Insekten, die, in Massen aufgescheucht, vor den Flammen flüchten, ergreifen die geängstigten Flüchtlinge, um im Fluge schnell den Raub zu verzehren und sich von neuem auf die Beute zu stürzen. Noch einer anderen, nur in den Steppengebieten vorkommenden Er- scheinung ist zu erwähnen, die auf die Wanderungen der afrikanischen Vögel von Einfluss wird, nämlich des Auftretens der Wanderheuschrecken. Den ungeheuren Zügen dieser Insekten, die in dichten Schwärmen über den Boden hinschwirren oder, vom Winde getrieben, grossen Wolken gleich in hoher Luft über die Landschaft hinziehen, folgen Vogelscharen ver- schiedener Arten und nähren sich von ihnen tage- und wochenlang. Be- sonders eifrige Heuschreckenvertilger sind die Brachschwalben (Glarcola), aber auch Milane, Falken und Bienenfresser finden sich ein, und selbst Möwen, Lachseeschwalben, Kiebitze, Ibisse, Störche, Reiher und Kraniche nehmen am Schmause teil. Anzeichen liegen dafür vor, dass die Heu- schreckenschwärme bisweilen die verfolgenden Vogelscharen in Gebiete führen, die ausserhalb ihrer Verbreitungsgrenzen gelegen sind. Mit vorstehendem haben wir bereits die Nahrung der afrikanischen Vögel berührt. Im allgemeinen gleicht die Ernährung derjenigen unserer Vogelarten, nur ist die Fruchtnahrung in Afrika eine viel allgemeinere als bei uns. Ausser den meisten Singvögeln, die zeitweise von Früchten sich nähren, sind die Helmvögel, Bartvögel, Nageschnäbel, Nashorn- und Maus- vögel besondere Fruchtfresser, aber auch fruchtfressende Tauben sind vor- handen (Vinago), und selbst unter den Raubvögeln finden sich Fruchtfresser, wie ja der Geierseeadler Palmkcrne als Nahrung bevorzugt. Auffallend ist es, dass trotz des Überflusses an verschiedenster Insekten- nahrung auch Ameisen von einzelnen Singvögeln, wie es scheint, mit Vor- liebe genossen werden, während unsere Singvögel diese Kerfe verschmähen. Einige Timalien (Napothcra, Turdinus) folgen den Zügen der Wanderameisen. Sobald deren geschlossene Reihen sich auflösen, über ein Gelände sich aus- breiten und dann alles, Erde, Zweige und Blätter der Bäume und Sträucher, bedecken, so sind diese Vögel darüber her und schmausen nach Herzens- lust. Ihre Mägen findet man dann mit Ameisen vollgepfropft. Allgemeines — XCIII — Lebensweise Mit dem Reichtume der Steppengegenden Afrikas an grossem Wilde und dessen Feinden, den grossen Raubtieren, hängt das Vorkommen aas- fressender Vögel zusammen. Kein Erdteil hat daher so viele Geierarten aufzuweisen wie Afrika. Zu ihnen gesellen sich die Raben, aber auch unter anderen Vogelgruppen finden sich Aasfresser. So stellt der Marabustorch regelmässig bei dem Aase sich ein, und selbst der Hornrabe (Bucorvus) ist beim gefallenen Wilde ein häufiger Gast. Mannigfach wie ihre Körperformen sind auch die Stimmen der afrika- nischen Vögel, und mancher hervorragende Sänger ist zu hören. In den Wäldern schmettern neben den echten Drosseln die Haarvögel und Bülbüls (Pycnonotidae) ihre vollen, drosselartigen Strophen. Daneben ertönen die pyrolartigen Rufe des Drongos (Dicrurus). In den Triften und bei den Ortschaften hört man den kurzen, aber klangreichen Gesang von Melocichla und die dem Gesänge unserer Grasmücken und Schilfsänger ähnlichen Weisen der Cisticolaarten und anderer Timalien. Auch die Königin des Gesanges lässt sich in Afrika hören: Am Pangani lauschten Fischer und Schillings dem Schlage der afrikanischen Nachtigal. Im freieren Gelände ertönt der weit schallende, flötenartige Ruf der Buschwürger, in der Steppe der Gesang der Steinschmätzer und Lerchen, und neben dem durchdringenden Kichern der Seeadler, Milane und Falken, den hellen Trillern des Sumpfgeflügels sind es die Schrilltöne der Eisvögel, Bienenfresser und Nashornvögel, die lauten Pfiffe der Glanzkukuke, die unkenartigen Rufe der Fleckentäubchen (Chalcopelia) und die dumpfen, aus dichtem Gebüsche hervordringenden Laute der Sporenkukuke, die der Landschaft Leben und Reiz verleihen als Zeugen der ewig schaffenden Natur. Systematische Übersicht der Arten des ersten Bandes. No. Seite I. Struthionidae 1. Struthio camelus L. . . . 6 2. — massaicus Neum. . . . 10 3. — australis Gurn 12 4. — morybdophanes Rchw. 12 IL Spheniscidae 5. Spheniscus demersus (L.) 14, 679 III. Colymbidae 6. Colymbus cristatus L. . . . 16 7. — nigricollis (Brehm) ... 17 8. — capensis ([Lcht] Salvad.) 18 IV. Procellariidae 9. Diomedea exulans L. . . . 21 10. — melanophrys [Boie] Tem. 21 11. Thalassogeron chloro- rhynchos (Gm.) 22 12. — layardi Salv 23 13. Phoebetria fuliginosa (Gm.) . 23 14. Ossifraga gigantea (Gm.) . . 24 15. Procellaria aequinoctialis L. . 24 16. — cinerea Gm 25 17. Aestrelatamacroptera(A.Sm.) 26 18. — lessoni (Garn.) .... 26 19. — incerta (Schi.) .... 26 20. — mollis (j. Gd.) .... 27 21. Priocella glacialoides (A. Sm.) 27 22. Daption capensis (L.) ... 28 23. Puffinus griseus (Gm.) . . 29 24. — gravis (O'Reilly) . . . 29 25. — obscurus (Gm.) .... 30 26. ■ — persicus Hume .... 30 27. Prion coeruleus (Gm.) . 31, 679 Beichcnow, Die Vogel Afrikas. No. Seite 28. Prion vittatus (Gm.) ... 31 29. — banksi (A. Sm.) .... 32 30. — desolatus (Gm.) .... 32 31. — brevirostris J. Gd. ... 33 32. Oceanodroma leucorhoa (Vieill.) 33 33. — castro (Harc.) .... 34 34. Hydrobates pelagicus (L.) . 34 35. Oceanites oceanicus ([Banks] Kühl) 35 36. Fregettamelanogaster(J. Gd.) 36 V. Laridae 37. Stercorariusantarcticus(Less.) 38 38. — pomarinus (Tem.) ... 38 39. — crepidatus (Banks) . . . 39 40. Larus fuscus L 41 41. — dominicanus Lcht. ... 41 42. — cachinnans Pall 42 43. — affinis Reinh 43 44. — gelastes [Lcht.] Timm. . 43 45. — cirrocephalus Vieill. . . 44 46. — hartlaubi (Bruch) ... 45 47. — phaenicopos (Gm.) ... 46 48. — ridibundus L 47 49. — brunneicephalus Jerd. . 48 50. — leucophthalmus Tem. . . 48 51. — hemprichi ([Bp.] Bruch) . 49 52. Gelochelidon nilotica (Hasselq.) 51 53. Sterna fuliginosa Gm. ... 53 54. — anaestheta Scop. ... 55 55. — caspia Pall 56 56. — bergei Lcht 57 57. — maxima Bodd 59 58. — media Horsf 60 59. — cantiaca Gm 62 VII Laridae XCVIII — Charadriidae No. 60. Sterna dougalli Mont. . . Gl. — macrura Naum 62. — hirundo L 63. — vittata Gm 64. — albigena [Lcht.] Heugl. . 65. — minuta L 65a. — ■ minuta saundersi Hume 66. — antillarum Less 67. — balaenarum (Strickl.) . 68. Hydrochelidon nigra (L.) . . 69. — leucoptera (Schinz). . . 70. — hybrida (Pall.) . . . . 71. Gj'gis Candida (Gm.) . . 72. Anous stolidus (L.) . . . . 73. — leucocapillus J. Gd. . . 74. Rynchops flavirostris Vieill. . VI. Phaethontidae 75. Phaethon aethereus L. . . 76. — indicus Hume . . . . 77. — lepturus Lacep. Daud. Seite 63 63 64 65 65 66 67 68 68 70 71 72 73 74 75 76 79 80 81 VII. Sulidae 78. Sula bassana (L.) .... 83 79. — capensis (Lcht.) .... 84 80. — cyanops (Sund.) ... 84 81. — sula (L.) 85 82. — piscator (L.) 86 83. Fregata aquila (L.) .... 87 VIII. Phalacrocoracidae Phalacrocorax lucidus (Lcht.) 89 84. 84a. - - lucidus lugubris Rüpp. . 90 85. — carbo (L.) ... 90, 679 86. — ncglcctus (Wahlb.) . . 91 87. — nigrögularis Forb. Grant 92 88. — capensis (Sparrm.) . . 92 89. — africanus (Gm.) .... 93 90. Anhinga rufa (Lacep. Daud.) . 95 IX. Pelecanidae 91. Pelecanus onocrotalus L. 99, 679 92. — roseus Gm 101 93. — rufescens Gm 102 No. 94. 95. 96. 97. 98. 99. 100. 101. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 11 Sa 119. 120. 121. Seite X. Anatidae Erismatura maccoa (A. Sm.) 105 Thalassornis leuconotus Eyt. 106 Nyroca fuligula (L.) . . .107 — capensis ([Cuv.] Less.) . 108 — nyroca (Güld.) . . . .109 Spatula clypeata (L.) . . .110 — capensis ([A. Sm.] Eyt.) 111 Anas boschas L 113 — undulata Dubois . . .113 — sparsa [A. Sm.] Eyt. . .115 — strepera L 116 — penelope L 117 — acuta L 117, 679 — erythrorhyncha Gm. . .118 — capensis Gm 120 — punctata ßurch. . . . 120 — querquedula L 121 — crecca L 122 Pteronettacyanoptera([Tem.] Hartl.) 123 Dendrocygna viduata (L.) . 124 — fulva (Gm.) 126 Nettapus auritus (Bodd.) . 127 Sarkidiornis melanotus (Penn.) 129 Chenalopex aegyptiacus (L.) 131 Plectropterus gambensis (L.) 134 . — gambensis niger Sei. . 136 Casarca casarca (L.) . . . 136 — cana (Gm.) 137 Cyanochen cyanopterus (Rüpp.) 138 XI. Charadriidae 122. Haematopus ostralegus L. . 140 123. — moquini Bp 141 124. Arenaria interpres (L.) . . 142 125. Glareola lusca (L.). . 144, 680 126. — melanoptera Nordm. . . 145 127. — ocularis Verr 147 128. — nuchalis G. R. Gr. . .147 129. — liberiae Schi 148 130. — cinerea Fräs 149 131. Pluvianus aegyptius (L.) . 150 132. Cursorius gallicus (Gm.) . 153 133. — somalensis Shell. . . . 154 134. — rufus f. Gd 155 Charadriidae — XCIX Otididae No. 135. Cursorius temmincki Sw. . 136. Rhinoptilus chalcopterus (Tem.) 137. — albofasciatus Sharpe . . 138. — africanus (Tem.) . . . 139. — bisignatus (Haiti.) . . . 130a. — bisignatus hartingi Sharpe 140. — cinctus (Heugl.) . . . 141. Ortyxelos meiffreni (Vieill.) 162, 142. Squatarola squatarola (L.) 143. Charadrius apricarius L. — dominicus fulvus Gm. — geoffroyi Wagl. . . — asiaticus Pall. . . . — inconspicuus [Lcht.] Wagl - alexandrinus L. . . Vieill. . . ginatus tenellus Seite No. 155 Seite 144 145 146 147 148 149 149a. — mai Haiti. 150. — varius 151. - 152. — 152 bis. 153. — 154. — 155. — 156. — Vieill. . . . sanctaehelenae (Haiti ng) venustus Fschr. Rchw. — rufocinctus Rchw. hiaticula L dubius Scop tricollaris Vieill. . . . forbesi (Shell.) . . . . 157. Stephanibyx melanopterus (Cretzschm.) 158. — inornatus (Sw.) . 179, 159. — coronatus (Bodd.) . . . 160. Chaetusia gregaria (Pall.) . 161. — leucura (Lcht.) . . . . 162. Hemiparra crassirostris ([Fil.] Haiti.) 163. — leucoptera (Rchw.) . . 164. Hoplopterus spinosus (L.) . 165. — speciosus ([Lcht.] Wagl.) 166. Sarciophorus tectus (Bodd.) 167. — ■ latifrons Rchw 168. — superciliosus (Rchw.) 169. Tylibyx melanocephalus (Rüpp.) 170. Xiphidiopterus albiceps (J. Gd.) 171. Lobivanellus senegallus (L.) 172. — lateralis (A. Sra.) . . . 173. Oedicnemus oedicnemus (L.) 157 158 159 160 160 16(1 680 163 165 166 166 167 168 169 17«) 171 171 173 173 680 174 175 170 178 179 08(1 180 183 183 184 L85 186 188 IS9 190 190 191 192 193 194 195 174. Oedicnemus senegalensis Sw 107 175. — capensis Lcht 198 176. — dodsoni Grant .... 200 177. — vermiculatus Cab. . . 200 177a. — vermiculatus büttikoferi Rchw 201 XII. Dromadidae 178. Dromas ardeola Payk. . . 202 XIII. Scolopacidae 179. Recurvirostra avocetta L. . 180. Himantopus himantopus (L.) 181. Numenius arquatus (L.) . . 182. — phaeopus (L.) . . . . 183. Limosa lapponica (L.) . . L84. — limosa (L.) 185. Terekia cinerea (Güld.) . . 186. Totanus pugnax (L.) . . . 187. -- littoreus (L.) 188. — fuscus (L.) 189. — totanus (L.) 190. — stagnatilis Bchst. . . . 191. — ochropus (L.) . . . . 192. -- glareola (L.) 193. Tringoides hypoleucos (L.) 194. Calidris arenaria (L.) . . 195. Tringa canutus (L.) 196 — alpina L 197. — ferruginea Brunn. . 230, 198. — ■ bairdi (Coues) .... 199. — minuta Leisl 200. — temmincki Leisl. . . . 201. Gallinago media (Frisch) 202. — nigripennis Bp 203. — gallinago (L.) . . . . 204. Rostratula bengalensis (L.) . 206 207 209 210 212 213 211 216 217 219 220 220 222 222 224 226 229 229 681 232 233 234 235 236 237 237 XIV. Otididae 205. Otis kori Burch 242 206. — arabs L 243 207. — cafra Lcht 244 208. — denhami Childr. . . . 245 209. — burchelli([Württ.] Heugl.) 246 210. — ludwigi Rüpp 246 VII* •250, Otididae No. 211. Otis heuglini Hartl. 212. — nuba Cretzschm. 213. — vigorsi A. Sm. . 214. — canicollis Rchw. 215. — barrowi Gr. . . 216. — senegalensis Vieill 217. — caerulescens Vieill 218. — humilis (Blyth) . 219. — rüppelli Wahlb. 220. — ruficrista A. Sm. 221. — gindiana (Oust.) 222. — afroides A. Sm. 223. — afra Gm. . . . 224. — melanogaster Rüpp 225. — hartlaubi Heugl. . XV. Gruidae 226. Grus grus (L.) 261 227. Bugeranus carunculatus (Gm.) 262 228. Anthropoides paradisea (Lcht.) 263 229. — virgo (L.) ...... 263 230. Balearica pavonina (L.) . . 264 231. — regulorum (Benn.). . . 265 231a. — regulorum gibbericeps Rchw 266 XVI. Jacanidae 232. Actophilus africanus (Gm.) 267 233. Microparracapensis(A. Sm.) 270 XVII. Rallidae 234. Himantornis haematopus [Tem.] Hartl 273 235. Canirallus oculeus ([Tem.] Hartl.) 274 236. Rougetius rougeti (Guer.) . 275 237. Rallus caerulescens Gm. . 275 238. Crex crex (L.) . . . 277, 681 239. — egregia Ptrs 278 240. Limnocorax niger (Gm.) . 279 241. Corethruramarginalis (Hartl.) 282 242. Ortygometra porzana (L.) . 283 243. — pusilla obscura (Neum.) 284 244. — parva (Scop.) .... 285 — C — Seite No. 247 245. 247 246. 248 247. 249 248. 250 249. 681 250. 251 251. 251 252. 252 253. 252 254. 253 255. 254 256. 256 257. 256 258. 259 259. 260. Ibidae Seite Coturnicops ayresi Gurn. . 286 Sarothrura pulchra (Gr.) . 286 — elegans (A. Sm.) . . .287 — lineata (Sw.) .... 288 — rufa (Vieill.) 288 — lugens (Böhm) .... 289 — bonapartei ([Hartl.] Bp.) 290 — böhmi Rchw. . . . 290 Porphyrio porphyrio (L.) . 290 — ■ alleni Thoms 292 Gallinula chloropus (L.) . . 294 — angulata Sund 295 Fulica cristata Gm. . . . 296 — atra L 297 Podica senegalensis (Vieill.) 298 — camerunensis Sjöst. . . 300 XVIII. Turnicidae 261. Turnix lepurana (A. Sm.) . 301 262. — nana (Sund.) .... 303 263. — hottentotta (Tem.). . . 303 XIX. Pteroclidae 264. Pterocles gutturalis A. Sm. 305 264a . — gutturalis saturatior Hart. 306 265. — variegatus (Burch.) 307 266. — coronatus Lcht. 308 267. — bicinctus Tem. . . 309 268. 269. — lichtensteini Tem. . 311 270. — quadricinctus Tem. 313 271. Pteroclurus senegallus (L.) 315 272. — exustus (Tem.) . . 316 272a . — exustus somalicus Hart. 318 273. — namaquus (Gm.) 318 XX. Ibidae 274. Ibis aethiopica (Lath.) . . 321 275. Geronticus eremita (L.) . . 323 276. — calvus (Bodd.) .... 324 277. Theristicus carunculatus (Rüpp.) 325 278. — hagedash (Lath.) . . . 325 279. — rarus Rothsch. Hart. Kleinschm 328 Ibidae No. •280. 281! •282. 283. 284. 285. 286. 287. 288. 289. 290. Plegadis autumnalis (Hasselq.) Platalea Ieucorodia L. . . — alba Scop XXI. Ciconiidae Tantalus ibis L Anastomus lamelligerusTem. Leptoptilos crumenifer ([Cuv.j Less.) Ephippiorhynchus sene- galensis (Shaw) . . . . Abdimia abdimi (Loht.) . . Ciconia ciconia (L.) . . - nigra (L.) ...... Dissoura microscelis (G. R. Gr.) Seite CI — No. 307. 329 330 33 1 333 335 338 341 343 345 340 34; XXII. Phoenicopteridae 291. Phoenicopterus roseus Pall. 34! 292. minor Geoffr. XXIII. Scopidae 293. Scopus umbretta Gm. 352 353 XXIV. Balaenicipidae 294. Balaeniceps rex J. Gd. . . 357 XXV. Ärdeidae 295. Nycticorax nycticorax (L.) 296. — leuconotus (Wagl.) 297. Botaurus stellaris (L.) . 297a. — stellaris capensis (Schi.) 298. Tigrisoma leucolophum Jard 299. Ardetta minuta (L.) . . 300. -- payesi ([Verr.] Hartl.) 301. — podiceps (Bp.) . . . 302. — sturmi (Wagl.) . . . 303. Erythrocnus rufiventris (Sund.) 304. Butorides atricapillus (Afz.) 305. — brevipes (Hempr. Ehr.) 306. Melanophoyx ardesiaca (Wagl.) 362 363 304 364 365 366 367 368 36S 370 37(1 372 373 308. 309. 310. 311. 312. 313. 314. 315. 316. 317. 318. Columbidae Seite Melanophoyx vinaceigula Sharpe 374 Ardeola ralloides (Scop.) . 374 Ardea goliath Cretzschm. . 376 - purpurea L 377 — cinerea L 379 — melanocephalaVig. Childr. 380 Bubulcus ibis (L.) .... 381 Herodias gularis (Bosc) . . 385 — schistacea (Hempr. Ehr.) 387 — garzetta (L.) 387 - alba (L.) 388 — brachvrhvncha Brehm . 389 XXVI. Columbidae 319. Vinago waalia (Gm.) . 392, 320. — sanctithomae (Gm.) . . 321. — calva (Tem.) . . . . 321a. — calva nudirostris Svv. 396, 322. -- delalandei (Bp.) . . 323. — wakefieldi (Sharpe) . . 324. — schalowi (Rchw.) . . . 325. Columba gymnocyclus G. R. Gr 325 bis. — schimperi Bp. . . . 326. — albitorques Rüpp. . . . 327. — unicincta Cass. . . . 328. — guinea L 328a. — guinea longipennisRcliw. 328b. -- guinea uhehensis Rchw. 68 1 304 3! 14 68 1 397 398 399 329. - - phaeonota G. R. Gr. 330. — arquatrix Tem. . . 331. — sjöstedti Rchw. 332. - - thomensis Boc. . . 333. Turtur turtur (L.) . . 334. — isabellinus Bp. . . 335. — senegalensis (L.) . 336. — lugens (Rüpp.) . . 337. — semitorquatus (Rüpp. 338. — shelleyi Salvad. 339. — decipiens Finsch Hai 340. — vinaceus (Gm.) . . 341. — roseogriseus (Sund.) 342. — capicola (Sund.) 342a. — capicola damarensis Finsch Hartl. . . . 343. — ambiguus Boc. . . tl 400 681 400 401 401 402 402 403 403 404 405 105 406 406 408 409 411 412 412 413 414 414 410 Columbidae — CII No. Seite No. 34.3a . Turtur ambiguus perspicil- 377. latus Fschr. Rchw. . . 417 344. Turturoena delegorguei 377a (Del.) 417 345. — sharpei Salvad. . . . 418 378. 346. — malherbei (Verr.) . . . 419 379. 347. — iriditorques (Cass.) 419 380. 348. — incerta Salvad 420 381. 349. Aplopelia larvata (Tem.) 420 382. 349a . — larvata bronzina (Rüpp.l 421 383. 349t ). — larvata inornata Rchw. 422 384. 350. — simplex (Hartl.) . . . 422 385. 351. Calopelia puella (Schi.) . . 423 386. 352. — brehmeri (Hartl.) . . . 424 387. 353. Tympanistria tympanistria 388. (Tem.) 424, 682 389. 354. Chalcopelia afra (L.) . . . 420 390. 355. Oena capensis (L.) . . . 429 391. 392. XXVII. Phasianidae 393. 394. 35.6. Phasidus niger Cass. . . . 432 394a 357. Agelastes meleagrides Bp. . 433 358. Numida meleagris L. . . . 434 395. 358a . -- meleagris marchei Oust. 437 395a 359. - reichenowi Grant . 437 360. - uhehensis Rchw. . . . 438 390. 361. - mitrata Pall 438 397. 362. — intermedia Neum. . . . 440 398. 363. — coronata G. R. Gr. . . 441 399. 364. - maxima Neum 443 400. 365. - rikwae Rchw 444 401. 366. - papulosa Rchw. . . . 444 402. 367. - ptilorhyncha [Lcht] Less. 445 403. 368. Acryllium vulturinum 404. (Hardw.) 44S 405. 369. Guttera cristata (Pall.) . . 450 406. 369a • — cristata granti (EH.). . 451 407. 369b - cristata edouardi (Hartl.) 451 408. 37U. — pucherani (Hartl.) . . . 452 40!). 371. - sclateri Rchw 452 410. 372. - plümifera (Cass.) . . . 453 411. 373. Pternistes leucoscepus 412. (G. R. Gr.) 454 413. 373a • — leucoscepus infuscatus 414. Cab -155 415. 374. — swainsoni (A. Sin.) . . 456 416. 375. — cranchi (Leach) . . 457 417. 376. — böhmi Rchw. . . 4ö,s, 682 418. Phasianidae Seite Pternistes nudicollis (Bodd.) 401 . — nudicollis melanogaster Neum 462 — humboldti (Ptrs.) . 462, 682 — afer (St. Müll.) .... 463 — rufopictus Rchw. . . 464 Francolinus schütti Cab. . 468 — tetraoninus Blund. Lovat 469 — squamatus Cass. . . . 469 — ahantensis Tem. . . . 470 — griseostriatus Grant . . 470 — jacksoni Grant . . . .471 — erckeli Rüpp 471 — bottegi Salvad 472 — castaneicollis Salvad. . 473 — capensis (Gm.) . . . .473 — adspersus Waterh. . • 474 — natalensis A. Sm. . . . 475 — harwoodi Blund. Lovat . 476 — icterorhynchus Heugl. . 170 . — icterorhynchus dybowskii Oust 477 - hildebrandti Cab. . . .477 . — hildebrandti johnstoni Shell 479 — hartlaubi Boc 480 — clappertoni Childr. . . 480 — gedgei Grant . . . .481 — sharpei Grant . . . .481 — bicalcaratus (L.) . . . 482 — levaillanti (Val.) . . .484 — crawshayi Grant . . 485 — afer (Lath.) 485 — gutturalis (Rüpp.) . . . 486 — lorti Sharpe 487 — uluensis Grant .... 4S7 — streptophorus Grant . . 487 — spilolaemus G. R. Gr. . 488 — gariepensis A. Sm. . .488 - iugularis Butt 489 — shelleyi Grant .... 490 — elgonensis Grant . . .491 — kikuyuensis Grant . .491 — finschi Boc 491 — albogularis [Gray] Hartl. 492 — coqui (A. Sm.) .... 492 — schlegeli Heugl. . . . 493 - buckleyi [Shell.] Grant . 494 Phasianidae cm Falconidae KTo. Seite 419. Francolinus hubbardi Grant 495 420. — sephaena (A. Sm.) . . 495 421. — granti Hartl 496 422. — kirki Hartl 497 423. — spilogaster Salvad. . . 498 424. — lathami Hartl 498 425. Ptilopachus fuscus (Vieill.) . 500 425a. — fuscus florentiae Grant 502 426. Caccabis melanocephalus (Rüpp.) 502 427. Ammoperdix heyi (Tem.) . 503 428. — cholmleyi Grant . . . 504 429. Coturnix coturnix (L.) . . 505 429a. — coturnix africana Tem. Schi 506 430. — delegorguei Deleg. . . 507 431. Excalfactoriaadansoni(Verr.) 509 XXVIII. Vulturidae 432. Vultur monachus L. . . .511 433. Otogyps auricularis (Daud.) 512 434. Lophogyps occipitalis (Burch.) 514 435. Gyps fulvus (Gm.) . . . 515 436. — kolbei (Daud.) . . . .517 437. — rüppelli Bp 518 43s. Pseudogvps africanus (Salvad.)" 519 439. Neophron perenopterus (L.) 521 440. — monachus (Tem.) . . . 522 XXIX. Falconidae 441. Serpentarius serpentarius (Miller) 528 442. Polyboroides typicus A. Sm. 531 443. Circus pygargus (L.) . . . 534 444. — macrourus (Gm.) . . . 535 445. - - cyaneus (L.) ..'... 537 446. — maurus (Tem.) .... 538 447. — aeruginosus (L.) . . . 539 448. — ranivorus (Daud.) . . . 540 449. Melierax canorus (Risl.) . . 542 450. — poliopterus Cab. . . . 543 451. — metabates Heugl. . . 544 452. — mechowi Cab 546 453. Kaupifalco monogrammicus (Tem.) 547 453a. Kaupifalco monogrammicus meridionalis (Hartl.) . . 454. Astur melanoleucus (A. Sm.) 455. — tachiro (Daud.). . . . 455a. — tachiro unduliventer (Rüpp.) . . .... ■ 455b. — tachiro sparsimfasciatus Rchw 455c. — tachiro castanilius (Bp.) 455d. — tachiro tousseneli (Verr.) 456. — polyzonoides (A. Sm.) . 457. — sphenurus (Rüpp.) . . 458. Accipiter nisus (L.) . . . 459. — ovampensis Gurn. . . 460. — rufiventris A. Sm. . . 461. — minullus (Daud.) . . . 461a. — minullus tropicalis Rchw. 462. — erythropus ([Tem.] Hartl.) 463. — hartlaubi ([Verr.] Hartl.) 464. — sharpei Rchw 465. Micronisus gabar (Daud.) . 466. — niger (Vieill.) .... 467. Urotriorchis macrourus ([Tem.] Hartl.) 468. Dryotriorchis speetabilis (Schi.) 469. Circaetus gallicus (Gm.) 470. — cinereus Vieill 471. — pectoralis A. Sm. . . . 472. — cinerascens v. Müll. . . 473. — fasciolatus G. R. Gr. 474. — beaudouini Verr. Des Murs 475. Spizaetus bellicosus (Daud.) 476. — coronatus (L.) .... 477. Hieraaetus fasciatus (Vieill.) 478. — spilogaster ([Du Bus] Bp.) 479. — lucani (Sharpe Bouv.) . 4so. — pennatus (Gm.) . . . 481. — wahlbergi (Sund.). . . 4*2. Lophoäetus occipitalis (Daud.) 483. Aquila verreauxi Less. . . 484. — chrysaetos (L.) .... 485. — melanaetus (L.) . . • 486. — rapax (Tem.) .... 487. Buteo ferox (Gm.) .... 488. — jakal (Daud.) .... 489. — augur Rüpp Seite 549 551 552 553 554 554 555 556 557 559 560 560 561 562 563 564 564 565 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 576 57S 579 580 580 581 5S2 584 5S6 586 587 590 591 592 Falconidae — CIV — Strigidae No. Seite 490. Buteo auguralis Salvad. . . 593 491. — desertorum (Daud.) . . 594 492. Machaerhamphus anderssoni (Gurn.) 596 493. Butastur rufipennis (Sund.) 597 494. Helotarsusecaudatus(Daud.) 598 495. Gvpaetus ossifragus (Savign.) 601 495a. — ossifragus meridionalis Keys. Blas 602 496. Gypohierax angolensis (Gm.) 603 497. Haliaetus vocifer (Daud.) . G05 498. Pandion haliaetus (L) . . 607 499. Milvus aegyptius (Gm.) . . 609 500. — korschun (Gm.) . . .612 501. Pernis apivorus (L.) . . . 613 502. Elanus caeruleus (Desf.) . 615 503. Nauclerus riocouri (Vieill.) . 617 504. Baza cuculoides (Sw.) . . 618 505. — verreauxi (Lafr.) . . .619 506. — emini Rchw 619 507. Falco peregrinus Tunst. . 621 508. — minor Bp 022 509. — eherrug Gr 622 510. — biarmicus Tem. . . . »''24 510a. — biarmicus tanvpterus [Lcht.] Schi 626 511. -- barbarus L. . . . 627, 682 512. — subbuteo L 628 513. — concolor Tem 629 514. — cuvieri A. Sm 630 515. — fasciinucha Rchw. Neum. 031 516. -- ruficollis Sw 631 517. Cerchneis vespertina (L.) . 634 5 ls. -- ardosiacea (Vieill.) . . 630 519. -- dickinsoni (Sei.) . . . 637 520. -- alopex (Heugl.) . . . 638 520a. — alopex deserticola Rchw 638 521. -- rupicoloides (A. Sm.) . 639 522. — fieldi Ell 639 523. -- rupicola (Daud.) . . . 640 524. — tinnunculus (L.) . . . 641 525. -- neglecta (Schi.) . . . 643 No. 526. Cerchneis arthuri (Gurn.) 527. — naumanni (Fleisch.) . 528. Poliohierax semitorquatus (A. Sm.) Seite 643 644 645 529. 530. 531. 532. 533. 534. 535. 536. 536a. 530b 537. 538. 539. 540. 541. 542. 543. 544. 545. 546. 547. 547a, 548. 540. 550. 55 1 . 552. 553. 554. 555. 556. 557. 558. 559. 560. XXX. Strigidae Scotopelia peli [Tem.| Bp. . 648 — ussheri Sharpe .... 649 — bouvieri Sharpe . . . 649 Bubo lacteus (Tem.) . . . 650 - shelleyi (Sharpe Ussher) 652 — ascalaphus Sav. . . . 653 — capensis A. Sm. . . . 653 — maculosus (Vieill.) . . 054 - maculosus cinerascens Guer 656 . — maculosus milesi Sharpe 657 — poensis Fräs 657 — mackinderi Sharpe . .657 — leueostictus [Tem.| Hartl. 658 Asio aeeipitrinus (Pall.) . . 659 — ■ nisuella (Daud.) . . . 659 — abyssinicus (Guer.) . . 661 — leueotis (Tem.) . . . .661 Lophostrix letti Butt. . . . 663 Pisorhina scops (L.) . . • 664 - socotrana (Grant Forb.) 665 — capensis (A. Sm.) . . . 666 - capensis ugandae Neum. 667 — leueopsis (Hartl.) . . • 667 — icterorhyncha (Shell.) . 667 — scapulata (Boc.) . . - 668 Syrnium woodfordi (A. Sm.) 668 — nuchale Sharpe . . . 670 Athene spilogaster Heugl. . 671 Glaucidium capense (A. Sm.) 672 — castaneum Rchw. . . .673 — sjöstedti Rchw. . . . 673 — perlatum (Vieill.) . . . 074 Strix flammea maculata Brehm 676 - capensis A. Sm. . . . 678 — thomensis Hartl. . . . 678 Beschreibung der Familien, Gattungen und Arten, deren Verbreitung und Lebensweise. Vorbemerkung. Bei den nachfolgenden Beschreibungen bedeutet: Lg. = Länge: Gesamtlänge, von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende des gerade ausgestreckten und zwar noch im Fleische befindlichen Vogels gemessen. Ist das Mass am Balge genommen worden, so ist „etwa" der Ziffer beigefügt. Fl. = Flügel: Länge des Flügels, vom Flügelbug bis zur Spitze der längsten Schwinge, mit einem Stabmasse längs der Unterseite des gegen das Mass angedrückten Flügels gemessen. Schw. = Schwanz: Länge des Schwanzes, längs der Unterseite desselben in gerader Linie von der Wurzel der Schwanzfedern, beziehungsweise dem Anfange der Unterschwanzdecken, bis zum Ende der längsten Federn gemessen. Fl. /Schw. = Flügel zu Schwanz: Abstand der Flügelspitzen vom Schwanzende bei angelegten Flügeln, mit einem -(-Zeichen, wenn die Flügelspitzen das Schwanzende überragen. Sp. = Spannweite der zum Fluge ausgebreiteten Flügel, von einer Flügel- spitze zur anderen gemessen. Sehn. = Schnabel: Länge des Schnabels, mit einem Zirkel in gerader Linie vom Anfange der Schnabeldecke an der Stirn, d. h. vom Anfange der Stirnbefiederung, bis zur Spitze des Oberkiefers gemessen. (Die Stirnbefiederung setzt sich bei einigen Vögeln auf die Schnabelwurzel fort, indem sie auf die Schnabelseitcn vorspringt. Auch in diesem Falle ist von dem Punkte an zu messen, wo die Schnabeldecke, und zwar die l "irste, sichtbar wird. Dazu ist die Stirnbefiederung zurück zu schieben.) Sehn. v. d. Wachsh. = Schnabel von der Wachshaut an: Länge des Schnabels, wie vorher, aber von dem vorderen Rande der Wachshaut an gemessen. L. = Lauf: Länge des Laufes, von der hinteren Gelenkvertiefung zwischen Lauf und Unterschenkel (Fersengelenk) bis zur oberen Gelenkvertiefung zwischen Mittelzehe und Lauf, beziehungsweise bis zum unteren Rande des letzten Laufschildes, mit einem Zirkel gemessen. Angaben von Zehenlängen bedeuten immer die Länge der betreffenden Zehe einschliesslich der Kralle, mit einem Zirkel in gerader Linie vom Zehengelenk bis zur Krallenspitze gemessen. Angaben von Krallenlängen bedeuten immer die Länge der betreffenden Kralle, mit einem Zirkel in gerader Linie von dem Rande des letzten Zehenschildes bis zur Krallenspitze gemessen. Reich enow, Die Vögel Afrikas. Vorbemerkung — 4 Vorbemerkung Die Bezeichnungen, welche für die einzelnen Teile des Vogelkörpers in den Beschreibungen gebraucht sind, erläutert nachstehende Umrisszeichnung: rkop f Schmanz {SteaerfederlOfi^^ II Jlrmschmrngen Hl handdecken, IV Grosse Flügeldecken I' Jtiälere Flugeidecken. ü Kleine Flwjeldetkew 171 Merllugel iMJteDZehe aussen / Zelte Bei den Fundortsangaben bedeuten die römischen Ziffern die Monate, in welchen der betreffende Vogel beobachtet wurde. Hinter jedem Fund- orte steht in Klammern, und meistens abgekürzt, der Name des Beobachters. Die vollständigen Namen der Beobachter sind aus dem alphabetisch ge- ordneten Verzeichnisse der Fundorte zu ersehen, welches dem zweiten Teile des Werkes beigefügt ist. Die Lage der Orte wird aus den Karten im zweiten Teile des Werkes ersichtlich. Für die Schreibweise der Ortsnamen ist im allgemeinen der Andree'sche Allgemeine Handatlas massgebend ge- wesen, für Deutsch -Ostafrika die Karte in Stuhlmanns Werk „Mit Emin Pascha ins Herz von Afrika". Wo der Name auf den Karten nicht zu finden war, ist die vom Beobachter angewendete Schreibweise beibehalten worden. Über wesentliche Verschiedenheiten der Ortsnamen in ver- schiedenen Sprachen giebt das Verzeichnis der Fundorte im zweiten Teile des Werkes Aufschluss. I. Struthionidae — Strausse Beine bis zu den Schenkeln hinauf nackt; nur längs der Vorderseite des Laufes eine Reihe Horntafeln; Kopf und Hals unbefiedert, mit kurzem wolligen Flaume bedeckt oder nackt; verkümmerte Flügel ohne regelmässig gebildete Schwungfedern; Gefieder zerschlissen; kein Brustbeinkamm. — 2 Gattungen mit 7 Arten in Afrika und Südamerika. Struthio L. — Strauss Struthio L. S. N. x. 1758, 155. Nur 2 Zehen. — 4 Arten in dem östlich -südlichen Steppengebiete Afrikas. Das westliche Waldgebiet scheinen die Strausse nur im Nordwesten an geeigneten Stellen zu berühren, in Senegambien und am oberen Niger; im östlichen und südlichen Teile des Waldgebietes, insbesondere im Kongo- gebiete, kommen sie nirgends vor. Schlüssel der Arten: 1. Hals des Männchens rötlich: 2 — Hals des Männchens bleigrau: 3 2. Hals mit sparsamem Flaume bedeckt: r. S. camelus. Hals mit dichtem, wolligem Flaume bedeckt: . . . 2. S. massaicus. 3. Hals und Kopf mit dichtem, wolligem Flaume bedeckt; eine Glatze in der Mitte des Oberkopfes, aber keine Hornplatte: 3. S. australis. - Hals und Kopf mit weniger dichtem Flaume, eine Hornplatte auf dem Oberkopfe: 4. S. molybdophanes. Schärfer zum Teil als die Vögel selbst sind die Eier der vier Strauss- arten gekennzeichnet und voneinander zu unterscheiden. — Die Eier des Struthio camelus sind stark glänzend und glatt, wie poliert, ohne oder nur mit vereinzelten Grübchen; die Porenkanäle münden meistens einzeln, und ihre Mündungen bestehen in feinen Pünktchen, welche ohne Vergrösserung nicht deutlich zu erkennen sind. Die Farbe der Eier ist elfenbeinartig. Die Eischalen der drei anderen Arten haben zahlreiche, am Grunde oft schwärzlich oder rotbräunlich gefärbte Grübchen, in welche die Poren gruppenweise münden. Die Färbung der Schale ist im allgemeinen dunkler, von elfenbeinfarben bis gelbbräunlich. Bei S. molybdophanes stehen die Grübchen sparsamer, man zählt auf den Ouadratcentimeter im Durchschnitt Struthionidae — 6 — . Struthio 5,75 Grübchen (Fig. 2 auf S. 7*). Bei 5. australis und S. massaicus stehen die Grübchen dichter, ihre Anzahl beträgt auf den Quadratcentimeter im Durchschnitt 15,8 und 12,8 (Fig. i, 3 und 4 auf S. 7). Ferner ist die Form der in den Grübchen mündenden Poren ver- schieden. Bei S. molybdophanes sind die Poren innerhalb der Grübchen sehr zahlreich und punktförmig (Fig. 5 auf S. 7 giebt ein Bild der Porenmündungen innerhalb der Grübchen bei sechzigfacher Vergrösserung). Bei S. massaicus und australis stellen die innerhalb der Grübchen mündenden Poren verzweigte Kanäle dar, bei S. massaicus sind diese Kanäle zahl- reicher und breiter (Fig. 6 und 7), bei S. australis weniger häufig und schmaler (Fig. 8 bis 10). Somit sind die Eier von S. massaicus und S. australis einander sehr ähnlich, während die Vögel beider Arten selbst sehr bedeutend voneinander sich unterscheiden, indem das Männchen des S. massaicus einen roten Hals hat, dem S. camelus ausserordentlich ähnlich ist, das Männchen von S. australis aber blaugrauen Hals wie S. molybdophanes hat. 1. Struthio camelus L. — Rothalsiger Strauss Struthio camelus L. S. N. X. 1758, 155 — Denh. Clapp. Trav. 1826, 199 — Rüpp. S. Üb. 1845, 109 — Hartl. Verz. Hamburg 1850, 38; J. O. 1854, 212; 1861, 267; W. Afr. 1857, 206 — Heugl. Ibis 1859, 343; NO. Afr. II. 1873, 925; R. NO. Afr. 1877, 240 — Tristr. Ibis 1860, 72; 1868, 331; P. Z. S. 1864, 449; Fauna Fl. Palaest. 1884, 139 — Sei. Trans. Z. S. IV. 1862, 354 T. 67 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 597 — 607 — Antin. Salvad. Ann. Genova J873, 501 — Elwes P. Z. S. 1873, 648 — Henke Z. g. O. 1884, 219 |Ei] — v. Nathus. |. O. 1885, 166 T. II. Fig. 3, T. III. Fig. 6 [Ei] — Hart. J. O. 1886, 613 — Rend. Ibis 1892, 230 - Sei. P. Z. S. 1892, 579 — Schal. J. O. 1894, 5 [Ei) — Nolte J. O. 1895, 46, 54 |Lebensvv | - Kusch. J. O. 1895, 81 [Ei] — Shell. B. Afr. I. 1896, 196 Strauss: Hartm. J. O. 1863, 318; 1864, 154; R. NO. Afr. 506 The Ostrich: S. C. Schreiner Zoologist 1897, 97 — 12 ° |Lebens\v.[; Übersetzung von Haase in: O. M. 1898, 153 — 159, 169 — 179 |? Struthio epoaslicus Bp. C. R. XLIII. 1856, 841 — Sei, Ibis 1860, 75 Anm.; P. Z. S. 1860, 210 Anm.; Tr. Z. S. IV. 1862, 355] [? Autruchon [Tem.] Heugl. Ibis 1859, 344 — Sei. Tr. Z. S. IV. 1862, 355 — C'haradrius hidaetylus Grav Gen. B. III. 1847, 544 — Struthio bidaetylus [Tem.] Heugl. NO. Afr. II. 1873, 935]. Straussenzucht : Mosenthal and Harting Ostriches and Ostrich Farming. London 1876 - J. Oudot Le fermage des autruches en Algerie. Incubation artificielle. Paris 1880 — Douglass Ostrich farming in South Africa. London 1881 — Holub u. v. Pelz. S. Afr. 1882, io ö, 355 — L. Magaud d'Aubusson Rev. Sc. Nat Appl. 36. 1889. 726—734 [Geschichtlicher Überblick der Entwickelung der Straussenzucht und des neuesten Standes dieses Ge\verbes| — C. W. J. Nolte Strausse und Straussenzucht in Süd-Afrika in: J. O. 1895, 44 — 79- Abbild.: Sei. Trans. Z. S. IV. 1862 T. 67. d : Gefieder schwarz; die langen Flügelfedern (Schwingen) und Schwanz- federn weiss; ein weisser Ring umsäumt unten den nackten Hals; nackte Beine, Hals und Kopf hellrot (Hals zur Balzzeit brennend rot), mit spar- samem weissen Flaume bedeckt, Oberkopf mit sparsamen weissen Borsten- federn; Auge hellbraun; Schnabel hellfleischfarben, Spitze horngelblich. Länge etwa 2 m (Höhe des aufgerichteten Vogels 2,75 m); Lauf 450— 500 mm. V : Gefieder graubraun mit weissen Federsäumen; einzelne Flügel- und Schwanzfedern weiss; nackte Beine, Hals und Kopf hellbraun, letztere *) Vergl. hierzu W. v. Nathusius, J. O. 1898 S. 505 u. f.; Abbildungen nach der Zeichnung von W. v. Nathusius, J. O. 1898 S. 510, 518 u. 519. Fig. 1. Fig. 2. Fig. 3. Fig. i. Verteilung der Grübchen auf der Schalenfläche nach Durchzeichnungen in natürlicher Grösse. Fig. i S. australis. Fig. 2 S. molybdoph eines. Fig. 3 u. 4 S. massaicus. Fig. 6. Q flö^ 0°

-^° Fig. 9. Fig. 10. Ansicht der Porenmündungen in den Grübchen, *>/i. Fig. 5 S. molybdophanes. Fig. 6 u 7 8. massaicus. Fig. 8—10 S. australis. Struthionidae — 8 — Struthio reichlich mit bräunlichem Flaume bedeckt; auch der Oberkopf dicht mit Borstenfedern bedeckt. Etwas kleiner als das d . Jüngere Vögel gleichen dem 2 ; doch ist der Hals mit noch dichterem Flaume bedeckt. Das Dunenjunge ist mit Borsten bekleidet, die am Grunde flaumig sind; diejenigen des Oberkörpers sind stachelborstig, am Grunde flaumig, in ein langes, schmales, etwas gekräuseltes Hornband auslaufend. Oberkopf rostfarben bis rotbraun mit drei schwarzen Längsbinden oder Flecken- reihen; Nacken fahlbraun oder blass rostfarben mit drei schwarzen Längs- binden; Kopfseiten und Kehle bräunlich weiss, Ohrgegend schwarz gefleckt; Vorderhals blassbraun oder blass rostfarben, schwarz gefleckt; Unterkörper blass bräunlich; die gekräuselten Hornborsten des Oberkörpers teils schwarz, teils gelblich weiss; Auge dunkelbraun; Schnabel fleischfarben, oben dunkel; Füsse schmutzig fleischfarben. Das Ei ist oben S. 5 beschrieben. Der rothalsige Strauss bewohnt den Norden Afrikas, die Sahara west- wärts bis Senegambien, im Osten die Wüsten und Steppen Nubiens, Arabien bis Süd-Palästina und bis zum Euphrat. Wie weit seine Verbreitung süd- wärts sich erstreckt, ist noch nicht sicher festgestellt. Er soll im Süden des Nigerbogens, in Gurma, vorkommen, ebenso in Samory, im Quellgebiete des Niger (Sclater). Nachgewiesene Fundorte sind: Südliches Palästina (Tristram); Arabien (Hempr., Ehr.); Habab, Danakilküste, am Mareb, Taka bis an den Barka, am Atbara bis Kalabat, Sennar, Bajuda, Kordofan, Gebiet des weissen Nils, Sobat und Kir, Darfur (Heugl.); Barka VII. (Antinori); Wadai, Bornu (Nachtigal); Kuka (Rohlfs); nördliche Sahara (Tristram); Bissao (Beaud.); Gambia (Rend.). Bezüglich der oben gegebenen Synonymie ist noch zu bemerken, dass Struthio epoasticus Bp. sich auf eine ganz zweifelhafte Form, vermutlich eine zufällige Abweichung bezieht. — Autruchon, S. bidactylus, bezieht sich auf eine Zwergform, welche nach Petherick im Innern des nördlichen Afrikas, nach v. Heuglin im südlichen Sennar vorkommen soll, offenbar aber mythisch ist. Viel ist über die Lebensweise des Strausses geschrieben, aber beinahe ebensoviel auch gefabelt worden. Ein vollständig klares Lebensbild des Vogels haben wir auch gegenwärtig noch nicht. Nach Ausscheidung aller unsicheren und ungenauen Beobachtungen crgiebt sich das folgende, was für alle vier, in ihrer Lebensweise anscheinend nicht voneinander abweichende Arten Gültigkeit hat. Steppengegenden, insbesondere solche, welche mit Büschen durchsetzt sind, bilden den Aufenthalt der Strausse. Sandige Strecken, denen aller Pflanzenwuchs mangelt, können die Vögel selbstverständlich nicht ernähren; doch findet man auch auf gänzlich pflanzenlosen Strecken nicht allzu selten die Fährten des Vogels, der solche Wüsten auf seinen Zügen von einem Weideplatze zum andern durchwandert. In Südafrika scheinen derartige Reisen regelmässiger stattzufinden, als im Norden; wenigstens gedenken alle Reisenden, welche dort Gelegenheit hatten, eingehendere Beobachtungen zu sammeln, des zeitweiligen Auftretens und Wiederverschwindens von Straussen in einem Gebiete. Eintretende Dürre zwingt die Strausse, ihre Weide- gebiete zu verlassen und andere aufzusuchen. Auf solchen Wanderungen rotten sich die Vögel oft in Scharen bis zu 50 und 60 Stück zusammen. Struthionidae — g — Struthio In der Regel trifft man nur kleine Trupps (Familien) von 5 — 8 Stück bei- sammen. Das tägliche Leben der Strausse verläuft nachBrehm ziemlich regel- mässig. In den Früh- und Nachmittagsstunden sind sie mit der Weide be- schäftigt und schliessen dabei gern den Zebra- und Antilopenherden sich an, deren Wachsamkeit sie sich zunutze machen. Pflanzenstoffe bilden ihre hauptsächlichste, jedoch nicht ausschliessliche Nahrung, denn sie nehmen auch kleines Getier, selbst kleine Wirbeltiere. Nebenher werden Sand und kleine Steine verschluckt. In der Regel scheinen sie täglich zur Tränke zu gehen, halten sich deshalb gern in der Nähe von Wasserstellen auf und nehmen ganz bedeutende Mengen Wassers zu sich. „Wenn Strausse an einer Quelle trinken", sagt Andersson, „scheinen sie weder zu hören, noch zu sehen. Während meines Aufenthaltes an einer Wasserstelle, wo ich acht dieser prächtigen Vögel tötete, erschienen sie regelmässig jeden Mittag, und obwohl ich mich nicht gedeckt anschleichen konnte, Hessen sie mich doch in Schussweite kommen und zogen sich nur Schritt für Schritt zurück." Wo saftiger Pflanzenwuchs vorhanden ist, scheinen sie das Wasser entbehren zu können. „Die Kalahari", sagt Nolte, „hat, aus- genommen der paar Monate Regenzeit, gar kein Wasser. Hier müssen die Strausse sich mit der wilden Melone begnügen." Und Douglas sagt be- züglich der Strausse in den Zuchtanstalten: „Brutvögel brauchen kein Wasser, wenn das Feld gross und der Pflanzenwuchs saftig ist, wie das Karrufeid." Um die Mittagszeit ruhen sie einige Stunden, bald auf den Fusswurzeln hockend, bald auf dem Bauche liegend, oder sie tummeln sich übermütig" umher, führen die wunderlichsten Tänze auf, indem sie wie toll in einem engen Kreise hin und her laufen, die Flügel heben und zitternd schwingen, als ob sie versuchen wollten, sich in die Luft zu erheben. Die drückendste Sonnenhitze scheint sie nicht im geringsten zu belästigen, der glühende Sand sie nicht zu behelligen. Nachmittags weiden sie wiederum, und gegen Abend suchen sie an irgend einer geeigneten Stelle ihr Nachtlager, legen sich mit zusammengeknickten Beinen auf den Bauch. Wo die Möglichkeit geboten ist, baden die Strausse auch. Heuglin beobachtete, dass sie in das Meer wateten und oft, weit vom Ufer entfernt, bis an den Hals eingetaucht längere Zeit verweilten. Dass sie auch zu schwimmen vermögen und dabei selbst starke Strömung nicht fürchten, beobachtete Schreiner. Gesicht und Gehör der Strausse sind vorzüglich entwickelt. Ausser- ordentlich ist ihre Bewegungsfähigkeit. Beim eilenden Laufe beträgt die Schrittweite 4 — 4,5 m. Livingstone zählte 30 Schritte in 10 Sekunden. Danach würde der Vogel 1 km in kaum 1V2 Minuten zurücklegen können. Thatsache ist, dass man bei kühler Luft, morgens und abends, den Strauss mit dem besten Rennpferde nicht einzuholen vermag. Zur Mittagszeit aber halten sie nicht lange aus und brechen (nach Nolte) nach 20 — 30 Minuten zusammen. In der Kraft seiner Beine besitzt der Strauss auch eine nicht ungefährliche Wafte. Verwundet und in die Enge getrieben, greift er selbst den Menschen an. Er springt in die Höhe und schlägt nach vorn mit seinen Füssen auf den Feind, und diese Fussschläge sollen einen Mann zu Boden schmettern können. Struthionidae — IO — Struthio Die Brutzeit fällt in den Beginn der Regenzeit. Man hat früher be- hauptet, dass der Strauss in Vielweibigkeit lebe; aus neueren Beobachtungen scheint indessen hervorzugehen, dass der Strausshahn in der Freiheit nur mit einer Henne sich paart. Eigentümliche Balzspiele leiten die Begattung ein. Der Hahn umtanzt die Henne mit gehobenen und zitternden Flügeln und unter allerlei Sprüngen und Gebärden. Er hockt sich vor dem Weibchen auf die Fusswurzeln nieder, bewegt Hals und Kopf, zittert am ganzen Körper, sträubt die Federn und schlägt mit den Flügeln. Dabei stösst er mit zurück- geworfenem Halse und geschlossenem Schnabel dumpfe, trommelartige Töne aus, wobei die Kehle aufgebläht wird. Der gewöhnliche Laut des Strauss- hahnes ist ein dumpfes Brummen und besteht aus drei Tönen, zwei kürzeren und einem längeren. Bei Erregung lässt er noch ein Zischen hören und als Warnruf einen kurzen, scharfen Ton. Als Nest wird eine Mulde im Sande ausgescharrt, wobei der Hahn von der Henne unterstützt wird. Letztere legt einen Tag um den andern. Die Zahl der Eier des Geleges beträgt 12 — 15. Hauptsächlich und besonders während der Nacht brütet der Hahn, des Vormittags gewöhnlich die Henne. Während des Tages wird das Nest bisweilen verlassen, dann aber, wie bei nahender Gefahr, mit Sand verscharrt. Auch während des Brütens fährt die Henne noch eine Zeit lang im Legen fort. Diese nachträglichen Eier werden aber ausserhalb des Nestes abgelegt und verderben. Nach etwa 45tägiger Bebrtitung schlüpfen die Jungen aus. Die Eier haben eine starke, porzellanartig glänzende Schale von gelblich weisser Farbe. Ihre Form ist oval bis kugelig. Ihr Inhalt kommt dem von etwa 24 Hühnereiern gleich. Das Gewicht der vollen Eier beträgt 1000-2000, der geleerten 225 — 340 g, die Grösse 140 — 170X120 — 140 mm. Über die Jagd der Strausse, künstliche Straussenzucht und den Feder- handel sei auf die oben angeführten Werke verwiesen. 2. Struthio massaicus Neuin. — Massai-Strauss Struthio camelus |non L] Böhm J. O. 1882, 178; 1885, 53 Struthio molybdophancs |non Rchw] Fsch. J. O. 1885, 114 [pari] — Rchvv. J. O. 1887, 45; D. O. Afr. 1894, 16 - Shell. B. Afr. 1. 1896, 196 Ipart ] Struthio auilralis [non Gurn] Fsch. Z. g. O. 1834, 395 Struthio sp. Emin J. O. 1891, 58 Struthio massaicus Neum. J. O. 1898, 243 — v. Nathus. J. O. 1898, 505 u. f. [Ei] Abbild, fehlt. Der Massaistrauss ist dem nördlichen rothalsigen Strausse ausserordent- lich ähnlich und unterscheidet sich, soweit unsere gegenwärtige Kenntnis reicht, nur durch den dichten wolligen Flaum, welcher den Hals bedeckt, und den dicht borstig behaarten Oberkopf. Ferner scheint die Befiederung niemals tief schwarz zu sein, wie bei den anderen Straussarten, sondern braunschwarz. Die Eier gleichen hingegen ausserordentlich denjenigen des südlichen blauhalsigen Strausses (siehe S. 6). Bei den Dunenjungen ist nach Neumann das Auge hellgraubraun, Schnabel und nackte Hautstellen gelblich fleischfarben, vor dem Auge ein schwarzer Fleck, Füsse gelblich fleischfarben, Krallen horngrau. S. massaicus bewohnt Teile von Deutsch- und Englisch -Ostafrika: Kibaja - Massailand bis Burungi und Irangi, Nord - Ugogo, am Gurui- Berge, Ufiome, am Manjara-See, im nördlichen Massailande, westlich des Struthionidae — II — Struthio Kilimandscharo, zwischen Manjara und Nguruman Salzsee, in den Loita- Bergen in 2300 m Höhe, bei Mgogo XII Dunenjunge, [in Kawirondo soll er früher vorgekommen sein, fehlt jetzt aber dort ebenso wie in Ugandaj (Neum.); zwischen Kilimandscharo und Pangani, Klein-Aruscha, Sogondi- Gebiet, Wataita-Gebiet (Bronsart von Schellendorff); zwischen Paregebirge und Pangani, zwischen Kilimandscharo und Meruberg, Sigirari, Nguruman, Gelidja, Kitende Steppe I. [Nest mit Eiern], Ngaruka XII. pull., bei den Suaheli „mbuni" genannt (Fschr.); Ugogo (Emin); Ugogo IX. Eier (Böhm); Usukuma, zwischen Tabora und Muansa, zwischen Tabora und Mpapua, Kilimatinde, östlich und westlich des Paregebirges, am Ruf 11, in der ganzen Kilimandscharo -Ebene bis Masinde, östlich des Jipe-Sees, am Meruberge (Schnorrenpf.); Ugogo, Unjamwesi, Usukuma bis Udschidschi (Burton). Fischer sagt in dem Berichte über seine Massaireise: „Der Strauss trat zuerst auf in der dürren, streckenweise baumlosen Ebene, die vom Paregebirge sanft zum Panganiflusse abfällt, etwa 20 deutsche Meilen von der Küste. Er wurde dann ferner bemerkt in dem zwischen dem Ronga- Flüsschen, Pangani und Litemagebirge sich hinziehenden lichten Akazien- haine, in dem Steppenlande, das sich zwischen Litemagebirge und Meru- berg ausdehnt, auf dem saftigen Weidelande in Sigirari (1200 m über dem Meere) am Fusse des Kilimandscharo, in der Ebene zwischen Longidoberg und dem Berglande von Matiom und in der vegetationslosen Salzsteppe südlich von Nguruman. Es zeigten sich nie mehr wie 8 Stück beisammen. Die Federn des Strausses bilden bei den Massai einen Hauptschmuck für die Krieger." Burton und Speke trafen auf ihrer Reise nach dem Tanganjika den Strauss zuerst auf dem Hochlande von Ugogo, von wo aus er sich durch Unjamwesi, Usukuma nach Udschidschi hin erstreckt. (F. u. H.) Böhm schreibt: ,,Der Strauss ist besonders in den teils ganz offenen, teils mit niedrigem Buschwalde bestandenen Hochebenen von Ugogo nicht selten. Öfters wurden uns hier, im September, frische Eier zum Kaufe an- geboten. Die Federn dienen als Kopfputz der Krieger. Am 9. Oktober ]88i beobachtete mein Gefährte Reichard an dem in der Waldwildnis der Mgunda Mkali gelegenen Tschajasee, damals gegen Ende der trockenen Zeit nur ein grosser verschilfter Sumpf, von fern eine Herde alter und junger Strausse, welche sich auf einer Grasebene umherjagten. Nach Aus- sage von Eingeborenen soll der Strauss auf der Boga von Nguru, Südost von Ugunda, nicht selten sein. Wir erhielten von dort Mitte Oktober Eier und 2, wenige Tage alte Junge, welche mit mehreren andern zusammen eingefangen waren und bald ausserordentlich zahm wurden. Besonders gern frassen sie zarte, junge Bananenblätter. Ihre Stimme bestand aus gurrenden Lauten." „Es soll oft Nester mit 20 — 25 Eiern geben. November und De- zember scheinen für die Massailänder die Hauptbrutzeit zu sein; doch er- hielt ich in Irangi auch im Juli, am Gurui im September und Oktober viele frische Eier. Gern tummelten sich Strausse auf der weissen Fläche des ausgetrockneten Sagarassa Salzsumpfes am Gurui umher. Im Manjara- see sah ich einigemale Strausse in der scharfen Natronlauge sich baden." (Neum.) Struthionidae — 12 — Struthio 3. Struthio australis Gurn. — Südlicher Strauss Struthio camelus [non L.] Grill Vict. Z. Ant. 1859, 1 1, 55 — Tristr. Ibis 1860, 74 [part.] — Sei. Trans. Z. S. IV. 1862, 355 Anm. — Lay. S. Afr. 1867, 28 t — Shell. Ibis 1882, 368 - Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 195, 355 The Ostrich Anderss. Lake Ngami 1854, 253 T. 7 Southern Ostrich Sei. Tr. Z. S. IV. 1862, 354 Struthio camelus var. meridionalis Sei. List Vert. An. 1862, 71 Struthio australis Gurn. Ibis 1868, 253; Anderss. Damara 1872, 251; Ibis 1834, 466 — Buckl. Ibis 1874, 391 - Henke Z. g. O. 1884, 220 T. XII. [Ei] — Sharpe Law S. Afr. 1884, 791 — v. Nathus. J. O. 1885, 166 T. II. Fig. 1, III. Fig. 4; 1898, 505 u. f. [Ei] — Rchw. I. O. 1886, 117; 1888, 302; O. M. 1894, 128 —"Schal. J. O. 1894, 9 [Ei] — Nolte J. O. 1895, 48, 55 — Kuschel J. O. 1895, 81 [Ei| — Fleck J. O. 1894, 379 — Shell. B. Afr. I. 1896, 196. Abbild.: (Bezeichnende Abbildung fehlt). Das is 1869, 303; 1880, 271; 1885, 351 Finsch Hartl. 1 >. Afr. 1870, 811 — Finsch 'Irans. Z. S. VII. 1870, 301 — Blanf. Abyss. 1870, 1 in Shell. Buckl. Ibis 1872, 293 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1363; R. NO. Afr. II. 1877, 263 - Karr. Ibis 1876, 214 - Fsch Rchw. J. O. 1878, 247 — Fsch. J. O. 1879, 297; 1880, 188; 1878, 295 — Boe. Angola 1881, 529 — Sharpe Öates Matabele 1881, 328; Lay. S Afr. 1884, 787 — Shell P. Z. S. 1881, 602 Böhm O. C. 1882, 52; J. O. 1885, 38 Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 331 Dub. Bull. Belg. 1886, 150 Podiceps capensis Lcht. Nomencl. 1851, 104 [nom. nud.] Bouv. Cat 1875, 40 — Salvad. Ann Genova 1884, 252 [erste Beschreibung]; Mein Acc, Torino 1894, 564 — Shell. Ibis 1888, 307; 1896, 241 - Gigl. Ann. Genova 1888, 65 — Neum. J. O. 1898, 246 Podiceps (Tachybaptus) minor (ab. v. (1. Deck. R. III. 1869, 52 Colymbus minor [non Gm.| Fsch. Rchw. |. O. 1878, 247 — Fsch. J. O. 1879, 297; 1880, 188; 1885, 114. -- Rchw. J. O. 1889, 264; Jahrb. Ilamb. [893, 5 Podiceps fluviatilis capensis Shell. Ibis 1885, 418 Colymbus /hiriiitilis [non Tunst.] Rchw. J. O. 1890, 107; 1). O. Afr. 1894, '7 — Emin J. O. 1894, 165 — Fleck f. O. 1894, 379 Tachybaptes capensis Salvad. Ann. Genova 1888, 326 — Sharpe Bull. Br. O. C. XX. 1894, IV; Ibis 1895, '39; p z s - l8 95. 515 — Phill. Ibis 1898, 424 I linde Ibis 1898, 586 Tachybaptes albipennis Sharpe Bull. Br. O. C. XX, 1894, IV; Ibis 189';, 139 Tiirhi/Iirtjitfi, /hirinlilis |non Tunst. | Shell. Ibis 1894, 478 Podicipes capensis Sharpe Ibis 1897, 517 — Shell. Ibis 1898, S56; 1899, 282. Abbild.: Cat. B. Brit. Mus. XXVI. T. VII u. VIII. ( )]>rrl<(i|)f und Nacken schwarz mit ölgrünem Glänze, vordere Wangen und Kinn braunschwarz; hintere Kopfseiten, obere Halsseiten und Kehle rotbraun; Kropffederri braunschwarz mit weissgrauen Spitzen; Unterkörper silberweiss, die Weichen mit braunschwarz gemischt; Oberkörper und Flüge] braunschwarz mit einigem Glänze, die Steissseiten blass rotbraun; Hand- schwingen graubraun mit weissem Innensaume; Armschwingen mit Aus- nahme der innersten schwarzen weiss, die äusseren meistens mit fahlbraunem Aussensaume; Unterflügeldecken weiss; Auge braun; Schnabel schwarz, Spitze weisslich, Wurzel des Unterkiefers grünlichgelb; Füsse aussen schwarz, an der Innenseite schmutzig graugrünlich. Lg. 220 — 250, Fl. 95 — 100, Sp. 380, Sehn. 20 — 22, L. 30 — 35, Aussenzehe 40 — 45 mm. Von dem europäischen Colymbus fluviatilis unterscheidet sich der afrikanische Zwergtaucher durch die ganz oder last ganz weissen Arm- schwingen, welche bei ersterein in (\tv Regel nur auf der Innenfahne weiss, oder doch in der Mitte längs des Sehaltes braun sind, und durch die ge- ringere Ausdehnung der schwarzen Färbung an Kehle und Wangen. Im Winter ist die Oberseite schwarzbraun; Kopf- und Halsseiten und oberer Teil des Kropfes fahl rostbraun; unterer Teil des Kropfes dunkel- braun; Kehle weiss; Unterkörper weiss, die Weichen fahlbraun. Das Junge ähnelt dem Vogel im Winterkleide. Das Dunenjunge ist schwarz mit rostfarbenen Längsstreifen; Unter- körper weiss; Stirn silbergrau. Afrika, Madagaskar, Vorder- und Hinterindien, Persien: Fanti (Ussher); Accra V. (J. Smith, Shell., Buckl.); Barombi (Zeuner); Gabun (Verr., Comp.); oberer Quillu IX. (Lucan); Benguella (Mont.); Mossamedes (Anch.); Ondonga, Walfisch bucht, ( hnambonde, Otjikota, Ngami (Anderss.); Kalahari VIII., Gross Namaqua IV., Ngami (Fleck); Kingwilliamstown (Anstey, Trevel.); Port Elisa- beth. Last London (Rick.); Sululand fWoödw.); Kaffernland (Krebs); Natal, Procellariidae — jg — Diomcdea Transvaal, Potchefstroom VII. VIII. (Ayres); Moifl., Potchefstroom(Barr.); New- Castle X. XI. (Butl, Feild., Reid); Pretoria (Pratt); Matebele \'. XII. (Oates); Ost Bamangwato (Holub); Somba (Manning); Schirwasee V. (Whyte); Lindi (Schnorrenpf.); Ndemberebäch VIII. IX. (Stierl); Sansibar V., (Mild.); Sansibar, Pangani (Kirk); Kibaja Massai VI., Sansibar I.; Naiwascha, Dschalasee (Neum.); Sansibar VII. X. XI. „Bata-siua", Usaramo II. X., Mengo XII. (Stuhlm.); [gonda (Böhm); Sansibar V. mit dein Nestbau beginnend, Malindi, Tana (Fsch.)j Mombas (v. d. Deck.); Lamu IX. brütend (Jacks.); Iruma V., Ituri (Emin); Matschako V. IX.; Kikuju brütend (Hinde); Somali IIb, Gedais III. (Phillips); Sbeik Mahomed XI. (D. Smith); Somali (Rusp.); Rugghie III., Cialälaka-See II. IV. XII. (Antin, Rag., Trav.); Angolala V. (Harris); Senafe IV. (Jesse); Aschangisee Y., Sulla (Blanf.); Abessinische Küste (Rüpp.); Ost Sennar XII., Abessiniscbes I Iocbland V , Wolo-Gala I\'. (Heugl.) Andersson fand den Zwergsteissluss in den Sümpfen von Ondonga häufig brütend. Die Nester waren wie die der europäischen Art gebaut. Die Eierzahl der Gelege betrug 4 — 6. Grösse der Eier 36-38 x 26— 27 mm. IV. Procellariidae ■— Sturmvögel Schwimmhäute zwischen <\rn Vorderzehen; vierte Zehe meistens so lang als die dritte, bald etwas länger, bald wenig kürzer; Hinterzehe fehlt, oder es ist nur das Krallenglied vorhanden; Schnabel mit starkem Ilaken; Nasenlöcher in bornigen Röhrenansätzen auf der Firste oder an (\m Seiten des Schnabels gelegen. — Die Heimat der Sturmvögel ist das Weltmeer. Hier suchen sie auch ihre Nahrung, die in Fischen und anderem Seegetier besteht. Nur um zu brüten, geben sie auf das Fand an entlegenen Eilanden und an einsamen Gestaden und legen in Felslöchern oder selbstgegrabenen Erdhöhlen bei jeder Brut in der Regel nur ein einziges, verhältnismässig sehr grosses Fi von meistens rein weisser Farbe, bisweilen mit feinen, in einem Kranze angeordneten rosafarbenen oder bräunlichen Pünktchen. — Von den 110 bekannten Arten der Familie sind bis jetzt 28 an den afrika- nischen Küsten und Inseln beobachtet worden. Schlüssel der Gattungen: 1. Nasenlöcher jederseits am Schnabel gelegen: 2 - Nasenlocher auf der Firste bei einander gelegen : 4 2. Kine tiefe Furche längs der Seiten des Unterkiefers: Phoebetria . . . . S 2;;. — Keine Längsfurche an den Seiten des Unterkiefers: 3 ;•). Die Hombedeckung der Firste stösst hinter den Nasenlöchern unmittelbar an die Hombedeckung der Schnabelseiten: Diomedea . . . . S. 20 — Hombedeckung der Firste an der Wurzel schmal, hinter den Nasenlöchern durch einen breiten Haut- Streif von der Bedeckung der Schnabelseiten getrennt: Thalassogeron . S. 22. 2" Procellariidae — 20 — Diomedea 4. Nasenröhre bis zum Schnabelhaken reichend; Flügel über 400 mm lang: Ossifraga .... S. 23. — Nasenröhre nicht bis an den Schnabelhaken reichend; Flügel unter 400 mm lang: 5 5. Nasenlöcher in einer nach vorn geöffneten Röhre, nur durch eine Scheidewand voneinander getrennt: 6 — Nasenlöcher schon äusserlich voneinander getrennt, aufwärts geöffnet: Puffinus S. 28. 6. Lauf wesentlich länger als Aussenzehe: 13 — Lauf nur wenig länger oder kürzer als Aussenzehe: 7 7. Flügel unter 160 mm lang: 12 — Flügel über 160 mm lang: 8 8. Schnabelhaken sehr gross, wesentlich länger (von seinem Anfange bis zur Spitze in gerader Linie, also in der Tangente des Bogens gemessen) als die Ent- fernung von der Stirnbefiederung bis zum Anfange des Schnabelhakens; Schnabel schwarz: Aestrelata . . S. 25. — Schnabelhaken mittelgross, ungefähr gleich der Ent- fernung von der Stirnbefiederung bis an den Schnabel- haken: 9 — Schnabelhaken klein, deutlich kürzer als die Ent- fernung von der Stirnbefiederung bis an den Schnabel- haken: 10 9. Schnabel in der Hauptsache gelblich: Procellaria . . . S. 24. — Schnabel bleigrau oder schwarz: 11 10. Breite des Schnabels an der Wurzel gleich der Länge der Nasenröhre; Schnabel in der Hauptsache gelblich: Priocella S. 27. — Breite des Schnabels an der Wurzel grösser als die Länge der Nasenröhre; Schnabel in der Hauptsache schwarz oder bleigrau: 11 11. Nasenröhre ein Drittel der Schnabellänge oder länger: Daption . . S. 28. — Nasenröhre kürzer als ein Drittel der Schnabel- länge: Prion S. 30 12. Schwanz gabelförmig ausgeschnitten: Oceanodroma . . S. 33. — Schwanz gerade abgestutzt: Hydrobates . S. 34. 13. Zehen schmal; Krallen schmal, gewölbt und spitz: Oceanites ... S. 35. — Zehen flach und breit; Krallen breit, flach und stumpf: Fregetta S. 36. Diomedea L. — Älbatross Diomedea L. S. N. X. 1758, 132 Phoebetria Rchb. S. Av. 1852, V. Typ. Diomedea brachyura Tem. Thalassarche ebenda. Typ.: Diomedea melanophrys Bodd. Nasenlöcher jederseits am Schnabel in kurzen Röhrenansätzen gelegen; keine Längsfurche am Unterkiefer; Hornbedeckung der Firste hinter den Nasenlöchern unmittelbar an die Hornbedeckung der Schnabelseiten stossend; 1. Schwinge am längsten; sehr grosse Vögel. — 9 Arten im Südpolarmeere und im nördlichen Stillen Ocean; 2 Arten werden gelegentlich nahe der Küste des Kaplandes oder Südwestafrikas beobachtet. Procellariidae — 21 — Diomedea 9. Diomedea exulans L. — Älbatross Diomedea exulans L. S. N. X. 1758, 132 — Hartl. W. Afr. 1857, 251, 275 — Grill Vict. Z. Ant. 1858, 12, 57 — Lay. S. Afr. 1867, 363 — Sperling Ibis t868, 293 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 355 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 770 — Kusch. J. O. 1895, 81 |Ei| — Shell. B. Afr. I. 1896, 169 — W. Sei. Ibis 1896, 523 Diomedea spadicea Gm. S. N. II. 1788, =;68 Diomedea epomophera Less. Man. II. 1828, 351 Diomedea adusta Tsch. J. O. 1856, 157. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 38. Weiss, auf Scheitel, Nacken, Oberkörper, Oberschwanzdecken, Schulter- federn und schwächer auch auf dem Kröpfe schiefergraue oder bräunlichgraue, fein zickzackförmige Bänderung, die längsten Schulterfedern mit schiefer- schwarzen Spitzen; Flügeldecken schieferschwarz mit weisser Innenfahne, die kleinsten weiss mit schieferschwarzem Spitzenflecke; Schwingen schwarz, die Handschwingen an der Wurzel der Innenfahne, die Armschwingen an der ganzen Innenfahne weiss; Schnabel horngelb, teilweise orangegelb (nach Gould blass fleischfarben); Füsse blass fleischfarben. Lg. etwa 1300, Fl. 650, Schw. 280, Sehn. 170, L. 120 mm. Der junge Vogel ist dunkelbraun, Flügel dunkler; Stirn, Kopfseiten, Kehle und Unterflügeldecken weiss. In der Südsee nordwärts bis Neuseeland, Australien, Südamerika und Südafrika: Kapsee (Brit. M.); nordwärts bis 30 ° s. Br. (Anderss.); Robben- Insel (Vict.). „Der Älbatross", sagt Layard, „ist als Bewohner der Kapsee wohl bekannt. Obwohl er selten in die Buchten kommt, wird er doch bisweilen von den Fischern zwischen der Robben-Insel und dem Festlande gefangen. Er verlässt die südafrikanische Küste im November, um auf Tristan d'Acunha zu brüten." Andersson beobachtete den Älbatross auf der See in den Monaten April bis Oktober. Zu anderer Zeit sieht man keinen, insbesondere keine alten Vögel, die dann auf Tristan d'Acunha, Prinz Edward-Insel und Kerguelen brüten. Die Eier sind von ovaler Form, weiss, am stumpfen Ende bisweilen mit blassroten, einen verwaschenen Kranz oder eine Kappe bildenden kleinen Fleckchen versehen; Korn grob, Schale rauh; Grösse 127,5— 139X77— 82 -5 mm > Gewicht 32550—39830 mg. Sperling bemerkt: „Ich habe niemals einen Älbatross im Fluge eine Beute ergreifen sehen. Seine Art des Nahrungssuchens ist, sich nahe der erspähten Beute auf dem Wasser niederzulassen und nach sorgfältiger Prüfung darauf loszuschwimmen und sie aufzunehmen." 10. Diomedea melanophrys [Boie] Tem. Diomedea melanophrys [Boie] Tem. PI. Col. 1828, T. 456 — Grill Vict. Zool. Ant. 1858, 11, 57 — Lay. S. Afr. 1867, 364 — Sperling Ibis 1868, 295 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 356 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 772 — Shell. B. Afr. I. 1896, 169 Diomedea giüiana Coues Proc. Philad. 1866, 181, 188 [? Diomedea hueophrys [!] W. Sei. Ibis 1896, 523I. Abbild.: Tem. PI. Col. T. 456 — Gould B. Austral. VII. T. 43. Kopf, Hals und Unterseite weiss, vor und hinter dem Auge ein kleiner schwarzgrauer Fleck; Rücken, Schultern und Flügel dunkelbraun, der Ober- rücken grau verwaschen, die Rücken- und Schulterfedern an der Wurzel weiss; Bürzel und Oberschwanzdecken weiss; Schwanzfedern graubraun mit weissen Schäften und Wurzelteilen; Unterflügeldecken weiss, längs des Procellariidae — 22 — Thalassogeron Flügelrandes dunkelbraun; Schnabel horngelblich, der Haken bisweilen schwarzbraun; Füsse gelb. Lg. etwa 800, Fl. 510 — 530, Schw. 190 — 230, Sehn. 120, L. 70 — 80 mm. D. melanophrys ist ein Bewohner des Südpolarmeeres, nordwärts bis Australien, Neuseeland, Südamerika und Südafrika. Victorin beobachtete die Art bei Kapstadt III., Andersson in der Walfischbucht. Layard sagt, dass dieser Albatross an der Kapküste und in den Buchten häufig sei. Zu Hunderten werden sie von den Fischern gefangen und für geringes auf dem Fischmarkte verkauft. Andersson traf ihn zahl- reich an der Küste von Damaraland, wo er den Seeleuten unter dem Namen „Mollymauk" bekannt ist. Er verfolgt gern die kleineren Sturmvogelarten, sobald diese eine Beute gefangen haben, bis sie dieselbe wieder ausspeien und ihm überlassen. Die Eier zeigen, wie die von D. exulans, häufig einen Fleck rötlicher Sprenkel am stumpfen Ende und messen 96,5 — 104X63 — 68 mm. Gew. 18180 — 18780 mg. Thalassogeron Ridg'w. Thalassogeron Ridgw. in: Baird Brew. Ridgw. Water B. N. Amer. II. 1884, 345, 357 Typ. : Diomedea eulminata Gould. Von Diomedca dadurch unterschieden, dass die Hornbedeckung der Firste an der Schnabelwurzel schmal ist, hinter den Nasenlöchern nicht an die Bedeckung der Schnabelseiten stösst, sondern von dieser durch einen breiten Hautstreif getrennt ist. — 5 Arten in dem Südpolarmeere, dem süd- lichen Atlantischen und südlichen Stillen Ocean, 2 nahe den Küsten Süd- afrikas beobachtet. 11. Thalassogeron chlororhynchos (Gm ) Diomedea chlororhynchos Gm. S. N. II. 1788, 568 — Lay. Ibis 1862, 97; 1869, 377; S. Afr. 1867, 364 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 772 Diomedea chrysostoma Forst. Descr. Anim. 1844, 24 Diomedea olivaeeirostris Bp. Consp. II. 1855, 185 Diomedea chlororhyncha Lay. Ibis 1869, 377 — Shell. B. Afr. I. 1896, 169 Diomedea presaga |Brandt| u. profuga |Banks] Gray Handl. III. 1871, 109. Abbild.: Tem. PL Col. T. 468 — Gould B. Austral. VII. T. 42. Kopf, Hals, LJnterseite, Bürzel und Oberschwanzdecken weiss, Zügel grau verwaschen, der vordere Augenrand schwärzlich, der Nacken auch ganz schwach grau verwaschen; Rücken, Schulterfedern und Flügel dunkel- braun, der Oberrücken grau angeflogen ; Schwanzfedern dunkelbraun, grau angeflogen, mit weissem Schafte und weisser Wurzel; Unterflügeldeckn weiss, die längs des Flügelrandes dunkelbraun; Schnabel schwarz, die Firste gelb, auf dem Rücken des Hakens orange, ein schmales gelbes Band an der Wurzel des Unterkiefers, aber kein gelb längs der unteren Kieferränder, Spitze des Unterkiefers gelblich; Füsse blass fleischfarben. — Lg. etwa 800, Fl. 480 — 490, Schw. 200 — 230, Sehn. 110, L. 70 — 75 mm. Bewohnt das Südpolarmeer nordwärts bis zum südlichen Atlantischen Ocean und bis zum südlichen Indischen Ocean. Brütet auf Crozet. Rickard Procellariidae — 23 — Phoebetria — Ossifraga beobachtete die Art bei Port Elisabeth und East London, Schenck bei Angra Pequena. Nach Layard wird sie bei den englischen Seeleuten „Pretty bind" genannt. Die Eier sollen denen von Diomedea melanophrys gleichen. 12. Thalassogeron layardi Sah . Thalassogeron layardi Salv. Cat. Brit. Mus. XXV. 1896, 450. Abbild, fehlt. Dem vorgenannten sehr ähnlich, aber der Schnabel horngrau. Lg. 1000, Fl. 550, Schw. 210, Sehn. 135, L. 90, Mtz. 130 mm. Soll in der Kapsee vorkommen. Genaueres über die Form und ihre Verbreitung ist nicht bekannt. Phoebetria Rctib. Phoebetria Rchb. S. Av. Longip. 1852, V. Typ. : Diomedea fuliginosa Gm. Von Diomedea durch eine tiefe, längs der Seiten des Unterkiefers ver- laufende Furche unterschieden. Schwanz keilförmig. Nur 1 Art. 13. Phoebetria fuliginosa (Gm.) Diomedea fuliginosa Gm. S. N. II. 1788, 568 — Lay. Ibis 1862, 97; 1867, 458 [Ei] ; S. Afr. 1867, 365 — Sperling Ibis 1868, 295 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 773 — Kusche] J. O. 1895, 82 [Ei] — Shell. B. Afr. I. 1896, 169 Diomedea fusca Audub. Orn. Biogr. IV. 1838, 116 Diomedea palpebrata Forst. Descr. Anim. 1844, 55 Dio- medea fuliginosa var. cornicoid.es Hutton Ibis 1867, 186, 192 Diomedea autareliea |Sol.| Salv. Rowl. Orn. Mise. I. 1876, 237. Abbild.: Tem. PI. Col. T. 469 — Gould B. Austr. VII. T. 44 — Audub. B. North Amer. VII. T. 454. Braun, stellenweise grau angeflogen ; Flügel, Schwanz und Zügelgegend dunkler braun; vor dem Auge ein schwärzlicher Fleck; ein weisser, vorn unterbrochener Ring um das Auge; Schnabel schwarz, die Unterkiefergrube orange; Füsse braun [Schwimmhäute bisweilen in der Mitte nach dem Rande zu schwärzlich]. Lg. etwa 750 —800, Fl. 475 — 500, Schw. 265, Sehn. 100 bis 115, L. 70—75 mm. Südpolarmeer nordwärts bis Australien, dem südlichen Indischen Ocean, Neuseeland und Südafrika. Nach Layard häufig an der südafrikanischen Küste nicht weit vom Lande, wird von den englischen Seeleuten „Blue- bird" genannt. Schwebt gern in geringer Höhe über den Schiffen, wobei er beobachtend beständig den Kopf von einer Seite zur andern wendet. Die Eier sind oval, grobkörnig, weiss, oft mit rötlichen Sprenkeln am stumpfen Ende. Sie messen 105 — 108 >; 63,5 — 69 mm. Gewicht 16800 mg. Ossifraga Hombr. Jacq. Ossifraga . Hombr. Jacq. Compt. Rend. XVIII. 1844,356. Typ.: Pracellaria gigantea Gm. Nasenlöcher in einer nach vorn geöffneten, auf der Firste gelegenen Röhre, die bis an den Haken reicht; 1. Schwinge am längsten; eine Längsgrube an der Seite des Unterkiefers; starke Vögel. — Nur 1 Art in der Südsee. Procellariidae — 24 — Procellaria 14. Ossifraga gigantea (Gm.) Procellaria gigantea Gm. S. N. II. T788, 563 — Lay. S. Afr. 1867, 360; Ibis 1867, 458 [Ei] — Sperling Ibis 1868, 293 Procellaria ossifraga Forst. Descr. An. 1844, 343 Ossifraga gigantea Gurn. Anderss. Damara 1872, 354 — Sharpe Law S. Afr. 1884, 765 — Boc. Angola 1884, 517 — Kusch. J. O. 1895, 8l [Ei] — Shell. B. Afr. 1. 1896, 168. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 45. Einfarbig dunkelbraun; Schnabel gelb; Küsse bräunlich. Lg. etwa 800 — 850, Fl. 470-520, Schw. 180 — 200, Sehn. 100, L. 80-85 mm Häufig kommen rein weisse Abweichungen vor. Junge Vögel sind auf der Unterseite blasser und besonders an Kopf- seiten und Kehle blassbräunlich. In der Südsee nordwärts bis Neuseeland, Australien, Südamerika und Südafrika: Tafelbucht, Walfischbucht (Lay.); zwischen 26. u. 35. ° s. Br. (Anderss.); Mossamedes (Anch.); Südostküste Afrikas nordwärts bis zum 27 ° s. Br. (Sperl.). Nach Andersson ist es ein sehr gefrässiger Vogel, der nichts verschmäht. Hauptsächlich nährt er sich von dem am Gestade häufigen Aase der Wale und Robben. Er verfolgt auch den Puffinus maior, um ihm seine Beute abzujagen. Nach Layard kommt eine weisse Abart nicht selten an der Walfischbucht vor, welche von den englischen Seeleuten „Nelly" genannt wird. Sonst heisst der Vogel „Glutton-bird" bei den Seeleuten. Brutstätten der P. gigantea sind u. a. auf Tristan d'Acunha und Crozet nachgewiesen. Das rauhschalige weisse Ei misst 100,5 ~ 107,5 X 63 — 67,5 mm. Gew. 23700 mg. Procellaria L. Procellaria L S. N. X. 1758, 131 Prioftnus Hombr. Jacq. Compt. Rend. XVIII. 1844, 355. Typ : Procellaria cinerea Gm. Majaqueus Rchb. S. Av. 1852, T. IV. Adamastor Bp. Consp. II. 1855, 187. Typ.: Procellaria haesitata Forst. Cgmalobolns Rchw. Heine Mus. Hein. 1890, 363 [für Majaqueus]. Nasenröhre auf der Firstenwurzel sehr kurz, kaum ein Drittel so lang als der Schnabel, von der Stirnbefiederung bis zur Spitze in gerader Linie gemessen; Haken (vom Anfange bis zur Spitze in gerader Linie gemessen) gleich der Entfernung von der Stirnbefiederung bis an den Schnabelhaken; deutliche Längsfurche an der Seite des Unterkiefers, welche die Horn- bekleidung in einen oberen und unteren Teil trennt; 1. und 2. Schwinge gleich lang; 12 Schwanzfedern; Schnabel in der Hauptsache gelblich. — 3 Arten in der Südsee, 2 davon in der Kapsee. 15. Procellaria aequinoctialis L. Procellaria aequinoctialis L. S. N. X. 1758, 132 — Grill Vict. Z. Ant 1858, 12, 59 — Lay. Ibis 1862, 97; 1867, 459 [Ei]; S. Afr. 1867, 360 — Finsch Hartl. O. Afr. "7870, 817 — Rchw. I). O. Afr. 1894, 18 Procellaria nigra Forst. Descr. Anim. 1844, 26 \Procellaria conspi cilla la Gould Ann Mag N. H. 1844, 362] Majaqueus aequinoctialis Sharpe Law S. Afr. T884, 766 — Stielt B. Afr. I. 1896, 167 — Kusch.'). O. 1895, 81 [Ei| — W. Sei. Ibis 1896, 523. Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 46. Schwarzbraun, Schulterfedern und Flügeldecken mit helleren Säumen; Kinn, oft auch ein Scheitelband oder ein Band von der Schnabelwurzel über Procellariidae — 25 — Aestrelata die Wange bis an den Nacken weiss; Schäfte der Handschwingen an der Wurzel weisslich; Schnabel horngelb, die Zwischenräume zwischen den einzelnen Teilen der Schnabeldecke schwarz; Füsse schwarz. Lg. etwa 500, Fl. 360 — 380, Schw. 130 — 160, Sehn. 50 — 60, L. 55 — 60 mm. Es ist noch zweifelhaft, ob P. conspicillata nicht durch kleineren Schnabel ständig unterschieden ist. Südsee nordwärts etwa bis zum 30. °: Kap d. g. H., Tafelbucht (Lay.); bis zum südlichen Wendekreise X. XI. (Vict); Port Elisabeth (Rick.); Angra Pequena (Schenck). Wird am Kap „Cape Hen" genannt; brütet auf Crozet (Lay.). Das Ei ist weiss, ziemlich stumpf an beiden Enden, 80,5 X 55 mm gross. 16. Procellaria cinerea Gm. Procellaria cinerea Gm. S. N. II. 1783, 563 — Sperling Ibis 1868, 293 [Procellaria gelida Gm. S. N. II. 1788, 564] Procellaria gelula Vieill. N. D. H. N. XXV. 1817, 419 Procellaria melanura Vieill. Enc. Meth. 1823, 79 Procellaria haesiiata Forst. Descr. Anim. 1844, 2 °8 Adamasior typus Bp. Consp. Av. II. 1855, 187 Priofinus cinereus Shell. B. Afr. I. 1896, 167. Abbild.: Gould B. Austrat. VII. T. 47. Oberseits graubraun, Kopfseiten, Nacken und Oberrücken blasser, grauer; Unterseite weiss, die Weichen mit graubraun gemischt, die seitlichen und längeren Unterschwanzdecken, sowie die Unterflügeldecken ebenfalls graubraun; Schnabel blassgelb, die Firste und die Furche an den Seiten des Unterkiefers schwarz (nach Gould der Unterkieferrand grau); Füsse blassbräunlich fleischfarben. Lg. etwa 500, Fl. 330-345, Schw. 120 — 140, Sehn. 45-50, L. 55-58 mm. Bewohnt das Südpolargebiet nordwärts bis Neuseeland, Australien, Südamerika und Südafrika: Kap d. g. Hoffnung (Krebs). Aestrelata Bp. Aestrelata Bp. Consp. II. 1855, 188. Typ.: Procellaria haesitata Kühl Cookilaria Bp. ebenda 190. Typ.: Procellaria leueoptera Gould Pterodroma ebenda 191. Typ.: Procellaria macroptera A. Sm. Aestrelata Newt. Ibis 1870, 277. Nasenröhre auf der Firstenwurzel kürzer als ein Drittel des Schnabels; Haken sehr gross, wesentlich länger (im Durchmesser) als die Entfernung von der Stirnbefiederung bis zum Anfange des Hakens; 1. und 2. Schwinge gleich lang; 12 Schwanzfedern; Schnabel schwarz. — 30 Arten in den tropischen und subtropischen Breiten, 4 an den südafrikanischen Küsten beobachtet. Schlüssel der Arten: 1. Ganzes Gefieder dunkelbraun: 17. Ae. macroptera. — Unterseite mehr oder weniger weiss: 2 2. Flügel über 260 mm lang: 3 - Flügel unter 260 mm lang: 20. Ae. mollis. 3. Stirn und Scheitel weiss; Augengegend schwärzlich: 18. Ae. lessoni - Ganzer Überkopf braun: 19. Ae. incerta. Procellariidae — 26 — Aestrelata 17. Aestrelata macroptera (A. Sm.) Procellaria macroptera A. Sm. 111. S. Afr. 1840, T. 52 — Lay. S. Afr. 1867, 360; Ibis 1867, 460 — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 428 Procellaria atlanlica Gould Ann. Mag. N. H. XIII. 1844, 362 — Grill Vict. Z. Am. 1858, 12, 59 Puffmus paeificus Gray G. B. III. 1844, 647 Aestrelata macroptera Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 766 Aestrelata gouhli Hutt. Ibis 1869, 351 Oeslrelala macroptera Shell. B Afr. I. 1896, 167. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 52. Dunkelbraun, unterseits etwas blasser, vordere Wangen und Kehle etwas grauer, vor dem Auge schwärzlich; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 400, Fl. 290—300, Schw. 115, Sehn. 35, L. 35—38 mm. Im Süden des Atlantischen, Indischen und Stillen Oceans: Südafrika (Br. M.); Kap bis zum südlichen Wendekreise III. (Vict.). 18. Aestrelata lessoni (Garn.) Procellaria kssoiui Garn. Ann. Sc. Nat. VII. 1826, 54 T. IV Puffinus sericeus Less. Man. d'Orn. II. 1828, 402 Procellaria leucocephala Forst. Descr. Anim. 1844, 206 Oestrelata lessoni Shell. B. Afr. I. 1896, 167 Procellaria vagabunda [Sol.| Salv. Cat. Brit. Mus. XXV 1896, 401 Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 49 - Ann. Sc. Nat. VII. 1826, T. IV. Stirn, Scheitel, Wangen und Unterseite weiss, Halsseiten grau ver- waschen oder gewellt, Zügel grau gefleckt, Augengegend schwarz; Hinter- kopf und Nacken hellgrau, bisweilen heller und dunkler quergewellt; Rücken und Schulterfedern bräunlichgrau mit blasseren Federsäumen; Oberflügel- decken dunkelbraun, Unterflügeldecken graubraun; Schwingen schwarz mit grauer Bestäubung; Oberschwanzdecken und mittelste Schwanzfedern grau, die äusseren blasser grau, auf der Innenfahne weiss; Schnabel schwarz; Füsse gelb (nach Gould blass fleischfarben), die Spitzen der Zehen und Säume der Schwimmhäute schwarz. Lg. etwa 430—460, Fl. 290—310, Schw. 130 — T50, Sehn. 38—40, L. 38 — 40 mm. Bewohnt den südlichen Indischen und Stillen Ocean. In der Kapsee beobachtet (Br. M.). 19. Aestrelata incerta (Schi.) Procellaria incerta Schi. Mus. P. B. VI. Procell. 1863, 9 Oestrelata incerta Shell. B. Afr. I. 1896, 167 Abbild.: fehlt Oberseite braun, dunkler auf dem Bürzel, blasser auf Rücken und Nacken, Rückenfedern und Flügeldecken mit blasseren Säumen, vor dem Auge ein schwärzlicher Fleck; Halsseiten und Kropf blass graubraun, die Kehlmitte fast weiss; Unterkörper weiss; Weichen, Unterschwanzdecken, Unterflügeldecken und Schwingen dunkelbraun, die Unterschwanzdecken an der Wurzel weiss; Schnabel schwarz; Füsse gelb, Spitzen der Zehen und Endteile der Schwimmhäute schwarz. Lg. etwa 450, Fl. 320, Schw. 140, Sehn. 40, L. 40 mm. Bewohnt den Südatlantischen Ocean in der Nähe des Kaps der guten Hoffnung. Procellariidae — 27 — Priocella 20. Äestrelata mollis (J. Gd.) Proccllaria mollis Gould Ann. Mag. N. H. 1844, 363 — Lay. Ibis 1862, 98 Oestre- lata mollis Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 766 — Shell. B. Afr. I. 1896, 167 Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 50 — Dresser B. Eur. Suppl. T. 721. Oberseits dunkelbraun, Nacken und Rücken grau verwaschen, Stirnfedcrn mit weissem Saume, Augengegend schwarz; Zügel, Wangen, Kehle und Unter- seite weiss, Halsseiten und Weichen mehr oder weniger grau gewellt; Kropf grau; Unterflügeldecken dunkel graubraun; Schwanzfedern und Oberschwanz- decken dunkelbraun, grau angeflogen, an der Wurzel weiss, die äusseren Schwanzfedern auf der Innenfahne weiss, zum Teil fein grau gewellt, bisweilen auch die Aussenfahne fein weiss und grau gewellt; Schnabel schwarz; Füsse gelb (nach Gould blass fleischfarben), Endteile der Zehen und Schwimmhäute schwarz. Lg. etwa 350, Fl. 240—250, Schw. 110 — 120, Sehn. 26 — 27, L. 30 mm. Im südlichen Indischen und südlichen Atlantischen Ocean nordwärts bis Madeira. Nach Layard häufig in kleinen Gesellschaften an der süd- afrikanischen Küste. Das rein weisse Ei misst 55 X 40 mm. Priocella Hombr. Jacq. Priocella Hombr. Jacq. Compt. Rend. XVIII. 1844, 357. Typ. : Procellaria glaciahicles A.Sin. Nasenröhre so lang oder länger als ein Drittel des Schnabels; Haken kürzer als die Entfernung von der Stirnbefiederung bis an den Anfang des Hakens; Breite des Schnabels an der Wurzel gleich der Länge der Nasen- röhre; erste Schwinge am längsten; 14 Schwanzfedern; Schnabel in der Hauptsache gelblich. — Nur 1 Art in der Südsee, an der Westküste Amerikas nordwärts bis Kalifornien. 21. Priocella glacialoides (A. Sm.) Proccllaria glacialöicles A. Sm. 111. S. Afr. 1840, T. 5r — Lay. S. Afr. 1867, 361 — Sperling Ibis 1868, 293 — Melliss Ibis 1870, 105 Thalassocca tenuirostris [non Tem.] Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 767 Thalassoica polaris Bp. Compt. Rend. XLII. 1856, 768 Procellaria sniithi Schi. Mus. P. B. VI. Procell. 1863, 22 Priocella glacialoides Shell. B. Afr. I. 1896, 167 Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 51 — Gould B. Austr. VII. T. 48. Kopf, Hals und ganze Unterseite weiss, Hinterkopf und Nacken, zum Teil auch die Weichen, zart grau verwaschen; Oberkörper, Flügel und Schwanz silbergrau, die Schwanzfedern mit weissem Endsaume, die äusseren fast ganz weiss; Handschwingen aussen grauschwarz, innen weiss; Armschwingen aussen silbergrau, innen weiss; Schnabel gelb, Wurzel des Oberkiefers und Spitze schwarz (nach Gould blass fleischfarben, Wurzel des Oberkiefers grau, Haken schwarz); Füsse blass fleischfarben (nach Gould graulich fleischfarben I. Lg. etwa 450, Fl. 320 — 330, Schw. 130, Sehn. 42—50, L. 45—48 mm. In der Südsee nordwärts bis Südafrika und Südamerika, an der Westküste Amerikas nordwärts bis Kalifornien: Kap d. g. H. (A. Sm.); nach Melliss bei St. Helena gefangen. Fliegt nach Smith höher über dem Meere als kleine Sturmvogelarten und rastet häufiger. Geht sehr gern Aas an. Procellariidae — 28 — Daption — Puffinus Daption Stepli. Daption Steph. Gen. Z. XIII. I. 1826, 239. Typ.: ProceUaria capensis L. — Calopetes Sund. Meth. nat. av. disp. Tent. 1872, 142 Desgl. Nasenröhre so lang oder länger als ein Drittel des Schnabels; Haken kürzer als die Entfernung von der Stirnbefiederung bis an den Anfang des Hakens; Breite des Schnabels an der Wurzel grösser als die Länge der Nasenröhre; erste Schwinge am längsten; 14 Schwanzfedern; Schnabel schwarz. — Nur 1 Art in der Südsee. 22. Daption capensis (L ) — Kaptaube ProceUaria capensis L. S. N. X. 1758, 132 — Grill Vict. Z. Ant. 1858, 12, 58 — Lay. S. Afr. 1867, 361 — Sperling Ibis 1868, 293 — Rchw. D. O. Afr. 1894, t8 Daption capensii Cab. v. d. Deck. R. III. 1869. 52 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 816 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 353 — Bouv. Cat. I875, 40 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 767 - Boc. Angola 1881, 517 — Shell. B. Afr. I. 1896, 168 ProceUaria punctata Ellman Zoologist~ 1861, 7473 Abbild.: d'Aub. PI. Eni. T. 964 — Gould B. Austrat. VII. T. 53. Kopf und Nacken schieferschwarz; Federn des Rückens, Flügeldecken, Armschwingen und Oberschwanzdecken weiss mit schieferschwarzem bis schwarzbraunem Endflecke, die kleinen Flügeldecken und Handdecken ganz schwarzbraun; Federn der Kehle und Halsseiten weiss mit graubraunem Endsaume oder Endflecke; übrige Unterseite weiss, bisweilen die äusseren und längsten Unterschwanzdecken, sowie einige Federn der Weichen und Steiss- seiten mit graubraunem Endflecke; Schwanzfedern weiss mit schieferschwarzem bis schwarzbraunem Ende; Handschwingen aussen und auf der Innenfahne nach dem Ende hin braunschwarz, innen weiss, die inneren Handschwingen weiss mit schwarzer Spitze; Unterflügeldecken längs des Flügelrandes schwarzbraun, die mittleren weiss; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 400, Fl. 265 — 280, Schw. 100 — 120, Sehn. 30, L. 40 mm. Bewohnt die Südsee nordwärts bis zum Äquator: Kap d. g. H. (Br. M.); Port Elisabeth IX. (Rick.); Südwestafrika nordwärts bis 27" (Anderss.); Mossamedes (Anch.); Bengobucht (Welwitsch); Kap bis zum südlichen Wende- kreise X. XI. (Vict.); Gabun (Marche, Comp.). Nach Andersson besteht die Nahrung der Kaptaube hauptsächlich in Mollusken; aber auch Abfälle, welche die Seeleute über Bord werfen, werden gern angenommen, und ebenso bilden die Leichen von Walen willkommene Beute. Die Vögel sind ausserordentlich gierig und streiten heftig miteinander um jeden Bissen. Daher können sie leicht mit der Angel gefangen werden. ■Sie sollen auf Südgeorgien brüten. Puffinus Briss. Puffinui Briss. Orn. VI. 1760, 131. Typ : ProceUaria puffinus Tem. Xcctris Kühl Beitr. 1820, 146 Thydlas Glog. Fror. Notizen XVI. 1827, 279 Thicllus Gray List Gen. Birds 1840, 78 Typ.: ProceUaria gracis O'Reilly Cymotomus Macgill. Man. Br. B 1842, 13. Typ.: ProceUaria anglorttin Ray Ardenna Rchb. Av. S. N. 1852, IV Thyellodroma Stein. Pr. U. S. Nat. M. XI. i833, 93. Typ.: Puffinus sphenurm Gould Zatias Heine Nomencl. M. II. 1890, 362. Procellariidae — 29 — Puffinus Nasenlöcher auf der Firste nebeneinander, aber deutlich voneinander getrennt und nach oben geöffnet; Schnabel schlank, Haken kürzer als die Entfernung von der Stirnbefiederung bis zum Haken; 12 Schwanzfedern; 1. und 2. Schwinge gleich lang oder 1. wenig länger als 2.; Schwanz stark gerundet oder keilförmig. — 20 Arten in allen Breiten, 3 an den Küsten Afrikas beobachtet. Schlüssel der Art en: [. Unterseite braun: 23. P. griseus — Unterseite weiss: 2 2. Flügel über 220 mm lang: . ... 24. P. gravis. r,~ 1 1 i 25. P. obscurus. — Hügel unter 220 mm lang: . . . . I ; _ s 26. P. persicus. 25. Puffinus griseus (Gm.) Procellaria grisea Gm. S. N. II. 1788, 564 Puffinus cinereus Gould B. Eur. Y. 1837 T. 444 — Law S. Afr. 1867, 358 — A. Sm. 111. S. Afr. 1840, T. 56 Puffinus griseus Boe. Angola 1881, 516 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 770 - Shell. B. Afr. I. 1896, 167 Pro- cellaria Iristis Forst. Descr. Anim. 1844, 205 Neciris chilensis Bp. Consp. II. 1856, 202 Nectris amaurosoma Coues I'r. Philad. 1864, 124, 143 Puffinus maior [non Faber] Gurn. Anderss. Damara 1872, 350 [? Puffinus chhrorhynchus Rchw. J. O. 1877, 1 1 1 Puffinus sirieklandi Baird Brew. Ridgw. Water B. N. A. II. 1884, 390. Abbild. Dresser B. Eur. VIII. T. 6t6 Fig. r — Gould B. Eur. V. T. 444 — A. Smith 111. S. Afr. T. 56. Dunkelbraun, Unterseite blasser und grauer; Unterflügeldecken weiss mit fahlbraunem Schafte, zum Teil mit graubraunem Spitzenflecke; Schnabel hornbraun; Füsse braun. Lg. etwa 400 — 450, Fl. 290 — 300, Schw. 90 — 110, Sehn. 45, L. 50 mm. Im Atlantischen und Stillen Ocean von den Faröern und Kurilen bis zur Südspitze Afrikas und Amerikas verbreitet. Nach Andersson in der Kapsee nordwärts bis zur Mündung des Oranjeflusses von Mai bis September. Nach Bocage von Lucan und Petit bei Landana gefunden. Vermutlich ist das von Falkenstein an der Loangoküste gesammelte Stück (P. chlororhynchus Rchw. J. O. 1877, n) auf vorstehende Art zu beziehen. Das rein weisse Ei misst 75 — 80X47-52 mm. Gew. 6912 — 7775 mg. 24. Puffinus gravis (O'Reilly) Procellaria gravis O'Reilly Voy. Greenl. 1818, 140 T. 12 Procellaria maior Faber Prodr. Isl. Orn. 1822, 56 Puffinus cinereus [non Gould] Nutt. Man. Water B. 1834,334 Puffinus maior Hartl. J. O. 1855, 361; W. Afr. 1857, 250, 275 — [Bouv. Cat. '1875, 40I Puffinus gravis Shell. B. Afr. I. 1896, 166 Abbild.: Gould B. Gr. Brit. V. T. 88 - Dresser B. Eur. VIII. T. 616 Fig. 2. Oberseite braun, der Nacken blasser, Rückenfedern, Schulterfedern und Flügeldecken mit fahlbraunen Säumen; die längsten Oberschwanzdecken weiss mit fahlbraunen Flecken; Unterseite weiss, in der Mitte des Unter- körpers graubraune Federsäume; Steissseiten und Aussenseite der Schenkel braun; Unterschwanzdecken weiss und braun; Unterflügeldecken weiss, die äusseren mit brauner Aussenfahne; Achselfedern weiss mit graubraunem Procellariidae oo — Prion Endflecke; Schwingen schwarzbraun, am Wurzelteile der Innenfahne weiss; Schwanzfedern schwarzbraun; Schnabel hornbraun; Füsse bräunlich gelb. Lg. etwa 450, Fl. 320, Schw. 120 — 130, Sehn. 45 — 47, L. 50-53 min. Bewohnt den Atlantischen Ocean von Grünland bis zum Kap und zu den Falklandsinseln: Kap d. g. H. (A. Sm.); [nach Hartlaub von Pel an der Goldküste, nach Bouvier von Marche und de Compiegne bei Fernand Vaz gesammelt]. Das weisse Ei misst 73X49 mm. 25. Puffinus obscurus (Gm.) ProceUaria obscura Gm. S. N. II. 1788, 559 Puffinus dichrous Finseh Hartl. C. Polyn. 1867, 244 Puffinus auduboni Finseh P. Z. S. 1872, 11 1 Puffinus opisihomelas var. minor Hartl. P. Z. S. 1867, 832 Puffinus tenebrosus [Natt ] Pelz. Ibis 1873, 47 Puffinus obscurus Shell. B. A1Y. I. 1896, 167 Abbild.: Gould B. Eur. V. T. 443 — Aud. B. N. Amer. T. 299 — Dresser B. Eur. Suppl. T. 720. Oberseits schieferschwarz bis braunschwarz; Unterseite weiss, Federn der Steissseiten und seitliche Unterschwanzdecken mit braunschwarzer Spitze oder Aussenfahne, die längsten Unterschwanzdecken zum Teil schwarzbraun mit weisslicher Spitze; Unterflügeldecken weiss, längs des Flügelrandes mit braun gemischt; Schnabel hornbraun; Füsse gelb, Laufsohle und Aussen- zehe hornbraun. Lg. etwa 300, Fl. 190 — 205, Schw. 80 — 100, Sehn. 26 — 30, L- 34—37 mni - In den tropischen und subtropischen Meeren. An den afrikanischen Küsten und Inseln noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen. Das reinweisse Li misst 51— 58,5 x 35-5-37 mm - 26. Puffinus persicus Hume Puffinus persicus Hume Stray Feath. I. 1873, 5; V. 1877, 292; VIII. 1879, 115 — Blanf. Ibis 1873, 215 — Barnes Ibis 1893, 175 — Yerburv Ibis 1896, 37. Abbild.: Cat. Br. Mus. XXV. T. IV. Dem P. obscurus sehr ähnlich, aber die Oberseite brauner, schwarz- braun, Schnabel etwas länger und stärker, Achselfedern fast ganz dunkel graubraun, nur die Endsäume weiss; Schnabel grauschwarz; Eüsse grau- weiss, Schwimmhäute schwarz. Lg. etwa 300 — 320, Sp. 670, Fl. 185 — 200, Schw. 75 — 80, Sehn. 30 — 33, L. 35 — 38 mm. Bewohnt den Persischen Meerbusen, nicht selten bei Aden (Barnes). Prion Lac. Prion Lacepede Mem. l'Inst. III. 180 1, 513. Typ.: ProceUaria viltata Gm. Pachyptila 111. Prodr. 181 1, 274. Desgl. PriamphusRai. Anal. 1815, 72 Halobaena |Geoffr.| Bp. Consp. II. 1856, 193. Typ.': ProceUaria caerulea Gm. Pseudoprion Coues Pr. Philad. 1866, 164. Typ.: ProceUaria desolata Gm. Zaprium Coues Bull. U. St. N. Mus. 1875, 34. Typ.: ProceUaria caerulea Gm. Nasenröhre kürzer als ein Drittel des Schnabels; Schnabel an der Wurzel breit, bedeutend breiter als die Länge der Nasenröhre, die Seiten Procellariidae ■ — 31 — Prion in gerader Linie verlaufend oder an der Wurzel ausgebogen, Haken so lang oder kürzer als seine Entfernung von der Stirnbefiederung; Schnabel bleigrau oder schwärzlich; i. und 2. Schwinge gleich lang oder 1. etwas langer als 2.; 12 Schwanzfedern; kleinere Vögel. — 5 Arten in der Südsee und in der Nähe der südafrikanischen Küste beobachtet. Schlüssel der Arten: 1. Äussere Schwanzfedern weiss, die mittleren am Ende weiss: 27. P. coeruleus. — Äussere Schwanzfedern grau, die mittleren am Ende schwarz: 2 2. Flügel bis 180 mm, Schnabel unter 25 mm lang: 31. P. brevirostris. — Flügel über 180 mm, Schnabel über 25 mm lang: 3 3. Schnabel an der Wurzel über 18 mm breit: ... 28. P. vittatus. — Schnabel an der Wurzel 15—17 mm breit: .... 29. P. banksi. — Schnabel an der Wurzel unter 15 mm breit: ... 30. P. desolatus. 27. Prion coeruleus (Gm.) Proceüaria coeralea Gm. S. N. II. 1788, 560 — Lay. S. Afr. 1867, 361 Procellaria forsten (non Lath.] A. Sm. 111. S. Afr. 1840, T. 53 Procellaria similis Forst. Descr. An. 1844, 59 Halobaena eoerulea Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 768 — Shell. B. Afr. I. 1896, 168 Halobaena typica Bp. Compt. Rend. XLII. 1856, 768. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 53 - Gould B. Austr. VII. T. 52. Oberseits bläulichgrau, dunkler auf dem Oberkopfe, Nacken, Schultern und kleinen Oberflügeldecken, die Schulterfedern weiss gesäumt, die Stirn- federn ebenfalls weiss gesäumt; Wangen und Unterseite weiss, Kropfseiten blaugrau; Unterflügeldecken weiss; vordere Handschwingen schieferschwarz, innen weiss, die übrigen grau, innen weiss; äusserste Schwanzfeder weiss, die folgenden grau, an der Spitze und Wurzel der Innenfahne weiss; die mittleren grau mit weisser Spitze und dunkler Binde vor derselben; Schnabel schwarz (nach Gould ist der Rand des Unterkiefers bleigrau); Füsse blei- grau, Schwimmhäute fleischfarben. Lg. etwa 280, Fl. 205 — 215, Schw. 80 — 90, Sehn. 28 — 30, L. 30 — 33 mm. In der Südsee zwischen dem 40. und 60." s. Br. : Kap (A. Sm.); East London (Rickard). Das weisse Ei misst 49,5X35 mm - Gew. 1603 mg. 28. Prion vittatus (Gm.) Procellaria vittata Gm. S. N. II. 1788, 560 Procellaria forsten Lath. Ind. Orn. II. 1790, 827 Procellaria latirostris Vieill. Enc. Meth. 1823, 8l Prion magnirostris Gould P. Z. S. 1862, 125 Prion australis Potts Ibis 1873,85 Prion vittatus Shell. B. Afr. I. 1896, 168 Abbild.: Jard. Selby Hl. Orn. T. 47 — Gould B. Austrat. VII. T. 55. Schnabelseiten sehr weit ausgebogen; Oberseite bläulichgrau, die Federn des Oberkopfes meistens mit dunklerem Mittelflecke; die kleinsten Flügel- decken und die Enden der mittleren Schwanzfedern schieferschwarz; Schulter- federn gegen das Ende hin schieferschwarz mit grauem oder weissem End- saume; Zügel, Augenbrauenstreif und Unterseite weiss, Weichen und zum Procellariidae — 02 Prion Teil die Unterschwanzdecken bläulichgrau verwaschen; Kropfseiten bläulich- grau wie der Rücken; Unterflügeldecken weiss; vordere Handschwingen schieferschwarz, innen weiss, die übrigen Schwingen grau, innen weiss; Schnabel grauschwarz (nach Gould bleigrau), der Haken gelblich; Füsse bleigrau. Lg. etwa 300, Fl. 195 — 205, Schw. 105— 115, Sehn. 33 — 36, L. 3 2 -33 nim - In der Südsee zwischen dem 40. und 60. Breitengrade. Über Vor- kommen der Art an den afrikanischen Küsten liegen noch keine genauen Angaben vor. Das reinweisse Ei misst 50 — 51X37 — 38 mm - Gew. 2445-2700 mg. 29. Prion banksi (A. Sm.) Pachypüla banksi A. Sm. 111. S. Afr. 1840, T. 55 Prion rossii Gray List Anseres Br. Mus. 1844, 165 Prion banksii Kirk Ibis 1864, 338 — Gurn. Ibis 1864, 355 — Lay. S. Afr. 1867, 362 — Sperling Ibis i858, 293 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 815 — Rchvv. D. O. Afr. 1894, 18 - Shell. B. Afr. I. 1896, 168 Prion cittatns [non Gm | Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 769. Abbild : A. Sm. 111. S. Afr. T. 55 — Tem. PI Col. T. 528. Schnabelseiten an der Wurzel ausgebogen, nach der Spitze hin ein- gezogen. Oberseits bläulichgrau, der Oberkopf dunkler; die kleinsten Flügel- decken und die Enden der mittleren Schwanzfedern schieferschwarz; Schulter- federn gegen das Ende hin schieferschwarz mit weissem Endsaume; Zügel, Augenbrauenstreif und Unterseite weiss, die Weichen und zum Teil die Unterschwanzdecken bläulichgrau verwaschen; Kropfseiten bläulichgrau; Unterflügeldecken weiss; vordere Handschwingen schieferschwarz, innen weiss, die übrigen Schwingen grau, innen weiss; Schnabel grauschwarz, der Haken gelblich; Füsse graublau. Lg. etwa 280, Fl. 190 -195, Schw. 90 — 100, Sehn. 30, L. 30 mm. Südsee, gewöhnlich zwischen dem 35. und 60. ° s. Br. : Kap d. g. H. (A. Sin.); Kapsee (Layard); Constantia (Cloete); Natal, nach Stürmen am Strande ermüdet im hilflosen Zustande in grosser Anzahl im VIII. gefunden (Ayres); Mossambik (Kirk). Die Vögel erscheinen nach Smith gelegentlich in den Buchten des Kaplandes bei stürmischem Wetter, während sie sonst nur auf hoher See sich aufhalten. Die Schiffe begleiten sie gern und ausdauernd; selten sieht man sie auf Augenblicke auf die Wasserfläche sich niederlassen. 30. Prion desolatus (Gm.) Procellaria desolata Gm. S. N. II. 1788, 562 Procellaria ttirtur |Banks| Kühl Beitr. 1820, 143 — A. Sm. S. Afr. 1840, T. 54 — Lay. S. Afr. 1867, 361 Procellaria velox [Banks] Kühl Beitr. 1823, 143 Procellaria faveiata Vieill. Ena Meth. 1823, 79 Pseudoprion turtur Gurn. Anderss. Damara 1872, 352 Prion desolatus Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 769 - Shell. B. Afr. I i8 9 5, 16S Abbild : A. Sm. 111. S Afr. T. 54 — Gould B. Austrat VII. T. 54. Der vorgenannten Art sehr ähnlich, aber die Schnabelseiten an der Wurzel des Schnabels nur sehr wenig ausgebogen, so dass die Seiten eine fast gerade Linie bilden. Lg. etwa 280, Fl. 190, Schw. too, Sehn. 28, L. 30 mm. Procellariidae — 33 — Oceanodroma Südsee, zwischen dem 35. und 65. Breitengrade: Kapsee (A. Smith); Tafelbucht (Andersson). Das weisse Ei misst 38 -40X32 mm. Gew. 1245 -1475 mg. „Oft sieht man", schreibt Andersson, „Scharen dieser Vögel über auftauchenden Walen schweben und durch die Strahlen zerstäubten Wassers streichen, welche diese ausblasen. Auch über treibenden Haufen von See- gras sieht man sie häufig schweben, vermutlich um nach dem Getier zu suchen, das in diesem sich ansammelt." 31. Prion brevirostris J. Gd. Prion ariel Gould Ann. Mag. N. H. XIII. 1844, 366 |nom. nud|; Handb. B. Austr. II. 1865, 473 — Shell. B. Afr. I. 1896, 168 Prion brevirostris Gould P. Z. S. 1855, 88 T. XCIII Abbild: P. Z. S. 1855 T. XCIII Den vorgenannten ähnlich, aber der Schnabel bedeutend kürzer und schmaler, an der Wurzel nicht ausgebogen, die Seiten in gerader Linie ver- laufend, das Schwarz am Ende der mittleren Schwanzfedern viel breiter, 30 mm oder darüber breit, bei jenen nicht 25 mm breit, Oberkopf blasser, nicht dunkler als der Rücken. Lg. etwa 260, Fl. 175 — 180, Schw. 100, Sehn. 20 — 21, L. 26 — 29 mm. Südsee, gelegentlich nordwärts bis Madeira: Kap der guten Hoffnung (A. Smith, Brit. Mus.). Das weisse Ei hat eine Grösse von 44 — 45X32 — 33 mm. Das Gewicht beträgt 1600 — 1735 mg. Oceanodroma Rcfrb. Oceanodroma Rchb. S. Av. 1852, IV. Typ.: Procellaria furcata Gm. Cymochorea Coues Pr. Philad. 1864, 75. Typ.: Procellaria kueorhoa Vieill. Lauf kaum so lang als die Mittelzehe, Aussenzehe wenig kürzer; Schwanz gabelförmig ausgeschnitten oder ausgerandet; 2., oder 2. und 3. Schwinge am längsten, 1. kürzer als die 3. oder 4.; wenigstens 12 Ann- schwingen; kleine Vögel. — 12 Arten im nördlichen Atlantischen und Stillen Ocean südwärts bis St. Helena und Peru, 2 an der südafrikanischen Küste beobachtet und bei St. Helena. 32. Oceanodroma leueorhoa (Vieill.) Procellaria kueorhoa Vieill. N. D. II. N. XXV. 1817, 422 — Shell. B. Afr. I. 1896, 166 Procellaria leachii Tem. Man. d'Orn. II. 1820, 812 ProceUaria bnUocki Flem. Brit. Anim. 1828, 136 Thalassidroma scapulata Kittl. Denkwürd. II. 1858, 191 [? Pro- ceUaria sp. Boc. J. Lisboa (2.) VI. 1891, 85] Abbild : Dress. B. Eur. VIII. T. 613 Fig. 2 — Gould B. Eur. V. T. 447. Schwanz gabelförmig ausgeschnitten; Gefieder schwarzbraun, Kopf und Kehle grau verwaschen; die grösseren Flügeldecken fahlbraun, die kleinen braunschwarz; längere Oberschwanzdecken weiss, zum Teil mit schwarz- braunem Endsaume, die kürzeren schwarzbraun mit weissem Ende; Schwanz- Ileichenöw, Die Vogel Afrikas. *J Procellariidae — 34 — Hydrobates federn schwarzbraun, nur die Wurzeln der Schäfte weiss; Unterschwanz- decken an der Wurzel weiss; die Federn der Steissseiten halb weiss, halb braun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 210, Fl. 150 — 155, Schw. 80 bis 85, Sehn. 15 — 17, L. 21 — 23 mm. Im nördlichen Atlantischen Ocean; im British Museum von der süd- afrikanischen Küste durch A. Smith. Das rein weisse Ei misst 32 — 34X23 — 24,5 mm. Gew. 525 — 570 mg. 33. Oceanodroma Castro (Harc.) Procellaria sp. Melliss Ibis 1870, 105 Thalassidroma Castro Harcourt A sketch of Madeira 1851, 123, 166 Cymochorea cryptoleueura Ridgw. P. U. S. N. M. IV. 1882,337 Procellaria cryptoleueura Shell. B. Afr. I. 1896, 166 Abbild: Dresser B. Eur. Suppl. T. 718. Der vorgenannten Art sehr ähnlich, aber der Schwanz nur ausgerandet, Wurzeln der Schwanzfedern mit Ausnahme der mittelsten weiss, die längeren Oberschwanzdecken mit breiteren schwarzen Enden. Lg. etwa 180, Fl. 150 bis 155, Schw. 75 — 80, Sehn. 13 — 16, L. 22 mm. Auf den Hawaiischen und Galapagosinseln, im südlichen Atlantischen Ocean nordwärts bis Madeira, St. Helena (Melliss). Wird von den See- leuten „Mutter Carey's Henne" („mother carey's chicken") genannt. Das mattweisse, oft mit einem Kranze feiner brauner Pünktchen ver- sehene Ei misst 35X24 mm. Hydrobates Boie Hydrobates Boie Isis 1822, 562. Typus: Procellaria pdagica L. Thalassidroma Yig. Z. J. II. 1825, 405. Desgl. Lauf so lang als die Mittelzehe oder nur unbedeutend länger; 4. Zehe wenig kürzer als 3.; Schwanz gerade abgestutzt; 2. Schwinge am längsten, 1. kaum so lang als die 3.; wenigstens 12 Armschwingen; kleine Vögel. — 2 Arten im Atlantischen Ocean, Mittelmeer und im Stillen Ocean bei den Galapagosinseln, 1 an den afrikanischen Küsten. 34. Hydrobates pelagicus (L.) — Petersläufer Procellaria pelayica L. S N. X. 1758, 131 — Chapm. Trav. S. Afr. II. App. 1868, 425 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 351 — Sharpe Ibis 1872, 74; Law S. Afr. 1884, 765 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1373 — Ussher Ibis 1874, 75 Tlialassidroma oceanica [non Kuhl| Luv. S. Afr. 1867, 359 Thalassidroma pelayica Sperl. Ibis 1868, 293 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 814 — Rchw. J. O. 1874, 374; D. O. Afr. 1894, 18 — Shell. B. Afr. 1. 1896, 166 Hydrobates faeroeensis Brehm Vög. Deutschi. 1831, 803 Thalassidroma melitensis Schembri Orn. Gruppo Malta 1843, 1 18 Procellaria liigvbris [Natt. 1 Bp. Consp. II. 1856, 197 Procellaria minor Kjaerb. Orn. Dan. Suppl. 1854, T. 7 Thalassidroma tenuirostris u. albifasciata Brehm Naum. 1855, 296 Abbild.: Dresser B. Eur. VIII T. 613 Fig. 1 — Gould B. Eur. V. T. 448. Braunschwarz, Unterseite blasser, brauner; Oberschwanzdecken weiss mit braunschwarzem Ende; Unterschwanzdecken und Schwanzfedern an der Procellariidae — oc — Oceanites Wurzel weiss; Federn der Steissseiten halb weiss, halb schwarzbraun; die mittleren der grösseren Unterflügeldecken weiss; Achselfedern meistens mit weisser Spitze; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 1 60, Fl. 115 bis it8, Schw. 55, Sehn. 12, L. 20 mm. Nördlicher Atlantischer Ocean bis zum Äquator und Mittelmeer: Gold- küste (Ussher); Fernando Po, S. Thomas, Elobi (Rchw.); Walfischbucht (Anderss.); Tafelbucht V. (Lay.); zwischen Sansibar und der Sambesi- mündung (Sperling); mit Beginn der Nordost-Monsune, im September und Oktober, öfter in kleinen Gesellschaften am Bab el Mandeb und an der Adelküste (v. Heugl). „Diese niedlichen Tierchen scharen sich gern ziemlich dicht zusammen, halten sich mit Vorliebe im Kielwasser der Schiffe und flattern zuweilen gemeinschaftlich auf, um sich nach einigen hundert Schritten wieder auf den Wogen niederzulassen. Dabei trippeln und gleiten sie mit halb geöffneten oder hoch erhobenen Flügeln in der Richtung gegen die See über die Wellenberge und Wellenthäler hin. Der Flug ist ungemein leicht, weich, schwalbenartig, jedoch nicht sehr beschleunigt und reissend, zuweilen so niedrig, dass die Schwingenspitzen die Wogen zu berühren scheinen. Auf ausgeworfene Speckstückchen machen sie emsig Jagd, auch glaube ich zu- weilen schwirrende und flüsternd pfeifende Töne von ihnen vernommen zu haben" (v. Heugl.). Das weisse Ei misst 26 — 29X20,5 — 21 mm. Gew. 330—380 mg. Oceanites Keys. Blas. Oceanites Keyserling Blasius Wirb. Eur. II. 1840, 131, 238. Typ.: Procellaria wüsoni Bp. Lauf wesentlich länger als die Aussenzehe, diese so lang als die Mittel- zehe; Zehen schmal; die Krallen schmal, gewölbt und spitz; Schwanz aus- gerandet; 2. Schwinge am längsten, 1. kaum so lang als die 3.; nur 10 Arm- schwingen; kleine Vögel. — 2 Arten in der Südsee und südlichen Atlantischen Ocean nordwärts bis England, 1 an der süd- und westafrikanischen Küste. 35. Oceanites oceanicus ([Banks] Kühl) — Sturmschwalbe Procellaria oceanka [Banks] Kühl Beitr. 1820, 136 — Sharpe Ibis 1872, 74 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 35t — Ussher Ibis 1874, 75 Procellaria wilsoni Bp. J. Ar. Phil. III. 1823, 23t T. 9 Thalassidroma oceanka Müll. Z. g. O. 1887, 434 — [Rchw. J. O. 1890, 107] Thalassidroma unlsonii Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43; W. Afr. 1857, 251. 275 — Grill Vict. Z Ant. 1858, 12. 57 — Lay. S. Afr. 1867, 359 Oceanites oceanka Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 763 Oceanites oeeaniens Shell. B. Afr. I. 1896, 166 Abbild.: Gould B. Austrat. VII. T. 65 — Dress. B. Eur. VIII. T. 614 Fig. 1. Braunschwarz, Unterseite blasser; grosse Flügeldecken fahlbraun mit weisslichem Endsaume; längere Oberschwanzdecken und Steissseiten weiss; die längeren Unterschwanzdecken am Wurzelteile weiss; äussere Schwanz- federn an der Wurzel längs des Schaftes und dieser selbst weiss; Schnabel und Füsse schwarz, Mitte der Schwimmhäute gelb. Lg. etwa 180, Fl. 155, Schw. 70-75, Sehn. 12—13, L. 32—33 mm. 3* Procellariidae — Laridae — 36 — Fregetta Bewohnt die Südsee, den Indischen und Atlantischen Ocean nordwärts bis England und Labrador. In Afrika an folgenden Orten beobachtet: Cape Coast (Ussher) ; Alt-Kalabar(Jardine); Gabun (Verr.); Landana (Petit); Damara- land (Br. M.); Walfischbucht, Sandwichbucht (Anderss.); Tafelbucht IV. (Lay.); Kap (A. Sm.); East London (Rick.). Das weisse Ei hat am stumpfen Ende oft einen Kranz rosafarbener und bräunlicher Pünktchen und Kritzel und misst 34X25 mm. Fregetta Bp. Fregetta Bp. Compt. Rend. XLI. 1855, 1113; Consp. II. 1856, 197. Typ.: Thalassi- droma tropica Gould Cymodroma Ridgw. in: Baird Brew. Ridgw. Water B. II. 1884, 418. Desgl. Lauf wesentlich länger als die Aussenzehe; Aussenzehe länger als Mittel- zehe; Zehen und Krallen flach und breit; Schwanz gerade abgestutzt; 2. Schwinge am längsten, 1. kürzer als die 3.; kleine Vögel. — 4 Arten in den Meeren der südlichen Halbkugel, 1 an der südafrikanischen Küste beobachtet. 36. Fregetta melanogaster (J. Gd.) Thalassiilroma melanogaster Gould Ann. Mag. N. H. XIII. 1844, 367 — Lay. S. Afr. 1867, 358; Ibis 1867, 459 [Ei] — Sperling Ibis 1868, 283, 292; 1872, 75, 76 Thalassi- droma tropica Gould Ann. Mag. N. H. XIII. 1844, 366 [Procettaria melanogastra ? Penrose Ibis 1879, 282] Oceaniiis tropica Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 764 Oceanites melanogaster Shell. B. Afr. I. 1896, 166 Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 62. Braunschwarz, Kehlfedern an der Wurzel weiss; Oberschwanzdecken, Bauch- und Steissseiten weiss; Unterschwanzdecken wie die oberen (kürzeren) Oberschwanzdecken weiss mit schwarzer Spitze; die äusseren Schwanz- federn an der Wurzel weiss; Unterflügeldecken weiss, die längs des Flügel- randes schwarzbraun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 200, Fl. 160 bis 170, Schw. 80 — 90, Sehn. 14 — 15, L. 37 — 40 mm. Südlicher Atlantischer Ocean nördlich bis zum Wendekreise, Südsee nord- wärts bis zum Indischen Ocean. — Auf Ascension vermutlich brütend (Penrose). Die Grösse des weissen Eies giebt Layard auf 40,5X33, Nehrkorn auf 34X25 mm an. V. Laridae — Möwen Schwimmhäute zwischen den Vorderzehen; 4. Zehe kürzer als die 3.; Hinterzehe vorhanden, wenngleich häufig kurz; Nasenlöcher schlitzförmig. — Die Möwen bewohnen die Meeresküsten und Binnenseen. Ihre Nahrung besteht in Fischen und Weichtieren, welche sie im Fluge oder schwimmend von der Wasserfläche aufnehmen. Die Seeschwalben pflegen Laridae — 37 — Stercorarius auch über dem Wasser zu rütteln und aus der Luft auf die erspähte Beute, selbst in das Wasser hinein, herabzustossen, wobei sie auf Augenblicke unter dem Wasserspiegel verschwinden. Die grösseren Möwen suchen vorzugsweise am Gestade ihre Nahrung, nehmen tote Tiere, welche das Meer ausgeworfen hat, und gehen selbst das Aas grösserer Säugetiere an. Mit Recht werden sie als Raben des Meeres bezeichnet. Alle nisten in oft grossen Kolonien beisammen. Die Nester sind einfache Bodenvertiefungen, bisweilen mit Gras ausgekleidet. Das Gelege enthält meistens 3 — 4, selten auch nur 1 oder 2 buntgefleckte Eier. — Die Familie umfasst 115 Arten, die über die ganze Erde verbreitet sind. In Afrika kennen wir 39 Arten. Schlüssel der Gattungen: 1. Hornbedeckung des Schnabels aus verschiedenen Teilen bestehend, die Decke des Hakens deutlich von der der Schnabel wurzel abgesetzt: Stercorarius . . . S. 37 — Schnabel mit einer gleichmässigen, nicht unter- brochenen Horndecke: 2 2. Schwanz gerade oder gerundet; Oberkiefer an der Spitze hakenförmig gebogen: Larus S. 40 — Schwanz gabelförmig, ausgerandet oder teilweise stufig: 3 3. Beide Kiefer ungefähr gleich lang: 4 — Unterkiefer länger als der Oberkiefer, stark zusammen- gedrückt, einer Messerklinge ähnlich: Rynchops . . . . S. 76 4. Die äusseren Schwanzfedern nach innen stufig zu- nehmend , die äussersten kürzer als die folgenden, das 2., 3. oder 4. Federpaar (von aussen) am längsten: 5 — Schwanz gabelförmig oder ausgerandet, die äussersten Federn am längsten: 6 5. Schnabel gerade; 2 Glieder der Mittelzehe ausser- halb der Schwimmhäute: Gygis S. 73 - Schnabel schwach säbelförmig gebogen; Schwimm- häute bis an das Krallenglicd der Mittelzehe reichend: Anous S. 73 6. Schwimmhäute tief ausgeschnitten, die innere nur bis zum Ende des 1. Gliedes der Innen- und Mittel- zehe reichend, die äussere bis zum 2. Gliede der Mittelzehe: Hydrochelidon . . S. 69 — Schwimmhäute bis zum Krallengliede der Zehen reichend: 7 7. Lauf so lang oder länger als die Mittelzehe; Schnabel unter 45 mm lang: Gelochelidon . . . S. 51 — Lauf deutlich kürzer als die Mittelzehe oder doch der Schnabel länger als 45 mm: Sterna S. 52 Stercorarius Briss. Raubmöwe Stercorarius Briss. Orn. VI. 1760, 149 Catharacla Brunn. Orn. Bor. 1764, 32 Lestris 111. Prodr. 181 1, 272 Labbus Raf. Anal. 1815, 72 Typus: Larus crepidalns Banks Praedatrix Vieill. Anal. 1816, 65 Desgl. Oeeanus Kaup S. baier. Zool. 1816, 38t Desgl. Coprolheres Rchb. Av. S. N. 1850 T. V. Typ.: Lestris pomarina Tem. Merjakstris Bp. Cat. Parzud. 1856, 11 Typ.: Larus catarrhactes L. Buphagus |Moehr.| Coues Pr. Philad. 1863, 124. Laridae — 08 — Stercorarius Schnabel an der Spitze hakig gebogen, an der Wurzel eine Wachs- haut; Krallen der Vorderzehen stark gebogen, die der Innenzehe am kräftigsten und am meisten gebogen. — 7 Arten im Nord- und Südpolargebiete, an den Küsten Nordeuropas, Nordasiens und Nordamerikas, ferner an den Küsten des südlichen Australien, Südamerikas und Afrikas, auf Madagaskar und Neuseeland, 3 davon in Afrika. Schlüssel der Arten: Mittelzehe 70 mm und darüber, Schnabel über 50 mm lang: 37. S. antarcticus. Mittelzehe unter 60 mm und über 45 mm, Schnabel unter 50 mm lang: 38. S. pomarinus. Mittelzehe unter 45 mm lang: 39. S. crepidatus. 37. Stercorarius antarcticus (Less.) Lcstris antarcticus Less. Traite 1831, 616 — Fleck J. O. 1894, 379 Sterco- rarius catarrhactes [non L.] Lav. S. Afr. 1867, 366; Ibis 1869, 77 Stercorarius ant- arcticus Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 696 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Abbild.: Qu. Gaim. Voy. Uranie Atlas T. 38 — Sharpe Phil. Trans. CLXVIII. 1878 T. VII |Kopf]. Dunkelbraun, Unterkörper blasser, die Federn des Nackens, Ober- rückens und der Schultern häufig mit blassbraunem Schaftstriche oder End- saume; Unterflügeldecken dunkelbraun; Schwanzfedern und Schwingen braunschwarz, die Handschwingen an der Wurzel weiss und mit weissem Schafte; Schnabel und Füsse schwarz, Lauf oft gelb gefleckt; Auge dunkel- braun. Lg. etwa 600, Fl. 380 — 410, Schw. 150-175, Sehn. 55—60, L. 65 bis 75 mm. Der junge Vogel hat rostbräunliche Säume an den Federn des Ober- rückens, des Unterkörpers und an den Flügeldecken. Das Dunenjunge ist bräunlichweiss, oberseits dunkler. Bewohnt das Südpolargebiet und geht nordwärts bis zur Südspitze von Südamerika, Neuseeland, Madagaskar und Südafrika: Walfischbucht VII. (Fleck); Tafelbucht IV. (Lay.). „Sie fliegt langsam, schwebend und lässt sich häufig auf den Strand nieder, wo sie Beute erspäht hat" (Fleck). „Greift den Tölpel (Sula melanura) an und verfolgt ihn, bis er seinen Raub ausspeit" (Layard). Die Eier ähneln denjenigen von Stercorarius catarrhactes in Form und Farbe, sind auf olivenbräunlichem oder lehmfarbenem Grunde mit rot- braunen und grauen Flecken bedeckt und messen 68,5 — 74X48 — 51,5 mm. Gew. 7090 — 7245 mg. 38. Stercorarius pomarinus (Tem.) — Mittlere Raubmöwe [? Caiarractes parasita var. camtschatica Pall. Z. R. As. II. 1811, 312] Lcstris pomarina Tem. Man. 1815, 514 Stercorarius pomarinus Gurn. Anderss. Damara 1872, 357 — Finn Ibis 1893, 233 — Albarda J. O. 1897, J 7° Lestris spaeriuros Brehm Isis 1830, 993 Lcstris sphaeriuros Brehm V. Deutschi. 1831, 718 Lcstris striatus Eyt. Cat. Brit. B. 1836, 51 Stercorarius pomatorhinus Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 695 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Abbild.: Naum. V. Deutschi. X. T. 27t — Dresser B. Eur. VIII. T. 610. Laridae — 3g — Stercorarius Oberkopf, vordere Kopfseiten, Oberkörper, Flügel und Schwanz schwarzbraun bis schieferschwarz; Vorderhals, Halsseiten und Nacken so- wie der Unterkörper weiss, der Hals, insbesondere der Nacken, strohgelb verwaschen, Kropf schwarz quergebändert; die Weichen ebenso quer- gebändert oder ganz braunschwarz; Handschwingen und Schwanzfedern am Grunde und am Wurzelteile der Innenfahne weiss mit weissen Schäften; Unterflügeldecken schwarzbraun bis schieferschwarz, oft mit weissen Säumen; Auge braun; Schnabel schwarzbraun, Wachshaut und Wurzel des Unter- kiefers blaugrau; Füsse blaugrau, Zehen und Schwimmhäute schwarz. Die beiden mittelsten Schwanzfedern sind über die anderen hinaus verlängert. Lg. etwa 500, Fl. 345 — 370, Schw. 150 — 200, Sehn. 40—43, L. 48—53 mm. Der junge Vogel ist oberseits schwarzbraun mit fahl rostbräunlichen Federsäumen; Ober- und Unterschwanzdecken schwarzbraun und hell rost- farben oder rostbräunlich weiss quergebändert; Unterkörper dunkelbraun und blassbraun oder weiss quergebändert; Unterflügeldecken und Achsel- federn braunschwarz und weiss gebändert. — Es kommen Exemplare vor, bei welchen der Kopf weiss und grau gemischt ist. Im Nordpolargebiete nördlich des 70. Breitengrades, im Winter süd- wärts streichend bis Nordaustralien, Peru und Südafrika: Fanti (Ussher); Walfischbucht (Anderss.). 39. Stercorarius crepidatus (Banks) — Schmarotzerraubmöwe |? Catharacta cepphus u. coproiheres Brunn. Orn. Bor. 1764, 36 u. 38] Larus crepidatus Banks, Cook's Voy. Hawkesworth ed. II. 1773, 15 Stercorarius parasiticits (non L.] Gurn. Anderss. Damara 1872, 357 — Butt. C. R. II. Congr. Budap. II. 1892, 175 Stercorarius crepidatus Boc. Angola i88r, 508 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 695 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Lestris bqji, schleepii u. benickii Brehm Lehrb. Nat. eur. Vög. II. 1824, 99t. 993. 996 Lestris macropteros Brehm V. Deutschi. i83r, 721 Lestris richardsoni Sw. F. Bor. Amer. B. 183t, 433 T. 73 — Chapm. Trav. II. 1868, 425 Stercorarius cepphus Bouv. Cat. 1875, 40 - Butt. N. Leyden VIII. 1886, 267; X. 1888, 106; XI. 1889, 137; Reiseb. 1890, 476 Lestris spinicauda Hardy R- M. Z. 1854, 657 Lestris eephus Hartl. W. Afr. 1857, 253. 275 Stercorarius spinicauda Lay. S. Afr. 1867, 366 Stercorarius tephras Malmgren J. O. 1865, 392 Stercorarius asiaticus Hume Str. F. 1. 1873, 269 Abbild.: Naum. V. Deutschi. X. T. 272 (als Lestris parasitica) — Dress. B. Eur. VIII. T. 61 r. 612 F. 2. Blasse Form: Oberkopf und obere Kopfseiten, Oberkörper, Hügel, Schwanz und Unterflügeldecken dunkelbraun, Stirnrand weisslich; Wangen, Vorderhals, Halsseiten und Nacken, sowie Unterkörper weiss, Nacken und Halsseiten, bisweilen auch der Kropf, strohgelblich verwaschen oder mit strohgelben Schaftstrichen; die Unterschwanzdecken weiss mit dunkelbrauner Umsäumung oder ganz dunkelbraun; Schwingen und Schwanzfedern braun- schwarz, die vorderen 5 — 6 Handschwingen mit weissem Schafte; die beiden mittelsten Schwanzfedern über die anderen hinaus lanzettförmig verlängert; Auge dunkelbraun; Schnabel schwarzbraun, Wachshaut blaugrau; Füsse schwarz. Lg. etwa 500, Fl. 300 — 330, Schw. 220 —225, Sehn. 33 — 36, L. 40 — 42 mm. Dunkle Form: Dunkelbraun, der Unterkörper blasser und grauer, Ober- kopf, Oberkörper, Flügel und Schwanz dunkler, vordere Schwingen mit weissem Schafte. Laridae — 40 — Larus Übergänge zwischen der dunklen und blassen Form sind häufig. Beim jungen Vogel ist die Oberseite dunkelbraun mit blassbraunen Federsäumen und Flecken, der Unterkörper weiss und dunkelbraun quergebändert. Bewohnt das Nordpolargebiet und brütet auch in Nordeuropa südwärts bis zum 55. Breitengrade. Im Winter streicht sie südwärts bis zum süd- lichen Südamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika: Monrovia IV. XII. (Butt.); Kalabar (Laurein); Gabun (Marche, Comp.); Mossamedes (Anch.); Kap der guten Hoffnung, Tafelbucht (Law); Walfischbucht (Anderss., Chapm.). Nach Andersson lebt sie an den Lagunen und den seichten Buchten der Damaraküste, verschwindet jedoch zur Brutzeit. Sie fischt nicht selbst, sondern jagt Möwen und Seeschwalben die Beute ab. Larus L — Fischmöwe Larush. S. N. X. 1758, 136 Leucits Kaup Nat. Syst. 1829, 84 Typ.: L. marinusL.. Ichthyaetns ebenda 102 Typ. : L. ichthyaelus Pall. Hydroeolocus ebenda 1 13 Typ. : L.minutusL.. Larokles Brehm Isis 1830, 993 Typ.: L. argentatush. Chroicoeephalits Eyt. Brit. B. 1857, 53 Piautas Rchb. Av. Syst. Nat. 1852, V. Typ.:' L. glaucus Brunn. Glaucus Bruch J. O. 1853, 101 Desgl. Dominieamis ebenda 100 Typ.: L. marinusL.. Blasipus ebenda 108 Typ.: L. moclcstus Tsch. Adelarus ebenda to6 Typ.: L- Imcophthalmus Tem. Gavina Bp. Naum. 1854, 212 Typ.: L- canus L. Gelastes ebenda Typ.: L. gelöstes Timm. Atrieilla ebenda Typ.: L. atrieilla L. Melagavia u. Cirrhocephala ebenda Bruchigavia Bp. Consp. II. 1857, 228 Typ : L novaehollandiae Steph. Clnpeilarus ebenda 220 Typ.: L. fuseus L. Schnabel an der Spitze hakenförmig gebogen, bis zur Wurzel von der Horndecke bekleidet, ohne Wachshaut; Zehenkrallen wenig gekrümmt, kurz und stumpf, die der Innenzehe kürzer als die der Mittelzehe. — Einige 40 über die ganze Erde verbreitete Arten, 12 davon in Afrika nachgewiesen. Schlüssel der Artend) 1. Flügel über 360 mm lang: 2 — Flügel unter 360 mm lang: 4 2. Kopf schwarz: 47. L. phaenicopos. — Kopf weiss: 3 3. Rücken und Flügel braunschwarz bis schieferschwarz: ; "* ö & I41 — Rücken und Flügel grau: 4. Kopf tief schwarz: — Kopf braun .oder graubraun: 5 — Kopf weiss oder zart grau verwaschen: 6 5. Rücken und Flügel graubraun, ebenso der Kropf: . — Rücken und Flügel zart grau; Kropf rein weiss wie , T T . , .. I 48 L. ridibundus. der Lnterkorper: [ * , . I 49. L. brunneicepl 6. Die beiden ersten Schwingen auf der Innenfahne zum grüssten Teile weiss: 44. L. gelastes. — Die beiden ersten Schwingen auf der Innenfahne zum grössten Teile schwarz: 7 7. Flügel 300 — 320 mm lang: ... 45. L. cirrocephalus. — Flügel 275—285 mm lang: 46. L. hartlaubi. *) Der Schlüssel ist nur für ausgefärbte Vögel im Sommerkleide massgebend (42 U3 50 L. fuseus. L. dominicanus. L. cachinnans. L. affinis. L. leucophthalmus. 51. L. hemprichi. ephalus. Laridae — 41 — Larus 40. Larus fuscus L. — Heringsmöwe Laras fuscus L. S. N. X. 1758, 136 — Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 329 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 820 -- Blanf. Abyss. 1870, 440 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1382; R. NO Afr. II. 1877, 263 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 518 - Rchw. J. O. 1877, 10; 1887, 45; 1892, 3; D. O. Afr. 1894, 19 — Emin J. O. 1891, 342; Z. Jahrb. 1892, 151 — Shell. B. Afr. I. J896, 165 Larus flaoipes Wolf Mey. Nat. V. Deutschi. IL 1805, 32 Laroides melanotas u. hanngorum Brehm Isis 1830, 993 Laroidcs fascesccns, nigrodorsalis u. assimüis Brehm Naum. 1855, 294 Laras graellsü Brehm Allg. D. Naturh. 1857, 483 Larus medius [Hempr. Ehr] Saund. P. Z. S. 1878, 173 Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 267 — Dresser B. Eur. VIII. T. 603. Kopf, Hals, ganze Unterseite nebst Unterflügel- und Unterschwanz- decken, Schwanz nebst Oberschwanzdecken weiss; Oberkörper und Flügel bräunlich schieferschwarz; Schulterfedern mit breitem weissen Endsaume; Handschwingen schwarz mit weisser Spitze, die 1., seltener auch die 2., noch mit weissem Flecke nahe dem Ende, die hinteren Hand- schwingen an der Innenfahne grau, die letzten düster schiefergrau mit mehr oder weniger deutlicher schwarzer Binde vor der weissen Spitze; Arm- schwingen dunkel bräunlich schiefergrau mit breiter weisser Spitze, an der Wurzel der Innenfahne weiss; Augenlid rot; Auge blassgelb bis perlgrau; Schnabel gelb, nahe der Spitze des Unterkiefers ein roter Fleck; Füsse gelb. Lg. 520 — 600, Fl. 410 — 440, Schw. 140—170, Sehn. 52-57, L. 57 - 65 mm. Im Winterkleide sind Oberkopf und Nacken, oft auch der Kropf, braun gestrichelt und gefleckt. Der junge Vogel gleicht dem von L. cachinnans ; Auge dunkelbraun; Schnabel braunschwarz; Füsse blassbraun bis gelblichbraun. Von L. cachinnans unterscheidet sich Laras fuscus ausser dem dunklen Tone der Oberseite noch dadurch, dass die erste Schwinge auch an der ganzen Innenfahne schwarz ist, während bei jenem der Wurzelteil der ersten Schwinge grau ist. Bewohnt die Küsten Europas südwärts bis zum Mittelmeer, auch Nord- afrika. Streicht im Winter südwärts bis zur Goldküste und Nigermündung im Westen und bis zum Victoria Niansa im Osten: Rotes Meer, Bucht von Aden, arabisch: „Nurei", „Dschaba" (Heugl.); Massaua IV. XII. (Antin.); Sulla (Blanf., Jesse); Bukoba XII, Albert See XI. (Emin); Kageji XII. (Fschr.); Fanti (Bliss.); Bonny (Falkenst.) 41. Larus dominicanus Lcht. Larus dominicanus Lcht. Verz. Doubl. 1823, 82 — Lay. S. Afr. 1867, 367 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 697 — Fleck J. O. 1894, 379 — Kusch. J. O. 1895, 82 [Ei] — Shell. B. Afr. I. r896, 165 — W. Sei. Ibis 1896, 521 [? Laras sp. Grill Vict. Z. Ant. 1858, ir. 57I Laras fuscus ]non L.] Cliapm. Trav. II. 1868, 425 Larus littoreus Forst. Descr. An. 1844, 46 Larus antipodus Gray List Br. Mus. Anseres 1844, 169 Dominicanus pelagicus Bruch J, O. 1853,100 Dominicanus vetula Bruch J. O. 1853, 100; 1855, 281 Dominicanus coeifents Bruch J. O. 1853, 100; 1855, 281 Larus vetula Gurn. Anderss. Damara 1872, 357 — Shell. Ibis t875, 86 Larus verreauxii Bp. Naum. 1854, 211 Dominicanus fritzä Bruch J. O. 1855, 280 Dominica- nus azarae |Less.] Bp. Consp. II. 1856, 214 Abbild.: Gray Gen. B. IV. T. 180. Sehr ähnlich L. fuscus, aber Oberkörper und Flügel dunkler, schwarz- braun; Auge weiss; Füsse gräulich olivengrün, Schwimmhäute gelber. Lg. etwa 560-600, Fl. 390-420, Schw. 165 — 180, Sehn. 52— 55, L. 60— 65 mm. Laridae — _p — Larus Von der sehr ähnlichen L. fitscus ist diese Art stets an den oliven- grünen, nicht gelben, Füssen zu unterscheiden. Der junge Vogel gleicht dem von Laras fitscus, ist aber im allgemeinen etwas dunkler. Südamerika, Südafrika, Neuseeland und die südpolaren Inseln: Kap- land, Tafelbucht IV. (Lay.); Kap (Krebs); Knysna III. V. VI. VIII. (Vict.)j Natal (Feild.); Angra Pequena X., V. und IX. Eier (Schenck); Port Elisabeth, East London (Rick.); Kapstadt bis East London (Shell.); von Walfischbucht bis Tafelbucht (Anderss.); Dasseninsel (W. Sei.); Walfischbucht (Fleck). Nach Layard ist die Art häufig längs der Küste Südafrikas. Sie ist sehr gefrässig und nährt sich hauptsächlich von den Leichnamen der Wale und Robben, welche das Meer an den Strand gespült hat, nimmt aber auch tote Ratten, Vögel, Fische und kleineres Getier und raubt die Eier von Pinguinen und Tölpeln. Sie nistet im Dezember auf den felsigen Ei- landen nahe der Küste. Fleck sah sie oft stundenlang mit eingezogenem Halse im Sande sitzen. Die Eier ähneln denen von L. fusats und wechseln wie diese sehr in Färbung und Zeichnung, sind aber grösser. Grösse 68 — 72X47 — 52 mm. Gew. 7400 mg (Kuschel), 7250 — 7700 mg (Rchw.). 42. Larus cachinnans Pall. — Gelbfüssige Silbermöwe I, urus cachinnans Pall. Z R. As. II. 1811, 318 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1392 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Larus argentatus [non Gm.) Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Hartl. W. Afr. 1857, 251 — Antin. Cat. 1864, 114 — Bouv. Cat. 1875, 40 Latus leueophaeus Lcht. Nomencl. 1854, 99 [nom. nud.] — Finsch Hartl. O. Afr. 1870,818 — Finsch Trans. Z.S. VII. 1870, 302 Glaucus michaheUesii Bruch J. O. 1853, 101 ? Laras epargyrus Lcht. Nomencl. 1854, 99 [nom. nud.| Larus paUasii Heugl. NO. Afr. II. l8 73. 1394 Larus heuglini Bree B. Eur. 2. ed. V. 1876, 58 — Heugl. R. NO. Afr. II. 1877, 264 Abbild.: Heugl. NO. Afr. II. T. XXXVI. Fig. 1 — Dresser B. Eur. VIII. T. 602. Kopf, Hals, ganze Unterseite nebst Unterflügeldecken, Schwanz nebst Ober- und Unterschwanzdecken weiss; Augenlid rot; Oberkörper und Flügel grau; 1. Schwinge schwarz, an der Wurzel der Innenfahne grau, nahe dem Ende ein weisser Fleck; 2. und 3. auch an der Wurzel der Aussenfahne grau, ohne weissen Fleck am Ende, aber mit weisser Spitze; 4. bis 6. grau mit breiter, schwarzer Querbinde vor der weissen Spitze; 7. nur auf der Aussenfahne mit schwarzer Querbinde vor der weissen Spitze; die letzten wie die Armschwingen grau mit weisser Spitze; Schulterfedern zum Teil ebenfalls mit weisser Spitze; Auge gelblich grau; Schnabel gelb, nach der Spitze hin orangerot, an der Spitze selbst wieder gelb; Füsse gelb. Lg. etwa 550 — 600, Fl. 410 — 460, Schw. 165 — 190, Sehn. 52 — 60, L. 62 — 68 mm. Von L. argentatus unterscheidet sich diese Art durch etwas dunkleres Grau des Oberkörpers und der Flügel, durch rote Augenlider und gelbe Füsse. Im Winter zeigt der Nacken sparsame graubraune Strichelung. Beim jungen Vogel sind Kopf, Hals, Unterkörper, Schwanzdecken und Unterflügeldecken fahlbraun gestrichelt oder gefleckt; Rücken und Flügel fahlbraun, dunkler gefleckt, oder braun mit blasseren Federsäumen ; Schwingen schwarzbraun, innen blasser, mit weissem Endsaume; Schwanzfedern an der Wurzel weiss, braun quergewellt, gebändert oder gefleckt, am Ende schwarz- braun; Schnabel dunkel hornbraun, an der Wurzel grüngelblich; Füsse Laridae — 43 — Larus blass fleischfarben. In diesem Jugendkleide dürfte die Art von L. argen- tatus schwer sich unterscheiden lassen. Bei fortschreitender Verfärbung wird zunächst die Unterseite weiss. Ob L. epargyrus Lcht. zu cachinnans zu ziehen ist, bleibt fraglich. Das typische Stück ist auffallend klein, und der Schnabel hat einen schwarzen Fleck auf beiden Kiefern vor der Spitze, also ähnlich L. audouini. Bewohnt Südeuropa, Nordafrika und die atlantischen Inseln (Kanaren, Azoren u. s. w.), ostwärts bis zum Kaspischen Meere. Streicht im Winter bis Indien, in das Rote Meer und an der Westküste Afrikas angeblich bis Angola: Südlicher Teil des Roten Meeres, Suakin, Somaliküste X. XL, Bucht von Aden (Heugl.); Adulisbucht VI. (Jesse); Dakar, Almadis (Comp.). „Diese Möwe zeigte sich namentlich in Buchten und Ankerplätzen, wo die Brandung weniger heftig war. Dort strich sie meist niedrig und ge- mütlich über die Grenze von Wasser und Festland hin, den abwärts ge- richteten Kopf hin und her drehend und nach Beute spähend. Ihr Flug schien mir ruhiger und majestätischer als der der Silbermöwe." (v. Heuglin). 43. Larus affinis Reinh. Larus affinis Reinh. Vid. Medd. 1853, 78 — Sei. Hartl. P. Z. S. i88r, 174 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 — Yerburv Ibis 1896, 36 Dominicamis fuscescens Bruch J. O. 1853, 100 Laras leneophaeus [non Lcht.| Heugl. Ibis 1859,349 Larus borealis Seeb. Ibis 1882, 386 Larus sp. ine. Barnes Ibis 1893, 175 Abbild fehlt. Von Larus cachinnans nur durch dunkleres Grau (Schiefergrau) des Oberkörpers und der Flügel unterschieden. Häufig hat auch die zweite Schwinge einen weissen Fleck am Ende kurz vor der Spitze; Schnabel gelb mit rotem Flecke auf dem Unterkiefer nahe dem Ende; Füsse gelb. Lg. etwa 600, Fl. 420 — 460, Schw. 160-180, Sehn. 53—57, L. 60 — 65 mm. Der junge Vogel gleicht dem von L. cachinnans. Bewohnt Nordrussland und Sibirien, streicht im Winter bis an die Westküste Indiens, ins Rote Meer bis an die Somaliküste und Sokotra: Aden IL IV. XL (Yerb., Barn.); Sokotra (Balf.). 44. Larus gelastes [Lcht.] Thnm. Laras gelastes [Lcht.] Thienem. Fortpfl. Vög. Eur. V. 1838, 22 — Heugl. NO. Air. II. 1873, '4 12 — Bouv. Cat. 1875, 40 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Larus genei Breme R, Z. 1839, 321 Larus leueoeephalus [Boiss.] Keys. Blas. W. Eur. 1840, XCV. Laras tcnuiroslris Tem. Man. 2. ed. IV. 1840, 478 Xema lambruschinii Bp. [con. F. It. Ucc. 1840, 135. 136 T. 45 Xema gelastes Rüpp. S. Üb. 1845, x 39 Gavia gelastes Brehm Habesch 1863, 228 Laras columbinus Golowatschow Bull. S. Moscou 1854, 435 Gelastes rubriventris [Vieill.] Bp. Nauni. 1854, 216 Laras subroseus Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 321 |nom. nud.| Laras brehmii Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 321 [nom. nud] Larus arabicus [Hempr. Ehr] Saund. P. Z. S. 1878, 193 Abbild.: Dresser B. Eur. VIII. T. 601 Fig. 2. Kopf, Hals, Unterkörper, Schwanz, Ober- und LInterschwanzdecken, Flügelrand und Handdecken weiss, oft rosig angehaucht, die inneren Hand- decken grau verwaschen; Rücken, Schulterfedern, Ober- und Lmterflügel- decken grau, der Bürzel blasser; 1. Schwinge weiss mit schwarzer Spitze und Aussenfahne und schmalem schwarzen Innensaume; 2. und 3. mit Laridae — 44 — Larus breiterem schwarzen Innensaume, aber die Aussenfahne (wenn überhaupt) nur nach dem Ende hin schmal schwarz gesäumt; 4. nur auf der Aussen- fahne weiss, am Ende und auf der Innenfahne schwarzbraun, hier grau bestäubt; 5. und 6. grau, auf der Innenfahne schwarzbräunlich verwaschen, mit schwarzbraunem Ende; die folgenden Handschwingen ganz grau, ebenso die Armschwingen, aber blasser; Auge weiss; Schnabel und Füsse rot. Lg. etwa 400, Fl. 300 — 310, Schw. 120 — 135, Sehn. 45 — 48, L. 50 — 53 mm. Beim jungen Vogel sind die Flügeldecken mit braun gemischt; ein grauer Fleck vor dem Auge und auf der Ohrgegend; Schwanzfedern mit schwarzbrauner Endbinde; Schnabel und Füsse gelb. An den Küsten Südwesteuropas, im Mittelmeere, Schwarzen, Kaspischen und Roten Meere, im Persischen Meerbusen und an der Nordwestküste Afrikas: Arabien (Hempr. Ehr.); Dakar (Marche). 45. Larus cirroeephalus Vieill. [ja Gabiota cenicienta Azara Apunta III. 1802, 350 Larus cirroeephalus Vieill. N. D. d'Hist. N. XXI. 1818, 502 Larus poliocephaltts Tem. Man. II. 1820, 780 Anm. - Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 332 Larus poiocephalui Sw. W. Afr. II. 1837, 245 T. 29 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43 — Lay. S Afr. 1867, 368 [part ] - Rchw. D. O. Afr. 1894, 20 — Fleck J. O. 1894, 379 — Kuschel J O. 1895, 82 [Ei] Xema phoeoeephala Strickl. Sei Jard. Contr. Orn. 1852, 160 Cirrhocephalus plumbieeps Bruch J. O. 1855, 288 Cirrhocephalus maior et minor Bp. C R. XLII. 1856, 771 Larus phaeoccphalus Hartl. W. Afr. 1857, 252; J. O. i85t, 273 — Chapm. Trav. II. 1868, 425 - Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 825 — Boc. Angola 1881, 507 - Böhm O. C. 1882, 114; J. O. '885, 37 — Fschr. Z. g. O. 1884, 394; J. O. 1885, 114 — Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 698 - Dubois Bull. Belg. 1886, 150 — Rchw." J. O. 1887, 45; r892, 3; Jahrb. Hamb 1893, 5 - Matsch. J. O. 1887, 137. 156 — Emin J. O. 1891, 342. 345 — Rend Ibis 1892, 230 — Shell. Ibis 1894, 27. 476 Larus poeoeephalus Gurn. Ibis 1860, 221 Larus polionotus |Natt.| Pelz Orn. Bras. 1871, 323 Cirrhocephalus poioeephalus Gurn. Anderss Damara 1872, 358 Larus hartlauhi [non Bruch] Bouv. Cat. 1875, 40 — Rochebrune F. Seneg Ois. 1884, 334 — Rchw. }. O. 1889, 264 Larus cirrhocephalus Shell. Ibis 1896, 239; 1898, 556; B. Afr. I. 1896, '165 — Neum. ]. O. 1898, 248 Abbild.: Vieill. Gal. Ois. II. T. 289 — Sw. W. Afr. II. f. 29. Kopf und Kehle zart weissgrau, hinten, beziehungsweise unten, dunkler grau umsäumt, Vorderkopf und Oberkehle fast reinweiss; Nackenband, Kropf, Unterkörper, Schwanz, Ober- und Unterschwanzdecken und Flügelrand weiss, Unterkörper oft mit rosigem Anfluge; Rücken, Bürzel, obere und untere Flügeldecken silbergrau, nur die grossen Handdecken weiss; die beiden ersten Handschwingen schwarz mit weissem Flecke nahe dem Ende, Wurzel des Schaftes weiss; 3. am Wurzelteile der Aussenfahne und des Schaftes weiss, sonst schwarz; 4. und 5. auf dem grössten Teile der Aussenfahne und des Schaftes weiss, auf Innenfahne und am Ende schwarz; 7. aussen grau, innen schwarzgrau, mit schwarzem Ende oder schwarzer Binde vor der weissen Spitze (3. bis 6., wenn frisch gemausert, mit weissem Spitzenfleck); Schnabel und Füsse rotbraun bis dunkelrot, Schnabelspitze schwärzlich; Rachen blutrot bis orange; nackter Augenring braunrot; Auge blassgelb. Lg. 400 — 430, Fl. 300 — 320, Sp. 940, FL Schw. +40-55, Schw. 110 — 130, Sehn. 35 — 40, L. 47 — 50 mm. Im Winterkleide ist Kopf und Kehle weiss, nur ein mehr oder weniger scharf ausgeprägter Fleck auf der Ohrgegend und der vordere Augenrand grau, häufig die ganze Augengegend grau verwaschen. Laridae — 45 — Larus Der junge Vogel hat Oberkopf, Rücken und Flügeldecken fahlbraun mit helleren Federsäumen, die mittleren Schwanzfedern haben schwarzbraun«' Spitzen. In Südbrasilien und Argentinien westwärts bis Peru, ferner in Westafrika vom Gambia bis zur Walfischbucht und in Ostafrika vom Seengebiete bis Natal und Madagaskar: Gambia (Rend., Molon.); Bissao (Verr.); Bathurst (Marche, Comp.); Goldküste (Br. M.); Humbe (Anch.); Walfischbucht VIII., Ngamisee (Anderss., Fleck, Chapm.); Nordwesten des Albert Edwardsee I. (Stuhlm.); Bukoba XI. (Emin); Kageji XII., Naiwascha- see VI. (Fschr.); Nguruman Salzsee, Elmenteitasee XL, Buddu VI., Niansa, das ganze Jahr hindurch, Manjarasee X. (Neum.); Karema XI., oberer Ugalla VII. (Böhm); Udschidschi (Br. M.); Tanganjika XI. (v. Trotha); Langenburg II. (Fülleb.); Quilimane II. (Stuhlm.); Sambesi (Bradsh.); Schirwasee VI. (Whyte, Sharpe); Durban (Gordge); Natal (Ayres) ; Sambesi im Marutsereich (Holub); Umvolosifl. (Watson); Zoetendals Vley XI. (Lay.); Colesberg (Arnot). Nach Ayres lebt diese Möwe mehr vereinzelt. In der Bucht von Natal sieht man sie häufig auf dürrem Geäst über dem Wasser. Nach Böhm gleicht ihr Schrei dem von L. ridibundus. „Die Eier sind feinkörnig, ohne oder mit geringem Glanz, auf gelb- braunem Grunde überall mit verschieden grossen grauvioletten Unterflecken und heller und dunkler braunen Oberflecken bedeckt; dazwischen befinden sich auch kleine, ganz schwarze Fleckchen. Masse 49,5 — 56,5X36,25 — 38,5 mm. Gew. im Durchschnitt 2315 mg." (Kuschel.) „Am 13. Juni fand ich auf der kleinen Insel Msamwa nördlich der Mündung des Kagera in den Niansa eine Brutkolonie dieser Möwe. Die sehr steinige Insel ist hoch mit Farrenkraut bestanden. Die Eier, meist 2 und 3, seltener 1, 4 oder 5, lagen fast frei auf Steinen im Farrenkraut. Selten war aus Grashalmen ein Nest gebildet. Am 13. Juni waren wenige Eier noch frisch, dagegen schon viele Dunen junge da." (Neumann.) 46. Larus hartlaubi (Bruch) Gavia hartlaubii Bruch J. O. 1853, 102; 1855, 286 Larus poioccphalus |non Sw.] Lay. S. Afr. 1867, 368 |part.| Larus hartlaubi Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 698 - Shell. B. Afr. I. 1896, 165 — W. Sei. Ibis 1896, 521 Abbild, fehlt. Kopf, Hals, Unterseite, Schwanz nebst Ober- und Unterschwanzdecken, Flügelrand und Handdecken weiss; Rücken, Bürzel, obere und untere Flügeldecken silbergrau; die beiden ersten Schwingen schwarz mit weissem Flecke nahe dem Ende und weisser Schaftwurzel, die 2. auch noch am Wurzelteile der Aussenfahne etwa bis zu einem Drittel der Feder weiss; 3. am Wurzelteile der Aussenfahne und des Schaftes weiss, sonst schwarz; 4. und 5. auf dem grössten Teile der Aussenfahne weiss, auf Innen- falme und am Ende schwarz; 7. aussen grau, bisweilen mit rundlichem schwarzen Flecke nahe dem Ende, innen schwarzgrau, gegen das Ende schwarz (3. bis 6. Schwinge, wenn frisch vermausert, mit weissem End- flecke); Schnabel und Füsse rotbraun bis rot; Auge braun bis gelblich- weiss; Augenlid rot. — Lg. etwa 360, Fl. 275 — 285, Schw. 1 10— 120, Sehn. 34—37, L. 39—42 mm. Laridae — <6 — Laras Der junge Vogel hat Rücken und Flügel fahlbraun und eine schwarz- braune Binde am Ende der Schwanzfedern. Von dem im Winterkleide sehr ähnlichen Laras cirrocephalus unter- scheidet sich L- harilaubi durch die geringere Grösse, insbesondere kürzere Flügel und Läufe. Ferner ist bei L. cirrocephalus auf der 7. Schwinge eine deutliche, auch über die Aussenfahne laufende, schwarze Binde vor der grauen Spitze vorhanden, bei L. hartlaabi ist dagegen nur die Innenfahne der 7. Schwinge am Ende schwarz, die Aussenfahne aber ist entweder ganz grau, oder zeigt nur gegen das Ende einen rundlichen schwarzen Fleck, aber keine Querbinde. Südafrika nordwärts bis Gross-Namaqua und Natal: Kap der guten Hoff- nung, Tafelbucht VIII., St. Helenabucht und Saldanabucht (Lay.); Colesberg (Arnot); Dasseninsel (W. Sei.); Natal (Feilden); Angra Pequena V. (Schenck). Brütet nach Layard zu Tausenden auf den Inseln in der St. Helena- und Saldanabucht. Die in der Färbung sehr wechselnden Eier messen 40,5X28 mm. 47. Larus phaenicopos (Gm.) — Fischmöwe Gavia ridibunda phaenicopos Gm. R. Russl. I. 1770, 152 T. 30. 31 Larus irhthyaetus Pall. R. Russ. R. IL 1773, 713 — Cretzschm. Atlas 1823, 27 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1401 — Yerbury Ibis 1886, 23; 1896, 36 — Barnes Ibis 1893, 175 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Larus kroicocephalus James. J. As. S. Beng. VIII. 1839, 242 Xema iehthyaetos Rüpp. S. Üb. 1845, '39 Ichthyaetus pallasi Bp. C. R. XLII. 1856, 771 — Antin. Cat. 1864, 115 Larus irhthyaetus minor Schi. Mus. P. B. Lari 1863, 34 Larus innominatus Hume Str. F. VIII. 1879, 394 Abbild.: Cretzschm. Atlas T. 17 — Dresser B. Eur. VIII. T. 598 — Shell. B. Egypt. T. XIII. Kopf und Kehle schwarz, oberhalb und unterhalb des Auges ein kleiner weisser Strich; Hals, Unterkörper, Schwanz nebst Ober- und Unterschwanz- decken, Flügelbug, Handdecken und Unterflügeldecken weiss; Rücken, Bürzel, Schulterfedern und Flügeldecken silbergrau; die 5 ersten Schwingen weiss mit mehr oder weniger ausgedehntem schwarzen Flecke am Ende vor der weissen Spitze, die erste auch mit schwarzer Aussenfahne mit Ausnahme des Endteils; 6. Schwinge weiss, auf der Innenfahne zart grau, mit schwarzem Flecke nahe dem Ende der Innenfahne; die letzten Handschwingen aussen und am Ende weiss, innen zart grau; Armschwingen zart grau mit weisser Spitze; Auge braun; Schnabel orange mit schwarzem Querbande nahe der Spitze; Füsse grünlichgelb, Schwimmhäute orange. Lg. etwa 650, Fl. 460 — 480, Schw. 190, Sehn. 62, L. 60 mm. Im Winter ist der Kopf weiss, mehr oder weniger braunschwarz ge- strichelt. Der junge Vogel ist am Kopfe, Nacken und Oberkörper braun gefleckt; Handschwingen dunkelbraun; Armschwingen braun, mit weissem Ende und Aussensaume; Schwanzfedern am Ende schwarzbraun. In Egypten, Palästina und Kleinasien bis zum Kaspischen Meere und östlich bis zum 100. ° östl. L. Gr., im Winter im Persischen Meerbusen, Indien und im Roten Meere, südwärts bis an die Grenzen des äthiopischen Gebiets: Sulla VI. (Jesse); Aden (Barn., Yerb.). Die Fischmöwe hat nach von Heugl in einen wunderbar schönen, oft reissenden, oft mehr ruhig schwebenden, meist niedrigen Flug. Sie ist Laridae — 47 — Larus wenig schüchtern und mischt sich gern unter Gattungsverwandte. Die Stimme besteht in einem etwas rauhen und heiseren Bellen, ähnlich dem Rufe von L. glaucus. Sie nährt sich von Fischen, die durch Stosstauchen gefangen werden, von Küchenabfällen, namentlich Eingeweiden und Knochen der geschlachteten Tiere, ferner von Heuschrecken und Krebsen. Bei Aden ist sie nach Barnes häufig, aber nicht in so grossen Scharen anzutreffen wie andere Möwen. Sie verschwindet dort während der heissen Zeit, wahrscheinlich um zu brüten. 48. Larus ridibundus L. - - Lachmöwe Larus ridibundus L. S. N. XII. 1766, 225 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1404 — Salvad. Ann. Genova 1884, 251 — ? Rend Ibis 1892, 230 — Barnes Ibis 1893, 176 — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 — Yerbury Ibis 1896, 36 — La Mouette rieuse Buff. Daub. PI. Eni. 1786 T. 970 Larus eryihropus Gm. S. N. II. 1788, 597 Latus cinerarius Schaff. Mus. Orn. 1789, 63 Larus eanescens Bchst. Orn. Taschenb. II. 1803, 370 Latus naevius Fall. Z. R. As. II. 181 1, 327 Larus capistratus Tem. Man. d'Orn. II. 1820, 785 Xema ridibundum Rüpp. S. Üb. 1845, '39 Xema pilealum Brehm Isis 1830, 994 Xema pallidu Hodgs. Gray Z. Mise. 1844, 86 Larus cäkirinus u. cah iridis [Hempr. Ehr.] Saund. P. Z. S. 1878, 201 Abbild.: Naum. Vög. Deutsehl. X. T. 260 — Dresser B. Eur. VIII. T. 596, 597. Kopf und Kehle braun, am hinteren und unteren Rande dunkler; Hals, Unterkörper, Schwanz nebst Ober- und Unterschwanzdecken, Flügelrand und Handdecken weiss; Rücken, Bürzel, Schulterfedern, Ober- und Unter- flügeldecken silbergrau; 1. Schwinge weiss mit schwarzer Spitze, Aussen- und Innensaume; 2. mit breiterem schwarzen Innensaume, der Aussensaum nur ganz schmal angedeutet; 3. an der Spitze schwarz, Aussenfahne weiss, Innenfahne grau, nach dem Saume zu schwarzbraun ; 4. auch auf der Aussen- fahne grau verwaschen; 5. und 6. ganz grau, am Innensaume dunkler, mit schwarzbrauner Binde vor der grauen Spitze; die folgenden Handschwingen ganz grau, die Armschwingen blasser grau, am Ende weisslich; Auge braun; Schnabel und Füsse rot. Lg. etwa 400, Fl. 300 — 320, Schw. 130 — 135, Sehn. 35 — 38, L. 40 — 44 mm. Im Winter ist der Kopf weiss mit schwarzgrauem Flecke auf der Ohr- gegend und vor dem Auge. Der junge Vogel ist auf Oberkopf, Nacken, Oberkörper und Flügel fahlbraun; auf der ersten Schwinge verläuft längs der Innenseite des Schaftes eine schwarze Längsbinde; Schwanzfedern mit schwarzbrauner Endbinde; Schnabel gelblich, an der Spitze schwärzlich; Füsse rötlichgelb. Von dem im Jugendkleide ähnlichen L. gelöstes unterscheidet sich L. ridibundus durch die geringere Länge des Laufes und Schnabels. Bewohnt ganz Europa und das gemässigte Asien, streicht im Winter bis zu den Philippinen, Indien und bis an die Nordgrenzen des äthiopischen Gebietes: Aden II. (Barn., Yerb.); Nubien (Hempr. Ehr.); Cialalakasee (Antin.); Gambia (Rend.). Die Lachmöwe besucht nach v. Heuglin gern Wiesen, Baumwoll- und Reisfelder sowie Steppenland, um Heuschrecken zu jagen. An Landungs- plätzen treibt sie sich scharenweise, teils schwimmend, umher, um Abfälle aus dem Haushalt des Menschen aufzulesen. Sie nimmt aber auch Fische, Insekten, deren Larven und Würmer. Laridae — 48 — Laras 49. Larus brunneicephalus Jerd. Larus brunneicephalus Jerd. Madras Journ. XII. 1840, 25 — Barnes Ibis 1893, 175 - Yerburv Ibis 1896, 36 Chroieocephalus brunniceps Gab. J. O. 1853, 105 Anm. Larus lacrymosus Lcht. Nomencl. 1854, 99 [nom. nud.] Chroieocephalus tibetanus Gould P. Z. S. 1864, 54 Abbild, fehlt. Dem L. ridibundus im allgemeinen ähnlich, aber der Vorderkopf blasser braun, der hintere und untere Rand der braunen Kopffärbung dagegen schwärzlich; die beiden ersten Schwingen schwarz mit weissem Flecke nahe der Spitze und weiss längs der Wurzel des Schaftes, 3. an der Wurzel weiter ausgedehnt weiss, sonst schwarz, bisweilen mit kleinem weissen Flecke nahe dem Ende, 4. und 5. Schwinge an der Wurzel auf beiden Fahnen weiss, 6. weiss an der Aussenfahne und grau an der Innenfahne, mit schwarzer Binde vor der weissen Spitze, 7. grau mit weisser Spitze, mit schwarzem Innensaume und schwarzem Flecke vor der Spitze, 8. grau mit schmalem dunklen Innenrande, 9. und 10. ganz grau; Auge weiss; Schnabel rot, an der Spitze bräunlich; Füsse rot. Lg. etwa 430, Fl. 320 — 330, Schw. 130 - 140, Sehn. 43, L. 50 mm. Im Winter- und Jugendkleide unterscheidet sich die Art von L- ridibundus durch die ganz schwarzbraunen beiden ersten Schwingen, an welchen nur die Schaftwurzeln weiss sind. Hochland Mittelasiens, Turkestan, im Winter in Südchina, Indien und südwärts bis Aden (Barnes). 50. Larus leucophthalmus Tem. Larus leucophthalmus Tem. PI. Col. 1825, T. 366 — Des Murs Lefebr. Abvss. VI. 1845, 174 — Koenig Warth. Ibis 1860, 129 [Ei] — Brehm Habeseh 1863, 228 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 821 -- Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 302 -- Blanf. Abvss. 1870, 44 t - Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1396; R. NO. Afr. II. 1877, 264 — Kusch. J. O. 1895, 82 [Ei| — Shell. B. Afr. I. 1896, 165 Xema leucophthalmum Rüpp. S. Üb. 1845, 139 Larus masauanus Heugl. Peterm. Geogr. Mitt. 1861, 31; NÖ. Afr. II. 1873, 1397 Adejarus leucophthalmus Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 518 Larus leucophthalmos Hartl. P. Z. S. i83i, 959. Abbild.: Tem. PI. Col. T. 366. Kopf und Kehle schwarz, oberhalb und unterhalb des Auges ein weisser Strich; Nackenband, Unterkörper, Schwanz und Unterschwanz- decken weiss, Weichen bräunlichgrau verwaschen; Rücken, Bürzel, Ober- schwanzdecken, Ober- und Unterflügeldecken graubraun, die längsten Ober- schwanzdecken weiss, grau verwaschen, Flügelrand weiss; Schwingen schwarz, letzte Handschwingen und Armschwingen mit weisser Spitze, letzte Armschwingen graubraun; Augenlid rot; Auge weiss; Schnabel gelbrot bis korallrot, an der Spitze schwarz; Füsse gelb. Lg. 400 — 450, Fl. 310 — 320, Schw. 110 — 125, Sehn. 47 — 50, L. 42 — 45 mm. Beim jungen Vogel sind Kopf, Hals, Oberseite und Flügel graubraun, Stirn grauer, Kehle weisslich; Unterkörper und Unterschwanzdecken weiss, Weichen grau; Schwanzfedern dunkelbraun, am Wurzelteile der Innenfahne weiss, Schwingen schwarzbraun, die Armschwingen mit weissem Endsaume; Schnabel schwarz. Bewohnt das Rote Meer von Koseir bis Aden: Abessinien (Rüpp.); Massaua I. (Antin.); Anneslev Bucht VI. (Blanf.); Sulla VI. (Jesse); Süd- Laridae — 49 — Larus arabien (Rieb.); Arabische Küste (Ehrenb.); Inseln und Küsten des Roten Meeres, VII. — IX. nistend, Bucht von Aden, arabisch: „Adjameh" und „Agameh" (Heugl.). „Von der Höhe von Koseir an südwärts trifft man die weisswimperige Möwe sehr allgemein auf Koralleninseln, um Buchten und Hafenplätzen, bei ruhigem Wetter auch auf hoher See, gleichzeitig mit Walen und grossen Raubfischen den Zügen von Fischbruten folgend. Sie ist von geselligem und lebhaftem Wesen. Bei ruhigem Wetter sieht man grosse, jedoch nicht dicht zusammenhaltende Scharen nach Art der Lachmöwen längs der Ufer hinziehen. Auch ihre Stimme hat Ähnlichkeit mit letzterer und lautet ungefähr wie „giä". Der Flug erscheint etwas schwerfälliger als der der Lachmöwe. Sie stösst häufig und mit Heftigkeit auf den Wasserspiegel herab, nimmt jedoch ihre Nahrung auch rüttelnd auf und sucht auch am Strande und auf Sandbänken längs der Flutmarke umherwatend nach Beute. Sie schwimmt gern und anhaltend. Während der heissen Tages- zeit sieht man zuweilen grosse Gesellschaften auf flachen Sandrücken oder Vorsprüngen der Ruhe pflegen, alle mit nach dem Winde gekehrten Köpfen. Selbst auf Strohdächern der Fischerhütten und den Masten der vor Anker liegenden Barken lassen sie sich nieder. Sie brütet nicht in grossen, ge- schlossenen Kolonien, obgleich man auf einem Flächenraume von wenigen hundert Schritten oft zehn und mehr Niststellen finden kann. Diese be- finden sich meist etwas entfernt vom Ufer auf mehr erhabenen Orten von Korallenfelsen und vulkanischen Eilanden, an Plätzen, wo Wüstengras und niedriges, halbverdorrtes Buschwerk wächst, zwischen Felstrümmern und kleinerem, losem Gestein; doch muss die Gegend neben Schutz für den Nistplatz auch einige Rundsicht bieten. Die Eier, deren Zahl selten mehr als zwei beträgt, werden in eine einfache Grube ohne alle Neststoffe im weichen Sande gelegt. Obgleich einer der Gatten sich immer in der Nähe derselben aufhält, so brüten diese Möwen doch nur selten während der heissen Tageszeit. Die Eier sind hell erdbräunlich mit einem Stich ins saftbraune, mit zahlreichen kleineren blaugrauen und dunkler braunen Flecken ziemlich gleichförmig bedeckt, kleiner als die von L. kemprichi, 45 — 55 mm lang und 36 — 42 mm dick. Im Spätherbst sammeln sich die einzelnen Familien in grössere Gesellschaften und schweifen weit auf der See umher, wohl im allgemeinen mehr südwärts ziehend." (v. Heuglin). — Kuschel giebt die Grösse der Eier auf 44 X 37 mm an; Gew. der Eier 3000—3100 mg. (Rchw.). 51. Larus hemprichi ([Bp.j Bruch) Adelarm hcmprichii |Bp] Bruch J. O. 1853, 106 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 519 Larus crassirostris [non Vieill.] Lcht. Nomencl. 1854, 99 Lärm hemprichi Heugl. Ibis 1859, 350 — Koenig Warth. Ibis 1860, 129 [Ei] — Brehm Habesch 1863, 228 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 302 T. XXVII. — Blanf. Abvss. 1870, 441 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 823 — Heugl. NO. Air. II. 1873, 1399 T. XXXVI.; R. NO. Afr. II. 1877, 264 — Böhm O. C. 1882, 52; J. O. 1882, 180 — Schal. J. O. 1883, 339 — Salvad. Ann. Genova 1884, 276 — Fsch. J. O. 1885, 114 — Yerbury Ibis 1886, 22; 1896, 36 — Shell. Ibis 1888, 306; B. Afr. I. 1896, 165 -- Barnes Ibis 1893, 176 — Finn Ibis 1893, 233 - Rchw. D. O. Afr. 1894, 19 — Kusch. }. O. 1895, 82 [Ei] — Ell. F. Col. Mus. I. 2. 1897, 64 — Neum. 1. O. 1898, 247 — Phill. Ibis 1898, 423. Abbild.: Heugl. NO. Afr. 11. '1'. XXXVI. Fig. 2 — Trans. Z. S. VII. 1870 T. 27 — Rchw. D. O. Afr. S. 20 Fig. 7. Reichenow, Die Vögel Afrikas. 4 I.aridae — 50 — Larus Kopf dunkelbraun, nach unten und hinten zu dunkler werdend, ober- halb und unterhalb des Auges ein schmaler, oft undeutlicher, weisser Strich; weisses Nackenband; Oberkörper, Ober- und Unterflügeldecken, Kropf und Weichen graubraun, der Kropf am blassesten; Unterkörper, Flügelrand, Schwanz nebst Ober- und Unterschwanzdecken weiss; Schwingen schwarz- braun, die letzten Hand- und die Armschwingen mit weisser Spitze, die letzten Armschwingen einfarbig graubraun; Augenlid rot; Auge hellbraun; Schnabel grünlich gelb mit schwarzer Querbinde vor der gelbroten Spitze; Füsse olivengrün. Lg. etwa 420, Fl. 330 — 345, Schw. 130 — 140, Sehn. 45—5°. L - -ß-5 1 mm - Der junge Vogel gleicht in der Färbung durchaus demjenigen von L. leucophthalmus, ist nur an den längeren Läufen zu unterscheiden. Schnabel bleigrau mit schwärzlichem Bande vor der gelblichen Spitze; Füsse grünlich fleischfarben. Ein mir vorliegendes Stück im Übergangskleide hat im allgemeinen noch die Färbung des Jugendkleides, aber der Schwanz ist weiss mit Aus- nahme einer schwarzen Binde auf den mittelsten Schwanzfedern nahe deren Ende. Bewohnt die Ostküste Afrikas vom südlichen Roten Meere bis Sansibar, die Südküste Arabiens und Westküste Indiens: Massaua VIII., Sulla VI. (Blanf.); Massaua IV. XII. (Antin.); Sulla III. VI. (Jesse); Suakin, Massaua, Dahlak Inseln, VII. brütend, Bucht von Aden (Heugl.); Berbern I. (Phill.) ; Aden (Barn., Yerb., Finn); Annesley Bucht, Aden VIII. X. (Blanf.); Zeila V. (Antin.); Arabische Küste (Hempr. Ehr.); Berbera (Elliot); Manda Ins. XI., Jipi b. Lamu IX. (Jacks.); French Eiland V., Sansibar (Böhm); Sansibar (Fschr.); Sansibar I., Tanga IV. (Neum.) „Obwohl diese Möve ungefähr die gleichen Wohnbezirke inne hat wie L. leucophilialmus, scheinen beide Arten doch nicht gemeinschaftlich zu leben. Sie fischen, schwärmen und brüten getrennt, gleichen einander aber sonst ganz in Bezug auf Lebensweise, Flug und Nahrung. Die Stimme von L. hemprichi ist durchdringend pfeifend. Die Brutzeit fällt in den Juni und Juli. Unfern Suakin fand ich ein vereinzeltes Gelege auf einer flachen Sandbank nahe an der Flutmarke, andere auf den Inseln der Dahlak Gruppe, hier unter überhängenden Felsblöcken, an Grasschöpfen und am Fusse niedriger, verkrüppelter Büsche. Zuweilen nisten mehrere Paare beisammen. Ein Gelege besteht gewöhnlich aus zwei Eiern, die meistens in eine seichte Sandgrube eingebettet sind; doch liegen sie zuweilen auch auf hartem Gestein, an Felsgesimsen. Die Eier gleichen am meisten denjenigen von Sterna caspia, haben eine Länge von 56 — 63 und Dicke von 43 — 45 mm." (v. Heuglin). Bei Aden beobachtete Barnes, dass zur Ebbezeit Scharen von einigen Hunderten, bisweilen gemischt mit L. ridibundus, dicht gedrängt und be- wegungslos stundenlang am Strande standen und auf die heimkehrenden Fischerboote warteten. Sobald diese dem Strande sich näherten, erhob sich die ganze Schar und umkreiste schreiend die Boote. Die Vögel lauerten hierbei auf die toten und unbrauchbaren Fische, welche von den Fischern aus dem Fange ausgesondert wurden. „Die Eier sind kurz oval, bisweilen auch gestreckter, von ziemlich grobem Korn und ohne Glanz; sie sind heller oder dunkler bräunlich gelb, mit Laridae — 51 — Gelochelidon einzeln stehenden mattgrauen, gelbbraunen und dunkelbraunen Flecken oder Kritzeln. Grösse 55,5 — 63 mm zu 40—42,8 mm. Gewicht 3250-3550 mg." (Kuschel). Mir vorliegende Eier wiegen 2990—3350 mg. (Rchw.). Gelochelidon Br. Gelochelidon Brehm Isis 1830, 994 Typ: Sterna anglica Mont. Laropsis Wagl. Isis 1832, 1225. Typ.: Desgl. Durch den verhältnismässig kurzen, dicken und geraden Schnabel und die langen Läufe, welche die Länge der Mittelzehe haben oder diese noch übertreffen, unterscheidet diese Form sich von den echten Seeschwalben der Gattung Steriia. Der Schwanz ist kurz, kürzer als die Hälfte des Flügels; die Schwanzfedern sind breit und wenig zugespitzt. — Nur 1 Art. 52. Gelochelidon nilotica (Hasselq.) — Lachseeschwalbe Sterna nilotica Hasselq. Reise 11. Pal. 1762, 325 Sterna anglica Mont. Orn. Dict. Suppl. 1813 — Strickl. P. Z S. 1850, 221 ; Ann. Mag. IX. 1852, 349 — Heugl. NO. Afr. 11. 1873, 1425; R. NO. Afr. II. 1877, 266 — Rchw. J. O. 1887, 45 — Emin J. O. 1891, 339 - Shell. B. Afr. I. 1896, 163 — Yerbuiy [bis 1896, 37 Sterna aranea Wils. Am. Orn. VIII. 1814, 143 T. 72 Sterna risoria Brehm Vögelk. III. 1822, 650 T. V Sterna meridionalis Brehm Lehrb. Eur. V. 1824, 988 — Heugl. Ibis 1859, 35 l Gelochelidon balthica u. agraria Brehm V. Deutschi. 1831, 772, 773 Sterna macrotarsa Goukl P. Z. S. 1837, 26 Gelochelidon anglica Rüpp. S. Üb. 1845, 139 Gelochelidon velosc Brehm Vogelf. 1855, 347 Sterna nilotica Rchw. D. O. Afr. 1894, 21. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 249 — Dresser B. Eur. VIII. T. 585. Oberkopf, obere Kopfseiten und Nacken schwarz; Oberkörper, Ober- schwanzdecken, Flügel und Schwanz zart silbergrau, die äusseren Schwanz- federn fast weiss; Wangen und ganze Unterseite weiss; die drei äussersten Handschwingen auf der Aussenfahne, längs der Innenseite des Schaftes und am Innensaume gegen das Federende hin schwarzgrau bis braunschwarz mit silbergrauer Bestäubung, Innenteil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss, bei den folgenden Federn ist letzterer Teil grau, die letzten Handschwingen sind silbergrau mit weisslichem Innensaume; Schäfte der vordersten Hand- schwingen weiss; Armschwingen silbergrau, am Ende und innen oft weiss; Auge hellbraun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 340 — 410, Fl. 290—330, Schw. 120 — 150, Sehn. 36 — 41, L. 30 — 35 mm. Im Winter ist der Oberkopf weiss, bisweilen Nacken und Scheitel fein schwarz gestrichelt, Zügel auf weissem Grunde fein schwarz gestrichelt, vorderer Augenrand und ein Streif hinter dem Auge schwarz. Beim jungen Vogel ist der Oberkopf auf gelbbräunlich weissem Grunde grau gestrichelt, die Rückenfedern sind gelbbräunlich gesäumt und haben bräunlichen Mittelfleck. Die Lachseeschwalbe bewohnt Europa vom 55. ° südwärts, das ge- mässigte und wärmere Asien, Nordafrika, die Sundainseln, Nordaustralien, das östliche Nordamerika südwärts bis Argentinien. Im aethiopischen Gebiete ist sie bisher nur auf dem Winterzuge vom Nordosten und Osten nach- gewiesen: Massaua VIII., Tanasee III. (Heugl.); Kordofan (Pether.); Aden IV. XI. (Verb.); Kageji XII. (Fschr.); Bussissi X. (Emin). 4* Laridae — m — Sterna „Die Lachseeschwalbe hat in ihrer Lebensweise vieles mit der Lach- möwe gemein. Paarweise und in kleinen Flügen streift sie nicht nur längs der Gewässer, auf überschwemmtem Gelände, über Lagunen, Reispflanzungen, Regenteiche und Brüche hin, sondern sie zieht auch mit Vorliebe über Grasflächen und Felder, ja man begegnet ihr selbst in der fast pflanzen- losen Wüste, namentlich aber in der Steppe und hier oft viele Meilen weit vom Wasser entfernt. Ihre Lieblingsnahrung besteht in Gradflüglern, Libellen, Käfern und Schmetterlingen. Mit Bienenfressern, Milanen, Rötelfalken, Kibitzen, Störchen, Brachhühnern und anderen Heuschreckenfressern be- sucht sie die Steppenbrände und stürzt sich dort mit ebenso viel Kühnheit als Gewandtheit in die dicksten Rauchsäulen. Ihr Flug ist gewöhnlich ziemlich niedrig und gemächlich. Öfters vernimmt man den kurzen und schnarrenden Lockruf. Sie stösst übrigens gelegentlich wie ihre Verwandten auch in das Wasser, namentlich in die Brandung, um Fische zu fangen. Ebenso raubt sie gern junge Vögel und selbst kleine Säugetiere." (v. Heuglin). Sterna L. Sterna L. S. N. X. 1758, 137 Thalasseus Boie Isis 1822, 563. Typ.: Sterna caspia Pall. Sternula Boie Isis 1822, 563. Typ: Sterna minatah. Actochelidon Kaup Nat. Syst. 1829, 31. Typ: Sterna cantiaca Gm. Thalassaea ebenda. Typ.: Sterna dougalli Mont. Hydroprogne ebenda 91. Typ. : Sterna caspia Pall. Sylochelidon Brehm Isis 1830, 994. Desgl. Peleeanopus Wagl. Isis 1832, 277. 1225. Typ.: Sterna peleetntoides King Onychoprion ebenda 277. Typ.: Sterna serrula Wagl. Planet/s ebenda 1222 Typ.: Sterna guttata Forst. Haliplana ebenda 1224. Typ.: Sterna fnliginosa Gm. Heiopus ebenda 1224. Typ. : Sterna caspia Pall. Hydrocecropis Boie Isis 1844, 179. Typ.: Sterna fnliginosa Gm. Thalassipora [Boie] Kupp. S. Üb. I845, 140. Typ.: Sterna infuscata Lcht. Melanosterna Blyth J. As. S. Beng. XV. 1846, 373. Typ.: Sterna anaestheta Scop. Schnabel schlank, etwas säbelförmig gebogen; Schwanz gabelförmig ausgeschnitten, die äusserste Schwanzfeder deutlich länger als die folgende, meistens spitz auslaufend; Lauf kürzer als die Mittelzehe mit Kralle; Schwimm- häute bis zum Krallengliede der Zehen reichend, die innere nur an der Mittelzehe bisweilen etwas zurücktretend. — 35 Arten in allen Erdteilen, davon 16 in Afrika. Schlüssel der Arten: t. Füsse schwarz: 2 — Füsse gelb oder rot : 8 2. Schnabel schwarz: 3 — Schnabel in der Hauptsache gelb oder rot: 5 3. Rücken und Flügel silbergrau: s schwarzbraun: 4 — Rücken und Flügel dunkelbraun bi 4. Flügel über 265 mm lang: . 53. S. fuliginosa. — Flügel unter 265 mm lang: . 54. S. anaestheta. 5. Lauf über 35 mm lang: ■ . 55. S. caspia. ■ — Lauf unter 35 mm lang: 6 6. Flügel über 320 mm lang: 7 — Flügel unter 320 mm lang: . 58. S. media 59. S. cantiaca. Laridae — 53 — Sterna 7. Schnabel orangerot; schwarze Kopfplatte im Sommer- kleide bis zur Schnabelvvurzel ausgedehnt: ... 57. S. maxima. — Schnabel gelb, an der Wurzel graugrünlich; im Sommerkleide ein weisses Stirnband vor der schwarzen Kopfplatte: 56. S. bergei. 8. Flügel über 200 mm lang: 9 — Flügel unter 200 mm lang: 12 9. Schnabel schwarz: 60. S. dougalli. — Schnabel in der Hauptsache rot (bei jungen Vögeln an der Wurzel düster rot, am Ende schwarz): 10 10. Flügel unter 245 mm lang: 64 S. albigcna. — Flügel über 245 mm lang: 11 1 1 Unterseite ebenso grau wie die Oberseite; ein scharf abgesetztes weisses Wangenband: 63. S. vittata. — Unterseite bedeutend blasser grau als die Oberseite (61. S. macrura. oder weiss, daher kein scharf abgesetztes Wangen- [62. S. hirundo. band: ((vergl. auch S. vittata iuv. ) 12. Schnabel rot oder gelblich (bei jungen Vögeln an der Wurzel düster rot, am Ende schwarz); Schäfte der vordersten Handschwingen braun oder schwarz: 13 — Schnabel schwarz; Schäfte der vordersten Hand- schwingen weiss: 67. S. balaenarum. 13. Oberschwanzdecken und Schwanzfedern weiss: . . 65. S. minuta. — Oberschwanzdecken und mittlere Schwanzfedern grau 165a. S. minuta saundcrsi wie der Kücken: |66. S. antillarum. 53. Sterna fuliginosa Gm. Sterna fidigiiwsa Gm. S. N. II. 1788, 605 — Hartl. W. Air. 1857, 254; J. 0. 1861,273 - Heugl. Ibis 1859, 350 — Sperling Ibis 1868, 286 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 83r - Melliss Ibis 1870, 106 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247 — Fschr. J. O. 1878, 296; 1885, 114 - Barnes Ibis 1893, 178 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 21 — Penrose Ibis 1879, 277 — Boc. J. Lisboa (2.) III. 1889, 210; (2.) VI. 1891, 84 — Shell. B. Afr. I. 1896, 164 — Yerbury Ibis 1896, 36 — Neum. J. O. 1898, 249 Sterna spadicea Gm. S. N. II. 1788, 610 Sterna infuscata Lcht. Doubl. 1823, 81 Sterna oahuensis Bloxham Voy. Blonde 1826, 251 Sterna serrafa Wagl. N. Syst. Amphib. 1830, 89 Anni. Planetis guttatus Wagl, Isis t832, 1222 Sterna melanura Gould P. Z. S. 1837, '5^ Thalassi- jmra infuscata Rüpp. S. Üb. 1845, 140 Anous l'herminieri Less. Üescr. Mamm. Ois. 1847, 255 Sterna gonldi Rchb. Natat. 1848, Taf. XXII. F. 828—829; Novit. T. CCLXXII, Fig. 2267 — 68 Sterna luctuosa Phil. Landb. Arch. f. Naturg. 1866, 126 Eydro- chelidon infuscata Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1457. CCVI; R. NO. Afr. II. 1877, 267 Hydrochelidon somalensis Heugl. NO. Afr. 1873, 1512. Abbild.: Dresser B. Eur. VIII. T. 587 — Gould B. Austr. VII. T. 32. Ganze Oberseite ausser der Stirn, Zügelstrich, Flügel und Schwanz schwarzbraun, Oberkopf und kleine Flügeldecken rein schwarz; Stirn, ein kurzer Streif über dem schwarzen Zügelstriche bis oberhalb der Mitte des Auges, Wangen, Halsseiten und ganze Unterseite nebst Unterflügeldecken, häufig auch der Nacken, weiss; äusserste Schwanzfeder weiss, nur am Ende der Innenfahne schwarzbraun, die Schäfte der übrigen Schwanzfedern und der Schwingen auf der Unterseite weiss, Handschwingen schwarz, am Innen- saume graubräunlich, Armschwingen schwarzbraun, am Grunde der Innen- fahne weiss; Schnabel und Füsse schwarz; Auge braun. Lg. 400 — 420, Fl. 270 — 300, Schw. 170 — 190, Sehn. 40 — 45, L. 21 — 23 mm. Laridae — c^_i — Sterna Im Winter haben die Oberkopffedern weisse Säume; der schwarze Zügel- strich ist mit weiss gemischt. Jung: Ganz schwarzbraun, Bauchmitte weisslich, untere Schwanzdecken mit fahl gelbbräunlichen Endsäumen, Federn des Rückens und Bürzels, obere Schwanz- und Flügeldecken sowie Schwanz- federn und Armschwingen mit weissem (zum Teil bräunlich weissem) End- saume. Später verschwinden die weissen Spitzensäume der Federn, und der Vogel ist dann ganz schwarzbraun mit Ausnahme der weisslichen Bauch- mitte und unteren Flügeldecken (infuscaia Lcht). In der Regel scheint der Nacken bei der ausgefärbten S. fuliginosa schwarzbraun zu sein; doch liegt mir ein Stück vor, welches reinweissen Nacken hat, wie S. anäestheta. An den Küsten des ganzen tropischen und subtropischen Erdgürtels. In Afrika beobachtet im südlichen Roten Meere und an der Somaliküste XI. (Heugl.); Aden (Barn.); Sansibar, Mafia VI. bis VIII. brütend, Osimündung, Formosabucht (Fschr.); Tanga IV. (Neum.); Ouerimbainsel (Ptrs.); Senegal (Delbr.); Goldküste (Pel); Fernando Po (Fräs.); St. Thomas (Newt); St. Helena (Meli.); Ascension XII. bis II. brütend (Sperl., Gill). v. Heuglin fand sie zusammen mit S. anäestheta und Anous stolidus auf der Felseninsel Bur da rebschi an der Somaliküste nistend. Nach Fischer brütet sie auf Mafia von Juni bis August. Jährlich werden durch arabische Fahrzeuge grosse Mengen von Eiern zum Verkauf nach Sansibar gebracht. Auf St. Helena bewohnt sie nach Melliss die Felsen der Küste, kommt Ende des Jahres an und brütet von Januar bis März. Auf Ascension brütet diese Seeschwalbe zu Tausenden. Die Eier bilden ein wichtiges Nahrungsmittel für die Bewohner der Insel. Sperling schreibt: „Die Hoch- fläche, auf welcher die Seeschwalben brüten, von den Seeleuten „Wide- awake Fair" genannt, hat eine .Ausdehnung von 400 — 600 a und ist von niedrigen Bergen umgeben. Keine Beschreibung kann eine Vorstellung geben von dem Eindrucke, welchen die Tausende und aber Tausende von Seeschwalben hervorbringen, die schwebend und schreiend über diesem trockenen Lawabette sich umher tummeln. Eier und Junge bedeckten so dicht den Boden, dass es stellenweise unmöglich war, den Fuss niederzu- setzen, ohne einige zu zertreten. Die bleichenden Knochen toter See- schwalben lagen nach allen Richtungen zerstreut. Während unseres Umher- wandelns umflogen Scharen von Vögeln unsere Köpfe und griffen uns mit lautem Geschrei an, ungeachtet unserer Stöcke, mit welchen wir viele von ihnen hätten töten können. Grosse Scharen kamen in endloser Folge von der See her, Wolken von Vögeln erhoben sich vom Erdboden und vereinigten sich mit denen, die uns bereits verfolgten; man wurde fast schwindelig von dem fortwährenden Umkreisen. Als ich mich auf einen Lawablock niedergesetzt hatte, kehrten viele zu ihren Niststätten zurück und brüteten in meiner Nähe ruhig weiter. Da waren Junge in allen Alters- stufen, von eben ausgeschlüpften bis fast flugbaren, die umherkrabbelten und flatterten wie junge Tauben. Viele alte Vögel sassen fest auf den Eiern, zischten bei meiner Annäherung und kämpften tapfer, wenn ich sie wegzuschieben versuchte. In den Lawaspalten und Klüften um diesen Brut- platz lauern verwilderte Katzen, und die zahlreichen Knochen junger und alter Vögel erzählen von deren räuberischer Thätigkeit. Sobald die Jungen fliegen können, etwa Ende Juli, verlassen alle Seeschwalben die Insel. Wohin sie ziehen, ist unbekannt." Laridae — 55 — Sterna Die Eier sind auf weissem oder rötlichem Grunde mit rotbraunen, grauen, lilagrauen, bisweilen auch einzelnen schwärzlichen Flecken bedeckt. Sie messen 51 — 56X35—37,5 mm. Gew. 2070 — 2570 mg. 54. Sterna anaestheta Scop. Steni« Anaesthetus Scop. Del. F. Fl. Ins. t. 1786, 92 Sterna anaestheta Barn. Ibis 1893, 178 — Rchw. D. O. Air. 1894, 2l ~ Shell. B. Air. I. 1896, 164— Yerbury Ibis 1896, 36 Sterna panayensis Gm. S. N. II. 1788, 607 — Blanf. Abyss. 1870, 441 Boc. J. Lisboa (2.) VI. 1891, 84 Sterna panaya I.atli. Ind. Orn. 1790, 808 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 833 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 305 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247 — Fschr. J. O. 1878. 296; 1885, 114 Stern« melanoptera Sw. W. Afr. II. 1837, 249 — Allen Thoms. Niger I. 1848, 167 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43. 68; J. O. 1855, 361 ; W. Afr. 1857, 255 — Dohm P. Z. S. 1866, 331 — Sousa J. Lisboa XLV 1887, (3) Sterna fuligula Lcht. Forst. Descr. An. 1844, 276 Sterna infuscata Heugl. Ibis 1859, 350 Ealiplana discolor Coues Ibis 1864, 392 Haliplana panayensis Cab. v. d. Deck R. III. 1869, 52 Hydroehelidon infuscata [non Lcht.] Ileugl. Nu. Afr. II. 1873, 1512 |nec 1457I Hydroehelidon anaesthetus Ileugl. NO. Afr. II. 1873, 1453 Onychoprion anaesthetus Salvad. Gigl. Mein. Acc. Tor. 1889, 104. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 33. Oberkopf und Zügelstrich schwarz; Stirn, Augenbrauenstrich, Nacken, Kopf- und Halsseiten und ganze Unterseite nebst Unterflügeldecken weiss; Rücken, Bürzel, obere Schwanz- und Flügeldecken graubraun, oberste Flügeldecken am Flügelrande schwarzbraun; Schwingen schwarzbraun, am Grunde der Innenfahne weiss; mittelste Schwanzfedern graubraun, die äusseren am Grunde weiss und mit weissen Schäften, die äussersten weiss mit schwarzbrauner Spitze; Schnabel und Füsse schwarz; Auge braun. Lg. etwa 350—370, Fl. 250 — 260, Sp. 750, Fl./Schw. + 10, Schw. 150—170, Sehn. 38 — 42, L. 18 — 21 mm. Im Winterkleide ist die Stirn weiss, der Scheitel auf bräunlich weissem Grande schwarzbraun gestrichelt; der schwarze Zügelstrich ist durch weisse Federspitzen fast ganz verdeckt, nur der vordere Augenrand schwarz; die weissen Nackenfedern haben breite graubraune Endsäume, daher der Nacken ganz graubraun erscheint; bisweilen sind auch die Halsseiten grau. Der junge Vogel ist der jungen S. fuliginosa ähnlich, aber die Unter- seite ist grauweiss; Oberkopf mit weiss gemischt. Von S. fuliginosa unterscheidet sich S. anaestheta durch geringere Grösse, hellere Rücken- und Flügelfärbung, den bis hinter das Auge 1 aus- gedehnten weissen Augenbrauenstrich. Das zuverlässigste Unterscheidungs- merkmal aber besteht in den ausgerandeten Schwimmhäuten: Die innere reicht nur bis an das Gelenk des zweiten und dritten Gliedes der Mittel- zehe, bei fuliginosa dagegen bis an das vierte (Krallen-) Glied. An den Küsten des tropischen und subtropischen Erdgürtels. In Afrika an folgenden Orten nachgewiesen: Rotes Meer, Arabien (Hempr., Ehr.); Somaliküste, Insel Bur da rebschi, XI. Junge, Bucht von Aden X. (Heugl.); Aden IV. (Barn., Yerb., Phill.); Massaua VIII. (Jesse); Annesleybucht (Blanf); Osimündung, Formosabucht X. bis XII. (Fschr.); Mossambik (Br. Mus.); Gambia (Swains.); Goldküste (Pel); Nigermündung (Thoms.); Prinzeninsel (Dohrn); St. Thomas (Newt.). „S. anaestheta hält sich vorzugsweise auf Felsinseln und Klippen auf und scheint flache Korallenbänke gänzlich zu meiden. Wie ihre meisten Laridae - — c6 — Sterna Gattungsverwandten ist sie von geselligem Wesen und keineswegs schüchtern. Ermattete lassen sich gern im Takelwerk der Schiffe nieder. Verdient irgend eine Seeschwalbe die Bezeichnung eines vollendeten Fliegers, so ist es gewiss diese Art. Ihre Bewegungen in der Luft und selbst gegen starken Wind sind ebenso gewandt als kräftig, leicht, weich und ausdauernd. Zur Abend- zeit begegnet man starken Flügen, welche, zuweilen gemischt mit weiss- wangigen Seeschwalben, lärmend die Mündungen tiefer Buchten oder die Gräben zwischen den Scherenfluren umschwärmen. Bei Mondschein sind sie selbst bis tief in die Nacht hinein lebhaft. Diese Seeschwalbe scheint früher zu brüten, als andere mit ihr das Rote Meer bewohnende Arten. Allerdings ist es mir nur einmal gelungen, ihre Nistplätze zu finden, und zwar am 10. Juni auf kahlen Klippen in der Nähe von Djeda an der arabi- schen Küste. Die Örtlichkeit war für Beherbergung einer grösseren Kolonie nicht geeignet. Nur wenige vereinzelte Nester lagen an dem treppenartigen, vor Wellenandrang geschützten Felsenvorsprunge zerstreut. Jedes Gelege bestand aus 2 Eiern. Diese lagen auf dem nackten Fels, gewöhnlich zwischen einigem Trümmergestein. Sie sind ziemlich gross, von rosenrötlicher und hell blaugrüner Grundfarbe mit aschbläulichen und purpurbraunen Flecken und Punkten bedeckt. Grösse 43 — 46X27 — 33 mm." (Heuglin). „Bei meiner Rückkehr von Witu anfangs Dezember belebten grosse Scharen verschiedener Seeschwalben die Osimündung und die Formosa- bucht, welche nach beendeter Regenzeit mit dem Nordostmonsum hier ein- getroffen waren. Die ersten, schon Ende Oktober angekommenen Vögel hatten infolge des ausnahmsweise lange anhaltenden heftigen Regens viel zu leiden. Mehrere Stücke von S. bergci, fuligitiosa und anaestheta wurden mir gebracht, welche im erschöpften Zustande am Strande von den Ein- geborenen mit den Händen ergriffen waren." (Fschr.) Die Eier ähneln sehr denjenigen von Sf. fuligiiwsa, sind aber etwas kleiner. Ich messe: Grösse 47 — 51X33,5 — 35 nun. Gew. 1630 — 2070 mg. 55. Sterna caspia Pall. — Raubseeschwalbe Sterna caspia Pall. N. Comra. Petr. XIV 1. 1770, 582 T. XXII — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43; W. Afr. 1857, 253; J. O. 1861, 273 — Heugl. Ibis 1859, 350; NO. Afr. IL 1873, 1434; R. NO. Afr. II. 1877, 265 — Cass. Pr. Philad. 1859, 175 — Lay. S. Afr. 1867, 369- Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 425 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 826 — Gurn. Anders». Damara 1872, 359 — Shell. Ibis 1883, 562 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 703 — Rend. Ibis 1892, 230 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 20 — Fleck J. O. 1894, 379 — Kusch. J. O. 1895, 82 jEi] — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 ? Sterna tschegrava Lepech. N. Comm. Petrop. XIV. I. 1770, 500 Sterna caspica Kirk Ibis 1864, 337 Sterna megarhynohos Wolf Mey. Vög. D. II. 1805, 33 Sterna schillingi Brehm Beitr. Vogelk. III. 1822, 641 Sylochelidon caspia Rüpp. S. Üb. 1845, 139 — Brehm I labeseh 1863, 229 — Antin. Cat. 1864, 115 Sylochelidon balthica Brehm V. Deutschi. 1831, 769 Thalassitcs melanotis Sw. W. Afr. II. 1837, 253 Sylochelidon macrorhyncha Boie Isis 1844, 186 Sylochelidon strenuus Gould P. Z. S. 1846, 21 Sterna cayana Rieh. Journ. Boat-Voy. I. 1851, 87. 155 Sterna melanotis Hartl. Verz. Hamb. 1850, 44; W. Afr. 1857, 254; J. O. 1861, 273 — Forbes Ibis 1883, 500 Thalasseus Imperator Coues Pr. Philad. 1862, 538 Thalassea caspia Bouv. Cat. 1875, 41. Abbild.: Naum. Vög. D. X. T. 248 — Dresser B. Eur. VIII. T. 584 — Nov. Com. Pet. XIV. I. 1770 T. 22 Fig. 2. Oberkopf, obere Kopfseiten und Genick, nach dem Nacken spitz aus- laufend, schwarz; untere Kopfseiten, Hals und ganze Unterseite weiss; Rücken, Laridae — 57 — Sterna Bürzel, Flügel, Schwanz und Oberschwanzdecken zart grau ; Handschwingen silbergrau, an Spitze und Innensaum schwärzlich (die Grundfarbe der Federn ist schwärzlich, darüber eine weissgraue Bestäubung, die besonders an den Federspitzen und Innensäumen leicht abgerieben wird, wodurch die Grundfarbe hervortritt); Schäfte der Handschwingen weiss; Schnabel rot, Füsse schwarz oder rötlich schwarz; Auge dunkelbraun bis rötlichbraun. Lg. 500—550, Fl. 370—420, Schw. 145—160, Sehn. 65—70, L. 40—45 mm. Im Winterkleide ist der Oberkopf auf weissem Grunde dicht schwarz gestrichelt, am stärksten vor und unter dem Auge, letztere Teile daher am dunkelsten, bisweilen fast schwarz; Schnabel heller rot mit schwärzlicher Spitze. Der junge Vogel hat bräunliche Federsäume auf dem Rücken und grau- braune Schwanzspitze. Von Sterna media und bergei unterscheidet sich die vorstehende Art leicht durch die bedeutende Grösse, den roten Schnabel, die nicht lanzett- förmigen, sondern breiten Genickfedern und die einfarbigen, nicht durch scharf abgesetzte graue und weisse Färbung ausgezeichneten Innenfahnen der vordersten Handschwingen. Sterna caspia bewohnt Europa und Asien etwa vom 60. Breitengrade an südwärts, die Sundainseln, Australien, Neuseeland, Afrika und Nord- amerika. In Afrika ist sie an folgenden Orten nachgewiesen: Gambia (Rendali); Rufisque (Marche, Comp.); Sierra Leone (Sabine); Bonny VIII. (Forb.); Kamma, Gabun (Du Chaillu); Walfischbucht VII. (Anderss., Fleck); Kap (Lay.); St. Helenabucht (Kotze); Port Elisabeth, Swartkopmündung (Rick.); Algoabucht (Leyd. Mus.); Mossambik (Fornas.); Sambesi, auf den Inseln in der Mündung im Januar brütend (Kirk); Somaliküste, Bucht von Aden, Rotes Meer, Nubien, Kordofan, Weisser und Blauer Nil, arabisch : „Abu Djireh" (Heugl.); Suakin (Br. M.); Sennar (Brehm). „Die Raubseeschwalbe ist Standvogel an den Küsten des Roten Meeres südwärts bis Aden, längs des Nil, in Nubien, am Blauen und Weissen Nil, sowie in den Sümpfen Kordofans mehr Wintergast. Sie lebt paarweise, seltener in kleinen Gesellschaften und verfliegt sich oft weit in die Steppe hinaus, um auf Heuschrecken, junge Vögel und Mäuse Jagd zu machen." (v. Heuglin) — Nach Andersson ist sie häufig in der Walfischbucht. Sie hat einen ausdauernden Flug und erscheint aus weiterer Entfernung einer Möwe ähnlich. In Zwischenräumen stösst sie, namentlich beim Fischen, ihren lauten, misstönenden Schrei aus. Dabei hält sie im Fluge inne, plötzlich etwas emporsteigend, und öffnet weit den Schnabel. Sie lebt nur von Fischen. — Nach Kirk bestehen die Gelege aus 2 — 3 Eiern. Die Eier sind auf weissem, rötlichem oder bräunlichem Grunde mit schwärzlichen, an den Rändern oft verwaschenen und grauen, seltener braunen Flecken oder Kritzeln bedeckt. Masse 59 — 64 X 42 - 45 mm. Durchschnittsgewicht nach Kuschel 4600 mg. — Mir vorliegende Stücke wiegen 3700-4950 mg. 56. Sterna bergei Lcht. Slerna caspia 7. Gm. S. N. II. 1788, 604 Sterna bergii Lcht. Verz. Doubl. 1823, 80 — Lay. S. Afr. 1867, 370 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 828 — Gurn. Anderss. Dam. 1872, 360'— Heus;!. N. O. Afr. II. 1873, 1436; R. N. O. Afr. II. 1877, 265 — Antin. Salvad. Laridae — sß — Sterna Ann. Genova 1873, 517 — Sei. Hartl. P. Z. S. 1881, 174 — Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 704 - Salvad. Gigl. Mem Ac. Tor. XXXIX. 1889, 103 — Shell. B Afr. I. 1896, 163 — Yerbury Ibis 1896, 36 Sterna novaehollandiae Steph. G. Z. XIII. I. 1826, 161 Sterna cristata Steph. G. Z. XIII. 1. 1826, 146 Sterna vehx Cretzschm. Atlas 1826, 21 T. 13 -- Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 71; Ibis 1859, 350 — Koenig Warth. Ibis 1860, 127 |Ei) -- Gurn. Ibis 1860, 221; 1868, 262 -- Kirk Ibis 1864, 337 — Chapm. Trav. II. 1868, 424 — Sperling Ibis 1868, 295 Sterna pelecanoides King Surv. Int. Austr. II. 1826, 422 Sterna longirostris Les.s. Traite 1831, 621 — Puch. R. M. Z. 1850, 635 — Marti. J. O. 1855, 420 Sterna polioeerca Gould P. Z. S. 1837, 2 ^ Sylochelidon vehx Kiipp. S. Üb. 1845, 139 -- Brehm Habesch 1863, 229, 419 Sterna reelirostris Peale Z. U. S. Expl. Exp. 1848, 28t T. LXXV Peleeanopus nigripennis Bp. C. K. XLII. 1856, 772 Pelanopus bergü Bouv. Cat. 1875, 41 Sterna bergt Yerbury Ibis 1886, 23 — Barnes Ibis 1893, 177 — Rchw. D O. Afr. 1894, 20 — Kusch. I. O. 189s, 82 [Ei]. Abbild : Cretzschm. Atlas T. 13 — Koenig Warth. Ibis 1860 T.' V Fig. 4-8 [Ei]. Oberkopf und die lanzettförmigen Federn des Genickes schwarz; Stirnrand, Zügel, Kopfseiten, Hals und ganze Unterseite weiss; Rücken, Bürzel, Flügel und Schwanz nebst Oberschwanzdecken grau, mehr oder weniger ins bräunliche ziehend, Schwanzfedern am Wurzelteile der Innen- fahne weiss; vorderste Handschwingen aussen grau (dunkelbraun mit silber- grauer Bestäubung), auf der Innenfahne mit scharf von dem übrigen weissen Teile der Feder abgesetztem, längs des weissen Schaftes verlaufendem, grauem Längsstreifen, die folgenden auch mit grauem Innensaume nach dem Ende zu, die letzten grau mit weissem Innensaume, Schäfte der Schwingen weiss; Armschwingen aussen grau, an der Spitze und innen weiss; Schnabel gelb mit graugrünlichem Wurzelteile; Füsse schwarz; Auge braun. Lg. 500 — 540, Fl. 325 — 360, Schw. 145 — 190, Sehn. 57 — 68, L. 25 — 30 mm. Im Winterkleide ist die Stirn reinweiss, der Scheitel schwarz gefleckt; Genickfedern schwarz mit weissen Säumen; ein kleiner schwarzer Fleck vor dem Auge. Beim jungen Vogel ist der Oberkopf wie beim alten im Winterkleide gezeichnet; Rücken mit schwarzbraun gemischt; Handschwingen braungrau mit braunen Schäften; Schwanzfedern dunkelgrau mit weisser Spitze; Hals braun gestrichelt; Schnabel olivengelb; Füsse düster gelblich, schwarz gefleckt. Es kommen Stücke vor, bei welchen Oberkörper, Flügel und Schwanz zart silbergrau sind, fast so blass als bei .S. iiiaxima, und bei denen auch die Schwanzfedern, namentlich die äusseren, fast weiss sind. Durch die weisse Stirnbinde, bedeutendere Grösse und graugrünliche Schnabelwurzel unterscheidet sich St. berget leicht von St. media. An den Gestaden des Indischen Oceans, an den Küsten Australiens, Chinas, Japans, auf den Polynesischen Inseln, an der Küste Ost- und Süd- afrikas: Bucht von Aden, Somaliküste VI. VII. brütend, arabisch: „El Hekt" (Heugl.); Rotes Meer (Rüpp.); Annesleybucht I. (Antin.); Aden (Yerb., Barn.); Sokotra III. (Balf.); Sansibar bei Kokotoni VIII. und an der Ostseite der Insel VII. (Stuhlm.); Osimündung u. Formosabucht X.— XII. in Scharen zu- sammen mit St. Jitliginosa u. panaya (Fschr.); Dar-es-Salaam (Berl. Mus.); Mossambik (Ptrs., Sperl.); Insel Luabo 1. brütend (Kirk.); Bucht von Natal (Ayres); Tafelbucht (Lay.); Walfischbucht (Anderss.). „Einzeln und paarweise ziehen diese Vögel hohen und raschen Fluges längs der kahlen und felsigen Küsten hin, hier und da einen gellen Schrei Laridae _ cß — Sterna ausstossend oder sich jäh auf einen Fisch herabstürzend. Ihn- Brutplätze fand ich im Juni und Juli auf niedrigen Koralleninseln nahe der Küste, zwischen Suakin und Massaua. Dort brütet sie oft in der Nähe von S. media, aber nicht gemischt mit dieser, in Kolonien von ro bis 40 Paaren. Die Brutstätten liegen meistens nahe am Ufer und zuweilen nur wenige Schritte von der Flutmarke entfernt. Die Brutplätze bestellen nur in Ver- tiefungen im Sande, zwischen Salzpflanzen und niedrigem Buschwerk, sind nicht selten nahe bei einander und enthalten zwei Eier", (v. Heuglin) — „Sie nähren sich von Fischen und Krebsen, auf die sie aus bedeutender Höhe auf die Wasserfläche herunterschiessen, oder die sie durch Niederschwenken vom Strande aufnehmen. Auch laufend am Strande suchen sie Nahrung. An den Hafenplätzen sieht man sie oft auf den Masten sitzen, auf dem Bug- sprit und auf dem Bord der Schiffe häufig in langen Reihen." (Lavard) — Ayres fand sie auf baumlosen Sandinseln in der Sambesimündung im Januar brütend. Die Nester bestanden in einfachen Vertiefungen im Sande, nur von einigen Stengeln umgeben, nahe der Flutmarke, niemals im Innern der Inseln. — Barnes fand Brutplätze auf kleinen Inseln an der Somaliküste und bei Aden im August, 2 und 3 Eier bildeten die Gelege. Die Eier massen 62 X 43 mm. „Diese Seeschwalben," schreibt er, „fliegen mit abwärts gehaltenem Schnabel. Sie folgen den Scharen kleiner Fische, rütteln über diesen in der Luft und stossen in das Wasser nieder, jeder Vogel mit einem silberglänzenden Fische im Schnabel wiedererscheinend. Der Fisch wird dann in der Luft ver- schlungen, wobei der Vogel den Kopf zurückwirft." „Die Eier sind rauhschalig, grobkörnig und ohne Glanz; sie zeigen auf gelblich weissem bis warm gelbem Grunde grauviolette Unterflecke und grössere und kleinere sepiabraune bis schwarze Brandflecke und Kritzel über das Ei verteilt. Am stumpfen Ende häufen sich die schwarzen Flecke, die oft in einer Drehung von rechts nach links laufen, und bilden einen unregelmässigen zerrissenen Kranz. Längsdurchmesser 60,5 — 64 mm, Ouerdurchmesser 40 — 44 mm. Durchschnittsgewicht 4040 mg." (Kuschel). Mir vorliegende Stücke messen 55 — 59X38 — 40 mm und wiegen 2950—3600 mg. 57. Sterna maxiina Bodd. Hirondelle de Her, ./. Cayenne Mull. Daub. PI. Eni. IX. 1784 T. 988 Sterna luäxima Bodd. Tabl. PI. Eni. 1783, 58 — Rchw. J. O. 1877, 10 — Müll. Z. g. 0. 1887, 43t — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 Sterna cayana I.ath. Ind. Orn. 1790, 804 Stern« cayennensis Clin. S. N. II. 1788, 604 Sterna galericulata Lcht. Verz. Doubl. 1823, 8r -~ Ilartl. J. O. 1855, 361; 1861, 273; W. Afr. 1857, 254 — Lay. S. Afr. 1867, 371 - Gurn. Ibis 1868, 262 — Sjöst. O. M. 1893, 101 Sterna erythrorhynchos Wied Beitr. IV. ] 833, 857 Sterna cristata [non Steph.] Sw. W. Afr. II. 1837, 247 — Ilartl. Verz. Hamb. 1850, 43 Sterna regia Gamb. Pr. Ptiilad. 1848, 228 Sterna bergü {non Lcht.] Ilartl. W. Afr. 1857, 254 — Shell. Buckl. Ibis 1872, 282, 293 Sterna elegans Leot. Ois. Trinid. 1866, =142 Sterna bergi [non Lcht] Sjöst. Sv. Vet. Ak. Hand] 27. 1895, 23. Abbild.: Sw. W. Afr. II. T. 30. Oberkopf wie die zugespitzten Federn des Genickes schwarz; Kopf- seiten, Hals und ganze Unterseite weiss; Oberkörper und Flügel zart silber- grau, oft fast weiss; Schwanz und Oberschwanzdecken weiss, oft silbergrau verwaschen, bei jüngeren Vögeln die Enden der Schwanzfedern grau; Laridae — 60 — Sterna Schwingen wie bei St. berget; Schnabel orangerot; Füsse schwarz. Lg. etwa 500, Fl. 345 — 385, Schw. 170 — 200, Sehn. 65 — 68, L. 28—32 mm. Im Winterkleide ist der Oberkopf weiss, die Genickfedern sind schwarz mit weissen Säumen. Beim jungen Vogel sind Oberkopf und Zügel schwarz gestrichelt; der Oberkörper ist dunkler grau; Schwanzfedern nach dem Ende zu dunkelgrau; Schnabel und Füsse düster gelblich. Im Sommerkleide unterscheidet sich S. maxima von S. berget dadurch, dass das Schwarz des Oberkopfes sich bis an die Schnabelwurzel erstreckt, während bei letzterer Art ein Stirnband weiss ist. Im Winterkleide ist S. maxima der S. berget sehr ähnlich, aber der Schnabel orangerot, bei letzterer gelb mit graugrünlichem Wurzelteile; auch ist die Färbung von Oberkörper, Flügel und Schwanz im allgemeinen wesentlich heller, wenn- gleich einzelne Stücke von S. berget auch eine hellere Färbung dieser Teile zeigen. Im Jugendkleide dürften beide Arten schwer zu unter- scheiden sein. Ost- und Westküste Amerikas, von Virginia südwärts bis Südbrasilien und von Newada bis Peru. Im Winter an der Westküste Afrikas: Kap Roni II. (Sabine); Gambia (Rend.); Goldküste (Pel); Aguapim (Riis); Accra, Cape Coast II. (Shell., Buckl.); Gross Popo (Kurz); zwischen las Palmas und Kalabar (Laur.); zwischen Bibundi und Meme (Sjöst.); Landana (Petit); Tschintschoscho (Falkenst); Loanda (Touls.). „An den Sandbänken ausserhalb Beticka ba Mallale zwischen Bibundi und Meme und an denjenigen, welche ausserhalb der Mündung des Meme sich ins Meer erstrecken, traf ich regelmässig Scharen dieser Art, so oft ich (im Dezember, März, April, Juli und September) an diesen Stellen vorbeifuhr. Sie scheint ans Meer gebunden zu sein. Niemals sah ich einzelne Vögel oder Schwärme den Fluss hinauf fliegen, nicht einmal bis zu den von Mangrowewald begrenzten Kanälen, wo sich hingegen S. minnta und H. nigra gern aufhielten. Sie haben nicht den elastischen Flug unserer Seeschwalben, sondern erinnern mehr an Möwen, wenn sie unter gleichmässigem Flügelschlage über das Meer hin- streichen." (Sjöstedt). Die Eier ähneln denjenigen von St. caspia. Grösse 59 — 64,5X41,5 bis 47 mm. Gew. 3850 — 4710 mg. 58. Sterna media Horsf. Sterna media Horsf. Tr. Linn. Soc. XIII. 1820, 199 — Finsch Hartl. Ü. Afr. 1870, 830 — Finsch Trans. Z S. VII. 1870, 303 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1430; R. NO. Afr. II. 1877, 265 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 517 — Böhm O. C. 1882, 52; J. O. 1882, 180 — Fschr. J. O. 1885, 114 — Rchw. J. O. 1889, 264; Jahrb. Hamb. 1893, 5; D. O. Afr. 1894, 20 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247 — Hartl. Abh. Bremen 1891, 44 — Kusch. J. O. 1895, 83 [Ei] — Barnes Ibis' 1893, 178 — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 — Yerbury Ibis 1896, 36 — Neum. J. O. 1898, 248 Sterna affinis Cretzschm. Atlas 1826, 23 T. 14 — Koenig Warth. Ibis 1860, 127 [Ei] — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 52 — Blanf. Abyss. 1870, 441 — Schal. J. O. 1883, 339 Sterna bcngalensis Less. Traite 1831, 621 Sterna arabica |Ehr.] Tem. Man. d'Orn. 2. ed. 1840, 456 Thalasseus torresü Gould P. Z. S. 1842, 140 Thalasseus benyalen&is Boie Isis 1844, 182 Sylochelidon affinis Rüpp. S. Üb. 1845, 139 Thalasseus maxuriensis Lcht. Nomencl. 1854, 98. Abbild.: Ibis I860 T. V. Fig. 1—3 |Ei] — Cretzschm. Atlas T. 14 — Dress. B. Eur. VIII. T. 583. Laridae — 6r — Sterna Oberkopf und die lanzettförmigen Genickfedern schwarz; Rücken, Bürzel, obere Schwanz- und Flügeldecken silbergrau; Wangen, Hals und ganze Unterseite weiss; erste bis fünfte Schwinge aussen schwarzgrau, weissgrau bestäubt (diese Bestäubung reibt sich leicht ab, wodurch die Aussenfahnen und Spitzen dann schwarz werden), auf der Innenfahne mit einem scharf abgesetzten, längs dem weissen Schafte hinlaufenden, schwarz- grauen Streifen, übriger Teil der Innenfahne weiss, die zweite bis fünfte Schwinge haben gegen das Ende der Feder hin auch einen schwarzen Innen- saum, welcher in einem spitzen Winkel mit dem erstgenannten Längsstreifen zusammentrifft; Armschwingen aussen grau, Spitze und Innenfahne weiss; Schwanzfedern grau, auf der Innenfahne mehr oder weniger weiss wie die Schäfte, äusserste Feder fast weiss mit silbergrauem Endteile und weisser Spitze; Schnabel strohgelb; Füsse schwarz; Zehensohlen gelblich; Auge dunkelbraun. Lg. 360-380, Fl. 270— 310, Schw. 140 — 150, Fl. Schw. +30, Sehn. 48—55, L. 23—25 mm. Im Winterkleide ist der Oberkopf weiss, nach hinten zu schwarz ge- strichelt; vorderer Augenrand, Schläfen und Genickfedern schwarz, einen dreieckigen, nach hinten spitz auslaufenden Fleck bildend. Beim jungen Vogel sind die Federn des Scheitels schwarz mit weisser Umsäumung; Oberkörper mit braun gemischt; Schnabel hornbräunlich. Die geringere Grösse unterscheidet diese Art leicht von St. berget und maxima. Bewohnt die Küsten Nord- und Ostafrikas, das Rote Meer, Madagaskar, die Küsten Indiens, die Sundainseln bis Australien: Rotes Meer (Riipp.); Massaua IV., IX., XII. (Antin.); Bucht von Aden, Dahlakinseln, VI. bis VII. brütend, Amaratinseln, arabisch: „Abu Oeschesch" (Heugl.); Aden (Barn.); Sulla VI. (Jesse); Annesleybucht VI. (Blanf.); Sansibar V. (Böhm); Jambiani auf Sansibar L, Tanga IV. (Neum.); Lindi (Schnorrenpf.); Sansibar XI., Quilimane II. (Stuhlm.); Sansibar, Osimündung X., Formosabucht (Fschr.); Nguru (Emin); Mossambik (Ptrs.); Durban (Gordge). „Wie alle Seeschwalben zeichnet sich namentlich diese Art durch ihren schönen, gewandten und ausdauernden Flug aus. Selbst gegen Wind und Sturm arbeitet sie mit Leichtigkeit und scheinbar ohne jegliche Anstrengung. Bei ruhigem Wetter und auch bei hochgehender See sieht man verschiedene Gesellschaften, truppweise geordnet, den Zügen grösserer Fische und Wale folgend auf hoher See umherschwärmen. Unter beständigem Geschrei stossen sie auf kleine Fische und Schmarotzergetier. Manche scheinen sich auf dem Rücken der Wale niederzulassen, während andere schwimmend Nahrung suchen. Sie tauchen sowohl stossend, als von der Wasserfläche aus. Auch längs der Brandung ziehen sie mit Vorliebe hin und her, und es bietet ein wunderbares Bild, wenn mehrere dicht gedrängte Scharen im wirren Durcheinander, in allen Richtungen einander kreuzend, an seichten Gräben, durch welche Fischbruten ziehen, dem Fange obliegen. Dutzende der Seeschwalben halten plötzlich im Fluge an, rütteln einige Augenblicke und stürzen dann senkrecht mit Blitzesschnelle in die schäumenden Wogen. Es ist ein unaufhörliches Stossen, Auftauchen und Abschütteln des Wassers vom Gefieder, und die einzelnen Vögel scheinen an Gewandtheit und Un- ermüdlichkeit miteinander wetteifern zu wollen. Während der heisseren Tagesstunden versammeln sich diese Seeschwalben gern auf sandigen Land- I.aridae — 62 — Sterna zungen, wo sie ebenfalls scharenweise sich niederlassen, um zu ruhen und zu verdauen. Manche liegen dann im Sande, wahrend andere stehen, alle den Kopf gegen den Wind gerichtet. Auf der Südhälfte des Roten Meeres fällt die Brutzeit in die Monate Juni bis August. Auf wenig erhabenen, sandigen, mit Madreporentrümmern bedeckten Flächen, nicht fern vom Ufer, an Stellen, wo nur dürftiger Pflanzenwuchs Platz greift, brüten sie. Zahl- reiche Nester finden sich oft dicht gedrängt bei einander. Gewöhnlich ent- hält ein Nest 2 Eier. Ersteres besteht in einer einfachen Grube im Sande oder Gruse. Letztere sind 45—54 mm lang und 33 — 36 mm dick, auf der etwas rauhen, glanzlosen, weissen, zuweilen lehmgelblich, grünlich oder rötlich angehauchten Schale mit unregelmässigen aschblauen, rostbraunen und dunkelbraunen Flecken und Punkten bedeckt. Tagsüber brüten die Vögel weniger fleissig als während der kühleren Abende und Nächte. Die Eltern verteidigen ihre Nistplätze mit wahrer Tollkühnheit und empfangen jeden ungebetenen Gast mit fürchterlichem Geschrei und Stossen." (v.Heuglin). Nach Barnes enthält das Gelege in der Regel 3 Eier, deren Grösse zwischen 48—58,5 X 34 — 38 mm schwankt. — „Die Eier sind oval mit schlanker Spitze, grobkörnig, glatt und glanzlos; auf rahmfarbenem oder gelblich weissem Grunde sind sie mit matt violetten, rotbraunen oder mehr sepiabraunen Brandflecken, die ziemlich gleichmässig über das Ei verteilt sind, gezeichnet. Ihre Grösse beträgt 51 — 55 zu 36 — 38 mm. Gewicht im Durchschnitt 2150—2200 mg." (Kuschel). Mir vorliegende Stücke wiegen 2080—2450 mg. 59. Sterna cantiaca Gm. - Brandseeschwalbe Sterna cantiaca Gm. S. X. II. 1788, 606 — Hartl. W. Air. 1857, 255; J. O. 1861, 273 Cass. Pr. Philad. 185g, 175 — Lay. S. Air. 1867, 370 — Gurn. Ibis 1868, 262 — Shell. Buckl. Ibis 1872, 293 — Gurn. Anderes. Damara 1872, 361 — Heugl. NO. Air. II. 1873, 1428 — Shell. Ibis 1875, 87 — Sharpe Bouv. Bull. S. Z. Fr. 1876, 314 — Rchw. J. O. 1877, 10 — Boc. Angola 1881, 512 - - Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 702 — Butt. N. Levden VII. 1885, 249; VIII.' j886, 267; X. 1888, 106; XI. "1889, 137; Keiseb. 1890, 476 — Kusch. .1 O. 1895, 83 (Ei) -- Shell. B. Afr. I. 1896, 163 Sterna boysii Lath. Ind. Orn. II. 1790, 806 — Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 424 Sterna stubberica Otto deutsche Ausg. v. Buff. XXXI. 1804, 104 Sterna canescens Mey. Wolf Taschenb. II. 1810,458 Thalasseus candicans Brehm V. Deutschi. 1831, 777 Sterna aeuflavida Cabot Pr. Bost. Soc. II. 1847, 257 Thalasseus pauli de Würltb. Brehm Vogelf. 1855, 346 Acto- chelidon cantiaca Bouv. Cat. 187s, 41. Abbild.: Kaum. Vög. Deutschi. X. T. 250 — Dresser B. Eur. VIII. T. 586. Oberkopf und die spitzen Federn des Genickes schwarz; Kopfseiten, Hals und ganze Unterseite weiss; Rücken, Schulterfedern und Flügel silber- grau; Bürzel und Oberschwanzdecken weiss; Schwanzfedern weiss, nach dem Ende zu grau verwaschen; Handschwingen aussen und längs des Schaftes schwarzgrau, der innere Teil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss; die letzten Hand- wie die Armschwingen weiss, auf der Aussenfahne zart grau verwaschen; Schnabel schwarz, die Spitze gelb; Füsse schwarz. Lg. etwa 400 — 430, Fl. 300 — 310, Schw. 150 — 160, Sehn. 52 — 56, L. 24 — 26 mm. Im Winter sind Stirn und Scheitel reinweiss, Genickfedern schwarz mit weissen Säumen. Beim jungen Vogel ist der Oberkopf blassbräunlich, schwarz gestrichelt oder schwarzbraun und weiss gemischt; Oberseite schwarzbraun quer- Laridae — 63 — Sterna gebändert; Schwanzfedern am Ende schwarzgrau quergebändert oder ganz schwarzgrau; Schnabel hornbraun, an der Wurzel und Spitze gelblich; Füsse rötlichgrau. Küsten der Nordsee und des Atlantischen Oceans, von den Orkneyinseln südwärts, Mittelmeer, Schwarzes und Kaspisches Meer. Im Winter längs der Westküste Afrikas bis zum Kap der guten Hoffnung und weiter bis Natal, ferner im Roten Meere und Persischen Meerbusen. An der Ostküste Amerikas von Neuengland bis Honduras und an der Westküste von Guatemala. In Afrika an folgenden Stellen nachgewiesen: Roberts Port XII., Junkfluss, Cessfluss, Gross-Bassa (Butt.); Accra IV. (J. Smith); Accra, Cape Coast II. (Shell.. Buckl.); Kamma (Du Chaillu); Dakar, Gabun (Marche, Comp.); Banana (Lucan, Petit); Tschintschoscho (Falkenst); Benguella „Kamakundi" gen. (Anch.); zwischen Walfischbucht X. und Tafelbucht (Anderss.); Kap der guten Hoffnung (B. M.); Kapstadt II. (Shell.); Tafelbucht II. (Lay., Shell.); Durban I. (Gordge). Nach Andersson in ungeheuren Scharen, gemischt mit anderen See- schwalben-Arten an den Lagunen Südwestafrikas. Besonders beim Fischen stösst sie kurze, laute Schreie aus. 60. Sterna dougalli Mont. — Paradiesseeschwalbe Sterna dougalli Mont. Orn. Dict. Suppl. 1813, Fig. — Lay. S. Air. 1867, 369 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 702 — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 — Neum. J. O. j8 9 8, 249 Sterna paradisea (non Brunn.] Keys. Blas. W. Kur. 1840, 247 Sterna macdougalli Macgill. Man. Br. Orn. II. 1842, 233 Sterna bicuspis Lcht. Nomencl. Av. 1854, 98 |nom. nud.| Sterna douglasii Schi. Mus. P. B. Sternae 1863, 24 Stemula I.oritsles llume Str. Feath. 1874, 318. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 251 — Dresser B. Kur. VIII. T. 581. Oberkopf und Nacken schwarz; Wangen, Halsseiten und ganze Unter- seite weiss mit rosigem Anfluge; Oberkörper nebst Oberschwanzdecken und Flügel silbergrau; Schwanzfedern silbergrau, auf der Innenfahne weiss; die vorderen Handschwingen aussen und längs des Schaftes auf der Innenfahne schwarzgrau, der innere Teil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss; die hinteren Handschwingen silbergrau mit weissem Innensaume; Armschwingen aussen silbergrau, an der Spitze und innen weiss; Schnabel schwarz, an der Wurzel gelb; Füsse gelb. Lg. etwa 400, Fl. 215 — 235, Schw. 155 — T75, Sehn. 37 — 42, L. 19-21 mm. Im Winter ist die Stirn mit weiss gemischt, die Unterseite rein weiss, der Schnabel auch an der Wurzel schwarz. Beim jungen Vogel ist der Oberkörper graubraun quergebändert, der obere Flügelrand schwarzgrau. Auf der östlichen Erdhälfte vom etwa 57. Breitengrade südwärts bis Süd- afrika, Sundainseln, Molucken und Neukaledonien, im Osten Amerikas von Massachusetts südwärts bis Westindien und Venezuela. In Afrika an folgenden Orten nachgewiesen: Tanga IV. (Neumann); Kap der guten Hoffnung (A. Sm.); Port Elisabeth (Br. M). 61. Sterna macrura Naum. — Küstenseeschwalbe [? Sterna paradisea Brunn. Orn. Bor. J764, 46] Sterna macrura Naum. Isi> J819, 1847 — Gurn. Ibis 1868, 262 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 701 - Shell. I'. Z. S 1887, 126 — Rchw. J. O. 1890, 107 — Shell. B Air. I. 1896, 163 Sterna aretica Laridae — 64 — Sterna Tem. Man. II. 1820, 742 Sterna argentata Brehm Beitr. Vögelk. III. 1822, 692 stund brachytarsa Graba Reise n. Färö 1830, 219 Sterna argenlacea u. oceani Brehm Vög. I). 1831, 783. 786 Sterna braehypus Sw. W. Afr. II. 1837, 2 5 2 — Hart). Verz. Hamb. 1850, 44; W. Afr. 1857, 255 — Law S. Afr. 1867, 371 — Gurn. Ibis 1868, 262 — Sperl. Ibis 1868, 284 Sterna roeeinirostris Rchb. Nat. Nov. VIII. 1850 T. 271 f. 2262 Sterna pikei Lawr. Ann. Lyc. N. Y. VI. 1853, 3 Sterna hngipennis Coues Key N. Am. B. 1872, 321 Sterna hirundo |non L.] Ileugl. NO. Afr. II. 1873, 1421 Sterna portlandica Ridgw. Amer. Nat. VIII. 1874, 433 ? Sterna atrofasciata Phil. Landb. Arch. f. Nat. 1. 1863, 204. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 253 — Dress. B. Eur. VIII. T. 579. Oberkopf schwarz, auf dem Nacken spitz auslaufend; Kinn und ein Band von der Schnabelwurzel über die Kopfseite bis zum Nacken weiss; Rücken und Flügel grau; Unterseite blassgrau; Unter- und Oberschwanz- decken wie die Unterflügeldecken weiss; Schwanzfedern auf der Aussen- fahne und an der Spitze grau, Innenfahne weiss, die mittelsten ganz weiss, nur am Ende grau verwaschen; die vorderen Handschwingen aussen grau, der Innenteil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss, von der 2. an gegen das Ende der Feder hin auch ein grauer Innensaum, die letzten Hand- schwingen grau mit weissem Innensaume, Armschwingen aussen grau, am Ende und innen weiss; Schnabel und Füsse rot. Lg. etwa 350—370, Fl. 260 — 275, Schw. 165 — 200, Sehn. 32—35, L. 13 — 16 mm. Im Winter ist Stirn und Scheitel mit weiss gemischt, die Unterseite blasser grau oder fast weiss. Beim jüngeren Vogel ist der obere Flügelrand schwarzgrau; Unterseite fast weiss. Beim jungen Vogel sind die Federn der Oberseite schwarzgrau oder braunschwarz gesäumt oder quergebändert; Oberkopf gestrichelt; Füsse gelbrot; Schnabel schwärzlich, Schnabelwurzel gelbrötlich. Bewohnt das Nordpolargebiet in Europa bis zum 50., in Amerika bis zum 40. südwärts. Streicht im Winter bis Chile, Brasilien und Südafrika: Tafelbucht, Worcester (Lay.); Newcastle XI. (Giffard); Kamerun X. (Johnst).*) 62. Sterna hirundo L. — Flussseeschwalbe Sterna Hirundo L. S. N. X. 1758, 137 Laras hieolor u. sterna Scop. Ann. I. II. N. 1769, 8l u. 82 Sterna hirundo Rüpp. S. Üb. 1845, 139 Sterna. ßuriu- tilis Naum. Isis 1819, 1847. 1848 — Gurn. Ibis 1868, 263; Anderss. Damara 1872, 361 - Ileugl. NO. Afr. II. 1873, 1418 — Bouv. Cat. 1875, 41 — Sharpe Law S. Afr. 1884, 701 - Butt. N. Leyden VII. 1885, 250; XI. 1889, 137; Reiseb. 1890, 476; C. R. II. Congr. Bud. 1892, 175 — Shell. B. Afr. I. L896, 163 Sterna nitzschii Kaup Isis 1824, 153 Sterna pomarina Brehm V. Deutschl. 183t, 781 Sterna marina Eyt. Cat. Br. B. 1836, 55 Sterna senegalensis Sw. W. Afr. II. 1837, 250 — Allen Thoms. Niger Exp. I. 1848, 167 — Ilartl. Verz. Hamb. 1850, 44, 68; J. O. 1855, 361; 1861, 273; W. Afr. 1857, 2 55- 2 75 — Cass. Pr. Philad. 1859, 176 Sterna wilsoni Bp. Comp. L. B. Eur. N. Am. 1838, 61 [? Sterna n/lotica [non Gm.) Rüpp. S. Üb. 1845, 139] Sterna blasii Brehm Naum. 1855, 295 Sterna macrodartyla Blas. J. O. 1866, 75. 79 Sterna macroptera Blas. J. O. 1866, 76. 77. 79 — Finsch Tr. Z. S. VII. 1870, 303 — Ileugl. R. NO. Afr. II. 1877, 2Ö6 — Rchw. J. O. 1877, 10 — Boc. Angola 1881, 510 Sterna dougalli [non Mont.] Lay. S. Afr. 1867, 369 — Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 424 Sterna libetana Saund. P. Z. S. 1876, 649 Sterna niaior Olph. Gaill. Contr. F. Orn. Eur. Occ. X. 1886, 28 Abbild.: Naum. Vög. Deutschl. X. T. 252 — Dresser B. Eur. VIII. T. 580. *) Von Dr. Preuss ist in Kamerun nicht S. macrura, sondern S. hirundo nachgewiesen worden. Laridae — 65 — Sterna Der Sterna macrura sehr ähnlich, aber der Schnabel mit schwärzlicher Spitze. Ferner ist der Lauf etwas langer, länger als die Mittelzehe ohne Kralle, bei S. macrura kaum so lang als die Mittelzehe ohne Kralle. Die Unterseite ist blasser, im Winter und bei jüngeren Vögeln oft reinweiss. Endlich ist das schwarzgraue Band der Innenseite des Schaftes auf der 1. Schwinge etwas breiter als bei S. macrura. Schw. 150 — 170, L. 16 — 21 mm. An Küsten und süssen Gewässern Europas, Asiens und Nordamerikas, im Winter in Indien, Afrika und Brasilien. In Afrika an folgenden Orten nachgewiesen: Gambia (Swains.); Roberts Port, Grand Cape Mount IV. VII. VIII, Mahfafl. IV. IX. (Butt.); Accra II. (Shell); Goldküste (Pel); Nunfl., Nigermündung (Thoms.); Victoria XII. (Preuss); Ogowe (Marche, Comp.); Koriskoinsel, Kamma (Du Chaillu); Landana, Tschiloango (Lucan, Petit); Tschintschoscho (Falkenst); Benguella (Anch.); Walfischbucht X. XI. (Anderss.); Tafelbucht, Saltfl. (Lay.); East London (Rick); Sulla VIII. (Jesse). 63. Sterna vittata Gm. Sterna vittata Gm. S. N. II. 1788, 609 — Shell. B Afr I. 1896, 163 Sterna coronata [Lath.| Bonn Vieill. Enc. Meth. 1. 1790, 95 Sterna sancti-pauli Gould Handb. B. Austr. II. 1865, 399. Abbild, fehlt. Oberkopf bis in den Nacken hinein schwarz; ein scharf abgesetztes weisses Band von der Schnabelwurzel über die Kopfseite bis zum Nacken ; Ober- und Unterseite des Körpers und Flügel silbergrau, Kehle blasser; Unterflügeldecken, Ober- und Unterschwanzdecken weiss; Schwanzfedern auf der Innenfahne weiss, aussen zart grau, die mittleren fast ganz weiss; Schwingen wie bei S. macrura; Schnabel und Füsse rot. Lg. etwa 350, Fl. 260 — 265, Schw. 135 — 150, Sehn. 30 — 31, L. 16 mm. Im Winter ist die Stirn mit weiss gemischt. Beim jungen Vogel ist die Unterseite weiss; oberer Flügelrand dunkel- grau; Schwanzfedern aussen dunkler grau; Schnabel schwärzlich. Von S. macrura unterscheidet sich diese Art durch dunkleres Grau der Unterseite und breiteres schwarzgraues Band längs der Innenseite des Schaftes auf der 1. Schwinge, indem dieses nach dem Ende der Feder zu 5 mm, bei S. macrura kaum 4 mm breit ist. Bewohnt die südpolaren Inseln Kerguelen, S. Paul, Amsterdam, sowie Tristan da Cunha; auch auf der See nahe dem Kap der guten Hoffnung, bei S. Helena und Ascension beobachtet. Ein mir vorliegendes Ei von Kerguelen ist weiss, am stumpfen Ende dicht dunkelrotbraun und lilagrau gefleckt. Grösse 52X35 mm. Gew. 2070 mg. 64. Sterna albigena [Lcht] Heugl. Sterna albigena Lcht. Nomencl. 1854, 98 |nom. nud.l — Heugl. Peterm. Geogr. Mitt. 1861, 29 [Descr.] — Brehm Habesch 1863, 229 — Finsch Hartl. O. Afr. IV. 1870, 834 T. X. — Yerbui-y Ibis 1886. 23; 1896, 36 -- Barnes Ibis 1893. 176 - Sharpe Ibis 1894, 119 — Kusch. J. Ö. 1895, 8 3 |Ei| — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 Eydrochelidon albigena Heugl. NO. Afr. II. 1871, 1451; R. NO. Afr. II. 1877. 267 Sterna senegalensis [non Sw.] Heugl. Ibis 1859, 351 -- Koenig Warth. Ibis 1860, 125 |Ei] 432. Abbild.: Finsch Hartl. O. Afr. T. X Fig. 2. Reinhenow, Die Vogel Afrikas. 5 Laridae — 66 — Sterna Oberkopf und Nacken schwarz; Rücken, Oberschwanzdecken und Flügel grau, etwas ins bräunliche ziehend; Kinn und ein Band von der Schnabel- wurzel über die Kopfseite bis zum Nacken weiss; Unterseite grau mit rosigem Anfluge, die Unterschwanzdecken blasser, Kehle weisslich; Schwanzfedern grau, an der Innenfahne weiss; Unterflügeldecken weiss; Schwingen wie bei S. macrüra, aber die Armschwingen ganz grau, nur mit weissem End- saume; Schnabel orangerot mit schwarzbrauner Spitze; Füsse orangegelb. Lg. etwa 350, Fl. 232 — 243, Schw. 135 — 160, Sehn. 33 — 36, L. 17 — 19 mm. Im Winter ist die Stirn mit weiss gemischt, die Unterseite blasser. Beim jungen Vogel ist die Stirn weiss, der Scheitel grau, nur Hinter- kopf und Nacken schwarz; ganze Unterseite weiss; oberer Flügelrand schwarz- grau; Schnabel schwarz. Von S. macrura unterscheidet sich S. albigena durch das dunklere Grau der Ober- und Unterseite, den rosigen Anflug der Unterseite, geringere Grösse, aber etwas längere Läufe. Bewohnt den südlichen Teil des Roten Meeres, die Küste Südarabiens und des westlichen Indien: Suakin (Br. M.); Nubien, Arabien (Hempr. Ehr.); Küsten und Inseln des Roten Meeres südlich bis zur Bucht von Aden, nördlich bis zum 21. ° n. Br.; arabisch: „Abu Baten" (v. Heugl.); Aden V. VII. (Yerb., Barn.). „Brütet in grossen Kolonien auf den kleinen Inseln und Korallenklippen zwischen Suakin und Massaua, auf den Amaratinseln und anderen des Archipels von Dahlak. Ende Juli und Anfang August findet man die Eier in seichter Höhlung auf flachen Korallenriffen nahe der Küste. Oft liegen sie auch nur ganz flach auf Muschelresten. Die alten Vögel sind an den Nist- plätzen so wenig schüchtern, dass man sie mit einem Stocke erschlagen kann. Sie stossen kreischend auf den sich nähernden Menschen und Hund. Die Eier messen 38 — 43X27 — 30 mm. Die weisswangigen Seeschwalben sind von sehr geselligem, lebhaftem und unruhigem Wesen, dabei höchst harmlos und dreist. Den Tag über begegnet man ihnen einzeln und in kleinen zerstreuten Flügen, zur Morgen- und Abendzeit dagegen schwärmen sie in ungeheueren Mengen am Eingange von tiefen Buchten oder um seichte Meeresarme hin und her. Ihr scharf zirpendes Geschrei ist fast betäubend." (Heuglin). „Eier auf hell graugelblichem Grunde sehr zerstreut mit kleinen hell violettgrauen Unterflecken und kleinen braunen Oberflecken, deren Ränder verwaschen sind. Das Korn ist fein, Glanz nicht vorhanden. Durchmesser 39X27-28111111. Gewicht 1100-1175 mg." (Kuschel). Die mir vorliegenden Stücke messen 37—42X27 — 30 mm und wiegen 960-1340 mg. 65. Sterna minuta L. - Zwergseeschwalbe La petite HirondeUe de Mar Buff. Daub. PI. Eni. 1786, T. 996 Sterna minuta L. S. N. XII. 1766, 228 - (? Ilartl. Verz. Ilamb. 1850, 43; W. Afr. 1857, 256 — Hart. J. O. 1886, 613I - Sjöst. Sv. Vet. Ak. Handl. 27. 1895, 24 -- Shell. B. Afr. I. 1896, 163 - Kchvv. O. M. 1896, 113 Sterna metopoleueos Gm N. Comm. Petr. XV. 1771, 475 T. 22 Sternida minuta. Kupp. S. Üb. 1845, 140 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1441; R. NO. Afr. II. 1877, 266 — Sharpe Law S. Afr. 1884, 705 Sternula flssipes, pomarina a. danica Brehm V. Deutschi. 1831, 790 u. 791 Sternula danubialis u. meridiona'.is Brehm Naum. 1855. 295 Sterna gouldi Ilume Str. F. V. 1877, 326. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 254 — Dresser B. Eur. VIII, T. 582. Laridae — 67 — Sterna Scheitel, Nacken und Zügelstrich schwarz; Stirn bis zur Höhe des vorderen Augenrandes, Kopfseiten, ganze Unterseite weiss; Oberschwanz- decken und Schwanz weiss, bisweilen, namentlich die ersteren, grau ver- waschen; Oberkörper und Flügel silbergrau; die beiden oder die 3 ersten Schwingen auf der Aussenfahne und in einem Streifen längs der Innen- fahne schwarz, der Innenteil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss; Schritte der beiden oder 3 ersten Schwingen oberseits hornbräunlich, bisweilen teil- weise weisslich, aber nicht rein weiss; die folgenden Schwingen silbergrau mit weissem Innensaume ; Schnabel und Füsse orangegelb, Schnabelspitze schwärzlich; Auge dunkelbraun. Lg. 210 — 240, Fl. 170 — 175 (165 nach Sjöst), Schvv. 70—90, Sehn. 27—30, L. 15 — 16 mm. Im Winter reicht das Weiss der Stirn noch etwas weiter aufwärts, bis zur Höhe des hinteren Augenrandes. Beim jungen Vogel ist der Ober- kopf auf blass gelbbräunlichem Grunde schwarz gestrichelt, der schwarze Zügelstrich fehlt; Rücken und Schulterfedern mit schwarzbraunen, winkel- förmigen Binden gezeichnet; Nackenfedern schwarz mit grauen Säumen; Schwanzfedern grau verwaschen, mit Bindenzeichnung am Ende; die Handschwingen zeigen sämtlich den inneren Teil der Innenfahne scharf ab- gesetzt weiss, die Aussenfahne und einen Streif längs der Innenseite des Schaftes grau, nach den äusseren Federn zu wird das Grau allmählich dunkler und ist auf der ersten fast schwarz; oberer Flügelrand schwarz- grau; Schnabel schwarzbraun; Füsse ockergelblich. Europa vom 6o.° an südwärts, Mittelmeerländer und Südwestasien. Soll im Winter an der Westküste Afrikas bis zum Kap wandern. Es bleibt jedoch noch festzustellen, ob bezüglich der in Westafrika nachgewiesenen Stücke nicht Verwechselung mit S. m. saundersi vorliegt. Die vom Verfasser an der Goldküste gesammelten Stücke gehören augenscheinlich der letzteren Form an. Fundortsangaben für Westafrika sind: Goldküste (Weiss); Lo- kodscha, Loko (Hart.); Ekundu V. VI. (Sjöst.). 65a. Sterna minuta saundersi Hume Sternula australis u. Orientalis Lcht. NomencL 1854, 98 [nom. nud.] Sterna minuta [non L] Heugl. Ibis 1859, 351 — Finsch Trans. Z S. VII. 1870, 304 — [? Sharpe Ibis 1872, 74] — Yerbury Ibis 1886. 23; 1896, 36 — Barnes Ibis 1893, T77 Sternula minuta [non L.] Rchw. "Lühd. J. O. 1873, 211 - Rchw. J. O. 1874, 374 Sterna saundersi Hume Str. F. V. 1877, 324-326 — Shell. B. Afr. I. 1896, 163 -- Ilawk. Ibis 1899, 81 Sterna balaenarum [non Strickl.] Rchw. D. O. Afr. 1894, 21 Sternula novella Ilartl. Abh Bremen 1891, 45 Sternula australis u. saundersi Rchw. O. M. 1896, 1 13. Abbild, fehlt. Der S. minuta sehr ähnlich, aber Oberschwanzdecken und mittelste Schwanzfedern grau wie der Rücken; die äusseren Schwanzfedern blasser, die äussersten fast weiss; die 3 bis 4 ersten Schwingen auf der Aussen- fahne und längs der Innenfahne schwarz im Gegensatze zu den folgenden grauen Schwingen; Schnabel düster gelb, an der Spitze schwärzlich; Füsse bräunlich gelb. Lg. etwa 230, Fl. 170-180, Schw. 70—80, Sehn. 28—30, L. 15 mm. Der junge Vogel dürfte sich nur durch grauere Schwanzfedern und Oberschwanzdecken von der jungen S. minuta unterscheiden. Laridae — 68 — Sterna Diese Form bildet den Übergang zwischen S. minuta und antillarum, indem die Oberschwanzdecken und mittleren Schwanzfedern grau sind; doch ist diese graue Färbung häufig blasser als die Rückenfärbung. Von S. antillarum scheint sie dadurch ständig unterschieden zu sein, dass die 3 bis 4 ersten Schwingen auf der Aussenfahne und längs des Schaftes auf der Innenfahne schwarz und am Innensaume scharf abgesetzt weiss sind, während bei S. antillarum stets nur die beiden ersten Schwingen diese Zeichnung zeigen. Hinreichend klar sind indessen die Unterscheidungsmerkmale aller drei Formen noch nicht. Küsten Indiens, des Golfs von Persien, Südarabiens und Afrikas, sowie Madagaskar und die Maskarenen: Suakin (Br. M.); Sulla VI. (Jesse); Mtoni (Bohnd.); Aden, Somaliküste IV. (Barn., Yerb.); Berbera II. (Hawk.); Durban III. (Shell.); Südafrika (Bergius B. M.); Accra VIII., IX., in Scharen mit Jungen (Rchw.); [? Naguafluss II. (Ussher)*]. 66. Sterna antillarum Less. [? Sternida bailloni Boie Isis 1844, '83! Sternula melanorhyncha u. antillarum Less. Descr. Mamm. Ois. 1847, 252, 256 Sterna frenata Gamb. Pr. Philad. 1848, 128 Sterna minuta americana Sund. Vet. Ak. Förh. 1869, 589 Sterna antiüarum Shell. B. Afr. I. I896, 163 — Rchw. O. M. 1896, 113. Abbild.: Wils. Amer. Orn. VII. T. 70 Fig. 2. Der S. minuta sehr ähnlich, aber die Oberschwanzdecken und mittelsten Schwanzfedern grau wie der Rücken, die äusseren Schwanzfedern blasser, die äusserten fast weiss, Schäfte der beiden äussersten Schwingen oberseits schwarz. Von S. saundersi dagegen dadurch unterschieden, dass nur die beiden vordersten Schwingen auf Aussenfahne und längs des Schaftes auf der Innenfahne schwarz sind mit scharf abgesetztem, weissem Innen- teile der Innenfahne, alle folgenden von der 3. an dagegen silbergrau mit weissem Innensaume. Im Winterkleide soll das Weiss der Stirn weiter ausgedehnt sein, Schnabel und Füsse sollen dunkler sein. Der junge Vogel dürfte von den Verwandten schwer zu unter- scheiden sein. Bewohnt die Ostküste Nordamerikas von Neuengland südwärts, die Thäler des Mississippi und Missuri, Kalifornien, Mittelamerika und West- indien. Soll im Winter die Küste Südwestafrikas besuchen; doch liegen unbedingt sichere Beweise dafür nicht vor, und die Vermutung bedarf der Bestätigung. Ein junger Vogel vom Naguaflusse in Fanti (IL, Ussher) im Britischen Museum soll dieser Art angehören. 67. Sterna balaenarum (Strickl.) Sternula balaenarum Strickl. Conti - . Orn. 1852, 160 — Chapm. Trav. II. 1868, 425 - Gurn. Anderss. Damara 1872, 362 Sterna balaenarum Sharpe Bouv. B. S. Z. Fr. 1876, 314 — Rchw. I- O. 1877. 11 — Boc. Angola i88r, 512 — Sharpe Lay. S. Air. 1884, 705 — Shell. B. Afr' I. 1896, 163. Abbild, fehlt. •) Nach Saunders, Cat. Brit. Mus. XXV, 124 zu Sterna antillarum. Laridae — 69 — Hydrochelidon Oberkopf bis zum Nacken und obere Kopfseiten schwarz; Oberkörper, Oberschwanzdecken und Flügel silbergrau; Wangen und ganze Unterseite weiss; mittlere Schwanzfedern zart grau, die äusseren weiss, grau ver- waschen; die 3 ersten Handschwingen an der Aussenfahne und in einem Bande längs der Innenseite des Schaftes schwarz, der innere Teil der Innenfahne scharf abgesetzt weiss, die Schäfte weiss; übrige Schwingen silbergrau mit weissem Innensaume; Schnabel schwarz; Füsse ockergelb. Lg. etwa 230, Fl. 155 — 170, Schw. 65 — 75, Sehn. 27 — 29, L. 13 — 14 mm. Im Winterkleide ist der Oberkopf und Zügel weiss, schwarz gefleckt. Beim jungen Vogel sollen die kleineren Flügeldecken längs des oberen Flügelrandes dunkler, Wurzel des Unterkiefers hornbraun, die Unterseite grau verwaschen sein. Durch die oberseits reinweissen Schäfte der vorderen Schwingen ist diese Art von S. miimta, saundersi und antillarum stets zu unterscheiden. Südwestafrika von der Loangoküste bis zum Kap der guten Hoffnung: Tschintschoscho (Falkenst); Landana, Massabe VII. (Lucan, Petit); Walfisch- bucht XI. I. (Anderss.); Robbeninsel XI., Tafelbucht, Kap der guten Hoffnung (Lay.). Nach Andersson trifft man sie paarweise und in kleinen Gesell- schaften, beim Fluge scharfe, laute Schreie ausstossend. Sie nährt sich von kleinen Fischen und Krebsen. In ihren Bewegungen ist sie sehr schnell und hat einen gewandten Flug. Sie brütet an der Walfischbucht und legt ihre Eier in seichte Vertiefungen in den Sand. Hydrochelidon Boie Hydrochelidon Boie Isis 1822, 563. Typ.: Sterna nigra L. Viralva Steph. G. Z. XIII. 1826, 166. Desgl. Pdodes Kaup Nat Syst. 1829, 107. Typ.: Sterna hybrida Pall. Schwanz wenig gabelförmig ausgerandet, kürzer als die Hälfte des Flügels, die äusserste Schwanzfeder wenig oder kaum länger als die folgende und am Ende kaum verschmälert; Lauf kürzer als die Mittelzehe mit Kralle; Schwimmhäute tief ausgeschnitten, die inneren nur bis zum Ende des ersten Gliedes der Innen- und Mittelzehe reichend, die äussere bis zum zweiten Gliede der Mittelzehe. -- 4 Arten in allen Erdteilen, 3 in Afrika. Schlüssel der Arten: i. Lauf 17 mm oder darunter lang: 68. H. nigra. — Lauf über 17 mm lang: 2 2. Kopf und Hals schwarz: 69- H leueoptera. — Oberkopf und Nacken schwarz; Wangen und Kehle (Sommerkleid) weiss: 7°- H hybrida. — Stirn, Wangen und Kehle weiss; Scheitel, Hinter- (Sommerkleid) köpf und Nacken auf weissem Grunde schwarz ge- strichelt oder gefleckt: 3 3. Flügel 200-215 mm; Schnabel 23—25 mm: .... 69. H. leueoptera. (Winterkleid) — Flügel 225— 240; Schnabel 27-32 mm: 70. H. hybrida. (Winterkleid) Laridae — 70 — Hydrochelidon 68. Hydrochelidon nigra (L.) — Trauerseeschwalbe Sterna nigra L. S. N. X.i 758, 137 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 44 — Sjöst. Sv. Vet. Ak. Handl. 27. 1895, 2 4 Sterna naeyia L. S. N. XII. 1766, 228 Latus merulinus Scop. Ann. I. H. N. 1769. 81 ? Laras columbirms Scop. Ann. I. N. H. 1769, 83 La Guifette Buff. Daub. PL Eni. IX. 1781, T. 333 V Epou- vantail Buff. Daub. PI. Eni. IX. 1781, T. 924 Sterna nubilosa Sparrm. Mus. Carls, fasc. III. 1788 No. 63 Sterna fissipes [non L.] Sharpe P. Z. S. 1871, 614 Hydrochelidon nigra Rüpp. S. Üb. 1845, 130 — Strickl. P. Z. S. 1850, 221; Ann. Mag. IX. 1852, 349 — Hartl. W. Afr. 1857, 256 — Sharpe Bouv. Bull. S. Z. Fr. 1876, 314 — Boc. Angola 1881, 513 — Butt. N. Leyden VII. 1885, 250; VIII. 1886, 267; X. 1888, 106; XI. 1889, 137; Reiseb. 1890, 476; C. R. II. Orn. Congr. Budapest II. 1892, 175 — |Emin Z. Jahrb. 1892, 151] — Sousa J. Lisboa (2.) II 1889, 119 — Rendall Ibis 1892, 230 — Shell. B. Afr. I. 1896, 162 Hydrochelidon obscura Brehm Vftg. Deutschi. 1831, p. 795 Hydrochelidon fissipes [non L| Sharpe P. Z. S. 1870, 747; Ibis 1870, 488 -- Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1445; R. NO. Afr. II. 1877, 266 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 518 Hydrochelidon pallida Brehm Naum. 1855, 295. Abbild. : Naum. Vög. Deutschi. X. T. 256 — Dresser B. Eur. VIII. T. 592. Kopf und Hals schwarz; Unterkörper schiefergrau; Steiss und Unter- schwanzdecken weiss; Oberkörper, Flügel (auch Schwingen) und Schwanz grau (viel heller als der Unterkörper); die vorderen Handschwingen am Innensaume blassgrau und mit weissen Schäften, die äussersten Schwanz- federn blasser grau; Unterflügeldecken grauweiss; Auge braun; Schnabel schwarz; Füsse düster rotbraun. Lg. etwa 240 — 250, Fl. 205 — 215, Schw. 80 — 90, Sehn. 27 — 30, L. 14 — 17 mm. Beim Weibchen ist nur der Kopf tief schwarz, der Vorderhals wie der Unterkörper aber schiefergrau, etwas dunkler als der Oberkörper. Im Winterkleide sind Stirn, Zügel, vordere Kopfseiten, Hals und Unter- körper weiss; nur Scheitel, Hinterkopf, Genick und hintere Kopfseiten schwarz; Füsse braun. Der junge Vogel ist dem alten im Winterkleide ähnlich, aber das Schwarz am Kopfe ist brauner, die Oberseite düsterer mit fahlbraunen Federsäumen; oberer Flügelrand schwarzgrau; Füsse blasser braun. Durch die Kürze des Laufes ist diese Art immer von den folgenden beiden Verwandten zu unterscheiden. Europa vom 60. ° südwärts, Westasien und Nordafrika. Im Winter in Westafrika südwärts bis zur Loangoküste und angeblich auch in Nordost- afrika: Gambia (Rend.); Marfamündung, IV. VIII. IX. in Scharen, Roberts Port VIII., Fishtown, Grossbassa (Butt.); Fand (Ussher, Swanzy); Kleinpopo (Kurz); Victoria XII. (Crossley, Preuss); Bibundi VII., Ekundu (Sjöst.); Landana, Banana, Tschiloango (Lucan, Petit); Katumbella (Anch.); [im Winter südwärts bisKordofan(Heuglin); Kordofan (Petherick); Bogos (Antin.); Albert- see das ganze Jahr über (Emin).*) „Die schwarze Seeschwalbe wurde während der Regenzeit allgemein am Meere bei Bibundi und bis zum Meine angetroffen. Alle, die ich sah, trugen Winterkleid. Während des Regens und bei schlechtem Wetter zogen sie in Scharen den Bekongola hinauf, Hessen sich auf Sandwällen nieder, die vor dem Winde geschützt waren, und zeigten sich hier so wenig scheu, dass mehrere von Eingeborenen mit Stöcken totgeschlagen oder mit den Händen gefangen wurden. In der Dämmerung zogen sie sich in grösseren und kleineren Scharen nach ihren Schlafplätzen zurück". (Sjöstedt). ■) Diese Angaben beziehen sich vielleicht zum Teil wenigstens auf S. leueoptera. Laridae — 71 — Hydrochelidon 69. Hydrochelidon leucoptera (Schinz) — Weissflügelige Seeschwalbe |? Stema fissipes L. S. N. XII. 1766, 228 — Pall. Zoogr. R. As. II 1811, 338) (? Stema cinerea Gm. S. N. II. 1788, 607I Stema leucoptera Meisn. Schinz Vög. Schweiz 18T5, 264 Titelbild — Ayres Ibis 187T, 267 — Matsch. J. O. 1887, 137 — Rchw. 1. Ü. 1891, 47 sirnia grisea Horsf. Trans. I.11111 Soc. XIII. 1820, 199 Hydro- chelidon leiicourns [Seyffert] Brehm Isis 1833, 985 Hydrochelidon subleucoptera Brehm Nautn. 1855, 295 Hydrochelidon nigra (non L.] Antin. Cat. 1864, 115 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 363 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1447 — Fsc.hr. J. O. 1885, 114 - Dubois Bull. Belg. 1886, 150 — Matsch. J. O. 1887, 137 — Shell. Ibis 1888, 306 — [Emin Z. Jahrb. 1892, 151] Hydrochelidon fissipes Fmsch Trans. Z. S. VII. 1870, 305 Stema sp. Böhm O. C. 1882, 114; J. O. 1885, 64. 65 — Matsch. J. O. 1887, 158. 159 Hydrochelidon leucoptera Ayres Ibis 1878, 411 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 700 — Symonds Ibis 1887, 335 — Rchw. j. O. 1892, 4; D. O. Afr. 1894, 21 — Shell. Ibis 1894, 27. 476; 1896, 239; 1898, 556; 1899, 282; B. Afr. I. 1896, 162 — Neum. J. O. 1898, 249 — Hart. Ans. Und. Afr. Sun 1898, 326 Stema tanganicae [Böhm] Schal. J. O. 1884, 177 Stema nigra (non L.] Fschr. Z. g. O. 1884, 394 — Böhm J. O. 1885, 67. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 257 — Dresser B. Eur. VIII. T. 590. 591. Kopf, Hals, Rücken, Unterkörper, die letzten Armschwingen und Unter- flügeldecken schwarz; Steiss, obere und untere Schwanzdecken wie der Schwanz weiss; kleinste Flügeldecken weiss, die grösseren zart grau; die 2 bis 3 äusseren Handschwingen haben die Aussenfahne, das Ende der Feder, einen scharf abgesetzten Streif längs des Schaftes auf der Innen- fahne und den Innensaum nach dem Federende hin schwarz, der übrige Teil der Innenfahne ist wie der Schaft weiss und läuft in einem spitzen Winkel in das schwarze Federende hinein; übrige Handschwingen grau, auf der Innenfahne dunkler; Schnabel düster rötlich bis rötlich schwarz; Füsse korallrot; Auge braun. Lg. 220 — 260, Fl. 200 — 215, Schw. 70—81, Fl./Schw. + 35 — 70, Sehn. 23 — 25, L. 19 — 22 mm. Im Winterkleide ist Gesicht, Hals und ganze Unterseite nebst Unter- flügeldecken weiss; Hinterkopf, Nacken und Schläfe schwarzgrau, vorderer Augenrand schwarz; Rücken, Bürzel, Schwanz und Flügeldecken grau, die kleinsten Flügeldecken längs des oberen Flügelrandes schwarzgrau; Schnabel schwarz; Füsse hochgelb. Der junge Vogel gleicht in der Färbung dem Winterkleide, aber die Rückenfedern, Flügeldecken, letzte Armschwingen und Schwanzfedern haben fahlbraune Endsäume, ebenso sind die schwarzgrauen Hinterkopf- und Nackenfedern fahlbraun gesäumt; Schnabel schwarzgrau; Füsse blass fleisch- farben. Bewohnt Mittel- und Südeuropa, das gemässigte Asien östlich bis China. Streicht im Winter bis Australien, Neuseeland und längs der Ostküste Ahikas bis Südafrika: Sulla VI. (Jesse); Suakin (Br. M.); Bogos (Esler) [s. auch Anm. auf S. 70]; Pongo, Kibiro VIII.— X. (Ans.); Buddu XII. (Stuhlm.); Albert Edwardsee, Bukoba VII. I. (Emin); Tanganjika V. VI. XL, Wualaba, Ugalla X., Igonda XII., Katumafluss, Boga Katani XII. (Böhm); Naiwascha- see VI., bis zu 20 Stück flogen sie über den See und Hessen sich zuweilen an sandigen Uferstellen nieder, später zu 2—6 an dem Salzsumpfe zwischen Nguruman und dem Vulkan angetroffen (Fschr.); Manjarasee XI. (Neum.); Jipi IX. (Jacks.); Somba (Manning); Sambesi (Bradsh.); Palombi X., Schirwa- seeXII. (Whyte, Sharpe); Namarambasee (Sharpe); Potchefstroom VI. VII. XL, Loopsprit XII. (Ayres); Kroonstad XII. (Symonds); Kapland (Lay.). Nach Laridae — 72 — Hydrochelidon Saunders [Cat. Brit. Mus. XXV. S. 9]: Gambia (Rend.), Katumbella XI. (Mont); Omanbonde (Anderss.). Ayres sah die weissflügelige Seeschwalbe bei Potchefsstroom in grossen Scharen über einer Lagune schweben und im Fluge Insekten fangen. — „Scharenweise fischte diese kleine Seeschwalbe sowohl auf dem Wualaba als in den Wellen des Tanganjika, von hier aus sich in die benachbarten Sümpfe und Regenströme verbreitend. Ihr Ruf ist hell und fein." (Böhm). — „An Süsswasserseen und Regentümpeln; nährt sich von Fischbrut und Laich; fliegt langsam und schwerfällig, den Boden sorgfältig beobachtend." (Andersson). — „Während der Monate Oktober und Dezember traf ich die Weissflügelseeschwalbe in Schwärmen von vielen Hunderten vereint auf dem Manjarasee. Oft erhob sich ein solcher Schwann bis zur Unsichtbarkeit hoch in die Wolken, um sich dann brausend auf die Wasserfläche hernieder- zustürzen. Ihre Nahrung bildete ein im Manjarasee lebender kleiner Fisch (Chromis). Ende November zogen ungeheuere Heuschreckenschwärme am See entlang. Da Hessen die Seeschwalben vom Fischen ab, und man konnte sie zu Hunderten am Seeufer mit Heuschreckenfang beschäftigt sitzen sehen. Mai bis August vereinzelt auf dem Niansa." (Neumann). 70. Hydrochelidon hybrida (Pall.) — Weissbärtige Seeschwalbe Sterna hybrida Pall. Z. R. As. IL 181 r, 338 Sterna leueopareia |Natt.] Tem. Man. II. 1820, 746 — Rüpp. S. Üb. 1845, 139 Sterna javanica Horsf. Trans. L. S. XIII. 1820, 198 Sterna delamotta Vieill. Enc. Meth. I. 1820, 350 Viralva indica Steph. G. Z. XIII. I. 1826, 169 Sterna similis Gray Hardw. 111 Ind. Zool. I. 1832, T. 70 Hydrochelidon fluviatilis Gould P. Z. S. 1842, 140 Hydrocecropis leucogenys Boie Isis 1844, [79 Sternula delamoUi Boie Isis 1844, 183 Hydrochelidon hybrida Amin. Cat. 1864, 115 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1449 — Boc. Angola 1881, 514 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 699 — Symonds Ibis 1887, 335 — Shell. B. Afr. I. 1896', 162 Hydrochelidon marginata Blyth J. As. S. Beng. XV. 1846, 373 Hydrochelidon nilotka u. meridionalis Brehm Vogelf. 1855, 351 Hydrochelidon delalandii Bp. C. R. XLII. 1856, 773 Sterna innotata Beavan Ibis 1868, 404 Sterna fUsipes [non L ] Ayres Ibis 1871, 267 Pelodes hybrida Gurn. Anderss. Damara 1872, 362 [? Sterna leueoptera [non Schinz] Buckl. Ibis 1874, 391] Hydrochelidon leueopareia Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 332. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. X. T. 255 — Dresser B. Eur. VIII. T. 588, 589. Oberkopf und Nacken schwarz; Kehle und ein Band von der Schnabel- wurzel über die Wange und längs der schwarzen Färbung des Nackens weiss; Kropf, Oberkörper, Oberschwanzdecken und Schwanz grau, Flügel heller grau, die äusseren Schwanzfedern mit weissem Innensaume; Unter- körper schieferschwarz, der Steiss grau oder weisslich, Unterschwanzdecken und Unterflügeldecken weiss; Schwingen wie bei H. leueoptera gezeichnet; Schnabel und Füsse rot. Lg. etwa 280, Fl. 225 — 240, Schw. 80 — 95, Sehn. 27 — 32, L. 20 — 22 mm. Im Winter sind Stirn, Kopfseiten und ganze Unterseite reinweiss; Scheitel, Hinterkopf und Nacken auf grauweissem Grunde schwarz ge- strichelt; Oberkörper, Flügel und Schwanz grau, heller als im Sommer; Schnabel und Füsse rötlichbraun. Im Winterkleide ist H. hybrida der //. leueoptera sehr ähnlich, aber an dem stärkeren und längeren Schnabel und den längeren Flügeln zu unterscheiden. Laridae — 73 — Gygis — Anous Das Jugendkleid gleicht ebenfalls demjenigen der //. leucoptera. Bewohnt Südeuropa, das gemässigte und wärmere Asien östlich bis China, streicht im Winter bis zu den Sundainseln, Nordaustralien und Süd- afrika: Nubien, Weisser Nil XII., Gazellenfluss II. (Heugl.); Transvaal XII. (Ayres, Buckl.); Pandamatinkathal, Sambesi (Holub); Kroonstad XII. (Sym.); Newcastle XII. (Br. M.); Kap der guten Hoffnung (A. Sm.); Bergfluss (Kotze); Ondonga II. III. IV., Ngamisee (Anderss.); Humbe (Auch.). Gygis Wagl. Gygis Wagl. Isis 1832, 1223. Typ.: Sterna Candida Gm. Schwanz gabelförmig ausgeschnitten, aber das zweite Paar der Federn am längsten, die äussersten wesentlich kürzer als die zweiten; Schnabel gerade; Schwimmhäute stark ausgeschnitten; zwei Glieder der Mittelzehe frei; Läufe sehr kurz, kürzer als die Hälfte der Mittelzehe mit Kralle. — 2 Arten an den Gestaden der Inseln in den tropischen Meeren. 71. Gygis Candida (Gm.) -- Feenseeschwalbe |? Sterna alba Sparrm. Mus. Carls, fasc. I. 1786 No. it] Sterna Candida Gm. S. N. II. 1788, 607 Sterna alba Lath. Ind. Orn. IL 1790, 808 Sterna semi-alba Bonn. Enc. Meth. I. 1790, 94 Gygis Candida Melliss Ibis 1870, 106 — Layard Ibis 1871, 104 — Penrose Ibis 1879, 279 — Shell. B. Afr. I. 1896, 164 Sterna paeifica Less. N. H. Mamm. Ois. X. 1837, 156 Sterna nivea Benn. Narr. Wahl. Voy. I. 1840, 37°- Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 30 Weiss; Augenlid und Schnabel schwarz; Füsse braun; Schwimmhäute gelb; Auge blau. Lg. etwa 300 — 330, Fl. 240, Schw. 110 — 125, Sehn. 42, L. 12 — 13 mm. Beim jungen Vogel sind die Schäfte der Schwingen und Schwanz- federn dunkel, beim alten weisslich. An den Gestaden einsamer Inseln der tropischen Meere. Im äthiopischen Gebiet nur auf St. Helena (Melliss, Layard) und Ascension (Gill) nach- gewiesen, wo sie brütet. Auf St. Helena nistet sie nach Melliss in den Klippen und Ritzen des Säulenbasalts, oft in bedeutender Entfernung vom Strande. Durch weisse Gegenstände, ein weisses Tuch, ist sie leicht herbeizulocken und kommt einem bis auf ein paar Fuss nahe. Die Eier sind oval, auf weissem oder bräunlichem Grunde dicht mit grauen Unterflecken und braunen bis schwärzlichen Oberflecken und Kritzeln bedeckt. Grösse 40 — 44X30 — 32 mm. Gew. 1145 mg. Änous StCpll. Annas Steph. G. Z. XIII. 1826, 139. Typ.: Sterna stolida L. Megalopterus Boie Isis 1826, 980. Desgl. Stolida Less Traite 1831, 620. Desgl. Aganaphron Glog. Hand- u. Hilfsb. 1842, 463. Laridae — 74 — Anous Schwanzfedern nach innen stufenförmig zunehmend, die äussersten am kürzesten; das 3. oder 4. Paar am längsten, die mittleren 4 — 6 wieder kürzer; Schnabel schwach säbelförmig gebogen; Schwimmhäute bis an das Krallenglied der Mittelzehe reichend. — 5 Arten an den Küsten und Inseln der tropischen Meere, 2 an den afrikanischen Küsten. 72. Anous stolidus (L.) — Dumme Seeschwalbe Slema stolida L. S. N. X 1758, 137 — Sousa J. Lisboa XLV. 1887, (3) Hirondelle- de-mer brune de la Louisiane Buff. Daub. PI. Eni. 1786, T. 997 Sterna plicata Scop. Del. F. Fl. Ins. II. 1786, 92 Sterna philippina Lath. Ind. Orn. II 1790, 805 Sterna senex Leach Tuck Exp. Congo App. 1818, 408 Anous niger Steph. G Z XIII. 1826, 140 T. 17 Thalasseus philippina Boie Isis 1844, 182 Megalopterus tenui- rostris [non Tem.] Rüpp. S. Üb. 1845, 140 Sterna unieolor Nordm. Erm. Verz. Th. Pfl. 1835, 17 Gavia leucoceps Sw, Class. B. II. 1837, 373 Anous teuuirostris [non Tem.j Hartl. Verz. Hamb 1850, 44; W. Afr. 1857, 256; J. O. 1861, 273 Anous stolidus Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 835 — Melliss Ibis 1870, 106 — Lay. Ibis 1871, 104 - Heugl. NO. Afr. IL 1873, 1459; R. NO. Afr. II. 1877, 267 — Penrose Ibis 1879, 280 - Sharpe Law S. Afr. 1884, 706 — Sousa J. Lisboa XLVII. 1888, (4) — Boc. f. Lisboa (2.) VI. 1891, 84; XIII. 1895, 11 — Rchw. J. O. 1896, 3 — Shell. B. Afr. I. 1896, 164 Anous rousseaui Hartl. Beitr. Mad. 1861, 86 Anous frater Coues Pr. Pliilad. 1862, 558 Anous snpereiliosus u plumbeigularis Sharpe Phil. Trans. CLXVIII. 1879, 468. Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 34. Oberkopfplatte grau, nach der Stirn zu weisslich, am Vorderrande ober- halb des Schnabels und der Zügel reinweiss gesäumt, auf dem Nacken all- mählich in das Braun des Oberkörpers übergehend; unteres Augenlid weiss; ganzer Körper und Flügeldecken dunkelbraun, Kopfseiten und Hals etwas grau verwaschen, Zügel schwärzlich; Unterflügeldecken braungrau; Hand- schwingen, vordere Armschwingen und Schwanzfedern braunschwarz; Auge braun; Schnabel schwarz; Füsse rötlichbraun, die Schwimmhäute ocker- gelblich. Lg. 350 — 420, Fl. 260 — 290, Schw. 145 — 175, Sehn. 38 — 45, L. 22 bis 25 mm. Der junge Vogel ist braun, auch auf dem Oberkopfe, mit undeutlicher dunkler Ouerbindenzeichnung auf der Oberseite; Zügel schwärzlich; ein Streif oberhalb der Zügelgegend und an der Schnabelwurzel weiss; Füsse grau. Küsten und Inseln der tropischen Meere. In Afrika an folgenden Stellen nachgewiesen: St. Helena (Lay., Meli.); Ascension (Gill); Goldküste (Br. M.); Alt Kalabar (Jard.); Fernando Po (Newt); Kamerun (Burt.); Victoria XI. (Preuss); Annobon (Thoms.); S. Thomas, Sette-Pedras u. Kolasinsel (Newt.); Kongo (Tuck.); Kapsee (Br. M.); Kunfuda (Hempr., Ehr.); Insel Bur da Rebschi (Heugl.); Rotes Meer 16 u n. Br. (Berl. Mus.). v. Heuglin schreibt: „Die Zahl der auf der Insel Bur da Rebschi un- fern der Somaliküste hausenden Tölpelseeschwalben ist eine ganz unglaub- liche. Sie bedecken dort buchstäblich jeden Fleck, auf dem sich nur ein Vogel niederzulassen vermag, und sind so wenig schüchtern, dass man ihrer so viele, als man wünscht, mit der Hand ergreifen kann. Oft war ich beim Ersteigen der Klippen genötigt, ihrer Dutzende beiseite zu schieben, um sie nicht zu zertreten. Gegen Sonnenuntergang nähern sich wolken- artige Flüge dem Vogelberge und umschwärmen ihn in allen Richtungen, Laridae — nc — Anous aber er bietet offenbar nicht Raum genug, um die ganze Kolonie auf einmal aufzunehmen. Wirr durcheinander schreiend wird jeder neu ankommende Trupp von den bereits eingefallenen Vögeln begrüsst. Streicht eine Gesell- schaft ab, so nimmt im gleichen Augenblick eine zweite von dem verlassenen Platze Besitz. Die für den Menschen schwierig zu erklimmenden Felsen erscheinen aus der Ferne gesehen blendend rötlichweiss, infolge der Über- tünchung durch Vogelexkremente. Die Winterregen weichen die dichten Massen derselben auf und schwemmen sie in Ritzen und Einsenkungen, wo sie sich mit magerer Erde, Geröll, Resten von Eiern und toten Vögeln mischen und Bänke von Guano bilden, welcher seit langer Zeit von den Somalen und Arabern ausgebeutet wird. Man verwendet diesen Vogeldünger namentlich in den Tabakpflanzungen von Südarabien. Ob die Tölpel wandern, konnte ich nicht feststellen. Ich besuchte die genannten Brutplätze im November. Nach Aussage der Somalen fällt die Fortpflanzung in den Frühjahrsmonsun-Wechsel. Auf Bur da Rebschi fehlt jeder Pflanzenwuchs; die Vögel, welche auch gern auf Büschen nisten sollen, legen hier ihre Eier ohne jegliche Unterlage auf Felsgesimse, in Felsritzen und Klüfte. Dieselben sind ziemlich gestreckt, rauhschalig, glanzlos, auf grünlich, gelblich oder bläulich weissem Grunde aschfarben und rotbraun punktiert und gefleckt, teils mit einem kalkigen Überzuge behaftet, 50 — 55 mm lang und 30 — 35 mm dick. Die Nahrung besteht in Fischen und Weichtieren. Die Vögel scheinen dieselbe gewöhnlich schwimmend aufzunehmen, wenigstens habe ich niemals gesehen, dass Tölpel sich wie die Seeschwalben hoch aus der Luft ins Wasser gestürzt hätten. Das Festland besuchen diese Vögel niemals frei- willig; sie leben beständig auf hoher See, verfliegen sich oft sehr weit von ihren Brutplätzen und lassen sich gelegentlich auf das Takelwerk der Schiffe nieder. Was ihre sonstigen Eigenschaften anbelangt, so fällt vor allem ihr melancholisches, höchst friedfertiges Wesen auf. Ergriff ich einen, so machte er kaum einen Versuch zu entfliehen. Diejenigen, welche ich auf das Schiff brachte, blieben stundenlang auf der Stelle, wo ich sie niedersetzte. Ihr Flug ist nicht sehr schnell, dagegen ungemein weich und leicht, dabei meistens hoch; er scheint dem Vogel nicht die geringste Anstrengung zu kosten." Die Eier haben meistens längliche, spitzovale Form, sind mattschalig, weiss mit sparsamen, über das ganze Ei verteilten grauen Unterflecken und meistens nur am stumpfen Ende stehenden, mehr oder weniger dichten, rot- braunen Oberflecken. Grösse 51 — 56X36 — 38 mm. Gew. 2320 — 2950 mg. 75. Anous leucocapillus J. Gd. [? Anous minulus Boie Isis 1844, i88| Anous leucocapillus Gould P. Z. S. 1845, 103 Anous melanogenys Gray Gen. B. III. 1846, 661 — Penrose Ibis 1879, 280 Anous leucocephahis Rchb. Vög. Neuholl. II 1850, 13 Anous alrofuscus Stone I'r. Philad. 1894, 117. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 36 — Gray Gen. B. IV. T. 182. Gefieder schwarz, Kopfseiten und Hals schieferschwarz, Nacken grau verwaschen, Rücken, Unterkörper, Flügel und Schwanz braunschwarz, Zügel tief schwarz; Oberkopfplatte weiss; Schnabel schwarz; Füsse dunkel- braun. Lg. etwa 350, Fl. 225, Schw. 120, Sehn. 48 — 50, L. 21 mm. Laridae — -jß Rynchops Der junge Vogel ist dunkelbraun, nur die Stirn weiss. Von A. stolidus durch die schwarze, nicht braune Befiederung, reinweisse Kopfplatte und längeren Schnabel unterschieden. Im tropischen Teile des Atlantischen Oceans, im Indischen und Stillen Ocean. Auf Ascension I. brütend (Penrose); St. Helena (Whitely); Sierra Leone (Mitford); Goldküste (Whitely). Die Eier ähneln denen von A. stolidus. Grösse 41 — 46x31,5 mm. [Nach Nehrkorn]. Rynchops L. Scherenschnabel Rynchops L. S. N. X. 1758, 138 Rynchopsalia Bris?. Orn. VI. 1760, 222 Psalldoramphos u. Anisoramphos [Dum | Ranzani Elem. Zool. III. 1826, 62 Rhynchopsalia Glog. Hand. u. Hilfsb. 1842, 463. Unterkiefer länger als der Oberkiefer, stark zusammengedrückt, einer Messerklinge ähnlich, auch der Oberkiefer an der Spitze stark zusammen- gedrückt; Kieferäste sehr kurz; Nasenlöcher oval, nahe dem Schneidenrande gelegen; Schwanz gabelförmig ausgeschnitten, die äussersten Federn am längsten; Schwimmhäute etwas ausgeschnitten. — 5 Arten an den Küsten des tropischen und subtropischen Amerika, Indiens und Afrikas. 74. Rynchops flavirostris Vieill. Rhyncops flavirostris Vieill. N. D. d'Hist. Nat. III. 1816, 383 — Boc. Angola 188t, 51g Rhynehops flavirostris Rüpp. S. Üb. 1845, 139 — Brehtn J. O. 1854, 85; 1855, 378; Habesch III. 1863, T43 -- Heugl. Ibis 1859, 349; NO. Afr. II. 1873, 1463; R. Tl. 1877, 268 — Kirk Ibis 1864, 337 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 837 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 365 — Ussher Ibis 1874, 75 — Rchw. Lühd. J. O. 1873, 211 — Rchw. J. ü. l8 74> 373; l8 77. 11; D. O. Afr. 1894, 21 — Bouv. Cat. 1875, 41 — Fschr. J. O. 1879, 298; 1885, 114 — Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 706; Ibis 1894, 119 — Böhm O. C. 1882, 114; J. O. 1885, 66 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 333 — Butt. N. Levden VII. 1885, 251; XI. '1889, 137; Reiseb. 1890, 476 — Hart. J. O. 1886, 612 — Dubois Bull. Belg. 1886, 150 — Müll. Z. g. O. 1887, 434 — Matsch. J. O. 1887, 137 — Shell. Ibis 1893, 29^1898, 381; B. Afr. I. 1896, 164 — Oust. Nat. 1893, 128 — Kusch. J. O. 1895, 83 [Ei] Rhynehops niger |non L.| Leach Tuck. Exp. Congo App. 1818, 408 Rhynehops albirostris Lcht. Doubl. 1823, 80 Rhynehops Orientalis Cretzschm. Atlas 1826, 37 T. 24 — Fräs. P. Z. S. 1843, 52 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43 68; W. Afr. 1857, 257; J. O. 1861, 273 — Cass. Pr. Philad. 1859, 176 — Antin. Cat. 1864, 116 Rhyncops orientalis Allen Thoms. Niger Exp. I. 1848, 167. Abbild.: Shell. B Egvpt. T. XIV. — Cretzschm. Atlas T. 24 — Rchw. D. O. Afr. S. 22 Fig. 8. Oberkopf, Nacken, Rücken, Mitte des Bürzels und mittlere Ober- schwanzdecken, sowie die Flügel schwarzbraun; Stirn, Kopfseiten, ganze Unterseite, Seiten des Bürzels und seitliche Oberschwanzdecken weiss; untere Flügeldecken fahlgraubraun; Armschwingen mit weisser Spitze; Schwanzfedern an den Seiten weiss, längs der Mitte und Spitze braun; Schnabel mennigrot, an der Spitze gelblich; Füsse gelbrot; Auge dunkel- braun. Lg. 360 — 420, Fl. 330 — 350, Schw. 120 — 135, Sehn. (Oberkiefer) 52 — 60, Unterkiefer vom Schnabelwinkel bis zur Spitze 78 — 90, L. 25 — 27 mm. Die Flügel überragen das Schwanzende um 85 mm. Laridae — 77 — Rynchops Der junge Vogel ist oberseits auf gelbbraunem Grunde schwarzbraun gestrichelt und gefleckt; Schwingen schwarz, die Handschwingen und letzten Armschwingen mit gelbbraunem Endsaume, die übrigen Armschwingen mit weissem Endsaume; auch die Schwanzfedern mit gelbbraunem Endsaume; Schnabel braun; Füsse gelblich. An den Küstenlagunen, Binnenseen und Flüssen Afrikas: Ambukol (Hempr. Ehr.); Dongola V. brütend, Scnnar (Brehm); Sudan IV., Suakin (Br. M.); Nubien, Sennar (Rüpp.); Blauer und Weisser Nil, Suakin, Sennar, arabisch: „Abu-Makhass", „Abu-Mokas" (Vater der Schere) (Heugl.); Engatana IX. (Fschr.); Kinganimündung, Tanganjika (Böhm); Kiwiramündung VII., Ulangafluss (Fülleb.); Schire, Sambesi (Kirk); Mpimbi, oberer Schire II. (Whyte); Sambesi (Holub); Gambia (Rend.); Roberts Port (Butt.); Volta (Ussher); Accra VIII. IX. (Rchw.); Nunfluss (Fräs.); Mangu (Thierry); Niger, Loko IV. V. (noch nicht flugbare Junge) (Hart.); Kamma (Du Chaillu); Gabun (Verr.); Ubangi (Dyb.); Ogowe (Marche, Comp.); Loangoküste, Landana (Falkenst., Lucan, Petit); Humbe, Kunene „Bamba" gen. (Anch.); Ondonga, Ngamisee (Anderss.). Der Scherenschnabel ist hinsichtlich seiner Lebensweise nach von Heuglin eine echte Seeschwalbe. Die Nahrung besteht in kleinen Fischen, Schleim- und Kerbtieren. Diese werden auf ganz eigentümliche Art ge- fangen. Der Vogel streicht meist gegen die Stromrichtung und dann so niedrig über die Wasserfläche hin, dass die Flügel beim Niederschlagen dieselbe fast berühren und der verlängerte Unterkiefer das Wasser durch- schneidet. In dieser Art die Wellen „pflügend", wie Brehm sich treffend ausdrückt, erhascht er seine Beute. Hartmann sagt, er stosse auch ge- waltsam auf das Wasser herab. Es kommt ferner vor, dass er ähnlich den Möwen schräg aus der Luft herabschwenkt und flatternd einen Gegenstand aufnimmt. In Nubien und am Blauen Nil brütet der Scherenschnabel im Mai und Juni, meistens gesellschaftlich auf flachen Sandinseln. Die Nester bestehen in seichten Gruben im weichen Treibsande und enthalten 2 — 3 Eier. Diese ähneln denjenigen der Zwergseeschwalbe, sind aber grösser, 41X29 mm gross, etwas rauhschalig, auf lehmgelblichem Grunde mit blaugrauen und rotbraunen Punkten und Flecken bedeckt. Man sieht die Vögel häufig in mondhellen Nächten oft lange Zeit über dem Wasserspiegel hin- und her- streichen und fischen, aber auch während der kühleren Stunden des Tages der Nahrung nachfliegen. Bei grosser Hitze und sehr grellem Sonnenscheine sehen sie offenbar nicht scharf, worauf auch die gespaltene Pupille hinzu- weisen scheint. Die Stimme besteht in einem grellen Schrei, ähnlich dem der Raubseeschwalbe. Von fliegenden Gesellschaften vernimmt man einen eigentümlichen, teils klagend flötenden, teils schrill krächzenden Ruf. Der Flug ist leicht, im allgemeinen nicht sehr beschleunigt und etwas schwer- fälliger als der der Seeschwalben. Sie halten gern die Strommitte, und einer folgt oft dicht hinter dem anderen. Dabei verlassen sie ihre bestimmten, nicht sehr weitläufigen Jagdgebiete nicht. Nach vollendetem Brutgeschäfte führen sie eine Art von Wanderleben. Über die Mittagszeit ruhen die Scherenschnäbel gern gesellschaftlich auf flachen Sandinseln, und zwar stehend oder liegend. Ihre kurzen schwachen Füsse befähigen sie wenig zum Gehen. Niemals sah ich sie freiwillig schwimmen, und auch ange- schossene thun dies nur, um so rasch als möglich dem Lande zuzueilen. Phaethontidae — 78 — Phaethon Das Gefieder ist weich, sparsam und locker und so wenig fett, dass es bald viel Wasser saugt. Andere Reisende behaupten, dass der Scherenschnabel keine Fische fange. Koenig fand im Magen erlegter Vögel nur unbestimmbare schleimige Reste. Nach seiner Darstellung gewinnt es den Anschein, als nähre sich der Vogel von Algen, welche auf der Oberfläche des Wassers schwimmen. Damit würde die eigentümliche Form des Schnabels und die Benutzung desselben, das Eintauchen der Spitze des verlängerten Unterkiefers in das Wasser während des Nahrungssuchens am leichtesten erklärt werden können, nämlich derartig, dass der verlängerte Unterkiefer beim Durchschneiden des Wassers die Algen aufnimmt und dem breiteren Teile des Schnabels zuführt. Jedenfalls sind weitere Beobachtungen für die Erklärung der merkwürdigen Schnabelbildung notwendig. „Die Eier sind regelmässig oval, glattschalig mit schwachem Glanz und verhältnismässig feinem Korn; auf gelblichweissem bis hellgelbgrauem Grunde stehen tiefer liegende matt violettgraue Unterflecke und braune bis sepiabraune, über das ganze Ei verteilte, aber zerstreut stehende, meist rundliche Oberflecke. Grösse 39,5 — 40 zu 28,5 — 29,5 mm. Gewicht 1275 mg." (Kuschel). Mir vorliegende Stücke messen 40 — 42X28 — 29 mm und wiegen 1150 — 1490 mg. Nehrkorn giebt die Grösse auf 38 — 41X29 — 30 mm an. VI. Phaethontidae — Tropikvögel Vögel von der Gestalt der Seeschwalben, aber kräftiger gebaut und alle 4 Zehen durch Schwimmhäute verbunden; 4. Zehe kürzer als die 3., die 1. (hintere) höher angesetzt als die anderen; Flügel lang; Krallen kurz und stumpf, die der Mittelzehe nicht kammartig gezähnelt; Schwanz keil- förmig, aber die beiden mittelsten Federn sehr lang und schmal; Schnabel wie bei den Seeschwalben schwach säbelförmig gebogen und in eine ein- fache Spitze auslaufend. — Nur 1 Gattung mit 6 Arten, welche die tropischen Breiten aller Meere bewohnen, wie es scheint aber, nicht so weit wie die Sturmvögel auf das hohe Meer hinausfliegen, sondern mehr in der Nähe der Küsten sich aufhalten. Sie nähren sich von Fischen und Weichtieren der See, welche sie wie die Seeschwalben durch Stosstauchen fangen, nachdem sie rüttelnd über der Stelle geschwebt haben. Sie brüten an einsamen Gestaden und legen nur ein Ei in Felshöhlen oder unter Gebüsch, meistens auf den nackten Boden. Die Jungen sind zuerst mit sehr dichtem und langem grauen Flaume bekleidet. Phaethon L. — Tropikvögel Phaethon L. S. N. X. 1758, 134 Lepturus Briss. Orn. VI. 1760, 479. Typ.: Phaethon aethereus L. Tropicophüus [Leach| Steph. Shaw Gen. Zool. XIII. 1826, 124. Typ.: Ph. aethereus L. Phoenicurus Bp. Consp. Av. II. 1855, 183. Typ.: Ph. rubricauda Bodd. 77- Ph. lepturus. 75- Ph. aethereus 76. Ph. indicus. Phaethontidae — ng — Phaethon Schlüssel der Arten: i. Schnabel in der Hauptsache rot; Rücken quer- gebändert; Aussenfahne der äussersten Schwinge bis fast zum Ende schwarz: 2 — Schnabel in der Hauptsache gelb; Rücken einfarbig weiss (nur bei Jungen quergebändert) ; Spitze der äussersten Schwinge auf etwa 25 mm weiss: . . 2. Schnabel einfarbig rot: — Schnabel längs der Schneidenränder schwärzlich: 75. Phaethon aethereus L. Paule- en-queue de Cayenne d'Aubent. PI. Eni. IX. T. 72 Phaethon aethereus L. S. N. X. 1758, 134 — Hartl. W. Afr. 1857, 257; J. O. 1861, 273 — Dohrn P. Z. S. 1886, 33t — Meli. Ibis 1870, 105 — Bouv. Cat. 1875, 41 — Penrose Ibis 1879, 276 — Sei. Salv. Voy. Chall. Zool. IX. 1880, 118 — Sousa J. Lisboa XLV. 1887, (3) — Shell. B. Afr. I. 1896, 162 Phaeton catesbyi Brandt Mein. Ac. St. Petersb. (6.) v. Pt. II. 1840, 270. Abbild.: d'Aubent. PL Eni. IX. T. 72 - Audub. B. Amer. VII. T. 427 — Gray Gen. B. III. T. 183. Weiss; Nacken, Rücken, Oberschwanzdecken, Schulterfedern und innere Oberflügeldecken mit zackigen schwarzen Querbinden; ein schwarzer Fleck vor dem Auge, welcher sich bis unter das Auge hinzieht; ein breites schwarzes Schläfenband hinter dem Auge; ein Büschel langer Weichenfedern in der Mitte schieferschwarz, an den Seitensäumen schwarz quergebändert; die beiden äussersten Handschvvingen auf der Aussenfahne und längs des Schaftes auf der Innenfahne bis oder fast bis zum Ende schwarz, nur am Innensaume breit weiss, die nächsten 3 ähnlich, aber am Ende weiss, die übrigen Schwingen weiss mit Ausnahme der innersten Armschwingen, welche schwarz sind, mit weisser Umsäumung; Schwanzfedern weiss, die äusseren mit einzelnen schwarzen Querbinden; Auge schwarz; Schnabel rot; Lauf und hinterer Teil der Zehen gelb, vorderer Teil der Zehen und Schwimmhäute schwarz. Lg. ohne die langen mittelsten Schwanzfedern etwa 500 — 5=;o, Fl. 300 — 330, Schw. ohne die mittelsten Federn 150, die mittelsteh Federn bis 650, Sehn. 65, L. 30 mm. Beim jungen Vogel sind 2. bis 5. Handschwinge aussen weiss gesäumt. Tropische Breiten des Atlantischen und Stillen Oceans: Ascension I. brütend (Challenger, Gill); St. Helena (Meli.); Fernand Vaz (Marche, Comp.); Kongo (Tuckey); Prinzeninsel (Dohrn). „Nistet auf St. Helena in den 1000—2000 Fuss hohen, senkrecht ab- fallenden Klippen. Früh des Morgens fliegen die Vögel zum Fischfange auf die See und kehren um 3 oder 4 Uhr des Nachmittags zurück." (Melliss). Das Ei ist auf bräunlich weissem oder blass weinrötlichem Grunde dicht mit braunen bis dunkelrotbraunen, oft zusammenfliessenden Fleckchen und Punkten bedeckt. Grösse 60X42 mm, nach Nehrkorn 64 X 4 6 mm - Gew. 5170 mg. „Diese reizenden, für die tropischen Meere so bezeichnenden Vögel hausen gewöhnlich einzeln und paarweise, auch öfter in kleinen, jedoch nicht dicht zusammenhaltenden Gesellschaften, indem die Männchen von sehr streitsüchtigem Wesen sind und keinen Rivalen in ihrer nächsten Nähe dulden. Ihre äussere Erscheinung erinnert am meisten an die Raubsee- Phaethontidae — 80 — Phaethon schwalbe, so der Flug im allgemeinen, die Art des Stossens auf Fische und die schrille Stimme. Obgleich der walzenförmige, schwere Körper nicht geeignet scheint für ein Geschöpf, dessen einziges Element eigentlich die Luft ist, so verleiht auf der anderen Seite eine ungemeine Muskelkraft bei verhältnismässig schwächeren Flugwerkzeugen dem Vogel doch die Fähig- keit, anhaltend zu fliegen und sich ziemlich hoch und gegen starke Wind- strömungen in die Luft zu erheben. Die Gewandtheit im Fluge ist staunens- wert, letzterer jedoch nicht so weich und leicht wie derjenige der See- sehwalben. Meistens schweift der Tropikvogel in gerader, wagerechter Bahn und auf einer Höhe von 6 — 10 Klaftern über dem Wasserspiegel hin, den Schnabel gewöhnlich abwärts gerichtet, den horizontal getragenen Schweif wenig ausgebreitet, hier und da anhaltend, rüttelnd oder schwimmend und dann plötzlich und pfeilschnell sich auf Fische herabstürzend. Er taucht nach Umständen tiefer, als die Seeschwalben das zu thun vermögen, steigt auch in gerader, wiederum viel steilerer Bahn in die Höhe. Während stürmischer Witterung sieht man den Tropikvogel, wenigstens dort, wo er leicht in Felslöchern Zuflucht finden kann, selten auf See; bei klarem Himmel und ruhiger Luft ist er dagegen beständig in Bewegung, teils um seiner Nahrung nachzugehen, teils um sich spielend in den Lüften umherzutummeln. Bei solchen Gelegenheiten entfaltet sich erst seine Schönheit und Gewandt- heit in vollem Masse, namentlich zur Paarungszeit, wo die Männchen be- ständig kämpfend, schreiend und zirpend einander verfolgen, im Fluge herumkollern und überstürzen, und ein Gegner den andern, der sich endlich auf den Wasserspiegel zurückgezogen, immer von neuem wieder angreift, bis letzterer das Feld räumt. Schwimmen sieht man sie hier und da mit ziemlich tief eingesenktem Vorderkörper, vielleicht um zu ruhen. Die Zeit der Fortpflanzung fällt auf den Dahlakinseln in die Monate Juni und Juli. Das Männchen ist dann sehr erregt, drängt sich stets zu dem flüchtenden Weibchen, und es schien mir, dass die Begattung auf dem Wasserspiegel stattfände. Manche Forscher lassen die Tropikvögel auf Bäumen nisten, ich fand ziemlich viele Brutplätze auf der Insel Sarat cl Kebir, alle ohne Aus- nahme in engen, tiefen Felsritzen, in Klüften und unter grossen, losen Fels- blöcken. Der Eingang zu denselben ist oft so eng und niedrig, dass es den Anschein hat, der Vogel selbst finde kaum Raum, um in das Innere zu ge- langen. Das Weibchen legt nur ein einziges Ei, und zwar auf die blosse Erde, auf Flugsand oder auf den nackten Fels. Die von mir untersuchten Höhlen waren 3 — 4 Fuss tief und die Niststelle gewöhnlich noch hinter einer Ecke des Gesteins derart angebracht, dass sie von aussen unmöglich gesehen werden konnte. Weder Männchen noch Weibchen haben Brut- flecke, beide Geschlechterscheinen sich jedoch am Brutgeschäfte zu beteiligen. Auch während der heissesten Tageszeit traf ich gewöhnlich einen der Vögel in der Nisthöhle, wo sie sehr fest liegen." — (v. Heuglin). 76. Phaethon indicus Hume Phaeton phoenicurus |non Gm.] Rüpp. S. Üb. 1845, 140 Phaeton aethereus [non L.] Heugl. J. O. 1867, 283; NO. Afr. II. 1873, 1467; R. NO. Afr. II. 1877, 268 — Finsch Ilartl. O. Afr. 1870, 840 Phaeton rubricauda [non Bodd | |? Sperl. Ibis 1868, 295I — Blanf. Abyss. 1870, 441 Pnaethon rubricauda Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1472; R. NO. Afr. Phaethontidae — 8l — Phaethon II. 1877, 268 Phaeton rvbricaudatus Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 330 Phaethon Indiens Hume Str. Feath. 1876, 481 — Yerb. Ibis 1886, 23; 1896, 40 — Barnes Ibis 1893, 179. Abbild.: Cat. B. Brit. Mus. XXVI. T. VI. Dem Ph. aethercus sehr ähnlich, aber kleiner; das schwarze Schläfenband nur angedeutet; die mittelsten Schwanzfedern verhältnismässig kurz; Schnabel orangerot, an den Schneidenrändern schwärzlich; Auge schwarzbraun; Füsse und hinterer Teil der Zehen grauweiss, vorderer Teil der Zehen und Schwimmhäute schwarz. Lg. ohne die mittelsten Schwanzfedern etwa 400, Fl. 270 — 290, Schw. 120, mittelste Federn bis 300, Sehn. 55, L. 23 — 25 mm. Das eben ausgekrochene Junge ist nach von Heuglin oben aschgrau, am Hinterkopfe am dunkelsten; unten weiss; Schnabel fleischrötlich gelb, an der Wurzel veilchenbläulich; Füsse veilchenrötlich. Nach etwa 8 Tagen wird der Flaum fast rein weiss, die Füsse werden mehr bleigrau. Rotes Meer, nördliche Teile des Indischen Oceans: Dahlakinseln V. VI.; Annesley B. I. (Blanf.); Inseln im südlichen Roten Meer (Rüpp.); Aden IV. (Barn., Yerb.); südliches Rotes Meer, Golf von Aden, Gardafui, Sokotra (Heugl.); [? Mossambikkanal (Sperl.)) Die Eier ähneln denen von Ph. aethercus. Grösse 62 — 66X46 — 47,5 mm. 6300 — 7000 mg. 77. Phaethon lepturus Lacep. Daud. Le Paille-en-queue blanc de 'Isle de l'Ascension d'Aubent. PI. Eni. IX. T. 73 Phaeton lepturus Lacep. Daud. Buff. Hist. Nat. (18 mo, Didot) Ois. XVI. 1799, 280 Phaeton Candidas Tem. Man. d'Orn. I. 1820, CXII. Phaeton albus Schinz Naturg. Abbild. Vög. 1833, 389 Phaeton fiavirostris Brandt Bull. Ac. St. Petersb. II. 1837, 349 — Penrose Ibis 1879, 277 Phaeton edwardsii Brandt Mein. Ac. St. Petersb. (6.) V. Pt. II. 1840, 271 1? Phaeton rubricaudata Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 839] Phaeton rubricauda Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 775 — Shell. B. Afr. I. 1896, 162 Lepturus candidus Sousa J. Lisboa XLV. 1887, (3); XLV1I. i883, (3. 9) -- Boc. J. Lisboa (2.) III. 1889, 210; (2 ) VI. 1891, 85; (2.) XIII. 1895, 11. Abbild.: Grand. Hist. Madag. Ois. T. 279. 280. Weiss; ein schwarzer Fleck vor dem Auge, welcher sich bis unter das Auge hinzieht; breites schwarzes Schläfenband; eine schwarze Längs- binde auf dem Flügel, gebildet von den Spitzen der mittleren Flügeldecken; die 5 äusseren Handschwingen auf der Aussenfahne und längs des Schaftes auf der Innenfahne schwarz, der breite Innensaum und die Spitze der Feder auch auf der Aussenfahne auf 25 — 35 mm weiss, 5. Schwinge oft nur auf der Aussenfahne mit Ausnahme der Spitze schwarz, 6. Schwinge nur am Grunde der Aussenfahne schwarz, die übrigen Schwingen weiss, die inneren Armschwingen schwarz mit weisser Spitze; die langen Weichen- federn am Ende mit schwarzgrauem Mittelstreif; Schnabel gelb, an der Wurzel hornbräunlich oder bleigrau; Füsse und hinterer Teil der Zehen gelb, vorderer Teil der Zehen und Schwimmhäute schwarz. — Lg. ohne die mittelsten Schwanzfedern etwa 350 — 380, Fl. 250 — 280, Schw. 120 — 140, mittelste Federn bis 550, Sehn. 50, L. 20 — 22 mm. Beim jungen Vogel sind Hinterkopf, Nacken, Oberkörper, Oberschwanz- decken, Schulterfedern und innere Flügeldecken mit schwarzen zackigen Querbinden gezeichnet; die langen Weichenfedern sind in der Mitte schiefer- farben, an den Seitensäumen weiss quergebändert. Reichenow, Die Vögel Afrikas. Sulidae — 82 — Sula Tropische Breiten des Atlantischen Oceans, Indischer Ocean, Polynesien: Ascension brütend (Gill, Challenger); Fernando Po, Insel S. Thomas IL, Cabrisinsel, Pedrasinsel, Rollasinsel (Newt.).' Die Eier ähneln denen von Pli. aethereus, sind aber wesentlich kleiner: 47 — 52X37 — 38 nun, 2680 — 3020 mg. VII. Sulidae — Seescharben Alle 4 Zehen durch Schwimmhäute oder kurze Spannhäute ver- bunden; 4. Zehe deutlich, wenngleich nur wenig, kürzer als die 3.; Hinter- zehe tief angesetzt, etwa ein Drittel so lang als die Mittelzehe oder länger; Krallen lang und spitz, die der Mittelzehe kammartig gezähnelt; Flügel sehr lang. — Die Seescharben sind vorzügliche Flieger. Das Land suchen sie nur auf, um zu ruhen und zum Brüten, da sie wegen der kurzen Läufe, die der 2. Zehe bedeutend an Länge nachstehen, nur unbeholfen laufen. Auch schwimmen sie selten oder gar nicht. Sie besuchen zur Brutzeit oft in ungeheuren Scharen einsame Inseln und vom menschlichen Verkehr nicht be- rührte Felsengestade. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich in Fischen. Im übrigen weichen die Vertreter der beiden Gattungen in ihrer Lebensweise nicht unbedeutend voneinander ab. Es giebt 11 Arten in den Meeren der tropischen und gemässigten Breiten, die 2 Gattungen angehören. Schlüssel der Gattungen: Volle Schwimmhäute; Schwanz keilförmig: .... Sula S. 82 Spannhäute nur zwischen den Wurzelteilen der Zehen; Schwanz gabelförmig: Fregata S. 86 Sula Briss. Tölpel Sula Briss. Orn. VI. 1760, 494. Tvp.: Pelecanus sula L. Dysporus 111. Prodr. j8ii, 279. Typ.: P. bassanus L. Plauens Raf. Anal. 1815, 69. Desgl. Sularius ebenda. Typ.: P. sula L. Moris Leach Syst Cat. 1816, 35. Tvp.: P. hassatms L. ' Morus Vieill. N. D. H. N. XII. 1817, 35.' Typ.: P. sula L. Disporus Ag. Ind. Univ. 1846, 127. Typ : P. bassanus L. Piscatrir Rchb. Av. S. N. 1850, VI. Typ.: -P. piscator L. Abdtera Heine Nomencl. Mus. Hein. 1890, 351. Typ.: P. sula L. Zehen durch volle Schwimmhäute verbunden; Schnabel gerade, in eine gerade Spitze auslaufend oder doch nur zu einem schwachen Haken gebogen, an der Wurzel höher als breit, Schneiden gezähnelt; Schwanz massig lang, keilförmig; Flügel lang, fast bis zur Schwanzspitze reichend. — Ihre Nahrung, die fast ausschliesslich in Fischen besteht, erlangen sie, indem sie aus der Luft in das Wasser niederstossen. Sie nisten in oft ungeheueren Scharen gesellig auf Klippen oder einsamen Inseln und legen nur ein Ei in das notdürftig aus Seegras hergerichtete Nest. Die Eier haben meistens Sulidae — 83 — Sula längliche Form und sind blassblau mit einem weissen Kalküberzuge. Neben den Kormoranen sind die Tölpel an der Guanoerzeugung beteiligt. Es giebt 9 Arten in den tropischen und gemässigten Breiten der Erde, von denen 5 an den afrikanischen Küsten gefunden werden. Schlüssel der Arten: 1. Der ganze obere Teil der Kehle zwischen den Kiefer- ästen und die Seiten der Kieferwurzeln nackt: 3 — Nur ein schmaler nackter Streif längs der Mitte der Kehle: 2 2. Der nackte Streif längs der Kehlmitte 60 — 70 mm lang: 78. S. bassana. — Der nackte Streif längs der Kehlmitte 120 — 140 mm lang: 79. S. capensis. 3. Kopf und Hals weis- : 4 — Kopf und Hals braun: 5 4. Schwingen und grosse Flügeldecken schwarzbraun: 80. S. cyanops. — Schwingen und grosse Flügeldecken dunkelbraun mit silbergrauer Bestäubung: 82. S. piscator. 5. Unterkörper rein weiss: 6 — Unterkörper bräunlichweiss oder braun: 7 6. Kopf und Hals bis zum Kröpfe tief braun wie der Oberkörper: 81. S. sula. — Kopf und Hals fahlbraun, heller wie der Oberkörper oder mit weiss gemischt; Kropf weiss wie der Unterkörper: 80. S. cyanops iuv. 7. Lauf über 35 mm lang: 81. S. sula iuv. — Lauf unter 35 mm lang: 82. S. piscator iuv. 7S. Sula bassana (L.) Pelecayius bassanus L. S. N. X. 1758, 133 Pelecanus maculatus Gm. S. N. II. 1788, 579 Sula vulgaris u. major Lacep. Daud. Buff. H. N. (18 mo, Didot) Ois. XVI. 1799, 294. 298 Sula bassana Hartl. W. Afr. 1857, 258. 276 — Shell. B. Afr. I. 1896, 161 Sula alba M. Wolf Taschenb. II. 1810, 582 Sula melanura Gould B. Eur. V. 1837, T. 413 Sula americana Bp. Comp. List. 1838, 60 Sula lefevri Bald. Kaum. I. Hft. IV. 1851, 38. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 278 — Dress. B. Eur. IV. T. 392. Weiss; Kopf, oberer Nacken und oft auch der Rücken ockergelblich verwaschen; Handschwingen und grosse Handdecken schwarzbraun; nackte Zügelgegend und ein 50 — 60 mm langer nackter Streif längs der Kehlmitte schwärzlich; Auge gelblichweiss; Schnabel bleigrau, an der Spitze gelblich- weiss; Füsse schwärzlich, längs der Oberseite des Laufes und der Zehen blaugrün. Lg. etwa 850 — 900, Fl. 480 — 500, Schw. 220 — 240, Sehn. 90 — 100, L - 5°— 55 mm - Beim jungen Vogel sind Kopf, Hals, Oberkörper und Flügeldecken dunkelbraun, jede Feder mit dreieckigem weissen Endflecke; Federn des Unterkörpers weiss mit graubraunem Endsaume; Schwingen und Schwanz- federn dunkelbraun; Schnabel und Füsse dunkel olivenfarben. Bei fortschreitendem Alter wird zuerst Kopf und Hals, dann der Unter- körper und zuletzt der Oberkörper weiss. Gestade des nördlichen Atlantischen Oceans, Madeira, Kanaren: Nach Hartlaub soll S. bassana am Gambia vorkommen. 6* Sulidae — 84 — Sula 79. Sula capensis (Lcht.) Dysporus capensis Lcht. Verz. Doubl. 1823, 86 — Finsch Haiti. O. Afr. 1870, 842 Sula capensis Cass. Pr. Philad. 1859, 176 — Mont. P. Z. S. 1860, 112 — Hartl. J. ( ). 1861, 274 — Lav. S. Afr. 1867, 379 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 365 — Shell. Ibis 1875, 87; B. Afr' I. 1896, 16t — Rchw. J. O. 1877, 10; D. O. Afr. 1894, 24 — Boc. Angola 1881, 520 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 775 — Fschr. J. O. 1885, 114 — W. L. Sei. Ibis 1896, 523 |? Sula australis |non Steph.] Chapm. Trav. II. 1868, 424]. Abbild, fehlt. Der S. bassana sehr ähnlich, aber auch die Armschwingen und Schwanz- federn schwarzbraun; der nackte Streif längs der Kehlmitte etwa 120 bis 140 mm lang. Lg. etwa 800 — 850, Fl. 450 — 460, Schw. 190 — 220, Sehn. 85—90, L. 50—55 mm. Der junge Vogel unterscheidet sich von der jungen S. bassana ausser durch den längeren nackten Kehlstreif dadurch, dass die weissen Dreiecks- flecke auf Kopf, Hals, Rücken und Flügeldecken viel kleiner und auf dem Rücken und den Flügeldecken viel sparsamer sind. Küsten Südafrikas nordwärts bis Gabun und Sansibar: Kamma (Du Chaillu); Loangoküste (Falkenst); Landana (Lucan, Petit); Ambris (Mont.); Loanda (Touls.); Koroka, Mossamedes (Anch.); Walfischbucht bis zum Kap der guten Hoffnung (Anderss.); Dasseninsel, nistend auf Inseln in der Saldanha- bucht, auf Ichaboe und Birdinsel (W. L. Sei.); Tafelbucht IV. V., S. Anns Fluss (Lay.); Port Elisabeth (Shell.); East London (Rick.); Sansibar (Fischer). Die Eier haben nach Nehrkorn eine Grösse von 74X39 mm, nach Kuschel 79,5X50,75 mm. Gew. 7000 mg. „Der Malagasch, wie der Tölpel von den Ansiedlern in Südafrika ge- nannt wird, bewohnt zu Tausenden und aber Tausenden die südafrikanische Küste und brütet auf kleinen, nahe gelegenen Inseln. Im April und Mai besucht er in ungeheueren Scharen die Tafelbucht auf Verfolgung der Fisch- züge, welche dann an der Oberfläche des Meeres erscheinen, und auf welche die Vögel aus der Höhe herabstossen". (Lay.). — An der Loangoküste werden die Tölpel nach Falkenstein in Massen getötet. Die Häute werden, nachdem die Konturfedern entfernt sind und nur der wollige Flaum auf denselben geblieben ist, auf den Markt gebracht. Die Vögel kommen nach der Brutzeit von Süden her nach der Loangoküste. Viele verlieren ihr Leben auf die Weise, dass sie, längs des Gestades über die Spitzen der Brandungswellen hinstreichend, von diesen erfasst und auf den Strand ge- schleudert werden, wo die Neger sie ergreifen. SO. Sula cyanops (Sund.) [? Sula daetylatra Less. Vov. Coquille I. 1826, 494) Dysporus cyanops Sund. Physiogr. Sällskapets Tidsk I. 1837, 218 T. V. — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 843 Sula personata J. Gd. P. Z. S. 1846, 21 Pelicanus bassanus [non L.] Allen Thoms. Niger Exp. II. 1848, 175 Sula niyrodaclyla [Less.] Bp. Consp. II. 1855, 165 Sula elegans Bryant P. Bost. S. VII 1859, 125 Sula melanops Heugl. Ibis 1859, 351 T. X. Sula cyanops Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1480 — Penrose Ibis 1879, 275. 281 — Shell. B. Afr. I. 1896, 161 Sula abbotti Ridgw. P. U. S. Nat. Mus. XVI. 1893, 599. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 77 — Ibis 1859 T. X. Fig. 2. 3. Weiss; Schwingen, Handdecken, grosse Armdecken und Schwanz schwarzbraun; Auge gelb; Schnabel blassgelb, an der Wurzel horngrau; Sulidae — 85 Sula nackte Augen- und Kehlgegend blauschwärzlich; Füsse grau. Lg. etwa 750 — 850, Fl. 410 — 450, Schw. 150 — 210, Sehn. 95 — 110, L. 45 — 55 mm. Beim jungen Vogel sind Kopf, Hals, Oberkörper, Flügel und Schwanz dunkelbraun, Kopf und Hals mit weiss gemischt; Unterkörper vom Kröpfe an weiss. Gestade der tropischen Meere: Ascension XII., in grosser Menge brütend (Allen, Gill); Kapsee (Brit. M.); Somaliküste, Ras Hafun, Bur da Rebschi im Juli und August brütend (Heugl.). „Einige Paare dieses Tölpels brüten auf der Guanoinsel Bur da Rebschi. Ihre Brutplätze befinden sich auf der Nordwestseite, 2 — 3 Klafter über dem Meeresspiegel auf schwer zu erklimmenden Felskanten. Die Alten kamen mir selten zu Gesicht. Sie umkreisten zuweilen ihre heimatlichen Klippen in wunderbar schönem, schwebendem Fluge und eilten, wenn sie sich verfolgt glaubten, der nahen Küste des Festlandes zu. Ihre Be- wegungen schienen mir gemessener und nicht ganz so leicht und lebhaft als diejenigen des braunen Tölpels. Weniger schüchtern zeigten sich die bereits flugfähigen Jungen, von welchen meine Matrosen mehrere mit der Hand ergriffen und lebend an Bord brachten. Der ruhige Gang, vorzüglich auch die Stellung, erinnert sehr an den Pelikan, indem der Körper zuweilen ziemlich wagerecht gehalten, der Schnabel aber auf den Kropf aufgelegt wird. Reckt sich der Vogel dagegen mehr in die Höhe, so erscheint seine ganze Gestalt, namentlich der Hals, schlanker, kormoranartig. Im Schlafe steckt er den Schnabel gern in die Federn des Oberrückens. Während des Sitzens auf scharfem Gesteine legen sich die Zehen und Schwimmhäute vermöge ihrer grossen Dehnbarkeit um die kleinsten Unebenheiten und verleihen den Tieren auch den nötigen Halt beim Klettern, das sie meisterhaft verstehen, indem sie sich noch gelegentlich auf den Schwanz stützen, mit dem Schnabel anklammern und den Leib fest an die Felsen drücken. Die Nester sollen aus wenigem trockenen Seetange bestehen. Im Magen der Vögel fanden sich nur Fische", (v. Heuglin). Die Eier sind 63 — 64X44,5 — 48 mm gross, nach Nehrkorn 67X46 mm und wiegen 7200 mg. 81. Sula sula (L.) Pelecanus Sula L. S. N. XII. i865, 218 Pelecanus leueogaster Bodd. Tabl. PI. Eni. 1783, 57 Pelecanus parvus Gm. S. N. II. 1788, 579 Sula brasiliensis Spix Av. Bras. IL 1825, 83 Sula fusca Vieill. Gal. Ois. II. 1825, 194 T. 277 — Oust. Miss. Rev. Ois. 1882, 14 Sula australis Steph. Shaw Gen. Zool. XIII. 1826, 104 Sula fuliea Less. Traite d'Orn. 1831, 601 Pelecanus plotus Lcht. Forst. Descr. Anim. 1844, 278 Dysporus brasiliensis Rüpp. S. Üb. 1845, 140 Sula sinicaclvena Swinh. Ibis 1865, 109 Sula fiber [non L| Dohrn P. Z. S. 1866, 331 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1483; R. NO. Afr. II. T877, 269 — Sharpe Bouv. Bull. S. Z. Fr. 1878, 80 — Boc. Angola 1881, 521; J. Lisboa (2.) VI. 1891, 85; (2 ) XIII. 1895, 11 - Sousa .1 I.isboa XLV. 1887, (3) — Barnes Ibis 1893, 179 — Yerbury Ibis 1896, 40 Dys- porus sula Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 516 Sula leueogastra Penrose Ibis 1879, 275. 281 — Sei. Salv. P. Z. S. 1878, 651. Abbild.: Gould B. Austral. VII. T. 78. Kopf, Hals, Oberkörper, Flügel und Schwanz, sowie die Unterflügel- decken längs des Flügelrandes braun; Unterkörper, Unterschwanzdecken, Achselfedern und innere Unterflügeldecken weiss; Auge silberweiss; Schnabel Sulidae — 86 — Fregata gelbgrünlich; nackte Augen- und Kehlgegend gelblich, grünlich oder bläulich; Füsse grünlich. Lg. etwa 700 — 800, Fl. 380 — 415, Schw. 200 — 250, Sehn. 90—100, L. 35—45 mm. Beim jungen Vogel ist der Unterkörper bräunlichweiss bis fahlgrau- bräunlich, doch ist diese Farbe vom Braun des Halses scharf abgesetzt; Unterflügeldecken graubraun. Tropische und subtropische Breiten der Erde: Ascension (Gill); Prinzen- insel (Baikie); Fernando Po, Pedrasinsel brütend, „Matchia-Vage", S. Thomas II. (Newt.); Landana (Lucan, Petit); Kap der guten Hoffnung (Brit. M.); Aden II. IV. (Barn., Yerb.); Somali (Rev.); Rotes Meer (Rüpp.); Massaua IV. (Antin.). Die Eier messen 56 — 62 X 40 — 43 mm, 5000 — 6000 mg. 82. Sula piscator (L.) Pelccanus Piscator L. S. N. X. 1758, 134 Pelecanus fiberL. S. N. XII. 1766, 218 Sula Candida Steph. Shaw Gen. Zool. XIII. 1826, 103 Sula erythrorhyncha Less. Traite d'Orn. 1831, 601 Sula rubripes J. Gd. P. Z. S. 1837, 156 — Hartl. J. O. l8 55. 361 Hula piscator Hartl. W. Afr. 1857, 258. 275 — Shell. B. Afr. I. 1896, 161 Dysjmrus hernandezi Gundl. J. O. 1878, 298 Sula coryi Mayn. Contr. Sc. I. 1889, 40—48. Abbild.: Gould'ß. Austral. VII. T. 79. Schnabel an der Spitze etwas hakenförmig gebogen und die Schneiden stärker gezähnelt, wodurch die Art von allen Verwandten sich unterscheidet. Weiss; Schwingen und grosse Flügeldecken braun mit silbergrauer Be- stäubung; Auge grau; Schnabel blaugrau, an der Wurzel rötlich, an der Spitze dunkel; nackte Augen- und Kehlgegend bläulich; Füsse rot. Lg. etwa 650 — 750, Fl. 350 — 400, Schw. 200 — 250, Sehn. 80 — 90, L. 29 — 33 mm. Beim jungen Vogel ist das gesamte Gefieder braun, der Unterkörper blasser, vom Halse an wird die Färbung allmählich nach dem Bauche zu heller; Schwingen und grosse Flügeldecken wie beim alten Vogel. Küsten der tropischen und subtropischen Meere: Nach Hartlaub an der Goldküste (Pel) erlegt. Eier 58 — 62,5 X 42 — 45 mm, 7000 mg. Fregata Briss. — Fregattvogel Fregata Briss. Orn. VI. 1760, 506. Typ.: Pelecanus Aquilus L. Tachypetes Vieill. Anal. 1816, 63. 70. Desgl. Attayen Kaup Natürl. Syst. 1829, 170. Desgl. Die 4 Zehen nur am Grunde durch Spannhäute verbunden; der sehr kurze Lauf zum grössten Teile befiedert; die langen Flügel reichen fast bis zum Ende des langen, tief gabelförmigen Schwanzes; Schnabel gerade, an der Spitze mit einem starken Haken versehen, an der Wurzel breiter als hoch, Schneiden nicht gezähnelt. — Die Fregattvögel sind zum Schwimmen nicht befähigt. Auch auf flachem Erdboden bewegen sie sich nur schwer- fällig und vermögen von der Erde nicht aufzufliegen. Im Fluge aber sind sie Meister. An Schnelligkeit des Fluges dürfte kein anderer Seevogel, an Ausdauer nur der Albatross ihnen gleichkommen. Ihre Nahrung besteht vorzugsweise in fliegenden Fischen, auf welche sie mit reissender Sulidae — 87 — Fregata Schnelligkeit sich stürzen, wenn diese, spielend oder von Raubfischen verfolgt, in Scharen sich in die Luft erheben. Anderen Seevögeln jagen sie die ge- fangene Beute ab, indem sie dieselben so lange verfolgen, bis die geängstigten Tiere den Fang fallen lassen, der dann, bevor er das Wasser erreicht, von dem Räuber erhascht wird. Auch sollen sie Fische von der Oberfläche aufnehmen, indem sie dieselben mit den Fängen ergreifen. Es wird ferner behauptet, dass sie die Jungen anderer Seevögel aus den Nestern rauben und sogar Aas annehmen. Nur zum Ruhen oder zur Brutzeit kommen sie ans Land und brüten gesellig in oft grossen Scharen. Die Nester werden auf Bäumen oder auf Klippen aus Ästen und Reisern erbaut. Das Gelege besteht in 2 — 3 Eiern. Diese sind länglich, weiss, verhältnismässig dünn- schalig, rauh, mit Rissen und Knötchen, aber ohne den Kalküberzug, wie ihn die Eier anderer Ruderfüssler aufweisen. — Die 2 bekannten Arten bewohnen die tropischen Meere. 83. Fregata aquila (L.) Pelecamis Aqiiilus L. S. N. X. 1758, 133 Pelecanus minor Gm. S. N. II. 1788, 572 Pelecanus leucocephalm Gm. S. N. II. 1788, 572 Pelecamis pahncrstoni Gm. S. N. II. 1788, 573 Fregata aquila Hartl. W. Afr. 1857, 260 — Lay. Ibis 1871, 104 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160 Tachypetes aqnilus Grill Vict. Z. Ant. 1859, 12. 59 — Meli. Ibis 1870, 105 — Penrose Ibis 1879, 276 Fregata caroliniana [Less.] G. R. Gr. Handl. B. III. 1871, 131 Fregata strumosa [Kittl] Hart. Kat. Mus. Senck. 1891, 235. Abbild.: Gould B. Austr. VII. T. 72 — Audub. B. Amer. VII. T. 421. Federn des- Oberkopfes, Nackens, Oberrückens und der Schultern lanzettförmig. Schwarz; Kopf und Nacken grün glänzend, Rücken und Schulterfedern grün und kupferrötlich glänzend; Flügel und Schwanz matt- schwarz, die kleinen Flügeldecken längs des oberen Flügelrandes mehr oder weniger fahlbraun, Schäfte der Schwanzfedern unterseits nach der Wurzel hin weiss; Unterkörper braunschwarz, die Brustmitte oft fahlbräunlich; nackte Kehle rot; Auge dunkelbraun; Schnabel bläulich; Zehen rot. Lg. etwa 850 — 1000, Fl. 550 — 680, Schw., tief gabelförmig, 400 — 520, Sehn. 100 — 120 mm. Beim Weibchen sind Kopf und oberer Teil des Nackens schwarz mit einigem grünen Glänze; nur die Mitte der oberen Kehle nackt, die Kehl- befiederung, Kropfmitte und unterer Teil des Nackens schwarzbraun ; Kropf- seiten und Brust reinweiss; Bauch, Hosen und Unterschwanzdecken schwarz- braun; Rücken- und Schulterfedern nicht lanzettförmig, schwarzbraun, oft mit einigem kupferrötlichen Glänze; Flügel und Schwanz braunschwarz, die Flügeldecken längs des oberen Flügelrandes fahlbraun; nackte Kehlmitte bleigrau. Beim jungen Vogel sind Kopf und Hals bis zur Oberbrust herab weiss, mehr oder weniger, besonders auf Kropf und Brust, rostfarben bis hellrot- braun verwaschen; Unterbrust, Hosen und Unterschwanzdecken braun- schwarz; Bauch und Steiss weiss; übriges Gefieder wie beim Weibchen; Auge dunkelblau; nackte Kehle blasslila; Schnabel hornfarben; Zehen lila. Das Nestjunge soll mit weissen Dunen bedeckt sein. Tropische und subtropische Breiten aller Meere: Ascension XII. (Gill, Challenger); St. Helena (Meli.); Gambia (Morg.); unter dem Äquator im Atlantischen Ocean X. (Vict.); Kongo (Tuck.). Phalacrocoracidae — 88 — Phalacrocorax Nach Penrose brüten die Fregattvögel auf Ascension zusammen mit Tölpeln auf dem Erdboden. Die Eier haben eine Grösse von 64 — 70X45 — 49,5 rrnn und wiegen 5600 — 6070 mg. VIII. Phalacrocoracidae — Flussscharben Alle 4 Zehen durch Schwimmhäute verbunden; 4. Zehe deutlich länger als 3.; Hinterzehe ebenso tief angesetzt als die vorderen und etwa halb so lang als die 3.; Kralle der Mittelzehe kammartig gezähnelt; Flügel massig lang oder kurz; Schwanzfedern verhältnismässig lang. — Sie bewohnen ebensowohl die Meeresküste wie Binnengewässer, nähren sich von Fischen, schwimmen und tauchen mit grosser Gewandtheit. Sie nisten auf Felsen oder auf Bäumen. Die Eier haben längliche Form, ihre meistens bläulich gefärbte Schale ist von einem weissen Kalküberzuge bedeckt. Die mit Flaum bekleideten Jungen werden bis zum vollständigen Fliiggewerden im Neste aus dem Kröpfe gefüttert. An der Erzeugung der Guanolager haben die Scharben den hauptsächlichsten Anteil. Die Familie zerfällt in 2 Gattungen mit etwa 40 Arten und ist mit Ausnahme des hohen Nordens über die ganze Erde verbreitet, 8 Arten in Afrika. Schlüssel der Gattungen: Schnabel an der Spitze zum starken Haken gebogen: Phalacrocorax . . S. 88 Schnabel in eine gerade Spitze auslaufend: . . . Anhinga .... S. 95 Phalacrocorax Briss. — Scharbe Phalacrocorax Briss. Orn. VI. 1760, 51 r. Typ.: Pelecanus carbo L. Carbo Lacep. Mem. Inst. Paris III. 180t, 515. Desgl. Halieus 111. Prodr. 1811, 279. Desgl. Gulosus Mont. Suppl. Orn. Dict. 1813, 5. Typ.: P. graculus L. Carbonarius Raf. Anal. 1815, 72. Typ.: P. carbo L. Hydrocorax [non Briss.] Vieill. Anal. 1816,63. Desgl. Graculus Rchb. Nov. Syn. Av. 1850, No. 2304. Typ.: Carbo javanicus Horsf. Hypoleucus Rchb. Nat. Syst. Vög. 1852, VII. Typ.: Carbo hypoleucos Brandt Stictocarbo Bp. C. R. XLI. 1855, 1115. Typ.: Pelecanus punctatus Sparrm. Urile Bp. Consp. Av. II. 1855, 175. Typ. : Phalacrocorax bicristatus Pall. Leucocarbo ebenda 176. Typ.: Carbo bougainvillii Less. Microcarbo ebenda 177. Typ.: Hydrocorax melano- leucos Vieill. Halietor Heine J. O. j86o, 202. Typ.: Pelecanus pygmaeus Gm. Melanocarbo Bernst. Dagboek 1883, 119. Typ.: Hydrocorax melanoleucos Vieill. Comp-, sohalieus Ridgw. Waterb. N. Amer. II. 1884, 145. Typ.: Carbo penicillatus Brandt (riipcus Heine Nomencl. M. H. 1890, 352. Typ.: P. yracidus L. Enygrolherea ebenda 353. Typ.: P. punctatus Sparrm. Schnabel an der Spitze mit starkem Haken versehen; Schwanz stark gerundet oder keilförmig. — 37 über die ganze Erde verbreitete Arten; 7 in Afrika. Phalacrocoracidae . — 89 — Phalacrocorax Schlüssel der Arten: 1. Schnabel unter 40 mm lang; Schwanz länger als zwei Drittel der Flügellänge: 89. Ph. africanus. — Schnabel über 40 mm lang; Schwanz kürzer als zwei Drittel der Flügellänge: 2 2. Vorderhals reinweiss, bei Jungen braun verwaschen: *o „' , , *.. \r a i, 1 v. V • t u u , loia. Ph. 1. lugubris. — Vorderhals schwarz, bei Jungen schwarzbraun und T ° weiss gemischt: 3 3. Nackte Kehlgegend gelb; 14 Schwanzfedern: 4 — Nackte Kehlgegend schwärzlich; 12 oder 14 Schwanz- federn: 5 4. Flügel über 280 mm lang: 85. Ph. carbo. — Flügel unter 280 mm lang: 88. Ph. capensis. 5. 12 Schwanzfedern: 86. Ph. neglectus. — 14 Schwanzfedern: 87. Ph. nigrogularis. 84. Phalacrocorax lucidus (Lcht.) Haltens lucidus Lcht. Verz. Doubl. 1823, 86 — Rchw. J. O. 1877, I0 Carbo melanogaster [Cuv.] Less. Traite d'Orn. 1831, 604 Phalacrocorax lalandii Puch. Rev. Mag. Z. 1850, 630 Graculus lucidus Grill Vict. Z. Ant. 1859, 11. 56; Lay. Ibis 1868, T20 — Finsch Ilartl. O. Afr. 1870, 846 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247 — Fschr. J. O. 1878, 296; 1879, 284 — Boc. Angola 1881, 521 — Böhm O. C. 1882, 114 — Fschr. J. O. 1885, 1 14 — Matsch. J. O. 1887, 137 Graculus carbo [non L.] Lay. S. Afr. T867, 380 Phalacrocorax lucidus Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 779 — Kusch. J. O. 1895, 83 [Ei | — Sei. Ibis 1896, 521. 522 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160 -- Rchw. Werth. Mittl. Hochl. 1898, 268. Abbild.: Rchb. Natat. T. XXXIV. Fig. 865—866. Oberkopf, Nacken, ein Streif längs der Mitte des Oberrückens, Unter- rücken, Bürzel und Oberschwanzdecken glänzend schwarz, Oberkopf und Nacken mit weissen Dunen gemischt; Kopfseiten und Vorderhals bis zur Oberbrust herab weiss; Unterkörper, Unterschwanz- und Unterflügeldecken glänzend schwarz, auf den Weichen ein Fleck weisser Federn; Federn der Seiten des Oberrückens, Schulterfedern und Flügeldecken bronzebraun mit glänzend schwarzer Umsäumung; Schwingen schwarzbraun mit Bronzeglanz, die Armschwingen mit schwarzem Aussensaume; Schwanzfedern schwarz, an den Säumen mit Stahlglanz; 14 Schwanzfedern; Auge grün; Schnabel schwarz, Wurzel des Unterkiefers weisslich oder gelblich; ein gelber Fleck unterhalb des Auges; nackte Augengegend gelb; nacktes Kinn gelb mit schwärzlichen Flecken; Füsse schwarz. Lg. etwa 800, Fl. 315 — 335, Schw. 160 — 185, Sehn. 70 — 75, L. 65 mm. Ausserhalb der Brutzeit fehlen die weissen Dunen an Kopf und Nacken und der weisse Weichenfleck. Jüngere haben den Vorderhals braun gefleckt oder braun verwaschen. Beim jungen Vogel sind Oberkopf und Nacken schwarzbraun; die Federn des Oberrückens, Schulterfedern und Flügeldecken sind matter braun als beim alten, mit schwarzbrauner Umsäumung; Weichen und Aussenseite der Schenkel schwarz, übriger Unterkörper und Unterschwanzdecken weiss wie der Vorderhals; Schwanzfedern mit weissem Endsaume. Südafrika nordwärts bis Loanda und bis zum Tana: Loanda (Falkenst.); Loanda, Koroka (Anch.); Dasseninsel (W. Sei); Saidanhabucht, S. Helena- u. Walfischbucht, Dyerinsel (Lay); East London (Rick.); Knysna VIII. X. Phalacrocoracidae — OO — Phalacrocorax (Vict); Kaffernland (Krebs); Potchefstroom (Barr.); Langenburg I. (Fülleb.); Tanganjika (Böhm); Lamu „Nahusa", Osi-Tanagebiet (Fschr.); Bassudasee in Ufiome (Werther). 84a. Phalacrocorax lucidus lugubris Rüpp. Phalacrocorax lugubris Rüpp. S. Üb. 1845, 134. 140 T. 50 — Speke Ibis 1860, 248 Graculus lucidus [non Lcht.l Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1490; R. II. 1877, 269 — Bouv. Cat. 1875, 4r Phalacrocorax delalandei Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1490 Phalacrocorax lucidus Hartl. P. Z. S. 1881, 953. 957 — Salvad. Ann. Genova 1884, 250 — Gigl. Ann. Genova 1888, 57 — Sharpe Ibis 1892, 540 Carbo melanogaster |non Less.] Hart J. O. 1886, 612 Phalacrocorax melanogaster [non Less.] Hartl. W. Afr. 1857, 260. 276 Var. : Phalacrocorax gutturalis Rchw. J. O. 1892, 5. 133; D. O. Afr. 1894, 22 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160 — Neum. J. O. 1898', 249. Abbild.: Rüpp. S. Üb. T. 50. Dem Ph. lucidus sehr ähnlich, aber mit kürzerem, zierlicherem Schnabel; Flügel im allgemeinen etwas kürzer, 300—325 mm. Von Bukoba liegt mir ein Vogel vor (P/i. gutturalis Rchw.), bei welchem nur der Vorderhals, nicht aber auch die Oberbrust weiss ist, während bei Ph. lugubris die weisse Färbung sich bis zur Oberbrust abwärts erstreckt. Es bleibt ferneren Forschungen überlassen festzustellen, ob hier eine ständig verschiedene Art oder nur eine zufällige Abänderung von Ph. lugubris vor- liegt. Hinsichtlich der Flügel- und Schnabellänge stimmt Ph. gutturalis mit Ph. lugubris überein. Nordostafrika südwärts bis zum Manjarasee, Senegambien: Abessinien, Schoa (Rüpp.); Somali (Speke); Sokotra (Rieb.); Riponfälle V. (Jacks.); Arsedisee IV. XII., Buscio I., Cialalakasee (Antin., Trav.); Bukoba XII. (Emin); Ssesseinseln VI. — VIII. brütend, Ngurumansalzsee XII., Manjarasee (Neum.); Südufer des Niansa VII. (v. Trotha); Almadis am Senegal (Marche, Comp.); Lossinsel IV. (Hart.). Die Eiermasse sind: 60 — 62X39 — 4° mm > 5°°° m §- 85. Phalacrocorax carbo (L.) — Kormoran Pelecanus carbo L. S. N. X. 1758, 133 Carbo vulgaris Lacep. Daud. Buff. II. N. (18 mo Didot), Quadr. XIV. 1799, 318 Pelecanus sinensis Shaw Nodd. Nat. Mise. XIII. (1801) T. 529 Carbo cormoranus M. Wolf Taschenb. II. 1810, 576 Phalacrocorax novaehollandiae Steph. Shaw Gen. Zool. XIII. 1826, 93 Cormoranus crassiroslris Baillon Mem. Soc. Abbev. 1833, 77 Halicus leucogaster u. gracilis Meyen Nov. Act. XVI. Suppl. I. 1834, 112. 114 Phalacrocorax medius Nilss. Scand. F. II. 1835, 478 Phalacrocorax carboides Gould P. Z. S. 1837, 156 ' Graculus albiventris Tick. J. As. Soc. Beng. 1842, 463 Carbo leueoeephala u. raptensis Hodgs. Gray Z. Mise. 1844, 86 Phalacrocorax carbo Rüpp. S. Üb. 1845, 140 — Hartl. W. Afr. 1857, 259 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 778 — W. Sei. Ibis 1896, 522 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160 Graculus americanus Rchb. Nat. 1850, T. XXXV. Fig. 2746 — 9 Phalacrocorax glacialis. arboreus, subcormoranus, humilirostris u. brachgrhgnchos Brehm Vogelf. 1855, 360 Pelecanus flavirostris Ellm. Zool. 1861, 7472 Graculus carbo Lay. S. Afr. 1867, 380; Ibis 1868, 121 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 844 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 367 — Heugl. NO. Afr. 1873, i486 — Bouv. Cat. 1875, 41 — Barr. Ibis 1876, 214 — Fschr. J. O. 1879, 284 — Oust. Miss. Rev. Ois. 1882, 14 Carbo nudigula (Brandt] Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 844 Carbo phalacrocorax Severtz. J. O. 1873, 340 Carbo phalacrocorax var. continentalis Severtz. Turkest. Jevotnie 1873, 70. Abbild. : Naum Vög. Deutschi. XI. T. 279 — Dresser B. Eur. VI. f. 388 — Gould B. Austral. VII. T. 66. Phalacrocoracidae , — g\ — Phalacrocorax Ein breites Band über die Wangen und um das nackte Kinn herum weiss; Kopf, Hals, Unterkörper, ein Streif längs der Mitte des Oberrückens, Unterrücken, Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken glänzend schwarz, Oberkopf und oberer Teil des Halses mit weissen Dunen gemischt, ober- halb der Schenkel ein Fleck weisser Federn; Federn des Oberrückens, Schulterfedern und Flügeldecken bronzebraun mit schwarzer Umsäumung; Schwingen schwarzbraun mit Bronzeglanz, die Armschwingen mit schwarzem Aussensaume; Schwanzfedern schwarz, an den Säumen mit Stahlglanz; Auge grün; Nacken, Gesicht und Kinn gelb, um das Auge grünlichbraun; Schnabel graubraun, Firste dunkel, Wurzel des Unterkiefers gelblich; Füsse schwarz; 14 Schwanzfedern. Lg. etwa 900, Fl. 320 — 350, Schw. 170 — 180, Sehn. 60 — 80, L. 65 mm. Ausserhalb der Brutzeit fehlen die weissen Dunen an Kopf und Hals und der weisse Weichenfleck. Beim jungen Vogel sind Oberkopf und Nacken schwarzbraun; Vorder- hals und Mitte des Unterkörpers schwarzbraun und weiss gemischt; Körper- seiten schwarzbraun; Federn des Oberrückens, Schulterfedern und Flügel- decken matter braun als beim alten; nacktes Gesicht und Kehle gelb; Schnabel gelbbraun. Das Nestjunge ist mit schwarzbraunem Flaume bedeckt; nacktes Gesicht und Kehle weisslich. Atlantische Küste Nord- und Südamerikas, Südgrönland, Island, Färöer, Europa, Asien, Australien, Neuseeland, Afrika: Ogowe (Marchc, Comp.); Walfischbucht bis Tafelbucht (Anderss.); Kap der guten Hoffnung (Law); Caledondistrikt (W. Sei.); Kroonstad (Barr.); Kipini VIII. Junge (Fschr.); Somali (Rev.); Sennar (Brehm). Die Eier haben 61 — 64 X 37 — 41 mm Grösse und 4300 — 5400 mg. Gewicht. 86. Phalacrocorax neglectus (Wahlb.) Graculus neglectus Wahlb. Oefv. Vet. Ak. Förh. 1855, 214; J. O. 1857, 4 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 369 Graculus carbo [non L.] Lay. Ibis 1868, 120. 121 Phalacrocorax neglectus Sharpe Lav. S. Afr. 1884, 779 — Fairbr. Ibis 1893, 278 — W. Sclater Ibis 1896, 521. 522 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160. Abbild, fehlt. Kopf, Hals und Oberkörper dunkel rauchbraun mit einigem bronze- grünlichen Glanz; Unterkörper glänzend schwarz; Federn in der Mitte des Rückens, Schulterfedern und Flügeldecken bronzebraun mit schmaler schwarzer Umsäumung; Schwingen und Schwanzfedern dunkelbraun; Kehle mehr befiedert als bei anderen Arten; die Befiederung am Unterkiefer er- streckt sich bis auf etwa 15 mm vor dem Schnabelwinkel, diejenige zwischen den Kieferästen bis unterhalb der Nasenlöcher; Auge grün; Schnabel schwarz, heller an der Spitze; nackte Augen- und Kehlgegend und Füsse schwarz; nur 12 Schwanzfedern. Lg. etwa 700, Fl. 250 — 280, Schw. etwa 130, Sehn. 60, L. 60 mm. Von Ph. capensis unterscheidet sich diese Art leicht durch Fehlen des gelben Fleckes unterhalb des Auges und der gelben Färbung der nackten Kehlgegend. Südafrika: Possessioninsel, Halifax, Ichaboe (Anderss.); Simonsbucht VIII. X. (Sperl., Lay.); Dasseninsel X. Eier (Sei, Fairbr.); Jutteninsel (Fairbr.). Phalacrocoracidae — g 2 — Phalacrocorax Auf Dasseneiland stehen die Nester dieses Kormorans nach W. Sclater auf den Klippen am Meeresgestade; das Gelege besteht aus 2 — 3 Eiern. 87. Phalacrocorax nigrogularis Grant Forb. Phalacrocorax nigrogularis Ogilvie Grant u. H. O. Forbes Bull. Liverpool Mus. II. 1899, 3. Abbild, fehlt. Mit 14 Schwanzfedern. Schwarz mit einigem Glänze; Schulterfedern und Flügeldecken bronzefarben mit schwarzem Endflecke; Kehle und Nacken mit zerstreuten weissen Haarfedern zur Brutzeit; Auge dunkel smaragdgrün; nackte Kehle und Augengegend schwärzlich ; Schnabel grauschwarz, blasser an der Spitze, ein grünliches Band längs der Wurzel des Unterkiefers; Füsse schwarz, Schwimmhäute brauner. Lg. 770, Fl. 290, Schw. 110, L. 65 mm [nach der Ursprungsbeschreibung]. Sokotra, Abd-el-Kuri (O. Grant). SS. Phalacrocorax capensis (Sparrm.) Pekcanus capensis Sparrm. Mus. Carls. III. 1788, T. 61 Phalacrocorax capensis Cum. Ibis 1864, 355 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 780 — Fleck J. O. 1894, 379 — W. Sei. Ibis 1896, 522 — Shell. B. Afr. I. 1896, 160 Carbi cristatus [non Gm.] Puch. R. M. Z. 1850, 630 Graculus tenuirostris [Tem. Schi.] Rchb. Nat. 1850, T. CXI Fig. 1078 Graeulus capensis Grill Vict. Z. Ant. 1859, it. 56 — Lay. S. Afr. 1867, 380 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 368 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 342 — Kusch. J. O. 1895, 83 [Ei]. Abbild.: Sparrm. Mus. Carls. III. T. 61. Glänzend blauschwarz; Federn des Oberrückens, Schulterfedern und Flügeldecken bronzeolivenbraun mit blauschwarzer Umsäumung; Schwingen schwarzbraun, die Armschwingen etwas bronzeoliven verwaschen; Schwanz- federn schwarz; zur Brutzeit weisse Dunen an Kopf und Hals; Auge bläulich- weiss; Schnabel blassbraun, Firste dunkel; nackte Kehlgegend gelb; Füsse schwarz. Lg. etwa 600, Fl. 240 — 260, Schw. 110 — 130, Sehn. 55, L. 55 mm. Beim jungen Vogel ist die Oberseite dunkelbraun, Unterrücken und Bürzel schwärzlich; Vorderhals und Unterkörper bräunlichweiss und braun gemischt; Weichen und Aussenseite der Schenkel schwarzbraun. Südafrika nordwärts bis Natal und Landana: Majumbafluss (Petit); Walfischbucht VII. (Fleck); Walfischbucht XII., Kunene bis Tafelbucht (Anderss.); Pomonainsel brütend (Lay.); Dasseninsel vom VIII. — I. brütend (W. Sei); Simonsbucht X. (Brit. Mus); Knvsna XI. (Vict.); East London, Port Elisabeth (Rick.); Natal (Ayres); [? Sambesi (Holub)]. „Dieser Kormoran brütet in ungeheuren Scharen auf der Dasseninsel. Er hat eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung, da er der Haupterzeuger des Guanos ist, welcher zusammen mit den Pinguineiern der Kapverwaltung eine nicht unbedeutende Einnahme bringt. Der Guano wird von den Felsen losgekratzt, auf welchen die Kormorane sitzen, und ebenso von den Nist- plätzen nach der Brutzeit. Das Einsammeln beginnt im Dezember und währt bis zum Mai. In der Sammelzeit 1895/96 sollen 800 Tonnen Guano gewonnen sein." (W. Sclater). — „Tausende dieses Kormorans erschienen an der Küste und in der Bucht von Natal Ende des Jahres 1862 und verweilten dort etwa -einen Monat." (Ayres). — „Diese Art ist der häufigste Phalacrocoracidae — 93 — Phalacrocorax Kormoran an der Küste Südwestafrikas. Zu Zeiten sieht man Millionen von Vögeln. Sie ziehen oft 2 — 3 Stunden hindurch in tiefem, ununter- brochenem Zuge von und zu ihren Fischgründen. Im Dezember beziehen sie ihre Brutplätze, alle günstig gelegenen Klippen und Inseln vom Kunene bis zur Tafelbucht. Die Nester werden aus Seetang hergerichtet. Das Gelege besteht nur in 1 oder 2 Eiern." (Anderss.). Nach Kuschel messen die Eier 54 — 61X36 — 40 mm, im Mittel 58,5 X 38,5 mm. Durchschnittsgewicht 5000 mg. 89. Phalacrocorax africanus (Gm.) Pclecanus africanus Gm. S. N. II. 1788. 577 Phalacrocorax pygmaeus Childr. Denh. Clapp. Trav. 1826, 206 — \'f Rüpp. S. Üb. 1845, 140] Carbo africanoides A. Sm. Rep. Exp. 1836, 57 Carbo longicaudus Sw. W. Afr. IL 1837, 255 T. 31 Phalacrocorax africanus Hartl. Verz. Hamb. 1850, 44; J. O. 1854, 308; 1855, 361; 1861, 274; W. Afr. 1857, 260. 276 — Rüpp. S. Üb. 1845, 140 — Heine J. O. 1860, 202 — Gurn. Ibis i852, 154 — Antin Cat. 1864, 117 — Kirk Ibis 1864, 338 — Mont. P. Z. S. 1865, 89 - Chapm. Trav. II. 1868, 423 — Sharpe Ibis 1870, 488; 1892, 540; Lay. S. Afr. 1884, 781 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 515 — Oust. N. Aren. Mus. 1879, 123 — Ayres Ibis 1880, 273; 1884, 233 — Shell. P. Z. S. 1881, 602; Ibis 1888, 307; 1894, 28; 1896, 241; 1897, 551; 1898, 556; B. Afr. I. 1896, 160 — Forbes Ibis 1883, 523 — Dub. Bull. Belg. 1886, 150 - Rend. Ibis 1892, 226 — Rehw. J. O. 1892, 4; 1897, 2; D. O. Afr. 1894, 22 Fig. 9 - Oust. Nat. 1893, 128 — Fleck. J. Ö. 1894, 379 — Kusch. J. O. 1895, 8 3 [Ei] — W. Sei. Ibis 1896, 521. 522 — Neum. J. O. 1898, 251 Graculus coronatus Wahlb. Oefv. Vet. Ak. Förh. 1855, 214; J. O. 1857, 4 Carlo africanus Cass. Pr. Philad. 1859, 176 — Hart. J. O. 1886, 612 Halieus africanus Hartl. J. O. 1860, 175 Graculus africanus Lay. S. Afr. 1867, 381; Ibis 1869, 77. 377 — Gurn. Ibis 1868, 264; Anderss. Damara 1872, 370 — Blanf. Abyss. 1870, 441 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 847 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 330 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1493; R. NO. Afr. II. 1877, 269 — Barr. Ibis 1876, 214 — Ayres Ibis 1877, 354 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247 — Fschr. J. O. 1878, 295; 1879, 284; 1885, 114; Z. g. O. 1884, 394 — Boc. Angola 1881, 522; J. Lisboa XL VI. 1887, 83; XLVII. 1888, (3); XLVIII. 1888, 232; (2.) II. 1889, 144; (2.) III. 1889, 210; (2.) VI. 1891, 85 — Sharpe Oates Matabele 1881, 328 — Pelz. Z. B. G. Wien 1881, 155. 618 — BOhm O. C. 1882, 113; ]. O. 1882, 179; 1885, 37. 64. 137 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 341 — Schal. I. O. 1883, 338 — Biitt. N. Levd. VII. 1885, 252; X. 1888, 106; XI. 1889, 79. 137. 200; Reiseb. 1890, 476 — Sousa J. Lisboa XLIII. 1886, 170; XLVII. 1888, (2); (2.) I. 1889, 50 — Matsch. J. O. 1887, 137. 144 — Emin J. O. 1891, 345 Microcarbo africanus Bouv. Cat. 1875, 42 — Salvad. Ann. Genova 1884, 251; 1888, 325 Cormoranus ? Schal. J. O. 1887, 226. Abbild.: Dresser B. Eur. VI. T. 390 — Sw. W. Afr. II. T. 3L — Rchw. D. O. Afr. S. 23 Fig. 9. Schwarz; Federn des Oberrückens, Schulterfedern und Flügeldecken graubraun, mehr oder weniger weissgrau bestäubt, mit schwarzem Endflecke und sehr schmaler schwarzer Umsäumung; die kleinen Flügeldecken längs des oberen Flügelrandes schwarz; Schwingen schwarz; die Armschwingen mehr oder weniger bräunlich oder grau bestäubt mit schwarzem Aussen- saume; oberhalb der nackten Zügel- und Augengegend ein Streif stachel- artiger Federchen (die Schäfte sind breit, stachelartig, am Grunde weiss, am Ende schwarz, nur am Grunde der Schäfte sind kurze weisse Fahnen); oft ein Büschel haarartiger weisser Federn oberhalb des Ohres; Auge rot; nackte Augengegend fleischfarben oder gelblich; Schnabel gelb mit braunen querbindenartigen Flecken und brauner Firste; Füsse schwarz; Schwanz stufig, 12 Schwanzfedern. Lg. etwa 500 — 570, Fl. 210 — 220, Schw. 160 — 18c, Sehn. 30—35, L. 35 mm. Phalacrocoraeidae — gi — Phalacrocorax Ausserhalb der Brutzeit sind Oberkopf und Nacken schwarzbraun; Kopf- und Halsseiten braun; Kehle weiss; Vorderhals bis zur Oberbrust herab bräunlichweiss bis braun; Mitte des Unterkörpers weiss; Schulterfedern und Flügeldecken oft mit weissem oder bräunlichweissem Endsaume; Stachel- federn oberhalb der Augengegend schwarzbraun. Beim jungen Vogel sind Kopf und Hals dunkelbraun, die Seiten und der Vorderhals blasser; Kehle weiss; Mitte des Unterkörpers bräunlichweiss; Schulterfedern und Flügeldecken braun mit bräunlichweissen Säumen. Abweichungen kommen öfter vor, bei welchen die mittleren Teile der Schulterfedern und Flügeldecken rotbraun sind. Afrika südlich des 29. ° n. Br., Madagaskar: Bathurst (Rend.); Gambia (Brem. M.); Doume I., Rufisque (Marche, Comp.); Fischersee I. II. (Butt.); Volta (Ussher); Accra V. (J. Smith); Goldküste (Pel.); Kratschi IV. V. (Klose, Zech); Niger (Forbes); Loko V. (Hart.); Bipindi (Zenk.); Kamma (Du Chaillu); Onanguesee (Marche, Comp.); Ubangi (Dyb.); S. Thomas „Pata-dana" (Newt, Ouintas, Weiss); Kuanza VIII. (v. Mechow); Benguella (Mont.); Huilla II., Koroka I., Quillengues, Humbe „Kamakundi", Maravilha „Ombundabunda", Ouindumbo „Bundabunda" (Anch.); Gambos (v. d. Kell.); Possessioninsel (Wahlb.); Ngamisee (Anderss.); Nukana VII., Ngami (Fleck); Lataku (A. Sm.l; Kuruman (Exton); Dasseninsel (Sei); Grahamstown, Bergfluss (Lay.); Coles- berg (Arnot); Potchefstroom V. — VII., Natal (Ayres); Lydenburg (Barr.); Wonderfontein (Holub); Newcastle IX. (Butl, Refd); Pretoria (Barr.); Mate- bele (Oates); Sambesi, Schire, Niassasee (Kirk); oberer Schire XI., Schirwa- see IX. XII., Niassasee VI. (Whyte); Namarambasee (Sharpe); Mpimbi VII. (McDonald); Langenburg I. II. (Fülleb.); Usambara (Kirk); Katuma I., Gombe- fluss, Ugalla V., VI. brütend, Inseln von Kirandu VII., Upembasee IL, Likulwe XII. (Böhm); Osi-Tanagebiet, Kingani, Barawa, Naiwaschasee (Fschr.); Ras Mpimbwe, Umbugwe XI. „Horowe", Manjarasee XL, Nguruman- salzsee, Ssesseinseln VI. — X. (Neum.); östliches Üluguru X. (Stuhlm.); Tanganjika X., Victoria Niansa VI. (v. Trotha); Lamu IX., Marangu VII., Riponfälle am Nil V. (Jacks.); Bukoba, Chor Aju XII., Magango XL, Mengo XII. „Nahusa" (Emin); Anseba VII., Cialalaka IV. (Antin.); Horasee VI. (Rag.); Aschangisee (Blanf.); Ansebathal, Massaua, arabisch „Okak" (Heugl.); Bornu (Denh. Clapp.). „In kleineren und grösseren, jedoch niemals dicht geschlossenen Gesell- schaften, zuweilen auch einzeln, bevölkert die Zwergscharbe sowohl die mit Röhricht oder Hochwald bestandene Sumpfregion als auch grössere und freiere Gewässer und selbst halbtrockene Wildbäche und Pfützen. Sie schwimmt nicht viel, lauert aber gern auf überhängenden Ästen, Rohr und Klippen auf ihre Beute. Die Nahrung besteht nicht immer in Fischen; ich fand vorzugsweise Frösche und selbst Heuschrecken im Magen. Diese Vögel sind wenig scheu, aber lebhafter als ihre Verwandten. Ihr Flug geht oft ziemlich hoch, gerade und rasch und hat einige Ähnlichkeit mit demjenigen der Enten. Stöbert man die Vögel während des Schwimmens auf, so tauchen sie selten, sondern suchen fliegend ihr Heil. Unter Gesellschaften von Enten und Anhingas habe ich die Zwergscharbe hin und wieder gesehen. Wie die europäische Art versteht auch sie geschickt zu klettern." (v. Heuglin). „Unweit unserer am LIgallaflusse erbauten Jagdhütte befand sich im Mai und Juni auf einem im flachen Wasser liegenden, umgestürzten, aber Phalacrocoracidae — gc — Anhinga teilweise noch grünen Baume, sowie auf den überhängenden Büschen am be- nachbarten Ufer eine stark besetzte Nistkolonie der afrikanischen Zwerg- scharbe. Die Jungen, welche anfangs grösstenteils noch das grauliche Dunenkleid trugen, zeichneten sich durch die gelben, nackten Kopfstellen und die blutrote Färbung am Grunde des Kehlsacks sehr aus. Mit ziemlich leisem, pfeifendem Geschrei begrüssten sie den herannahenden Kahn oder die ab- und zufliegenden alten Vögel. Die Nester sind sehr klein; in einigen fand ich einzelne faule Eier, in sehr vielen verendete und mehr oder weniger verweste Junge. Schmutz und Geruch erinnerten mich stark an die Brut- kolonien von Ph. carbo. Die jungen Vögel, welche uns und unseren Leuten häufig als Köder beim Fischfangen dienen mussten, verstanden es sehr wohl, durch Auf- und Abklettern im Gezweige . den Nachstellungen zu entgehen, wobei Schnabel wie Flügel mithelfen mussten. Herabgefallene schwammen sofort weiter und suchten im Dickicht des Ufergebüsches Schutz. Das seichte Wasser unter dem Nistbaume wimmelte von kleinen Fischen, welche sieh um die herabfallenden Exkremente und Futterabfälle stritten, während ein riesiges Krokodil die anstossende Sandbank als Posten ausersehen hatte, von dem aus es regelmässig die aus den Nestern oder Zweigen herab- fallenden jungen Vögel wegschnappte. Am 15. Juni waren sämtliche Junge flügge. In der zweiten Hälfte Oktober und Anfang November fand ich im Ugallaflusse viele dieser Kormorane im Winterkleide mit weisser Unterseite. Die Zwergscharbe liebt es, in flachen, verschilften Buchten und Hinter- wassern dem Fischfange obzuliegen, den sie überhaupt mehr auf der Lauer als im Schwimmen ausübt. Vereinzelt traf ich sie auch an kleinen Gebirgs- flüssen in Kawende und im November an der flachen Sandküste des Tan- ganjika bei Karema an." (Böhm). Die Masse der Eier sind nach Kusche 1 43,25 — 50X29 — 37, im Mittel 46X31 mm. Durchschnittsgewicht 2670 mg. Kleinere Eier wiegen unter 2000 mg. Anhinga Briss. — Schlangenhaisvogel Anhinga Briss. Orn. VI. 1760, 476. Typ.: Plotus anhinga L. Plotus L. S. N. XII. 1766, 218. Desgl. Körper schlanker als der der Kormorane; Hals sehr lang und dünn; Schnabel schlank, in eine gerade Spitze auslaufend; Kralle der Mittelzehe gestreckt; Schwimmhaut zwischen der 1. und 2. Zehe ausgerandet. — Ab- weichend von den Scharben (Phalacrocorax), die auch die Meeresküsten bewohnen, leben die Schlangenhaisvögel ausschliesslich an Binnengewässern; näheres über die Lebensweise siehe unter A. rufa. — 4 Arten, je r in Amerika, Australien, Indien und Afrika. 90. Anhinga rufa (Lacep. Daud.) — Schlangenhalsvogel V Anhinga du Senegal d'Aub. PI. Eni. IX. T. 92 V Anhinga roux Buff. H. N. Ois. VIII. 1781, 453 Plotus rufus Lacep. Daud. Buff. Hist. Nat. (18 mo Didot) Ois. XVII. 1799, 81 — Lcht. Verz. Doubl. 1823, 87 Plotus congensis Cranell Tuck. Exp. Zaire App. IV. 1818, 408 -^ Lay. S. Afr. 1867, 378 — Barr. Ibis 1876. 214 Plotus levaillanti Phalaeroeoracidae — gß — Anhinga Lcht Verz. Doubl. 1823, 87 - Kupp s Üb. 1815, 1.40 — Ilartl. Verz. Hamb. i8so, 44; J. <>. 1854, 307; 1861, 273; W. Air. 1857, 258 Brehm J. O. 1858, 473 — Cass. Pr. Philad. 185g, 176 Gurn, llii^ 1859, 251; 1863, 332; Anderss. Damara 1872, 367 — Heine J. < >. 1860, 202 Kirk Ibis 1864, 338 — Antin. Cat. 1864, 116 Hartm. .1 0. 1864, 144 - Mont. I'. /. S. 1865, 89 — Finsch Haiti. O. Air. 1870, 841 -- Heugl. NO. Air. II. 1873, 1 175 - Buckl. Il>is 1874, 391 - ki luv. J. o. 1874, 373; 1877, 8. 10; 1887, 45. 144; 1889, 265; 1890, 107; 1892, 4; 1896, 45; 1807, 2; Jahrb. Hamb, 1893, 5; D.O. Afr. 1894, 23 Fig. 10 Bouv. Cat. 1875, 41 Fschr. Rchw. J. (). 1878, 247 — Fschr. J. O. 1878, 296; 1885, 114 - Shärpe Bouv. Bull, S. X Vv. 1878, 80 — Oust. N. Arch. 1879/123 — Pelz. Z.B. G. Wien 1881, 606. 618 — Boc. Angola 1881, 519; J. Lisboa (2.) VII. 1892, 183 -- Sharpe Gates Matabele 1881, 328; [bis [894, 119; Lay. S. Afr. 1884, 782 — Holub v. Pelz. S. Air. 1882, 333 — Böhm 0. C. 1882, 114; J. O, 1882, 179; 1885, 37 — Shell. Ibis 1882, 368; 1888, 307; 1894, 28; 1897, 551; 1898, 556; 1899, 379; P. X. S. .838, 50; B. Afr. I. 1896, 161 — Butt, N. Leyden VII. 1885, 251; VIII. 1886, 268; X. 1 8S8, 106; XI. 1889, 137. 200; Keiseb. 1890, 476 Tristr. Ibis 1886, 41 — Hart. J. O. 1886, 612 Dub. Bull. Belg. i885, 150 — Symonds Ibis 1887, 336 — Matsch. J. O. 1887, 144 - Schal. J, O. 1887, 226 — Emin J. O. 1891, 339. 340 Rend. Ibis 1892, 226 -- Fleck J. (). 1894, 365. 379 - Kusch. J. O. 1895, 83 - Sjöst, Vet. Ak. Handl. 27 1895, 25 — Neum. J. O. 1898, 252 Plolus melanogaster [non Gm.] Childr. Denh. Clapp. Trav. 1826, 206 Hains capensis Lay. Ibis 1869, 77 Plotua chantrei Oust. Ann. Sc. N. 1882, 8 — Tristr. Ibis 1886, 42 Pbius «}>■ Korbes Ibis I883, 505, 507. 514. 516. 522. 523. Abbild : Tom. PI. Col. IV. T. 380 Ibis 1886 T. III Rchw. D.O. Afr. S. 24 Fig. 10. Oberkopf und Nacken dunkelbraun; Vorderhals mit Ausnahme des unteren Teiles rostbraun, bei jungen Vögeln heller rostfarben; ein weisses Band längs Wange und oberer Halsseite, ein kürzeres längs der Kinnmitte und ein weisser Fleck an der Wurzel des Unterkielers; unterer Teil des Nackens, Oberkörper, unterer Teil des Vorderhalses, Unterkörper, Ober- und Unterschwanzdecken schwarz mit grünlichem Glänze, die Federn an den Seiten des unteren Nackens mit weissem Schaftstriche, die mittleren oft mit undeutlichen rotbraunen Säumen, längs der Seite des unteren Maises ein aus rotbraunen Federsäumen gebildeter Streifen; Schulterfedern lang lanzettförmig, schwarz mit silberwcissem Mittelstreifen, die kleinen und mittleren Flügeldecken ebenso gefärbt, aber kurz lanzettförmig, die grossen Armdecken auf i\<-\- Aussenfahne dunkelbraun, auf der Innenfahne schwarz mit silberweissem Schaltstreilen; Schwingen und Schwanzfedern schwarz, letztere auf der Aussenfahne häufig mit Querfalten, die letzten Arm- schwingen mit silberweissem Mittelstreifen; Auge rot (gelb nach Hartert); Schnabel dunkel gelbgrün (hell olivenbraun nach Hart.); Füsse düster gelb- braun (weiss nach Hart.). Lg. etwa 900, Fl. 335 — 370, Sp. 1200 — 1260, Fl/.Schw. 130 — 140, Schw. 230 — 280, Sehn. 75 — 90, L. 40 mm. Ob in der Färbung der Geschlechter ein Unterschied besteht, ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt. Es wird angegeben, dass beim Weibchen Oberkopf und Nacken rotbraun sei. Beim jungen Vogel sind Vorderhals und Halsseiten wie Unterkörper bräunlichweiss; Kinn reinweiss; Federn des Oberkopfes und der Nacken- mitte schwarzbraun mit fahlbraunen Säumen; Rücken dunkelbraun, nach dem Bürzel zu schwarzbraun; Flügeldecken braun mit fahlbraunen Säumen. Syrien, Afrika, Madagaskar: Senegal (Delbrück); Bissao ( Verr.); Bathurst (Rend.); Marfa, Junkfluss (Butt); Kratschi IV. V. (v. Zech); Niger VIII.— XI. (Forb.); Fgga (Ferryman); Lokodscha, Loko V. (Hart.); Kamerun (Rchw.); Kamma (Du Cnaillu); Ogowe, Onanguesee, Jongavisa XII. (Marche, Comp.); Mboma (Lucan, Petit); Tschintschoscho (Falkenst.); Kasengo (Fonseca); Phalacrocoracidae — m — Anhinga Koroka, Mossamedes, Kuncne, Humbe (Anch.)j Benguella (Mont.); Gambos (v. d. Kell.); Nukana VII., Ngami VIII. (Fleck); Ngamisee (Anderes.); Ver- loren Vley, Bergfluss, Zonderendfluss (Lay.); Port Elisabeth, East London (Pick.); Kingwilliamstown (Anstey); Kaffernland (Krebs); Potchefstroom, Modderfluss, Lydenburg, Pretoria (Barr.); Manko XI. (Oates); Kroonstad (Sym.); Transvaal (Buckl.); Natal, Transvaal, Maschonaland (Ayres); Quaequae X. (Jameson); Sambesi (Bradsh., Kirk); Sambesithal (Holub); oberer Schire XI., Songue VII. (Whyte); Langenburg II. (Fülleb.); Luchinde (Mann.); Osi-Tanagebiet, Kingani, Lamu „Tomotomo", Wapokomo „Mavu", Kageji (Fschr.); Quaqua II. „Muöndo" (Stuhlm.); Pangani VIII. (Jacks.); Ugalla III., Kawende, Tanganjika, Ras M])imbwe VII., Kirandu VII., Lufira XI., Likulwe XII. (Böhm); Manjarasee XII., Ntebbi VI., Ssesseinseln (Neum.); Bussissi, Lado III., IX. (Emin); Sennar, Abessinien (Rüpp.); Berber, Blauer und Weisser Nil, Gazellenfluss, Tanasee (Hcugl.); Suakin (Penton); Bornu (Denh. Clapp.). „Der Schlangcnhalsvogel lebt wie die Scharben meistens gesellschaftlich und scheint nicht eigentlich zu wandern. Zur Paarungs- und Brütezeit ziehen sich diese Vögel auf schwer zugängliche Strominseln und in über- schwemmte Waldungen zurück, während sie bei niedrigem Wasserstande, in Nordostafrika von Dezember bis Mai, weitläufige Gebiete durchstreifen \m<\ ausbeuten. Mit Vorliebe bewohnen sie Inseln der Waldregion mit Hochbäumen, welche weit über den Wasserspiegel ragen, sowie Altlachen, namentlich aber seeartige, freie Stellen mitten in ausgedehnten Sumpfland- schaften, deren uferlose, mit Schilf und Papyrus umfriedigte Grenzen mit Herminierien waldartig bestanden sind. An solchen Örtlichkeiten haust der Anhinget in grosser Anzahl, jedoch im ganzen nicht in geschlossenen Flügen, bisweilen aber gemischt mit afrikanischen Scharben. Die Nahrung besteht in Fischen und Fröschen, welche der Vogel schwimmend fängt; nach An- gabe meiner Jäger soll er auch auf Wasserschlangen Jagd machen. Ob- gleich mit vortrefflichen Flugwerkzeugen ausgerüstet, ist das Wasser sein vorzüglichstes Element. Der Vogel hält sich mehr an tiefen und ruhigen Stellen, wo er sich meist mit Fischerei beschäftigt, jedoch auch lange Zeit hindurch nur spielend taucht. Während des Schwimmens wird der Körper wagerecht getragen oder etwas nach vorn geneigt, und selten erblickt man mein- als ein Stück des Hinterrückens, welches über den Wasserspiegel hervorragt. Häufig ist der Körper aber gänzlich unter Wasser, und nur der Kopf und der schlanke, nach allen Seiten hin bewegliche Hals bleiben sichtbar. Auch legt der Anhinga weite Strecken so tief untergetaucht zurück, dass selbst auf dem glatten Stromspiegel nicht einmal eine wallende Bewegung entsteht, welche seinen Weg bezeichnet. Auf diese Weise ent- schwindet derselbe leicht dem Auge eines ungeübten und unkundigen Jägers, denn er erscheint, wenn er sich verfolgt glaubt, immer an Stellen, wo man ihn sicherlich nicht vermutet und nur mit Schwierigkeit wieder entdeckt, nämlich hart am Ufer, im Röhricht oder zwischen anderen Wasser- pflanzen, Gestrüpp und Wurzeln. Nur im äussersten Notfalle verlässt er sein Element. Öfter rasten diese Vögel während der heissesten Tageszeit im dichten, dunkelen Schatten auf überhängenden Ästen. Ihre Stellung ist dann eine höchst eigentümliche. Der Körper wird hart an den Stamm angedrückt Hoichunow, Die Vogel Afrikas. 7 Phalacrocoracidae — 08 — Anhinga und aufrecht gehalten, der Hals tief S- oder G-förmig eingebogen, während der Kopf entweder auf dem Kröpfe ruht oder schräg aufwärts schaut. Überrascht man schlafende Anhingas, so stürzen sie sich kopfüber, scheinbar ohne von ihren Flugwerkzeugen Gebrauch zu machen, senkrecht ins Wasser und flüchten tauchend. Ist jedoch die Örtlichkeit zum Tauchen nicht geeignet, so streichen sie weit ab. Der Flug hat Ähnlichkeit mit dem der Kormorane, ich fand ihn nicht schwerfällig, meist niedrig, gerade, rasch und lärmend. Hin und wieder ziehen mehrere, dicht hintereinander haltend, über den Strom hin. Wollen sie jedoch grössere Wegesstrecken zurücklegen, so suchen sie höhere Luftschichten zu gewinnen. Hat das straffe, kurze, teils zerschlissene Gefieder viel Wasser auf- gesaugt, so liebt es der Schlangenhals, sich an der Sonne zu trocknen. Zu diesem Zwecke lässt er sich auf einem schwimmenden Baumstamme, auf hervorragenden Steinen, Sandbänken oder kahlen Ambadjwipfeln nieder, breitet den Schweif aus und senkt und öffnet einen, zuweilen auch beide Flügel, wie dies die Geier zu thun pflegen. Ihre Rastplätze sind ganz von Unrat bedeckt, was bald ein Absterben der Wipfel und Äste zur Folge hat." (v. Heuglin). „Beim Fluge tragen die Schlangenhalsvögel den langen Hals am Grunde scharf nach oben gebogen, sozusagen geknickt. Ist ihr Gefieder stark durchnässt, so vermögen sie sich nicht völlig aus dem Wasser zu erheben, sondern flattern schwer, mit Schwanz und Rudern plätschernd und spritzend, über die Fläche hin. Ihre Stimme besteht in einem entenartigen Quaken. Im März, zur Paarungszeit, sieht man sie paarweise oder zu kleinen Trupps vereinigt, Flugkünste ausführen, welche man von diesen Vögeln nie erwartet hätte. In schönen, ruhigen Spiralen kreisen sie gleich Raubvögeln hoch in der Luft umher oder fliegen reissenden Fluges geradeaus. Am Ugallaflusse sieht man sie oft scharenweise über das Wasser hinfliegen. Die Flügel- schläge verursachen ein eigentümlich fuchtelndes Geräusch; doch ist der Flug keineswegs schwerfällig. Hier und da sitzen sie auf dem unterwaschenen Gewurzel und den weit über den Wasserspiegel ragenden Bäumen und Büschen, zuweilen in aufrechter Haltung, den Hals lang gestreckt, die Flügel ausgebreitet, um das durchnässte Gefieder in der Sonne zu trocknen. Überrascht fahren sie stets geräuschvoll heraus und streichen niedrig über die Wasserfläche hin, um am jenseitigen Ufer wieder aufzubäumen. Selbst wenn sie mit ganz untergetauchtem Körper im Wasser schwimmen, stehen sie oft, durch einen am Ufer fallenden Schuss erschreckt, auf, um abzufliegen. Herr Reichard beobachtete einmal einen Schlangenhalsvögel, welcher seinen Standpunkt auf dem Rücken eines schlafenden Flusspferdes genommen hatte." (Böhm). Die bläulichen, mit einem weissen Kalküberzuge versehenen länglichen Eier messen 52 — 56 X 34 — 37 mm. Gewicht 3000 — 4000 mg. Besondere Beachtung verdient die Mauser der Schlangenhalsvögel. Ein im Berliner Zoologischen Garten gehaltener Vogel mauserte auffallender" weise sämtliche Schwingen und grossen Flügeldecken auf einmal, wie die Entenvögel. Es bleibt festzustellen, ob hier ein durch die Gefangenschaft hervorgerufener Ausnahmefall vorlag, oder ob die Schlangenhalsvögel regel- mässig solche plötzliche, von der anderer Ruderfüssler abweichende Mauser haben. Pelecanidae — gg — Pelecanus IX. Pelecanidae — Pelikane Alle 4 Zehen durch Schwimmhäute verbunden; i. Zehe tief an- gesetzt; Lauf fast so lang als Mittelzehe; Schnabel mit weitem Hautsacke zwischen den Unterkieferästen; die langen Flügel reichen angelegt bis zum Ende des kurzen Schwanzes. — Die Pelikane, von welchen man g Arten kennt, die alle in einer Gattung begriffen werden, bewohnen die wärmeren Breiten aller Erdteile. Sie leben an Lagunen, Flüssen und Seen oder an Meeresküsten, nähren sich von Fischen und nisten in Sümpfen, auf sandigen Inseln oder flachen Küsten, wo sie ihre Nester locker aus Rohr- und Schilf- stengeln und Blättern aufschichten oder auch nur flache Vertiefungen im Sande mit wenigen Reisern auskleiden. Die Eier ähneln denen der Fluss- scharben. Trotz ihres plumpen Körpers fliegen die Pelikane sehr gut, wobei sie den Kopf dicht an den Körper anziehen. Sie schwimmen gut, können aber nicht tauchen, sondern fischen, indem sie schwimmend die Beute im Wasser ergreifen und in ihrem weiten Schnabelsacke bergen. Einige fischen stosstauchend, das heisst sie stürzen aus hoher Luft in das Wasser auf die Beute herab. Luftsäcke, welche bei diesen Arten die Brust umgeben, scheinen den Zweck zu haben, das Aufprallen des schweren Körpers auf das Wasser beim Stosstauchen zu mildern. Stellenweise sind auch die Pelikane, wie die Scharben und Tölpel, Erzeuger des Guanos. Pelecanus L. — Pelikan Pdecanus I.. S. X. X. 1758, 132 Onocrotalus Bri^s. Orn VI. 1760, 519. Typ.: Pelecanus onocrolalui L. Oryptopelicanus Rchb. Xat. S. Vög. 1853, VII. Typ .: P. erythrorhynchus Gm. Leptopelicanus ebenda. Typ.: P. fuscus Gm. Catoptro- pelicanus ebenda. Typ : P. conspicillatus Tem. Schlüssel der Arten: r. Stirnbefiederung in eine Spitze auslaufend; Schäfte der Handschwingen ganz weiss: 2 — Stirnbefiederung vorn breit, etwas eingebuchtet; Schäfte der Handschwingen hornbraun, nur an der Wurzel weiss: 93 P. rufescens. 2. Fl. 700 — 750, Sehn. 400 — 450, L. 130—140 mm lang: 91. P. onocrotalus. — Fl. 620 — 680, Sehn. 280 — 340, L. 100 — 120 mm lang: 92. P. roseus. 91. Pelecanus onocrotalus L. Lc Pelican d'Aubent. PI. Eni. IX. T. 63 Pelecanus onocrotalus L S. N. X. 1758. 132 - Rüpp. S. Üb. 1845, J 4° — Harü. Verz. Hamb. 1850, 44; W. Afr. 1857. 259; J. O. 1861, 274 — Gurn. Ibis 1808, 264 — Chapm. Trav. 1868, 424 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 849 — Shell. Ibis 1871, 317 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1496 — Bouv. Cat. 1875, 42 - Yerb. Ibis 1886, 24; 1896, 40 — Emin Z. Jahrb. 1892, 151 — Shell. B. Afr. I. 1896, 161 - Neum. J. Ü. 1898, 252 Onocrotalus brissonii Childr. Denh. Clapp. Trav. 1826, 205 Onocrotalus phoenix Less. Man. d'Orn. II. 1828, 371 [? Pelecanus crispus [non Bruch] Antin. Cat. 1864, n6| Pelicamis onocrotalus Lay. S. Afr. 1867, 381 7* Pelecanidae — ioo — Pelecanus Pelecanus longirostris Hume Stray Feath. 1877, 491 Pelecanus minor [non Rüpp.] Shell. Ibis 1886, 240. Abbild: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 282 — Dresser B. Eur. VI. T. 393. Var. sharpei Boc. Pelecanus sharpei Boc. P. Z. S. 1870, 173, 409; J. Lisboa XI. 1871, 166; Angola i88r, 525 — Sei. P. Z. S. 1871, 632 T. LI. — Heugl. NO.*Afr. II. 1873, 1502 Pelecanus onoerotalus var. sharpii Dub Bull. Belg. 1883, 8 Pelecanus sharpii Shell. B. Afr. I. 1896, 161. Abbild.: P. Z. S. 1871 T. LI. Weiss, rosig verwaschen, ein mehr oder weniger deutlicher ocker- gelblicher Brustfleck; Handschwingen und Handdecken schwarz, erstere mit weissen Schäften; Armschwingen schwarzbraun, die inneren mehr grau- braun, mit breiten weissen Säumen; Auge rot; nackte Augengegend rötlich weiss oder gelblich, nach Neumann hell mennigrot; Schnabel bleigrau, an den Rändern gelblich oder rötlich; Kehlsack gelb; Füsse strohgelblich. Lg. etwa 1800, Fl. 700 — 750, Schw. 180 — 210, Sehn. 400 — 450, L. 130 bis 140 mm. Das Weibchen hat einen Schopf langer lanzettförmiger Federn am Hinterkopfe. Der junge Vogel hat rostbraunes bis graubraunes Gefieder. Bocage beschrieb eine eigentümliche Form mit ockergelblichem Unter- körper und rotbraunem Kropfflecke (P. sharpei Boc). Es bleibt festzustellen, ob hier nur eine zufällige Abweichung oder ständig unterschiedene Form vorliegt. Südeuropa, Kleinasien bis Nordchina, Afrika: Senegambien (Berl. Mus.); Kitta (Pless.); Daranka (Marche, Comp.); Kasengo (Touls.) [var. sharpei]; Mossambik (Ptrs.); Schirwasee IX. (Sharpe); Manjarasee XI. „Jahasi", Ngurumansalzsee X- — XII. (Neum.); Weisser Nil auf dem Zuge (Emin). Über die Lebensweise der Pelikane in Nordostafrika schreibt von Heuglin: „Sie sind gesellige Tiere und bedürfen zu ihrer Nahrung eine ungeheuere Menge von Fischen. Mit Tagesgrauen verlassen die einzelnen Flüge ihre Nachtherbergen, welche oft fern vom Strom, mitten in der Wüste gelegen sind, um in den Lagunen und Seen, im Nil und seinen Armen, oder endlich auf überschwemmten Feldern einzufallen. Dort wählen sie seichtere Stellen zwischen Sandbänken und Inseln, gleichviel ob die Strömung eine heftige ist oder nicht. Man sieht sie dann einzeln oder paarweise, ge- wöhnlich aber in grösseren geschlossenen Massen eifrig dem Fischfange ob- liegen. Dies geschieht immer nur schwimmend. Häufig umschliesst eine Reihe von Pelikanen eine kleine Bucht und treibt die Fische gegen das Ufer. Die Vögel sind unfähig zu tauchen. Sie stossen, den Hals und Kopf so tief als möglich unter die Oberfläche schnellend, nach ihrer Beute, die sie des ungemein trüben Wassers wegen offenbar häufig nicht zu sehen im- stande sind. Kleinere Fischbrut wird ohne weiteres verschlungen; stärkere Fische dagegen hebt der Pelikan hoch auf und wirft sie, nachdem er ihnen eine mundgerechte Lage gegeben, in den Rachen. Hartschuppige Arten liebt er weniger als schuppenlose oder feinschuppige. Hauptsächlich fand ich verschiedene Siluriden (Silurus auritus, Schübe, Bagrus, Synodontis, Ciarias, Heterobranchus) und Mormyriden im Kröpfe und Magen, und zwar nicht selten Stücke von 1 — 3 Pfund Gewicht. Nach eingenommener, sehr Pelecanidae — IOI — Pelecanus reichlicher Nahrung begehen sich die Vögel ans Land, entweder auf niedere Landzungen und Sandbänke oder in die weite Wüste, auf Hügel und Dünen, die ihnen eine freie Aussicht gestatten. An solchen Örtlichkeiten sieht man oft Hunderte, ja Tausende derselben beisammen. Gewöhnlich drängen sich diese Gesellschaften auf einen engen Raum zusammen, während einzelne, vielleicht als Wachtposten, ferner stehen. In der glühendsten Sonnenhitze scheinen sie sich recht wohl zu befinden, aber die Kälte sagt ihnen offen- bar nicht zu. In nebligen, windigen und kühlen Morgenstunden kauern sie sich zitternd zusammen. Auf den Rastplätzen überlassen sich diese Vögel übrigens nicht ausschliesslich der Ruhe, obgleich viele in liegender Stellung oder stehend, den Schnabel auf den Kropf gelehnt oder unter die Rückenfedern versteckt, des Schlafes pflegen; andere dagegen reinigen ihr Gefieder, reiben dasselbe mit Fett ein, während wieder andere sich klappernd und fauchend beunruhigen, ohne jedoch ernstliche Angriffe zu unternehmen. Ihre Haltung hat etwas Gemessenes und Gravitätisches und ist dabei nicht unschön, ich möchte sagen, elegant; der Flug ist in Anbetracht des schweren Körpers leicht und ausdauernd. Um vom Boden oder aus dem Wasser aufzugehen, bedarf der Pelikan eines Anlaufes und schwerer, kräftiger, ungemein lärmender Flügelbewegungen. Hat er sich einmal ein Stück weit aufgeschwungen, so schwebt und schwimmt er teilweise. Während der heissesten Tageszeit bemerkt man auch grosse, jedoch stets aufgelöste Ge- sellschaften, die hoch in den Lüften weite Kreise ziehen. Wandernde Pelikane reihen sich in lange Linien, welche aber ihre Ordnung von Zeit zu Zeit zu ändern pflegen. Während des Auffliegens wird Kopf und Hals mehr vorgestreckt, dann aber letzterer tief S-förmig eingezogen, so dass der Schnabel auf den Kropf zu liegen kommt. Der Vogel breitet selbst schwebend die Flügel nie ganz aus, und er hebt dieselben auch nicht be- sonders hoch; das Gelenk des Vorderarmes bildet immer eine auffallende Ecke. Eine reichliche Morgenmahlzeit genügt dem Pelikan für den ganzen Tag; doch sieht man ihn auch häufig noch gegen Sonnenuntergang dem Fischfange obliegen. Je nach der Örtlichkeit bringen die einzelnen Gesell- schaften die Nacht auf Sandbänken, in der Wüste oder endlich auf Hoch- bäumen in der Nähe der Lagunen zu. Im Nildelta bedecken sie häufig die breitästigen Albizien, Sykomoren und Akazien." Nach v. d. Mühle nisten die Pelikane in schwer zugänglichen Sümpfen. „Wo schwimmende Inseln sich befinden, stehen auf diesen, dicht aneinander gedrängt, die grob aus Rohr und Schilf zusammengetretenen, meistens nassen und feuchten Nester. Die ganze Umgegend ist mit dem dünnflüssigen, weissen Unräte der Vögel bedeckt, und die Ausdünstung desselben, sowie einer Menge faulender Fische, die beim Füttern verloren gingen, verbreitet einen ekelerregenden, unerträglichen Gestank." Die Eier sind länglich, weiss, mit einem Kalküberzuge versehen. Masse: 93X58 mm, 19000 — 20000 mg. 92. Pelecanus roseus Gm. Pelecanus roseus Gm. S. N. II. 1788, 570 Pelecanus manillensis Gm. S. N. II. 1788, 571 Pelecanus javanicus Horsf. Trans. L. S. XIII. 1822, 197 Pelecanus minor Riipp. Mus. Senckenb. II. 1837, 185; S. Üb. 1845, 132. 1.40 T. 49 — Elliot P. Z. S. Pelecanidae — 102 — Pelecanus 1869, 580 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 371 — Shell. B. Afr. I. 1896, 161 Pelecanus miiratus Lcht. Abh. Akad. Berl. 1838, 436 T. III. — Grill Vict. Z. Ant. 1858, 11. 56 — Gurn. Ibis 1861, 135 -- Sei. P. Z. S. 1868, 266 Fig. — Heugl. NO. Afr. IL 1873, 1500 — Bot Angola i88r, 524 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 343 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 776 - Fleck J. O. 1894, 38° Pelecanus ealirhynchus Ilodgs. Gray Zool. Mise. 1844, 86 Pelecanus pyymaeus Brehm Vogelf. 1855,362 Pelecanus giganteus A. Brehm J. O. 1855, 94 Pelecanus megalophus Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 324 [nom. nud.] Pdeeanus onocrotalus [non L.] Chapm. Trav. II. 1868, 424 Pelecanus onoerotalus var. minor Dub. Bull. Belg. 1883, 7. Abbild.: Riipp. S. Üb. T. 49 — P. Z. S. 1868, 266 Kopf. In der Gefiederfärbung von P. onocrotalus nicht verschieden, aber kleiner. Lg. etwa 1500, Fl. 620 — 680, Sp. 2750, Schw. 180 — 205, Sehn. 280 bis 340, L. 100 — 120 mm. Es ist auch angegeben worden, dass P. roseus nur 22, P. onocrotalus dagegen 24 Schwanzfedern habe, doch ist dieses Kennzeichen unzuverlässig. Von den typischen Stücken des P. niitratiis Lcht. im Berliner Museum hat eines ( 9 Kaffernland, Krebs) 22, ein anderes ( $ Nordostafrika, Boissonneau) 24 Schwanzfedern. Bei ersterem ist der Flügel 660, der Schnabel 325, bei letzterem Fl. 620, Sehn. 325 mm lang. Südosteuropa, Kleinasien, Indien, Sundainseln, Philippinen, Afrika: Humbe (Anch.); Walfischbucht, Sandwichhafen, Ngamisee, Onandovvasee (Anderss.); Ngamisee (Fleck); Kn} T sna V. (Vict.); Oranjefreistaat, Kapland (Holub); Kaffernland (Krebs); Natal (Gueinz.); Weisser Nil (Heugl.); Nord- ostafrika (Boissonneau). 93. Pelecanus rufescens Gm. Pelecanus rufescens Gm. S. N. II. 1788, 571 -- Cretzschm. Atlas 1826, 31 T. 21 — Fräs. P. Z. S. 1842, 144 — Rüpp. S. Üb. 1845, 140 — Strickl. P. Z. S. 1850, 221 — Hartl. Verz. Ilamb. 1850. 44; W. Afr. 1857, 259 ; }. O. 1861, 274 — Brehm J. O. 1855, 92. 93 — Gurn. Ibis 1861," 135; 1868, 264 — Sei. P. *Z. S. 1868, 267 T. XXVI.; 1871, 633 — Gab. v. d. Deck. R. III. 1869, 51 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 849 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 330 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 516 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1503; R. NO. Afr. IL 1877, 270 — Bouv. Gat. 1875. 42 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 247; 1879, 295 — Fschr. J. O. 1878, 296; 1885, 1T4; Z. g. O. 1884, 394 — Boc. Angola 1881, 523 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 777 — Salvad. Ann. Genova 1884, 250 — Böhm J. O. 18B5, 62 — Dub. Bull. Belg. 1886, 150 — Hart. J. O. 1886, 612 — Matsch. J. O. 1887, 137 — Oust. Nat. 1893. 128 — Rchw. D. Ö. Afr. 1894,' 24 — Sjöst. Vet. Ak. Handl. 27. 1895, 2 5 — Shell. B. Afr. 1. 1896, 161 — Neum. J. O. 1898, 253 Pelecanus crisiatus Less. Traite d'Orn. 1831, 602 Pelecanus phaeospilus Wagl. Isis 1832, 1233 Pelecanus sp. Kirk Ibis 1864, 338 Pelicanus rufescens Lay. S. Afr. 1867, 382 — Blanf. Abyss. 1870, 442 Pelicanus philippensis (non Gm.] Blanf. Abyss. 1870, 442 Pelecanus philippensis var. rufescens Dub. Bull. Belg. 1883, 9 Pdeeanus onocrotalus |non L.[ Yerbury Ibis 1886, 24; 1896, 40 — |Barnes Ibis 1893, 179I. Abbild.: Cretzschm. Atlas T. 21 — P. Z. S. 1868 T. XXVI. Weiss, die langen lanzettförmigen Schopffedern am Hinterkopfe, oft auch ein Streif längs der Nackenmitte graubraun verwaschen; Mitte des Rückens, Bürzel, Weichen, Unterflügel- und Unterschwanzdecken hell rosig- weinfarben; Schulterfedern und Flügeldecken weiss, silbergrau angeflogen, mit hornbraunen bis schwarzen Schäften; Schwanzfedern silbergrau, längs des Schaftes dunkelbraun, Schaft selbst hornbraun bis schwärzlich; Hand- schwingen und Handdecken schwarzbraun, erstere mit hornbraunem, nur an der Wurzel weissem Schafte; Armschwingen silberweiss bis silbergrau, Anatidae — 103 — Anatidae längs des Schaftes dunkelbraun; Auge gelbbräunlich; Schnabel weissgelb, Nagel orange; Kehlsack fleischfarben oder bläulich, mit gelblichen Adern; nackte Augengegend gelblichgrau, vor dem Auge ein tiefgrauer Fleck; Füsse gelblichweiss. Lg. etwa 1400 — 1500, Fl. 560 — 600, Schw. 200 — 230, Sehn. 3 IQ — 375- L. 85—90 mm. Der junge Vogel hat mehr oder weniger braunes Gefieder. Afrika vom 16. ° n. Br. südlich, Südarabien: Gambia (Rend.); Egga X. (Fräs.); Niger (Fräs., Baikie); janssokoa, Rara, Sokoto, Wurnu (Hart.); Massake, Memo (Sjöst); Gabun (Verr., Fosse); Ogowe, Onanguesee (Marche, Comp.); Kongo (Maxwell); Ubangi (Dyb.); Mossamedes, Koroka „Kicua" (Anch.); Kapstadt, Zoetendals Vley X. (Lay.); Natal (Ayres); Sambesi, Kingani (Kirk); Tana, Lamu „Hajawa", Kingani, Massailand, Nguruman, Kokotoni (Fschr.); Natronsee V. (Trotha); Karema (Böhm); Osi (v. d. Deck); Manjarasee, Victoria Niansa an der Kawirondoküste III., Budduküste VI., Ssesseinseln (Neum.); Massaua IV., Cialalakasee XII. (Antin.); Sulla, Dissiinsel VIII. (Blanf.); Chartum IX. (Brit. Mus.); Aden VI. (Yerb.); Kordofan (Peth.); Nubien, Dongola, Berber, Weisser Nil, Kordofan, Aden, Tanasee, Küste des Roten Meeres südlich des 20. Grades (Heugl.). Kirk fand an der Kinganimündung eine Brutkolonie des braunen Pelikans auf einer sandigen Insel. Die Nester bestanden in flachen Vertiefungen im Sande, die nur mit wenigen Reisern ausgelegt waren. Nest stand bei Nest. Die Gelege enthielten 2 bis 4 Eier. X. Anatidae — Entenvögel Schwimmhäute zwischen den Vorderzehen; Schnabel mit einer nagei- förmigen Hornplatte an der Spitze und einer Reihe Hornzähne oder Lamellen an den Rändern. — Die Entenvögel, von welchen man gegen 200 Arten unterscheidet, sind über die ganze Erde verbreitet. Sie zerfallen in 4 Unter- familien: Merginae, Cygninae, Anätinae und Ansevinac, von denen jedoch nur die beiden letzteren Gruppen Vertreter in Afrika, und zwar 29 Arten aufzuweisen haben. — Die Entenvögel bewohnen vorzugsweise süsse Ge- wässer, Seen und Flüsse oder sumpfige Niederungen, aber auch das Meeres- gestade. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich in Pflanzenstoffen, daneben auch in kleinem Getiere, Würmern, Insekten und deren Larven, ferner in Laich und Fischen. Die Nester werden bald auf der Erde in Sümpfen, in Seen zwischen Rohr, Schilf und Binsen, oder auf trockenem Boden unter Gestrüpp, bald auf Bäumen, in Baumhöhlen oder in alten Raubvogelhorsten angelegt und häufig mit den Dunen, die das Weibchen sich selbst aus- rupft, weich ausgepolstert. Die Eier sind glattschalig, von weisser, grünlicher oder lehmgelblicher Färb-. Zur Brutzeit leben die Entenvögel in Paaren, ausser derselben in Scharen beisammen. Die Mauser ist nach der Brutzeit so stark und plötzlich, dass die Vögel zeitweise flugunfähig werden. Die Jungen schlüpfen sehr entwickelt, mit dichtem, fettigem Flaume bekleidet, Anatidae — 104 — Erismatura aus dem Ei und können sich sofort auf das Wasser begeben und unter Führung der Alten Nahrung suchen. Schlüssel der Gattungen: 1. Hinterzehe mit breitem Hautsaume; Aussenzehe so lang als Mittelzehe: 2 — Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe deutlich kürzer als Mittelzehe: 4 2. Sehwanzfedern auffallend starr und lang, von etwa der Hälfte der Fitigellänge oder darüber; Schnabel- nagel mit der Spitze rückwärts gebogen: .... Erismatura . . . S. 104 - Schwanzfedern kürzer als die Hälfte der Flügellänge; Schnabelnagel mit der Spitze abwärts gebogen: 3 3. 2. und 3. oder 2. bis 4. Schwinge am längsten: . . Thalassornis . . S. 105 — 1. und 2. Schwinge am längsten: Nyroca . . . . S. 107 4. Zügel befiedert: 5 - Zügel nackt: Plectropterus . . S. J33 5. AngelegteFlügel nicht bis zumSch wanzende reichend : 6 — Angelegte Flügel bis zum Schwanzende reichend oder dieses überragend: 10 |s. auch Dendrocygna unter 9) 6. Höhe des Schnabels an der Wurzel gleich der Länge desselben von der Stirn bis zum Nagel: Nettapus . . . . S. 127 — Höhe des Schnabels an der Wurzel wesentlich kürzer als dessen Länge von der Stirn bis zum Nagel: 7 7. Schnabel nach der Spitze zu löffelartig verbreitert: Spatula . . . . S. l 10 — Schnabel nach der Spitze zu nicht oder nur wenig verbreitert: 8 8. 1. und 2. Schwinge am längsten, 3. deutlich kürzer: Anas S. 1 1 1 — 2. und 3. oder 2. bis 4. Schwinge am längsten, 7. deutlich kürzer; Flügel unter 280 mm lang: 9 — i. bis 3. Schwinge etwa gleich lang; Flügel 280 mm und darüber lang: Sarkidiornis . . . S. 128 9. Breite des Schnabels bei den Nasenlöchern deutlich kürzer als die Hälfte seiner Länge von der Stirn- befiederung bis zum Nagel: Dendrocygna . . S. 124 — Breite des Schnabels bei den Nasenlöchern so lang oder länger als die Hälfte der Entfernung des Nagels von der Stirnbefiederung: Pteronetta . . . S. 123 10. Am Wurzelteile des Oberkiefers deutlich über den Schnabelrand vorspringende Hornlamellen; Lauf länger als die Innen-, aber kürzer als die Mittelzehe: Casarca . . . . S. 136 — Keine vorspringenden Hornlamellen am Wurzelteile des Oberkieferrandes, nur Querleisten an der Innen- seite: n 1 1. Lauf so lang als die Mittelzehe oder länger; Schnabel- firste deutlich eingebuchtet: Chenalopex . . . S. 131 — Lauf nur so lang als die Mittelzehe ohne Kralle; Schnabelfirste gerade, nicht eingebuchtet: .... Cyanochen . . . S. 138 Erismatura Bp. Ruderente Erismatura Bp. Sagg. Distr. Met., Agg. e Corr. 1832, 143. Typ-: Anas jamaicensi, Gm. Oereonectes Wagl, Nis 1832, 282. Typ.: Anas leueoeephahts Scop. Anatidae — 105 — Thalassornis (it/mmtra Nutt. Man. II. 1834, 426. Typ.: Anasjamaieensis Gm. ündina Gould B. Eur. \ T . 1837, T. 383. Typ.: Anas leueoeephulus Gm. Bythonessa Glog. Hand- u. Hilfsb. 1842, 472. Desgl. Schwanzfedern starr, schmal und lang, halb so lang als der Flügel oder länger; Hinterzehe mit breitem Hautsaume; Aussenzehe so lang als die Mittelzehe; Lauf etwa halb so lang als die Mittelzehe; Schnabel breit und kurz, Firste stark eingebuchtet, Nagel mit der überragenden Spitze rückwärts gebogen. — 7 Arten in Südrussland, Kleinasien, Afrika, Australien und Südamerika; 1 in Afrika. 91. Erismatura maecoa (A. Sm.) Oxyura maecoa A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 37 [110m. nud.]; III. S. Afr. 1847, T. 108. 109 Erismatura maecoa Lay. S. Afr. 1867, 356 — Ayres Ibis 1869, 302 — Gurn. Damara 1872, 344 — Sharpe Law S. Afr. T884, 7 02 — Salvad. Ann. Genova 1884, 249; 1888, 325 — Gigl. Ann. Genova ]886,'6o — Rchw. 1). O. Afr. 1894, 26 — Shell. B. Afr. I. 1896, 174 — Neum. J. O. 1898, 254 Erismatura Imcocephala africana Rchb. Nata- tores 1845, T. XLIV. F. 899 Erismatura moeoa Sei. P. Z. S. 1880, 530. 534. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 108-109. Kopf, Genick und Kehle schwarz; unterer Teil des Halses, Brust, Körperseiten, Oberkörper und Oberschwanzdecken kastanienrotbraun, Kropf und Brust häufig veilchenrot glänzend, Bürzelfedern schwarz mit rotbraunen Spitzen; Federn von Bauch, Steiss und Schenkel graubraun mit gelbbraunen Spitzen; Unterschwanzdecken graubraun mit rostfarbenen Spitzen; Flügel- decken und Schwingen düster graubraun, die inneren Flügeldecken mit rotbraunen Säumen, die innersten Armschwingen schwarzbraun; Unter- flügeldecken fahlgraubraun mit weissen Spitzen; Schwanzfedern schwarz; Schnabel und Füsse blauschwarz, nach Neu mann Schnabel türkisblau, Füsse dunkel schiefergrau; Auge dunkelbraun. Lg. etwa 450, Fl. 160 — 180, Schw. 70 — 85, Sehn. 42 — 45, L. 34 — 36 mm. Beim Weibchen ist die Oberseite schwarz mit feiner zackiger, gelb- brauner Querbindenzeichnung; ein weisser Fleck an der Schnabelwurzel, der sich in eine unterbrochene, über die Wange unterhalb des Auges ver- laufende Binde fortsetzt; Kehle weiss; Federn der übrigen Unterseite düster graubraun mit blass strohgelben Spitzen; Flügeldecken und Schwingen dunkel graubraun, die inneren wie der Rücken gefärbt. Bewohnt Süd- und Ostafrika nordwärts bis Schoa: Cap Fiats, Verloren Vley (Lay.); Dumbleton (Vict.); Transvaal, Vaalfluss XII. (Ayres); Oranje- fluss (A. Sm.); Naiwaschasee X. (Jackson); Mkerosumpf, Kibaja Massai VI. (Neum.); Cialalakasee I., Haddosee V. (Antin.); Horasee V., Arsedisee VI. (Rag.); Ankober VIII. (Trav.). „Auf den Süsswasserteichen des südlichen Massailandes im Juni. Aul den Salzseen nicht vorkommend. Sehr scheu. Versucht nie durch Fliegen zu entkommen, sondern stets durch Tauchen." (Neum.) Thalassornis Eyt. Thalassornis Eyt. Mon. Anat. 1838, 70. Typ.: Th. leueonotus Eyt. Thalassiornis Cray den. B. III. 1844, 626. Anatidae — 106 — Thalassornis Hinterzehe mit breitem Hautsaüme; Aussenzehe so lang als die Mittel- zehe; Lauf etwa halb so lang als die Mittelzehe; Schwanz bedeutend kürzer als die Hälfte der Flügellänge; 2. und 3. oder 2. bis 4. Schwinge am längsten, 1. etwas kürzer; Schnabelfirste fast gerade, Nagel mit der überragenden Spitze abwärts gebogen. — Nur 1 Art in Süd- und Ostafrika. 95. Thalassornis leueonotus Eyt. Clangula leueonata A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 37 [nom nud.]; 111. S. Afr. 1846, T. 107 — Chapm. Trav. II. 1868, 423 Thalassornis leueonolus Eyt. Mon. Anat. 1838, 168 — Gurn. Ibis 1861, 134; 1862, 39 Anai brevipennis |Lcht.| Gray Gen. B. App. 1849, 28 Thalussionüs Imeonota Ilartl. J. O. 1860. 174 — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 51 — Finsch Ilartl. O. Afr. 1870, 816 — Fschr. Rchw. J. O. 1880, 139 — Böhm O. C. 1882, 52; J. O. 1882, 184 -- Fschr. J. O. 1885, 115 — Rchw. J. O. 1887, 46; 1889, 265; Jahrb. Hamb. 1893, 5; D. O. Afr. 1894, 25 — Matsch. J. O. 1887, 157 — Fleck J. O. 1894, 381 — Shell. B. Afr. I. 1896, 173; Ibis 1899, 282 Erismatura leueonota Mont. P. Z. S. 1865, 89 Thalassornis leueonota Lay. S. Afr. 1867, 356 — Gurn. Ander.ss. Damara 1872, 343 — Ayres Ibis 1874, 105 — Rchw. J. O. 1877, n — Boc. Angola 1881, 505 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 428 -- Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 761 — Böhm J. O. 1885, 38 - - Symonds Ibis 1887, 336 — Salvad. Ann. Genova 1888, 324 -- Nicholls u. Eglington Sportsm. in S. Afr. 1893, 125 — Shell. Ibis 1896, 240 Anai sp. Böhm J. O. 1885, 51; 1887, 157. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 107. Federn des Oberkopfes schwarz, oft mit undeutlichen ockergelblichen Strichen oder Querbinden; Nacken und Kopfseiten auf ockergelbem Grunde schwarz gefleckt; am Schnabel ein weisser oder gelblich weisser Wangcn- fleck; obere Kehle schwarz mit mehr oder weniger ausgebildetem weissen Kinnflecke, der sich oft längs der Kehlmitte hinzieht; untere Kehle wie die oberen Halsseiten rein ockergelb; unterer Teil des Halses, Oberrücken, Flügeldecken, Schulterfedern und Weichen schwarz und ockergelb quer- gebändert (auf den Schulterfedern das Ockergelb am dunkelsten); Unterrücken und Bürzel weiss; Mitte des Unterkörpers blass ockergelb, mehr oder weniger schwarzgrau gefleckt oder gebändert; Steiss schwarzgrau bis braun- schwarz, oft mit weissen Federsäumen ; Unterschwanzdecken schwarzgrau mit breiten weissen oder ockergelben Federsäumen; Unterflügeldecken weiss, oft mit grau oder graubraun gemischt; Schwanzfedern braunschwarz mit blass ockergelben Randflecken; Schwingen dunkelbraun, die letzten Arm- schwingen mit ockergelben Randflecken; Auge braun bis rotbraun; Schnabel schwarz, oft gelb gefleckt; Füsse schmutzig grau oder bleigrau, Schwimm- häute schwarz. L. 330 — 400, Sp. 670, Fl. 160 — 180, Fl. Schw. 40 — 60, Schw. 45—65, Sehn. 37—40, L. 35—38 mm. Weibchen vom Männchen nicht verschieden. In Süd- und Ostafrika nordwärts bis Schoa und Loango: Cialalakasee II. (Rag.); Kageji XL, Sansibar VII. (Fschr.); Sansibar, Igonda IX., Ugalla III. (Böhm); Usaramo II., Irangi VI., Quiliraane I. „Battinu" gen. (Stuhlm.); Schirwasee (Sharpe); Soraba (Manning); Newcastle IX. (Shell., Reid); Pot- chefstroom, Transvaal, Natal (Ayres); Ingangane X. (Butl); Büffelfluss IX. (Feild.); Kroonstad III. (Sym.); Kapstadt, Zoetendals Vley (Lay.); Verloren Vley (A. Sm.); Gross Namaqua, Omanbonde, Ondonga XI. (Anderss.); Nukana VII., Barstard- und Namaland (Fleck); Mossamedes (Mont.); Mossa- tnedes, Koroka (Anch.); Benguella (Mont.); Tschintschoscho (Falkenst.). Anatidae — 107 — Nyroca Anderssein traf diese Ente einzeln und paarweise. Aufgescheucht, flattert sie nur kurze Strecken dicht über dem Wasser hin und sucht drohender Gefahr durch Tauchen, das sie lange aushalten kann, zu ent- gehen. — In Natal bewohnt sie nach Ayres Lagunen und Sümpfe in der Nähe der Flussmündungen. Die Nahrung besteht hauptsächlich in den Samen von Wasserpflanzen. Sie taucht vortrefflich und fliegt trotz ihrer kleinen kurzen Flügel rasch und gut. Während der Sommermonate zu Scharen vereint, paart sie sich Anfang Winters. Im August sieht man junge Vögel. Im September fand Ayres das Nest dieser Ente. Es stand in- mitten eines Teiches zwischen Binsen unmittelbar über dem Wasser. Es enthielt 3 verhältnismässig grosse, grünlichweisse Eier. Wie es scheint, gleitet der brütende Vogel, wenn jemand dem Brutplatze naht, ins Wasser und taucht sofort unter, so dass man seine Flucht nicht bemerkt. — „Auf- gestört pflegen diese Enten erst eine Strecke weit mit Hilfe der Flügel über das Wasser zu laufen, um dann schnurrenden Fluges dicht über die Wasser- fläche hinzustreichen, wobei sie die Ständer in sonderbarer Weise steif nach hinten ausstrecken. Sie liegen sehr fest und tief im Wasser und lassen sich ohne Mühe mit dem Kahne anfahren." (Böhm). Nyroca Flem. Nyroca Flem. Phil. Zool. II. 1822, 260. Typ.: Anas nyroca Güld. Aylhia Boie Isis 1822, 564. Typ.: Anas ferina I.. Fuligula Steph. Gen. Z. XII. 2. 1824, 187. Kein Typ. Aithya Kaup Nat. Syst. 1829, 99. Typ.: Anas ferina L. Fulix Sund. Vet. Ak. Handl. Stockh. 1835, 129 Marila Rchb. Av. S. N. 1852, VIII Aristonetla Baird B. N. Amer. 1858, 793. Typ.: Anns vallisneria Wils. Netlarion Baird ebenda 790. Typ.: Anas fuligula L. llyoneüa Heine Nom. M. II. 1890, 347 (= Nyroca Flem.). Hinterzehe mit breitem Hautsaume; Aussenzehe so lang als die Mittel- zehe; Lauf halb so lang als die Mittelzehe oder so lang als die Innenzehe ohne Kralle; Schwanz bedeutend kürzer als die Hälfte der Flügellänge; 1. und 2. Schwinge am längsten; Schnabelfirste schwach ausgebuchtet, Nagel mit der überragenden Spitze abwärts gebogen. — 15 Arten in allen Erdteilen, 3 davon in Afrika. Schlüssel der Arten: 1. Unterkörper weiss: 2 — Unterkörper braun oder graubraun: 97. N. capensis. 2. Kopf schwarz: 96. N. fuligula. — Kopf rotbraun: 98. N. nyroca. — Kopf braun: 3 3. Ilinterkopffedern zu einem Schopf verlängert: . . 96. N. fuligula c u. iuv. — Hinterkopffedern keinen Schopf bildend: .... 98. N. nyroca £ u iuv. 96. Nyroca fuligula (L.) — Reiherente Anas fuligula L. S. N. X. 1858, 128 Anas lencotis Herrn. Tab. Alf. Anz. 1783. 161 Anas oolymbis Pall. Z. R. Äs. II. 181 1, 266 Anas cristata Leach S. Cat. Br. M. 1816, 39 Fuligula cristata Rüpp. S. Üb. 1845. 138 — Blanf. Abyss. 1870, 437 Anatidae — 108 — Nyroca - Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 329 — Salvad. Ann. Genova 1884, 247; 1888, 323 Faligula vulgaris Hodgs. Gray Z. Mise. 1844, 86 Fidigula patagiata Brehm Vogelf. j855> 381 Nyroca latirostris |Less.] Bp. Compt. Rend. XLIII. 1856, 657 Faligula linnei Malm. Göteb. oeh Bohusl. Faun. 1877, 350 Faligula fidigula Butt. N. Leyden XIV. 1892, 30 - Shell. B. Afr. I. 1896, 173. Abbild.: Naum. Vög Deutschi. XII. T. 310 — Dresser B. Eur. VI. T. 437. Hinterkopffedern zu einem Schöpfe verlängert. Kopf, Hals, Oberkörper, Schwanz und Unterschwanzdecken schwarz, die Kopfseiten veilchenfarben oder stahlgrün glänzend, Kropffedern mit weissen Säumen, bisweilen ein weisser Kinnfleck; Schulterfedern schwarz mit feiner gelbbräunlicher Punktierung; Unterkörper und Unterflügeldecken weiss; Hosen und Steiss- seiten schwärzlich graubraun mit feiner heller Punktierung; Flügeldecken schwarzbraun, die grossen am Ende stahlgrün glänzend, ebenso die letzten Armschwingen; Handschwingen fahlbraun mit schwarzem Ende und Aussen- saume, unterseits silbergrau, Armschwingen weiss mit schwarzer Endbinde; Schnabel grau mit schwarzem Nagel; Auge gelb; Füsse blassgrau, die Schwimmhäute schwärzlich. Lg. etwa 400 — 420, Fl. 200, Schw. 60 — 65, Sehn. 40 — 42, L. 30 mm. Beim Weibchen ist der Schopf kürzer. Kopf, Hals und Weichen sind dunkelbraun, Augengegend schwärzlich; Oberkörper, Flügeldecken und Schwanz braunschwarz; vordere Wangen am Schnabel weisslich. Beim jungen Vogel ist das Braun von Kopf, Hals und Weichen heller als beim Weibchen, die Augengegend nicht schwärzlich. Bewohnt Europa, das westliche und mittlere Asien bis Japan und Nordafrika und scheint in Abessinien und Schoa auch noch als Brutvogel vorzukommen: Abessinien im Winter (Rüpp.); Aschangisee V. (Blanf., Jesse); Aden (Br. M.); Cialalakasee X. XI. XII., Haddosee V. (Antin.); Horasee VI. (Rag.); von Demery am Sulymaflusse in Liberia gesammelt [!]. 97. Nyroca capensis (|Cuv.| Less.) Anas capensis [non Gm.], [Cuv.] Less. Tr. d'Orn. 1831, 632 — Puch. R. M. Z. 1850, 545 — Hartl. J. O. 1855, 419 Faligula capensis [non Gm.] A. Sm. Cat. S. Afr. M. 1837, 36 — Rc'hw. D. O. Afr. 1894, 26 [? Fidigula lateralis A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. '^37, 36] Nyroca brunnea Eyt Mon. Anat. 1838, 161 T. 23 — Strickl. Sei. Contr. Orn. 1852, 160 — Lay. S. Afr. 1867, 355 — Ayres Ibis 1871, 266 — Shell. Ibis 1896, 240; B. Afr. 1 1896, 173 — Neum. J. O. 1898, 254 — Hinde Ibis 1898, 584 Nyroca capensis Puch. R. M. Z. 1850, 548 — Hartl. J. O. [855, 419 Aylhia capensis Gurn. Anderss. Damara 1872, 342 — Boc. Angola 1881, 505 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 428 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884. 760 - - Kuschei J. O. 1895, 84 [Ei] Fuligula brunnea Gurn. Ibis 1864, 355 -- Salvad. Ann. Genova 1884, 248 Fidigula nyroca |non Giild] Chapm. Trav. II. i853, 423 Fuligula meridionalis Hart. Kat. Vogels 1891, 233 Aythya capensis Dubois Bull. Belg. 1886, 150 — Shell. Ibis 1894, 47^- Abbild.: Eyt. Mon. Anat. T. 23. Oberkopf und Nacken schwarz mit Purpurglanz; Kopfseiten düster rot- braun, die vorderen Wangen schwärzlich; Hals schwarz, auf dem Kröpfe in braunschwarz übergehend; Oberkörper und Flügeldecken schwarzbraun, fein gelbbräunlich punktiert; Unterkörper graubraun mit rostbräunlichen Federsäumen, Körperseiten düster rostbräunlich; die äusseren und inneren Unterflügeldecken schwarzbraun, der mittlere Teil derselben grau, die grösseren zum Teil weiss; Handschwineren fahlbraun mit schwarzem Ende und Anatidae — J09 — Nyroca Aussensaume, unterseits grau; Armschwingen weiss mit schwarzem Ende und Aussensaume und schmalem weissen Endsaume, die inneren schwarzbraun mit Stahlglanz; Schwanz schwarzbraun; Auge gelb bis ziegelrot; Schnabel blaugrau mit schwarzem Nagel; Füsse grau, Schwimmhäute dunkler. Lg. etwa 420 — 460, Fl. 210 — 230, Schw. 75, Sehn. 45, L. 33 — 35 mm. Beim Weibchen ist der Oberkopf schwarz; Kopfseiten und Hals erd- braun, vordere Wangen am Schnabel, Kehle und ein Streif hinter dem Auge weiss; Rücken und Flügel dunkelbraun, der Bürzel schwarzlich; Unterkörper fahlbraun, einzelne Federn mit weissen Spitzen, die der Weichen mit rost- gelblichen Spitzen; Schwingen wie beim Männchen. Beim jüngeren Vogel Schnabel grünlich, Spitze schwarz; Auge hell- braun. Bewohnt Süd- und Ostafrika nordwärts bis Schoa, im Westen bis Angola: Haddosee V. (Antin.); Matschako XI. (Hinde); Kibaja Massai VI. (Neum. 1; Somba V. VI. (Whyte); Schirwasee (Sharpe); Sambesi (Bradsh.); Natal XL, Transvaal, Pctchefstroom (Ayres); Newcastle IX. (Butl, Reid); Mariko (Barr.); Rhinosterfluss V. (Ayres); Zoetendals Vley XI., Bergfluss IX. (Lay.); Kleinmondfluss (Atherst); Kani (Fritsch); Barmen, Ondonga (Anderss.); Koroka I., Humbe, Kunene (Auch.). Die Eier sind nach Layard gelblichweiss, 58,4X38,2 mm gross. Ich messe 58,5 X 41 mm, Gew. 4870 mg. Ein anderes, vermutlich dieser Art angehörendes Ei misst 56 X 43 min und wiegt 4700 mg. „Lebt ebenso wie Erismätura maecoa nur auf schilfigen Süsswasser- teichen, nicht auf den Salzseen. Nicht ganz so scheu wie diese. Verlässt auch das Wasser nie fliegend, sondern taucht. Im Magen Wasserpflanzen mit Kies vermischt." (Neumann). 98. Nyroca nyroca (Güld.) — Moorente Anas nyroca Güld. N. C. Petrop. XIV. 1769, 403 (? Anas peregrina Gm. K. Russl. II. 1774, 183 T. i6| [? Anas skoorra Müll. Z. Dan. Prodi-. 1776, i6| Anas glaucion maior Ger. St. Ucc. V. 1776 T. 589, 590 |? Anas scandiaca Gm. S. N. II. 1788, 520I Anas africana Gm. S. N. II. 1788, 522 Anas ferruginea Gm, S. N. II. 1788, 528 Anas aegyptiaca [hon L] Bonn. Enc Meth. 7. 1791, 159 Anas leucophihalmus Borkh. D. Fauna 1. 1797, 564 Anas hueopis Naum. Naturg. L. u. W. V. III. 1799, 479 Aythya nyroca Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1343 Fuligula nyroca Haiti. P. Z. S. 1881, 956 Nyroca nyroca Shell. B. Afr. I. 1896, 173. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XII. T. 309 — Dresser B. Eur VI. T. 438. Kopf und Hals bis zur Oberbrust herab rotbraun, ein kleiner weisser Kinnfleck, ein schwarzbrauner Ring um den Hals; Oberkörper, Flügeldecken und Schwanz schwarz, die Schulterfedern und Flügeldecken undeutlich und sehr fein rostbräunlich gewellt; Unterkörper und Unterschwanzdecken weiss, Steiss mit graubraun gemischt; Körperseiten braun mit rostbraunen Feder- spitzen; Schenkel und Steissseiten dunkel graubraun, fein gelbbräunlich ge- wellt; Unterflügeldecken weiss, die äusseren graubraun; Schwingen weiss mit schwarzbraunem Ende, die vorderen Handschwingen an der Aussenfahne braun, die Armschwingen zum Teil mit schmalem weissen Endsaume; Auge weiss; Schnabel schwarzgrau; Füsse grau, die Schwimmhäute schwärzlich. Lg. etwa 400, Fl. 180 — 195, Schw. 60, Sehn. 40, L. 30 mm. Anatidae — HO — ■ Spatula Beim Weibchen ist Kopf und Hals braun, nur schwach ins rotbräunliche ziehend, die vorderen Wangen um den Schnabel herum weisslich; Brust braun; Oberkörper und Flügel dunkelbraun. Der junge Vogel ähnelt dem Weibchen, ist aber im allgemeinen dunkler. Brütet im mittleren und südlichen Europa und westlichen Asien, zieht im Winter nach Indien, Nordafrika und den Kanaren und kommt dann gelegentlich bis Abessinien: Tigre XII., arabisch: „Schetruri" (Heugl.); Sokotra (Rieb.). Spatula Boie Spatula Boie Isis 1822, 564. Typ.: Anas clypeata L. Rhynehaspis [Leach| Steph. Gen. Zool. XII. 2. 1824, 114. Desgl. Spatulca Flem. Brit. An. 1828, 123. üesgl. Clypeata Less. Man. d'Orn. II. 1828, 416. Desgl. Schnabel an der Spitze löffeiförmig verbreitert, im übrigen mit Anas übereinstimmend. — 4 Arten in allen Erdteilen, 2 davon in Afrika. 99. Spatula clypeata (L.) — Löffelente Anas clypeata L. S. N. X. 1758, 124 Analra mestohne Gerini Stör. Ucc. V. '776, 57 2 Anas rufigaster Lath. Gen. Syn. Suppl. I. 1787, 297 Ana? mexicana Gm. S. N. II. 1788, 519 Anas ruhen? Gm. S. N. II. 1788, 519 Spatula clypeata Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Ilartl. W. Afr. 1857, 248; J. Ü. 1 85 1 , 273 - Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1331; R. NO. Afr. II. 1877, 262 -- Salvad. Ann. Genova 1884, 247; 1888, 323 — Emin Z. Jahrb. 1892, 151 — Fairbridge Ibis 1893, ! 53 ~~ Salvad. Mein. Torino 1894, 564 — Shell. B. Afr. I. 1893, 173 — Yerbury Ibis 1896, 39 Clypeata macrorhynchos, platyrhynahos, pomarina u. brachyrhynehos Brehm Isis 1830, 997 Rhynehaspis virescens |Leach] Sykes P. Z. S. 1832, 168 Rhynehaspis plalyuros Brehm Naum. 1855, 298 Rhynehaspis spathulata Dub. PI. Col. Ois. Belg. III. i85o, 275 Rhynehaspis clypeata Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 301. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XII. T. 306 — Dresser B. Eur. VI. T. 425. Kopf und Hals schwarz mit grünem Glänze; unterer Teil des Halses und Oberbrust weiss; Unterkörper rotbraun, Steiss schwarzgrau gewellt, Schenkel hellbraun mit schwarzgrauer Bänderung, Steissseiten weiss; Unter- schwanzdecken schwarz, die oberen an der Wurzel weiss mit feiner schwarzer Wellenzeichnung; Oberkörper schwarz, die Oberschwanzdecken grün glänzend; Schulterfedern weiss, die längeren schwarz und weiss, zum Teil mit blaugrauem Endteile der Innenfahne; kleinere Flügeldecken blaugrau, Federwurzeln braun, grosse Flügeldecken graubraun mit breitem weissen Endsaume; Handschwingen braun, die vorderen mit weissem Schafte; Arm- schwingen braun, die mittleren auf der Aussenfahne grün erzglänzend, di letzten lang und spitz, schwarz mit weissem Streifen längs des Schaftes am Endteile der Feder; Unterflügeldecken weiss, die vorderen braun; mittlere Schwanzfedern braun, die äusseren weiss, braun gefleckt; Auge gelb; Schnabel dunkelgrau; Füsse orangerot. Lg. etwa 480, Fl. 230 — 260, Schw. 90 — 100, Sehn. 65 — 70, L. 33 — 37 mm. Das Weibchen ist hellbraun, dunkelbraun gefleckt; Flügeldecken grau, an der Wurzel braun; Schwingen braun, die mittleren Armschwingen auf der Aussenfahne grün erzglänzend, aber matter als beim Männchen; Schnabel grünlich, gelbrot umsäumt; Füsse ockergelb bis orangerot; Auge gelb. r b Anatidae — in — Anas Brutvogel in Europa, Asien und Nordamerika bis etwa zum 68. Breiten- grade, im Winter auf dem Zuge südlich bis zum Senegal, Somaliland, Indien, Colombien und Westindien; auffallenderweise auch einmal bei Kapstadt er- legt: Kasamanse (Verr.); Aden (Br. M.); Abessinien, Weisser und Blauer Nil(HeugL); Wadelai XL XII. (Emin); Angollalla (Harris); Senate IV. (Jesse); Cialalaka XI. II. (Antin., Rag.); Gura (Rusp.); Aden (Yerb.); Rietaley bei Kapstadt IX. (Fairbr.). „Diese Ente dürfte Brutvogel in Nordostafrika sein. Ich fand sie das ganze Jahr über in Abessinien zwischen 2000 und 3000 m Meereshöhe." (v. Heuglin). 100. Spatula capensis ([A. Sm.] Eyt.) Ehynehaspis capensis A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 36 [nom. nud.] — Evt. Mon An. ,8 3 8, 135 — A. Sm. 111. S. Afr. 1844, T. 58 - Lay. S. Afr. 1867, 354 — Gurn. Ibis 1868, 50 — Lay. Ibis 1869, 377 [Ei] — Salvad. P. Z S. 1884, 173 Spalula capensis Anderss. Damara 1872, 341 — Boe. Angola 1881, 504 - Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 428 - Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 759 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] — Shell. B. Afr. I. 1896, 173 Spatula smithii Hart. Kat. Vogels. Senckenb. Mus. 1891, 231. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 98. Oberkopf dunkelbraun, die Federn mit graulichen Seitensäumen, wo- durch eine Strichelung gebildet wird; Kopfseiten und oberer Teil des Halses weissgrau, fein dunkelbraun gestrichelt; Oberkörper braun mit unrcgel- mässiger und welliger heller Querbänderung, Bürzel und Oberschwanz- decken dunkelbraun mit grünlichem Glänze; unterer Teil des Halses braun mit rostbräunlicher Bindenzeichnung; Unterkörper düster graubraun, unregel- mässig braun gebändert oder gefleckt, an den Weichen blass rostfarbene Ouerbinden; Oberflügeldecken blaugrau; ein breites weisses Band vor dem Flügelspiegel; Spiegel grün glänzend, nach unten zu und am Aussenrande der Armschwingen blau glänzend; die innersten Armschwingen und längeren Schulterfedern dunkelblaugrün glänzend; Unterflügeldecken und Achsel- federn weiss, die am Flügelrande braun; Schwanz schwarz mit grünlichem Schimmer; Auge gelb; Schnabel rötlichbraun, fast schwarz; Füsse ockergelb, Schwimmhäute nach dem Rande zu dunkel. Lg. etwa 510 — 540, Fl. 240, Scliw. 90, Sehn. 55 — 60, L. 40 mm. Das Weibchen ähnelt dem von Sp. clypeata, hat aber bläulichen, nicht grünen Flügelspiegel. [Beschreibung nach Salvadori Cat. Brit. Mus. XXVII S. 31 8.1 Südafrika nordwärts bis Transvaal, im Westen bis Mossamedes: Trans- vaal, Natal (Ayres); Newcastle IX. (Butl.); Port Elisabeth (Rick.); Omens Town (Griff.); Kapstadt, Saltfluss XL, Vogel Vley, Knysna „Slop" bei den Ansiedlern, Bergfluss (Lay.); Kap (A. Sm.); Grossnamaqua, Damara bis Okawango (Anderss.); Koroka I. (Anch.). Die Eier sind nach Layard gelblichweiss, 55,9X40,6 mm gross. Nach Kuschel Masse 55,5X38 mm, Gew. 3500 mg. Nach Nehrkorn 57X38 mm. Anas L. Anas L. S. N. X. 1758, 122. Kein Typ. Anassus Raf. Anal. 1815, 72. Kein Typ. Daßa Steph. Gen. Zoöl. XII. 2. 1824, 126. Typ : Anas mala L. Anatidae — 112 — Anas Mareca ebenda 130. Typ.: Anas pendope L. Querqiiedula ebenda 142. Typ.: Anas qnerquedida L. Penelops Kaup Nat. Syst. 1829, 3t. Typ.: Anas penelope L. Xettion ebenda 95. Typ.: Ana* erecca L. Traehelonetta ebenda 115. Typ.: Attas acuta L. Chauliodus Sw. F. Bor. Amer. B. 1831, 440. Typ : Anas slrepera L. Bosehas ebenda 442 Typ.: Anas boschas L. Pliasianurus Wagl. Isis 1832, J225. Typ. Anas acuta L. Paecilonitta Eyt. Mon. An. 1838, 32. Typ.: Anas bahamensis Catesby Cyanopterus ebenda 38. Typ.: Anas cyanoptera Vieill. Ktlnorhynchus ebenda 137. Typ.: Anas strepera L. Chaulelasmus Bp. Comp L. B. Eur. N. Amer. 1838, 56 (= GhauUodus) Pterocyanea Bp. Icon. Faun It. 1841, 17. Typ.: Anas qiterquedula L. Ctenorhynchus Ag. Nom. Zool. 1846, 198 (= Ktinorliynehus) Pnnanetla Bp. Compt. Rend. XLÜI. 1856, 649. Typ.: Anas puna Tsch. Eunetla Bp. ebenda 650. Typ.: Anas falcala Georgi Virago Newt. P. Z. S. 1871, 65t. Tvp : Mareca castanea Evt. Adelonetta Heine Nom. M. Hein 1890, 346 (= Punanetta) Elasmonetta Salvad. Cat. Br. Mus XXVII. 1895, 287. Typ.: Anas chlorotis Gray. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe deutlich kürzer als Mittelzehe; Zügel befiedert; angelegte Flügel nicht bis zum Schwanzende reichend; 1. und 2. Schwinge am Längsten; Höhe des Schnabels an der Wurzel bedeutend kürzer als dessen Länge von der Stirnbefiederung" bis zum Nagel; Schnabelspitze meistens etwas breiter als die Wurzel, aber nicht löffeiförmig verbreitert; Kralle der Mittelzehe mit der Wurzel in der Schwimm- haut gelegen. — 51 Arten in allen Erdteilen, 11 davon in Afrika. Schlüssel der Arten: 1. Flügel über 160 mm lang: 2 — Flügel unter 160 mm lang: 109. A. punctata. 2. Schnabel ganz oder doch zum Teile gelb oder gelb- grün: 3 — Schnabel ganz oder zum grössten Teile rot: 5 — Schnabel schwärzlich oder bleigrau: 6 3. Auf .Schulterfedern und Schwanz scharf von der Grundfarbe sich abhebende weisse Flecke: .... 103. A. sparsa. — Keine auffallenden weissen Flecke auf Schultern und Schwanz: 4 4. Flügelspiegel stahlblau bis purpurblau glänzend; Kopf und oberer Teil des Halses beim Männchen erzgrün: toi. A. boschas. — Flügelspiegel bei auffallendem Lichte erzgrün glänzend ; schwarzer Fleck auf der Schnabelfirste: 102. A. undulata. 5. Wangen reinweiss oder bräunlichweiss, ungefleckt: . 107. A. erythrorhyncha — Wangen braun gefleckt: 108. A. capensis. 6. Flügelspiegel erzgrün oder erzblau glänzend: 7 — Kein erzglänzender Flügelspiegel : 10 7. Flügel über 200 mm lang: 8 — Flügel unter 200 mm lang: 12 8. Füsse grau: 9 _ ,, , ,. (103. A. sparsa. — r usse gelb oder gelbrot: ...„ , „., . . l„„i.„„ r , Mvergl. auch A. boschas v ) 9. Kopf braun mit schwarzem Nackenbande: .... io5. A. acuta ,3- — Kopf rotbraun, Stirn weisslich: 105. A. penelope 3. 10. Ober- und Unterschwanzdecken schwarz: . . . . 101. A. strepera. — Schwanzdecken nicht schwarz: 11 n. Schnabel über 40 mm lang: 106. A. acuta £. • — Schnabel unter 40 mm lang: . 105. A. penelope C- Anatidae — 113 — Anas 12. Vorderer Teil des Flügelspiegels samtschwarz, hinterer prächtig erzgrün: in. A. crecca. — Spiegel matt stahlgrün glänzend, der vordere Teil nicht samtschwarz: 1 to. A. querquedula. 101. Anas boschas L. — Stockente Anas boschas L. S. N. X. 1758, 127 — Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1314 — Barn. Ibis [893, 174 Anas arlunra L. S. N. XII. 1766, 206 Anas monacha Scop. Ann. I. 1769, 65 Anns cttrvirostra Pall. Spicil. VI. 1769, 33 Anas cirrhala, persiea, maior, grisea, naevia u. nigra Gm. S. N. II. 1788, 538. 539 Anas archiboschas, subboschas u. conboschas Brehm Isis 1830, 997 Anas boscas Shell. B. Afr. I 1896, 171 — Yerb. Ibis 1896, 39 — Tristr. Ibis 1898, 248. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 300 — Dress. B. Eur. VI. T. 422. Kopf und oberer Teil des Halses erzgrün glänzend; ein weisser Hals- ring ; Kropf kastanienrotbraun; Unterkörper grauweiss, fein dunkelgrau gewellt; Unter- und Oberschwanzdecken wie der Bürzel schwarz, letzterer mit einigem grünen Glänze; Rücken braun; Schulterfedern grauweiss, fein grau gewellt, die äusseren rötlichbraun verwaschen ; Flügeldecken graubraun, die grossen Armdecken am Ende weiss mit breitem samtschwarzen Endsaume; Hand- schwingen graubraun; Armschwingen an der Wurzel und Innenfahne grau- braun, auf der Aussenfahne prächtig stahlblau bis purpurblau glänzend, mit samtschwarzer Binde vor dem weissen Endsaume; die letzten Armschwingen bräunlichgrau, die viertletzte am Aussensaume samtschwarz (wodurch der erzglänzende Spiegel ebenso wie oben und unten auch innen schwarz ge- säumt wird), die folgenden Armschwingen aussen kastanienbräunlich; Unter- flügeldecken weiss; mittelste Schwanzfedern lockenartig aufwärts gebogen, schwarz, die anderen graubraun, Aussenfahne und Endsaum weiss; Schnabel gelbgrün, Nagel schwarz, Unterkiefer an der Wurzel rotgelb; Auge braun; Füsse orangerot. Lg. etwa 550, Fl. 265 — 285, Schw. 115 — 130, Sehn. 55, L. 40 mm. Beim Weibchen sind die Federn der Oberseite, auch die Schwanz- federn (die mittelsten nicht lockig gebogen) dunkelbraun mit hellbraunen Säumen; Kopf- und Halsseiten und Unterkörper auf hellbraunem bis bräunlich- weissem Grunde dunkelbraun gefleckt, Kropf oft rostbräunlich verwaschen; Kehle einfarbig bräunlichweiss; Flügelzeichnung wie beim Männchen; Schnabel schwarzgrün. Etwas kleiner als das Männchen. Brütet in Europa, Asien und Nordamerika und zieht im Winter süd- wärts nach den nordatlantischen Inseln, nach Nordostafrika, Indien und Mittelamerika: Nach' Rüppell auf der Winterwanderung bis Abessinien; Aden (Barn., Yerb.); Sokotra (Beim.). 102. Anas undulata Dubois Anas fiavirostris [non Vieill.] A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 36 [nom. nud.] -- Eyt. Mon. Anat. T838, 141 — A. Sm. 111. S. Afr. 1844, T. 96 — Lay. S. Afr. 1867, 352 — Gurn. Ibis 1868, 49 — Chapm. Trav. III. 1868, 422 — ßlanf. Abyss. 1870, 437 — Finsch Tr. Z. S. VII. 1870, 329 — Buckl. Ibis 1874, 390 — Fschr. Z. g. O. 1884, 394 Anas undulata Dubois Orn. Call. 1839, 119 T. 77 — Shell. B. Afr. I. 1896, 172; Ibis 1898, 556 — Hinde Ibis 1898, 583 Anas xanthorhyncha [Forst.] Lcht. Descr. An. 1844, 45 — Gurn. Q Reich enow, Die Vogel Afrikas. Anatidae — 114 — Anas Anderes. Damara 1872, 342 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1316 — Ayres Ibis 1874, 105; 1880, 272 — Boc. Angola 1881, 500 — Sharpe Oates Matabele 1881, 327 — Shell. Ibis 1882, 368 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 329 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 437 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 755 — Salvad. Ann. Genova 1884, 243; 1888, 320 — Fschr. ]. O. 188s, 115 — Sousa f. Lisboa XLIII. 1886, 169 — Rchw. J. O. 1887, 46; D. O. Afr. 1894, 26 — Shell. Ibis 1894, 478 — Fleck J. O. 1894, 381 — Kusch. J. O. 1895, 84 |Ei| Anas capensis [non Gm.] Lcht. Verz. Kaffernl. 1842, 20 Anas rueppelli Blvth J. As. S. B. XIV. 1856,265 Anas undata Sharpe P. Z. S. 1895, 511. Abbild. :'A. Sm. 111. S. Afr. T. 96. Ähnlich dem Weibchen von A. boschas, aber der Schnabel gelb, ein Fleck auf der Firste und Nagel schwarz; Flügelspiegel bei auffallendem Lichte erzgrün, nicht blau glänzend, bei zurückgeworfenem Lichte veilchen- rot; Gesamtfärbung, insbesondere auch der Kropf blasser; Kehle wie der Kopf gefleckt oder gestrichelt. — Kopf und oberer Teil des Halses schwarzbraun und blassbraun gestrichelt; Oberkörper und Flügeldecken dunkelbraun mit blassbraunen Säumen; Kropf und Unterkörper auf bräunlich- weissem Grunde dunkelbraun gefleckt, die einzelnen Federn dunkelbraun mit weisslicher Umsäumung; Unterflügeldecken weiss, die vorderen oft mit bräunlichem Mittelteile; grosse Oberflügeldecken braun mit breiter weisser Binde vor dem samtschwarzen Ende; Handschwingen braun; Armschwingen an der Wurzel und Innenfahne braun, auf der Aussenfahne erzgrün glänzend, mit samtschwarzer Binde vor dem breiten weissen Endsaume, die letzten Armschwingen braun, die viert- und drittletzte auf der Aussenfahne samt- schwarz (wodurch der erzglänzende Flügelspiegel auch innen schwarz gesäumt wird), die beiden letzten mit schmalem weissen Aussensaume; Schwanzfedern dunkelbraun, weiss oder blassbraun umsäumt; Schnabel gelb, ein Längsfleck auf der Firste und Nagel schwarz; Füsse orangegelb; Auge braun oder gelbbraun. Lg. 500 — 560, Fl. 230 — 270, Sp. 800, Fl./Schw. 35 — 55, Schw. 105— 115, Sehn. 50—53, L. 35—38 mm. Weibchen wie das Männchen gefärbt. Das Dunenjunge hat gelben Flaum, ein schwarzes Kreuz auf dem Rücken. Süd- und Ostafrika: Atsebidera IV. (Lefeb.); Tanasee (Heugl); Agula in Abessinien V. (Blanf.); Rugghie V., Cialalaka IV. VI. (Antin.); Haddosee II. VI. (Rag.); Schoa, Angollalla V. (Harris); Sheik Mahomed XI. (D. Smith); Matschako XI. (Hinde); Bukoba XI. (Emin); Iringa III. (Stierl); Nia- katschi III., Naiwaschasee V. (Fschr.); Palombifluss VIII. (Whyte); Hartsfluss Schescheke I. (Holub); Maschona XII. (James.); Pretoria VI. (Oates); Transvaal, Potchefstroom VIII., Moifluss XI. (Ayres, Barrett); Moifluss V. (Durnf.); Rhinosterfluss (Ayres); Newcastle (Butl., Feild., Reid); Kingwilliamstown (Trevel.); Kap (A. Sm.); Okawango VII., Ngami (Fleck); Ngami, Botletle (Anderss.); Huilla, Kakonda (Anch.). „Der „Geelbec" ist die gewöhnlichste Ente in Südafrika. In der Regel sieht man sie paarweise. Sie baut ihr Nest auf trockenem Boden in einiger Entfernung vom Wasser, meistens unter einem dichten Busche. Die Eier, 6 im Gelege, sind gelblichweiss und messen 58,40X48,2 mm." (Layard.) — Nach Ayres baut sie in Natal ihr Nest zwischen Binsen, unmittelbar über dem Wasser. — Nach Kuschel sind die Eier gelb oder gelbgrünlich, massig glänzend; Grösse 50X40 mm. Gew. 3920 mg. Ich messe 51 — 53 X 37 — 39 mm. Gew. 4190 mg. Nehrkorn giebt das Mass 52X41 mm an. Anatidae — 115 — Anas 103. Anas sparsa [A. Sm.] Eyt. — Weissscheckige Ente Anas sparsa A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 36 |nom. nud ] — Eyt. Mon. Anat. 1838, r42 — A. Sm. 111. S. Afr. 1844, T. 97 — Grill Vict. Z. Ant. 1858, 11. 56 — Gurn. Ibis 1859, 251 — Kirk Ibis 1864, 336 — Lay. S. Afr. 1867, 352 — Chapm. Trav. II. 1868, 422 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 809 — Anderss. Damara 1872, 341 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1317 — Ayres Ibis 1874, 105; 1876, 433; 1880, 273 — Buckl. Ibis 1874, 391 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 427 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 330 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 756 Salvad. Ann. Genova 1884, 244; 1888, 321 — Sousa J. Lisboa (2.) I. 1889, 50 Hoc. J. Lisboa (2.) IX. 1893, 16 — Shell. Ibis 1894, 28; B. Afr. I. 1896, 172 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 26 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] — Woodw. Ibis 1898, 222 Anas kucosligma Rüpp. S. Üb. 1845, 130. 138 T. 48 — Gurn. Ibis 1859, 254 — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 51 Anas guttata Lcht. Nomencl. 1854, 101. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 97 — Rüpp. S. Üb. T. 48. Dunkel erdbraun, die Federn der Kopfseiten, der Kehle und Seiten des Oberhalses mit bräunlichweissen Seitensäumen, Federn des Unterkörpers mit schmalen blassbräunlichen Endsäumen, Schulterfedern, letzte Arm- schwingen, Schwanzfedern und Oberschwanzdecken, bisweilen auch Unter- schwanzdecken und Weichen mit weissen Flecken; grosse Armdecken an der Wurzel braun, in der Mitte weiss, am Ende samtschwarz; Armschwingen, mit Ausnahme der 4 letzten, an der Wurzel und Innenfahne dunkelbraun, auf der Aussenfahne erzblaugrün glänzend mit breiter samtschwarzer Binde vor dem weissen Endsaume, die viertletzte Armschwinge auf der Aussen- fahne samtschwarz; Unterflügeldecken weiss, die oberen längs des Randes oft mit braunem Mittelteile, die grossen graubraun mit weisser Spitze; Auge dunkel kastanienbraun; Schnabel gelb mit breitem schwarzen Flecke auf der Firste und schwarzem Nagel oder Wurzel und Spitze gelb, Mitte und Nagel schwarz; Füsse gelb bis orangerot, die Schwimmhäute schwarz. Lg. etwa 500—550, Fl. 230 — 265, Fl./Schw. 80, Schw. 130 — 140, Sehn. 44 — 46, L - 35—4° mm. Das Weibchen gleicht dem Männchen. Beim jungen Vogel scheint Brust und Bauch weiss zu sein. Bewohnt Ost- und Südafrika: Südabessinien (Rüpp.); Adoa IV. VI. (Lefeb.); Dembeaebene, Wogara I. IL, Tanasee, Begemeder, Wadla (Heugl.); Galla Galan IV. (Antin.); Sululta IX. (Rag.); Iringa I. (Stierl.); Sambesi „Tunta" gen., III. pull. (Kirk); Somba X. (Whyte); Transvaal, Potchefstroom III. IV., Moifluss, Lydenburg, Natal (Ayres); Pietermaritzburg V., Pretoria (Buckl.); Ingaganefluss VI. VII. (Reid); Natal V. (Buckl.); Hartsfluss (Holub); Olifantfluss (Atmore); Kaffernland (Krebs); St. Johnsfluss (Bachmann); Sulu- land (Woodw.); Port Elisabeth, East London (Rick.); Kingwilliamstown (Trevel.); Grahamstown I. (Atmore); Basutoland, Kaledonfluss XI. brütend (Bowker); Colesberg, Middelburg (Lay.); Knysna VII. VIII., Karru (Vict.); Kap (Br. M.); Grossnamaqua, Grosser Fischfluss (Anderss.); Ouindumbo XII. „Canjoa" gen. (Anch). „Ich bin kleinen Flügen dieser stattlichen Art, die teils mit A. xantho- rhyncha gemischt waren, in der Dembeaebene und in Wogora im Januar und Februar begegnet. Sie halten sich namentlich in Bachbetten und auf über- schwemmten Wiesen der Niederungen um den Tanasee auf. Im März sondern sich die einzelnen Paare und beziehen Brüche, tiefere, mit Büschen und Rohr bewachsene Altlachen und solche Stellen der Gebirgsbäche, wo letztere mehr stehende Wasserflächen bilden. So beobachtete ich 8* Anatidae — HO — Anas verschiedene weissscheckige Enten auf den Hochflächen von Begemeder und Wadla. Der Flug dieser Enten ist hastig und pfeifend. Im seichten Wasser der Pfützen und Teiche gründein sie gern. Auch fallen die Flüge häufig auf Gersten- felder und feuchte Wiesen ein, um nach Würmern und Schnecken zu suchen oder um frische Schosse von Getreide und Gräsern zu pflücken." (v. Heuglin). Bowker fand im November das Nest dieser Ente in einem Baumloche am Kaledonflusse 2 m über dem Wasser. Es bestand aus den Dunen der Ente und enthielt 5 Eier von 66 mm Länge und 48 mm Dicke. — Im Sambesigebiete erscheint sie nach Kirk mit der Regenzeit, lebt paarweise und verweilt, um zu brüten. Ende April verschwindet sie. Im März sieht man Junge. — Nach Layard sind die Eier rahmfarben, 57X42,5 mm gross. 104. Anas strepera L. — Schnatterente Anas strepera L. S. N. X. 1758, 125 Anas cinerea Gm. R. Russl. II. 1774, 184 T. 17 Anas kekuschka Gm. R. Russl. III. 1774, 249 T. 26. 27 Chaulelasmus streperus Heugl. NO. Afr. IL 1873, 1327; R. NO. Afr. II. 1877, 263 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 759 — Shell. B. Afr. I. 1896, 172 — Tristr. Ibis 1898, 248 Anas mail Hodgs. Gray Z. M. 1844, 81 Chaulelasmus americanus |Gray] Brehm Vogelf. 1855, 374. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 302 — Dresser B. Eur. VI. T. 424. Mitte des Oberkopfes braun , undeutlich dunkler gebändert, Genick schwärzlich; Kopf- und obere Halsseiten auf blassbraunem Grunde schwarz- braun gefleckt; Kehle meistens einfarbig blassbraun bis bräunlich weiss; Federn des unteren Halses schwarz mit mehreren weissen Querbinden oder konzentrischen weissen Ringen; Körperseiten auf schwarzem Grunde mit schmalen weissen oder hellbräunlichen Zickzacklinien; Unterkörper weiss, die Kropffedern mit schwarzgrauer Ouerbinde gegen das Ende hin, Steiss mit grau gemischt bezw. gewellt, Schenkel graubraun mit dunkleren Quer- binden; Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken schwarz; Unterrücken dunkelbraun; Oberrücken und Schulterfedern mit schmalen weissen oder gelbbräunlichen zickzackförmigen Querbinden; kleine Flügeldecken und Handdecken braun, erstere mit schmaler gelbbrauner oder bräunlichweisser Querwellenzeichnung, die mittleren Armdecken am Ende rotbraun, die grossen am Ende schwarz; Unterflügeldecken weiss; Handschwingen aussen dunkel graubraun, innen blassbraun; die vorderen Armschwingen braun mit weissem Endsaume, die folgenden auf der Aussenfahne schwarz, die nächsten auf der Aussenfahne weiss, die letzten ganz graubraun; Schwanzfedern grau- braun mit schmalem weissen Endsaume; Auge braun; Schnabel grau; Fitsse orange, die Schwimmhäute schwärzlich. Lg. etwa 500, Fl. 260 — 275, Schw. 95— Il 5^ Sehn. 45— 48, L. 36—38 mm. Beim Weibchen sind die Federn der Oberseite schwarzbraun mit hell- brauner Umsäumung, Unterrücken und Bürzel schwarz; Kopf- und Hals- seiten, Kropf und Brust auf hellbraunem Grunde dunkelbraun gefleckt; Unterkörper und Kehle meistens rein weiss oder bräunlich weiss; Flügel wie der des Männchens gezeichnet, aber kaum etwas rotbraun auf den Flügel- decken. Kleiner als das Männchen: Fl. 240, Schw. 100, Sehn. 40, L. 32 mm. Bewohnt Europa, Asien und Nordamerika, zieht im Winter südwärts bis Abessinien, Indien, Mexiko und Westindien: Suakin X., Adoa XII. (Heugl.); Sokotra (Benn.). Anatidae — 117 — Anas 105. Anas penelope L. — Pfeifente Anas penelope L. S. N. X. 1758, 126 Anas cogolca Gm. Reise Russ. R. I. 1770, 70 Anatra marigiana Gerini St. Uce. V. 1776, T. 585. 586 Mareca fisiularis Steph. Gen. Zool. XII. 2. 1824, 131 T. 50 Anas kagqlca Brehm Isis 1830, 997 Mareca fistulans Brehm Naum. 1855, 297 Mareca penelope Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1309; R. NO. Afr. II. 1877, 262 - Shell. B. Afr. I. 1896, 172. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 305 — Dress. B. Eur. VI. T. 432. 433. Kopf und oberer Teil des Halses rotbraun, um das Auge herum und die Kehle fein schwarz gefleckt, Stirn und Scheitel gelblichweiss; ein Ring um das Ende der rotbraunen Halsbefiederung, Rücken und Schulterfedern schmal schwarz und weissgrau wellig quergebändert; Kropf weinfarben; Unter- körper weiss, die Seiten schmal schwarzgrau und weiss wellig quergebändert; Unterschwanzdecken, die seitlichen und längeren mittleren Oberschwanz- decken schwarz; Flügeldecken weiss, die grossen Armdecken mit schwarzer Spitze, die kleinsten Deckfedern am Flügelbug, die Handdecken und die innersten grossen Armdecken bräunlichgrau, zum Teil fein schwärzlich ge- wellt; Handschwingen graubraun, am Ende dunkler, Armschwingen an der Wurzel und Innenfahne graubraun, auf der Aussenfahne erzglänzend, mit schwarzer Spitze, bisweilen mit schmalem weissen Endsaume, die 8. oder 9. Annschwinge auf der Aussenfahne weiss mit schwarzem Aussensaume, wodurch der Flügelspiegel innen von einem weissen Bande begrenzt wird, die innersten Armschwingen auf der Innenfahne graubraun, auf der Aussen- fahne schwarz mit weissem Aussensaume; Unterflügeldecken grau, mehr oder weniger deutlich fein gewellt; Auge braun bis rotbraun; Schnabel grau, an der Spitze schwarz; Füsse grau. Lg. etwa 450, Fl. 250 — 260, Schw. 100— 115, Sehn. 34—37, L. 33—36 mm. Beim Weibchen ist der Oberkopf schwarzbraun mit feinen blassbraunen Querbinden; Kopfseiten und oberer Teil des Halses auf hellbraunem Grunde schwarzbraun gefleckt; Kropf und Körperseiten braun, etwas dunkler ge- fleckt; Unterkörper weiss; Unterschwanzdecken mit graubraunem bis schwarz- braunem Mittelteile und weisser Umsäumung; Federn des Oberkörpers und Flügeldecken schwarzbraun mit fahlbraunen Säumen, die grossen Arm- decken mit weissem Endsaume; Handschwingen wie beim Männchen; Arm- schwingen dunkelbraun, die vorderen auf der Aussenfahne schwärzlich mit weissem Endsaume, die inneren mit weissem Aussensaume ; Schwanzfedern dunkelbraun mit schmalem weissen Aussensaume. Bewohnt Europa und Asien und zieht im Winter südwärts bis Madeira, Nubien, Indien und bis zu den Sunda- und Marshallinseln; auch auf Alaschka, auf der Wanderung südwärts bis Kalifornien. — Heuglin fand die Pfeifente im Oktober und November bei Suakin. 106. Anas acuta L. — Spiessente Anas acuta L. S. N. X. 1758, 126 Anas subulala Gm. R. Russl. I. 1770, 13 T. 1 Anas alandica Sparrm. Mus. Carls, fase. III. 1788, T. 60 Anas sparmanni Lath. Ind. Orn IL 1790, 876 Anas caudacuta Pall. Zoogr. R. As. II. 18t 1, 280 Anas tzitzihba Vieill. N. D. H. N. V. 1816, 163 Anas caudata Brehm Isis 1830, 997 Dafila acuta Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 131 1; K. NO. Air. II. 1877, 262 — Salvad. Ann. Genova 1884, 243; i838, 320 — Shell. B. Afr. I. 1896, 173 — Hawk. Ibis 1898, 376. Abbild .: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 301 — Dress. B. Eur. VI. T. 430. 431. Anatidae — Il8 — Anas Kopf und oberer Teil des Halses braun, an den Seiten des Hinter- kopfes grün glänzend; längs der Mitte des Nackens ein schwarzes, jederseits weiss gesäumtes Band; Seiten und vorderer Teil des unteren Halses wie der Unterkörper weiss, auf dem Bauche fein grau gewellt, Körperseiten stärker schwarzgrau wellig quergebändert; Rücken fein schwarz und weiss- grau wellig quergebändert, Bürzel mehr einfarbig braun; die lanzettförmigen Schulterfedern schwarz mit weissen Seitensäumen oder schwarz mit weissem Mittelstrichc, an der Wurzel zum Teil wie der Rücken quergebändert; Flügel- decken graubraun, die grossen Armdecken mit rostfarbener Spitze; Hand- schwingen graubraun, auf der Aussenfahne und an der Spitze dunkler, die vorderen mit weissem Schafte, die inneren mit weissem Endsaume; Arm- schwingen an der Wurzel und Innenfahne graubraun, auf der Aussenfahne erzgrün glänzend, mit schwarzer Binde vor der weissen Spitze, die innersten Armschwingen graubraun mit schwarzem Mittelstreifen und lanzettlich, ähn- lich den Schulterfedern; Unterflügeldecken graubraun, fein weiss gewellt, die grossen Handdecken grau; Unterschwanzdecken schwarz, die seitlichen mit weissem Aussensaume; die mittleren Oberschwanzdecken graubraun mit schwärzlichem Mittelstreif und weisslichen Seitensäumen, die äusseren schwarz mit breitem weissen Innensaume; Schwanzfedern graubraun mit weissem Aussensaume, die mittelsten am lanzettförmigen Ende schwarz; Schnabel grau, an der Spitze schwärzlich; Füsse grau; Auge braun bis gelb. Lg. etwa 700, Fl. 270 — 280, Schw. 200, Sehn. 45 — 52, L. 36 — 40 mm. Beim Weibchen ist der Kopf hellbraun, schwarzbraun gestrichelt; Kehle weiss; Hals auf bräunlichweissem Grunde dunkelbraun gestrichelt, der Kropf gefleckt; Federn des Rückens, Oberschwanzdecken und Schulterfedern dunkelbraun mit weisslichen oder hellbraunen Säumen und Binden; Unter- körper bräunlich weiss, die Seiten mehr oder weniger braun gefleckt; Unter- schwanzdecken weiss mit braunen Längsstrichen; Flügeldecken graubraun mit weissen oder bräunlichen Endsäumen und Ouerbinden, die grossen Armdecken mit bräunlichweissen Spitzen; Handschwingen wie beim Männchen; Armschwingen graubraun mit schwarzer Binde vor dem weissen Endsaume, auf der Aussenfahne schwarz gefleckt, die innersten wie die Schulterfedern gezeichnet; Schwanzfedern dunkelbraun mit weissen oder bräunlichen Quer- binden, die äusseren mit weissem Endsaume. Bewohnt Europa, Asien und Afrika, wandert im Winter bis Schoa, Indien, Mittelamerika und Westindien: Nubien, Kordofan, Tigre XI., Blauer Nil (Heugl.); Chartum IV. (Hartm.); Cialalakasee II. XI. XII. (Antin., Rag.); Lahadj X. (Hawk.). 107. Anas erythrorhyncha Gm. Anas erythrorhyncha Gm. S. N. II. 1788, 517 — Burch. Trav. I. 1822, 283; II. 1824, 346 — Blyth J. As. S. Beng. XXIV. 1855, 265 — Lay. S. Afr. 1867, 351 — Hartl. P. Z. S. 1867, 827 — Chapm. Trav. II. 1868, 422 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 808 — Shell. P. Z. S. 1882, 310 - Fschr. Z. g. O. 1884, 394 — Böhm J. O. 1885, 62 — Biitt. N. Leyden XI. 1889, 200 — Emin J. O. 1891, 58 — Rchw. J. O. 1891, 140; 1892, 6; D. O. Afr. 1894, 26 — Fleck J. O. 1894, 380 Querquedula erythrorhyncha A Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 36 - Gurn. Ibis 1859, 251 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1325 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 330 — Böhm J. O. 1885, 62 — Fschr. J. O. 1885, 115 — Dubois Bull. Belg. 1886, 149 - Matsch. J. O. 1887, 137. 144 Anas pyrrhorhyncha [Forst.] Lcht. Descr. Anim. 1844, 45 Paecilonitta erythrorhyncha A. Sm. 111. S. Afr. 1845, T. 104 — Rüpp. S. Üb. 1845, Anatidae — 119 — Anas 138 Poecilouetia erythrorhyncha Gurn. Ibis 1859, 251; 1861, 134; 1862, 158; 1868, 471; Anders?. Damara 1872, 339 — Ayres Ibis 1880, 272 — Boc. Angola 1881, 501 — Sharpe Oates Matabele 1881, 328; Lay. S. Afr. L884, 754 — Salvad. Ann. Genova 1884, 244; 1888, 321; 1896, 46; Mem Torino 1894, 564 — Shell. Ibis 1885, 415; 1888, 307; 1894, 28. 478; 1898, 556; P. Z. S. 1889, 371; B. Afr. I. 1896, 172 — SousaJ. Lisboa (2.) II. 1889, 119 — Kusch. J. O. 1895, 8 4 ( Ei l — Neum. J. O. 1898, 255 — Hinde Ibis 1898, 583 Dafila erythro- rhyncha Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 427 Querquedula xaiithorhyiicha [err.| Sharpe Ibis 1892, 541. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 104. Schnabel in der Hauptsache rot, Firste bräunlich oder schwarz; Ober- kopf und obere Kopfseiten bis zum unteren Augenrande, Nacken und Hals- seiten braun; Wangen und Kehle weiss; Vorderhals auf hellbraunem Grunde dunkel gefleckt; Kropf und Unterkörper weiss mit fahlbraunen oder grau- braunen Flecken; Federn des Oberkörpers, der Schultern, Oberschwanz- decken und Schwanzfedern dunkelbraun mit bräunlichweisser oder blass- bräunlicher Umsäumung, auf Unterrücken und Bürzel sind die Federsäume weniger hell; Flügeldecken braun, die grossen mit rotbräunlichweissem Ende; Handschwingen braun, die letzten am Ende mit bräunlichweissem Aussen- saume; Armschwingen am Grunde braun, dann samtschwarz, zum Teil mit erzgrünem Glanz, der grösste Teil der Aussenfahne bis ans Ende rot- bräunlichweiss, der Innenfahne braun, bei den vorderen braun und weiss gewellt, mit weissem Ende, die letzten Armschwingen braun mit schmaler bräunlichweisser Umsäumung; Unterflügeldecken dunkelbraun mit weissem oder bräunlichweissem Saume, die grossen grau; Auge braun bis rotbraun; Füsse bleigrau oder dunkelgraubraun bis schwärzlich. Lg. 420 — 500, Fl. 210 — 230, Sp. 650, Fl./Schw. 25 — 50, Schw. 100 — 110, Sehn. 42, L. 33—35 nun. Ost- und Südafrika: Abessinien, Sennar (Rüpp.); Tanasee, Habesch I. — V. (Heugl.); Addagalla IV., Cialalaka V. XI. XII. (Antin., Rag.); Gura (Rusp.); Matschako II. XI. (Jackson, Hinde); Somali (Phill.); Mambrui X., Massai- land (Fschr.); Insel Soweh (Stuhlm.); Ostseite des Kilimandscharo VI. (Hunt.); Mambojo, Sansibar, Pangani (Kirk); Umbugwe, Manjarasee X. — XII., Kwa Kitoto IV., Kibaja, Massai VI. (Neum.); Lamu VIII. (Jacks.); Ugogo VI. (Emin); Kareina IL, Likulwe XII. (Böhm); Iringa V. pull. (Stierl.); Massasi (Fülleb.); Schirwasee V. VII. (Whyte); Inhambane (Ptrs.); Karonga (Sharpe); Rama- quebanfluss III. XI., Matebele III. (Oates); Limpopo (Holub); Potchefstroom III. VI., Natal (Ayres, Barr.); Newcastle (Butl); Kingwilliamstown (Trevel.); Zondagsfluss (B. M.); Ondonga II. III. brütend, Damara, Grossnamaqua (Anderss.); Nukana VII., Rehoboth XL, Ans I., Nosob III., nördliches Nama- und Damaraland (Fleck); Mossamedes, Koroka, Katumbella (Anch.); Gambos (v. d. Kell.). Die rotschnäblige Ente lebt nach Heuglin in kleinen Ketten längs der Bäche und Seeufer und fällt mit Zwergkormoranen und anderen Enten- arten gern auf überschwemmtem Wiesenlande ein. — In Südafrika wird sie nach Layard „Smee-Eendtje" genannt. Sie brütet in einem flachen Neste zwischen Binsen und legt 6 — 10 Eier. — Ihr Geschrei ist nach Holub ein rasch wiederholtes Pfeifen. „Die Eier zeigen das gewöhnliche Entenkorn, sind glänzend und gelblich- weiss. Die Grösse beträgt 47 — 50,5 Längs- und 37 — 38 mm Querdurch- messer. Gewicht 2900 — 3100 mg." (Kuschel.) Ein mir vorliegendes Ei von Damaraland wiegt nur 2450 mg. Nehrkorn nennt die Farbe der Eier rötlichgrau und giebt das Mass 51X39 mm. Anatidae — I2 o — Anas 108. Anas capensis Gm. Anas capensis Gm. S. N. II. 1788, 527 — Chapm. Trav. II. 1868, 422 Mareca capensis Lay. S. Air. 1867, 351; Ibis 1869, 76 — Ayres Ibis 1869, 302 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 339 Anas larvata [Cuv.] Less. Traite 1831, 634 [nom. nud.l — Puch. R. M. Z. 1850, 549 — Hartl. J. O. 1855, 419 Querquedula capensis A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 37 — Boc. Angola 1881, 502 — Salvad. P. Z. S. 1884, 172; Ann. Genova 1884, 245 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 758 — Gigl. Ann. Genova 1888, 60 — Sousa J. Lisboa (2.) II. 1889, 119 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] -- Shell. B. Afr. I. 1896, 172 Anas assiniilis |Forst.| Lcht. Descr. Anim. 1844, 46 Nettion capense Neum. J. O. 1898, 255 — Hart. Ans. Und. Afr. Sun 1898, 326. Abbild.: P. Z. S. 1884, T. XIII. Kopf und Hals auf bräunlichweissem Grunde mit kleinen rundlichen braunen Flecken bedeckt, Oberkopf und Nacken dichter, Kopfseiten und Vorderhals feiner und sparsamer gefleckt, die Kehle bisweilen ungefleckt; Kropf und Weichen auf weissem Grunde mit breiten querbindenartigen graubraunen Flecken bedeckt, Mitte des Unterkörpers und Unterschwanz- decken mit undeutlichen blass graubraunen Querflecken; Federn des Ober- körpers und Schulterfedern schwarzbraun mit blassbrauner Umsäumung und Querbänderung, auf jeder Feder tritt ein rundlicher schwarzbrauner End- fleck hervor; Flügeldecken graubraun, die grossen Armdecken mit breiter weisser Spitze; Handschwingen braun; vordere Armschwingen an Aussen- fahne und Ende weiss, an der Innenfahne braun, die folgenden auf der Aussenfahne erzgrün glänzend mit schwarzer Binde vor dem weissen Ende, die 5 letzten braun mit schmaler weisser Umsäumung, 5.- und 4. -letzte auf der Aussenfahne schwarz; Unterflügeldecken braun mit blasseren Säumen, die grösseren grau; Schwanzfedern graubraun mit schmaler weisser Um- säumung; Schnabel rot, an der Wurzel schwarz, nach Neu mann rosa, lila überflogen; Auge hellgelbbraun bis gelb; Füsse bräunlichocker oder schwarz, teilweise hellgrün. Lg. etwa 400 — 440, Fl. 185 — 200, Schw. 70 — 75, Sehn. 38—40, L. 33— 36 mm. Weibchen wie das Männchen gezeichnet. Ost- und Südafrika: Haddosee V., Cialalaka XII. (Antin.); Adda Galla XII. (Trav.); Manjarasee XI. (Neum.); Uganda XL, Nakurosee (Ans.); Transvaal VIII. (Ayres); Beaufort, Knysna, Cape Fiats, Vogel Vley (Laj\); Walfischbucht, Grossnamaqua, Damara (Anderss.); Rehoboth XII. (Fleck); Mossamedes III., Koroka I., Katumbella IV. (Anch.). Nach Nehrkorn sind die Eier gelblichgrau und messen 53 — 54x38 mm. 109. Anas punctata Burch. Anas punctata Burch. Trav. 1. 1822, 283 Querquedula hotlenlotta A. Sm. Cat. S. Afr. Mus. 1837, 37 |nom. nud.l — Eyt- Mon. Anat. 1838, 129 — A. Sm. 111. S. Afr. 1845, T. 105 — Gurn. Ibis 1862, 154; 1868, 262. 471 — Lay. S. Afr. 1867, 353 — Chapm. Trav. II. App. 1868, 422 — Ayres Ibis 1880, 273 — Boc. Angola 1881, 503 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 427 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 757 — Dubois Bull. Belg. 1886, 149 — Shell. Ibis 1894, 28. 478 Anas pileata Lcht. Verz. Kaffernl. 1842, 20 [nom. nud.] — Böhm J. O. 1885, 67 Anas hoiientotta Rchw. D. O. Afr. 1894, 26 — Fleck J. O. 1894, 381 Querquedula madagascariensis Grand. R. M. Z. 1867, 87 Nettion hotleututta Gurn. Anderss. Damara 1872, 340 Anas assimilis [11011 Forst. | Hartl. Mad. 1877, 365 Querquedula punctata Salvad. Ann. Genova 1888, 322 — Shell. Ibis 1896, 240; 1899, 282; B. Afr. I. 1896, 172 Querquedula pileata Schal. J. O. 1884, 177 — Matsch. J. O. 1887, 137 Querquedula eyunorli yncha |Böhm) Schal. J. O. 1884, 177 Anatidae — 121 — Anas Nation punclatitm Neum. J. O. 1898, 255 — Hart. An?. Und. Afr. Sun 1898, 326 — Sei. Ibis 1899, 115. Abbild.: A. Sm. 111. S. Afr. T. 105. Oberkopf schwarzbraun; Wangen und Kehle bräunlichweiss oder blass isabellfarben; ein ebensolches Band verläuft über die hinteren Kopfseiten bis zum Genick; Genick und obere Halsseiten auf blassbraunem Grunde mit kleinen rundlichen, dunkelbraunen Flecken, ersteres bisweilen einfarbig braun; unterer Teil des Halses und Unterkörper auf hellbraunem, etwas ins weinrötliche ziehendem Grunde mit graubraunen Flecken bedeckt, Bauch und Steiss oft undeutlich dunkel graubraun quergebändert; Federn des Oberrückens und der Schultern schwarzbraun mit hellbrauner Umsäumung; Unterrücken und Bürzel schwarz; Flügeldecken schwarz mit einigem grünen Stahlglanz; Handschwingen schwarzbraun; Armschwingen auf der Innen- fahne schwarzbraun, auf der Aussenfahne erzgrün glänzend mit schwarzer Binde vor dem breiten weissen Endsaume, die letzten Armschwingen ganz düster stahlblaugrün glänzend, ohne weissen Endsaum; äussere und innere Unterflügeldecken schwarz, die mittleren und grösseren wie die Achselfedern weiss; Schwanzfedern dunkelbraun mit bräunlichweissen Säumen; Ober- und Unterschwanzdecken auf hellbraunem Grunde fein schwarzgrau gewellt; Schnabel hellblau mit dunkler Firste; Füsse bleigrau; Auge braun bis rötlich- gelb (Anderss.). Lg. 350 — 360, Fl. 150 — 160, Sp. 510, Fl.Schw. 25, Schw. 65 — 70, Sehn. 36 — 37, L. 28 mm. Beim Weibchen ist die Grundfarbe der Unterseite blasser, auch Wangen und Kehle sind immer blasser, bräunlich weiss; Flügeldecken schwarzbraun ohne Glanz; Armschwingen auf der Aussenfahne düster stahl- grün glänzend, die letzten Armschwingen meistens einfarbig dunkelbraun ohne Stahlglanz; Ober- und Unterschwanzdecken auf hellbraunem Grunde dunkelbraun gefleckt, die oberen bisweilen dunkelbraun mit helleren Säumen und Querbinden. Etwas kleiner als das Männchen. Beim jungen Vogel ist der Unterkörper blassbräunlich mit kaum deut- licher dunklerer Querbinden- oder Fleckenzeichnung. Ost- und Südafrika und Madagaskar: Cialalakasee IL XI. XII. (Rag.); Naiwaschasee, Uganda IV. XI. (Ans.); Manjarasee XL, Kibaja Massai VI., östlich des Kilimandscharo XII. (Neum.); Ugalla, Karema III.' (Böhm); Somba (Manning); Schirwasee V. VIII. IX. XII. (Whyte); Baranasee b. Inhambane IX. (Francis); Potchefstroom XL, Transvaal, Natal (Ayres); Newcastle XII. (Shell.); Newcastle XL (Giffard); Verloren Vley (A. Sm.); Omanbonde, Grossnamaqua, Ngamigebiet (Anderss.); Okawango, Ngami VII. VIII. , Damaraland, Bastard- land, Grossnamaqua (Fleck); Mossamedes, Koroka (Anch.). 110. Anas querquedula L. — Knäkente Anas querquedula L. S. N. X. 1758, 126 — Hart. J. O: 1886, 612 Anas Circia L. S. N. X. 1758, 127 Querquedula circia Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1320 — Salvad. Ann. Genova 1884, 247; 1888, 321; Mem. Acc. Torino XLIV. 1894, 564 — Emin Z. Jahrb. 1892, 150 — Barnes Ibis 1893, 174 — Shell. B. Afr. I. 1896, 172 — Yerbury Ibis 1896, 39 Querquedula glaueopterus u. scapularis Brehm Isis 1830, 997 Pterocyanca circia Hartm. J. O. 1863, 309 Anas (Querquedula) humeralü S. Müll. Verh. Land. Vülkerk. 1839—44, '59 Querquedula vulgaris Hodgs. Gray Z. M. 1844, 86 Anas pterocyanca Goeldl. J. O. 1879, 382. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 303 — Dress. B. Eur. VI. T. 427. Anatidae — 122 — Anas Oberkopf braunschwarz, Stirn fein weisslich gestrichelt; ein weisses Band jederseits vom Auge längs Schläfen und Genickseiten; Kehle schwarz; Kopfseiten und oberer Teil des Halses auf rotbraunem Grunde weiss ge- strichelt; Federn des Unterhalses und der Oberbrust hellbraun mit konzen- trischen schwarzen Halbringen, die nach unten mehr in Querbinden über- gehen; der übrige Unterkörper weiss, Unterbauch und Steiss mit unter- brochenen grauen Querbinden, Weichen mit schmalen zickzackförmigen schwarzgrauen Querbinden, Unterschwanzdecken braun gefleckt; Federn des Oberkörpers schwarzbraun mit grauer Umsäumung; einige lanzettförmige Schulterfedern mit weissem Schaftstriche, schwarzer Innen- und grünlicher, am Rande grau verwaschener Aussenfahne; Flügeldecken grau, die grossen Armdecken mit breiter weisser Spitze; Handschwingen braun; Annschwingen an Wurzel und Innenfahne braun, auf der Aussenfahne matt stahlgrün glänzend, mit breitem weissen Endsaume, die letzten braun, schmal weiss umsäumt, zum Teil am Aussenrande grau verwaschen; die äusseren Unter- flügeldecken graubraun, die inneren weiss; Schwanzfedern schwarzbraun, weiss umsäumt; Schnabel schwarz; Auge braun; Füsse graubraun. Lg. etwa 400, Fl. 185 — 195, Schw. 70 — 80, Sehn. 38 — 40, L. 27 — 28 mm. Beim Weibchen sind die Oberkopffedern schwarzbraun, schmal hell- braun gesäumt; ein weisses, schwarz gestricheltes Schläfenband; Nacken dunkelbraun; Kehle weiss; Kopf- und obere Halsseiten wie Vorderhals unter- halb der Kehle auf weissem Grunde fein schwarzbraun gestrichelt; Federn des Kropfes, der Körperseiten und des Oberkörpers dunkelbraun mit weiss- licher Umsäumung; Unterkörper weiss, Steiss fahlbraun gefleckt; Unter- schwanzdecken dunkelbraun gefleckt; Flügel wie beim Männchen gezeichnet. Bewohnt Europa und Asien, wandert im Winter bis Nordost- und Innerafrika, Indien, nach den Sundainseln und Molucken: Bis Abessinien südwärts, arabisch „Kerkedj" (Heugl); Cialalaka II. (Antin., Rag.); Chartum, Dongola (Hartm.); Wadelai XI. (Emin); Aden (Barn.); Gura (Rusp.); So- koto I. II. (Hart.). 111. Anas crecca L. — Krickente Anas crecca L. S. N. X. 1758, 126 — Hart. J. O. 1886, 612 Querquedula crcccQ Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Blanf. Abyss. 1870, 438 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 329 - Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1322 — Sei. Hartl. P. Z. S. 1881, 173 — Salvad. Ann. Genova 1884, 246; 1888, 321 — Yerbury Ibis 1886, 22; 1896, 39 — Barnes Ibis 1893, 174 — Shell. B. Afr. I. 1896, 172 — Tristr. Ibis 1898, 248 Querquedula subereeca u. creeeoides Brehm Isis 1830, 998. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 304 — Dress. B. Eur. VI. T. 426. Oberkopf, Zügel, Wangen, obere Halsseiten und Kehle rotbraun; ein erzgrün glänzender Fleck auf der hinteren Kopfseite vom Auge bis zum Nacken, oben und unten von einer weissliehen Linie umsäumt, welche längs des Zügels zur Wurzel des Oberkiefers sich hinzieht; Genick schwarz, etwas blau glänzend; unterer Teil des Halses wie der Oberrücken, die oberen Schulterfedern und die Körperseiten mit schwarz und weisser zick- zackförmiger schmaler Querbänderung; Kropf und Oberbrust auf weissem Grunde mit rundlichen schwarzen Flecken; Unterkörper weiss, Unterbauch und Steiss mit undeutlicher grauer Querbänderung; mittlere Unterschwanz- decken schwarz, seitliche weiss oder gelblichweiss; Oberschwanzdecken Anatidae — r 123 — ■ Pteronetta an der Wurzel braun, am Ende schwarz, grauweiss umsäumt; Bürzel düster grau, fein hell gewellt; Schulterfedern lang, lanzettförmig, die äusseren innen weiss, aussen schwarz, die inneren braun, zum Teil schwarz und weiss zickzackförmig gebändert; Flügeldecken graubraun, die grossen Armdecken mit breiter weisser Spitze; Handschwingen braun; die vorderen Arm- schwingen auf der Innenfahne braun, auf der Aussenfahne samtschwarz, mit schmalem weissen Endsaume, die folgenden auf der Aussenfahne prächtig erzgrün glänzend, die nächsten braun mit schwarzem, innen weiss ge- säumten Streifen längs des Aussensaumes, die letzten braun, auf der Aussen- fahne grau verwaschen; die äusseren Unterflügeldecken braun, die inneren weiss; Schwanzfedern braun mit weisslicher Umsäumung; Schnabel schwärz- lich; Füsse graubraun; Auge braun. Lg. 370, Fl. 185 — 190, Schw. 75 — 80, Sehn. 40, L. 27 — 29 mm. Beim Weibchen sind die Federn der Oberseite schwarzbraun, hell- braun (die Schulterfedern rostbräunlich) umsäumt; Kopf- und Halsseiten auf bräunlichweissem Grunde fein schwarzbraun gefleckt, ein dunkler Schläfen- strich; Kehle weiss; Kropf, Oberbrust und Weichen auf hellbraunem Grunde stark schwarzbraun gefleckt; Unterkörper weiss, Steiss mattbraun gefleckt, Unterschwanzdecken dunkler braun gefleckt; Flügel wie beim Männchen. Etwas kleiner als das Männchen. Bewohnt Europa und Asien und zieht im Winter südwärts bis Nord- ost- und Innerafrika und Indien: Abessinien, Sobat II. III., Weisser Nil, Somaliküste XI. XII., arabisch: „Kerkedj" und „Scherschir" (Heugl.); Blauer Nil V. (Hartm.); Cialalaka XII. II. (Antin., Rag.); Aden XII. (Barn., Yerb.); Sokotra (Balf., Beim.); Sokoto I. II. (Hart.). Pteronetta Salvacl. Pteronetta Salvacl. Cat. Br. Mus. XXVII. 1895, 63. Typ.: Querquedula hartlaubi Cass. Im allgemeinen der Gattung Anas gleichend, aber im Flügel 2. — 4. Schwinge am längsten, 1. deutlich kürzer; Breite des Schnabels bei den Nasenlöchern so lang oder länger als die Hälfte der Entfernung des Nagels von der Stirnbefiederung. — Nur 1 Art in Westafrika. 112. Pteronetta cyanoptera ([Tem.] Haiti.) Anas cyanoptera |Tem.] Ilartl. J. O. 1855, 357. 361 Querquedula cyanoptera |non Vieill.| Hartl. W. Afr. 1857, 248.; J. O. 1861, 272 Querquedula hartlaubi Cass. Pr. Philad. 1859, 175 — Heine J. O. 1860, 203 — Sharpe Bouv. Bull. S. Z. Fr. 1876, 314 - Boc. Angola 1881, 503 — Shell. P. Z. S. 1888, 50 — Biitt. N. Leyden VIII. 1886, 267; X. 1888, 105; XI. 1889, 137; Reiseb. Lib. App. 1890, 476 Anas cuprea Schi. Mus. P. B. VI. Anseres 1866, 62 Querquedula (Pterocyanea) hartlaubi Oust. N. Arch. Mus. (2.) II. 1879, 122 T. 6 Anas hartlaubi Rchw. J. O. 1896, 3 Pteronetta hart- laubi Shell. B. Afr. I. 1896, 170. Abbild.: N. Arch. Mus. (2.) II. 1879 T. 6. Kopf und Oberhals schwarz, auf der Stirn unmittelbar an der Schnabel- wurzel bisweilen ein weisser Fleck ; unterer Teil des Halses, Ober- und Unterkörper rotbraun; Flügeldecken blaugrau; Handschwingen dunkelbraun, Anatidae 124 Dendrocvgna die Armschwingen mehr olivenbraun mit grauem Aussensaume, die letzten mit schwarzem Aussensaume am Grunde; Unterflügeldecken braun, die längs des Flügelrandes blaugrau verwaschen; Schwanz schwarzbraun; Schnabel schwarz mit gelblichem bis fleischrötlichem Bande; Füsse braun bis schwarz; Auge gelbbraun. Lg. 520 — 550, Fl. 260 — 270, Fl./Schw. 50, Schw. 120 — 145, Sehn. 50, L. 43 — 47 mm. Westafrika von Liberia bis Loango und ostwärts bis zum Seengebiet: Junkfluss II. (Butt.); Boutry (Pel); Jaunde (Zenker); Doume IV. (Marche); Gabun, Kamma, Ogowe (Du Chaillu); Luemba, Chissambo (Lucan, Petit); Tingasi VII. (Emin). Dendrocygna Sw. Dendronessa Wagl. [nee Sw.] Isis 1832, 281. Typ.: Anas arcuala Cuv. Den- drocygna Sw. Class. B. II. 1837, 365. Desgl. Lcptotarsis |Gould] Eyt. Mon. Anat. 1838, 29. Typ.: L. eytoni Eyt. Dendrocycna Sei. P. Z. S. i8£o, 508. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe deutlich kürzer als Mittelzehe; Zügel befiedert; angelegte Flügel ziemlich bis zum Schwanzende reichend; 2. und 3. oder 2. — 4. Schwinge am längsten; Höhe des Schnabels an der Wurzel bedeutend kürzer als dessen Länge, die Breite kürzer als die Hälfte der Länge von der Stirnbefiederung bis zum Nagel; Kralle der Mittelzehe vollständig frei, nicht mit der Wurzel in der Schwimmhaut gelegen. — 9 Arten in den tropischen Breiten der östlichen und westlichen Erdhälfte, 2 davon in Afrika, die aber gleichzeitig auch noch andere Erd- teile bewohnen. Schlüssel der Arten: Gesicht weiss, der hintere Teil des Kopfes schwarz: 113. D. viduata. Gesicht brann wie der hintere Teil des Kopfes . . 114. D. fu'.va. 115. Dendrocygna viduata (L.) — Nonnenente Anas viduata L. S. N. XII. 1766, 235 — Denh. Clapp. Trav. App. XXI. 1826, 205 — Brehm J. O. 1855, 484; 1856, 413; 1857,76. 377; 1858, 470.471 Dendrocygna viduata Rüpp. S. Üb. 1845, 137 — Strickt. P. Z. S. 1850, 221; Ann. Mag. N. H. IX. 1852, 349 - Ilartl. Verz. Ilamb. 1850, 43; J. O. 1854, 303; 1855, 361; 1861, 272; W. Afr. 1857, 247; P. Z. S. 1863, 106; Abh. Bremen 1881, 117 — Gurn. Ibis 1859, 251; 1862, 158 — Cass. Pr. Philad. 1859, 175 — Heine J. O. i85o, 203 — Hartm. J. O. 1863, 463; 1864, 150 — Sei. P. Z. S. 1864, 114 — Antin. Cat. 1864, 113 — Law S. Afr. 1867, 349 — Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 423 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 8o5 — Anderss. Dainara 1872, 338 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1298 — Rchw. Lühd. J. O. 1873, 211 — Rchw. J, O. 1874, 374; 1877, it; 1887, 46; 1897, 2; D. O. Afr. 1894, 27 — Bouv. Cat. 1875, 40 — Barratt Ibis 1876, 214 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 248 — Fschr. J. O. 1878, 295; 1879, 295.296; 1885, 115 — Shell. P. Z. S. i88r, 601; Ibis 1885, 414; 1888, 307; 1894, 2Ö ; l8 9 5 . 2 4°: x8 99, 2Ö2 — Boc. Angola 1881, 499 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 328 — Sharpe Law S. Afr. 1884, 751; J. L. S. 1884, 44t — Salvad. Ann. Genova 1884, 242. 276; 1888, 320; Mem. Torino 1894, 564 -Butt. N. Levden VII. 1885, 248; XI. 1889, 137; Reiseb. Lib 1890, 476 — Böhm j. O. 1885, 62. 65. 67 — Hart. J. O. t885, 612 — Dub. Bull. Belg. i835, 149 — Sousa J. Lisboa XLII. 1886, 81 — Müll. Z. g. Ö. 1887, 434 — Ayres Ibis 1887, 64 — Matsch. J. O. 1887, 137. 144 - Rend. Ibis 1892, 227 — Oust. Nat. 1893, 128 — Fleck J. O. 1894, 380 — Neum. J. O. 1898, 256 Dendrocygna personata [Württ.] Hartl. Jard. Contr. Orn. 1850, J40; J. O. 1854, 304 — Kirk Ibis 1864, 336 — Rchw J. O. 1890, 107 Dcndrocygnu? viduatus Brehm Anatidae — 125 — Dendrocvgna y. O. 1855, 488 Dmdrocijcna viduata Böhm O. C. 1882, 115 — Fschr. J. O. 1885, 115 — Rchw. J. O. 1887, 46 — Shell. B. Afr. I. 1896, 171; Ibis 1898, 556 Dendro- ci/gna viduala pcrsonata Rchw. 1. O. 1889, 265; Jahrb. Hamb. 1893, 5. Abbild.: d'Aub. PI. Eni. T. 808 — Rchw." D. O. Afr. S. 28 Fig. 12. Stirn und Scheitel, vordere Kopfseiten und Kehle weiss, mehr oder weniger rostbräunlich verwaschen; das Weiss der Kehle in der Mitte durch eine schwarze Ouerbinde geteilt, hinterer Teil des Kopfes und Genick eben- falls schwarz; unterer Teil des Halses rotbraun; Federn des Oberrückens dunkelbraun mit gelbbraunen Querbinden; Schulterfedern dunkelbraun, gelb- braun umsäumt; auf dem Mittelrücken ein rotbrauner Fleck, der meistens von den Schulterfedern verdeckt wird; Unterrücken, Bürzel, Oberschwanz- decken und Schwanz schwarz; die kleinsten Flügeldecken rotbraun, die mittleren und grossen schiefergrau, mehr oder weniger olivenfarben ver- waschen; Schwingen schwarz, die letzten Armschwingen olivenbraun; Mitte des Unterkörpers, Unterschwanz- und Unterflügeldecken schwarz, Seiten des Unterkörpers weiss und schwarz quergebändert, gelbbräunlich verwaschen; Auge schwarzbraun; Schnabel schwarz, bisweilen ein graues Band hinter dem Nagel; Füsse bleigrau. Lg. 420 — 500, Fl. 205 — 220, Sp. 870, Fl./Schw. 20, Schw. 60, Sehn. 45 — 48, L. 47 — 48 mm. Weibchen wie das Männchen gezeichnet. Bewohnt Amerika von Westindien bis Argentinien, Madagaskar und Afrika südlich der Sahara mit Ausnahme des Kaplandes: Gambia (Br. M.); Senegal (Verr.); Bissao (Pimenta); Robertsport, Grand Cape Mount VIII. Junge, IX. Eier, Marfa-, Sugaryfluss (Butt.); Goldküste (Pel); Fanti (Bliss., Üssher); Accra I. VIII. IX. junge (Rchw., J. Smith); Mangu (Thierry); Kratschi IX. (Zech); Benue (Ferrym.); Loko, Dschibbu, Kaura, Sokoto (Hart.); Wuri (Rchw.); Hann (Marche, Comp.); Gabun, Kamma, Ogowe (Du Chaillu); Ubangi (Dyb.); Tschintschoscho (Falkenst); Landana (Petit); Humbe, Koroka, Ouillengues „Imbanteque" gen. (Anch.); Okawango, Ngami- see (Anderss.); Nukana, Ngami (Fleck); Natal, Potschefstroom XI. (Ayres); Potschefstroom XI. (Taylor, Barr.); Mossambik (Ptrs.); Sambesi XI. XII. „Soriri" gen. (Kirk, Bradsh.); Limpopo, Schescheke (Holub); Ouilimane II. „Namulili" gen. (Stuhlm.); Somba (Manning); Schirwasee IX. XII. II. (Whyte, Sharpe); Ndemberebach X. (Sticrl); Langenburg IL, Ulanga (Fülleb.); Niassasee (Kirk); Osi-Tanagebiet, Kingani, Kau, Barawa, Lamu „Manawaija" gen., Naiwaschasee, Kageji I. (Fschr.); Rugedjikanal VI. (v. Trotha); Wua- laba X., Boga Katani, Karema, Upembasee II. (Böhm); Uniamuesi, Kaseh (Speke); Mambojo, Ugogo (Kirk); Lamu VIII., Jip'i IX. (Jackson); Mündung des Scio in den Niansa V. (Neum.); Lado (Emin); Berbera III. (Phill.); Cialalakasee II. III. V. VI. (Antin., Rag.); Luapula II. „Uirire" gen. (Ivens, Cap.); Tschadsee (Denham); Gura (Rusp.); Kutschugali IX. (Bohnd.); Tana- see (Rüpp.); Kordofan (Peth.); Sennar (Hartm.); Blauer und Weisser Nil, Chartum (Brehm); Nilgebiet, zur Trockenzeit häufig in den Sümpfen Kordo- fans, Blauer Nil, Tanasee, Dembeaebene, arabisch: „Bat", „Matta" (Heugl.). „Die Nonnenente bewohnt scharenweise das Gebiet des Nil südlich des 16. ° n. Br. Zur trockenen Jahreszeit zieht sie sich mehr nach Süden und ist dann ungemein häufig in den Sümpfen Kordofans, in den Schilf- gebieten des Abiad und seiner Zuflüsse, sowie auf den Teichen längs des Blauen Nils. Im Spätherbste rotten sich — wie es scheint — die Männchen Anatidae — I2 6 — Dendrocygna in besondere Flüge zusammen. Niemals habe ich bemerkt, dass die Nonnen- enten aufbäumen. Flugweise mischen sie sich zuweilen mit Sporngänsen und Höckerenten, fallen gern am seichten, sandigen Ufer der Ströme, Sümpfe und Lachen ein, nicht selten auch auf Viehtriften, die kurz vorher noch überschwemmt waren, endlich in den Gersten- und Maisfeldern in der Nähe ihrer Standorte. Brehm nennt den Flug schwerfällig, mir schien er da- gegen leicht, reissend und äusserst gewandt. Die Flügel werden ungemein schnell geschwungen, wodurch ein pfeifendes Schwirren entsteht. Auch die Stimme, welche während des Abend- und Morgenstriches oft ertönt, klingt sehr zart und fast zwitschernd. Sie sind weniger schüchtern als die meisten Enten, gründein gern im seichten Wasser, schwimmen und tauchen jedoch selten. Zur Zeit der Dämmerung sieht man sie in dichten Scharen höher oder niedriger über die Gewässer oder Futterplätze hineilen, oft plötzlich ihre Richtung ändern und im Zickzack oder in Bogenlinien ein- fallen. Sonst liegen sie ihrer Nahrung nachgehend oder sich sonnend oft stundenlang auf derselben Stelle. Nach Antinori legt die Nonnenente 18 — 22 Eier von bräunlicher Farbe und glatter Schale, 45 — 46 mm lang, 36 — 37 mm dick. Das Nest steht im Schilfe in der Nähe des Wassers." (v. Heuglin.) — „Ich beobachtete die Nonnenente auf sumpfigem, mit Schilf- gras und Binsen bestandenem Gelände, welches Lagunen, kleine Teiche oder Flussufer umsäumte. Niemals habe ich sie aufbäumen, sondern immer auf das Wasser einfallen oder im Schilf liegen sehen." (Rchw.) — „Ihr Ruf ist hell pfeifend. Sie fällt ein, indem sie sich im Fluge sehr scharf seitwärts dreht." (Böhm.) — „Man findet die Nonnenente paarweise und in kleinen Gesellschaften an Flussufern, wo die Ebbe Massen von kleinen Krebsen und Weichtieren zurückgelassen hat, welche die hauptsächliche Nahrung der Enten bildet." (Butt.) — Im Überschwemmungsgebiete des Okawango traf Andersson die Witwenente sehr häufig, zu Zeiten zu ungeheueren Flügen vereinigt. Die reinweissen, gelblich durchscheinenden, glanzlosen Eier messen 45,5 — 48A36 — 37 mm, Gewicht 2040 mg. 114. Dendrocygna fulva (Gm.) Anas fulva Gm. S. N. II. 1788, 530 Anas bicolor Vieill. N. D. V. 1816, 136 Anas virgata Wied R. Bras. I. 1820, 322 Anas collaris Merr. Ersch Grub. Enc. XXXV. 1841, 31 Dendrocygna arcuata var. africana Bp. Compt. Rend. XLIII. 1856, 649 Dendrocygna maior Jerd. Madr. J. XII. 1840, 218 — Sei. P. Z. S. 1864, 300 — Shell. Ibis 1894, 477 Dendrocygna africana Heugl. NO. Afr. 1873, 1304; Nachtr. 1873, CXCIX Dendrocygna fulva Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 8o3 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1301 ; Nachtr. 1873, CXCIX. — Boc. Angola 1881, 500 — Hartl. Abh. Bremen 1882, 216 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 328 — Pelz. Z. B. G. Wien 1882, 512 -- Salvad. Ann. Genova 1884, 243; 1888, 320 — Dubois Bull. Belg. 1886, 149 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 27 — Shell. Ibis 1894, 28 — Fleck J. O. 1894, 380 Dendrocycna fulva Rchw. J. O. 1887, 46 — Shell. B. Afr. I. 1896, 171; Ibis 1897, 552; 1898, 381; 1899, 282. Abbild.: Baird B. Amer. T. 63 F. 1 — Milne-Edw. Grand. Hist. Mad. Ois. T. 272 — Jerd. 111. Ind. Orn. T. 22. Oberkopf düster rostbraun; längs der Nackenmitte ein schwarzes Band; Kopfseiten, Halsseiten und Kropf gelbbraun; Kehle weiss, Mitte des Vorderhalses weiss, schwarz gestrichelt (die einzelnen Federn sind hier an der Spitze weiss, an der Wurzel und zum Teil an den Seitensäumen Anatidae — 127 — Nettapus schwarz); Unterkörper rostbraun, dunkler auf den Weichen und hier mit blass ockergelben, dunkel gesäumten Längsstreifen gezeichnet; Federn des Oberrückens und Schulterfedern schwarz mit rostbraunen Querbinden; Unterrücken, Bürzel und Schwanz schwarz; Ober- und Unterschwanzdecken und Steissseiten gelblichweiss; die kleinen Flügeldecken rotbraun, die grösseren wie die Schwingen und Unterflügeldecken schwarz; Auge braun; Schnabel dunkel graublau bis schwarz; Füsse bleigrau. Lg. 450, Fl. 200 bis 220, Sp. 770, Fl./Schw. 20, Schw. 55 — 60, Sehn. 50, L. 50 mm. Beim Weibchen scheinen die kleinen Flügeldecken immer schwarz zu sein mit düster rotbraunen Säumen. Bewohnt Südamerika, den Süden Nordamerikas, Indien, Madagaskar und ist in Afrika im Osten und Südwesten nachgewiesen: Kordofan X. XL, Blauer und Weisser Nil (Heugl.); Sennar (Kotschy); Cialalakasee II. III. (Antin., Rag.); Lado XII. (Emin); Kageji XII. (Fschr.); Somba (Manning); Songue VII., Fort. Johnston, Schirwasee XII. IL, Palombifluss VIII. , oberer Schire (Whyte); Scheschekel. (Holub); NgamiseeVlII. (Fleck); Landana (Lucan, Petit). „Ich habe diese Baumente in ziemlich zahlreichen Flügen an Sümpfen und Regenteichen in Ostkordofan getroffen. Ob sie Standvogel ist, kann ich nicht angeben. Im Benehmen und Flug gleicht sie der Nonnenente, doch scheint sie schüchterner zu sein, hielt sich den Tag über in fast un- zugänglichen Rohrdickichten auf. Ihre Stimme besteht in einein hohen, kurz abgebrochenen Pfeifen. Zuweilen mischen sich die Gesellschaften der fahlbäuchigen und Nonnenente miteinander." (v. Heuglin.) Nettapus Brandt Nettapus Brandt Descr. Icon. Anim. Ross. Nov. Aves fasc. I. 1836, 5. Typ.: Anas aurila Bodd. Anserella Sw. Class. B. II. 1837, 1 ®9- Typ.: Anas coromandeliana Gm. (Meniscus [Broke] Eyt. Mon. Anat. 1838, 15. Desgl. Microeygna Gray List. Gen. B. 1840, 73. Desgl. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Zügel befiedert; angelegte Flügel nicht bis zum Schwanzende reichend; Höhe des Schnabels an der Wurzel gleich der Länge desselben von der Stirn bis zum Nagel. Die kleinsten Enten. — 4 Arten in Australien, Indien, Madagaskar und dem tropischen Afrika. 115. Nettapus auritus (Bodd.) Anas aurita Bodd. Tabl. PI. Eni. 1783, 48 Anas madagascariensis Gm S. N. II. 1788, 522 Nettapus madagascariensis Hartl. J. O. 1854, 303; 1861, 272; W. Afr. 1857, 247 — Gurn. Ibis 1859, 251 — Cass. Pr. Philad. 1859, 175 — Lay. S. Afr. 1867, 348 - Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 422 — Lay. Ibis 1869, 377 — Ussher Ibis 1874, 74 — Rchw. J. O. 1874, 374 — Ayres Ibis 1877, 354 — Hart. J. O. 1886, 612 Atiser minuta Dubois Orn. Gal. 1839, 110 T. 70 Nettapus auritus Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43 — Kirk Ibis 1864, 336 — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 51 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 804 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 336 — Bouv. Cat. 1875, 39 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 248 — Fschr. J. O. 1878, 296; 1879, 285 — Boc. Angola 1881, 498 — Sharpe Oates Matabele 1881, 327; Lav. S. Afr. 1884, 750 — Shell. P. Z. S. 1881, 601 -- Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 328 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 427 — Böhm J. O. 1885, 38. 64 — Sousa J. Lisboa XLII. 1886, 80; XLIII. 1886, 169 — Matsch. J. O. 1887, 137. 144 - Anatidae — I2 8 — Sarkidiornis Ayres Ibis i835, 297; i833, 307 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 27 — Fleck J. O. 1894, 380 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] Kettapus coromandeliamti [non Gm.] Hartl. W. Afr. 1857, 247 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 337 [Anm.] Nettopus auritus Heine f. O. 1860, 203 — Böhm O. C. 1882, 114 — Fschr. J. O. 1885, 115 — Shell. B. Afr. I. 1896,' 170; Ibis 1898, 556 — Sei Ibis 1899, 114 — Neum. J. O. 1898, 256. Abbild.: Buff. PI. Eni. T. 770 — Rchw. D. O. Afr. S. 27 Fig. n. — Milne-Edw. Grand. Hist. Mad. Ois. T. 264. Stirn, Kopfseiten, Kehle und Halsring weiss; auf den oberen Halsseiten an der Ohrgegend beginnend ein länglicher blassgrüner, schwarz umsäumter Fleck; Scheitel, Hinterkopf und Genick wie Oberkörper, Flügeldecken und Oberschwanzdecken erzgrün glänzend; unterer Teil des Halses, Weichen und Schenkel rostbraun, der Nacken fein schwarz oder erzgrün gewellt, die unteren Kropffedern mit schmalen schwarzbraunen, zickzackförmigen Querbinden; Unterkörper weiss; Unterschwanzdecken und Schwanzfedern schwarz; Schwingen schwarz, die letzten Armschwingen erzgrün oder stahl- blau glänzend, eine weisse Längsbinde auf dem Flügel, gebildet von den teilweise weissen vorderen grosseH Armdecken und mittleren Armschwingen; Unterflügeldecken schwarz; Auge dunkelbraun; Schnabel hellgelb bis orange, der Nagel schwärzlich; Füsse schwarz, aussen gelblich. Lg. 280, Fl. 150 — 155, Sp. 530, Fl./Schw. 35, Schw. 70 — 85, Sehn. 25, L. 23 — 27 mm. Dem Weibchen fehlt der grüne Fleck auf den oberen Halsseiten; Stirn, Kopf- und obere Halsseiten sind auf weissem Grunde schwarzgrau gefleckt. Der Schnabel ist nach Anders son düster oliven mit einem grünlichorange- farbenen Fleck an der Wurzel. Afrika und Madagaskar: Gambia (Rend.); Kasamanse (Verr.); Cape Coast (Fräs.); Volta, Lagos (Ussher); Lagos (Moloney); Porto novo, Lagos, Kaura (Hart.); Gabun (Verr.); Kamma (Du Chaillu); Fernand Vaz (Marche, Comp.); Luapula „Luipue" (Ivens, Cap.); Cuce, Humbe, Huilla (Anch.); Ngamisee (Anderss.); Nukana VII. (Fleck); Grahamstown (Bowk.); King- williamstown (Trevel); Sululand VII. (Gordge); Natal XII. (Wahlb., Gueinz.); Natal, Potchefstroom IV. (Ayres); Matebele (Oates); Sibananiwald (Holub); Baranasee IX. (Francis); Sambesi, „Sequiri" gen., Lamu (Kirk); Sam- besi (Bradsh.); Kotakota (Sharpe); Kipini, Witu XI. (Fschr.); Ugalla III., Wualaba, Itambesee X., Luvule X. (Böhm); Jipi IX. (Jackson); Usaramo II. (Stuhlm.); Ntebbi V., Ssesseinseln (Neum.). Hält sich meistens in kleinen Gesellschaften. Böhm fand sie nicht selten am Wualaba, wo sie pärchenweise oder in kleinen Ketten zusammen- hielt und sich nicht besonders scheu zeigte. Ihre Stimme ist ein helles feines Zwitschern. — Nach Kirk tauchen diese Enten und bleiben lange unter Wasser, verwundete gehen dadurch häufig verloren. — Auch Holub erfuhr, dass sie vortrefflich tauchen und dadurch oft dem Schrote entrinnen. Die Eier sind elfenbeinweiss und messen 41,5X31,5 mm. Sarkidiornis Eyt. Sarkidiornis Eyt. Mon. Anat. 1838, 20. Typ.: Anser melanotus Penn. Sarei- diornis Agass. Nomencl. Zool. 1846, 331. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe kürzer als Mittel- zehe, Lauf ebenfalls; Zügel befiedert; die angelegten Flügel etwa bis zum Anatidae — 129 — Sarkidiomis Schwänzende reichend; Höhe des Schnabels an der Wurzel wesentlich kürzer als dessen Länge von der Stirn bis zum Nagel; ein stumpfer Höcker am Flügelbug; 1. — 3. Schwinge etwa gleich lang; Männchen zur Fortpflanzungs- zeit mit einem lappenförmigen Auswüchse auf der Schnabelfirste. — 1 Art in Afrika, Madagaskar und Indien, eine 2. in Südamerika. 116. Sarkidiomis melanotus (Penn.) - Höckergans Anser melanotus Penn. Ind. Zool. 1769, 12 T. XI. Anas Iricolor Bodd. Tabl. PI. Eni. 1783, 56 Sarkidiomis africanus Ayres Ibis 1871, 266 Sarkidiomis mela- nonotus Rüpp. S. Üb. 1845, 137 — Hartm. J. O. I863, 463. 470; 1864, 157 — Sharpe Oates Matabele 1881, 327 Sarkidiomis africana Strickl. P. Z. S. 1850, 221; Ann. Mag. IX. 1852, 349 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 43; J. O. 1855, 361; 1861, 272; W. Air. 1857, 246 — Antin. Cat. 1864, 112 — Lay. S. Afr. 1867, 347 — Chapm. Trav. S. Afr. II. 1868, 422 - Bouv. Cat. 1875, 39 — Barratt Ibis 1876, 214 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 321 — Uubois Bull. Belg. 1886, 149 Sarcidiornis africana Ilartl. J. O. 1854, 303 — Sei. P. Z. S. 1864, 114 — Ayres Ibis 1880, 112 — Boc. Angola 1881, 496 — v. Pelz. Z. B. G. 1881, 155 - Hartl. Abh. Bremen 1882, 216 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 752 — Salvad. Ann. Genova T884, 239; 1888, 319 — Butt. N. Leyden XI. 1889, 79. 200 — Sharpe Ibis 1892, 541 — Oust. Nat. 1893, 128 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] Sarcidiornis melanonota Brehm J. O. 1854, 84 — Emin J. O. 189'!, 339 — Shell. Ibis 1896, 240; 1898, 556; B Afr. I. 1896, 170 Sarkidiomis melanolos Brehm J. O. 1857, 379; 1858, 409. 410 Sarcidiornis regia Sei. Ibis 1862, 284 Sarcidiornis africanus Kirk Ibis 1864, 335 — Shell. P. Z. S. 188 1, 60 c; 1889, 371 Sarcidiornis melanonotus Denh. Clapp. Trav. App. XXI. 1826, 205 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1280 — Rchw. J. O. 1887, 46 — Böhm J. O. 1882, 180; 1885, 50. 64 — Hart. J. O. 1886, 575. 611 — Matsch. J. O. 1887, 137. 144 — Rchw. J. O. 1892, 6 — Fleck J. O. 1894, 380 Sarcidiornis melanotus Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 799 — Fschr. J. O. 1779, 296; 1885, IJ5 Sarkidiomis melanotus Anderss. Damara 1872, 335 — Shell. Ibis 1882, 367 Sarcidiornis melanotos Butt. N. Leyden VII. 1885, 248; XI. 1889, 137; Reiseb. Lib. 1890, 476 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 27 Sarcidiornis mela- nota Neum. J. O. 1898, 256 — Shell. Ibis 1899, 379. Abbild.: Milne-Edw. Grand. Hist. Mad. Ois. T. 267 - P. Z. S. 1876, T. LXVII. Kopf und Hals weiss, schwarz gefleckt, Oberkopf und ein Band längs des Nackens fast rein schwarz, dieses wie die Flecke stahl- bis bronze- glänzend, die Nackenfedern gekräuselt; Oberkörper, Flügel und Schwanz schwarz mit blauem, grünem, veilchenfarbenem oder rötlichem Stahl- und Bronzeglanz, ein Fleck auf dem Unterrücken grau; unterer Teil des Halses, Unterkörper und Unterschwanzdecken rein weiss, die Körperseiten grau verwaschen; Unterflügeldecken schwarz, weiss gesäumt; Auge dunkelbraun bis gelbbraun; Schnabel schwarz, zur Fortpflanzungszeit ein höckerartiger Auswuchs auf der Firste, welcher schwarz ist mit weissen Flecken; Füsse dunkel bleigrau. Lg. 620 — 750, Fl. 350 — 380, Sp. 1070, Fl./Schw. o, Schw. x 35— 15°. Schn - 57— 6o - L - 55—75 mm - Zur Fortpflanzungszeit haben die Männchen nach Böhm oft an den Bauchseiten jederseits hinter den Schenkeln ein Büschel schön orangegelber Federn. Das Weibchen ist wesentlich kleiner, hat keinen Auswuchs auf dem Schnabel, Flügel und Oberrücken sind weniger glänzend, Bürzel, Unter- rücken und Oberschwanzdecken weiss oder weissgrau, oft schwarzgrau quergebändert; der untere Teil des Nackens oft schwarz und weiss quer- gebändert; Unterflügeldecken mattschwarz. Lg. etwa 550 — 580, Fl. 280 — 290, Schw. 125, Schn. 50, L. 45 — 47 mm. Reickenow, Die Vögel Afrikas. 9 Anatidae — joo — Sarkidiornis Der junge Vogel ist oberseits graubraun, Unterrücken und Bürzel reiner grau; Flügel schwarzbraun; weisslicher Augenbrauenstrich; Unter- seite weiss, der Kropf graubraun gefleckt; Unterflügeldecken matt schwarz. In Afrika, Indien und auf Madagaskar: Gambia (Br. M.); Sugaryfluss (Butt.); Goldküste (Pel); Loko VI. (Hart.); Diatakunda (Marche, Comp.); Ubangi (Dyb.); südlich des Kuanza, Kakonda „Violo" gen., Kunene, Huilla, Gambos, Humbe (Anch.); Gambos (v. d. Kell.); Damara XII., Grossnamaqua, Okawango, Ngami (Anderss.); Rehoboth, Fischfluss, Okawango (Fleck); Klein- mondfluss I. (Lay.); Magaliesberge, Potschefstroom, Rustenburg VI. (Ayres); Potschefstroom (Barr.); Ramaquebanfluss III. (Oates); Molopofluss I. (James.); Matebele, Makalaka, Sambesi (Holub); Sambesi „Nango mwamba" gen. (Bradsh., Kirk); Schirwasee (Sharpe); Luchinde (Mann.), Wiedhafen II. (Fülleb.); Engatana, Lamu „Kwetemsu" gen., Kageji (Fschr.); Kakoma I. II. IV., Igonda XI., Marungu, Luwule X., Lufira (Böhm); Kibaja Massai VI., Manjarasee XI. (Neumann); Uniamuesi (Speke); Ostseite des Kilimandscharo VI. (Hunt.); Malindi (Kirk); Irangi VI. (Stuhlm.); Uniamuesi XII., Moribucht V. (v. Trotha); Bussissi, Lado VIII.; Tarrangole (Emin); Ukambani IV. (Jacks.); Niamniam (Piaggia); Schoa (Rüpp.); Angollalla (Harris); Gazellenfluss, Cialalakasee II. IV. XI. (Antin.); Haddosee III. (Rag.); Kordofan VII. (Peth.); Sennar, Abessinien (Brehm); Chartum, Kordofan, Tanasee, Weisser und Blauer Nil, arabisch: „Wuz el Tin", „Wuz Abu Oadum" (Heugl). „Die Höckerente lebt meistens in kleineren, zuweilen jedoch auch in grossen Ketten in Sümpfen, an Regenteichen, Seen und Flüssen und fällt mit Vorliebe auf Tümpeln ein, welche mit wildem Reis bestanden sind, und auf jungen Saaten von Büschelmais und Negerhirse. Die Nahrung besteht in Gras, Wasserpflanzen, Gewürm, Schnecken und Heuschrecken. Die einzelnen Paare oder Flüge halten meistens dicht zusammen, mischen sich aber bisweilen auch mit Sporngänsen und Baumenten. Der Flug dieser Enten ist ungemein rasch. Man vernimmt dabei häufig die zarte, wispernde Stimme." (v. Heuglin). -- Nach Andersson bäumt sie gern auf trockenen in der Nähe des Wassers stehenden Bäumen. — „Die Höckerenten fanden sich in den ersten Monaten des Jahres häufig in der Umgegend von Kakoma und dem benachbarten Wagalla-Lande an Lachen, Sümpfen und Regen- strombetten ein. Ihre Lebensweise ist hier ganz die echter Baumenten. Beim Einfallen bäumen sie stets auf, und wir haben sie nie auf der Erde angetroffen. Gewöhnlich kamen sie auf dem Morgen- und Abendfall in kleinen Flügen von 5 — 6 Stück an, die Weibchen meistens allein oder 5 — 6 Weibchen mit einem einzelnen Männchen. Letztere mischen sich gern unter die Flüge der Sporengänse und fallen mit diesen auf dieselben Bäume ein. Die Weibchen sind bedeutend scheuer und vorsichtiger als die Männchen. Während letztere sofort nach dem Aufbäumen ihr Gefieder zu ordnen und zu putzen beginnen, sichern jene zuerst ein Weilchen un- beweglich mit gerecktem Halse, um bei dem geringsten verdächtigen Geräusch oder auch nur einer leisen Bewegung des in der Nähe verborgenen Jägers sofort wieder abzustreichen. Die Stimme der Höckerenten ist sehr fein und dünn. Im Magen der Erlegten fanden sich nur Sandkörner. Nach Aus- sage der Eingeborenen plündern sie hauptsächlich die Reisfelder." (Böhm). „Die Eier sind von feinem Korn, glattschalig und massig glänzend und von gelblichweisser Färbung. Grösse 60 — 61,5 mm zu 45 — 46 mm. Gewicht Anatidae — 131 — Chenalopex 7050 — 7400 mg." (Kuschel). Nach Nehrkorn sind die Eier graugelb und 56 X 44 mm gross. Chenalopex Slepli- Chenalopex Steph. G. Z. XII. 2. 1824, 41. Typ.: Anas aegyptiaca L. Älopochen Stejn. Riverside Nat. Hist. IV Birds 1885, 141. Desgl. Hinterzehe ohne breiten Hautsauin; AusSenzehe kürzer als Mittel zehe; Lauf länger als Mittelzehe; die angelegten Flügel reichen bis zur Schwanzspitze oder überragen diese; Höhe des Schnabels an der Wurzel wesentlich kürzer als dessen Lange von der Stirn bis zum Nagel; keine vorspringenden Hornlamellen am Wurzelteile des Oberkieferrandes; ein stumpfer Höcker am Flügelbug. — 1 Art in Afrika, 1 in Südamerika. 117. Chenalopex aegyptiacus (L.) - Nilgans Anas aegyptiaca L. S. N. XII. 1766, 197 — Grill Vict. Z. Ant. 1858, 11. 56 Anser africanus Bonn. Enc. Meth. I. 1790, 119 Anas Varia Bchst. O. Tusch. IL 1803, 454 Chenalopex aegyptiaca Rüpp. S. Üb. 1845, 137 — Antin. Cat. 1864, 112 — Blanf. Abyss. 1870, 438 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 300 -- Fschr. J. O. 1878, 296; 1879, 295. 296. 30 r -- Salvad. Ann. Genova 1884, 241. 276; 188S, 319 — Sharpe Lay. S. Air. 1884, 747 — Shell. Ibis 1888, 306 - Dubois Bull. Belg. 1886, 149 — Emin J. O. 1891, 339 - Sharpe Ibis 1 892, 54 1 ; P. Z. S. 1895, 510 Chenalopex aegyptiacus Strickl. P. Z. S. 1850, 221 ; Ann. Mag. IX. 1852, 349 — Brehm J. O. 1853, Extrh. 103; 1854, 84; 1856, 329. 335. 398. 477; J857, 357 — Blvth J. As. S. Beng. XXIV. 1855, 305 — Blyth and Speke Rep. Coli. Somali 1860, J5 — Speke Ibis 1860, 248 — Hartl. J. O. 1861, 272"— Kirk Ibis 1864, 336 — Lay. S. Afr. 1867, 347; 1869, 377 — Gurn. Ibis 1868, 49 — Lay. Ibis 1869, 377 — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 51 — Finsch Ilartl. O. Afr. 1870, 803 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 335 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, la8 5; R NO - Afr. II. 1877, 261 — Fschr. Z. g. O. 1884, 393; J. O. 1885, 115 — Buckl. Ibis 1874, 390 — Fschr. Rchw. J. O. 1878, 248 -- Boc. Angola 1881, 497 — Butl. Feild. Reid Zoologist 1882, 427 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 322 — Böhm O. C. 1882, 114; J. O. 1885, 62. 72 — Salvad. Mem. Torino 1894, 564 -- Hart. J. O. 1886, 611 — Rchw. J. O. 1887, 46; 1892, 6; D. O. Afr. 1894, 28 — Matsch J. O. 1887, 137. 144 — Tristr. Ibis t888, 266 — Emin J O. 1891, 345 — Sharpe Ibis 1892, 541 — Oust. Nat. 1893, 128 — Kusch. J. O. 1895, 84 [Ei] — Shell. B. Afr. I. 1896, 171 -- Neum. J. O. 1898, 257 — Hart. Ans. Und. Afr. Sun 1898, 326 Anser aegyptiacus Brehm J. O. 1855, 484 — Shell. Ibis 1871, 315 Anas egi/püea Chapm. Trav. II. 1868, 421 Chenalopex aegyptius Shell. Ibis 1882, 367. Abbild.: d'Aubent. PI. Eni. T. 379 — Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 294. Gegend um die Schnabelwurzel und Augengegend, meistens auch der untere Teil des Nackens rotbraun; übriger Teil des Kopfes und Halses fahlbraun, Oberkopf und Wangen oft weisslich; Kehle weiss; Kropf und Körperseiten auf weissem oder blass gelbbräunlichem Grunde fein schwarz- grau gewellt; Mitte des Unterkörpers weiss, auf der Oberbrust ein rot- brauner Fleck; Unterschwanzdecken ockergelb bis rostgelb; Oberkörper fein gelbbraun und schwarzbraun gewellt; Unterrücken, Bürzel, Ober- schwanzdecken und Schwanz schwarz; Schulterfedern auf der Innenfahne grau, auf der Aussenfahne rotbraun; Flügeldecken weiss, die grossen Arm- decken mit schwarzer Querbinde; Handdecken und Schwingen schwarz, die inneren Armschwingen auf der Aussenfahne bronzeglänzend, die innersten wie die Schulterfedern gefärbt; die kleineren Unterflügeldecken weiss, die 9* Anatidae — 102 — Chenalopex grösseren mattschwarz; Auge hellbraun bis gelb; Schnabel rot, an der Wurzel, Spitze und Rand schwärzlieh; Füsse rot oder blass fleischfarben. Lg. etwa 600 — 700, Fl. 370 — 405, Schw. 130 — 150, Sehn. 48 — 55, L. 80 — 85 111111. Das Weibchen ist nur kleiner als das Männchen. Im ganzen Gebiete: Bissao (Beaud.); Mangu (Thierry); Niger XII. (Baikie); Loko (Hart.); Ubangi (Dvb.); Humbe I., Koroka (Anch.); Damara, Grossnamaqua (Anderss.); Kapland (Law); Port Elisabeth (Rick.); King- williamstown (Trevel.); Knysna III. (Vict); Newcastle X. (Butl.); Natal II., Transvaal (Ayres); Maschona (James.); Kapland, Oranjefreistaat, Transvaal (Holub); Limpopo (Buckl.); Matebele (Buckl.); Sambesi (Bradsh.); Sambesi „Nango" gen., Schire I., brütend (Kirk); Langenburg IX. (Fülleb.); Newala (Weig.); Pangani, Aruscha, Wemberesteppe, Simiufluss, Naiwascha- see, Kageji XI. mit halbwüchsigen Jungen, sonst VIII. — X. flügge Junge, Kau, Kingani, Tana, Barawa, Lamu, „bita hosorongi" gen. (Fschr.); Ugalla VI. Eier, Tanganjika, Luwule X., Lufira XI. (Böhm); Naiwascha VII., Jipi bei Lamu (Jacks.); Simba (Ans.); Kibaja Massai VI., Umbugwe (Neum.); Loitahochland V. (v. Trotha); Bussissi (Emin); Sheik Husein IX. (D. Smith); Gura (Rusp.); Somali, „Etal-Jaz" gen. (Speke); Efat in Schoa IV. (Harris); Gascianebach VIII. (Antin.); Ciaciabach III. (Rag.); Waliko VII., Maragaz VII. (Jesse); Kordofan (Petherick); Aschangisee, Ansebathal VII. (Blanf.); Samhar-, Danakil-, Somaliküste, Abessinien, Dembea, Takaze, Anseba, amharisch und tigrisch „Jebra" (Heugl.). „Den Lieblingsaufenthalt der Nilgans bilden weite Sandbänke und Strominseln. Zur Brutzeit suchen die einzelnen Paare gern buschige Stellen am tieferen, mit Wurzelwerk und Schilf bedeckten Ufer, aber sie fallen auch gern auf junges Getreide, auf Wiesen und solche Flächen ein, wo die Hochwasser erst kürzlich zurückgetreten sind. Meistens hält jedes Paar treulich zusammen. Schon sehr früh des Morgens sieht man dieses von der Weide zurückkehrend niedrigen Fluges über den Fluss hineilen und fröhlich schnatternd, mit den Flügeln schlagend, auf eine Inseispitze oder Sandbank einfallen. In Gegenden, wo sie keine Nachstellungen zu erleiden haben, sind diese stattlichen Vögel durchaus nicht schüchtern. Ihr ungemein leb- haftes und geschwätziges Wesen zeichnet sie vorteilhaft vor den meisten anderen Gänsen aus. Der Lockton besteht in einem gänseartigen Schnattern, während sie zuweilen einen Angstruf ausstossen, der an das Locken der Enten erinnert. Beim Schwimmen wird der Vorderkörper tief in das Wasser eingesenkt. Sie bewegen sich mehr im Wasser als andere Gänse- arten, schwimmen vortrefflich, tauchen viel und anhaltend und können auch weite Strecken unter Wasser schwimmen. Der Flug hat auch manches mit demjenigen der Enten gemein, ist aber meistens niedrig, etwas flatternd, jedoch ungemein rasch. Gewöhnlich streicht das Männchen hart hinter dem Weibchen her. Die Nahrung ist mehr pflanzlicher Natur und besteht namentlich in jungem Gras und Getreide, aber auch in Körnerfrüchten und Leguminosen, dann in Würmern, Larven, Krebsen, kleinen Insekten und selbst in Heuschrecken. Zur Zeit der Fortpflanzung sind die Männchen sehr erregt und streitsüchtig. Die Paarung fällt am Weissen und Blauen Nil in den Juli bis September. Das Nest steht gewöhnlich auf überhängenden Baumstümpfen, auch in Baumlöchern, im Wurzelgewirr des Ufers, auf niedrigem Gestrüpp, zuweilen auch auf der Erde unter Dorngewächsen und Anatidae — 133 — Plectropterus Hochgras. Niemals fand ich die Nester mehr als 4 m über der Erde. Die Zahl der Eier beträgt 5 — 8. Das Weibchen oder beide Gatten halten sich den Tag über in unmittelbarer Nähe des Nestes auf. Sobald die Küchlein ausgekrochen sind, werden sie von den Alten auf tieferes, aber nicht stark strömendes Wasser geführt. Sind die Jungen flügge, so scharen sich gewöhnlich mehrere Brüten zusammen, welche dann zur trockenen Jahreszeit wohl weit im Lande umherstreifen, aber nicht eigentlich wandern. Solche Gesellschaften wachsen zuweilen auf 50 und mehr Stücke an." (v. Heuglin). „Die Nilgans trifft man häufig an schilfigen oder moorartigen Buchten und an den Fliessen, welche das Wasser vom Überschwemmungsgebiet der Regenzeit den Strömen zuführen. Nicht selten bäumen sie auch auf. Sie entschliessen sich nur schwer zur Flucht, laufen mit heftigem Geschnatter nur langsam davon und fliegen nach einem Schusse nur auf, um sich gleich darauf wieder niederzulassen. Ihre grosse Anhänglichkeit aneinander macht die Jagd sehr leicht. Flügellahm Geschossene werden von den Genossen umringt und begleitet. Wenn die Gatten eines Paares hintereinander her- ziehen, so pflegt die eine ähnlich einer gemeinen Gans zu schnattern, während die andere ein heiseres Ächzen hören lässt. In mondhellen Nächten sind die Nilgänse sehr unruhig und vollführen mit Geschnatter und Gekrächz ein grosses Getöse. Der Hals wird im Laufen auffallend gerade gestreckt, häufig sogar etwas nach oben gekrümmt gehalten." (Böhm). - - „Die Nil- gans sucht bei drohender Gefahr zunächst durch Laufen sich zu retten." (Fschr.). „Die „Berggans" ist die häufigste im Kaplande. Sie versammelt sich zu bestimmten Zeiten in ungeheuren Scharen in den Niederungen, wo sie mausert und zeitweise flugunfähig wird. Sie brütet im Schilfe oder auch in Felslöchern und in Baumlöchern nahe dem Wasser." (Layard). Brehm fand das Nest immer auf Bäumen, vorzugsweise auf einer dornigen Mimosenart. „Es besteht grossenteils aus den Zweigen des Baumes selbst, ist jedoch mit feinen Reisern, Gräsern und Federn weich ausgefüttert, wie ein Entennest, die Mulde sehr tief und ziemlich weit. Die Zahl der Eier schwankt zwischen 4 und 6. Die Jungen werden sehr bald ins Wasser gebracht und entgehen selbst auf freiem Wasser sehr leicht der Verfolgung, weil sie vortrefflich tauchen." „Die Eier sind weiss, glattschalig und massig glänzend. Nach Layard messen sie 55 mm zu 40 mm. In der Gefangenschaft gelegte Stücke weisen ungleich grössere Masse auf, 68 — 72 X 48 — 53 mm. Gewicht der letzteren 9700 — 10500 mgr." (Kusch.). Plectropterus Stepli. Plectropterus |Leach] Steph. G. Z. XII. 2. 1824, 6. Typ.: Anas gambensis L. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe deutlich kürzer als Mittelzehe; ein grosser scharfer Sporn am Flügelbug; Zügel, Augengegend und Stirn unbefiedert; im Flügel 2. bis 4. Schwinge am längsten. — 2 Arten in Afrika. Anatidae — joi — Plectropterus 118. Plectropterus gambensis (L.) - - Sporngans Anas gambensis L. S. N. XII. 1766, 195 Anaer spinosus Bonn. Enc. Meth. I. 1790, 118 Plectropterus gambensis Childr. Denh. Clapp. Trav. II. 1826,204 — Rüpp. S. Üb. 1845, 137 — Hartl. Abb". Hamb. 1850, 43; J. O. 1854, 302; W. Afr. 1857, 246; J. 0. 1861, 272 — Vierth. Naum. 1852, 40. 42 — Brehm J. O. 1854, 84; 1855, 488; 1857, 378; 1858, 409. 410. 471 — Sei. P. Z. S. 1859, 131. 132 T. 153; 1860, 38. 41; Ibis 1868, 502 — Antin. Cat. 1864, 112 — Kirk Ibis 1864, 335 -- Lay. S. Afr. 1867, 346 — Sperling Ibis 1868, 292 — Schleg. Mus. Pays-Bas VI. 1866, 95 -- Finsch Ilartl. O. Afr. 1870, 802 - Antin. Salvad. Atti Torino 1870, 746 — Anderss. Damara 1872, 334 — Buckl. Ibis 1874, 390 — Boc. Angola 1881, 491 — Böhm O. C. 1882, 67. 114; J. O. 1882, 182; 1885, 38. 65 - Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 310. 314. 317 — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 426 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 746 — Fschr. Z. g. O. 1884, 393; J. O. 1885, 115 — Butt. N. Levden VII. 1885, 247; XI. 1889, 137; Reiseb. Lib. 1890, 476 — Rchw. J. O. 1887, 46; 1892, 6; D. O. Afr. 1894, 2 9 — Matsch. J. O. 1887, 137. 144 — Sousa J. Lisboa XLVIII. 1888, (13) — Tristr. Ibis 1888, 266 — Shell. P. Z. S. 1889, 371; Ibis 1894, 477J B. Afr. '• 1896, 170 — Kend. Ibis 1892, 227 — Fleck J. O. 1894, 380 — Kusch. J. O. 1895, 8 4 l Ei l — Neum. J. O. 1898, 257 Ct/gnus gambensis Rüpp. Mus. Senck. III. 1839, 12T. 1 Anser (Plec- tropterus) gambensis Brehm J. O. 1853, Extrh. 104; 1855. 486; 1856, 468 Plectropterus brevirostris Brehm Vogelf. 1855, 365 Plectropterus rüppclli Sei. P. Z. S. 1859, 132 T. 153; 1860, 38. 42; 1864, 114; 1876, 696; 1877, 48; Ilartl. J. O. 1861, 272 —Finsch Ilartl. Ü. Afr. 1870, 801 — Hart. J. O. 1886, 611 — Shell. B. Afr. I. 1896, 170 Anser gam- bensis Chapm. Trav. II. 1868, 422 Plectropterus sclateri Sousa J. Lisboa VI. 1869, 157 — Sei. P. Z. S. 1877, 48 — Boc. Ang. 1881, 493. 496 Plectropterus gambiensis Ileugl. NO. Afr. II. 1873, 1275 Anser gariepensis [Eckion] Ileus,! NO. Afr. II. 1873, 1277' Abbild.: P. Z. S. 1859, T. CLIII — Mus. Senck. III. T. I. Nackte Stirn und Schnabel rot, letzterer mit weisslichem Nagel, nackte Zügel- und Augengegend grau, ein mehr oder weniger starker, bisweilen warziger Höcker auf der Stirn; Oberseite schwarz mit Stahl- und Bronze- glanz, Kopf und Hals mehr braunschwarz; Wangen und Kehle weiss, bis- weilen schwarz gefleckt; übriger Vorderhals und Brustseiten schwarz; Flügelbug, Unterflügeldecken, Unterkörper und Unterschwanzdecken rein weiss; Füsse fleischfarben; Auge braun. Lg. 800 — 1000, Fl. 410—540, Sp. 1460 — 1700, Fl.'Schw. o, Schw. 170 — 210; Sehn. 60 — 80, von der Stirn- befiederung 100 — 125, L. 90 — 120 mm. Bei recht alten Vögeln zeigen sich nackte Flecke auf den Halssciten. Das Weibchen gleicht dem Männchen, ist aber kleiner. Die kleineren der oben angegebenen Masse beziehen sich auf das Weibchen. Ein mir vorliegender junger Vogel hat Stirn und Zügel befiedert, das Gefieder ist braun, Brustmitte, Bauch und Unterschwanzdecken blasser, weisslich; Flügel schwarzbraun; kleine Unterflügeldecken und Flügelbug weiss. Das Dunenkleid ist nach Böhm hell gelbgrau, Schnabel grau, an den Schneiden und um die Nasenlöcher rot; Füsse grau; Auge bräunlichgrau. Im ganzen Gebiete: Bissao (Beaud.); Bathurst (Rend.); Buluma, Marfa- lluss (Butt.); Accra (J. Smith); Mangu (Thierry); Kratschi I. iuv. (Zieh); Sokoto, Haussaname: „Tinja" (Hart.); Niger (Baikie); Benguella, Huilla, Humbe „Janda" gen., Kunene IV., Ouindumbo VI. „Enjaba" gen. (Anch.); Okawango, Ngamisee, Tonkafluss (Anderss.); Nukana, Ngami VII. VIII. (Fleck); Kaledonfluss (Bowker); Kingwilliamstown (Trevel.); Newcastle XI. (Butl, Feild., Reid); Transvaal (Ayres); Oranjefluss, Limpopo (Holub); Matebele (Buckl.); Sambesi „Tsekire" gen. (Chapm., Kirk); Schire (Kirk, Sperling); Schirwasee V. (Whvte); Newala (Weig.); Pangani III., Kingani, Ronga, Engatana, Naiwaschasee, Kageji (Fschr.); Bagamojo, Llgalla III. V. VI., Anatidae — joc — Plectropterus Wualaba X. XI. Junge, Tanganjika XL, Kakoma II. III., Boga Katani, Lualaba IX., Luwule X., Itambesee X., Lugoma X., Lufira XL, Likulwe XII., Upembasee IL (Böhm); Tanganjika X. (v. Trotha); Kibaja Massai VI. (Neum.); Tareba in Massailand (Hunter); Uniamuesi (Speke); Tsehadsee (Denh., Clapp.); Sennar (Kotschy); Tanasee, Weisser und Blauer Nil, Kordofan, Sennar arabisch: „Abu Qadum" u. „Wuz Abu Oaru" (Heugl.); Kordofan (Brehm, Peth.); Schoa, Sennar (Rüpp.). „Die Sporngans lebt paar- oder familienweise, im Winter auch zu- weilen in grossen Gesellschaften vereinigt, an Gewässern und in Sümpfen. Tags über liegen die Vögel mit Vorliebe in den Niederungen, wo wilder Reis in Menge wächst, sowie auf feuchten Wiesen und in jungen Mais- und Gerstenfeldern. Morgens und abends fallen sie unter Höllenlärm im freien Wasser und auf Sandbänken ein. Ihre Nahrung besteht neben frischen Schossen von Gräsern vorzugsweise in Würmern, Fröschen, Fischen, deren Laich, Krabben, Schnecken und Heuschrecken. Nach Kirk lieben sie namentlich die Blütenköpfe der Nymphäen. Die Sporngans scheint in Nordostafrika nicht zu wandern, verlässt aber mit eintretender Trockenzeit gewisse Lieblingsstätten, namentlich die ausgedehnten Lachen und Sümpfe, welche weite Strecken der Ufer der beiden Nilstrüme und ihrer Zuflüsse säumen, wo die Gänse sowohl den Sumpfwald als die baumlosen Schilf- flächen bewohnen. Die Stimme ist in Anbetracht der Entwicklung der Luftröhre nicht bedeutend, bei den Jungen entenartig pfeifend und schwirrend, bei den Alten aber häufig trompetenartig. Ihre Haltung auf dem Lande gleicht am meisten der des Schwanes, der schlanke Hals wird nicht selten ebenso aufrecht getragen, häufig aber auch S-förmig gebogen. Der Gang ist trotz der kurzen Füsse und ungemein grossen Schwimmhäute sicher und rasch, der Flug etwas schwer, aber anhaltend und zeitweise schön schwebend, beim Aufgehen und Einfallen sehr geräuschvoll. Nach Brehm baut die Sporngans ein grosses, nicht selten schwimmendes Nest aus Binsen, Rohr und Riedgras, das 3 bis 6 Eier enthält. Nach Kirk nistet sie auch auf Ameisenhügeln." (v. Heuglin). Nach Ayres kommen die Sporngänse früh des Morgens zur Äsung auf Wiesen und in die Kornfelder. Wo das Gras hoch ist, fliegen sie bei Annäherung von Gefahr nicht auf, sondern retten sich laufend. — Kirk sah sie auf Bäumen rasten. „Zum Teil vor Sonnenaufgang, zum Teil später fallen die Sporngänsr, von ihren Schlafplätzen kommend, in die Sümpfe und Teiche ein, wo sie tagsüber ihrer Nahrung nachgehen. Manche übernachten indes dort, ohne zu streichen. Ehe die Sporngänse einfallen, kreisen sie regelmässig einige- mal. Wir haben sie dann fast stets aufbäumen sehen, und zwar mit Vor- liebe auf einzelne im Sumpfe stehende, abgestorbene Bäume. Der schwere Vogel steuert schon früh mit nach unten gestreckten Ständern und Hals gegen den allzu heftigen Fall, wobei das Fuchteln seiner mächtigen Schwingen zu einem lauten Brausen wird. Gewöhnlich fangen sie dann sofort an, sich sehr lange zu glätten und zu putzen. Ins Wasser fallen sie sogleich nur dann ein, wenn sie sich völlig sicher glauben. Anzupürschen sind die Sporn- gänse, wenn sie einmal aufgebäumt haben, nur sehr schwer. Herr Reichard hat wiederholt die Erfahrung gemacht, dass sie, wenn der Jäger plötzlich bereits in ihrer Nähe sichtbar wird, ganz verwirrt werden und, nicht wissend, 6 Anatidae — 106 — Casarca was sie thun sollen, aufgebäumt bleiben. Auch weit vom Wasser entfernt, in den lichten, den Wald unterbrechenden Savannenbeständen, habe ich Flüge von Sporngänsen aufbäumen sehen, und ebenso verbringen sie die Nacht auf Bäumen. Beim Schwimmen nehmen sie eine sehr stattliche Haltung an. Ihre Einfallplätze verraten sich durch die Verwüstungen in Wasserpflanzen und Ufergras, in dem förmliche Pfade getreten sind. Zur Erlegung des grossen, stark befiederten Vogels ist ein sehr starker Schuss nötig. Selbst auf verhältnismässig geringe Entfernung wirken grobe Schrote mit starker Pulverladung oft nicht sofort tödlich." (Böhm). — „Die Eier sind von gelblichweisser Farbe und messen 71X53 mm." (Fischer). Nach Kuschel sind die Eier glattschalig mit zahlreichen nadelstich- artigen Poren, glänzend, elfenbeingelb. Grösse 72 — 75X57 — 58 mm. Gew. 18550 — 18670 mg. 118a. Plectropterus gambensis niger Sei. Plectropterus niger Sei. P. Z. S. 1877, 47 T. VII. — Trim. P. Z. S. 1879, 5 — Salvad. Ann. Genova 1884, 238; 1888, 318 — Shell. B. Air. I. 1886, 170 Plectropterus scioanus Salvad. Ann. Genova 1884, 239; 1888, 319 — Shell. B. Afr. I. 1886, 170. Abbild.: P. Z. S. 1877, T. VII. Von dem P. gambensis ist diese Form durch schwarze Wangen und Kehle, schwarzen Unterkörper, an welchem nur die Bauchmitte weiss ist, und schwarze Unterschwanzdecken unterschieden; auch soll sie niemals einen Stirnhöcker bekommen. Bei mir vorliegenden Stücken des P. gambensis vom Victoria Niansa und vom Niger sind jedoch die Wangen, Kehle, Weichen und Unter- schwanzdecken mit schwarz gemischt. Diese Stücke bilden somit Über- gänge zwischen P. gambensis und niger, und es bleibt danach zweifelhaft, ob die Form niger nicht nur eine individuelle Abweichung ist. P. niger ist bisher nachgewiesen von Potchefstroom VII., Transvaal (Ayres); Natal (Butl, Feild., Reid); Cialalakasee IV. V. XI. (Antin., Rag.). Casarca Bp. Casarca Bp. Comp. List. 1838, 56. Typ.: Anas casarca L. Nettalopex Heine Nom. M. H. 1890, 343. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe kürzer als Mittelzehe; angelegte Flügel bis zum Schwanzende reichend; am Wurzelteile des Schnabel- randes deutlich unten über den Rand hervorragende Hornlamellen; Schnabel- firste etwas eingebuchtet. — 4 Arten in Europa, Asien, Afrika, Australien und Neuseeland, 1 davon als Standvogel, eine andere auf der Wanderung in Afrika. 119. Casarca casarca (L.) — Rostgans Anas casarca L. S. N. III. App. 1768, 224 Anas rutila Pall. Nov. Comm. Petrop. XIV. 1770, 579 Tadorna rubra Brehm Isis 1830, 997 Casarca rutila Rüpp. S. Üb. 1845, 138 — Vierth. Nanm. 1852, 44 — Brehm J. O. 1857, 78. 384 — Hartm. J. O. Anatidae — iot — CasarCa 1863, 234. 236 — Antin. Cat. 1864, 1 13 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1306 Anas (Casarca) rulila Brehm J. O. 1854, 84 Casarca casarca Shell. B. Afr. I. 1896, 171. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. XI. T. 299 — Dress. B. Eur. VI. T. 421. Kopf weiss, rostgelb verwaschen; oberer Teil des Halses rostgelb, unten von einem schwarzen Halsringe begrenzt; Ober- und Unterkörper rost- braun, dunkler auf dem unteren Teile des Halses und den Unterschwanz- decken, am dunkelsten auf der Bauchmitte; Bürzel fein rostgelb und grau gewellt; Oberschwanzdecken und Schwanzfedern schwarz; Ober- und Unter- flügeldecken weiss; Handschwingen und deren grosse Decken schwarz; Armschwingen auf der Aussenfahne schwarz mit grünem Stahlglanz, auf der Innenfahne braun, am Innensaume weiss, die innersten auf der Aussenfahne rostbraun oder rostgelb, auf der Innenfahne grau oder weissgrau, nach dem Ende zu oft fein rostgelblich und grau gewellt; Auge braun; Schnabel und Füsse schwärzlich. Lg. etwa 550 — 600, Fl. 335 — 370, Schw. 120 — 160, Sehn. 43—45, L. 50—56 mm. Das etwas kleinere Weibchen (die kleineren der obigen Masse) ist im allgemeinen blasser, der Kopf weisser, der schwarze Halsring fehlt. Bewohnt das südliche und östliche Europa, die Mittelmeerländer und Mittelasien östlich bis Japan, streicht im Winter südwärts bis Aden. Dagegen bedürfen die Angaben über Vorkommen der Rostgans in Schoa und am Blauen Nil der Bestätigung. — Aden (Br. M.). „Die Rostgans hält sich in Gesellschaften, die sich selten unter andere Familiengenossen mischen. Sie treiben sich den Tag über auf Wiesen und Feldern, oft auch in der Wüste umher und fallen mit der Abenddämmerung regelmässig auf Seen und Lachen ein. Häufig lassen sie ihre eigentümliche klangvolle Stimme vernehmen. Die Nahrung besteht in Schossen von Gräsern, Getreide, Wasserpflanzen, Fischchen, Fröschen, Würmern und Schnecken. Das Fleisch hat einen eigentümlichen Bisamgeruch." (Heuglin). 120. Casarca cana (Gm.) Anas cana Gm. S. N. II. 1788, 510 Anser ferrugineus Bonn. Enc. Meth. I. 1790, 116 Anas montana |Forst.] Lcht. Descr. An. 1844, 44 Casarca ruüla [non Pall.] Lay. S. Afr. 1867, 350 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 329 Casarca cana Blyth J As. S. Beng. XVII. 1848, 254 — Salv. Ibis 1859, 362 — Gurn. Ibis 1868, 262 - Ayres Ibis 1871, 266; 1885, 350 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 753 — Symonds Ibis 1887, 335 — Shell. B. Afr. I. 1896, 171 Casarca nitida [non Lay.] Sharpe Lay. S. Afr. l88 4. 753- Abbild.: Brown 111. 1776, T. 41. 42. Kopf und oberer Teil des Halses grau, die Augengegend hellbräunlich; vorn auf dem Halse am Ende der grauen Färbung ein rotbrauner Fleck (bisweilen ein rotbrauner Ring um den Hals); unterer Teil des Halses blass ockergelb; Brust und Weichen rostbraun; Mitte des Bauches rotbraun; Steissseiten schwarz, fein gelbbraun gewellt; Unterschwanzdecken rostgelb; Schulterfedern rotbraun, die inneren wie der Rücken auf schwarzbraunem oder grauschwarzem Grunde fein rostgelb oder weisslich gewellt; Ober- schwanzdecken und Schwanz schwarz; obere und untere Flügeldecken weiss; Handschwingen und deren grosse Deckfedern schwarz; Armschwingen auf der Aussenfahne erzgrün und kupferrötlich glänzend, auf der Innenfahne weiss, am Ende dunkelbraun; die letzten Armschwingen auf der Aussenfahne Anatidae — T g8 — Cyanochen rotbraun, auf der Innenfahne grau; Auge braun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 550 — 600, Fl. 340 — 350, Schw. 140, Sehn. 43 — 45, L - 53—5 6 mm - Beim etwas kleineren Weibchen sind Stirn, Augengegend, vordere Wangen und Kehle weiss. In Südostafrika: Transvaal, Potchefstroom VII. (Ayres); Kroonstad III. (Sym.); östliches Kapland, Oranjefreistaat (Holub). Holub fand diese Gans im halbzahmen Zustande auf Farmgehöften. Die Eier sind nach Nehrkorn grauweiss und messen 72X47 mm. Cyanochen [Hartl.] Bp. Cyanochen [Hartl.] Bp. Compt. Rend. XLIII. 1856, 648. Typ.: Bernicla cyanoptera Kupp. Ci/anauchen |Schl.] Gray Handlist III. 1871, 76. Hinterzehe ohne breiten Hautsaum; Aussenzehe kürzer als Mittelzehe; angelegte Flügel ziemlich bis zum Schwanzende reichend; am Wurzelteile des Oberkieferrandes keine über den Rand hervorragenden Hornlamellen, nur Leisten an der Innenseite; Lauf so lang als die Mittelzehe ohne Kralle; Schnabelfirste kaum eingebuchtet; ein starker Höcker am Flügelbuge. — Nur 1 Art in Nordostafrika. 121. Cyanochen cyanopterus (Rüpp.) Bernicla cyanoptera Rüpp. S. Üb. 1845, I2 9- J 37 T. 47 — Blanf. Abyss. 1870, 439 — Finsch Tr. Z. S. Vit. 1870, 329 — Salvad. Ann. Genova 1884, 241 Branta cyanoptera Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1292 Cyanochen cyanopterus Shell. B. Afr. I. 1896, 171. Abbild.: Rüpp. S. Üb. T. 47. Vorderkopf und Vorderhals fahl bräunlichgrau, Hinterkopf und Nacken brauner; Ober- und Unterkörper und Schulterfedern braun, die Federn be- sonders auf dem Unterkörper mit blassgrauen oder bräunlichweissen Säumen, zum Teil auch mit blassem Mittelstreif; Bürzel und Oberschwanzdecken bläulichgrau; Unterschwanzdecken weisslich oder bräunlichweiss; Flügel- decken blaugrau; Handschwingen glänzend schwarz; Armschwingen grün glänzend mit schmalem weissen Endsaume; Unterflügeldecken graubraun, die mittleren weisslich, die obersten längs des Flügelrandes graublau; Achselfedern weiss; Auge braun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 55°— 6 5°- Fl. 35°— 3 8 °- Schw. 150—170, Sehn. 35, L. 62—65 mm - Nordostafrika: Schoa (Rüpp.); zwischen Antalo und Aschangi, Wavela, Dalanta (Blanf.); Licce X. XI. (Antin.); Schoa V. VI. (Harris); von Tigre südwärts durch die Gallaländer bis Schoa, amharisch „Jebra" gen. (Heugl.). „Die blauflügeligen Gänse leben in vereinzelten Paaren, selten zu Ge- sellschaften vereint, an Bächen und Lachen auf Hochebenen, auf Wiesen und am Rande von Sümpfen, wenn diese nicht mit Buschwerk oder Röhricht bestanden sind. Mitten in Teichen oder im tieferen Wasser habe ich sie nie gesehen. Sie ziehen vor, am Rande der seichten Bäche und Brüche nach Art der Enten zu gründein oder auf dem feuchten Boden des Ufers junge Blattpflanzen zu pflücken. Ihre Stimme ist fein piepend. Charadriidae — 13g — Charadriidae Aufgescheucht streichen sie gewöhnlich nicht weit und folgen in ziemlich niedrigem, nicht sehr beschleunigtem Fluge meistens dem Laufe der Bäche, ein Vogel immer dicht hinter dem anderen. Die Nahrung scheint mehr tierischer als pflanzlicher Art zu sein, ich fand meistens Würmer, Insekten. Larven und Schneckenreste neben Quarzkörnchen im Magen." (v. Heuglin). XL Charadriidae — Regenpfeifer Schnabel hart, gerade oder etwas aufwärts gebogen, meistens kurz, von kaum Kopflänge, nur bei Haonatopiis länger. Hinterzehe fehlt oder ist kurz. In der Regel nur Bindehaut zwischen Aussen- und Mittelzehe, seltener auch zwischen Innen- und Mittelzehe, bisweilen die Zehen unverbunden. — Etwa 120 Arten, welche alle Erdteile bewohnen und in der Mehrzahl am Meeresstrande sich aufhalten, jedoch auch Binnengewässer und selbst trockenes Gelände beleben. Die Stimme der meisten Arten ist hell und flötend. Der Flug ist gewandt. Auf dem Erdboden rennen sie mit grosser Schnelligkeit. Die Nahrung besteht in Würmern, Weichtieren und Insekten, bei grösseren Arten auch in Fischen und kleinen Nagetieren. Sie legen ihre bunten, auf lehmfarbenem, grünlichem oder weisslichem Grunde dunkel gefleckten, meistens kegelförmigen Eier, 2 — 4 an Zahl, in flache Vertiefungen im Sande, gewöhnlich ohne jegliche Nestunterlage. Die Jungen verlassen sofort nach dem Ausschlüpfen das Nest. - - In Afrika kommen 59 Arten vor, die sich auf 18 Gattungen verteilen. Schlüssel der Gattungen: 1. Keine Hinterzehe: 2 — Hinterzehe vorhanden, wenngleich oft sehr kurz: 11 2. Schnabel länger als der Kopf: Haematopus . S. 140 — Schnabel nur so lang oder kürzer als der Kopf: 3 3. Nasenlöcher deutlich den Schnabel durchbohrend: Oedicnemus . . . S. 195 — Nasenlöcher nicht den Schnabel durchbohrend: 4 4. Deutliche Nasenfurche, welche über die Nasenlöcher hinaus nach vorn, über die Hälfte bis zwei Drittel der Schnabellänge sich erstreckt: 7 Keine deutliche, über die Nasenlöcher nach vorn hinaus sich erstreckende Nasenfurche: 5 5. Lauf vorn und hinten mit Ouertafeln bekleidet; Kralle der Mittelzehe am Innenrande in der Regel ge- kämmt: 6 — Je 2 Reihen Schilder auf der Vorder- und Hinter- seite des Laufes; Kralle der Mittelzehe nicht ge- kämmt: Pluvianus . . . S. 150 6. Lauf über 25 mm lang; 1. und 2. oder 1. — 3. Schwinge (Cursorius S. 152 am längsten: IRhinoptilus . . . S. 157 — Lauf unter 25 mm lang; 3. — 5. Schwinge am längsten: Ortyxelos . . . S. 162 7. Scharfer Sporn am Flügelbuge: 8 — Kein Sporn, oft aber stumpfer I locker am Flügelbuge : 9 Charadriidae — 140 — Haematopus 8. Nackter Hautlappen vor dem Auge (Zügellappen): Xiphidiopterus . . S. 192 - Kein Zügellappen: Hoplopterus . . S. 185 9. Mit Zügellappen: Sarciophorus S. 189 — Ohne Zügellappen: 10 to. Entfernung zwischen der Flügelspitze und der Spitze der kürzesten Armschwinge kürzer als die Hälfte der Flügellänge: Stephanibyx . . S. 178 — Entfernung zwischen der Flügelspitze und der kürzesten Armschwinge länger als die Hälfte der Flügellänge: Charadrius . . . S. 164 11. Lauf kürzer als die Mittelzehe mit Kralle; Schnabel mit der Spitze aufwärts gebogen: Arenaria . . . . S 142 — Lauf so lang oder länger als die Mittelzehe: 12 12. Nasenlöcher in einer langen, über die Nasenlöcher nach vorn hinaus bis über die Hälfte der Schnabel- länge verlaufenden Furche; Schnabel gerade: 13 — Keine über die Nasenlöcher nach vorn sich er- streckende Schnabelfurche; Schnabel kurz, gebogen: Glareola . . . . S. 143 13. Mit Zügellappen: 14 — Ohne Zügellappen: 15 14. Scharfer Sporn am Flügelbuge; grosser Zügellappen: Lobivanellus S. 193 — Stumpfer Höcker am Flügelbuge; sehr kleiner Zügel- lappen: Tylibyx .... S. 191 15 1. Schwinge am längsten: Squatarola . . . S. 163 — 1. Schwinge nicht länger als die 2. : 16 16. Zehen lang, Mittelzehe länger als 2 Drittel des Laufes: Hemiparra . S. 184 — Zehen kurz, Mittelzehe wenig oder nicht länger als die Hälfte des Laufes: Chaetusia . . . S. 183 Haematopus L. — Austernfischer Haematopus L. S. N. X. 1758, 152. Typ.: H. ostralegus L. Ostralega Briss. Orn. V. 1760,38. Typ.: Desgl. Melanibyx Rchb. Nat. Syst. Vög. 1852, XII. Typ.: II. mo- quini Bp. Keine Hinterzehe; Schnabel wesentlich länger als der Kopf, etwas auf- wärts gebogen; Bindehaut zwischen Aussen- und Mittelzehe; Lauf nur mit kleinen sechsseitigen Schildchen bedeckt. — 12 Arten in allen Erdteilen, 2 in Afrika. 122. Haematopus ostralegus L. - - Austernfischer Haematopus ostralegus L. S. N. X. 1758, 152 — Rüpp. S. Üb. 1845, 118 — Hartl. W. Afr. 1857, 217; J. O. 1861, 269 — Finsch Hartl. O. Air. 1870, 665 -- Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1039; R. NO. Afr. II. 1877, 247 — Bouv. Cat. 1875, 35 -- Yerbury Ibis 1886, 21; 1896, 34 — Barnes Ibis 1893, 170 — Shell. B. Afr. I. 1896, 193 Scolopax pica Scop. Ann. I. 1769, 95 Ostralega europaea Less. Man. d'Orn. II. 1828, 300 Haema- topus balthicus IL orientalis Brehm Vög. Deutschi. 1831, 562. 563 Ostralegus vulgaris Less. Rev. Zool. 1839, 47 Haematopus ostri.legus Rchw. D. O. Afr. 1894, 31. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VII. T. 181 — Dresser B. Eur. VII. T. 533. Kopf, Hals, Oberrücken, Schultern und Flügeldecken schwarz, bisweilen ein weisses Kehlband; Unterrücken, Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken, Charadriidae — 141 — Haematopus Unterkörper und Unterflügeldecken weiss; Schwanz weiss mit schwarzem Endteile; Handschwingen schwarz, am Wurzelteile der Innenfahne breit weiss, ein weisser Fleck in der Mitte oder gegen das Ende der Aussen- fahne längs des Schaftes, ausser auf den beiden äussersten Schwingen, bei denen nur der Schaft gegen das Ende hin weiss ist; Armschwingen weiss, die äusseren am Ende braunschwarz mit weissem Saume, die innersten ganz schwarz oder schwarzbraun; Handdecken schwarz mit schmalem weissen Endsaume, die grossen Armdecken mit weissem Endteile, zum Teil ganz weiss, wodurch zusammen mit den weissen Armschwingen ein grosser weisser Flügelfleck gebildet wird; Auge rot; Schnabel rot, an der Spitze gelblich; Augenlid und Füsse rot. Lg. etwa 400 — 450, Fl. 250 — 260, Schw. 110— 125, Sehn. 65—90, L. 43—55 mm. Der junge Vogel ist oberseits und am Vorderhalse schwarzbraun, fahl- braun quergebändert. Bewohnt als Brutvogel die Küsten des nördlichen und mittleren Europas und des Schwarzen Meeres, wandert im Winter bis zum Senegal und bis Mossambik: Almadis (Marche, Comp.); Rotes Meer (Rüpp.); Suakin (Br. M.); Berbera XI. XII. (Heugl); Aden (Verb.); Mossambik (Ptrs.). 123. Haematopus moquini Bp. Haematopus niger [non PalL] Rüpp. S. Üb. 1845, 118 — Chapm. Trav. S. Afr. II. App. 1868, 416 Ostralega capensis Lcht. Verz. Doubl. 1823, 73 [nom. nud.| Haematopus moquini Bp. C. R. XLIII. 1856, 1020 — Hartl. W. Afr. 1857, 218; J. O. 1861, 269 — Gurn. Ibis 1862, 34 - Law S. Afr. 1867, 300 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 277 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1041; R. NO. Afr. II. 1877, 247 Haematopus capensis Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 672 — Kusch, J. O. 1895, 85 [Ei] — Shell. B. Afr. I. 1896, 193. Abbild.: Gray Gen. B. III. T. 146. Ganzes Gefieder schwarz; Auge rot; Schnabel und Augenlid orange rot; Füsse karminrot. Lg. etwa 450 — 500, Fl. 265 — 295, Schw. 110 — 130, Sehn. 7°— 75. L 4 8 —5° mm - Südafrika: Simonstown, Cape Point, Robbeninsel (Lay.); Kap der guten Hoffnung (A. Sm.); Port Elisabeth, East London (Rick.); Kaffernland (Krebs); Natal (Ayres); Walfischbucht X. XI. (Anderss.); Angra Pequena (Schenck). — Rüpp eil erwähnt die Art von den Dahlakinseln, Verreaux von Gabun. Da sie nach Meade-Waldo auf den Kanaren brütet, dürfte sie auch die westafrikanische Küste bewohnen. Hält sich nach Layard paarweise und nährt sich von kleinen Fischen, Mollusken und anderem Seegetier, das er an den von der Ebbe freigelegten Stellen des Seestrandes aufsucht. Die Eier, gewöhnlich 2, liegen in einer flachen Grube oft unmittelbar an der Flutgrenze. Sie sind auf graulich rahmfarbenem Grunde mit schwarzen und dunkelbraunen Kritzeln ge- zeichnet und messen 66,5 X 48 mm. — Im Oktober und November traf Andersson die Vögel an der Walfischbucht in grösseren Scharen, beim Auffliegen und während des Fluges liessen sie häufig ihre schrille Stimme hören. „Das Ei ist glattschalig, ziemlich feinkörnig mit einigem Glänze und zeigt auf gelbgrauem Grunde tief liegende, mattgraue Unterflecke und sepia- braune, stellenweise gebogene und in Linien ausgehende Wischflecke über Charadriidae — 142 — Arenaria das ganze Ei ziemlich gleichmässig verteilt. Grösse 59,5X45 mm; Gewicht 4050 mg." (Kusch.). Arenaria ßriss. — Steinwälzer Arenaria Briss. Orn. V. 1760, 132. Typ.: Tringa interpres ~L. Morinella M.W. Taschenb. II. 1810,383. Typ.: Desgl. Strepsilas Hl. Prodr. 1811, 263. Typ.: Desgl. Cinclus [Möhr.] Gray List. Gen. B. 1841, 85. Typ.: Desgl. Hinterzehc vorhanden; Lauf etwas kürzer als die Mittelzehe; keine Bindehäute zwischen den Vorderzehen; Schnabel etwas aufwärts gebogen. — 2 Arten in allen Erdteilen. 124. Arenaria interpres (L.) — Steinwälzer Tringa interpres L. S. N. X. 1758, 148 — Chapm. Trav. II. 1868, 416 Tringa. morinella L. S. N. XII. 1766, 249 Tringa hudsonica St. Müll. L. N. S. Anh. 1776, 114 Morinella eottaris Mey. Wolf Taschenb. II. 1810, 383 Anm. Charadrius cinclus Pall. Zoogr. R. As. II. 181 1, 148 Tringa oähuensis Bloxham in Byron Voy. Blonde 1826, 251 Strepsilas borealis u. littora.lis Brehm Vög. Deutschi. 1831, 559. 560 Cinclus morinellus Rüpp. S. Üb. 1845, 118 Cinclus interpres Lay. S. Afr. 1867, 301 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 276 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1037; R. NO. Afr. IL 1877, 247 — Bouv. Cat. T875, 35 Strepsilas minor Brehm Vogelf. 1855, 285 Arenaria cinerea Olphe-Gall. Contr. F. Eur. Occ. Fase. XII. 1889, 47 Strepsilas interpres Strickl. Sei. Contr. Orn. 1852, 159 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 42; W. Afr. 1857, 217. 275; J. O. 1861, 269 — Kirk Ibis 1864, 332 — Gurn. Ibis 1864, 355 — Finscli Hartl. O. Afr. 1870, 662 — Boc. Angola 1881, 434; J. Lisboa (2) VI. 1891, 84 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 671 — Fschr. Z. g. O. 1884, 392; J. O. 1885, 115 — Yerb. Ibis 1886, 20; 1896, 34 — Gigl. Ann. Genova 1888, 63 — Vinz. Spall. Giorn. Roma 1890, 20 — Rend. Ibis 1892, 229 — Barn. Ibis 1893, 170 — Tristr. Ibis 1898, 248 Arenaria interpres Rchw. D. O. Afr. 1894, 31 — Shell. B. Afr. I. [896, 190; Ibis 1898, 557; 1899, 380 — Neum. J. O. 1898, 258. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VII. T. 180 — Dresser B. Eur. VII- T. 532 — Gould B. Austral. VI. T. 39. Vorderkopf, Kopfseiten und Kehlmitte weiss, ein schwarzes Band jeder- seits von der Stirn durch das Auge und sich verbreiternd über die Wange abwärts, ein breiteres Band vom Genicke quer über die obere Halsseite und mit dem Schwarz des Kropfes zusammenlaufend, ein drittes, sehr breites, vom unteren Nacken über die untere Halsseite zum Schwarz des Kropfes; Hinterkopf auf weissem Grunde schwarzbraun gestrichelt, oft so dicht, dass der ganze Hinterkopf schwarzbraun ist; Nacken weniger gestrichelt, oft fast reinweiss; Oberrücken und Schulterfedern schwarz und rotbraun gemischt; Unterrücken, Bürzel, Unterkörper, Unterschwanzdecken und Unterflügel- decken weiss; die längeren (unteren) Oberschwanzdecken weiss, die oberen (kürzeren) schwarzbraun; Schwanzfedern weiss mit schwarzbrauner Binde vor der weissen Spitze, auf den äusseren Federn wird die Binde schmaler und unvollständig; Schwingen schwarzbraun mit breitem weissen Innen- saume und weissem Schafte, die inneren Hand- und die Armschwingen mit weissem Endsaume, die inneren Armschwingen zum grössten Teile weiss, die innersten braun, oft mit schwarzen und rotbraunen Flecken ; Handdecken schwarzbraun; die grossen Armdecken dunkelbraun mit weisser Spitze, die kleinen Flügeldecken dunkelbraun, die mittleren mit rotbraun und schwarz Charadriidae — 143 — Glareola gemischt; Auge braun; Schnabel schwarz; Füsse orangerot. Lg. etwa 200 — 240, Fl. 145 — 155, Schw. 60 — 65, Sehn. 20 — 23, L. 23 — 24 mm. Im Winter sind Oberkopf, Nacken, Oberrücken, Schultern und Flügel- decken dunkelbraun mit helleren Federsäumen, Zügel und Stirn weisslich; Wangen weiss, braun gefleckt; Kehle reinweiss; Kropf schwarzbraun mit weiss gemischt; keine schwarzen Binden an Kopf- und Halsseiten oder doch nur undeutliche. Der junge Vogel ähnelt dem alten im Winterkleide, hat aber fahl rost- bräunliche Säume an den Federn der Oberseite. Fast über die ganze Erde verbreitet, in Afrika an folgenden Orten nachgewiesen: Bissao (Beaud.); Kasamanse (Verr.); Gambia XI. (Rend.); Kap St. Marie am Gambia (Marche, Comp.); Goldküste (Br. M.); Rolas, S. Thomas (Newt.); Koriskoinseln (Du Chaillu); Galam (Verr.); Tschiloango (Lucan); Swakopfluss XII., Walfischbucht V. (Anderss.); Robbeninsel (Lay.); Natal (Ayres); Oranjefluss XII. (Bradsh.); Mossambik (Ptrs.); Niassasee (Kirk); Niassaland (Sharpe); Jambiani auf Sansibar I. (Neum.); Sansibar IX. (Fschr.); Aden V. IX. (Barn., Yerb.); Assab II. XII. (Antin., Trav.); Sokotra (Benn.); Rotes Meer (Rüpp.) Suakin, Berbera (Heugl.). Der Steinwälzer zieht nach Layard felsige Ufer dem sandigen Strande als Aufenthalt vor. Er nährt sich von Krebsen, Schnecken und Insekten, die das zurücktretende Meer bei der Ebbe auf dem Strande zurücklässt. „Der Steinwälzer zeigt sich paar- und familienweise den Winter über an der ägvptischen Mittelmeerküste. Noch häufiger ist er am Roten Meere und brütet hier wahrscheinlich. Im Juli begegnete ich ihm paarweise bei Suakin auf kleinen Koralleninseln." (v. Heuglin). Die Eier sind kreiseiförmig, glattschalig, etwas glänzend, blass oliven- grünlich oder blass bräunlich, mit wenigen mattgrauen Unterflecken und ziemlich dicht stehenden, besonders am stumpfen Ende dichten und grossen, verwischten braunen Oberflecken, bisweilen auch mit einzelnen scharf um- randeten schwarzen Flecken. Grösse 39 — 45 X 28,5 — 29,5 mm. Gewicht 870 — 1050 mg. Glareola Briss. Brachschwalbe Glareola Briss. Orn. V. 1760, 141. Typ.: Hirundo pralincola L. Trachelia Scop. Ann. I. 1769, 110. Typ.: Desgl. Dromocheliäon Landb. Jahresb. Ver. N. Württ. 1846, 212. Typ.: Desgl. Galachrysia Bp. C. R. XLIII. 1856, 419. Typ.: Glareola laclea Tem. Galaetochrysca Heine Rchw. Nomencl. 1890, 338. Typ.: Desgl. Hinterzehe vorhanden; Schnabel kurz, kaum halb so lang als der Kopf, gebogen, ohne Nasenfurche; Lauf so lang oder länger als die Mittelzehe, vorn mit Quertafeln bedeckt; Bindehaut zwischen Mittel- und Aussenzehe; Kralle der Mittelzehe am Innenrande gekämmt; 1. Schwinge am längsten. — 9 Arten in Afrika, Indien, Südwestasien und Südosteuropa; 6 kommen in Afrika vor. Man hat die Arten auch in zwei Gattungen gesondert: Glareola mit tief gabelförmigem Schwänze (melanoptera, pralincola) und Galachrysia mit ausgebildetem, nicht gabelförmigem Schwänze (ocularis, cinerea, liberiae, nuchalisj. Charadriidae — 1^1 — Glareola Schlüssel der Arten: i. Flügel über 160 mm lang: 2 — Flügel unter 160 mm lang: 4 2. Unterflügeldecken schwarz: 126. G. melanoptera. — Unterflügeldecken (wenigstens zum Teil) rotbraun: 3 3. Mitte der Brust rotbraun oder rostfarben: .... 127. G. ocularis. — Kein Rotbraun am Unterkörper: 125. G. fusca. 4. Vorderhals weiss: 130. G. cinerea. — Vorderhals grau oder graubraun: 5 5. Weisses Nackenband: 128. G. nuchalis. — Rotbraunes Nackenband: 129. G. liberiae. 125. Glareola fusca (L.) La Perdrix-de-Mer Briss. Orn. V. 1760, 141 T. XII — d'Aubent. PI. Eni. VIII. T. 882 La Perdrix-de-Mer ä collier (tachete'e, du Senegal) Briss. Orn. V. 1760, 145. 147. 148 Tringa fusca L. S. N. XII. 1766, 252 [ex Briss] Hirundo praUncola L. S. N. XII. 1766, 345 Glareola austriaca, senegalensis, naevia Gm. S. N. II. 1788, 695. 696 Glareola torquata Mey. Wolf Taschenb. II. 1810, 404 — Gurn. Ibis 1863, 329 Glareola limbata |Rüpp.| Gray Gen. B. III. 1844, 538 jnom. nud.] — Rüpp. S. Üb. 1845, 113. 117 T. 43 — Peth. P. Z. S. '1850, 220 — Strickl. Ann. Mag. N. H. IX. 1852, 348 — Hartl. J. O. 1861, 268 Glareola pratincola Rüpp. S. Üb. 1845, 117 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 39; J. O. 1855, 361; 1861, 268; W. Afr. 1857, 210 — Antin. Cat. 1864, 99 — Sharpe P. Z. S. 1869, 571 ; Lay. S. Afr. 1884, 652 — Blanf. Abyss. 1870, 431 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 630 — Finsch Trans. Z. S. VII. 1870, 295 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 265 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 980; R. NO. Afr. II. 1877, 245 — Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 504 — Ussher Ibis 1874, 73 — Bouv. Cat. 1875, 35 — Shell. P. Z. S. 1881, 598; Ibis 1894, 2 5- 474; l8 9 8 . 381. 557; 1899, 282. 380; B. Afr. I. 1896, 195 — Emin J. O. 1891, 338; Z. Jahrb. 1892, 149 — Neum. J. O. 1898, 258 Pratincola glareola Degland Orn. Eur. II. 1849, 107 Dromochelidon natrophila Landb. Jahresb. Ver. Nat. Württemb. 1846, 228. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. IX. T. 234 — Dresser B. Eur. VII. T. 513 — Rüpp. S. Üb. T. 43. Oberseits olivengraubraun, der Nacken oft etwas ins rostgelbliche ziehend, ein kurzer weisser Strich unter dem Auge; Kehle und Wangen sandfarben, (Kehlmitte weisslich), von einem schwarzen, vorn weiss gesäumten Bande umgeben; Kropf fahl graubraun; Brust sandfarben, an den Seiten grau- bräunlich; Bauch, Unter- und Oberschwanzdecken weiss; Achselfedern und mittlere Unterflügeldecken rotbraun, die übrigen Unterflügeldecken dunkel- braun, die grossen schwärzlich graubraun, in der Mitte und am unteren Ende des Flügelrandes ein kleiner, aus einigen weissen Deckfederchen gebildeter weisser Fleck; mittelste Schwanzfedern braun, nach dem Ende hin schwarzbraun, an der Wurzel weiss, oft mit weissem Endsaume, die äusseren mit weissem Wurzel- und schwarzbraunem Endteile; Schwingen und Handdecken schwarz, die 1. Schwinge mit weissem Schafte, die Armschwingen auf der Aussenfahne olivenbräunlich verwaschen mit weissem Endsaume, die innersten oliven- graubraun wie die Flügeldecken; Auge braun; Schnabel schwarz, Winkel und Wurzel des Unterkiefers rot; Füsse schwarzgrau bis schwarz. Lg. etwa 230 — 280, Fl. 185 — 195, Schw. 105 — 115, Sehn. 18, L. 31 — 33 mm. Dem jungen Vogel fehlt die Sandfarbe der Brust, diese ist weiss wie der übrige Unterkörper, die Kehle ist auf gelbbräunlichweissem Grunde schwarz- grau gefleckt, die schwarze Umsäumung ist nicht vorhanden, die Federn der Oberseite und des Kropfes haben weisslichen Saum und schwärzliche zackige Binde vor demselben. Charadriidae — Ijc . — . Glareola Bewohnt Südeuropa, die Mittelmeerländer, Westasien und Indien. Im Winter auf der Wanderung in Afrika: Senegambien (Rendall); Gambia (Br. M.); Galam, Bissao (Verr.); Almadis (Marche Comp.); Goldküste (Fräs., Weiss, Pel); Accra, Volta (Ussher); Mangu (Thierry); Gabun (Verr.); Ambris XI. (Mont.); George (Gird); Natal (Ayres); oberer Schire XI., Schirwa V. VI. XII., Mlosa (Whyte); Somba (Manning); Niassasee, Malindi (Kirk); Ulanga (Fülleb.); Manjarasee XII. (Neum.); Kjafuma Kwa Makolo IX., Ussonga, Wadelai (Emin); Rairo VIII. (Blanf.); Ansebathal (Jesse); Sennar, Kordofan, Anseba VIII. (Antin.); Kordofan (Peth.); Djedda, Massaua VIII. IX., Semien (Rüpp.); Massaua (Heugl.). „Im August und September traf ich ungeheure Flüge jüngerer Vögel des Wiesenbrachhuhns in den von schwarzem, stinkendem Meeresschlamme gebildeten Sümpfen des Roten Meeres, wo sie von kleinen Krabben, Schnecken und Würmern leben. Zu gleicher Zeit begegnet man ihren Wanderzügen längs des Nils. Im Oktober wimmelt das Steppenland von Kordofan und Sennar von unglaublichen Mengen dieser Vögel, deren Nahrung hier aus- schliesslich aus kleinen Gradflüglern besteht, die sie geschickt im Fluge zu fangen verstehen. Tritt nach der grossen Überschwemmung der Nil mit seinen Zuflüssen wieder etwas zurück, so umschwärmen Tausende und aber Tausende von Brachhühnern die mit einem Niederschlage von Schlamm gesättigten Flachländer, welche nach und nach aus den Fluten auftauchen. Im Januar und Februar bemerkte ich sie auf den Hochmooren und um die Seen Abessiniens und in den Sumpfgebieten des Weissen Nils. Der Rück- zug nach Norden beginnt im März und April. Mit Bienenfressern, Drongos, kleinen Falken, Milanen, Trappen und Störchen drängen sich die Brach- hühner zu den Steppenbränden. Um den Nil sieht man sie den Tag über gewandten Fluges Schnacken fangen oder laufend auf Sandkäfer Jagd machen. Aber auch während der Dämmerung und bis tief in die Nacht hinein sind sie oft thätig und verfolgen Schwärme fliegender Ameisen." (v. Heuglin). „Die Brachschwalbe kommt beinahe jeden Winter in Flügen in die Steppen Wadelais und scheint teilweise das Jahr hindurch dort zu ver- bleiben." (Emin). 126. Glareola melanoptera Nordm. Glareola melanoptera Nordm. Bull. Soc. Imp. N. Moscou II. 1842, 314 T. II - Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 633 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 982 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 264 — Barratt Ibis 1876, 212 — Sharpe Oates Matabele i88r, 325; Lay. S. Afr. 1884, 650. 855 — Ayres Ibis 1884, 232 — Butt. N. Leyden XI. 1889, 77 — Rchw" J. O. 1892, 233 — Boc. J. Lisboa (2) VII. 1892, 172; (2.) IX. 1893, 15 — Shell. B. Afr. I. 1*896, 195 Glareola nordmanni Fischer Bull. Soc. Imp. N. Moscou II. 1842, 314 - Hartl. W. Afr. 1857, 2ti — Gurn. Ibis 1864, 354; 1868, 254 — Dohrn P. Z. S. 1866, 330 — Lay. S. Afr. 1867, 291; Ibis 1869, 75 — Ayres Ibis 1871,263; 1877, 347 — Buckl. Ibis 1874, 388 — Bouv. Cat. l8 75, 35 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 241 Glareola pallasi |Bruch] Schi. Kev. Grit. 7844, 94. Abbild.: Gould B. Asia VII. T. 63 — Dresser B. F.ur. VII. T. 513 — Ibis 1868 T. VIII. Der G. fusca sehr ähnlich, aber oberseits etwas dunkler olivenbraun; Brust nur schwach sandfarben verwaschen; Unterflügeldecken braunschwarz, in der Mitte und am unteren Ende des Flügelrandes ein kleiner weisser Fleck. Lg. etwa 270, Fl. 185 — 200, Schw. 100 — 115, Sehn. 16 — 18, L. 34 bis 37 mm. Reich enow Die Vügel Afrikas. 10 Charadriidae — I 16 — Glareola Der junge Vogel unterscheidet sich vom alten ebenso wie bei G. pra- tincola, scheint aber oberseits stets bedeutend dunkler zu sein. Bewohnt das südöstliche Europa, wandert im Winter bis Südafrika; auffallenderweise im Osten noch nicht nachgewiesen: Bismarckburg (Büttner); Kalabar (A. Smith); Gabun (Verr.); Prinzeninsel (Dohrn); Gabun (Marche, Comp.); Cahata V. (Anch.); Gambos (v. d. Kell); Otjimbingue (Anderss.); Oueenstown (Atmore); Grahamstown (Br. M.); Port Elisabeth, East London (Rick.); Kingwilliamstown (Trevel.); Kaffernland (Krebs); Natal, Potchefstroom II. XII. (Ayres); Natal III. (Feilden); Ladysmith, Colenso XI., Newcastle X. (Butl., Reid); Oranjefluss (Bradsh.); Transvaal X. XII. (Ayres, Buckl., Oates); Pretoria, Mariko (Barr.). „Hat in ihrem Benehmen viel Ähnlichkeit mit G. fasca, hält sich aber in Afrika mehr an Plätzen .auf, wo fette, feuchte Dammerde und Schlamm liegen, als auf Sandboden und in der Steppe." (v. Heuglin). „Diese Brachschwalbe ist eine der häufigsten Erscheinungen der süd- afrikanischen Vogelwelt. Im Gegensatze zu dem Paradieskranich, der „det grote Springhaanvogel" heisst, wird sie von den Buren „det kleene Spring- haanvogel" genannt. Sie ist unstreitig einer der nützlichsten Vögel jener Länder. Sommerzeit ist in die Hochländer eingezogen. Auf den grasarmen Flächen blühen die Scaapbüsche. Ein starker ihnen entströmender Duft wie der schöne Anblick der riesige Flächen bedeckenden, bald rosaroten, bald veilchenfarbenen Blüten verscheucht aus der beengten Brust die weh- mütigen Gefühle, die sich sonst des Reisenden bei der Umschau in dieser trostlosen Gegend bemächtigen. Sommer ist es auch jenseits des Oranje- und Vaalflusses geworden. Unabsehbare Ebenen schwellen von wogendem Grase, hundertfache Blumen drängen sich zwischen den Grasbüscheln hervor. — Da sieht man auf der wogenden Steppe dichte graue Wolkenmassen, die sich, riesigen Rauchsäulen gleich, langsam über die Erde heranwälzen. Wohl Steppenbrand! Doch nein, das Gras der Aue ist noch zu saftig. - Meilenlange Schwärme wandernder Heuschrecken sind es, der Schrecken des Ansiedlers, dessen Feld, dessen Weideplätze sie ernte- und graslos zu machen drohen. Der Ansiedler ist hilflos gegen solchen Angriff. Da eilen ihm aber Tausende von Vögeln zu Hilfe, als die tüchtigsten die Kraniche allen voran, aber erfolgreicher durch ihre Anzahl die Brachschwalben. Beim Herannahen der Insekten fallen dichtere und dunklere Stellen in der rauschenden Wolkenmasse auf. Es sind die bald Dutzende, bald Hunderte oder gar Tausende von Stücken zählenden Scharen der Glareola, welche die Heuschreckenschwärme tage- und wochenlang verfolgen und nimmer müde, nimmer satt, täglich Hunderttausende der schädlichen Insekten ver- nichten, bis der geschwächte Rest den Lüften und dem Wandern entsagt. Pfeilschnell jagen die dichten Scharen der Brachschwalben den über der Erde geballten Heuschreckenwolken entlang. Jeder Vogel hascht und schlingt im Fluge, dass die abgezwickten Flügel der Insekten förmlich herab- regnen. Dabei bleiben sie in Reih und Glied. Plötzlich schwenkt die Vor- hut zur Seite, mitten in die Heuschreckenwolke hinein, durchbricht dieselbe und wirkt noch vernichtender, als es auf dem Längsfinge möglich war. Auch zur Winterszeit erweisen sich die Brachschwalben für den Ansiedler wie für den Eingeborenen nützlich. In den eigentlichen Wintermonaten nähren sie sich beinahe ausschliesslich von Termiten, und in der Frühlingszeit Charadriidae — 147 — Glareola verfolgen sie verschiedene noch nicht vollkommen entwickelte Schreckenarten, welche in langen Zügen und riesiger Anzahl am Boden hinkriechend meilen- weite Strecken durchwandern. Dann trippeln die Vögel behende auf der Fläche hin und her, um den Raub aufzulesen." (Holub). 127. Glareola ocularis Verr. Glareola ocularis Verr. S. Afr. Qu. J. II. 1833, 80 — Lay. S. Afr. 1867, 292 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 635 — Fschr. J. O. 1879, 296; 1885, 115'— Fschr. Rchw. J. O. 1879, 337 _ Shell. Ibis 1888, 304; B. Afr. I. 1896, 195 -- Rchw. D. O. Afr. 1894, 3*1 Glareola geoffroyi Puch. Rev. Zool. 1845, 51 Glareola nordmanni [non Fischer] Kirk Ibis 1864, 332.' Abbild.: Mag. Zool. 1845, T LVII — Schi. Poll. F. Mad. Ois. T. 38 — Müne-Edw. Grand. Hist. Mad. Ois. T. 256. Oberkopf schwarzbraun; Zügel fast schwarz; ein weisses Band unter dem Auge; Kopfseiten, Nacken, Rücken, Bürzel und Flügel graubraun, letztere dunkler mit olivenfarbenem Schimmer; Kehle und Kropf fahlgrau- braun, die Kehlmitte weisslich; Brust bis zum Oberbauche hellrotbraun, an den Seiten graubraun ; Unterbauch, Schenkel, Unter- und Oberschwanz- decken weiss; Achselfedern und Unterflügeldecken zimtrotbraun, längs des Flügelrandes schwarzbraun, die grossen Unterflügeldecken dunkelgraubraun; mittelste Schwanzfedern schwarz mit weissem Endsaume, die folgenden an der Wurzel, nach den äusseren zunehmend, weiss, die äussersten weiss, nur am Ende schräg schwarz und mit mehr oder weniger deutlichem schwarzen Aussensaume; Schwingen und Handdecken schwarz, die innersten Arm- schwingen graubraun wie die Flügeldecken; Auge dunkelbraun; Schnabel schwarz, Winkel und Wurzel des Unterkiefers lackrot; Füsse schwärzlich- braun. Lg. 210 — 250, Fl. 180 — 205, Schw. 70 — 78, Sehn. 15 — 18, L. 25 — 28 nun. Beim jungen Vogel ist der Oberkopf wenig dunkler als der Rücken, der weisse Strich unter dem Auge undeutlich, das Rotbraun auf der Brust blasser. Bewohnt Madagaskar und Ostafrika: Ngao IX., Mambrui X. (Fschr.); Lamu IX. (Jacks.); Sambesi, Niassasee X. (Kirk). Die Eier ähneln in der Färbung denen von G. melanoptera, sind auf mattem, blass lehmfarbenem Grunde dicht mit sepiabraunen Oberflecken und Kritzeln und mit sparsamen grauen Unterflecken bedeckt. Grösse 32,5X24,5 mm. Gew. 700 mg. Nehrkorn giebt das Mass 29X23 nun. 128. Glareola nuchalis G. R. Gr. Glareola nuchalis Gray P. Z. S. 1849, 63 T. IX. — Ilartl. W. Afr. 1857, 211 [Beschr., nicht Vorkomm.]; J. O. 1861, 268 — Ileugl. NO. Afr. II. 1873, 984 — Rchw. J. O. 1877, 1 r Oust. N. Arch. Mus. 1879, 121; Nat. 1893^ 128 — Shell. B. Afr. 1896, 195 Glareola marchei Oust. Bull. Phil. (7.) I. 1877, 104. Abbild.: P. Z. S. 1849 T. IX. G. emini Shell. Glareola emini Shell. P. Z. S. 1888, 49; B. Afr. I. 1896, 195 — Emin }. O. 1894, [15. Abbild.: Cat. B. Brit. Mus. XXIV. T. V. Oberseits dunkel graubraun, mit schwachem olivenfarbenen Schimmer; ein weisses Nackenband; Zügel schwärzlich, ebenso das Kinn; eine weisse 10* Charadriidae — I 1.8 — Glareola Binde unter dem Auge, welche, nach hinten verlängert, mit dem Nackenbande sich vereinigt; Wangen und Vorderhals heller graubraun, noch blasser auf Brust und Weichen; Bauch, Unter- und Oberschwanzdecken weiss; mittelste Schwanzfedern schwarz, an der Wurzel weiss, die äusseren zum grösseren Teile weiss, die äussersten weiss, am Ende schräg schwarz, mit schwarzem Aussensaume; Unterflügeldecken braunschwarz, die inneren grossen fahl bräunlichgrau mit weisser Spitze; Achselfedern fahl bräunlichgrau; Schwingen schwarz, die Armschwingen an der Wurzel der Innenfahne weiss, die innersten dunkel graubraun wie die Flügeldecken; Auge dunkelbraun; Schnabel an der Wurzel korallrot, an der Spitze schwarz; Füsse korallrot. Lg. etwa 160 — 180, Fl. 140 — 145, Schw. 55 — 60, Sehn. 12 — 14, L. 18 — 21 mm. Beim jungen Vogel haben die Federn der Oberseite gelbbräunliche oder bräunlichweisse Säume und schwärzliche Binden vor denselben; das weisse Nackenband fehlt, anscheinend auch das Weiss an der Wurzel der Armschwingen; Schwingen und Schwanzfedern haben weissen Endsaum. Ein mir vorliegendes Stück von Kamerun hat die Armschwingen nur an der Wurzel der Innenfahne weiss. Der Typus von G. emini von Wadelai hat kein Weiss an der Wurzel der Armschwingen; doch dürfte sich hierauf kaum eine artliche Abweichung gründen lassen. Dagegen hat der Typus von G. nuchalis vom oberen Weissen Nil nach Sharpe (Cat. Brit. Mus. XXIV, 64) die Wurzeln der Armschwingen auch auf der Aussenfahne weiss. Westafrika von Kamerun bis Loango und oberes Nilgebiet: Mungo X. XII. (Buchholz, Conrau); Nachtigalfälle VI. jung (Zenk.); Lope (Marche); Ubangi (Dvb.); Tschintschoscho (Falkenst); Fodafälle X., Irumu IV., Lado X. (Emin); Gondar (Heugl.); oberer Weisser Nil (Galton). „Die Vögel halten sich in kleinen Flügen von 10 bis 20 Stücken auf felsigen Inseln auf, und man sieht sie sogar auf Zweigen, welche über den Fluss herüberhängen. Im Magen der Erlegten fand ich Insekten." (Emin). 129. Glareola liberiae Schi Glareola megapoda Gray List. Grall. Bf. Mus. 1844, 62 [nom. nud.] — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 39 |nom. nud | — Butt. N. Leyden VII. 1885, 233. 256; X. 1888, 99; XI. 1889, 127. 136; Reiseb. 1890, 476 — Rchw. J. O. 1897, 3 Glareola nuchalis liberiae Schi. N. Leyden III. 1881, 58 Glareola marchei [non Oust.] Shell. B. Afr. I. 1896, 195 Galachrysia marchei |non Oust.| Oberh. P. U. St. Nat. Mus. XXII. 1899, 25. Abbild.: Cat. B. Brit. Mus. XXIV. T. V. Der G. nuchalis sehr ähnlich, aber das Nackenband, sowie die schmalere Schläfenbinde hcllrotbraun. Ob in dieser Form eine ständig unterschiedene Art vorliegt, bleibt noch festzustellen. Conrau hat am Mungo beide Formen, die weissnackige und rotnackige, zusammen angetroffen und erlegt und giebt an, dass die Männchen den rotbraunen, die Weibchen weissen Nacken hätten. Dagegen fand Büttikofer in Liberia eine Brutkolonie von G. liberiae und stellte fest, dass Männchen wie Weibchen rotbraunen Nacken hatten. Die rotnackige Glareola ist von Liberia bis Kamerun gefunden: St. Pauls- fluss, Fischersee, Maria, Farmington, St. Johnsfluss, Duquea IL, Sofore (Butt); St. Paulsfluss (Currie); Scarciesfluss (Bliss.); Kratschi V. (Zech); Ouorra (Allen); Mungo XII. (Conrau). Charadriidae — T49 — Glareola Büttikofer fand die rotnackige Glareola in grosser Anzahl auf kahlen Felseninseln und Sandbänken im St. Paulsflusse, wo sie besonders morgens und abends zusammen mit Hirundo nigrita umherflogen und über dem Wasser Insekten jagten. Im März fanden sich Nester vor, flache Gruben im Sande ohne jegliche Ausfütterung, mit 1 oder 2 Eiern. Die Eier sind düster graugrünlich, mit erdbraunen Flecken bedeckt; Länge 28, Dicke 21 mm. 130. Glareola cinerea Fräs. Glareohi cinerea Fräs. P. Z. S. 1843, 26 — All. Thoms. Niger Exp. II. 1848, 507 - Hart!. Verz. Hamb. 1850, 39. 68; W. Afr. 1857, 211; J. O. 1861, 268; 1867, 268 — Cass. Pr. Philad. 1859, 173 — Sharpe Ibis 1870, 487 — Ussher Ibis 1874, 73 — Bouv. Cat. 1875, 35 — Rchw. J O. 1877, u; 1887,299; 1897, 3 — Boc. Angola 1881, 422 — Oust. Nat. 1893, 128 — Kusch. J. O. 1895, 85 [Ei| — Shell. B. Afr. I. 1896, 195 Glareola (Calachrysia) cinerea Hart. J. O. 1886, 610 Galaclirysia cinerea Hart. Novit. Zool. 1899, 404. Abbild.: Gray Gen. B. III. 1844 T. T44. Oberseits zart grau; Genick und die hinteren Kopfseiten rostgelb; ein weisses Band von der Stirn über Zügel, Augenbrauen und Schläfen, hinten mit schwarz gemischt; schwarzer Zügelstrich; Kopfseiten weiss, ein schräges schwarzes Band über die Ohrgegend; Unterseite weiss, der Kropf rostgelblich verwaschen; Ober- und Unterschwanzdecken weiss; Schwanzfedern weiss mit breiter schwarzer Binde vor dem weissen Endsaume, die äusseren nur an der Spitze schwarz; die grossen Unterflügeldecken grauschwarz, die übrigen schwarz und weiss gemischt; die äussersten 3 Handschwingen an der Innenfahne zum grössten Teile weiss, Aussenfahne und Spitze schwarz, die 4. an der Wurzel und Innenfahne weiss, Spitze und Ende der Aussen- fahne schwarz, 5. weiss mit schwarzer Spitze, 6. an der Wurzel und am Ende schwarz, in der Mitte weiss, 7. schwarz mit weissem Innensaume, die letzten aussen schwarz, innen weiss; Armschwingen weiss mit schwarzer Spitze, die inneren ganz oder fast ganz weiss, die innersten grau wie Flügel- decken und Rücken; Schnabel an der Spitze schwarz, an der Wurzel gelb bis ziegelrot; Füsse gelb bis ziegelrot; Auge braun. Lg. 160 — 180, Fl. 135 bis 145, Fl./Schw. + 20, Schw. 60, Sehn. 13 — 14, L. 22 mm. Westafrika von der Goldküste bis zur Loangoküste: GambagaX. (Gift.) ; Volta (Ussher); Akposso XII. (Baum.); Niger, Nunfluss (Fräs., Allen); Niger V., Benue (Hart.); Gabun (Br. 1YL); Kamma (Du Chaillu); Ogowe (Ansell, Marche, Comp.); Ubangi (Dyb.); Manjanga (Bohnd.); Tschintschoscho (Falkenst.1. „Diese Brachschwalben bewohnen in grosser Anzahl die Sandbänke des Niger und Benue und geeignete Plätze an deren Nebenflüssen. Sie sind gesellig; auch zur Brutzeit trifft man sie in Scharen beisammen. Am 26. Mai fand ich ein bebrütetes Gelege von 2 Eiern auf einer Sandbank unterhalb Idda. Die Eier lagen in einer ganz flachen Vertiefung auf dem blossen Sande. Die beiden Alten krochen angstvoll, den Schnabel auf- sperrend und sich flügellahm stellend, auf dem Bauche davon und konnten mit einem Schusse erlegt werden. Am 29. Mai fand ich bei Loko ebenso ein bebrütetes Ei. Die erlegten Vögel hatten Schmetterlinge, Käfer und Phryganiden im Magen." (Hartert). „Die Eier ähneln denen- der indischen G. lactea. Sie sind gedrungen eiförmig, fast völlig glanzlos und auf gelblich lehrafarbenem Grunde mit Charadriidae — ico — Pluvianus verwaschenen und schärfer sich abhebenden, heller oder dunkler bräunlichen, unregelmässig zerrissenen Fleckchen und Zügen dicht bedeckt. Bei durch- fallendem Lichte erscheint die Schalenfärbung schmutzig gelb mit einem Stich ins Grünliche. Masse 25,9 X 19,2 — 26,0X20,4 mm; Gew. 400 — 480 mg." (Kutter). Pluvianus VieilL Pluvianus Vieill. Analyse 1816, 55. Typ.: Charadrius aegyplius L. Hyas Glog. Fror. Notiz. XVI. 1827, 279. Typ.: Desgl. Ammoptila Sw. Classif. B. II. 1837, 364. Typ.: Desgl. Cheilodroma Kupp. Mus. Senckenb. II. 1837, 2 °8- Typ.: Desgl. Keine Hinterzehe; keine deutliche über die Nasenlöcher nach vorn hinaus sich erstreckende Schnabelfurche; Kralle der Mittelzehe nicht ge- kämmt; Schnabel ziemlich gerade; Lauf vorn und hinten mit 2 Reihen von Schildern bedeckt; einige verlängerte lanzettförmige Federn am Ober- rücken. — Nur 1 Art in Afrika. 131. Pluvianus aegyptius (L.) — Krokodilwächter Charadrius aegyptius L. S. N. X. 1758, 150 Pluvian du Senegal d'Aubent. PI. Eni. IX. T. 918 charadrius melanocephalus Gm. S. N. I. 1788,692 Charadrius africanus Lath. Gen. Svn. Suppl. II. 1801, LXVII Pluvianus chlorocephalus Vieill. N. D. H. N. XXVII. 1818, 130 Cursor charadrioides Wagl. S. Av. Cursorius 1828, Sp. 6 S. 81 Pluvianus aegyptius Rüpp. Syst. Üb. 1845. "7 — Strickl. P. Z. S. 1850, 220; Ann. Mag. 9. 1852, 348 — Hartl. W. Afr. 1857, 209; j. Ü. 1861, 268; Abh. Bremen 1881, 120 — Mont. Ibis 1862, 336 — Antin. Cat. 1864, 99 - Antin. Salvad. Ann. Genova 1873, 504 — Heugl. R. NO. Afr. II. 1877, 246 — Shell. Ibis 1883, 560; B. Afr. I. 1896, 194 - Rchw. J. O. 1897, 3 Pluvianus aegyptiacus Brehm J. O. 1853, Extrh. 102 Pluvianus aegypticus Heugl. NO. Afr. 1873, 976 Hyas aegyptius Hart. J. O. 1886, 611 - Rchw. J. O. 1887, 302 Cursorius aegi/ptius Kusch. J. O. 1895, 85 [Ei|. Abbild.: Dresser B. Eur. VII. T. 527 — Gould' B. Asia VII. T. 62. Oberkopf glänzend schwarz, von einem weissen Bande umsäumt, das vom Schnabel über Augenbrauen und Schläfe bis zum Genicke verläuft; unter letzterem ein schwarzes Band vom Zügel unterhalb und durch das Auge, über die Ohrgegend bis zum Nacken; Nacken und Oberrücken mit den lanzettförmigen Federn des letzteren glänzend schwarz; Unterrücken, Bürzel, Oberschwanzdecken, Schulterfedern und Flügeldecken zart- grau, die äusseren grossen Armdecken weiss, die inneren grau mit weissem End- saume; Handdecken weiss mit schwarzer Spitze, die äusseren nach dem Ende zu grau, an der Spitze und an der Wurzel schwarz; 1. Handschwinge schwarz, an der Wurzel und am Aussensaume weiss, am Innensaume weiss- lich, die folgenden am Endteile weiss mit breitem, schwarzem Endsaume, am Wurzelteile schwarz, an der Wurzel selbst weiss; die vorderen Arm- schwingen in der Mitte schwarz, an der Wurzel und am Ende weiss, oder wriss mit breiter schwarzer Binde vor dem Ende, die folgenden weiss mit schwarzer Endbinde, die inneren grau mit breitem weissen Endsaume, die innersten ganz grau; Kehle, Unterflügeldccken und Achselfedern rein weiss; Kropf und Unterkörper blass isabellgelb, die Brustmitte weiss, die Unter- schwanzdecken gesättigt isabellgelb; auf der Oberbrust eine schwarze Binde; Schwanzfedern grau mit weisser Spitze und einer schwarzen Binde vorher, Charadriidae — 151 — Pluvianus die bei den mittelsten Federn meistens fehlt; Auge braun; Schnabel schwarz; Füsse bleigrau. Lg. 200 — 220, Fl. 130 — 135, Fl./Schw. 10 — 20, Schw. 55 bis 70, Sehn. 20 — 22, L. 33 — 35 mm. Nordostafrika, Westafrika vom Senegal bis zum Kuango: Nubien (Rüpp.); Atbara, arabisch „Ter el Temsa", Blauer und Weisser Nil, Djur 8' 25" (Heugl.); Kordofan (Peth.); Kassala IX. (Antin.); Lado (Emin); Senegal (d'Einville); Bissao (Beaud.); Kasamanse (Payes); Mangu (Thierry); oberer Volta, Akroso XL, Akposso XI. (Baum.); Kratschi IX. X. (Zech); Schonga (Forbes); Niger, Benue (Hart.); Gabun (Gujon); Leopoldsville (Bohnd.); Kuanza (Mont); Kuango VII. (Mechow). „Der Krokodilwächter, im Altägyptischen „Un" genannt, war schon den ersten Kulturvölkern des Nilthals bekannt. Man findet ihn häufig auf Wand- gemälden dargestellt; sein Bild bezeichnet im hieroglyphischen Alphabet das Ü, und er ist ohne Zweifel auch der „TpoyjXo?", von welchem Herodot er- zählt, dass er dem schlafenden Krokodil in den Rachen krieche, letzteren von Schmarotzern reinige und es vor dem Ichneumon warne.*) Keinem Reisenden, der das Nilthal besucht, wird dieser Vogel entgehen. Er ist un- gemein häufig in Ägypten und Nubien, seltener auf dem Blauen und Weissen Nil, einzeln am Takazie und Djurfluss, nicht aber in der eigentlichen Sumpf- region und an Gebirgsbächen. Als Standvogel haust er vorzugsweise auf niedrigen Sandinseln und am flachen Gestade, scheint aber tiefe Gräben, überschwemmte Stellen des Ackerlandes und Salz- und Brackwasser mehr zu meiden. An geeigneten Örtlichkeiten wohnen oft viele Paare beisammen; doch kann man nicht sagen, dass diese Vögel sehr geselliger Natur sind; nur die Jungen rotten sich zuweilen in Flüge zusammen, die jedoch auch nicht dicht zusammenhalten. Nicht nur durch seine zierliche Gestalt und zarte Färbung zeichnet sich dieser liebliche Vogel aus, sondern auch durch sein wenig schüchternes und ungemein lebhaftes Wesen. Er ist in be- ständiger Bewegung, rennt emsig, nach Nahrung suchend, am feuchten Sandgestade hin und her, nickt viel mit dem Kopfe und Schweife und lässt dabei seinen etwas metallisch pfeifenden Lockruf hören, oder er streicht niedrig von einer Sandbank zur andern, meist mehr flatternd als schnurrend und die Flügel nicht sehr weit öffnend, so dass sein Bild oft einem grossen schwarz gebänderten Schmetterlinge zu vergleichen ist. Der Ruf während des Streichens und namentlich, wenn zwei Männchen einander verfolgen, klingt trillernd, ungefähr wie ting-ting-ting-ting und tschi-tschi-tschi-tschi und wird oftmals hintereinander rasch und heftig ausgestossen. Die Nahrung des Krokodilwächters besteht ausschliesslich aus Tieren. Man findet in seinem Magen Würmer, Weichtiere, Wasserinsekten und deren Larven, kleine Fliegen und dergleichen; er soll den Krokodilen und Nilpferden Schmarotzer vom Körper absuchen und selbst Blutegel aus dem Zahnfleische der ersteren ziehen, wenn sie während der Vormittagsstunden mit weit aufgesperrtem Rachen am Ufer zu schlafen pflegen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese Vögel nicht die geringste Scheu vor den Panzereidechsen an den Tag legen und sich gern in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten. Sein Brutgeschäft verrichtet der Krokodilwächter im Sudan nach der Regen- zeit. Die 2 Eier liegen auf einer Sandbank zwischen Geröll in kleinen *) Vergl. Hophptenis spinosus. Charadriidae — Ig2 — Cursorius Vertiefungen. Sie haben eine stumpf eiförmige Gestalt, sind fast glanzlos, etwas rauhschalig, 28,75 — 29X23,5 mm gross, hellbräunlich ockerfarben mit zahlreichen, ziemlich gleichförmig verteilten, aschgrauen und gelblich- und rötlichbräunlichen Tüpfelchen und Fleckchen bespritzt. Während der Paarungszeit sind die Männchen sehr händelsüchtig und aufgeregt. Sie verfolgen einander laufend und fliegend unter grossem Geschrei, schlagen mit den Flügeln und breiten den Schweif radförmig aus. Die bräunlichgelb und schwarz getigerten Dunenjungen laufen sehr gut und drücken sich ge- schickt an Steine und in Vertiefungen nieder. Man trifft diese Vögel nicht selten in der Nähe von anderem Strandgeflügel, namentlich Dickfüssen, Spornkibitzen und Regenpfeifern." (v. Heuglin). „Der Krokodilwächter," sagt Brehm, „trägt seinen Namen mit vollstem Rechte, leistet jedoch nicht bloss dem Krokodile, sondern allen Geschöpfen, die auf ihn achten, Wächterdienste. Jedes Schiff, jeder sich nahende Mensch, jedes Säugetier, jeder grössere Vogel erregt seine Aufmerksamkeit. Er beeilt sich durch lebhaftes Geschrei das Ereignis kundzuthun. Mit dem Krokodile lebt er in wirklicher Freundschaft. Ohne Besorgnis läuft er auf drin Rücken der Panzerechse auf und nieder, als ob dieser ein Stück grünen Rasens wäre, unbekümmert liest er die Kerbtiere und Egel ab, die das Krokodil schröpfen wollen; ja, er wagt sogar, dem gefährlichen Kriechtiere die Zähne zu putzen, das heisst die Brocken, die zwischen denselben hängen blieben, oder Tiere, die sich an den Kinnladen und am Zahnfleische fest- setzten, wegzunehmen. Ich habe das zu wiederholten Malen gesehen. Nur einmal ist es mir gelungen, das Nest des Vogels aufzufinden, obgleich ich zu allen Jahreszeiten nach Nestern und Eiern gesucht habe. Ein Zufall Hess mich entdecken, wie der schlaue Gesell es anfängt, seine Eier zu verbergen. Durch das Fernrohr beobachtete ich längere Zeit ein Pärchen, von dem der eine Vogel auf dem Sande sass, während der andere in seiner gewöhnlichen Weise hin und her lief. Ich vermutete, dass der sitzende mit Brüten be- schäftigt sein möchte, nahm die Stelle fest ins Auge und ging langsam auf sie zu. Als ich etwa bis auf too Schritte herangekommen war, stand der Vogel mit einer gewissen Vorsicht auf, scharrte eilfertig und rannte sodann zum anderen, mit dem er sich scheinbar gleichgültig entfernte. An der be- treffenden Stelle konnte ich zunächst nichts unterscheiden, und mehr zu- fällig als infolge meines Suchens entdeckte ich eine Unebenheit im Sande, grub nach und hatte 2 Eier in Händen." — Dieses Verscharren der Eier bei drohender Gefahr wird neuerdings von A. König bestätigt. Von diesem Forscher gesammelte Eier messen 30,5 — 32,8X24 mm, Gewicht 700 — 720 mg. Cursorius Lath. Wüstenläufer Cursorius Lath. Ind. Orn. II. 1790, 751. Typ.: Charadrius gullieus Gm. Taekjf- dromus 111. Prodr. 1811, 250. Typ.: üess;l. Cursor Wagl. Syst. Av. 1827, 80. Typ.: Desgl. Keine Hinterzehe; keine deutliche über die Nasenlöcher nach vorn hinaus sich erstreckende Schnabelfurche; Lauf vorn und hinten mit Quer- tafeln bedeckt; Kralle der Mittelzehe meistens am Innenrande gekämmt; Schnabel schlank, gebogen, vom vorderen Rande des Nasenloches bis zur Charadriidae — 153 — Cursorius Spitze länger als die Innenzehe mit Kralle; keine Querbindenzeichnung auf dem Kröpfe oder der Oberbrust. — 4 Arten in Afrika, wovon 1 auch dem Mittelmeergebiete und Westasien angehört, 1 in Indien. Schlüssel der Arten: 1. Ein schwarzer oder dunkelbrauner Fleck auf der Bauchmitte : 2 — Bauch und Brust weiss mit isabellfarbenem Anfluge: 3 2. Hinterkopf grau, Stirn und Scheitel rotbraun: . . 134. C. rufus. — Hinterkopf wie Stirn und Scheitel rotbraun: . . 135. C. temmincki. 3. Unterflügeldecken und Achselfedern schwarz: . . 132. C. gallicus. — Unterflügeldecken braun; Achselfedern grau: . . . 133 C. somalensis. 132. Cursorius gallicus (Gm.) Lc Coarvite d'Aubent. PI. Eni. IX. T. 795 C'haradrius gallicus Gm. S. N. II. 1788, 692 Cursorius europaeus Lath. Ind. Orn. II. 1790, 75T — Rüpp. S. Üb. 1845, 117 Charadrius eorrira Bonn. Vieill. Enc. Meth. I. 1791, 23 Cursorius isahellinus Mev. Wolf Taschenb. II 1810, 328 Cursorius gallicus Heugl. J. O. 1865, 99; NO. Afr. 11. 1873, 965; K. NO. Afr. II. 1877, 246 — Sei. Hartl. P. Z. S. 1881, 173 — Salvad. Ann. Genova 1884, 258 — Seeb. Ibis 1886, 116 — Shell. B. Afr. I. 1896, 194 Cursorius pallidus, brachyilacli/lus Brehm Vogelf. 1855, 279 Cursorius jamesoni Stoliczka J. As. S. Beng. 1872, 250 [? Cursorius sp. Barnes Ibis 1893, f 68j. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VII. T. 171 — Dresser B. Eur. VII. T. 514. Isabellfarben, unterseits blasser, Kehle, Bauch und Unterschwanzdecken weiss, Stirn mehr rostfarben; Hinterkopf grau, hinten schwarz gesäumt; ein weisser Augenbrauen- und Schläfenstreif zieht sich um das Genick herum, unterhalb desselben hinter dem Auge ein schwarzes Band; Handschwingen, Handdecken, Achselfedern und Unterflügeldecken schwarz, die Deckfedern nahe dem oberen Flügelrande isabellfarben; Armschwingen auf der Innen- lahne schwarzbraun, auf der Aussenfahne isabellfarben, oft mit schwarz- braunem Flecke vor dem weissen Endsaume der Feder, die inneren Arm- schwingen ganz isabellfarben; Schwanzfedern isabellfarben, mit Ausnahme der beiden mittelsten meistens mit schwarzer Ouerbinde oder schwarzem Flecke vor dem weissen Endsaume, die äussersten auf der Aussenfahne oder zum grössten Teile weiss; Auge braun; Schnabel hornschwarz, Wurzel des Unter- kiefers weiss; Füsse kalkweiss. Lg. etwa 230 — 250, Fl. 155 — 160, Schw. 60 — 65, Sehn. 25 — 28, L. 52 — 56 mm. Beim jungen Vogel ist die Oberseite und der Kropf zackig graubraun quergebändert, ganzer Oberkopf wie die übrige Oberseite gefärbt, nur ein Mass isabellfarbenes, graubraun gepunktetes Augenbrauen- und Schläfenband hebt sich ab; die Schwingen haben isabellfarbenen Endsaum. Mittelmeerländer ostwärts bis Afghanistan und Nordwestindien, südlich bis Kordofan: Nubien, Suakin, Küste des Roten Meeres, Kordofan, Samhar, arabisch: „Keruan gebeli" (Heugl.); [? Aden (Barn.)]; Chartum (Peth.)j [Efat (Harris)]; Sokotra II. (Balf.). „Der isabellfarbene Wüstenläufer ist ein echtes Kind der Wüste, deren Farbe er trägt. Obgleich in vielen Teilen unseres Beobachtungsgebietes nicht selten, bindet er sich doch an gewisse Örtlichkeiten und enge Grenzen. Man trifft ihn nicht in Gegenden, welche weit von Gewässern und Charadriidae — icj. — Cursorius Wüstenbrunnen entfernt sind, ebenso wenig als auf vollkommen des Pflanzen- wuchses entbehrenden, glühenden Sandflächen. Am Fusse von Sandhügeln, wo etwas Wüstengras gedeiht, auf mageren Viehtriften, um Niederungen mit Resten von alten Kanälen, Dünen mit Dickblatt, Statice und Salsola, selbst um Akaziengehölze und vereinzelte Dattelpalmen und Ruinenfelder, endlich auf kahlen Lichtungen mitten in der buschigen Steppe oder auf verlassenen Pflanzungen von Dohen, Büschelmais und Baumwolle lebt Cur- sorius galliats als Standvogel. Er ist von geselligem Wesen, doch rottet er sich nie in grössere Flüge zusammen, sondern haust jahraus jahrein paar- und familienweise in seinem einmal eingenommenen Wohnbezirke. Die Nahrung besteht in Insekten, namentlich aber in verschiedenen Wüsten- käfern, die er mit grosser Gewandtheit im Laufe und Fluge zu fangen, ja selbst unter Steinen und Graswurzeln hervorzuholen versteht. Die einzelnen Paare und Familien halten gewöhnlich nicht eben eng zusammen und durch- streifen schüchtern und flüchtig, selbst während der drückendsten Sonnen- hitze, ihre Aufenthaltsorte, und zwar meistens laufend. Der Gang ist derart rasch und schnurrend, dass die Tiere oft plötzlich dem Auge entschwinden, dabei meistens gerade, und der Weg, den sie auf jeden einzelnen Anlauf zurücklegen, nur kurz, dann halten sie einige Augenblicke still, wippen mit dem Kopfe oder auch mit dem ganzen Körper und verändern ihre Richtung, um einen zweiten ähnlichen Gang zu machen. Auch vor dem Abfliegen laufen *ie eine Strecke weit. So leicht und gewandt der am meisten an denjenigen des Brachhuhns erinnernde Flug ist, so verlässt sich der Renn- vogel bei herannahender Gefahr mehr auf seine trefflichen Füsse, schwingt sich auch gewöhnlich nicht hoch in die Luft, sondern zieht etwas unruhig schwankend über die Sandflächen hin, um bald wieder einzufallen. Nur in sehr früher Morgenstunde (wahrscheinlich zur Paarungszeit, im Sudan im Oktober) beobachtete ich öfter Familien von 3 — 4 Stücken, die weit ausser Schussweite mit eigentümlichem, nicht heftigem, pfeifend-rätschendem Geschrei sich in kühleren Luftschichten tummelten. In Ägypten muss die Fortpflanzung in die Monate März und April fallen; denn im Mai findet man junge Vögel, die bald ihre ursprüngliche Heimat verlassen, weiter im Lande umherstreichen und sich endlich im Herbst den Bezirk aufsuchen, den sie fortan bewohnen. Das Jugendkleid wird vom Oktober bis Dezember gewechselt, und dies geschieht wenigstens teilweise durch Verfärbung. In der nördlichen Sahara soll der Rennvogel wandern, in unserem Beobachtungsgebiete ist er entschieden Standvogel." (v. Heuglin). Nach Spatz besteht das Gelege immer nur aus zwei Eiern. Die Eier sind auf mattem, gelblichweissem oder blass gelbbräunlichem Grunde mit grauen Unterflecken und feinen lehmbraunen bis dunkelbraunen Kritzeln meistens sehr dicht bedeckt. Grösse 31,5 — 39X25,5 — 28,5 mm. Gewicht 725 — 1000 mg. 133. Cursorius somalensis Shell. Cursorius gallicus somalensis Shell. Ibis 1885, 415 Cursorius somalensis Seeb. Ibis 1886, 1 16 — Salvad. Mem. Acc. Torino 1894, 563 — Shell. B. Afr. I. 1896, 194 — Phill. Ibis 1896, 86 — Ell. F. Col. Mus. I, 2. 1897, 62 Cursorius somaliensii Phill. Ibis 1898, 422. Abbild.: Seeb. Geogr. Distr. Charadr. T. XI. Charadriidae — 155 — Cursorius Dem C. galliats sehr ähnlich, aber die Unterflügeldecken blasser, Achselfedern blassgrau oder blass bräunlichgrau, nicht schwarz, der schwarze Fleck auf der Innenfahne der äusseren Schwanzfedern grösser. Lg. etwa 190, Fl. 130 — 135, Schw. 50 — 55, Sehn. 26, L. 55 mm. Somaliland: Somali, Sogsoda II. III. (Phillips); Uarandab (Rusp.); Ogaden (Elliot), 134. Cursorius rufus J. Gd. Cursorius rufus Gould P. Z. S. 1836, 81 — Ayres Ibis 1869, 299; 1871,269; 1877,347; 1880, in ; 1885, 347 — Sharpe Law S. Afr. 1884^ 653. 855 — Seeb. Ibis j886, 117 — Symonds Ibis 1887, 334 — Kusch. J. O. 1895, 85 |Ei| — Shell. B. Afr. I. 1896, 194 Tachydromus capensis Sw. W. Afr. II. 1837, 231. Tachydromus burehellii Sw. Classif. II. 1837, 364 Cursorius burchettii Law S. Afr. 1867, 289 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 246 — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 340. Abbild.: Gould Icones Av. T. 10. Stirn und Scheitel rotbraun; Hinterkopf grau, mit schwarzem Genick- flecke, von einem weissen und schwarzen um das Genick laufenden Schläfen- bande umsäumt; Zügel blass rostbräunlich; Wangen, Ohrgegend und Nacken blassrotbraun; Rücken und Flügeldecken braun, etwas ins Rostbraune ziehend, Kropf, Brust und Weichen blasser und mehr rostbräunlich; ein schwarzer Bauchfleck, unterer Teil des Bauches und Unterschwanzdecken weiss; Oberschwanzdecken graubraun; mittelste Schwanzfedern graubraun, die folgenden graubraun mit schwarzer Querbinde vor dem weissen Ende, die äussersten weiss; Handschwingen, Handdecken und Unterflügeldecken schwarz; Achselfedern graubraun; Armschwingen graubraun mit weisser Spitze, die äusseren auf der Aussenfahne schwärzlich, die innersten rostig- braun wie der Rücken; Auge dunkelbraun; Schnabel schwarz, an der Wurzel des Unterkiefers blass; Füsse kalkweiss. Lg. etwa 220, Fl. 135 — 140, Schw. 50 — 55, Sehn. 23, L. 50 mm. Südafrika nordwärts bis zum Oranjeflusse im Westen und bis Mate- beleland im Osten: Kapland (Lay., Anderss.); Kapstadt V. (Atmore); Karru, Nels Poort, Beaufort, Colesberg (Lay.); Kingwilliamstown V. (Newby, Trevel); Port Elisabeth (Rick.); Hopetown V. (Atmore); Transvaal VIII. — IX. brütend, Potchefstroom XI., Rustenburg VII. (Ayres); Kaffernland (Krebs); Kroon- stad (Sym.); Oranjefreistaat VI. (Buckl.); Vaalfluss (Holub); Natal XI. brütend (Butl., Feild., Reid.); Oranjefluss, Makalaka (Bradsh.). Mir vorliegende Eier ähneln denjenigen von C. galliats. Grösse 31,5X25111111, Gewicht 810 mg. Layard giebt die Grösse auf 29,5 X 21 mm, Nehrkorn auf 29X24,5 mm an. 135. Cursorius temmincki Sw. Cursorius temmincki Sw. Zool. Illustr. II. 1822 T. 106 — Shell. B. Afr. I. 1896, 194; Ibis [897, 553; 1898, 557; 1899, 380 — Neum. J. O. 1898, 259 ''Tachydromus sene- galensis Lcht. Verz. Doubl. 1823, 7a Cursorius seneqalensis Sw. W. Afr. II. 1837,230 T. 24 — Rüpp. S. Üb. 1845, 117 — Hartl. Verz. Hamb. 1850,39; J. O. 1855,361; 1861,268; W Afr. 1857, 209; P. Z. S. 1866, 61 — Mont. Ibis 1862, 335 — Heugl. J. O. 1865, 99; NO. Air. 11. 1873, 968 — Lay. S. Afr. 1867, 290; Ibis 1869, 375 — Sharpe P. Z. S. 1869, 570; Lay. S. Afr. 1884, 654. 855 — Ayres Ibis 1869, 299; 1871, 269; 1876, 433 — Gurn. Anderss. Daniara 1872, 261 — Rchw. Liihd. J. O. 1873, 213 — Rchw. J. O. 1874, 382; 1891, 140; Charadriidae — ic6 — Cursorius D. O. Afr. 1894, 32 — Bouv. Cat. 1875, 35 — Boc. Angola 1881,419; J. Lisboa XLII. 1886, 80; (2.) VII. 1892, 172 — Shell. P. Z. S. 1881, 598; Ibis 1888, 305 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 246 — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 341 — Böhm O. C. 1882, 115; J. O. 1885, 51 — Salvad. Ann. Genova 1884, 216 — Fschr. J. O. 1885, 115 — Dub. Bull. Belg. 1886, 149 — Matsch. J. O. 1887, 138 — Butt. N. Leydeii X. 1888, 243; XI. 1889, 78 — Sousa J. Lisboa (2.) II. 1889, 116 — Emin J. O. 1891, 58 — Woodw. Ibis 1898, 226 Cursoriu» burchelli [non Sw.] Gurn. Ibis 1860, 217. Abbild.: Sw. Zool. Illustr. T. 106; W. Afr. II. T. 24. Oberkopf rotbraun, hinten schwarz gesäumt (durch einen zum Teil ver- deckten, schwarzen Fleck auf dem Hinterkopfe) und von einem weissen und schwarzen Schläfenbande, das über das Genick läuft, umgeben; Kopfseiten blass rostgelblich; Zügel und Kehle weiss; Nacken, Rücken mit Ober- schwanzdecken und Flügeldecken graubraun, bisweilen etwas ins Rost- farbene ziehend, Kropf und Brustseiten etwas heller graubraun; Brustmitte rotbraun, am tiefsten in der Mitte; Bauchmitte schwarz; Bauchseiten, Hosen, Steiss und Unterschwanzdecken weiss; Handschwingen, Handdecken und Unterflügeldecken schwarz, die inneren Unterflügeldecken und Achselfedern graubraun; die vordersten Armschwingen schwarz, die folgenden graubraun, auf der Aussenfahne schwärzlich, mit weissem Endsaume, die innersten ganz graubraun wie der Rücken; mittelste Schwanzfedern graubraun, die folgenden graubraun mit schwarzer Querbinde vor dem weissen Ende, die äussersten weiss, auf der Innenfahne teilweise graubraun; Auge schwarzbraun; Schnabel grauschwarz, an der Wurzel des Unterkiefers horngelblich; Füsse kalkweiss. Lg. 185 — 205, Fl. 115 — 125, Schw. 45 — 50, Sehn. 19 — 22, L. 40 bis 44 mm. Bei Damaravögeln scheint das Rotbraun des Oberkopfes blasser zu sein. Dieselben dürften als subspecies damarensis zu unterscheiden sein. Im ganzen Gebiete: Gambia (Rend.); Bissao (Beaud.); Bathurst (Quin); Dakar (Marche, Comp.); Sierra Leone (Sw.); Goldküste (Pel); Accra IV. VIII. (J. Smith, Rchw.); Mangu (Thierry); Gabun (Gujon); Tschintschoscho (Falkenst); Kambambe bei Loanda V., „Cangola" gen. (Mont.); Ntenkwe XI. (Cap., Ivens); Bengo (Welwitsch); Mossamedes, Benguella, Novo Redondo, Ouillengues „Chipembe" gen., Kakonda „Angombe" gen., Cahata, Katum- bella V., Gambos, Humbe, Kapangombe, Bengo (Anch.); Ondonga XI. (Anderss.); Ochimbora XI. (Erikss.); Gambos, Kasinga IV. (v. d. Kell.); öst- liches Kapland (Lay.); Kingwilliamstown V. (Newby); Sululand (Woodw.); Colenso XI. (Reid)'; Makamak VII., Natal, Lydenburg VII. (Ayres); Oranje- freistaat, Westgriqualand, Betschuanenländer bis zum Sambesi (Holub); Karonga VI. (Whyte); Songvve (Sharpe); Luchinde (Mann.); Langen- burg VI. (Fülleb.); Lindi IV. (Fschr.); Malindi (Kirk); Igonda X., Kakoma, Karema V. (Böhm); Lamu I. (Jackson); Goilale I. (Neum.); Mpapua VI., Ussagara, Ugogo, Tabora VII., Morogoro V. (Emin); Schoa, Daimbi I. II. (Antin.); Sennar, Kordofan X.; Tanasee IV. V. (Heugl.); Dembeasee (Rüpp.). „Paarweise an freien, sandigen Plätzen, oder auf dem sandigen Strande an Lagunen." (Rchw.). — Ayres sah sie auf abgebrannten Grasflächen. Sie rennen mit ausserordentlicher Schnelligkeit. Ein mir vorliegendes Ei ähnelt in der Färbung dem von C. gallicus, doch ist die braune Kritzelzeichnung sehr dicht und dunkel. Grösse 28 X 23 mm. Gewicht 590 mg. Charadriidae — 157 — Khinoptilus Rhinoptilus Strickl. Rhinoptilus Strickl. P. Z. S. 1850, 220. Typ.: Cursorius chalcopterus Tem. Macrotarsius [non Lacep.] Blyth J. As. S. Beng. XVII. 1848, 254. Typ.: M. bitorqtiatus Blyth Chakopterus Rchb. Av. S. Nat. Gall. 1852, XXX. Typ.: Cursorhis chakopterus Tem. Hemeroclromus Heugl. Ibis 1863, 131. Typ.: Cursorhis cinctus Heugl. Von Cursorius nur durch kürzeren und weniger gebogenen Schnabel unterschieden; Entfernung der Spitze vom vorderen Rande des Nasenloches kürzer als die Innenzehe mit Kralle; auf dem Kröpfe oder der Oberbrust eine oder mehrere schwarze oder rotbraune Ouerbinden. — 6 Arten in Afrika, 1 in Indien. Schlüssel der Arten: 1. Zwei schwarze Querbinden über den Kropf: 2 — Eine schwarze Querbinde über den Kropf; Spitzen ,,,,,• ,.. . I136. Rh. chalcopterus. der Handschwmgen erzglanzend: ' ° _. .. . , \ 137. Rh. albofasciatus. ^- Rotbraunes Kehlband und rotbraunes Brustband: . 140. Rh. cinctus. 2. Flügel über 140 mm lang: 138. Rh. africanus. ■?,.., , , (i^Q- Rh. bisignatus. — Hügel unter 00 mm lang: !»,.,_. • ■ \ [39a. Rh. b. hartingi. 136. Rhinoptilus chalcopterus (Tem.) Cursorhis chakopterus Tem. PI. Col. V. 1824, T. 298 — Riipp. Mus. Senck. II. 1837, 21 1 — Ilartl. Verz. Hamb. 1850, 39; W. Afr. 1857, 210; J. O. i86r, 268; P. Z. S. 1866, 62 — Gurn. Ibis i86r, 134 — Heugl. J. O. 1865, 100; 1867," 304; NO. Afr. II. 1873, 970; R. NO. Afr. II. 1877, 246 — Lav. S. Afr. 1867/290 — Chapm. Trav. II. 1868, 414 — Finsch Tr. Z. S. VII. 1870, 295 — Finsch Haiti. Ü. Afr. 1870, 629 — Ayres Ibis 1871, 263 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 263 Ipart.] — Gab. J. O. 1878, 245 — Rchw. Mitt. Afr. Ges. I. 1879, 207; J. O. 1891, 141; I). O. Afr. 1894, 3 1 — Boc. Angola i88r, 420; J. Lisboa (2.) IX. 1893, 15 — Böhm O. C. 1882, 115; J. O. 1882, 184; 1885, 72 — Schal. J. O*. 1883, 340 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 656; Ibis' 1897, 517 — Fschr. Z. g. O. 1884, 389; J. O. 1885, 115 — Seeb. Ibis 1886, ti8 |pt.) — Sousa J. Lisboa XLVI. 1887,' 103 — Matsch. J. O. 1887, 138 — Butt. N. Leyden XI. 1889, 78 — Emin J. O. 1891, 58 — Shell. Ibis 1894, 25. 474 — Fleck J. O. 1894, 381 Tachydromus chakopterus Sw. W. Afr. II. 1837, 233 Rhinoptilus chakopterus Strickl. P. Z. S. 1850, 220; Ann. Mag. IX. 1852, 348 — Shell. B. Afr. I. 1896, 195; Ibis 1897, 554; 1898, 557; 1899, 380 Rhynoptilns chalcopterus Antin. Cat. 1864,98 Chalcopterus lemminckii Rchb. Av. S. Nat. Gall. 1852, XXX. T. 365 b Fig. 3543 Cursorius superciliaris Heugl. I. O. 1865, 98. 100. Abbild.: Tem. PI. Col V. T. 298 — Cat. Brit. Mus. XXIV. T. 'iV. — Gray Gen. B. III. T 143. Oberseite braun, nur die längeren Oberschwanzdecken, Stirn und breiter Augenbrauenstreif weiss; ein rotbraunes und unterhalb desselben ein weisses Schläfenband; Zügel, Ring um das Auge und breites Band unterhalb des Auges und über die Ohrgegend schwarzbraun; Kehle weiss mit zwei breiten, von der Wurzel des Unterkiefers jederseits auslaufenden braunen Binden, die sich oft in der Mitte vereinigen, so dass dann der ganze obere Teil der Kehle braun ist; Kropf braun, auf dem unteren Teile blasser, bräunlichweiss, unten von einem schwarzen Bande gesäumt; Unterkörper, Unterschwanz- und Unterflügeldecken weiss, letztere und die Körperseiten rostgelblich verwaschen, die äusseren Unterflügeldecken mit braunschwarz gemischt, die grossen Unterflügeldecken mit graubrauner Innenfahne; Schwanzfedern braun, nach dem Ende zu schwärzlich, mit Charadriidae — 158 — Rhinoptilus breitem weissen Endsaume, an der Wurzel weiss; Schwingen und Hand- decken schwarz, die Handschwingen mit metallisch veilchenrot glänzender Spitze und kupfergrünem Saume vor dieser, die Armschwingen mit matt kupfergrünlichem Endsaume und breitem weissen Innensaume, die inneren an der Wurzel braun, die innersten ganz braun wie der Rücken; Flügel- decken braun, die grossen mit schmalem weissen Endsaume; Auge braun; Schnabel schwarz, die Wurzel des Unterkiefers, Schnabelwinkel und Augen- lider zinnober- bis rosenrot; Füsse rosenrot bis korallrot, auf der Sohle bräunlichorange. Lg. 250—280, Fl. 175—185, Sp. 585, Schw. 80—90, Sehn. 20 — 22, L. 65 — 75 mm. Ost- und Südafrika und Senegambien, im Südwesten nordwärts bis zur Loangoküste: Blauer Nil, Sennar, Kordofan, Weisser Nil, Kitsch (Heugl.); Blauer Nil (Antin.); Kordofan (Peth.); Waliko VIII. (Jesse); Festland bei Mombas (Hild.); Ugogo, Mbujuni am Kinjakungi VI. (Emin); Kleinaruscha III., Usaramo (Fschr.); Ussagara, Makatafluss, Kakoma, Mugongo V., Wualaba, Tanganjika V. (Böhm); Mtiras VI. (Fülleb.); Tschiromo in Niassaland IX., Schirwasee I. VI., Nyikaberge VI. (Whyte); Songwe (Sharpe); Luchinde (Mann.); Tette (Kirk, Ptrs.); Rhinosterfluss I. (Ayres); Sululand (Woodward); Kingwilliamstown (Trevel); Kapland (Law); Damara II. (Anderss.); Rehoboth II. (Fleck); Kapangombe, Humbe, Quissange XII., Kahata in Benguella (Anch.); Gambos (v. d. Kell.); Malandje VI. (Schutt); Kuanza (Br. M.); Malandje VII. IX., Kambo VI. (Mechow); Tschintschoscho (Falkenst). „Erscheinen in Damaraland zum Beginne der Regenzeit in kleinen Flügen und halten sich anfänglich zwischen Gebüsch versteckt, weil sie sich zu dieser Zeit noch in der Mauser befinden. Später verbreiten sie sich über offenes Gelände." (Andersson). Böhm fand im Magen der erlegten Vögel kleine Fische. Die Eier sind auf blassbräunlichem Grunde fein dunkelbraun gekritzelt und messen 30 — 32X21 — 23 mm. „Hielt sich zur Trockenzeit pärchenweise in den weiten, spärlich mit Borassus-Palmen bewachsenen Grasebenen des Makata und in einem durch Feuer ganz schwarz geräucherten, zum Teil noch rauchenden und glimmenden Walde in Ussagara auf. Verfolgt flog er nur niedrig kurze Strecken weit, um gleich wieder einzufallen und laufend sein Heil zu suchen." (Böhm). 157. Rhinoptilus albofasciatus Sharpe Cursoritix chalcojitertts [non Tem.] Gurn. Anderss. Damara 1872, 263 |pt.] — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 341 — Avres Ibis 1884, 232 — Sharpe Lay. S. Mr. 1884, 656 [pt.j Rhinoptilus albofasciatus Sharpe Bull. B. O. C. III. 1893, XIV; Ibis 1894, 293 — Shell. B. Afr. I. 1896, 195. Abbild.: Cat. Br. Mus. XXIV. T. IV. Von Rh. clialcopterus durch breitere weisse Endsäume an den grossen Armdecken und Fehlen des weissen Endsaumes an den mittelsten Schwanz- federn unterschieden. Es bedarf der Feststellung, ob diese Form thatsächlich eine besondere Art oder nur eine individuelle Abweichung darstellt. Gegen die ersten- Annahme spricht sehr der Umstand, dass beide Formen im südlichen Afrika nebeneinander vorkommen. Charadriidae — 159 — Rhinoptilus Südafrika: Natal, Potcliefstroom I., Transvaal (Ayres); Colenso in Natal XI. (Reid); Otjimbingue F., Ondonga I. (Anderes.). 138. Rhinoptilus africanus ( Tem.) Cursorius africanus Tem. Cat. Syst. Cab. Orn. 1807, 175. 263 Tachydromus coUaris Vieill. N. D. II. N. VIII. 1817, 293 Cursor ins bicinetus Tem. Man. d'Orn. II. 1820, 515 — Gurn. P. Z. S. 1864, 8 — Haiti. P. Z. S. 1866, 6i — Lay. S. Afr. 1867, 290; Ibis 1869, 76 - Chapm. Trav. II. 1868, 414 — Ayres Ibis 1871, 263; 1877, 347; 1880, 266 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 261 — Heugl. NÖ. Afr. II. 1873, 975 — Barratt Ibis 1876, 212 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 247 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 654. 855 — Symonds Ibis 1887, 334 — Fleck J. O. 1894, 381 — Kusch, j. O. 1895, 85 |Ei| Cursorius grallator Leadb. Tr. Lin. Soc. XVI. 1825, 92 Tachydromus bicinetus Sw. W. Afr. II. 1837, 231 Rhinoptilus bicinetus Shell. Ibis 1882, 363; B. Afr. I. 1896, 195. Abbild.: Jard. Selby 111. Orn. I. T. 48. Federn des Oberkopfes mit schwarzbraunem Mittelteile und sand- farbener Umsäumung oder braun mit schwarzem Flecke nach dem Ende hin und blassem Saume; Nacken braun mit kleinen schwarzen Fleckchen oder Stricheln; Federn des Rückens und Flügeldecken braun mit breitem sandfarbenen Rande, welcher innen von einer schwarzen Binde gesäumt ist (bei den Federn des Oberrückens ist diese schwarze Binde breiter und bildet ein schwarzes Querband auf der Feder); ein blassbräunlicher Augen- brauen- und Schläfenstreif, unter letzterem hinter dem Auge ein schwärz- licher Streif; Zügel und Kehle bräunlichweiss, fein schwarz gestrichelt; Kropf sandbraun, fein schwarz gestrichelt, unten von einem schwarzen Bande begrenzt, das als vollständiger Ring um den Nacken herum sich fortsetzt; Unterkörper und Unterschwanzdecken hell rostsandfarben mit einem breiten schwarzen Bande auf der Oberbrust, die Brustfedern häufig mit feinen schwarzen Schaftstrichen; Unterflügeldecken rostbräunlichweiss, mit schwarz gemischt, die grossen blassgrau, nach dem Ende zu schwärzlich; Ober- schwanzdecken weiss, an der Wurzel schwarz; mittlere Schwanzfedern schwarzbraun mit sandfarbenem Endsaume, die äusseren auf der Aussen- tahne, an der Wurzel oder am Ende mehr oder weniger weiss, die äussersten ganz weiss; die vorderen Handschwingen schwarz mit blassbräunlichem oder blass rostfarbenem Innensaume, die folgenden Schwingen hellrotbraun mit blasserem Endsaume und mehr oder weniger deutlicher schwarzbrauner Zickzackzeichnung oder Fleckung vor demselben, innerste Armschwingen gleich den Rückenfedern; Auge braun; Schnabel dunkelgrau bis schwarz; hüsse weiss bis gelblichgrau. Lg. etwa 200 — 220, Fl. 155 — 160, Sp. 470, Fl./Schw. o, Schw. 65 — 70, Sehn. 15 — 16, L. 50 — 55 mm. Stücke aus Südwestafrika zeigen nach Sharpe eine blassere Färbung. Dieselben sind vielleicht subspeeifisch zu sondern und müssten dann den Namen africanus erhalten, während die östlichen neu zu benennen wären. Südafrika: Damara, Ovampoland, Otjimbingue II., Ondonga I., Hountop- lluss VI. (Anderss.); Kransnes I. (Fleck); Hopetown (Atmore); Grahams- town (Windham); Nieuw Veldt IX. X. (Atmore); Beaufort (Layard); Kaffernland (Krebs); Oranjefreistaat (Bradsh.); zwischen Oranjefluss und Molopo (Holub); Kroonstad (Sym.); Sandyfluss, Lydenburg (Barr.); Potclief- stroom III. X., Moifluss, Vaalfluss (Ayres); Sikogolofluss I., Spaldings I. II., Maschonaland (James.). Charadriidae — 160 — Rhinoptilus Die Eier, i oder 2 im Gelege, liegen nach Layard in flachen Gruben im Sande ohne jegliche Unterlage. — Kuschel beschreibt die Eier folgender- massen: „Kurz eiförmig, der rundlichen Form sich nähernd, aber ungleich- massig mit stumpfer Spitze; feinkörnig und glanzlos, auf sandgelbem Grunde über und über mit dicht stehender, feinerer und gröberer Linien- und Flecken- zeichnung bedeckt, welche unterhalb des stumpfen Endes Neigung zur Kranzbildung zeigt. 27,25X23,5 mm gross." Nehrkorn giebt die Grösse auf 29,5—32,5X24—26 mm an. 139. Rhinoptilus bisignatus (Hartl.) Cursorius bisignatus Hartl. P. Z. S. 1865, 87 — Boc. Angola 1881. 422 — Sharpe Law S. Afr. 1884, 655 Cursorius gracilis Fschr. Rchw. J. O. 1884, 178 — Fschr. Z. g. O. 1884, 390; J. O. 1885, 115 — Rchw. J. O. 1887, 46; 1891, 141; D. O. Afr. 1894, 33 — Emin J. O. 1891, 58 Cursorius bicinctus gracilis Seeb. Ibis 1886, 118 Cursorius bicindus [non Tem.] Emin T- O. 1891, 337 Rhinoptilus bisignatus Shell. B. Afr. I. 1896," 195 — Neum. J. O. 1898, 259. Abbild.: P. Z. S. 1866 T. VI. - Cat. Brit. Mus. XXIV. T. I Dem Rh. africanus sehr ähnlich, aber kleiner und blasser, Unterkörper reinweiss oder nur mit schwachem sandfarbenen Anfluge; Auge braun; Schnabel schwarzbraun, Wurzel des Unterkiefers blasser; Füsse hornweiss. Lg. 160—190, Fl. 130—135, Schw. 50—58, Sehn. 12—14, L. 48—50 mm. Ostafrika, Benguella: Magala IX., Kleinaruscha III., Massaihmd, Pare III., Rongafluss III. (Fschr.); Bubufluss VII., Ujui VIII., Muhalala VII., Usongo, Irungu IX. (Emin); südliches Massai VI. (Stuhlm.); Umbugwe XI., Mkaramo V. (Neum.); Benguella (Mont.). 139 a. Rhinoptilus bisignatus hartingi Sharpe Cursorius bicindus [non Tem.] Salvad. Ann. Genova 1884, 275 Rhinoptilus gracilis |non Fschr. Rchw.] Shell. Ibis 1885, 416 Rhinoptilus hartingi Sharpe Bull. B. O. C. III. 1893, XIV; Ibis 1894, 292; P. Z. S. 1895, 513 — Shell. B. Afr. I. 1896, 195- Ell. F. Col. Mus. I. 2. 1897, 62 — Phill. Ibis 1898, 421 — Hawk. Ibis 1899, 80. Abbild.: Cat. Brit. Mus. XXIV. T. II. Von Rh. bisignatus durch gesättigteren, mehr rostfarbenen Ton der Oberseite, isabellfarben angeflogenen Unterkörper und schmalere schwarze Brustbinde unterschieden (Sharpe). Somaliland: Somali III. IV. VII., Sogsoda II. (Phill, Antin.); Toyo, Silo (EH.); Ahdeh VII, Sibbe IX. (D. Smith); Mandera XI, Ujawaji XII. (Hawk). 140. Rhinoptilus cinetus (Heugl.) Cursorius cinetus Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 306 [nom. nud.|; J. O. 1865, 99; NO. Afr. II. 1873, 972 — Fschr. Rchw. J. O. 1879, 337 — Boc. Angola 1881, 421 — Fschr. J. Ü. 1879, 300; Z. g. O. 1884, 390; J. O. 1885, 115 — Rchw. J. O. 1887, 46; D. O. Afr. 1894, 32 — Shell. P. Z. S. 1889, 371 — Hartl. Abh. Bremen 189 1, 43 Hemcrodromus cinetus Heugl. Ibis 1863, 31 T. 1 — Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 630 Hemerodromus (Curso- rius) cinetus Heugl. J. O. 1863, 25 Rhinoptilus cinetus Shell. Ibis 1885, 416; B. Afr. I. 1896, 195 — Sharpe P. Z. S. 1895, 513 — Ell. F. Col. Mus. I. 2. 1897, 62 — Neum. J. U. 1898, 259 — Phill. Ibis 1898, 421. Abbild.: Ibis 1863, T. 1 — Cat. Brit. Mus. XXIV. T. III. Charadriidae — 161 — . Rhinoptilus Rhinoptilus seebohmi Sharpe Cursor/us cinetm [non Heugl.] Gurn. Anderss. Damara 1872, 262 -- Sharpe Law S. Afr. 1884, 656 Rhinoptilus seebohmi Sharpe Bull. B. O. C. III. 1893, XIII; Ibis 1894, 292 — Shell. B. Afr. I. 1896, 195. Abbild.: Cat. Brit. Mus XXIV. T. III. Federn der Oberseite und Flügeldecken schwarzbraun mit breiter sand- farbener oder rostsandfarbener Umsäumung, Nacken fast einfarbig sand- bräunlich oder rostfarben; Hinterkopf von einer weissen, oben und unten schwarz gerandeten Binde umsäumt; Augenbrauenstreif rostgelblich weiss; Wangen und Ohrgegend rostsandfarben, erstere, oft auch letztere schwarz- braun gestrichelt; Kehle weiss, hinten von einem rotbraunen Bande um- säumt, das sich jederseits bis hinter die Ohrgegend hinaufzieht und an den oberen Teilen oft schwärzlichrotbraun ist; hinter der rotbraunen Binde eine breitere weisse, die hinten schwarz gesäumt ist; Kropf sandfarben, schwarzbraun gestrichelt und unten von einem schwarzen Bande gesäumt; Unterkörper, Unterschwanz- und Unterflügeldecken weiss, bisweilen isabell- farben verwaschen, mit rotbrauner Binde auf der Oberbrust, auf den Weichen häufig schwarzgraue Ouerbänderung; auf den äusseren Unterflügeldecken einige breite schwarze Ouerbinden; Oberschwanzdecken weiss, bisweilen an der Wurzel schwarz; mittlere Schwanzfedern graubraun, nach dem Ende zu schwarzbraun, mit weissem Endsaume, 2. oder 2. und 3. Feder von aussen auf der Aussenfahne schwarz (schwarzbraun) und weiss quergebändert, die äusserste reinweiss; vordere Handschwingen schwarzbraun, an der Wurzel der Innenfahne weiss oder bräunlichweiss, die folgenden braun mit blass sandfarbenem oder bräunlichweissem Endsaume und blass rostbräunlichem Innensaume, die Armschwingen oft auch mit bräunlichweissem Aussensaume, die innersten Armschwingen gleich den Rückenfedern; Auge braun; Augen- lid gelb; Schnabelspitze braunschwarz, Wurzel graugrün oder gelblich; Füsse gelblichweiss oder bräunlichweiss. Lg. 230 — 260, Fl. 155 — 165, Schw. 80 — 90, Sehn. 18 — 20, L. 62 — 67 mm. Bei einem mir vorliegenden Stücke von Scamuje (Emin) ist die 2. Schwanzfeder von aussen auf der Aussenfahne braun, nicht gebändert, die Wurzel der Feder ist weiss. Es ist dies anscheinend ein jüngerer Vogel. Da Sharpe seinen Rh. seebohmi von Damara auf die braune, nicht ge- bänderte Ausssenfahne der zweitäussersten Schwanzfeder begründet, so scheint mir die artliche Sonderling der Damaraform nicht gerechtfertigt zu sein. Das vorerwähnte Stück von Scamuje hat den Oberkopf fast einfarbig braunschwarz, nur längs der Kopfmitte sind einige schmale sandfarbene Feder- säume bemerkbar. Beim jüngeren Vogel sind die Federsäume der Oberseite blasser. Ost-, Südost- und Südwestafrika: Gondokoro am oberen Kir (Heugl.); Bariland (Knoblecher); Somalisteppe (Antin.); Berbera IV., Gedais II. III. (Phill); Haud, Dagahbur (EH.); Massaisteppe, Pare IL, Nguruman IV., Ngaruka VII., Massa in Massai XI. (Fschr.); Selon VIII., Lammo VIII. (D. Smith); Ussambiro X., Scamuje IX. (Emin); Userifluss VII. (Hunter); Mkaramo V., Taro II. (Neum.); Griqualand V. (Atmore); Ondonga (Anderss.); Humbe (Anch.). „Lebt auf öden, dürren, mit wenig Gras bewachsenen Örtlichkeiten, die einige zerstreute Büsche tragen oder mit Akazien licht bewaldet sind. Fliegt fast nie, sucht sein Heil immer im Rennen." (Fschr.). Reichenow, Die Vögel Afrikas. Il Charadriidae — 162 — Ortyxelos „Immer paarweise, gewöhnlich zwischen Buschdickichten. Auf dem Boden sind die Vögel schwer zu sehen, weil sie sich drücken, bis man dicht bei ihnen ist. Dann stehen sie plötzlich auf, fliegen schwerfällig eine kurze Strecke und fallen wieder ein." (Elliot). Ortyxelos Vieill. Ortyxelos Vieill. Gal. Ois. II. 1834, 9 1 - Typ.: Turnix meiffreni Vieill. Psilo- cnemis Glog. Handb. 1842, 403. Typ.: Desgl. Helortyx Agass. Ind. Univ. 1846, 176. Typ.: Desgl. Oxytelos Rchb. Av. S. Nat. 1852, XXVIII. Typ.: Desgl. Keine Hinterzehe; keine Bindehäute zwischen den Zehen; keine deut- liche über die Nasenlöcher nach vorn hinaus sich erstreckende Schnabel- furche; Lauf kurz, vorn und hinten mit Ouertafeln bedeckt; Kralle der Mittelzehe nicht gekämmt; Schnabel, vom vorderen Rande des Nasenloches bis zur Spitze gemessen, kaum so lang als die Innenzehe mit Kralle; Flügel ziemlich bis zum Schwanzende reichend; die längsten Armschwingen so lang als die längsten Handschwingen; 3. — 5. Schwinge am längsten, 1. etwa gleich 8., am Ende zugespitzt; Oberschwanzdecken lang. — Nur 1 Art in Nordwest- und Nordostafrika. [In der Körperform und insbesondere in der Gefiederfärbung ähnelt Ortyxelos der Gattung Turnix, doch scheinen die wohlentwickelten Schwanz- federn, die längeren und spitzeren Flügel der Form ihre systematische Stellung besser unter den Charadriidae anzuweisen]. 141. Ortyxelos meiffreni (Vieill.) Turnix meiffreni Vieill. N. Diet. H. N. XXXV. 1818, 49 Hemipodius nivosiis Sw. Phil. Mag. LX. 1822, 353; W. Afr. II. 1837, 22 5 Ortyxelos meiffreni Strickl. P. Z. S. 1850, 220; Ann. Mag. IX. 1852, 348 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 912 Ortyxelos meifreni Ilartl. W. Afr. 1857, 204; J. O. 1861, 267 Orlyxelus isabellinus Heugl. Stzb. Ak. Wien 1856, 304 [nom. nud.j; J. O. 1862, 414 Ortyxelus meiffrenii Sharpe Ibis 1892, 543. Abbild.: Sw. Zool. Illustr. III. T. 163 — Tem. PI. Col. V. T. 60. Federn der Oberseite hellrotbraun mit weissen, zum Teil innen fein schwarz gesäumten Seitensäumen und stellenweise mit feiner schwarzer Querwellenzeichnung; Augenbrauenstreif und Kopfseiten gelblichweiss, hinter dem Auge ein rotbrauner Schläfenstreif; Kehle und Unterkörper wie Unter- schwanzdecken weiss; Kropfmitte gelblichweiss oder blass rostgelblich mit hellrotbraunen Flecken, Kropfseiten hellrotbraun mit silberweissen Flecken; Bürzel und die langen Oberschwanzdecken einfarbig hellrotbraun; Flügel- decken gelblichweiss, die inneren hellrotbraun mit weisser Aussenfahne, oft auch mit rundem weissen Flecke auf der Innenfahne; Schwingen schwarz- braun mit rostgelblichem oder weissem Ende und weissem Flecke in der Mitte am Innensaume, die äusseren auch mit weissem oder rostgelblichem Aussensaume; äusserste Schwinge gelblichweiss, an der Wurzel der Innen- fahne und am Ende schwarzbraun; Armschwingen schwarzbraun, am Ende weiss, die innersten hellrotbraun mit weissen, fein schwärzlich umsäumten Schnörkelflecken oder Ouerbinden; Unterflügeldecken weiss, die mittleren Charadriidae — 163 — Squatarola der Handdecken schwarz, wodurch ein schwarzer Fleck gebildet wird, die kleinsten längs des oberen Flügelrandes ebenfalls schwärzlich; Schwanz- federn hellrotbraun, die mittleren nach dem Ende zu mit gelblichweissen, fein schwarz umsäumten, zackigen Ouerflecken, die äussersten fast ganz gelblichweiss; Auge hellbraun; Füsse hell horngelblich oder weisslich; Schnabel horngelb. Lg. etwa 120, Fl. 75—80, Schw. 35, Sehn. 8—9, L. 17 mm. Nordost- und Nordwestafrika: Kordofan VIII. IX. (Heugl., Peth.); Turquel XII. (Jacks.); Senegal, Gross Bassam (Arsene). Squatarola Leach Squatarola Leach Syst. Cat. 1816, 29. Typ.: Tringa squatarola L. Hinterzehe nur als ganz kurzer Stummel vorhanden; kein Sporn am Flügelbuge; kein Zügellappen; 1. Schwinge am längsten; Abstand zwischen der kürzesten Armschwinge und längsten Handschwinge länger als die Hälfte der Flügellänge; Schnabel mit langer, auf etwa 2 Drittel der Schnabel- länge sich erstreckender Nasenfurche. — 1 Art in den Nordpolargegenden, auf dem Zuge südwärts bis Südafrika, Australien und Mittelamerika. 142. Squatarola squatarola (L.) -^- Kibitzregenpfeifer Tringa Squatarola L. S. N. X. 1758, 149 — Chapm. Tr. S. Afr. IT. 1868, 416 Tringa Helvetica L. S. N. XII. 1766, 250 Tringa varia L. S. N. XII. 1766, 252 Charadrius hypomelas Pall. R. Russ. R. III. 1773, 699 Charadrius naevius Gm. S. N. II. 1788, 692 Vanellus melanogaster Bchst. Nat. Deutschi. IV. 1809. 356 Charadrius pardela Pall. Zoogr. Ross. As. II. 1811, 142 Squatarola grisea Leach S. Cat. Mam. B. Br. M. 1816, 29 Squatarola varia Gurn. Anderss. Damara 1872, 270 - Heugl. NO. Afr. II. 1877, 243 Squatarola helvetka Strickl. P. Z. S. 1850, 220 —Sei. Contr. Orn. 1852, 126 — Strickl. Sei. Contr. Ürn. 1852, 158; Ann. Mag. IX. 1852, 348 — Hartl. Verz. Hamb. 1850, 39; J. O. 1855, 361; 1861, 268; P. Z. S. 1867, 827; W. Afr. 1857, 212. 275 — Lay. S. Afr. 1867, 295 — Sperling Ibis 1868, 291 — Cab. v. d. Deck. R. III. 1869, 46 - Rchw! Lühder J. O. 1873, 212 — Boc. Angola 1881, 429 — Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 658 — Rend. Ibis 1892, 229 — Barn. Ibis 1893, 169. 181 — Shell. B. Afr. I. 1896, 189 — Yerb. Ibis 1896, 33 — Neum. J. O. 1898, 260 Charadrius squatarola Rchw. J. O. 1889, 265; Jahrb. Hamb. 1893,' 6; D - °- Afr - l8 94> 33 _ Fleck J. O. 1894, 38t Squatarola tvilsoni Lcht. Nomencl. 1854, 95 Squatarola loiigirostris Brehm J. O. 1854, 79 Squatarola megarhynchos Brehm Vogelf. 1855, 284 Squatarola rhgnchomega Bp. C. 1\. XLIII. 1856, 416 Charadrius varius Finsch Hartl. O. Afr. 1870, 644 — Heugl. NO. Afr. II. 1873, 1012 — Rchw. J. O. 1874, 382; Correspbl. Afr. Ges. No. 10 1874, 187 Charadrius mcgalorhijnchus Rchw. J. O. 1877, 11 Squatarola australis Olphe-Gall. Contr. F. Orn. Eur.' Or. Fase. XIII. 1890, 6. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VII. T. 178 — Dresser B. Eur. VII. T. 515 517. 518. 519. Kopfseiten, Vorderhals und Brust bis zum Bauche schwarz ; Stirn, Augen- brauenstrich, seitliche Säumung des schwarzen Vorderhalses, Weichen, Unter- flügeldecken, Steiss und Unterschwanzdecken weiss; Achselfedern schwarz; Federnder Oberseite braun, zum Teil schwarz mit weissen Säumen und Rand- flecken; Oberschwanzdecken weiss mit einzelnen schwarzbraunen Querbinden; Schwanzfedern weiss und dunkelbraun quergebändert, die äussersten fast ganz weiss; Handschwingen schwarzbraun mit breitem weissen Saume am Charadriidae — T 6^ — Charadrius Wurzelteile der Innenfahne, der mittlere Teil der Schäfte weiss, die inneren Handschwingen auch in der Mitte der Aussenfahne weiss; Armschwingen braun, an der Wurzel weiss, mit schmalem weissen Aussen- und Endsaume, die innersten braun mit weissen Randflecken; Handdecken schwarzbraun; grosse Armdecken braun mit breitem weissen Innen- und schmalem Aussen- saume; übrige Flügeldecken wie die .Rückenfedern; Auge dunkelbraun; Schnabel und Füsse schwarz. Lg. etwa 270 — 310, Fl. 195—205, Schw. 80, Sehn. 28 — 30, L. 44 — 46 mm. Im Winter sind Kehle und Unterkörper reinweiss; Kopf- und Hals- seiten und Kropf auf weissem Grunde braun gestrichelt; Oberseite brauner, weniger mit weiss gezeichnet. Brutvogel in den Nordpolarländern, im Winter auf der Wanderung bis Mittclamerika, Australien, Indien, Sundainseln und bis Südafrika: Senegal (Verr.); Gambia X. (Rend.); Goldküste (Pel); Accra (Rchw.); Koriskoinsel (Du Chaillu); Koroka (Auch.); Loangoküste {Falkenst); Walfischbucht V. (Fleck); Damara, Grossnamaqua, Walfischbucht X. XII. (Anderss.); Kap- land (Layard); Durban (Gordge); Zoetendals Vley (Verr.); Natal (Ayres); Jambiani auf Sansibar I., Lamu, Mombas XI. (Neum.); Sansibar XI. I. (Sperl., Kirk); Sansibar XI. „Kituitui" gen. (Stuhlm.); Dar-es-Salaam (Müh- sam); Arabien, Nubien, Abessinien (Hempr. Ehr.); Kordofan (Peth.); Suakin XI. I. (Heugl.); Aden XII. (Barn., Yerb.). Charadrius L. — Regenpfeifer Charadrius L. Syst. Nat. X. 1758, 150 Aegialitis Boie Isis 1822, 553. Typ.: Charadrius hiaticula L. Oxijechus Rchb. Av. S. Nat. 1852. XVIII. Typ.: Charadrius vocifertis L. Ochthodromus Rchb. ebenda. Typ.: Ch. ivilsoni Ord Leuca- polius Bp. C. R. XLIII. 1856, 417 Typ.: Ch. marginaius Vieill. Cirrespidesmus Bp. ebenda. Typ. Ch. geoffroyi Wagl. Pluviorhynchus Bp. ebenda. Typ.: Ch. obscurus Gm. Aegialophüus Gould Handb. Austr. II. 1865, 234. Typ.: Ch. alexandrinus L. Hyetoceryx Heine Nomenel. M. H. 1890, 336. Typ.: Ch. obscurus Gm. Keine Hinterzehe; deutliche Nasenfurche erstreckt sich über die Hälfte des Schnabels; kein Sporn am Flügelbuge; kein Zügellappen; Abstand der kürzesten Armschwinge von der längsten Handschwinge länger als die Hälfte der Flügellänge. — 32 Arten in allen Erdteilen, 15 in Afrika. Schlüssel der Arten: t. Flügel über i S o mm lang: f 1 «- Ch apHcarius. - Flügel unter 150, aber wenigstens ,20 mm lang: 2 ' U Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VIII. T/198 — Dress. B. Eur. VIII. T. 565. Oberkopf und Nacken auf graubraunem Grunde schwarzbraun ge- strichelt oder gefleckt; Rücken- und Schulterfedern wie Flügeldecken schwarzbraun mit weissen Endsäumen, zum Teil auch mit weissen Rand- flecken, die kleinsten Flügeldecken einfarbig schwarzbraun; weisser Augen- brauenstrich; schwarzbrauner Zügelstrich; Kopfseiten und Kropf auf weissem Grunde braun gestrichelt; Kehle und Unterkörper weiss, die Weichen mit braunen Querbinden; Ober- und Unterschwanzdecken weiss mit dunkel- braunen Ouerbinden, die oberen Oberschwanzdecken meistens reinweiss; Schwanzfedern weiss und dunkelbraun quergebändert, die äusseren auf der Innenfahne oft reinweiss; Achselfedern weiss mit braunen Ouerbinden; Unterflügeldecken weiss mit braunen Flecken oder Saumbinden, die grossen blassgraubraun mit weissem Endsaume; Handschwingen schwarzbraun, die 1. mit weissem Schafte, Armschwingen dunkelgraubraun, am Ende schmal weiss gesäumt, die innersten mit weissen Randflecken und dunkleren Quer- binden; Auge braun; Schnabel schwarzbraun; Füsse grünlich. Lg. etwa 210, Fl. 122 — 130, Schw. 50 — 58, Sehn. 28 — 30, L. 36 — 39 mm. Im Winter sind die Federn der Oberseite dunkelbraun mit blassbraunen Säumen; die braunen Binden auf den Weichen fehlen; die Ober- und Unter- schwanzdecken sind zum Teil reinweiss ohne Ouerbinden. Brütet in Europa und dem nördlichen Asien, zieht im Winter nach Afrika, Indien, den Sundainseln, Molucken und Australien: Senegal (Delbr.); Kasamanse (Verr.); Bathurst (Quinn); Gambia XI. (Rend.); Goldküste (Shell., Buckl.); Saria X., Gora I., Janssokoa I. (Hart.); Jaunde (Zenk.); Bibundi VIII., Bonge I. (Sjöst); See im Süden des Sannaga IV. (Preuss); S. Thomas (Newt); Gabun (Verr.), Tschintschoscho (Falkenst, Lucan, Petit); Koroka, Kakonda, Galanga, Rio do Ouro, Quindumbo, Katumbella IV. (Auch.); Umbella XII., Gambos (v. d. Kellen); Otjimbingue XII., Ondonga (Anderss.); Tsoaxoub I. (Fleck); Kanu XII.— IL, Rondebosch I. (Vict.); Zoetendals Vley XI. (Lay.); Kapland (Butl); Kap (Krebs); Port Elisabeth (Rick.); Natal XL, Potchef- stroom VIII. XII. L, Transvaal IL III. (Ayres); Spaldings I. IL (James.); Newcastle IX.— XII. (Reid); Bloemfontein (Br. M.); Sululand (Woodw.); Oranjefluss IX. (Bradsh.); Ingati, Matebele IX. (Oates); Durban (Shell.); Schire (Kirk); Karonga VI., Schirwasee, Palombi X. (Whyte); Quilimane III. Scolopacidae — 224 — Tringoides „Kidjodjo-ndjo" gen. (Stuhlm.); Sansibar (v. d. Deck.); Useguha (Fschr.); Ugalla, Igonda XI. (Böhm); Masindi IV. (Ans.); Tunguru, Lado II., Wadelai X.— III. (Emin); Matschako IV.— X. (Jacks., Hinde); Menge. XII. (Stuhlm.); Abessinien, Sennar, Kordofan, Blauer Nil (Heugl.); Arabien (Hempr. Ehr.); Sokotra (Rieb., Benn.j. Tringoides Bp. Actitis [non 111.] Boie Isis 1822, 560. Tringii hypoleucos L. Tringoides Bp. Sagg. distr. met. Anim. Vert. 1831, 58. Typ.: Desgl. Guinetta Gray List Gen. B. 1840, 68. Desgl. Von Totanus durch den stufig gerundeten Schwanz unterschieden. Nur die 4 mittelsten Schwanzfedern sind gleich lang, die anderen stufig kürzer, die äussersten mehr als 1 cm kürzer als die mittelsten. Ferner ist der Lauf kürzer, nur so lang als die Mittelzehe. — 2 Arten, die eine auf der östlichen, die andere auf der westlichen Erdhälfte. 193. Tringoides hypoleucos (L.) -- Flussuferläufer Tringa Hypoleucos L. S. N. X. 1758, 149 Trynga leueoptera Pall. Z. R. As. II. i8ir, 196 AHitis cinclus u stagnalilis Brehm Vög. Deutschi. 1831, 648. 649 Totanus hypolmcus Kupp. S. Üb. 1845, 126 — Ilartl. Verz. Hamb. 1850, 42; J. O. 1855, 361 — Strickl. P. Z. S. 1850, 221 — Yerb. Ibis i885, 21 — Sousa J. Lisboa XLV. 1887, (3) — Rchw. J. O. 1889, 266; 1890, 107; 1892, 9; 1894, 30; 1897, 4; Jahrb. Hamb. 1893, 7 — Emin J. O. 1894, 165 — Shell. B. Afr. I. 1896, 192; Ibis 1898, 381. 557; 1899, 380 Actitis empusa Gould P. Z. S. 1847, 222 Actitis megarhynehos Brehm Vogelf. 1855, 314 Actitis schlegeli Bp. C. R. XLIII. 1856, 597 Actitis minor Württ. Naum. 1857, 434 — Heugl. J. O. 1867, 303 Actitis liypoleucus Ilartl. W. Afr. 1857, 235. 275; J. O. 1861, 271; Abh. Bremen 1881, 120 — Cass. Pr. Philad. 1859, 174 -- Heugl. Ibis 1859, 347 — Dohrn P. Z. S. 1866, 331 — Finseh J. O. 1869, 337 — Gab. v. d. Deck. R. III. 1869, 47; J. O. 1878, 245 — Finseh Hartl. O. Afr. 1870, 752 — Gurn. Anderss. Damara 1872, 303 — Rchw. J. O. 1873, 299; 1874, 377; 1877, 11; 1887, 306 — Sharpe Bouv. Bull. S. Z Fr. !8 7 6, 53 — Nich. P. Z. S. 1878, 131. 359 — Fschr. Rchw. J. O. 1879, 338 — Fschr. J. O. 1879, 297; 1885, 116 — Oust. N. Arch. 1879, 120 — Boc. Angola 1881, 468; J. Lisboa (2.) VI. 1891, 84 — Sharpe Oates Matabele 1881, 325 — Pelz. Verh. Z. B. G. Wien 1881, 155. 617 — Böhm O. C. 1882. 52. 115; J. O. 1882, 185; 1887, 226 — Butl. Feild. Reid Zool. 1882, 425 — Sousa J. Lisboa XLIII." 1886, 169; XLVII. 18S8, (4) — Matsch. J. O. 1887, 138. 145 — Schal. J. O. "1887, 226 — A. Müll. Z. g. O. 1888, 434 — Emin J. O. 1891, 343. 345; Z. Jahrb. 1892, 150 — Sjöst. Sv. Vet. Ak. Handl. 27. 1895, 27 Tringoides hgpoleucns Gurn. Ibis 1861, 134; 1868, 469 — Heugl. R. NO. Afr. II. 1877, 258 — Ilartl. P. Z. S. 1881, 956 — Sei. Hartl. P. Z. S. 1881, 174 — Shell. Ibis 1883, 562; 1894, 27. 476— Sharpe Lay. S. Afr. 1884, 686; James. Rear Col. 1890, 404; P. Z. S. 1895, 515; Ibis [897, 517 — Salvad. Ann. Genova 1884, 222 — Ayres Ibis 1885, 348 — Gigl. Ann. Genova j888, 64 -- Rend. Ibis 1892, 229 — Barn. Ibis 1893, 171 — Yerb. Ibis 1896, 35 — Neum. J. O. 1898, 268 — Tristr. Ibis 1898, 248 — Phill. Ibis 1898, 423 — Hawk. Ibis 1899, 80 Tringoides hypoleuca Kirk Ibis 1864, 332 — Lav. S. Afr. 1867, 327 Actitis hypoleuca Hartl. P. Z. S. 1867, 827 — Shell. Ibis 1875/86 — Yerb. Ibis 1886, 21 — Oberh. Pr. U. St. N. M. 1899, rt Ai litis hypoleucos Sharpe P. Z. S. 1869, 571 — Blanf. Abyss. 1870, 433 — Finseh Trans. Z. S. VII. 1870, 299 — Lühd. Rchw. J. O. 1873, 212 — Holub v. Pelz. S. Afr. 1882, 292 — Fschr. Z. g. O. 1884, 387 — Bütt."N. Leyden VII. 1885, 244; X. 1888, 244; XI. 1889, 78 - Hart. J. O. 1886, 608 — Dub. Bull. Belg. 1886, 149 — Boc. J. Lisboa XLVI. 1887, 83; (2.) XIII. 1895, 10. 23 — v. Berl. Abh. Senckenb. Ges. 1898, 488 Tringoides hypoleucos Heugl. NO. Afr. II 1873, 1172 — Bouv. Cat. 1875, 38 Totanus Scolopacidae — 225 — Tringoides hypokucos Butt. N. Leyden VIII. 1886, 266; X. 1888, 102; XI. 1889, 127. 137; Reiseb. 1890, 476 — Rchw. D. O. Afr. 1894, 42 Tringoides hypoleucus Hart. Ans. Und. Afr. Sun 1898, 327. Abbild.: Naum. Vög. Deutschi. VIII. T. 194 — Dresser B. Eur. VIII. T. 563. Oberseits graubraun mit olivenfarbenem Glänze, die Federn des Rückens und der Schultern, Flügeldecken und Oberschwanzdecken mit einer schwärz- lichen Binde vor dem helleren Endsaume (bisweilen mehrere Binden); weiss- licher Augenbrauen- und dunkler Zügelstrich; Halsseiten graubraun, Mitte des Vorderhalses wie die übrige Unterseite und Achselfedern weiss, die Kropf- federn mit graubraunen Schaftstrichen; Unterflügeldecken weiss, die mittleren an der Wurzel dunkelbraun, die am Flügelrande braun gefleckt, die grossen graubraun mit weisser Spitze; Schwanzfedern olivenbraun, die mittelsten mit schwärzlichen Randflecken oder Querbinden am Ende, die folgenden noch mit weisser Spitze, die äusseren auf der Aussenfahne weiss mit braunen Ouerbinden, die äussersten auf der Aussenfahne ganz weiss, auf der Innen- fahne weiss und braun quergebändert; Schwingen schwarzbraun, die Hand- schwingen an der Wurzel der Innenfahne weiss, die Armschwingen am ganzen Wurzelteile weiss, die inneren zum grössten Teile weiss, die innersten olivenbraun mit dunklen Randflecken am Ende; Handdecken schwarzbraun mit weisser Spitze; Auge braun; Schnabel schwarzbraun, an der Wurzel blasser; Füsse graulich. Lg. 170 — 210, Fl. 105 — 113, Fl./Schw. 10 — 20, Schw. 60 — 65, Sehn. 24 — 26, L. 22 — 25 mm. Im Winter ist die Oberseite mehr einfarbig, die dunklen und hellen Ouerbinden auf dem Oberkörper fehlen, aber die Rückenfedern zeigen oft scharf abgesetzte dunkle Schaftstriche; ferner ist der ganze Vorde